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Junge Ehe in der Krise, suche weiblichen Rat.

8. Februar 2010 um 3:26

Hallo meine Damen (und wenigen Herren),

Ich bin seit fast 9 Jahren mit meiner Frau zusammen und nun auch 1,5 Jahre verheiratet.
Wir haben viele Höhen und Tiefen gemeinsam gemeistert und alle in unserem Freundes und Bekanntenkreis beneiden uns wegen unserem Durchhaltevermögen.

Nun hat sich bei unserer Hochzeit ein für mich großes Problem entwickelt, sie will keinen Sex mehr.
Wir hatten eine große, tolle Hochzeit und spitzmäßige Flitterwochen, alles lief super.
Aber seit wir aus den Flitterwochen zurück sind, will sie nicht mehr.
Ich kann versuchen was ich will, stoße aber immer auf Ablehnung.
Wir haben eigentlich Pläne für die Zukunft, auch Kinder. Aber sie meint, das ich keine will.
Ich sagte ihr zu Beginn ihres Studiums, das sie es erstmal ohne große Unterbrechungen durchziehen soll und wir dann die nächsten Schritte Angriff nehmen werden.

Ich suche immer wieder das Gespräch und zeige ihr auch immer wieder wie wichtig sie mir ist. Aber ausser ein bisschen kuscheln, knuddeln und knutschen ist nicht.
Mittlerweile sehe ich sie meist nur noch als die Frau, die mit mir in einer Wohnung wohnt.

Ich weiß auch nicht was ich noch tuen könnte, ich koche, putze, wasche, bügle, regel die Finanzen und umsorge sie immer. Ihr fehlt es an nichts, sie hat wirklich alles was sie braucht.. Ich schenke ihr all meine Aufmerksamkeit, sehe wenn sie was brauch, versuche sie auf alle möglichen Wege, sie zu mehr intimität zu bewegen.

Ich kann mit Stolz behaupten, das ich immer treu war, nie bin ich fremd gegangen, auch wenn sich die Gelegenheit oft bot.

Ich rede mit Vertrauten auch darüber und es kommt immer wieder die Frage, wie ich das 1,5 Jahre durchhalte.

Ich fühle mich deswegen schlecht und ausgenutzt. Kann es denn sein, das eine Frau keinen sexuellen Kontakt braucht?

Was soll ich tuen?

Ich bin froh über jeden Rat.

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8. Februar 2010 um 13:58

Re:
Nein, da dürfte eigentlich nichts sein. Uns geht es besser als je zuvor. Wir hatten vor Jahren berufliche und finanzielle Probleme aber seit knapp 4 Jahren geht es uns bestens.
Wir haben alles was man sich wünschen kann und sind gut versorgt.
Es reicht voll un dganz, wenn sie 2 Tage die Woche arbeiten geht, nicht um das Studim zu finanzieren aber um einen Ausgleich zu schaffen. Ansonsten verbringt sie ihre Zeit mit mir, ihrer Familie und unserer Freunden. Studium läuft auch gut, wenn sie über ihren Unterlagen sitzt, helf ich ihr. Bringe ihr Kaffee/Kakao, koche Kleinigkeiten, sehe zu das sie entspannt lernen kann.

Heutmorgen war Kinder kriegen wieder ein Thema, weil wir das 5 Wochen alte Baby aus der Nachbarwohnung knatschen hörten.
Sie: Ich will auch ein Baby!
Ich: Und wie?
Sie: Was meinst du?
Ich: Wir hatten seit 1,5 Jahren keinen Sex mehr und ohne ist das nur schwer möglich.
Sie: Aber du willst doch keine Kinder.
Ich: Nein, ich will Kinder aber du willst doch erst dein Studium fertig machen oder?
Sie: Ja schon aber ich will trotzdem.
Ich: Und ich hätte gern überhaupt irgendwelchen Sex, ich will nicht einfach nur der einmalige Samenspender sein, der dich versorgt und sich nachher um das Kind kümmern muss.


Solche und ähnliche Gespräche hatten wir schon öfters, ich weiß nicht mehr weiter.
Sie ist nicht dumm, aber langsam glaube ich, das sie denn Knall nicht gehört hat.

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8. Februar 2010 um 15:14

Ja genau
Vielen Dank erstmal, das Du dich mir annimmst, Kasiulaa.

Das mit dem Grundbaustein sehe ich genau so.
Und das Sexleben ist auch der einzige Knackpunkt, ansonst läuft ja wie gesagt alles bestens.
Ich will nicht behaupten, das ich immer der perfekte Mann war und auch keine Fehler gemacht habe. Aber ich habe wirklich dazu gelernt und ich gebe mir wirklich Mühe das es auch so bliebt bzw. noch besser wird.

Ich habe aber auch lange an mir selbst gezweifelt und mir versucht einzureden das es an mir liegt.
Aber es kann nicht sein, das ich der ausschlaggebende Faktor bin.
Bzw. nicht so wie es in den klassischen Fällen ist.

Langsam beschleicht mich das Gefühl, das ich zum Mutterersatz für sie mutiere. Liegt wohl daran, das ich ihrer Mutter ähnel. Ich mag meine Schwiegermutter sehr, wir haben viele gemeinsame Interessen und Ansichten, wir können uns lang und breit über alles mögliche unterhalten.

Aber ich ein Mann, der auch nur irgendwo seinen animalischen Instinkten folgt.

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8. Februar 2010 um 17:24

*grübelt*
Zugenommen:
Wir haben beide in den letzten Jahren einige Kilos zugelegt aber nachdem ich die Federführung in der Küche übernommen habe, leben wir gesünder und haben beide über 10 Kilo abgenommen.
Ich fühle mich auch attraktiver als je zuvor, habe viel an meinem Aussehen getan. Sie auch aber ich lege bei ihr keinen Wert darauf, ich mag ihre Rundungen.

Der Alltag:
Da muss ich erst noch in Ruhe drüber nachdenken.

Bemuttern:
Ich biete ihr beides, ich mache mich für sie hübsch und lese ihr jeden Wunsch von den Augen ab, sei es ihr ihre Lieblingsknabberein oder ihren Kakao/Kaffee an den Schreibtisch zu bringen. Sie zuzudecken wenn sie mal auf dem Sofa liegt oder ihr ein Körnerkissen aufzuwärmen wenn einmal im Monat die Bauchschmerzen anfangen.

Knistern:
Gut, ich würde mich beinah als Starkstrom bezeichnen aber sie kommt mir immer mehr wie ein entladener Akku vor.
Sie veruscht auch nicht sich wieder aufzuladen.



Mir ist gerad danach ne Runde um den Block zu laufen um den Kopf frei zu bekommen, ich werf mich mal in meine Sportmontur und verschwinde auch für ne Weile. Ciaoi

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8. Februar 2010 um 19:17

Schon klar...
, ich weiß aber gerad nicht wohin mit meinen Gedanken.

Die ersten Jahre waren echt schwer über die Runden zu kommen und es haben uns andauernd irgendwelche finanziellen Sorgen geplakt.
Das ist aber seid 4 Jahren vorbei und es geht uns gut, wir sind rundum abgesichert und wir brauchen uns um nichts mehr Sorgen zu machen.
Gut, für ein einiges Haus hat es bisher nicht gereicht aber ansonsten......

Ich habe vorhin mit meiner Schwiegermutter geredet und sie reagierte etwas bestürzt, da sie mich sehr lieb gewonnen hat.
Ich sagte ihr, das ich nicht absehen kann, wie lange ich das noch aushalten kann und das meine Brüder und Freunde schon eine "Rettungsaktion" für mich planen.

Meine Frau weiß eigentlich wie es steht, ich kann aber nicht verstehen, das es nicht war haben will oder von sich aus versucht etwas zu verbessern/ändern.
Es ist ja nicht nur die Sexsperre die mich unglücklich macht.
Sie hatte kleine Macken die ich lieb gewonnen habe aber sie nervt mit denen immer penetranter. Brett-/Kartenspiele z.B., nerven mich total und langweilen mich tierisch aber sie fragt immer wieder.
Ich habe auch eigene Hobbies die ich versucht ihr näher zu bringen, habe aber nie weiter nachgestochert, wenn ich merkte das sie nichts damit anfangen kann.
Oder wenn ich mal was mit meinen männlichen Freunden machen will, was nicht oft vorkommt (alle 2 Monate mal), dann zieht sie immer ein trauriges Gesicht, von wegen das ich mit denen was mache aber mit ihr nicht.
Ich stehe ihr immer zur Verfügung, egal für was (mit wenigen Ausnahmen).

Klar, wir haben unsere Gegensätze, ist ja auch nichts schlimmes dran. Das harmonierte auf eine gewisse Weise auch ziemlich gut die ersten Jahre.
Ich gewiss kein Mensch der andere zu seinen Gunsten verändert aber sie schon. Nörgelt oft an meinen Ansichten und Meinungen rum, wo ich dann immer auf "Schweigen ist Gold" umschalte um es nicht in unnötigen Streit ausarten zu lassen.
Ich zeige ihr aber auch Grenzen auf, wenn sie beginnt gegen meine Überzeugungen zu diskutieren dann kann ich auch mal laut werden (was sehr sehr selten ist bei mir) und bitte sie ihre Meinung für sich zu behalten.


Ich merke gerad wie kompliziert das ganze ist.

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8. Februar 2010 um 23:34

In Krisenzeiten halten viele Paare zusammen,
und ist dann die Krise überstanden dann ist die Luft raus. Mir scheint dass bei euch dir wirkliche Kommunikation ,die offen und ehrlich betrieben wird, fehlt. Vielleicht bist du eher wie ein Bruder oder auch wie du schreibst Mutterersatz. Und weder mit Bruder noch mit Mutter geht man ins Bett. Ich kann dir nur dringend raten, lass die Finger weg von einer Schwangerschaft. Zuerst sollte eure Beziehung wieder stimmig sein, auch im sexuellen Bereich.Das wird nämlich wirklich zur Quälerei wenn du nur Samenspender und ERzeuger deiner Kinder bist und ansonsten nicht gefragt bist. Das wirkt sich auch nicht gut auf die Kinder aus. Wenn du dazu mehr wissen möchtest, kann ich dir gerne so einen Fall schildern, den ich seit Jahrzehnten kenne.
Ich kann dir nur raten, holt euch Hilfe in Form einer Beratung oder guten Therapeuten. Dort hört man auch die Zwischentöne eurer Beziehung. Da können Freunde und Familie nicht helfen und dazu sind Gespräche mit beiden notwendig.
Gruß Melike

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9. Februar 2010 um 10:02
In Antwort auf melike13

In Krisenzeiten halten viele Paare zusammen,
und ist dann die Krise überstanden dann ist die Luft raus. Mir scheint dass bei euch dir wirkliche Kommunikation ,die offen und ehrlich betrieben wird, fehlt. Vielleicht bist du eher wie ein Bruder oder auch wie du schreibst Mutterersatz. Und weder mit Bruder noch mit Mutter geht man ins Bett. Ich kann dir nur dringend raten, lass die Finger weg von einer Schwangerschaft. Zuerst sollte eure Beziehung wieder stimmig sein, auch im sexuellen Bereich.Das wird nämlich wirklich zur Quälerei wenn du nur Samenspender und ERzeuger deiner Kinder bist und ansonsten nicht gefragt bist. Das wirkt sich auch nicht gut auf die Kinder aus. Wenn du dazu mehr wissen möchtest, kann ich dir gerne so einen Fall schildern, den ich seit Jahrzehnten kenne.
Ich kann dir nur raten, holt euch Hilfe in Form einer Beratung oder guten Therapeuten. Dort hört man auch die Zwischentöne eurer Beziehung. Da können Freunde und Familie nicht helfen und dazu sind Gespräche mit beiden notwendig.
Gruß Melike

"nach 5 Tassen Kaffee"
@Kasiulaa
Tut mit Leid, muss dich wirklich korrigieren. Wir zeigen Interesse für die Interessen des anderen und wir unterstützen uns auch gegenseitig darin. (Habe viele Beispiele auf der Zunge liegen, zu viele um alles hier auflisten zu können)
Sie ignoriert mich auch nicht komplett, nur in sexueller Hinsicht. Wir küssen, streicheln und berühren uns sehr viel aber mehr wird es leider nie (sind seit kurz vor 7 wach und haben uns schon mindestens 25 mal geküsst).


@Melike
Den Kinderwunsch werden ich erst weiter verfolgen, wenn ich mir sicher bin das es halten wird und das das Kind bzw. die Kinder nicht die Leidtragenden nachher sind. Habe dahingehen selber schon zu viel erleben müssen, als das ich das einem schutzbedürftigen Kind antuen könnte.
Therapie steht auch aufm Plan.

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9. Februar 2010 um 12:38

Ja leider....
... trifft das meine persönliche Einschätzung und Vermutungen sehr genau.

Die Grundlegende Frage die ich mir stelle, sollte ich noch mehr Energie und Zeit meines Lebens investieren um mit ihr eine Lösung finden oder sollte ich mich eher umorientieren und die Ehe beenden.

Denn wenn es für sie wirklich nur Mittel zum Zweck war, dann sehe ich keine gemeinsame Zukunft.
Ausnutzen lassen möchte sich ja keiner.

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9. Februar 2010 um 14:43
In Antwort auf alton_12330170

Re:
Nein, da dürfte eigentlich nichts sein. Uns geht es besser als je zuvor. Wir hatten vor Jahren berufliche und finanzielle Probleme aber seit knapp 4 Jahren geht es uns bestens.
Wir haben alles was man sich wünschen kann und sind gut versorgt.
Es reicht voll un dganz, wenn sie 2 Tage die Woche arbeiten geht, nicht um das Studim zu finanzieren aber um einen Ausgleich zu schaffen. Ansonsten verbringt sie ihre Zeit mit mir, ihrer Familie und unserer Freunden. Studium läuft auch gut, wenn sie über ihren Unterlagen sitzt, helf ich ihr. Bringe ihr Kaffee/Kakao, koche Kleinigkeiten, sehe zu das sie entspannt lernen kann.

Heutmorgen war Kinder kriegen wieder ein Thema, weil wir das 5 Wochen alte Baby aus der Nachbarwohnung knatschen hörten.
Sie: Ich will auch ein Baby!
Ich: Und wie?
Sie: Was meinst du?
Ich: Wir hatten seit 1,5 Jahren keinen Sex mehr und ohne ist das nur schwer möglich.
Sie: Aber du willst doch keine Kinder.
Ich: Nein, ich will Kinder aber du willst doch erst dein Studium fertig machen oder?
Sie: Ja schon aber ich will trotzdem.
Ich: Und ich hätte gern überhaupt irgendwelchen Sex, ich will nicht einfach nur der einmalige Samenspender sein, der dich versorgt und sich nachher um das Kind kümmern muss.


Solche und ähnliche Gespräche hatten wir schon öfters, ich weiß nicht mehr weiter.
Sie ist nicht dumm, aber langsam glaube ich, das sie denn Knall nicht gehört hat.

Nimm Dir doch einfach eine Geliebte...
Hallo mein Lieber,

was ich da geschrieben habe, meine ich übrigens im vollen Ernst.

Erstens, ist es Dein gutes Recht, Dir eine andere Liebhaberin zu nehmen und zweitens würde ich auch kein Geheimnis daraus machen. Sag ihr ganz trocken beim Kaffee in der Küche sowas wie: "... so meine Süsse, ich bin jetzt ein paar Stunden weg, ich gehe eine.... naja Bekannte... besuchen... wenn Du verstehst... Nur damit Du Dich nicht fragst, ob mir was passiert ist. Also ciao, bis später... "

Und dann nimmst Du Deine Schlüssel und gehst. Vielleicht sogar tatsächlich zu einer anderen Frau. DAS wirkt Wunder. Sei nicht mehr fürsorglich mit Kaffee bringen und Kochen und sowas. Ich vermute, sie hält Dich für zu verweichlicht. Sie hat es zu leicht. Das wirkt bei Frauen oft unsexy.

Sie muss Angst um Dich haben. Du musst plötzlich weg sein. DANN wirst Du die gewünschte Aufmerksamkeit bekommen.

Such Dir erstmal eine andere Frau zum Seitensprung. Es ist höchste Zeit...

Wenn der Partner zuhause einen Sexstreik über Jahre abhält, hat er/sie es nicht anders verdient...

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9. Februar 2010 um 16:40

Ach nein,
ausgenutzt im Sinne von Haushaltssklave fühle ich mich nicht. Ich habe einfach diese Aufgaben übernommen, weil sie mir Spaß und es von unseren alltäglichen Zeitplänen auch sehr gut passt.
Wenn sie noch mehr Aufgaben im Haushalt übernehmen würde, dann hätte sie weniger Zeit für Studium und Sport.
Und Gegenleistungen fordern ist nicht meine Art, ich bin sehr verständnissvoll und großzügig.

Das Ausnutzen bezog ich wirklich nur auf diese "Mittel zum Zweck"-Sache, vonwegen den Mann befriedigen bis er mir den Ring ansteckt.
Das wäre auch nach meinen Maßstäben schon eine kriminelle Handlung.

Und das mit der Begehrtheit ist auch wieder ein zweischneidiges Schwert, das Psyschiche auf der Einen und das Pysische auf der Anderen.
Klar das Psysische ist mir sehr wichtig aber ich möchte auch pysisch begehrt werden.

Ich habe heute einen höhere Instanz eingeschaltet, meine Schwiegermutter. Sie war wirklich bestürzt das zu hören und wird ihr Tochter gleich mal "in die Mangel nehmen".
Denn ich rede nur noch gegen eine Wand.
Bin mal gespannt wie das ausgeht.

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14. Februar 2010 um 1:18

.........
**Dieses Gespräch hast du falsch angepackt.
Du bist gleich auf Konfrontation gegangen.
Sie sagte, sie wolle ein Baby.
Daraufhin hast du ihr Vorwürfe gemacht.
Das ist nicht der richtige Weg.**

Ganz so konfrontativ wie du es rausgelesen hast war es nicht.
Ich hab das nicht emotionsüberladen abgelassen, sondern in einem ruhigen und sachlien Ton. Sie hat es auch korrekt aufgenommen und es entstand kein Ärger daraus.


**Auf jeden Fall glaube ich, daß sie das Studium gar nicht beenden will.
Du hast ihr eine Suggestivfrage gestellt: Du willst doch erst das Studium fertig machen, oder?
Das ist eigentlich ein Aussagesatz, verbunden mit einem bedrohlichen oder am Ende nach dem Motto: Wehe, wenn nicht!
Ich glaube, sie traut sich nicht, das Studium abzubrechen oder auch nur den Wunsch danach zu äußern.
Du sagtest, du hättest ihr geraten, sie solle erst fertig werden.
Vielleicht hat sie nur zugestimmt, um es dir recht zu machen.
Vielleicht hat sie Angst, von dir mißachtet oder gar verstoßen zu werden, wenn sie nicht zu Ende studiert.
Vielleicht hat sie wegen dieser Sorgen keine Lust auf Sex?**

Das war eher so gemeint: "Also du wolltest doch erstmal deinen Studium fertig machen, bevor wir Kinder kriegen oder?". Sie hat auch nie was anderes gesagt oder in Erwägung gezogen.
Und ich könnte es mir nicht erlauben über jemandes Entscheid über den Abbruch eines Studiums zu urteilen.


**Die Sache mit den gemeinsamen Interessen ist natürlich ein Knackpunkt.
Ich kenne das aus meiner Beziehung, die wahrscheinlich genau deswegen scheitern wird.
Kasiulaa hat recht, Gemeinsamkeiten müssen da sein.
Wenn einer immer Mensch, ärgere dich nicht spielen will und Fahrradfahren haßt, wogegen der andere am liebsten jedes Wochenende eine Tour mit dem Drahtesesel unternehmen würde, Brettspiele aber verabscheut, kann das auf Dauer nicht funktionieren.**

Ich seh da eigentlich keinen Knackpunkt, ausser das man den anderen nicht andauernd zu ungeliebten Hobbies drängen sollte, auch wenn man genau weiß, das der Andere sich davon genervt fühlt.
Sie mag Brettspiele, ich bin eher für Videospiele. Ich mag Pferde, sie mag Katzen. Ich habe ein Fabel für Schusswaffen, sie ist Pazifist. Ich Tulpen, sie Rosen.
Das könnt man unendlich weiterführen, ich finde das genau diese Gegensätze auch wieder Gemeinsamkeiten sind. Spiele, Tiere, Militär, Blumen,..........



**Was Cefeu vorgeschlagen hat (Engagement zurückfahren), kann eigentlich nur dann helfen, wenn du möchtest, daß sie auch etwas im Haushalt tut oder sich mehr um gemeinsame Dinge kümmert. (Das klappt aber meistens nicht, vor allem, wenn einer sich durch den Dreck überhaupt nicht gestört fühlt. Dann passiert nämlich gar nichts, außer daß sich der Partner, der sich bisher um alles gekümmert hat, über das zunehmende Chaos ärgern muß.)
Wenn du mehr Sex willst, wird das nicht funktionieren.
Nun ja, es ist zwar schön, wenn der Mann im Haushalt mithilft (kommt ja normalerweise selten vor), aber daß er alles macht, ist doch merkwürdig. Ich würde mir so einen Mann gar nicht wünschen, da fühlte ich mich eher bevormundet. Finde ich auch komisch, wenn der Mann putzt, wäscht und bügelt, während die Frau Karriere macht oder Sport treibt. Da bin ich etwas altmodisch ...
Vielleicht gefällt ihr das ja auch nicht. Mag sein, daß sie sich insgeheim eine traditionelle Hausfrauenehe wünscht.
Es ist natürlich die Frage, ob so etwas für dich überhaupt in Betracht kommt.
Ihr solltet darüber sprechen.**

Ich werde mein haushaltliche Einstellung aufrecht erhalten. Wir können uns das auch nicht leisten die zukünftigen Aufgaben anders aufzuteilen, sie wird (und sie will auch) später der Hauptverdiener sein. Mit meinem Beruf allein kann ich keine 3 oder 4köpfige Familie ernähern. Aber ich kann ohne Lohneinbußen weniger arbeiten bzw. mit ganz anderen Arbeitszeiten.


**Die Schwiegermutter einzuschalten, finde ich gar nicht gut!
Versucht doch erst mal, selbt mit dem Problem klarzukommen.
Und wenn das nicht geht, würde ich mir lieber professionelle Hilfe suchen, beispielsweise einen Eheberater.
Die Schwiegermutter ist nicht objektiv.
Zudem: Wenn die Mutter mit ihr spricht, wird sie wahrscheinlich nicht Klartext reden.
Ich bin sicher, die Mutter will auch, daß sie das Studium beendet, und sie traut sich nicht, dagegen zu opponieren.**

Das kann ich leider nicht bewerten, ich musste ohne Mutter aufwachsen. Aber es hat den erhofften Effekt gebracht, also den Stein ins rollen gebracht.
Wie haben uns endlich wieder ausgesprochen, ich musste zwar bei einige Punkten etwas genauer nachstochern aber sie konnte einige Ballast abwerfen.
Sie war mir auch nicht böse, das ich ihre Mutter eingeschaltet habe.


**Eine Frage hätte ich noch: Hat sie von heute auf morgen keinen Sex mehr gewollt?
Also plötzlich nach den Flitterwochen ging nix mehr?
Oder war das ein schleichender Prozeß?
Wurde es Schritt für Schritt immer weniger?
Wenn es von heute auf morgen nicht mehr lief, dann ist wahrscheinlich ein einschneidendes Ereignis dafür verantwortlich.
Befrag sie mal dazu!**

Ja, von Heute auf Morgen. Wir haben schon darüber geredet aber sie kann es sich nicht erklären.
Aber sie hat eine Vermutung geäußert, die aber zeitlich nicht in den Rahmen passt.





Vorläufiges Ende der Geschichte, nachdem langen Gespräch und einer Nacht drüber schlafen, haben sich die Wogen etwas geglättet.
Wir haben auch jeden Fall noch einiges aufzuarbeiten aber ich denke wir können Fortschritte machen, Termin beim Ehetherapeuten ist auch schon gemacht.
Und was erfreuliches nach 1,5 gibts auch, wir haben uns vorletzte Nacht ordentlich "ausgetobt".

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15. Februar 2010 um 11:41

Mhh...
auch wenn ich noch keine 18 bin kenn ich das thema doch schon.
ich war bis anfang august 2009 auch mit einem jugen zusammen, der mich bemuttert hat ohne ende.
der mich auf schritt und tritt alles gemacht hat und doch nur liebe gewollt hatte.
kann es sein, dass sie sich eventuller weiße zu sehr bedrängt vorkommt?! weil ich hatte damals mit ihm auch noch zärtlichkeiten ausgetauscht, wenn auch wiederwertig, aber ich hatte es getan um ihn nicht zu verletzten.
vielleicht macht sie es ja genauso.
seh es doch mal so und frag dich selber: bedräng ich sie zu sehr? will sie das eventueller weiße alleine regeln?
ich gebe dir nur einen kleinen tipp (bzw. versuche es ) geb ihr einfach den abstand den sie braucht, lass sie auf dich zu kommen und bemuttere sie nicht mehr so sehr.
ich kenne es von mir: der mann meint es gut ja, aber wir frauen kommen uns dadurch und mit der zeit zu sehr bevormundet vor da wir emanzipiert sein wollen und auch gerne unser eigenes ding machen.
wenn alles nichts hilft geht zu pro familia und holt euch ne eheberatung dazu.

viel glück und alles liebe

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