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Ist "verlieben" ein chemischer Vorgang???

18. April 2006 um 11:17

Hallo
ich lese immer wieder vom Verliebtsein, etc. Ich, Anfang 30, hatte dieses Gefühl ein einziges Mal in meinem Leben. Danach nie wieder.

Ich lernte die letzten 9 Jahren jede Menge Männer kennen, hatte viel Sex und habe mich jedoch nie in einen verliebt.

Meine Frage: Stimmt bei mir die "Chemie" im Gehirn nicht??????

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18. April 2006 um 11:21

...
yep

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18. April 2006 um 11:56
In Antwort auf alida_11887328

...
yep

Sorry
war einfach so dahingeschrieben. Aber vielleicht ist es ja wirklich so, dass du grade noch keinen getroffen hast, bei dem die Chemie stimmt. Wenn jeder 2. zu einem passen würde, gäbe es ja auch nicht so viele Singles.

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18. April 2006 um 12:45

Dito
bei mir (mitte 30) auch schon seit jahren kein "verlieben" mehr..
wenn, dann eher gewöhnung und "lieb haben"

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18. April 2006 um 13:07

Knifflich,
denn die chemische Komponente der Paarbeziehung hat wieder etliche Teile. Die Biologen sehen das oft rein chemisch, die Soziologen und Therapeuten wehren eine solche 'enge' Sichtweise ab, da die 'reine Chemie' in einer längeren Beziehung ohnehin durch soziale Komponenten abgelöst wird (siehe gemeinsame Interessen, Lebensweisen, Ansichten etc.). Aber dass rein chemisch Adrenalin, Oxytocin, Vasopressin, Norephidrin und Phenylethylamin eine gewichtige Rolle im Zusammenwirken aller Komponenten spielen, weisen auch die nicht von der Hand. Interessant die Sichtweise der Genetiker, die etwa zu 70% einem individuell genetisch codierten Schlüsselreiz die Wahl des Partners zuweisen. Sind diese mit Geburt (und - sozial gesehen, früher Kindheit!) 'programmierten' Schlüsselreize nicht erfüllt, gibt es nicht das 'verliebte' Zusammenspiel der körpereigenen Chemikalien und somit auch kein Gefühl des 'bedingungslosen Verliebtseins'. Vielleicht Sympathie, vielleicht Freundschaft aber das trifft es ja alles nicht.

Ich habe nur drei Frauen in meinem Leben kennengelernt, wo ich sofort das Gefühl hatte, 'die!'. Und alle waren sich ähnlich. Das bestätigt das Obige. Aber die dachten ganz offenbar nicht 'der!'...

Da steht man halt machtlos vis a vis. Vielleicht will die Evolution ja keine schnüddeligen Menschen ...

asteus

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18. April 2006 um 13:33
In Antwort auf jarod_12098475

Knifflich,
denn die chemische Komponente der Paarbeziehung hat wieder etliche Teile. Die Biologen sehen das oft rein chemisch, die Soziologen und Therapeuten wehren eine solche 'enge' Sichtweise ab, da die 'reine Chemie' in einer längeren Beziehung ohnehin durch soziale Komponenten abgelöst wird (siehe gemeinsame Interessen, Lebensweisen, Ansichten etc.). Aber dass rein chemisch Adrenalin, Oxytocin, Vasopressin, Norephidrin und Phenylethylamin eine gewichtige Rolle im Zusammenwirken aller Komponenten spielen, weisen auch die nicht von der Hand. Interessant die Sichtweise der Genetiker, die etwa zu 70% einem individuell genetisch codierten Schlüsselreiz die Wahl des Partners zuweisen. Sind diese mit Geburt (und - sozial gesehen, früher Kindheit!) 'programmierten' Schlüsselreize nicht erfüllt, gibt es nicht das 'verliebte' Zusammenspiel der körpereigenen Chemikalien und somit auch kein Gefühl des 'bedingungslosen Verliebtseins'. Vielleicht Sympathie, vielleicht Freundschaft aber das trifft es ja alles nicht.

Ich habe nur drei Frauen in meinem Leben kennengelernt, wo ich sofort das Gefühl hatte, 'die!'. Und alle waren sich ähnlich. Das bestätigt das Obige. Aber die dachten ganz offenbar nicht 'der!'...

Da steht man halt machtlos vis a vis. Vielleicht will die Evolution ja keine schnüddeligen Menschen ...

asteus

@asteus...
Du sprichst genau das aus, was ich empfinde. Also, Symphatie ja, Freundschaft ja, Liebe nein. Als ich verliebt war (ca. 13 Jahre her!!!) dauerte dies ewig bis es so weit war. Dieser Mann war mir anfangs total gleichgültig, fast lästig. Erst später entwickelte es sich. Aber ich wollte ES UNBEDINGT. Kann es sein, dass ich mein Gehirn so beinflußt habe, dass es diese Neurotransmitter produziert? Hat es dies die ganze Zeit nicht getan, weil ich es irgendwie nicht wollte? Bevor ich verliebt war, machte ich mir die allergrößten Sorgen, dass mit mir was nicht stimmt.... Habe ich letztendlich Recht gehabt???

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18. April 2006 um 13:53
In Antwort auf alida_11887328

Sorry
war einfach so dahingeschrieben. Aber vielleicht ist es ja wirklich so, dass du grade noch keinen getroffen hast, bei dem die Chemie stimmt. Wenn jeder 2. zu einem passen würde, gäbe es ja auch nicht so viele Singles.

Aber ich hatte schon so viele Männerbekanntschaften...
nach ein wenig Spaß langweilten diese Männer mich ungemein. Dann machte ich einfach Schluß. Ließen sie mich nicht in Ruhe war ich nur genervt und fühlte mich belästigt. Kam mir jedoch einer mit dem Schlußmachen zuvor, war mein Ego und Stolz verletzt. Liebeskummer, sprich, dass ich diesen Mann vermisse, hatte ich nicht. Nur bei den einen in dem ich sehr verliebt war. Aber das waren ganz andere Gefühle! Bin ich annormal????

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18. April 2006 um 14:55
In Antwort auf augenstern5

@asteus...
Du sprichst genau das aus, was ich empfinde. Also, Symphatie ja, Freundschaft ja, Liebe nein. Als ich verliebt war (ca. 13 Jahre her!!!) dauerte dies ewig bis es so weit war. Dieser Mann war mir anfangs total gleichgültig, fast lästig. Erst später entwickelte es sich. Aber ich wollte ES UNBEDINGT. Kann es sein, dass ich mein Gehirn so beinflußt habe, dass es diese Neurotransmitter produziert? Hat es dies die ganze Zeit nicht getan, weil ich es irgendwie nicht wollte? Bevor ich verliebt war, machte ich mir die allergrößten Sorgen, dass mit mir was nicht stimmt.... Habe ich letztendlich Recht gehabt???

@augenstern5,
je nun, räusper, dazu was zu sagen fehlt mir nun wieder das Wissen. Ich glaube nicht, dass biochemische Regungen quasi Kraft Gedanken verursacht oder unterdrückt werden können. Was du beschreibst klingt für mich eher nach der zwingenden Erfüllung sozialer 'Schlüssel'-Komponenten die bei dir als Bedingung erscheinen. Aber wie gesagt, ich verstehe jetzt in deinem Einzelfall zu wenig davon. Für mich kann ich nur sagen, dass ich 'verliebt sein' inzwischen mit Misstrauen an mir selbst beobachte, weil es sich allzu leicht als das 'freundschaftliche Strohfeuer' herausgestellt hat, das einen nach ein paar Monaten mit dem blöden Gefühl dastehen lässt das alles so nicht gewollt zu haben. Ja, und wenn sich keine Frau findet, die in mir wirklich den hormonellen Tango (mit passendem Sozialprofil!!) auslöst, dann will ich auch nicht mehr in die 'Freundschaftsfalle' tappen. Vielleicht ist es beklagenswert, dass du und ich womöglich eben nicht nehmen 'was sich halt so ergibt' (in meinem Fall auch nicht auf sexuellem Gebiet ...) Aber wenn man damit ohnehin nicht glücklich wäre, was soll man da gross machen??

Gehen wir lieber einen Saufen ... äh,wieder was: Von Alkohol halte ich ja auch nicht allzu viel ...


asteus

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28. November 2010 um 13:02

Unausgeglichene Chemie
erst einmal muss ich sagen das ich das in der form noch nicht gehört habe. mit 30 jahren nur einmal verliebt gewesen sein stelle ich mir nicht sehr schön vor.
ich denke das die liebe ein wichtiger bestandteil unseres lebens ist. eine kraft die uns dazu bringt das leben von seiner schönsten seite zu sehen.
natürlich, die liebe ist logischer weise ein chemischer prozess und ich denke das du gar nicht mal so unrecht hast wenn du der meinung bist das mit deiner chemie in gewisser weise etwas nicht ganz stimmig ist.
das kann viele gründe haben. gründe an die man so gar nicht denken würde. sei es falsche ernährung, zu viel stress, fehlende enzyme bis hin zum vitaminmangel etc.
vielleicht solltest du einmal eine woche lang aufschreiben "Tagebuch-führung" was du den ganzen tag gemacht hast, gegessen hast, wie du dich gefühlt hast und vor allem wie andere auf dich wirkden und du auf andere "arbeitskollegen, freunde, verwande".
Die chinesen sagen würden "mit recht" kann es sein das dein Yin & Yang nicht im gleichgewicht ist. Also tatsächlich deine chemie nicht ganz im gleichgewicht liegt.
das kann man durch autogenes training ausgleichen.

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28. November 2010 um 13:05

Denke
daß sich die chemie nach 4 jahren erledigt hat.

lg

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