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Ist meine Frau lesbisch?

27. Juni 2018 um 15:35
In Antwort auf jana-t.

Falls das so rüber gekommen ist, als wollte ich das so darstellen, die Frau wäre nur ein Opfer, der Gefühle, möchte ich das korrigieren.

Natürlich ist sie ein denkender Mensch und verantwortlich für ihre Taten. Das ist jede(r), wie ja auch ich kürzlich erst feststellen musste.
Mir ging es lediglich darum, die andere Seite der Medaille mal zu beleuchten, weil es eine Sache ist, die die meisten Menschen nie erleben werden und die deswegen wohl für sie immer sehr abstrakt bleiben wird.

"Natürlich ist sie ein denkender Mensch und verantwortlich für ihre Taten"

Eben. Beim Stichwort Verantwortung bin ich dann nämlich der Meinung, dass man auch die Verantwortung für die Familie hat, wenn man sich denn nach dem "klassischen Familienmodell" mit Mama, Papa, Kind für Kinder entschieden hat.

Und wenn ich dann merke, dass etwas diese Familie gefährden könnte, habe ich gefälligst auf die Bremse zu treten.

Sie wäre heute nämlich nicht unglücklich bei ihrem Mann.
Jetzt ist das dazu aber zu spät.

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27. Juni 2018 um 16:15
In Antwort auf unbeleidigteleberwurst

"Natürlich ist sie ein denkender Mensch und verantwortlich für ihre Taten"

Eben. Beim Stichwort Verantwortung bin ich dann nämlich der Meinung, dass man auch die Verantwortung für die Familie hat, wenn man sich denn nach dem "klassischen Familienmodell" mit Mama, Papa, Kind für Kinder entschieden hat.

Und wenn ich dann merke, dass etwas diese Familie gefährden könnte, habe ich gefälligst auf die Bremse zu treten.

Sie wäre heute nämlich nicht unglücklich bei ihrem Mann.
Jetzt ist das dazu aber zu spät.

Sorry, aber diese Sicht ist sehr naiv.
Du würdest Dich ernsthaft in Dein Schicksal fügen, nur um irgendwas aufrecht zu erhalten?
Auch wenn Du dabei kaputt gehst?

Bist Du ein Mann?
Ich nehme es an und Du bist hetero. Okay. Nehmen wir an, plötzlich würde Dich jemand zwingen mit Männenr zu schlafen.
Das würdest Du rundheraus ablehnen, richtig? 
Aber Du würdest es trotzdem tun, um des lieben Friedens Willen? Das kann ich mir nicht vorstellen.
Denn genau so geht es Frauen, wenn sie merken, dass sie eigentlich Frauen lieben.

Es fühlt sich falsch an, bei manchen setzt ein starker Ekel ein usw.

Mir ist bewusst, dass dieses Beispiel hinkt, nur kann man leider niemanden, der es nicht selbst erlebt hat, begreiflich machen, wie sich das anfühlt.
Wenn plötzlich etwas, worüber Du Dir Dein ganzes Leben lang sicher warst, auf einmal nicht mehr stimmt.

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27. Juni 2018 um 16:20

Du kannst einen Menschen nicht zwingen, gegen seinen Willen etwas aufrecht zu erhalten.

Aber wir wissen ja auch nicht, ob die Frau sich es hier nicht wieder anders überlegt.
Das kann schnell passieren, vielleicht ist es doch nichts für sie.

Ich habe so etwas auch schon erlebt und mich in eine Hetera verknallt.
Sie war auch neugierig drauf und fand das alles unglaublich spannend. Damals dachte ich wirklich, ich kann sie irgendwie umdrehen.
Aber dann hat sie immer wieder herumgeeiert. Mal so, mal so.

Einmal waren wir dann bei mir zu Hause und es war alles ganz romantisch und wir haben gelacht und alles.
Und dann haben wir uns geküsst... und ab da war Ende. Sie hat gesagt, sie kann das nicht und weg war sie.
Dann hat sie mir wieder süße Nachrichten geschrieben, weil es ja doch schön war usw.

Das ging dann fast einen Monat lang so und dann habe ich die Reißleine gezogen.
Es ist gut möglich, dass so etwas auch hier passiert.
Weil die Frau des TE es doch nicht will.

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27. Juni 2018 um 23:53

Rrrrhhh....
Sie ist nicht mehr glücklich, weil sie nicht rechtzeitig auf die Bremse getreten hat. Wir drehen uns jetzt argumentativ im Kreis, wenn wir unterstellen, dass die Beziehung vorher völlig in Ordnung war. Die Frau bestätigt das ja sogar.

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28. Juni 2018 um 11:45

"bei ihr ist es halt fremdverliebendavor ist NIEMAND gefeit"

Klares Jein.
Bei Dir kommt das immer so rüber, als sei man fast machtlos solchen Dingen gegenüber.
Und dieser Meinung bin ich eben nicht.
Und ich glaube, dass ich nach 25 Jahren Beziehung weiss, wovon ich rede.
 

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28. Juni 2018 um 16:52

Nein, nein , nein.
Natürlich sollte man in jeden Fall die Ehe auflösen, wenn sie unglücklich ist.

War sie hier aber nicht...

Hier wurde eine Familie zerstört, damit eine zuvor glückliche Frau jetzt noch ein bisschen glücklicher oder anders glücklich ist. 

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28. Juni 2018 um 17:49

Dieses Konzept scheint für einige Leute wirklich abstrakt zu sein.
Ich meine jetzt nicht Homosexualität, sondern das man sich nicht selbst opfert, bis zur Selbstzerstörung, um einen Schein zu wahren.

Ich bin noch im Zweifel, ob da auch so ein Männlichkeitsding mit rein spielt, dass die Herren der Schöpfung des quasi erwarten, dass Frau sich gefälligst unterzuordnen hat.
Und ich lese auch Unsicherheit heraus, denn es kratzt an der eigenen Mänlichkeit.

Und das man Homosexualität nicht wie einen Schalter betrachten kann, den man nur umlegen braucht, habe ich hier ja schon zu erklären versucht.Aber es kommt nicht an, dass man sich das nicht aussucht.
Oder es abstellen kann, oder es einem sehr spät bewusst wird.

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15. Juli 2018 um 19:27
In Antwort auf albertos

Ich bin wirklich niedergeschlagen. Ich bin mit meiner Frau bald 12 Jahre verheiratet und habe 2 Kinder mit ihr. Eigentlich waren wir dabei unser Haus zu erweitern und haben vor einem halben Jahr eine große Summe Geld aufgenommen. Nun bin ich froh, dass sich alles in die Länge gezogen hat. Vor 9 Wochen habe ich zu wissen bekommen, dass meine Frau angeblich ein Verhältnis zu ihrer lesbischen Arbeitskollegin hat. Leider konnte sie mir dies nicht vollständig entkräften, nur dass sie Gefühle für diese Person entwickelt hat, von denen sie selbst sehr erschrocken war. Diese Arbeitskollegin ist ihre ehemalige Arbeitskollegin, vor der sie in der Vergangenheit eigentlich mehr Angst und Respekt hatte. Eigentlich hatte sie zu den meisten Kolleginnen ein distanziertes Verhältnis, da sie  immer das Gefühl hatte, deren Ansprüchen nicht zu genügen. Bis zur Weihnachtsfeier im letzten Dezember. Da brach das Eis. Sie war sehr traurig, dass sie zu diesem Zeitpunkt ihren Job in dem Kindergarten schon gekündigt hatte und bereits einen neuen Job hatte. Zumindest hatte sie sich mit der gewissen Kollegin getroffen. Mit Bier und allem drum und dran. Meine Frau ist bis zu dem Zeitpunkt jemand gewesen, die vielleicht Mal ein Bier in drei Monaten getrunken hat, aber nicht mehr. Auf einmal hat sie sich aufgeführt, als wäre sie in ihrer Jugend. Aber das war auch okay für mich. Auch ich saß mit den beiden...im März! Wir haben Ende Februar eine neue Küche bekommen, wo sie ebenfalls bestimmt hat welcher Tisch und so weiter. Sie ging an seltsam zu werden, wenn wir intim würden. Haben wir auch angesprochen...und drüber geredet. Im April hat sie sich dann mehr und mehr zurück gezogen, bis Mitte Ende April die Bombe platzte. Wir haben schnell Versuch Hilfe zu bekommen....vergesst es. Um es kurz zu machen. In diesen 9 Wochen hat sie Mal bei Freundinnen gewohnt oder in einer Ferienwohnung für eine Woche. War nicht auszuhalten meine Frau Zuhause zu haben, wobei sie eine ganz andere geworden ist. Anfang Juni ist sie in 8hre eigene Wohnung gezogen, auch damit hier zu Hause mit den Kindern alles zur Ruhe fallen kann. Ich hatte mir vorgestellt, dass sie die Zeit und Ruhe nutzt, um herauszufinden, was sie eigentlich will. Denn ich bin ja ein wahnsinnig wichtiger Mensch und blablabla... Gestern hat sie mir gesagt, dass sie sich zu ihrer Arbeitskollegin hingezogen fühlt und sie sind auf dem Weg sich näher zukommen. Ich finde nur, dass es rassant schnell ging. Sie sagt selber, dass sie vorher keinerlei solcher Gefühle hatte. Innerhalb von 2 Monaten entschließt sie, ihr altes Leben hinter sich zu lassen. Wir reden ordentlich miteinander und das mit den Kindern ist auch sehr respektvoll und gut geregelt...aber kann es so schnell passieren, oder sollte sie erst Mal eine lesbische Beziehung eingehen?
Ich liebe sie noch wahnsinnig und bin am boden zerstört, da ich anscheinend meine Frau verlorrn habe

Hallo Albertos,

die Situation ist nicht leicht für dich. Ich habe so etwas in meinem Umfeld schon mehrmals erlebt, kenne Heterofrauen mit Kindern,die nun iffen lesbisch leben.
Zuerst schaffe mal Klarheit soweit es geht und nimm deine Frau sanft aber sicher ins Gebet. Vielleicht ist es dabei angebrachter, auf die Fremdbeziehung an sich einzugehen anstatt zu bewerten, dass es sich dabei um eine Frau handelt.
Möglicherweise ist deine Frau sich dessen nicht sicher und findet zu dir als Mann zurück.
Tatsache ist aber dass manche Frauen nach der Pflichtübung Kinderaufzucht mal was neues probieren. Ehebruch ist ja nicht die reine Männerveranstaltung. Das kann, muss aber nicht von Dauer sein.
In meinen Beziehungen spielte das Geschlecht nie die entscheidende Rolle, ich liebe die Person als Ganzes und war 6 Jahre mit einer Transfrau liiert. Nach der Trennung von ihr ist es ein Mann. Mein letzter Partner wie ich hoffe.
Wenn du sie liebst dann sprich mit ihr. Und überlege was eurer Luebe gefehlt hat. Suche dabei auch nach eigenen Fehlern und sprich nicht von Schuld, mach keine Vorwürfe. Sag immer wie du dich fühlst, do baust du Brückrn und keine Barrieren.

Ich wünsche Euch das Beste und dass Ihr miteinander alt werden könnt.

Alles Gute von der Alteisenlady

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27. Januar um 19:49

Hallo, ich würde sehr gern mit albertos in Kontakt treten. Mir ist etwa ein Jahr später das gleiche passiert.

 

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