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Ist meine Beziehung am Ende..?

19. Dezember 2017 um 0:28

Hallo,

ich (23 Jahre, M) führe seit über 2 Jahren eine Beziehung mit meiner Freundin (21 Jahre).
Leider läuft es seit einem Jahr mehr als schwierig. Meine Freundin ist direkt am Anfang der Beziehung aufgrund ihres Studiums weggezogen (ca. 2 Stunden Fahrtweg), daher ist es eine Fernbeziehung, bei der wir uns eigentlich nur am Wochenende sehen. 

Vor über einem Jahr hat es Angefangen das wir uns nur noch Streiten, es ging zuerst meistens um die Entfernung, darum das ich zu wenig schreibe oder das sie zusammenziehen möchte, ich aber erst sobald Ihr Studium abgeschlossen ist. (Also generell das Thema Entfernung)

MIttlerweile Streiten wir uns über alles, über jede Kleinigkeit, nicht immer aber meistens hängt es trotzdem damit zusammen das ich Ihr nicht die Zeit geben kann die Sie möchte. Diese "Streits" laufen auch immer nach dem gleichen Schema  ab und gehen immer von Ihr aus.

Beispiel, letztes Wochenende: Ich habe gefragt wie wir Weihnachten verbringen. Ich muss (getrennte Eltern) zu meinem Vater und zu meiner Mutter, während sie auch bei Ihrer Familie feiert. Ich wollte nicht an Weihnachten nach einer Stunde aufstehen und gehen, daher habe ich Ihr gesagt das ich erst gegen 9-10 Uhr bei Ihr sein kann. Sie hat angefangen zu Weinen, meinte Sie will mich nicht nur so kurz sehen, sie kann es nicht ertragen und ich soll sie nicht wie irgendeinen Station behandeln die ich "abarbeiten" muss. Wir reden, drehen uns total im Kreis weil es eigentlich keine echte "Lösung" gibt, Sie sagt unter Tränen 20 mal "Du verstehst mich einfach nicht", nach einer Stunden habe ich Sie nun endlich getröstet und erstmal ist alles wieder gut.

Am gleichen Wochenende noch hatten wir das gleich weil ich Ihr vergessen habe zu erzählen das sich in der Arbeit an meinem momentanen Projekt die Deadline verschoben hat und das ich Ihr nie etwas erzählen würde und davor darüber das ich ne Stunde länger in der Arbeit bleiben musste.

Es wird jedes Wochenende mit mindestens 5 Stunden heulen verbracht und es macht nicht nur mich, sondern auch Sie psychisch krank. Ich halte es so einfach nicht mehr aus. Ich kann es auch bald nicht mehr ernst nehmen wenn sie weint.

Ich muss dazu sagen das ich selbst eher introvertiert bin und auch gerne mal für mich alleine bin. Und ich bin jemand viele Interessen hat die ich eigentlich nicht aufgeben möchte (Gitarre, Snowboarden, Zeichnen,  etc... ).

Auch wenn das alles eher dannach klingt als ob ich nur noch genervt bin, ich liebe Sie wirklich von Herzen und möchte eigentlich alles tun um die Beziehung zu retten.

Hat irgendjemand schonmal ähnliche Erfahrungen gemacht? Vielleicht irgendeinen Tipp?

Grüße

DerTypDaa




 

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19. Dezember 2017 um 0:51

Sensiebel sein, schön und gut.
Aber nur zu flennen für jeden Quatsch, als Erwachsene Frau?
Das ist dann wohl mehr Theater und ein Zeichen von Unreife.

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19. Dezember 2017 um 16:37

Hmmm.... also ich bin auch ein sensibler Mensch und deine Beschreibung erinnert mich ein wenig an mich selbst in meiner aller ersten Beziehung... Ich war auch oft sensibel und musste viel weinen, weil ich das Gefühl hatte mein Freund würde mich gar nicht verstehen, ich war auch oft wütend über Kleinigkeiten, aber zu diesem Zeitpunkt war ich gerade 18 und die Pubertät hat glaube ich den Rest zu meinen Stimmungsschwankungen beigetragen. Irgednwann hatte sich das von selbst gelegt und ich habe mir selbst und meinem ersten Freund geschworen niemals wieder so schlimm zu werden. Im Nachhinein ist mir das auch ziemlich peinlich, dass ich so eine Heulboje war. Aber es kam nie wieder zu extremen Ausbrüchen.

Ich kenne so ein Verhalten auch von meiner besten Freundin und ihrem Partner. Sie und ihr Freund führten ebenfalls eine Fernbeziehung und diese Entfernung schmerzte sie sehr. Sie konnten sich immer nur am Wochenende sehen und jeden Sonntag brach für sie eine Welt zusammen, weil sie schon wieder an den Abschied denken musste. Montags weinte sie sich viel bei mir aus, ich war immer da um sie aufzufangen. Ich glaube ihr Freund hatte es in dieser Zeit auch nicht gerade leicht mit ihr und ihren Emotionen. Nun wohnen die beiden seit 6 Monaten zusammen und ich glaube es lief nie besser bei den beiden.

Ich kenne euch ja beide nicht persönlich, aber ich könnte mir vorstellen, dass sie vielleicht durch diese Entfernung unter Verlustängsten leidet. Sie möchte mit Sicherheit sehr gern jede freie Minute mit dir verbringen, was ja auch kein schlechtes Zeichen ist, ist dann aber enttäuscht wenn es nicht nach ihren Wünschen klappt. Kannst du mir sagen, wie lange ihr zusammen wart, bevor ihr diese Fernbeziehung führen musstet? Oder ist sie erst weggezogen, als ihr schon länger zusammen wart? Wohnst du denn noch in der "alten Heimat"? Wenn dem so ist, hat sich ja für dich quasi nicht viel geändert, weißt du was ich meine? Vielleicht fällt dir die Entfernung und Distanz nicht so schwer.
Du scheinst ein sehr liebevoller Partner zu sein, denn wie man merkt liegt dir viel an ihr und eurer Beziehung. Ich finde es toll wie du darum kämpfen möchtest, dass alles wieder gut wird. Aber du darfst dich auch nicht zu sehr selbst aus den Augen verlieren.

Dass sie allerdings wegen Weihnachten kein Verständniss hat, kann ich wiederum nicht verstehen. Du willst beide Elternteile sehen, wir sind noch nicht in einem Alter (ich bin 26) in dem man nur alleine mit seinem Partner feiert finde ich. Ich sehe meinen Freund Weihnachten auch immer erst gegen 23.00 Uhr in unserer Weihnachtsstammkneipe und wenn er da keine Lust zu hat, dann erst am 25.12.
Wenn es ihr dennoch so wichtig ist, könntest du sie dann mitnehmen zu deinen Eltern? Aber eigentlich würde ich mir da nicht reinreden lassen.. Ich finde es auch unfair wütend auf dich zu sein, dass du eine Stunde länger arbeiten musstest, dass sind Dinge die du nicht beeinflussen kannst.  Ich könnte also verstehen, wenn dir das Ganze doch zu anstrengend wird.

Liebe Grüße
Curly

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19. Dezember 2017 um 16:55

Also ich muss den Leuten hier mal ein bisschen widersprechen.
Ich bin jetzt 26 und finde mich teilweise - teilweise, nicht komplett! - auch in deiner Freundin wider. Das Geheule (gut, das scheint bei ihr echt extrem zu sein, das war bei mir nie so...) muss nicht immer ein Zeichen dafür sein, dass sie übersensibel, unreif oder sonstwie kindisch ist. Hast du mal dran gedacht, dass sie einfach nur verzweifelt ist?

Ihr seid knapp über 2 Jahre zusammen, hattet von Anfang an eine Fernbeziehung. Da kommen wir auch schon zum ersten grßen Punkt: Menschen haben ein unterschiedliches Nähe-Distanz-Bedürfnis. Was für dich ok ist, ist für sie furchtbar. Sie würde gerne zusammenziehen, du nicht. Wieso eigentlich nicht? Wieso erst, wenn sie mit ihrem Studium durch ist? Liegts an deinem Job oder was sind deine Bedenken?

Ich hatte bis vor kurzem auch einen Freund, der unheimlich viel gearbeitet hat, den ich darum kaum gesehen habe und wenn wir dann mal beisammen waren, haben wir die meiste Zeit gestritten - nämlich genau deshalb, WEIL er kaum Zeit hatte. Arbeit gut und schön, aber c'mon, nen Job haben auch andere Leute und ich kann das gut nachvollziehen, wenn deine Freundin dann sagt, sie fühlt sich wie eine Station auf einer imaginären To Do-Liste, die abgearbeitet werden muss. Genau SO hab ich mich auch immer gefühlt und dachte mir dann irgendwann echt: "Scheiße, nein, ich muss nicht ständig Verständnis haben - warum versucht er nicht mal, sich in meine Lage zu versetzen?!"

Und wenn man merkt, der andere versucht das nicht einmal, weil er mit seinem Job und den Überstunden so wichtig ist, dann ist man tatsächlich irgendwann nur noch verzweifelt und fragt sich, wie man denn noch verständlich ausdrücken kann, dass man sich gerne wichtiger genommen fühlen würde.

Frag du dich doch mal ganz grundsätzlich, wie wichtig dir deine Freundin aktuell denn eigentlich ist?

Ja, ihr Geheule ist zu viel und ich find es auch nicht gut, dir wegen Weihnachten eine Szene zu machen, nur, weil du später kommst. Meine Güte, selbst wenn ihr euch Heiligabend gar nicht seht und dafür dann erst am 25., wärs doch auch ok. Aber wenn sie sagt, sie würde dich gern viel öfter sehen, will mit dir zusammenziehen, du willst das alles aber grad eigentlich gar nicht und wenn ihr euch dann seht, gibts erstmal nur Geheule.... dann solltet ihr mal ein grundsätzliches Gespräch über Nähe und Distanz führen. Frag sie mal, ob sie tatsächlich irgendwelche Verlustängste hat, ob sie denkt, dass du anderen Frauen nachguckst, wenn sie nicht da ist, ob sie dir eigentlich vertraut?
Und auch: Wie viel Verständnis ihr füreinander habt? Und vor allem: Für was genau? Hat sie vielleicht das Gefühl, dass du sie nicht ernst genug nimmst und kein Verständnis für ihre Wünsche hast, dich öfter zu sehen? Etc... Das ist ein Kreis.

Über sowas solltet ihr mal reden, statt über solchen Pillepalle-Kram, der nur zermürbt.

 

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19. Dezember 2017 um 19:51
In Antwort auf fraeuleincurly

Hmmm.... also ich bin auch ein sensibler Mensch und deine Beschreibung erinnert mich ein wenig an mich selbst in meiner aller ersten Beziehung... Ich war auch oft sensibel und musste viel weinen, weil ich das Gefühl hatte mein Freund würde mich gar nicht verstehen, ich war auch oft wütend über Kleinigkeiten, aber zu diesem Zeitpunkt war ich gerade 18 und die Pubertät hat glaube ich den Rest zu meinen Stimmungsschwankungen beigetragen. Irgednwann hatte sich das von selbst gelegt und ich habe mir selbst und meinem ersten Freund geschworen niemals wieder so schlimm zu werden. Im Nachhinein ist mir das auch ziemlich peinlich, dass ich so eine Heulboje war. Aber es kam nie wieder zu extremen Ausbrüchen.

Ich kenne so ein Verhalten auch von meiner besten Freundin und ihrem Partner. Sie und ihr Freund führten ebenfalls eine Fernbeziehung und diese Entfernung schmerzte sie sehr. Sie konnten sich immer nur am Wochenende sehen und jeden Sonntag brach für sie eine Welt zusammen, weil sie schon wieder an den Abschied denken musste. Montags weinte sie sich viel bei mir aus, ich war immer da um sie aufzufangen. Ich glaube ihr Freund hatte es in dieser Zeit auch nicht gerade leicht mit ihr und ihren Emotionen. Nun wohnen die beiden seit 6 Monaten zusammen und ich glaube es lief nie besser bei den beiden.

Ich kenne euch ja beide nicht persönlich, aber ich könnte mir vorstellen, dass sie vielleicht durch diese Entfernung unter Verlustängsten leidet. Sie möchte mit Sicherheit sehr gern jede freie Minute mit dir verbringen, was ja auch kein schlechtes Zeichen ist, ist dann aber enttäuscht wenn es nicht nach ihren Wünschen klappt. Kannst du mir sagen, wie lange ihr zusammen wart, bevor ihr diese Fernbeziehung führen musstet? Oder ist sie erst weggezogen, als ihr schon länger zusammen wart? Wohnst du denn noch in der "alten Heimat"? Wenn dem so ist, hat sich ja für dich quasi nicht viel geändert, weißt du was ich meine? Vielleicht fällt dir die Entfernung und Distanz nicht so schwer.
Du scheinst ein sehr liebevoller Partner zu sein, denn wie man merkt liegt dir viel an ihr und eurer Beziehung. Ich finde es toll wie du darum kämpfen möchtest, dass alles wieder gut wird. Aber du darfst dich auch nicht zu sehr selbst aus den Augen verlieren.

Dass sie allerdings wegen Weihnachten kein Verständniss hat, kann ich wiederum nicht verstehen. Du willst beide Elternteile sehen, wir sind noch nicht in einem Alter (ich bin 26) in dem man nur alleine mit seinem Partner feiert finde ich. Ich sehe meinen Freund Weihnachten auch immer erst gegen 23.00 Uhr in unserer Weihnachtsstammkneipe und wenn er da keine Lust zu hat, dann erst am 25.12.
Wenn es ihr dennoch so wichtig ist, könntest du sie dann mitnehmen zu deinen Eltern? Aber eigentlich würde ich mir da nicht reinreden lassen.. Ich finde es auch unfair wütend auf dich zu sein, dass du eine Stunde länger arbeiten musstest, dass sind Dinge die du nicht beeinflussen kannst.  Ich könnte also verstehen, wenn dir das Ganze doch zu anstrengend wird.

Liebe Grüße
Curly

Zu den Fragen erstmal:

Also wir waren nur 1-2 Monate zusammen bis wir eine Fernbeziehung führen und ich Wohne noch in der "Heimat", es ist so aufgeteilt das immer im Wechsel der Eine zum Anderen fährt.

Es ist tatsächlich so das mir Distanz weniger schwer fällt, allerdings nicht weil mir weniger an der Beziehung liegt, sondern ich versuche es nach dem Motto "Durch die Distanz freut man sich umso mehr den Anderen am Ende der Woche wiederzusehen".

Wegen Weihnachten geht das leider nicht, da Ihre Familie um die gleiche Zeit Ihr feiern möchten wie meine Familie mit mir.

Was mich wirklich interessiert ist der Fakt das du sagst es liefe bei deinen Bekannten besser nach dem Sie zusammengezogen sind? Hier habe ich immer wieder gehört man streitet sich in der Regel eher mehr als weniger sobald man in eine gemeinsame Wohnung zieht. Ehrlich gesagt habe ich die Angst das es ab diesem Zeitpunkt dann vollkommen eskaliert.

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19. Dezember 2017 um 20:23
In Antwort auf miezekatze91

Also ich muss den Leuten hier mal ein bisschen widersprechen.
Ich bin jetzt 26 und finde mich teilweise - teilweise, nicht komplett! - auch in deiner Freundin wider. Das Geheule (gut, das scheint bei ihr echt extrem zu sein, das war bei mir nie so...) muss nicht immer ein Zeichen dafür sein, dass sie übersensibel, unreif oder sonstwie kindisch ist. Hast du mal dran gedacht, dass sie einfach nur verzweifelt ist?

Ihr seid knapp über 2 Jahre zusammen, hattet von Anfang an eine Fernbeziehung. Da kommen wir auch schon zum ersten grßen Punkt: Menschen haben ein unterschiedliches Nähe-Distanz-Bedürfnis. Was für dich ok ist, ist für sie furchtbar. Sie würde gerne zusammenziehen, du nicht. Wieso eigentlich nicht? Wieso erst, wenn sie mit ihrem Studium durch ist? Liegts an deinem Job oder was sind deine Bedenken?

Ich hatte bis vor kurzem auch einen Freund, der unheimlich viel gearbeitet hat, den ich darum kaum gesehen habe und wenn wir dann mal beisammen waren, haben wir die meiste Zeit gestritten - nämlich genau deshalb, WEIL er kaum Zeit hatte. Arbeit gut und schön, aber c'mon, nen Job haben auch andere Leute und ich kann das gut nachvollziehen, wenn deine Freundin dann sagt, sie fühlt sich wie eine Station auf einer imaginären To Do-Liste, die abgearbeitet werden muss. Genau SO hab ich mich auch immer gefühlt und dachte mir dann irgendwann echt: "Scheiße, nein, ich muss nicht ständig Verständnis haben - warum versucht er nicht mal, sich in meine Lage zu versetzen?!"

Und wenn man merkt, der andere versucht das nicht einmal, weil er mit seinem Job und den Überstunden so wichtig ist, dann ist man tatsächlich irgendwann nur noch verzweifelt und fragt sich, wie man denn noch verständlich ausdrücken kann, dass man sich gerne wichtiger genommen fühlen würde.

Frag du dich doch mal ganz grundsätzlich, wie wichtig dir deine Freundin aktuell denn eigentlich ist?

Ja, ihr Geheule ist zu viel und ich find es auch nicht gut, dir wegen Weihnachten eine Szene zu machen, nur, weil du später kommst. Meine Güte, selbst wenn ihr euch Heiligabend gar nicht seht und dafür dann erst am 25., wärs doch auch ok. Aber wenn sie sagt, sie würde dich gern viel öfter sehen, will mit dir zusammenziehen, du willst das alles aber grad eigentlich gar nicht und wenn ihr euch dann seht, gibts erstmal nur Geheule.... dann solltet ihr mal ein grundsätzliches Gespräch über Nähe und Distanz führen. Frag sie mal, ob sie tatsächlich irgendwelche Verlustängste hat, ob sie denkt, dass du anderen Frauen nachguckst, wenn sie nicht da ist, ob sie dir eigentlich vertraut?
Und auch: Wie viel Verständnis ihr füreinander habt? Und vor allem: Für was genau? Hat sie vielleicht das Gefühl, dass du sie nicht ernst genug nimmst und kein Verständnis für ihre Wünsche hast, dich öfter zu sehen? Etc... Das ist ein Kreis.

Über sowas solltet ihr mal reden, statt über solchen Pillepalle-Kram, der nur zermürbt.

 

Natürlich habe ich daran gedacht das Sie verzweifelt ist bzw. weiß ich das es so ist.
Ich weiß nur nicht wie ich damit noch weiter umegehen soll und wie ich Ihr diese Verzweiflung nehme.

Um das mit dem Umzug zu klären, ich bin erst seit kurzem ausgelernt und habe (auch durch pech mit meinem Auto) noch rein garnichts ansparen können. Meine Freundin möchte ein Darlehen dafür aufnehmen und an dieser Stelle habe ich mich geweigert.
Hinzu kommt das wir 2 Stunden voneinander wegwohnen, ich möchte meine Arbeitsstelle noch nicht aufgeben, sondern lieber noch etwas Berufserfahrung sammeln und Sie ist durch Ihr Studium an Ihren Ort gebunden.
D.h. wir müssten etwas in der Mitte suchen , damit wir hätten schonmal einen Arbeitsweg von 1 Stunde pro Person und das ist eher unrealistisch da der Münchner Berufsverkehr uns beide erwischen würde.

Sie ist mir sehr wichtig und die wenigen streitfreien Stunden am Wochenende stellen für mich das Highlight jeder Woche dar. Doch gleichzeitig ist die Beziehung dabei uns seelisch zu zerstören.

Ich vertraue Ihr und zumindest laut eigener Aussage vertraut Sie mir auch. Eifersucht ist weniger ein Problem momentan, liegt aber auch daran das ich seit unserer fast nicht mehr mit Freunden alleine weggehe. (Dieses Jahr 1x )

Da du ähnliche Probleme aus einem anderen Blickwinkel hattest würde ich gerne mal etwas wissen. Du sagst man denkt "Scheiße, nein, ich muss nicht ständig Verständnis haben - warum versucht er nicht mal, sich in meine Lage zu versetzen?!". Genau so einen Satz (zumindest die zweite hälfte davon) könnte meine Freundin 1:1 zu mir sagen. Aber was erwartest du/sie in so einem Fall was ich zu tun habe?
Es sind meistens Dinge an denen ich nichts ändern kann oder es keine gute Idee wäre etwas zu ändern.
Ein Beispiel:
Ich muste über ein Wochenende mit meiner Familie zu meinem Großvater, wir konnten uns nicht sehen. Ablauf wie gehabt: Diskussion->Weinen->Trösten.
Klar hätte ich sagen können: "Ich sag das ab" Aber möchte Sie das in diesem Moment wirklich? Ich meine es wären alle sauer und enttäuscht von mir wenn ich nicht fahre, ich kenne Sie auch gut genug um zu wissen das wir dannach nochmal Diskussionen hätten das Sie sich nun Vorwürfe macht, Sie würde daran schuld.

Ich versuche mich wirklich anzustrengen und sie zu verstehen, das tue ich (meistens) auch, ich verstehe nur die Ausmaße nicht. Wenn wir uns mal nicht sehen ist das blöd und man kann sich darüber aufregen, aber warum bricht immer die ganze Welt davon auseinander?

 

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19. Dezember 2017 um 21:07
In Antwort auf dertypdaa

Natürlich habe ich daran gedacht das Sie verzweifelt ist bzw. weiß ich das es so ist.
Ich weiß nur nicht wie ich damit noch weiter umegehen soll und wie ich Ihr diese Verzweiflung nehme.

Um das mit dem Umzug zu klären, ich bin erst seit kurzem ausgelernt und habe (auch durch pech mit meinem Auto) noch rein garnichts ansparen können. Meine Freundin möchte ein Darlehen dafür aufnehmen und an dieser Stelle habe ich mich geweigert.
Hinzu kommt das wir 2 Stunden voneinander wegwohnen, ich möchte meine Arbeitsstelle noch nicht aufgeben, sondern lieber noch etwas Berufserfahrung sammeln und Sie ist durch Ihr Studium an Ihren Ort gebunden.
D.h. wir müssten etwas in der Mitte suchen , damit wir hätten schonmal einen Arbeitsweg von 1 Stunde pro Person und das ist eher unrealistisch da der Münchner Berufsverkehr uns beide erwischen würde.

Sie ist mir sehr wichtig und die wenigen streitfreien Stunden am Wochenende stellen für mich das Highlight jeder Woche dar. Doch gleichzeitig ist die Beziehung dabei uns seelisch zu zerstören.

Ich vertraue Ihr und zumindest laut eigener Aussage vertraut Sie mir auch. Eifersucht ist weniger ein Problem momentan, liegt aber auch daran das ich seit unserer fast nicht mehr mit Freunden alleine weggehe. (Dieses Jahr 1x )

Da du ähnliche Probleme aus einem anderen Blickwinkel hattest würde ich gerne mal etwas wissen. Du sagst man denkt "Scheiße, nein, ich muss nicht ständig Verständnis haben - warum versucht er nicht mal, sich in meine Lage zu versetzen?!". Genau so einen Satz (zumindest die zweite hälfte davon) könnte meine Freundin 1:1 zu mir sagen. Aber was erwartest du/sie in so einem Fall was ich zu tun habe?
Es sind meistens Dinge an denen ich nichts ändern kann oder es keine gute Idee wäre etwas zu ändern.
Ein Beispiel:
Ich muste über ein Wochenende mit meiner Familie zu meinem Großvater, wir konnten uns nicht sehen. Ablauf wie gehabt: Diskussion->Weinen->Trösten.
Klar hätte ich sagen können: "Ich sag das ab" Aber möchte Sie das in diesem Moment wirklich? Ich meine es wären alle sauer und enttäuscht von mir wenn ich nicht fahre, ich kenne Sie auch gut genug um zu wissen das wir dannach nochmal Diskussionen hätten das Sie sich nun Vorwürfe macht, Sie würde daran schuld.

Ich versuche mich wirklich anzustrengen und sie zu verstehen, das tue ich (meistens) auch, ich verstehe nur die Ausmaße nicht. Wenn wir uns mal nicht sehen ist das blöd und man kann sich darüber aufregen, aber warum bricht immer die ganze Welt davon auseinander?

 

Also zunächst einmal erscheint das für mich gar nicht so abwegig, dass sich bei manchen Paaren die Probleme, die sie z.B. wegen der Entfernung/mangelnden Zeit hatten, in Luft auflösen, wenn sie dann mal zusammenwohnen. Dann ist der Grund für die Streitereien ja nämlich beseitigt und es bleibt nur zu hoffen, dass dafür dann nicht irgendwelche neuen Gründe auftreten, um Streit anzufangen.

Das, was du jetzt so von deiner Freundin schreibst, klingt für mich langsam aber sicher wirklich so, als wär sie ein kleines Klammeräffchen. Dir z.B. eine Szene zu machen und zu heulen, weil du mal über ein Wochenende deinen Opa mit der Familie besuchst... das ist einfach übertrieben und geht gar nicht. Meine Güte, du hast ja auch noch andere Leute, um die du dich (zu Recht!) kümmern willst bzw. "musst".
Ich kann gut nachvollziehen, dass dich ihr Geheule langsam sogar irgendwie kalt lässt, denn wenn sich das so oft wiederholt, denkt man sich irgendwann nur noch "Ahja, es ist mal wieder soweit... was ganz neues.". Da wird man irgendwann zum Zyniker, ist mir selbst bei anderen Menschen auch schon passiert.

Wenn mein Ex und ich uns wegen seiner mangelnden Zeit gestritten haben und ich ihm vorgeworfen habe, dass ich mich wie ein Punkt auf einer To do-Liste fühle, muss man dazusagen, dass wir uns nicht einmal jedes Wochenende, sondern sogar nur jedes 2. gesehen haben und dann immer nur samstagabends für ein paar Stunden, also auch gar nicht das ganze Wochenende. Das war (mir) definitiv zu wenig.
Ich hätte von ihm erwartet, dass er sich bewusst Freiräume für mich schaufelt, von sich aus mal vorschlägt: "Hey, in 3 Wochen fahren wir mal übers Wochenende zusammen weg und nehmen uns Zeit NUR für uns!" - auf sowas hätte ich mich mal sehr gefreut. Qualität statt Quantität eben.
Stattdessen bekam ich ihn nur alle 1-2 Wochen stundenweise zu Gesicht und er hat ständig ein mieses Gesicht gemacht, weil er von seiner Arbeit niemals abschalten konnte. Da hätte ich auch irgendwann mal ein wenig Selbstreflexion von ihm erwartet und die Erkenntnis: "Okay, irgendwie ist der Job nichts für mich, so kanns nicht weitergehen, ich muss mich doch nochmal neu orientieren."
Stattdessen hat er immer nur Verständnis von mir gefordert, das ich bei so viel "gewollter" Selbstzerstörung seinerseits irgendwann nicht mehr aufbringen konnte und um unsere Beziehung hat er sich auch nicht geschert und stattdessen auch noch so getan, als müsste er das gar nicht - immerhin ist sein Job so stressig, da kann ich doch nicht auch noch erwarten, dass er sich um unsere Beziehung kümmert.
Konsequenz war, dass ich dann gegangen bin.

Vielleicht wäre es gut, wenn du deiner Freundin etwas Vorfreude schenken könntest, indem du ihr auch mal die Aussicht auf ein besonderes Wochenende zu zweit gibst. Sag ihr: "Hey, in x Wochen hab ich was Schönes für uns geplant!" - darauf kann man sich dann gemeinsam freuen, das find ich schon mal positiv, wenn man gemeinsame kurzfristige Ziele hat.
Darüber hinaus kannst du ihr wirklich mal ganz sachlich erklären, dass dir bewusst ist, dass ihr euch bisher nur an den Wochenenden sehen könnt, aber sich aufzuregen, wenn du mal Familienbesuche wahrnehmen willst, das geht einfach zu weit. Da würde sie übers Wochenende doch auch wegfahren, also soll sie dir da bitte keine Vorwürfe machen.

Was du übers Zusammenziehen und deine aktuelle berufliche Lage schreibst, kann ich verstehen. Ich hab die Situation mit dem "Berufserfahrung sammeln" gerade selbst auch, da will man natürlich nicht nach ein paar Monaten schon kündigen und woanders hin, vor allem, wenn man eigentlich noch gewissermaßen in der Einarbeitung steckt.
Ich wage zu behaupten, dass deine Freundin tatsächlich mit 21 noch zu jung ist, um zu begreifen, was es bedeutet, Berufsanfänger zu sein. Als ich mit 21 noch studiert hab, dachte ich stellenweise auch nur im Rahmen von Wochen, aber hab mir über ne konkrete berufliche Zukunft noch gar nicht allzu viele Gedanken gemacht. Da kann man das einfach noch nicht nachvollziehen, was es bedeutet, den ersten richtigen Job zu haben.
Daher sage ich tatsächlich: Entweder sie versteht deine Situation - oder eben nicht. Denn in deiner Lage ist es gerade tatsächlich unklug, nach kurzer Zeit schon wieder alles hinzuwerfen, was neues zu suchen und dann auch noch täglichen Stress im Verkehr etc. auf sich zu nehmen. Das ist gerade nicht sehr ratsam.

Also... versuch ihr gemeinsame Aktivitäten in der Zukunft schmackhaft zu machen und baue auf ihren gesunden Menschenverstand, wenn es um solche Sachen wie Familienbesuche geht. Wenn das jetzt aber langfristig so weitergeht, dass sie aus jeder Mücke einen Elefanten macht, dann solltest du dich ernsthaft fragen, ob die wenigen schönen Stunden mit ihr das ganze Geheule und die Diskussionen aufwiegen können.

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19. Dezember 2017 um 21:10

Und übrigens: Deine Freundin scheint nicht sehr weit zu denken und auch nicht sehr rücksichtsvoll zu sein, wenn sie das Zusammenziehen auf Biegen und Brechen mittels Darlehen durchziehen will. Erstens bezweifle ich sehr stark, dass sie als Studentin überhaupt eines bekommt, also müsstest vermutlich du das Darlehen aufnehmen und da du gerade erst ausgelernt hast, weiß ich nicht, wie gut deine Konditionen da sein werden. So oder so hast du dann den Vertrag an der Backe und deine Freundin scheint das gar nicht zu jucken. Deine Freundin stellt sich das echt alles so einfach vor...

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20. Dezember 2017 um 9:44
In Antwort auf dertypdaa

Zu den Fragen erstmal:

Also wir waren nur 1-2 Monate zusammen bis wir eine Fernbeziehung führen und ich Wohne noch in der "Heimat", es ist so aufgeteilt das immer im Wechsel der Eine zum Anderen fährt.

Es ist tatsächlich so das mir Distanz weniger schwer fällt, allerdings nicht weil mir weniger an der Beziehung liegt, sondern ich versuche es nach dem Motto "Durch die Distanz freut man sich umso mehr den Anderen am Ende der Woche wiederzusehen".

Wegen Weihnachten geht das leider nicht, da Ihre Familie um die gleiche Zeit Ihr feiern möchten wie meine Familie mit mir.

Was mich wirklich interessiert ist der Fakt das du sagst es liefe bei deinen Bekannten besser nach dem Sie zusammengezogen sind? Hier habe ich immer wieder gehört man streitet sich in der Regel eher mehr als weniger sobald man in eine gemeinsame Wohnung zieht. Ehrlich gesagt habe ich die Angst das es ab diesem Zeitpunkt dann vollkommen eskaliert.

Okay also seid ihr in der absouluten Verliebtheits-Phase auseinander gezogen, ich glaube das schmerzt manche Frau mehr als wenn es schon eine gefestigtere Beziehung wäre - aber dann seid ihr es ja auch kaum anders gewohnt.

Ich habe selber ein einhalb Jahre eine Fernbeziehung geführt, ich wohne in Norddeutschland und mein Ex-Freund wohnte in Stuttgart, also jeden Freitag hat einer von uns 5 Stunden im Auto oder Zug verbracht... Er entschied sich dann zu mir zu ziehen und das waren auch zwei wundervolle Jahre. Man kann das Glück kaum fassen, wenn man dann endlich mit dem Partner zusammen wohnt und ihn plötzlich jeden Tag sehen kann. Man kann endlich richtig zusammen wachsen und sich einen gemeinsamen Alltag aufbauen.

Ich habe diese Fernbeziehung und Distanz aber ähnlich gesehen wie du, durch die Distanz freut man sich umso mehr auf den anderen, verliebt sich immer wieder neu in den Partner. Ich habe die Fernbeziehung persönlich sehr genossen, weil ich so unter der Woche alles erledigen konnte wonach mir war und mein eigenes Leben für mich hatte, habe mich dann aber auch extrem auf die Wochenenden gefreut. Ich persönlich bin ein Mensch, dem Freiheiten in einer Beziehung sehr wichtig sind, daher störte mich die Distaz kaum. Höchstens in Momenten in denen es einem von uns beiden nicht gut ging und man nicht mal eben hinfahren konnte um ihn zu trösten oder man nicht in den Arm genommen werden konnte. Auch wenn du jetzt noch in der alten gewohnten Umgebung bist, kann ich mir vorstellen, dass dir deswegen die Distanz nicht so schwer fällt. Für sie ist vieles neu, das Studium, neue Leute, neue Stadt, neue Wohnung usw. Da bist du dann mit ihren Freunden und ihrer Familie das einzig Gewohnte und fester Bestandteil ihres Lebens, ich denke daher kann das Klammern auch kommen.

So nun aber auf meine beste Freundin zu kommen:
Sie führte mit ihrem Freund ein einhalb Jahre eine Fernbeziehung. Sie weinte sich jeden Sonntag die Augen aus dem Kopf und hatte wie gesagt ab morgens schon immer schlechte Laune, weil sie immer nur daran denken musste, dass sie abends ja wieder nach Hause fahren musste. Wir trafen uns jeden Montag, weil ihr der Abschied von Sonntag immer noch so in den Knochen saß, dass sie auch montags immer noch jaulte wie ein Schlosshund. Ich glaube für mich und ihren Freund war das eine wirklich anstrengende Zeit. Er hat sie aber auch immer und zu jederzeit getröstet und aufgefangen und war genauso lieb wie du es zu sein scheinst. Nun wohnen die beiden seit 6 Monaten zusammen. Seitdem, sagt sie selbst, erlebt sie den Himmel auf Erden . Sie ist sowas von ausgeglichen und glücklich. Es gibt bei den beiden einfach gar keine richtigen Streitpunkte, die sind so happy sich zu haben und sie weint sonntags und montags auch nicht mehr, warum auch, sie hat das was sie immer wollte. Und der größte Streitpunkt mit "wer zu zieht zu wem?" hat sich somit ja auch in Luft aufgelöst.

Ich muss dir aber auch die Kehrseite der Münze zeigen, bei meinem Ex-Freund und mir ging alles schleichend den Bach runter nach dem Zusammenzug. Dann lernt man den anderen erstmal richtig kennen, mit all seinen Macken und Unarten. Wir trennten uns nach insgesamt 3 Jahren Beziehung und 2 Jahren zusammenwohnen. Wenn man durch die Fernbeziehung nicht die Möglichkeit hat, einen gemeinsamen Alltag aufzubauen, weil es ja immer etwas besonderes ist wenn man sich nur an den Wochenenden sieht oder im Jahr vielleicht 2-3 Wochen zusammen Urlaub nehmen kann, kannst du die negativen Seiten deines Partners auch nicht richtig rausfinden. Mein Ex-Freund war z.B. wirklich super dreckig und stinkfaul was den Haushalt anging, alles blieb an mir hängen. Aber woher sollte ich es wissen? Wenn ich an den Wochenenden bei ihm war, war die Wohnung immer tip top, wer weiß wie es dort aussah bevor ich vorbeikam...

ABER, jetzt kommt das große aber, du hast niemals die Garantie dafür dass eine Beziehung hält oder nicht wenn man sich gemeinsam eine Wohnung nimmt. Egal wie lange du vorher mit deiner Partnerin zusammen bist, egal ob Fernbeziehung oder nicht. Forscher haben herausgefunden, dass du deinen Partner erst nach 4 Jahren komplett mit allen Macken usw. so richtig kennst. 

Ich finde die Idee von Miezekatze schön, ihr einfach ein bisschen Angst /Verzweiflung zu nehmen, in dem du ihr einfach etwas öfter sagst wie sehr du dich auf sie freust und auf eure Wochenenden, wie sehr du die Zeit mit ihr genießt, sie dein Wochenhighlight für dich ist und dir schöne Dinge überlegst die ihr unternehmen könntet. Mal schön zusammen essen gehen, ins Kino, an den Ort an dem ihr euch kennengelernt habt. Gib ihr etwas mehr Sicherheit. Ich kann nur sagen, dass solche Dinge bei meiner besten Freundin sehr geholfen haben, wenn ihr Freund ihr so gezeigt hat wie wichtig sie ihm ist. Sie packten sich sonntagabends gegenseitig heimlich kleine Liebesbriefe und Zettel in den Rucksack/die Arbeitstasche / die Brotdose des anderen, die der andere dann erst Montag entdeckte und freuten sich dann total wenn sie montags noch eine Nachricht des anderen fanden.
 

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20. Dezember 2017 um 10:09

Mühsam. Meine Beziehung war auch mal eine Fernbeziehung und klar leidet man da auch mal darunter, vor allem wenn beide eigentlich vom Typ her so sind, dass sie sich am liebsten jeden Tag sehen würden.

Die Frage ist, wie lange soll das denn noch so bleiben, ist ein Zusammenziehen denn in absehbarer Zeit geplant? Ich verstehe total, dass dich die Situation zermürbt, da ja auch die gemeinsame Zeit die eigentlich positiv verbracht werden soll so komplett verdorben wird. Außerdem ist die Gefahr groß, dass du bald wirklich abstumpfst und die Gefühle vergehen.

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20. Dezember 2017 um 10:09

Die Entscheidung nicht zusammen zu ziehen, ist vollkommen okay. Man muss schon realistisch genug sein, die finanziellen Gegebenheiten nicht komplett ausreizen zu wollen.

Das Wochenende bei deinem Opa: Wieso nimmst du sie bei sowas nicht mit? Ihr seid seit zwei Jahren ein Paar. Ist sie noch gar nicht in deine Familie integriert?

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20. Dezember 2017 um 13:32
In Antwort auf miezekatze91

Also zunächst einmal erscheint das für mich gar nicht so abwegig, dass sich bei manchen Paaren die Probleme, die sie z.B. wegen der Entfernung/mangelnden Zeit hatten, in Luft auflösen, wenn sie dann mal zusammenwohnen. Dann ist der Grund für die Streitereien ja nämlich beseitigt und es bleibt nur zu hoffen, dass dafür dann nicht irgendwelche neuen Gründe auftreten, um Streit anzufangen.

Das, was du jetzt so von deiner Freundin schreibst, klingt für mich langsam aber sicher wirklich so, als wär sie ein kleines Klammeräffchen. Dir z.B. eine Szene zu machen und zu heulen, weil du mal über ein Wochenende deinen Opa mit der Familie besuchst... das ist einfach übertrieben und geht gar nicht. Meine Güte, du hast ja auch noch andere Leute, um die du dich (zu Recht!) kümmern willst bzw. "musst".
Ich kann gut nachvollziehen, dass dich ihr Geheule langsam sogar irgendwie kalt lässt, denn wenn sich das so oft wiederholt, denkt man sich irgendwann nur noch "Ahja, es ist mal wieder soweit... was ganz neues.". Da wird man irgendwann zum Zyniker, ist mir selbst bei anderen Menschen auch schon passiert.

Wenn mein Ex und ich uns wegen seiner mangelnden Zeit gestritten haben und ich ihm vorgeworfen habe, dass ich mich wie ein Punkt auf einer To do-Liste fühle, muss man dazusagen, dass wir uns nicht einmal jedes Wochenende, sondern sogar nur jedes 2. gesehen haben und dann immer nur samstagabends für ein paar Stunden, also auch gar nicht das ganze Wochenende. Das war (mir) definitiv zu wenig.
Ich hätte von ihm erwartet, dass er sich bewusst Freiräume für mich schaufelt, von sich aus mal vorschlägt: "Hey, in 3 Wochen fahren wir mal übers Wochenende zusammen weg und nehmen uns Zeit NUR für uns!" - auf sowas hätte ich mich mal sehr gefreut. Qualität statt Quantität eben.
Stattdessen bekam ich ihn nur alle 1-2 Wochen stundenweise zu Gesicht und er hat ständig ein mieses Gesicht gemacht, weil er von seiner Arbeit niemals abschalten konnte. Da hätte ich auch irgendwann mal ein wenig Selbstreflexion von ihm erwartet und die Erkenntnis: "Okay, irgendwie ist der Job nichts für mich, so kanns nicht weitergehen, ich muss mich doch nochmal neu orientieren."
Stattdessen hat er immer nur Verständnis von mir gefordert, das ich bei so viel "gewollter" Selbstzerstörung seinerseits irgendwann nicht mehr aufbringen konnte und um unsere Beziehung hat er sich auch nicht geschert und stattdessen auch noch so getan, als müsste er das gar nicht - immerhin ist sein Job so stressig, da kann ich doch nicht auch noch erwarten, dass er sich um unsere Beziehung kümmert.
Konsequenz war, dass ich dann gegangen bin.

Vielleicht wäre es gut, wenn du deiner Freundin etwas Vorfreude schenken könntest, indem du ihr auch mal die Aussicht auf ein besonderes Wochenende zu zweit gibst. Sag ihr: "Hey, in x Wochen hab ich was Schönes für uns geplant!" - darauf kann man sich dann gemeinsam freuen, das find ich schon mal positiv, wenn man gemeinsame kurzfristige Ziele hat.
Darüber hinaus kannst du ihr wirklich mal ganz sachlich erklären, dass dir bewusst ist, dass ihr euch bisher nur an den Wochenenden sehen könnt, aber sich aufzuregen, wenn du mal Familienbesuche wahrnehmen willst, das geht einfach zu weit. Da würde sie übers Wochenende doch auch wegfahren, also soll sie dir da bitte keine Vorwürfe machen.

Was du übers Zusammenziehen und deine aktuelle berufliche Lage schreibst, kann ich verstehen. Ich hab die Situation mit dem "Berufserfahrung sammeln" gerade selbst auch, da will man natürlich nicht nach ein paar Monaten schon kündigen und woanders hin, vor allem, wenn man eigentlich noch gewissermaßen in der Einarbeitung steckt.
Ich wage zu behaupten, dass deine Freundin tatsächlich mit 21 noch zu jung ist, um zu begreifen, was es bedeutet, Berufsanfänger zu sein. Als ich mit 21 noch studiert hab, dachte ich stellenweise auch nur im Rahmen von Wochen, aber hab mir über ne konkrete berufliche Zukunft noch gar nicht allzu viele Gedanken gemacht. Da kann man das einfach noch nicht nachvollziehen, was es bedeutet, den ersten richtigen Job zu haben.
Daher sage ich tatsächlich: Entweder sie versteht deine Situation - oder eben nicht. Denn in deiner Lage ist es gerade tatsächlich unklug, nach kurzer Zeit schon wieder alles hinzuwerfen, was neues zu suchen und dann auch noch täglichen Stress im Verkehr etc. auf sich zu nehmen. Das ist gerade nicht sehr ratsam.

Also... versuch ihr gemeinsame Aktivitäten in der Zukunft schmackhaft zu machen und baue auf ihren gesunden Menschenverstand, wenn es um solche Sachen wie Familienbesuche geht. Wenn das jetzt aber langfristig so weitergeht, dass sie aus jeder Mücke einen Elefanten macht, dann solltest du dich ernsthaft fragen, ob die wenigen schönen Stunden mit ihr das ganze Geheule und die Diskussionen aufwiegen können.

Na das lässt mich ja zumindestens hoffen das es in nach dem Zusammenzug besser wird. Ich muss sagen das ich etwas Angst habe das dann der Streitpunkt wäre wenn ich unter der Woche ein paar Stunden für mich selbst brauche, ich bin nunmal auch so das ich Zeit für mich brauche und auch Interessen habe bei denen ich am Tag mal ne  Stunde für mich benötige. Das soll jetzt wirklich nicht böse klingen aber manchmal würde ich mir wünschen sie hätte irgendein hobby außerhalb der Beziehung, ich glaube das würde ihr auch sehr gut tun. Das Thema haben wir aber schonmal durchgesprochen und gemeinsam überlegt, fanden aber leider nichts das ihr wirklich gefallen würde.

Also das mit jedem 2. Wochenende hatten wir auch mal eine kurze Zeit, haben das aber dann gelassen, es war allerdings immer schon das ganze Wochenende.
Es ist bei mir auch nicht so das ich total schlecht gelaunt bei ihr vor der Tür stehe, ganz im Gegenteil (dazu sei gesagt das mein Job zwar oft mal Überstunden verlangt, mir aber total Spaß macht und mich gewissermaßen auch erfüllt) Ich versuche immer positiv bei allem zu bleiben und ganz besonders Ihr gegenüber. Es ist auch nicht gespielt sondern ich freue mich ja tatsächlich bei Ihr seien zu können nach einer stressigen Arbeitswoche. Ich bin vielleicht mal zwischendrin kurz ruhig und nachdenklich, aber so bin ich ab und zu einfach mal.

Also deinen Tipp, Ihr etwas Vorfreude zu schenken werde ich mir zu Herzen nehmen. Ich denke ich mache das ab und zu mal, dann aber eher mit ihr zusammen überlegt. Vielleicht kann ich mir ja was überlegen um Sie mal ein wenig zu überraschen.

Ja das wir mit dem Zusammenziehen noch warten hat Sie mittlerweile akzeptiert, ab und zu kommt es wieder hoch, aber es ist nicht mehr so ein dauerthema wie noch vor ein paar Monaten. Besonders da ich kurz davor war die finanzielle Unsicherheit, das Darlehen, den Fahrtweg und alles auf mich zu nehmen, einfach weil ich unsere Streits und meine Freundin ständig weinen zu sehen nicht mehr ausgehalten habe.

Sei mal so gesagt übrigens, ich bin auch nicht immer der einfachste. Ich bin oft verpeilt und durcheinander, habe manchmal ein Problem damit auch mal "Nein" zu sagen und brauche (wie gesagt) einfach manchmal mehr Zeit für mich selbst und meine Interessen als das manche andere Partner brauchen.

Vielen Dank auf jedenfall soweit schonmal für deine mühevollen Antworten, ich denke ich konnte jetzt auch schon einiges davon mitnehmen!

 

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20. Dezember 2017 um 13:57
In Antwort auf fraeuleincurly

Okay also seid ihr in der absouluten Verliebtheits-Phase auseinander gezogen, ich glaube das schmerzt manche Frau mehr als wenn es schon eine gefestigtere Beziehung wäre - aber dann seid ihr es ja auch kaum anders gewohnt.

Ich habe selber ein einhalb Jahre eine Fernbeziehung geführt, ich wohne in Norddeutschland und mein Ex-Freund wohnte in Stuttgart, also jeden Freitag hat einer von uns 5 Stunden im Auto oder Zug verbracht... Er entschied sich dann zu mir zu ziehen und das waren auch zwei wundervolle Jahre. Man kann das Glück kaum fassen, wenn man dann endlich mit dem Partner zusammen wohnt und ihn plötzlich jeden Tag sehen kann. Man kann endlich richtig zusammen wachsen und sich einen gemeinsamen Alltag aufbauen.

Ich habe diese Fernbeziehung und Distanz aber ähnlich gesehen wie du, durch die Distanz freut man sich umso mehr auf den anderen, verliebt sich immer wieder neu in den Partner. Ich habe die Fernbeziehung persönlich sehr genossen, weil ich so unter der Woche alles erledigen konnte wonach mir war und mein eigenes Leben für mich hatte, habe mich dann aber auch extrem auf die Wochenenden gefreut. Ich persönlich bin ein Mensch, dem Freiheiten in einer Beziehung sehr wichtig sind, daher störte mich die Distaz kaum. Höchstens in Momenten in denen es einem von uns beiden nicht gut ging und man nicht mal eben hinfahren konnte um ihn zu trösten oder man nicht in den Arm genommen werden konnte. Auch wenn du jetzt noch in der alten gewohnten Umgebung bist, kann ich mir vorstellen, dass dir deswegen die Distanz nicht so schwer fällt. Für sie ist vieles neu, das Studium, neue Leute, neue Stadt, neue Wohnung usw. Da bist du dann mit ihren Freunden und ihrer Familie das einzig Gewohnte und fester Bestandteil ihres Lebens, ich denke daher kann das Klammern auch kommen.

So nun aber auf meine beste Freundin zu kommen:
Sie führte mit ihrem Freund ein einhalb Jahre eine Fernbeziehung. Sie weinte sich jeden Sonntag die Augen aus dem Kopf und hatte wie gesagt ab morgens schon immer schlechte Laune, weil sie immer nur daran denken musste, dass sie abends ja wieder nach Hause fahren musste. Wir trafen uns jeden Montag, weil ihr der Abschied von Sonntag immer noch so in den Knochen saß, dass sie auch montags immer noch jaulte wie ein Schlosshund. Ich glaube für mich und ihren Freund war das eine wirklich anstrengende Zeit. Er hat sie aber auch immer und zu jederzeit getröstet und aufgefangen und war genauso lieb wie du es zu sein scheinst. Nun wohnen die beiden seit 6 Monaten zusammen. Seitdem, sagt sie selbst, erlebt sie den Himmel auf Erden . Sie ist sowas von ausgeglichen und glücklich. Es gibt bei den beiden einfach gar keine richtigen Streitpunkte, die sind so happy sich zu haben und sie weint sonntags und montags auch nicht mehr, warum auch, sie hat das was sie immer wollte. Und der größte Streitpunkt mit "wer zu zieht zu wem?" hat sich somit ja auch in Luft aufgelöst.

Ich muss dir aber auch die Kehrseite der Münze zeigen, bei meinem Ex-Freund und mir ging alles schleichend den Bach runter nach dem Zusammenzug. Dann lernt man den anderen erstmal richtig kennen, mit all seinen Macken und Unarten. Wir trennten uns nach insgesamt 3 Jahren Beziehung und 2 Jahren zusammenwohnen. Wenn man durch die Fernbeziehung nicht die Möglichkeit hat, einen gemeinsamen Alltag aufzubauen, weil es ja immer etwas besonderes ist wenn man sich nur an den Wochenenden sieht oder im Jahr vielleicht 2-3 Wochen zusammen Urlaub nehmen kann, kannst du die negativen Seiten deines Partners auch nicht richtig rausfinden. Mein Ex-Freund war z.B. wirklich super dreckig und stinkfaul was den Haushalt anging, alles blieb an mir hängen. Aber woher sollte ich es wissen? Wenn ich an den Wochenenden bei ihm war, war die Wohnung immer tip top, wer weiß wie es dort aussah bevor ich vorbeikam...

ABER, jetzt kommt das große aber, du hast niemals die Garantie dafür dass eine Beziehung hält oder nicht wenn man sich gemeinsam eine Wohnung nimmt. Egal wie lange du vorher mit deiner Partnerin zusammen bist, egal ob Fernbeziehung oder nicht. Forscher haben herausgefunden, dass du deinen Partner erst nach 4 Jahren komplett mit allen Macken usw. so richtig kennst. 

Ich finde die Idee von Miezekatze schön, ihr einfach ein bisschen Angst /Verzweiflung zu nehmen, in dem du ihr einfach etwas öfter sagst wie sehr du dich auf sie freust und auf eure Wochenenden, wie sehr du die Zeit mit ihr genießt, sie dein Wochenhighlight für dich ist und dir schöne Dinge überlegst die ihr unternehmen könntet. Mal schön zusammen essen gehen, ins Kino, an den Ort an dem ihr euch kennengelernt habt. Gib ihr etwas mehr Sicherheit. Ich kann nur sagen, dass solche Dinge bei meiner besten Freundin sehr geholfen haben, wenn ihr Freund ihr so gezeigt hat wie wichtig sie ihm ist. Sie packten sich sonntagabends gegenseitig heimlich kleine Liebesbriefe und Zettel in den Rucksack/die Arbeitstasche / die Brotdose des anderen, die der andere dann erst Montag entdeckte und freuten sich dann total wenn sie montags noch eine Nachricht des anderen fanden.
 

Das mag sein, in der Anfangszeit der Fernbeziehung hatten wir beide aber die berühmte rosarote Brille noch auf und damals hat die Entfernung niemanden gestört, es war einfach nur pures Glücksgefühl als wir uns wieder gesehen haben.

Na also, von dem zweiten Teil mal abgesehen (das einen die Macken so stören bis man die Beziehung verlässt) lässt mich das ja darauf hoffen das es bei uns genauso laufen kann. Allerdings seit Ihr glaube ich zwei etwas unterschiedliche Typen als bei uns. In deinem nächsten Absatz kann ich mich eher selbst wiederfinden als meine Freundin.

Hier auch bei deinen Freunden, es wäre ja ein Traum wenn dann alles wieder wunderschön wäre und die Streitigkeiten sich einfach in Luft auflösen. Das Problem ist natürlich das sie mindestens noch einhalb Jahre studiert, bis dahin glaube ich nicht das wir es schaffen zusammenzuziehen und (die punkte habe ich ja in einem anderen Post erzählt) sollten.

Trotzdem, habt Ihr mir etwas Mut gegeben das es evtl. nach einer gemeinsamen Wohnung noch bergauf gehen kann. Dafür möchte ich mich erstmal bedanken. (Auch wenn bei dir natürlich ein großes ABER mit dabei war)
Ich denke vielleicht sollte ich versuchen meiner Freundin damit auch Mut zu geben und mit Ihr nochmal ein Gespräch führen darüber das wir es nach der langen Entfernung doch noch schaffen können einfach wieder mal glücklich zu sein.

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20. Dezember 2017 um 14:02

Also das stimmt nur in teilen, niemand hat mir das explizit verboten. Ich mache es nur noch kaum, da ich mich dannach wieder auf unser "Ritual" gefasst machen kann, sobald ich mal einen Abend am Wochenende ohne Sie weg bin. Und das zerstört und beide so nachhaltig, da war es mir das irgendwann einfach nicht mehr wert.

Sobald sich die Streitigkeiten behoben haben, würde ich mich auch hin und wieder mal mehr um meine verbliebenen Freunde kümmern wollen.

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20. Dezember 2017 um 14:06
In Antwort auf knuffl

Die Entscheidung nicht zusammen zu ziehen, ist vollkommen okay. Man muss schon realistisch genug sein, die finanziellen Gegebenheiten nicht komplett ausreizen zu wollen.

Das Wochenende bei deinem Opa: Wieso nimmst du sie bei sowas nicht mit? Ihr seid seit zwei Jahren ein Paar. Ist sie noch gar nicht in deine Familie integriert?

Zu dem Wochenende: Das ging eher von meinem Opa aus, ging dabei um ein Geschenk bei dem wir Ihn zu seinem Bruder fahren. Und er wollte dabei "mal wieder Zeit mit seinen Enkeln verbringen". Deshalb haben wir uns entschieden das wir dort alleine hinfahren.

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20. Dezember 2017 um 14:09
In Antwort auf smitee

Mühsam. Meine Beziehung war auch mal eine Fernbeziehung und klar leidet man da auch mal darunter, vor allem wenn beide eigentlich vom Typ her so sind, dass sie sich am liebsten jeden Tag sehen würden.

Die Frage ist, wie lange soll das denn noch so bleiben, ist ein Zusammenziehen denn in absehbarer Zeit geplant? Ich verstehe total, dass dich die Situation zermürbt, da ja auch die gemeinsame Zeit die eigentlich positiv verbracht werden soll so komplett verdorben wird. Außerdem ist die Gefahr groß, dass du bald wirklich abstumpfst und die Gefühle vergehen.

Das mit dem Abstumpfen merke ich selber wie es sich schon so lamsang einschleicht, die Beobachtung macht mir auch wirklich ein wenig Angst.

Naja also die absehbare Zeit sind hier noch weitere einanhalb Jahre.
 

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20. Dezember 2017 um 14:39
In Antwort auf knuffl

Die Entscheidung nicht zusammen zu ziehen, ist vollkommen okay. Man muss schon realistisch genug sein, die finanziellen Gegebenheiten nicht komplett ausreizen zu wollen.

Das Wochenende bei deinem Opa: Wieso nimmst du sie bei sowas nicht mit? Ihr seid seit zwei Jahren ein Paar. Ist sie noch gar nicht in deine Familie integriert?

..ja eben?

Wieso soll das nicht gehen, dass man gemeinsam, einen Tag die eine Familie und am anderen Feiertag die eigene Familie gemeinsam besucht?

Wenn Ihr verheiratet seid, muss das ja auch gehen  - oder wie soll es dann sein?

Hey ... es sind die GEMEINSAMKEITEN, die verbinden - nicht das, was einen mehr und mehr voneinander trennt.

Bei aller Liebe und bei einigem Verständnis: Das stimmt für die heutige Zeit längst nicht mehr, dass man nach längerer Trennung sich freut auf den anderen. Weil - tatsächlich hatte man früher nur die Möglichkeit, sich persönlich zu begegnen, wenn man einander nah sein wollte.

Dagegen heute:

Jeder zückt zu jeder Zeit sein Smartphone.. und los geht es ... das ''Unheil''.

Wer DAS vermisst, dem ist nicht zu helfen

Also -  Weihnachten wird geteilt oder gar nicht getroffen - sucht Euch was aus.



 

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20. Dezember 2017 um 14:41
In Antwort auf dertypdaa

Zu dem Wochenende: Das ging eher von meinem Opa aus, ging dabei um ein Geschenk bei dem wir Ihn zu seinem Bruder fahren. Und er wollte dabei "mal wieder Zeit mit seinen Enkeln verbringen". Deshalb haben wir uns entschieden das wir dort alleine hinfahren.

Joa, insofern deine Freundin sich aber nicht daneben benimmt, kann man sie ja doch mitnehmen? Kann es sein, dass sie bei deinen Eltern nicht besonders gut zu sprechen ist?

Ansonsten hätte niemand damit ein Problem, dass sie mitkommt. Das wäre einfach ganz selbstverständlich. 

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20. Dezember 2017 um 14:55
In Antwort auf knuffl

Joa, insofern deine Freundin sich aber nicht daneben benimmt, kann man sie ja doch mitnehmen? Kann es sein, dass sie bei deinen Eltern nicht besonders gut zu sprechen ist?

Ansonsten hätte niemand damit ein Problem, dass sie mitkommt. Das wäre einfach ganz selbstverständlich. 

So selbstverständlich ist das auch wieder nicht. Ich kann jetzt nur von meinen Großeltern reden, aber wenn da ein Tag ausschließlich mit den Enkeln geplant war, dann wären sie absolut nicht begeistert, wenn mein Bruder oder ich einen Partner mitgebracht hätten. Manche Großeltern sind so und das hat nichts mit mögen oder nichtmögen des Partners zu tun, sondern schlicht mit der Exklusivität.

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20. Dezember 2017 um 15:03
In Antwort auf hawedere

So selbstverständlich ist das auch wieder nicht. Ich kann jetzt nur von meinen Großeltern reden, aber wenn da ein Tag ausschließlich mit den Enkeln geplant war, dann wären sie absolut nicht begeistert, wenn mein Bruder oder ich einen Partner mitgebracht hätten. Manche Großeltern sind so und das hat nichts mit mögen oder nichtmögen des Partners zu tun, sondern schlicht mit der Exklusivität.

Die Großeltern, die ich kennenlernen durfte (und auch meine), hatten bei sowas nie ein Problem. 

Kann natürlich durchaus sein, finde ich nach 2 Jahren aber doch ein wenig seltsam. Letztendlich implizieren sie damit, dass Person X dabei stört. Wir haben selbst Muttertag mit beiden Partnern gefeiert - die Mamas haben sich beidseitig doppelt gefreut. Niemand stört eine "exklusive" Familienbindung, wenn es harmonisch abläuft. 

 

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