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Ist mein Freund ein Grenzgänger?

26. Februar 2015 um 13:38 Letzte Antwort: 26. Februar 2015 um 19:04

Hallo erstmal, ich bin neu hier und hoffe wirklich ein paar Antworten zu bekommen, von Menschen, die Erfahrungen mit Borderlinern haben oder evtl selber darunter leiden. Ich habe mich die letzten Tage viel damit auseinandergesetzt, und weiss, dass Borderliner nicht gleich Borderliner ist, meistens noch andere Dinge(Störungen? kann oder darf ich das überhaupt so nennen? ) einhergehen...es treffen viele Dinge auf meinen Freund zu, andere überhaupt nicht. Gibt es "weniger ausgeprägte Borderliner"?
Ich erzähle einfach mal ein bisschen.

Wir, er 33 und ich 32 sind seit 1 1/2 Jahren ein Paar. In dieser Zeit haben wir in wirklich ziemlich regelmässigen Abständen extreme Höhen und Tiefen hinter uns. Das Zuckerbrot und Peitschen-Schema ist in diesem Fall absolut zutreffend. Nach Tagen oder sogar Wochen von extremer Zärtlichkeit, Nähe und Zuneigung, dreht er sich von einer Sekunde zur anderen um 180 Grad, schickt mich weg(wir wohnen ca. 60km auseinander, meist bin ich bei ihm, wenn wir uns sehen), will mich nicht in seiner Nähe haben, spricht von Trennung und wird ein anderer. Anfangs war das äusserst hart für mich, da ich sehr harmoniebedürftig bin und es auch einfach nicht verstehen konnte, wie er so mir nichhts dir nichts plötzlich so eiskalt und abweisend sein konnte!? Mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt, wenn man das so nennen kann. Meist sehe ich kleine Vorzeichen und stelle mich schon darauf ein, dass ein "falsches" Wort, ein "falscher" Blick bald mal wieder alles aus dem Ruder laufen lässt und er durchdreht (fängt mit eingeschnappt sein, mich ignorieren und wie Luft behandeln an, endet mit Geschrei, verächtlicher Beschimpfung und Schuldzuweisung). Anfangs habe ich ängstlich und verletzt reagiert, viel geweint und wollte natürlich darüber reden, musste jedoch einsehen, dass mich das gar nicht weiterbringt, da er entweder auf Anrufe nicht reagiert hat oder einfach mitten im Gespräch aufgelegt hat, weil "ihn das einfach nicht interessiert". Oft noch mit dem Satz, er brauche eine Pause. In der Regel dauert es etwa eine Woche, dann meldet er sich und benimmt sich, als wäre nichts gewesen. Und er ist WIRKLICH der Meinung, das das ja nichts war! Ich soll das halt nicht so ernst nehmen. Und das tue ich auch. Ich ziehe mich zurück, grenze mich ab. Gott sei Dank habe ich ein gutes soziales Netz und kann damit umgehen, ihn nicht zu sehen. Aber nichtsdestotrotz war es harte Arbeit meinerseits, dass ich es nun so nehmen kann.
Hinzu kommt, dass ich oft im Nachhinein(und damit meine ich Wochen später) von ihm erklärt bekomme, dass ich ihm mit diesem und jenen Vorwürfe mache. Ein gutes Beispiel dafür: Durch die Entfernung und manchmal viel Stress in der Arbeit, sowohl seiner- als auch meinerseits, kann es vorkommen, dass wir uns mehr wie eine Woche nicht sehen. Damit kommen wir beide klar. Trotzdem sage ich ihm natürlich am Telefon, dass ich ihn vermisse. Letztens (in einer guten Phase) sagt er zu mir, dass ihn meine Vorwürfe zermürben. Ich lasse ihn bei solchen Bemerkungen immer Beispiele nennen, da Kommunikation zwischen uns auch so eine Sache ist, und er Dinge und vor allem Gefühle oftmals weder benennen noch erklären kann. Auf jeden Fall meinte er, dass ich ihm am Telefon immer Vorwürfe machen würde, dass er keine Zeit für mich hat! Es hat eine Weile gedauert, bis ich dahinterkam, dass er mein "ich vermisse dich" als "Du nimmst dir keine Zeit für mich" aufgefasst hat! Und erst, als ich ihm erklärt habe, dass ich ganz genau weiß, dass es nunmal Zeiten gibt, wo es einfach nicht geht, dass wir uns nicht sehen und dies absolut in Ordnung ist. Dass ich ihn aber liebe und es ganz normal ist, dass ich ihn dann auch mal vermisse und ich ihm das auch sagen darf. Er reagiert dann, als ob das bahnbrechende Erkenntnisse für ihn wären. Ich freue mich in diesen Situationen mit ihm, wohlwissend, dass es nicht lange dauern wird und ich ihm etwas völlig ähnliches wieder erklären muss. Manchmal fühle ich mich, als wäre ich seine Mutter, aufgrund der Einfachheit, mit der ich Dinge erklären muss.
Was noch? Sollte es tatsächlich mal möglich sein ein Streitgespräch zu führen, dann merkt er gar nicht, wie widersprüchlich seine Argumente sind. Und wehe dem, ich weise darauf hin. Es ist so furchtbar anstrengend, immer abzuwägen, was ich sagen darf und was nicht. Und immer immer immer bin ich Schuld. Im Moment herrscht wieder Funkstille. Ich habe diese Woche frei, und gestern kam er nach der Arbeit zu mir, allerdings nur auf einen Sprung. Er wollte mit mir noch zum Mc, und wir fuhren getrennt hin. Als ich aus meiner Wohnung kam, sah ich, wie er vom Parklplatz meiner Nachbarin losfuhr. Ich habe ihm schon mehrmals erklärt, dass das nicht geht, jeder hier im Haus zahlt für deinen Parkplatz und es ist mehr als ärgerlich, wenn man heimkommt und in den sowieso schon engen Hof fahren muss und dann ist der eigene Parkplatz besetzt. Er kann soetwas nicht nachvollziehen, 1. weil er in einem eigenen Haus wohnt, wo es solche Dinge einfach nicht gibt. Und er deswegen auch keine Ahnung hat, dass man auf andere im Haus nunmal Rücksicht nehmen muss. Er hat um 22 Uhr mal begonnen zu saugen. Bei mir! Auch da konnte er einfach nicht verstehen, dass das einfach nicht geht! 2. ist er zu Empathie äußerst selten im Stande. Ich wusste auf jeden Fall ich müsste ihm das in aller Ruhe nochmal erklären. Welch ein Fehler. Zuerst wurde das ins lächerliche gezogen, eh klar, ihn berührt das wenig, wenn ich Probleme mit den Nachbarn kriege. Danach wurde sein Blick abschätzig und er ignorierte mich vollkommen. Die einzige Antwort die ich noch bekam auf die Frage, wo denn nun wieder das Problem wäre, war "du bist einfach wie du bist". Und dies einfach sowas von in einem verächtlichlichen Ton...

Ich weiß, das ist alles etwas wirr dahingeschrieben, aber ich will mich ja auch genauer darüber austauschen, wer kann mir sagen, ob dies nun tatsächlich Anzeichen sind oder ich einfach nur falsch interpretiere?
Zu selbstzerstörischem Verhalten trifft bei ihm eigentlich nur der phasenweise etwas extreme Alkoholgenuss und das in diesem Zustand fahren, sowie seine hohe Gefahrbereitschaft beim Motocrossen zu.....

Ich hoffe auf Antworten! Und vielen vielen Dank fürs Lesen schonmal im Voraus


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26. Februar 2015 um 13:58

Die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung
würde (hoffentlich) noch nicht einmal ein Arzt an Hand der subjektiven Beschreibung einer anderen Person treffen.

Die Diagnosebögen für Borderline sind ein ziemlich grosser Stapel Papier - und das nicht ohne Grund.

Ich kann Dir sagen, dass bei keinem von uns alle Aspekte stark ausgeprägt sind.
Wenn man mal die (überaus stark vereinfachte!) Beschreibung der Diagnosekriterien nach DSM-IV (die auch umstritten sind, aber das ist ein anderes Thema) nimmt (kannst Du bei wikipedia nachlesen), habe ich von den 9 möglichen 5, die wirklich stark zutreffen, 2 die absolut gar nicht zutreffen und 2 "ein kleines bißchen" - und ich bin Borderliner(in).
Aber wie gesagt: die Diagnose kann nur ein Arzt stellen und über Deinen Freund treffe ich da ausdrücklich *keine* Aussage.

Aber selbst wenn - was ändert es? Du kommst mit ihm und seinem Verhalten Dir gegenüber ganz offensichtlich nicht klar, was ändert also ein Name dafür? Wenn Du damit nicht leben kannst, musst Du die Konsequenzen ziehen, völlig egal, wie es heisst oder nicht.

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26. Februar 2015 um 14:04

Das könnte mit Sicherheit zum Problem werden,...
.... da er ja nicht mal sieht, dass unsere Beziehung "nicht normal" läuft. Ihm fällt auch nicht auf, dass sich diese Pausen immer wiederholen, für ihn ist es jedesmal was Neues. Wie soll ich ihm da erklären, dass ich glaube, dass er eine psychische Störung hat? Wenn, dann muss ich das sehr langsam angehen und ihm das irgendwie vor Augen führen, ohne, dass er sich sofort wieder angegriffen oder in die Ecke gedrängt fühlt. Deswegen will ich mich ja erstmal ein bisschen austauschen und bei Bestätigung meines Verdachts (jaaaa, ich weiß, die richtige Bestätigung kann nur von einem Arzt kommen) Erst danach kann ich anfangen ihn irgendwie schrittweise darauf zu stossen.....

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26. Februar 2015 um 14:16
In Antwort auf an0N_1189750099z

Die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung
würde (hoffentlich) noch nicht einmal ein Arzt an Hand der subjektiven Beschreibung einer anderen Person treffen.

Die Diagnosebögen für Borderline sind ein ziemlich grosser Stapel Papier - und das nicht ohne Grund.

Ich kann Dir sagen, dass bei keinem von uns alle Aspekte stark ausgeprägt sind.
Wenn man mal die (überaus stark vereinfachte!) Beschreibung der Diagnosekriterien nach DSM-IV (die auch umstritten sind, aber das ist ein anderes Thema) nimmt (kannst Du bei wikipedia nachlesen), habe ich von den 9 möglichen 5, die wirklich stark zutreffen, 2 die absolut gar nicht zutreffen und 2 "ein kleines bißchen" - und ich bin Borderliner(in).
Aber wie gesagt: die Diagnose kann nur ein Arzt stellen und über Deinen Freund treffe ich da ausdrücklich *keine* Aussage.

Aber selbst wenn - was ändert es? Du kommst mit ihm und seinem Verhalten Dir gegenüber ganz offensichtlich nicht klar, was ändert also ein Name dafür? Wenn Du damit nicht leben kannst, musst Du die Konsequenzen ziehen, völlig egal, wie es heisst oder nicht.

Natürlich macht es etwas aus,
du magst mich für naiv halten, aber für mich ist es schon etwas anderes, ob er mich aus Boshaftigkeit so behandelt, oder ob es eine Krankheit ist. Man kann sehr wohl lernen damit umzugehen, sowohl ich, als auch er. Insofern er tatsächlich selber sieht, dass etwas falsch läuft und er zum Arzt geht. Liege ich denn so falsch damit?

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26. Februar 2015 um 14:29
In Antwort auf lorin_12885020

Natürlich macht es etwas aus,
du magst mich für naiv halten, aber für mich ist es schon etwas anderes, ob er mich aus Boshaftigkeit so behandelt, oder ob es eine Krankheit ist. Man kann sehr wohl lernen damit umzugehen, sowohl ich, als auch er. Insofern er tatsächlich selber sieht, dass etwas falsch läuft und er zum Arzt geht. Liege ich denn so falsch damit?

Teilweise liegst Du meiner Meinung nach falsch
ja, man kann damit umgehen lernen. Sowohl als Grenzgänger als auch als Partner. Weiss ich, ich führe mit meinem Mann inzwischen seit weit über 15 Jahren eine glückliche Beziehung - weil wir gelernt haben, damit umzugehen.

Aber: so gross ist der Unterschied für den Partner nicht, ob etwas "aus Boshaftigkeit" oder eben kranheitsbedingt so ist: es tut dem Partner eben nicht wesentlich weniger weh, wenn es an einer Krankheit liegt. Das meinte ich mit "der Name ist egal". Glaub mir, auch wenn es BL wäre und Du es wüsstest, dass es BL ist, es würde an dem, was für Dich bleibt, nichts ändern - so lange er nicht den Hauptteil ändert.
Deswegen kann eine Beziehung nur dann funktionieren, wenn wir Grenzgänger selbst die Folgen für die Partner verhindern / abfangen / abmildern.
Unsere Partner können sich mit darauf einstellen. Sie können helfen, unterstützen und auch *MAL* etwas wegstecken, was noch übrig bleibt, wo wir etwas nicht abgefangen haben. Aber: nur, wenn wir Grenzgänger die meiste Arbeit - und das meint mindestens über 90%, eher 95% machen und nur noch ein winziger Rest übrig bleibt. Sonst ist eine (gesunde) Beziehung meiner Meinung nach auf Dauer nicht möglich.

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26. Februar 2015 um 14:46
In Antwort auf an0N_1189750099z

Teilweise liegst Du meiner Meinung nach falsch
ja, man kann damit umgehen lernen. Sowohl als Grenzgänger als auch als Partner. Weiss ich, ich führe mit meinem Mann inzwischen seit weit über 15 Jahren eine glückliche Beziehung - weil wir gelernt haben, damit umzugehen.

Aber: so gross ist der Unterschied für den Partner nicht, ob etwas "aus Boshaftigkeit" oder eben kranheitsbedingt so ist: es tut dem Partner eben nicht wesentlich weniger weh, wenn es an einer Krankheit liegt. Das meinte ich mit "der Name ist egal". Glaub mir, auch wenn es BL wäre und Du es wüsstest, dass es BL ist, es würde an dem, was für Dich bleibt, nichts ändern - so lange er nicht den Hauptteil ändert.
Deswegen kann eine Beziehung nur dann funktionieren, wenn wir Grenzgänger selbst die Folgen für die Partner verhindern / abfangen / abmildern.
Unsere Partner können sich mit darauf einstellen. Sie können helfen, unterstützen und auch *MAL* etwas wegstecken, was noch übrig bleibt, wo wir etwas nicht abgefangen haben. Aber: nur, wenn wir Grenzgänger die meiste Arbeit - und das meint mindestens über 90%, eher 95% machen und nur noch ein winziger Rest übrig bleibt. Sonst ist eine (gesunde) Beziehung meiner Meinung nach auf Dauer nicht möglich.

Ich kann verstehen
was ihr meint. Das es keinen Unterschied macht, ob Krankheit benannt ist oder nicht. Und Recht habt ihr! Ich hab keine Ahnung warum das plötzlich so wichtig geworden ist. Vermutlich weil mir so der Kopf geschwirrt ist, und ich irgendwie eine Erklärung für das alles für mich gebraucht hab.

Darf ich fragen, wie man sich selbst wahrnimmt als Grenzgänger? Und wie es zur Diagnose kam?



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26. Februar 2015 um 14:54
In Antwort auf an0N_1189750099z

Teilweise liegst Du meiner Meinung nach falsch
ja, man kann damit umgehen lernen. Sowohl als Grenzgänger als auch als Partner. Weiss ich, ich führe mit meinem Mann inzwischen seit weit über 15 Jahren eine glückliche Beziehung - weil wir gelernt haben, damit umzugehen.

Aber: so gross ist der Unterschied für den Partner nicht, ob etwas "aus Boshaftigkeit" oder eben kranheitsbedingt so ist: es tut dem Partner eben nicht wesentlich weniger weh, wenn es an einer Krankheit liegt. Das meinte ich mit "der Name ist egal". Glaub mir, auch wenn es BL wäre und Du es wüsstest, dass es BL ist, es würde an dem, was für Dich bleibt, nichts ändern - so lange er nicht den Hauptteil ändert.
Deswegen kann eine Beziehung nur dann funktionieren, wenn wir Grenzgänger selbst die Folgen für die Partner verhindern / abfangen / abmildern.
Unsere Partner können sich mit darauf einstellen. Sie können helfen, unterstützen und auch *MAL* etwas wegstecken, was noch übrig bleibt, wo wir etwas nicht abgefangen haben. Aber: nur, wenn wir Grenzgänger die meiste Arbeit - und das meint mindestens über 90%, eher 95% machen und nur noch ein winziger Rest übrig bleibt. Sonst ist eine (gesunde) Beziehung meiner Meinung nach auf Dauer nicht möglich.

Fakt ist also
dass er auf jeden Fall selbst sehen muss, dass etwas nicht stimmt, und auch selber das Bedürfnis haben etwas zu ändern!? Und für mich ist ja auch wichtig, dass er seine eigene Lebensqualität verbessern muss. Ich weiss, dass er leidet und das will ich für ihn einfach nicht.

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26. Februar 2015 um 14:59

Hmpf
ich hab doch gar nie behauptet, dass Diagnose ohne Vorstelligkeit beim Arzt möglich ist, genauso wenig, dass ich kreuzunglücklich bin mit ihm. Ich liebe ihn, ich will, dass es ihm und uns gut geht und somit einfach nur Möglichkeiten finden. Kannst du das nicht nachvollziehen?

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26. Februar 2015 um 15:41

Stimmt,
ich habe Angst, dass die einzig logische Folge die Trennung sein könnte.
Das mit dem Patienten und nicht Freund finde ich witzig, ich hatte mir überlegt hier drin nicht zu emotional zu schreiben und auf keinen Fall den Eindruck zu erwecken mich drüber ausheulen zu will, was mein bist Freund denn alles mit mir macht. Denn darum geht's ja nicht. Ich wollte Bestätigung dass da was ganz und gar nicht stimmt und von mir aus auch bisschen Selbstbestätigung, dass ich das nicht falsch sehe.
Natürlich habe ich mich schon gefragt, warum ich mir das antue. Nur dass ich es selbst nicht so sehe. Sich etwas antun würde heißen, dass ich alles über mich ergehen lasse und am Ende als kleines Häufchen Elend zurückbleibe. Hatte ich schon- passiert nicht wieder. Manche können vielleicht auch denken, ich hätte ein Helfersyndrom, und ich habe selbst intensiv darüber nachgedacht. Aber wie schon angedeutet, ich hatte schon eine Beziehung in der mein Freund psychisch sehr labil war, es sind viele unschöne Dinge passiert, und ich habe gemerkt, dass von seiner Seite gar nix geschah zur Besserung, ab einem bestimmten Punkt wusste ich, dass das so nicht weitergeht und ich mir selbst schaden würde, sollte ich bleiben. Hab wieder von vorne begonnen und alles ist gut. Ich habe ja auch eine Tochter, der sollte ich schon ein Vorbild sein. Haha, das klingt jetzt erst recht nach Helfersyndrom, weil ich sowas anziehe...nicht? Aber mir gehts schlichtweg um ihn.....ich liebe ihn und wir sind einfach wir, eine Einheit samt unseren Kindern ...

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26. Februar 2015 um 15:42
In Antwort auf lorin_12885020

Ich kann verstehen
was ihr meint. Das es keinen Unterschied macht, ob Krankheit benannt ist oder nicht. Und Recht habt ihr! Ich hab keine Ahnung warum das plötzlich so wichtig geworden ist. Vermutlich weil mir so der Kopf geschwirrt ist, und ich irgendwie eine Erklärung für das alles für mich gebraucht hab.

Darf ich fragen, wie man sich selbst wahrnimmt als Grenzgänger? Und wie es zur Diagnose kam?




Mädel könntest Du in ein paar Sätzen erklären, wie Du Dich selbst wahrnimmst? Ich kann es nicht. Aber ich schreib Dir gleich noch eine PN mit ein paar Infos, wenn Du magst.

Wie es zur Diagnose kam? Nun viel Leid bis hin zu einem mustergültigen Zusammenbruch -> Krankenhaus Notaufnahme -> 3 Monate am Stück stationär / teilstationär. Gab letztlich keine langfristige Hilfe, aber immerhin einen Sack voll Diagnosen. Es folgten weitere Krankenhausaufenthalte und ambulante Therapien, brachten auch keine langfristige Hilfe, teilweise nicht mal kurzfristige Verbesserungen, aber der Sack voll Diagnosen wurde bestätigt.

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26. Februar 2015 um 15:53

Ja
Wir haben schon des öfteren über unsere Ziele gesprochen. Wir wollen eines Tages zusammenziehen, allerdings kann das noch etwas dauern, da ich ja meine Tochter habe. Ich komme ursprünglich nicht von hier, wo ich lebe und wäre auch nicht mehr hier, hätte ich sie nicht. Da sie aber sehr an ihrem Papa hängt, wohnen wir etwa 5 min zu Fuss von ihm entfernt, sodass sie jederzeit zu ihm kann. So sieht sie ihn täglich und das würde nicht mehr funktionieren, wenn wir zu meinem Freund ziehen würden.
Ansonsten sind unsere Ziele im Moment sehr ähnlich, da wir beide noch eine Ausbildung begonnen haben, und wir uns auch gegenseitig helfen. Ausser natürlich, er ist wieder in einem schlechten seelischen Zustand.

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26. Februar 2015 um 16:05

Häää?
Ich weiß ja nicht, was du gelesen hast, aber offensichtlich nicht das, was ich geschrieben habe. Weder liege ich winselnd im Dreck und jammere was er mir nicht alles antut und frage dabei verzweifelt nach dem Warum, noch lasse ich mich von ihm demütigen oder wie einen Käfer zertreten. Anfangs war es für mich ein Schock wie er sich benehmen kann- ja. Aber wie gesagt, mittlerweile grenze ich mich ab.

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26. Februar 2015 um 16:14

Meine Tochter
kriegt von alldem nix mit! Also im Ernst soviel Mama bin ich schon, dass ihr Wohl über dieser Beziehung steht. Außerdem reißt er sich selbst am Riemen, wenn unsere Kinder da sind. Sicher kann er kalt werden, aber dann geht er uns aus dem Weg. Aber selbst da so, dass die zwei es nicht so mitkriegen, selbst da spielen wir dann wieder gut zusammen! Und da meine Tochter nur mit zu ihm kommt, wenn sein Sohn auch da ist (sonst könnte der Madame ja langweilig werden....)

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26. Februar 2015 um 16:25
In Antwort auf lorin_12885020

Das könnte mit Sicherheit zum Problem werden,...
.... da er ja nicht mal sieht, dass unsere Beziehung "nicht normal" läuft. Ihm fällt auch nicht auf, dass sich diese Pausen immer wiederholen, für ihn ist es jedesmal was Neues. Wie soll ich ihm da erklären, dass ich glaube, dass er eine psychische Störung hat? Wenn, dann muss ich das sehr langsam angehen und ihm das irgendwie vor Augen führen, ohne, dass er sich sofort wieder angegriffen oder in die Ecke gedrängt fühlt. Deswegen will ich mich ja erstmal ein bisschen austauschen und bei Bestätigung meines Verdachts (jaaaa, ich weiß, die richtige Bestätigung kann nur von einem Arzt kommen) Erst danach kann ich anfangen ihn irgendwie schrittweise darauf zu stossen.....

Sprich es
aus Deiner Perspektive an.

Mich verletzt... ich wünsche mir so, dass... denn das fehlt mir wirklich, ich brauche das Gefühl / die Sicherheit, dass...

Wahrscheinlich kommt dann irgendwann "ich will das ja nicht, aber..." dann kannst Du den Bogen dazu schlagen, dass er ja selbst leidet - und dann hast Du einen Einstieg.

Das kann nicht vermeiden, dass er sich in die Ecke gedrängt fühlt und bei allen Verurteilungen und Vorurteilen, denen wir Borderliner gegenüber stehen (gib das Wort mal in die Forensuche ein...) will keiner damit konfrontiert werden, "krank", "irre" oder eben ein Grenzgänger zu sein - schon gar nicht, jemand, der es ist, bei unseren extremen emotionalen Reaktionen ist das ein gigantischer Schock und bringt sofort in die Abwehrhaltung.

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26. Februar 2015 um 16:25
In Antwort auf an0N_1189750099z


Mädel könntest Du in ein paar Sätzen erklären, wie Du Dich selbst wahrnimmst? Ich kann es nicht. Aber ich schreib Dir gleich noch eine PN mit ein paar Infos, wenn Du magst.

Wie es zur Diagnose kam? Nun viel Leid bis hin zu einem mustergültigen Zusammenbruch -> Krankenhaus Notaufnahme -> 3 Monate am Stück stationär / teilstationär. Gab letztlich keine langfristige Hilfe, aber immerhin einen Sack voll Diagnosen. Es folgten weitere Krankenhausaufenthalte und ambulante Therapien, brachten auch keine langfristige Hilfe, teilweise nicht mal kurzfristige Verbesserungen, aber der Sack voll Diagnosen wurde bestätigt.

Ok, ich gebe zu
ich habe es falsch ausgedrückt. Ich zum Beispiel kann mich genausogut in Wut hineinsteigern, bin mir dessen aber absolut bewusst, aber ich will in dem Moment aus Trotz oder Dampf ablassen nicht aufhören, dennoch, es geschieht bewusst! Weisst du, worauf ich hinauswill?

Mein Freund schreit und schmeißt Sachen durch die Gegend, danach tut er als ob nix war. Ist das weil er es für sich selbst abschwächen muss, weil er sich sonst eingestehen müsste, dass etwas nicht normal ist, oder hat er es tatsächlich als nicht schlimm wahrgenommen?

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26. Februar 2015 um 16:27

Doch nicht
vom Doc.

Sie meint, sie wollte erst mal recherchieren und sich informieren, um selbst ein etwas klareres Bild zu erhalten, ob sie gerade völlig Gespenster jagt oder ob da auch im Lichte von viel mehr Informationen etwas dran sein könnte - einfach ihre eigene Wissensbasis über BL bissl aufstocken, bevor sie diese Katz aus dem Sack lässt.
Glaub ich zumindest.

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26. Februar 2015 um 16:37

Bitte
glaub mir, ich mache ihn nicht nieder. er macht das zur genüge selber. auch wenn er nicht darüber spricht, merke ich ganz genau , manchmal sehe ich es in seinem Blick. zB geißelt er sich selbst, dass er kein guter Vater ist, weil er seine Ex verlassen hat und seinem Sohn somit eine Familie verwehrt hat. Und dabei sieht er nicht, wie sein Sohn in anhimmelt und ihm nacheifert. Ich versuche ihn aufzurichten wie geht. ..und er tut das selbe mit mir. Wenn ich verzweifelt vor meinen Lernsachen sitze, und nix mehr reingeht in meinen Kopf, er richtet mich auf. Auch er ist für mich da.

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26. Februar 2015 um 16:42
In Antwort auf an0N_1189750099z

Doch nicht
vom Doc.

Sie meint, sie wollte erst mal recherchieren und sich informieren, um selbst ein etwas klareres Bild zu erhalten, ob sie gerade völlig Gespenster jagt oder ob da auch im Lichte von viel mehr Informationen etwas dran sein könnte - einfach ihre eigene Wissensbasis über BL bissl aufstocken, bevor sie diese Katz aus dem Sack lässt.
Glaub ich zumindest.

Daaaaankeeeeee
du hast mich genau verstanden! So mein ich das ganze auch

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26. Februar 2015 um 16:52
In Antwort auf an0N_1189750099z

Sprich es
aus Deiner Perspektive an.

Mich verletzt... ich wünsche mir so, dass... denn das fehlt mir wirklich, ich brauche das Gefühl / die Sicherheit, dass...

Wahrscheinlich kommt dann irgendwann "ich will das ja nicht, aber..." dann kannst Du den Bogen dazu schlagen, dass er ja selbst leidet - und dann hast Du einen Einstieg.

Das kann nicht vermeiden, dass er sich in die Ecke gedrängt fühlt und bei allen Verurteilungen und Vorurteilen, denen wir Borderliner gegenüber stehen (gib das Wort mal in die Forensuche ein...) will keiner damit konfrontiert werden, "krank", "irre" oder eben ein Grenzgänger zu sein - schon gar nicht, jemand, der es ist, bei unseren extremen emotionalen Reaktionen ist das ein gigantischer Schock und bringt sofort in die Abwehrhaltung.

Ich glaube
dich schickt der Himmel.... So ähnlich wie du es beschreibst, habe ich vor einiger Zeit auch angefangen ihm Dinge zu erklären. Was größtenteils auch wirklich vieles besser gemacht hat. Natürlich gibt es auch Tage, wo ich nicht die Geduld hab, man ist ja selbst auch nicht immer gleich drauf...da hau ich ihm verbal dann schon mal was um die Ohren... Aber irgendwie gibst du mir mit deinen Antworten das Gefühl, als wäre ich instinktiv irgendwie schon auf dem richtigen Weg, was den Umgang betrifft, selbst wenn es erst der Anfang ist

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26. Februar 2015 um 17:54


Ich fände es viel schlimmer, wenn du wüsstest, dass er sich krankheitsbedingt so verhält. Denn dann würde bei dir eine permanente Entschuldigungshaltung einsetzen, unter der du dir alles gefallen lassen würdest, weil er ja schließlich krank ist. Vielleicht entwickelst du dann auch noch ein Helfersyndrom, womit sich dein Freund wie die Axt im Walde benehmen kann und du ihm immer noch wie eine Krankenschwester versuchst ihm alles so angenehm wie möglich zu machen.

Das ist aber falsch! Dein Freund muss selbst erkennen, dass etwas nicht stimmt und nicht geschont werden, weil der Arme ja nichts dafür kann. Wenn du ihm eine Bühne für seine (mögliche) Krankheit gibst, so wird er darauf auch spielen. Ohne Rücksicht, denn die nimmst du ja schon.

Dein Freund muss erkennen, dass er sich falsch verhält. Bei einem Borderliner ist das möglich, bei einem Narzissten (ebenfalls eine Persönlichkeitsstörung) nicht. Deshalb ist es sinnvoll, dass du an deinem Verhalten nur insofern etwas änderst, in dem du ihm klar Grenzen aufzeigst. Wie bei einem Kind. Begleitet von Konsequenzen, zum Beispiel auflegen, wenn er am Telefon ausfallend wird. Diskussionen und Heulerei helfen nicht.

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26. Februar 2015 um 17:57

Ich bedanke
mich dafür, dass du meine Zeilen mitfühlend gelesen hast - ehrlich! Trotzdem missverstehst du den Sinn meiner Zeilen. Er verletzt mich damit nicht mehr. Ich nehme ihn nämlich in solchen Situationen nicht mehr ernst. In diesen Momenten verhält er sich absolut nicht richtig mir gegenüber und das zeige ich ihm auch. Der Sinn meiner Zeilen war nicht über meinen ach so bösen Freund zu jammern und Mitgefühl zu heischen - ich will mehr über BL in Erfahrung bringen. Und ja- ich liebe ihn. Und nein- eine Trennung steht im Moment gar nicht zur Diskussion.

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26. Februar 2015 um 18:09
In Antwort auf fusselbine


Ich fände es viel schlimmer, wenn du wüsstest, dass er sich krankheitsbedingt so verhält. Denn dann würde bei dir eine permanente Entschuldigungshaltung einsetzen, unter der du dir alles gefallen lassen würdest, weil er ja schließlich krank ist. Vielleicht entwickelst du dann auch noch ein Helfersyndrom, womit sich dein Freund wie die Axt im Walde benehmen kann und du ihm immer noch wie eine Krankenschwester versuchst ihm alles so angenehm wie möglich zu machen.

Das ist aber falsch! Dein Freund muss selbst erkennen, dass etwas nicht stimmt und nicht geschont werden, weil der Arme ja nichts dafür kann. Wenn du ihm eine Bühne für seine (mögliche) Krankheit gibst, so wird er darauf auch spielen. Ohne Rücksicht, denn die nimmst du ja schon.

Dein Freund muss erkennen, dass er sich falsch verhält. Bei einem Borderliner ist das möglich, bei einem Narzissten (ebenfalls eine Persönlichkeitsstörung) nicht. Deshalb ist es sinnvoll, dass du an deinem Verhalten nur insofern etwas änderst, in dem du ihm klar Grenzen aufzeigst. Wie bei einem Kind. Begleitet von Konsequenzen, zum Beispiel auflegen, wenn er am Telefon ausfallend wird. Diskussionen und Heulerei helfen nicht.

Es tut mir leid,
aber ich muss es nochmals betonen: ich befinde mich in keiner Opferrolle! Ich lasse mir beim besten Willen nicht alles gefallen, auch dann nicht, sollte sich eine psychische Störung bewahrheiten. Ich zeige ihm Grenzen auf, wenn er zu weit geht. Von wegen Heulerei- ich sagte anfangs war ich geschockt und habe geweint. Aber die Zeiten sind doch schon lang vorbei.

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26. Februar 2015 um 18:19

Ich gebe zu
der Ton gefällt mir besser. Allerdings sind diese Dinge Verhaltensweisen über die ich schreibe nicht der Normalzustand. Ich bitte das nicht zu vergessen. In den meisten Fällen sehe ich es schon vorher kommen. Das heißt aber noch lange noch nicht, dass ich mir den Mund verbieten lasse und Dinge nicht anspreche die ich ansprechen will oder einen Eiertanz aufführe. Dieses warme Gefühl das du beschreibst ist ja auch für mich da, genauso kriege ich Kraft von ihm! Nur weil ich NUR diese Dinge aufgezählt habe, heißt das nicht, dass der Großteil der Zeit so ist, ich wollte wissen, ob er evtl ein BL sein könnte, und mehr darüber in Erfahrung bringen

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26. Februar 2015 um 18:30
In Antwort auf lorin_12885020

Ich gebe zu
der Ton gefällt mir besser. Allerdings sind diese Dinge Verhaltensweisen über die ich schreibe nicht der Normalzustand. Ich bitte das nicht zu vergessen. In den meisten Fällen sehe ich es schon vorher kommen. Das heißt aber noch lange noch nicht, dass ich mir den Mund verbieten lasse und Dinge nicht anspreche die ich ansprechen will oder einen Eiertanz aufführe. Dieses warme Gefühl das du beschreibst ist ja auch für mich da, genauso kriege ich Kraft von ihm! Nur weil ich NUR diese Dinge aufgezählt habe, heißt das nicht, dass der Großteil der Zeit so ist, ich wollte wissen, ob er evtl ein BL sein könnte, und mehr darüber in Erfahrung bringen

Ach ja
das mit dem Nicht-ernst-nehmen...
das hat absolut nichts mit Respekt bzw Respektlosigkeit zu tun...
Das geht ja nicht so vor sich, dass ich ihn dann im Sinne von "Jaja, red du nur" behandle, ich gehe, lege nach den Worten "So nicht, denk nach" oder ähnliches auf. Das mag ihm in dem Moment nicht passen. Aber er hat somit die Möglichkeit runterzufahren und zu merken, dass es nicht ok war und ich lasse mich dadurch nicht verletzen. Danach kann man ja reden drüber. Weisst, wie ich meine?

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26. Februar 2015 um 18:55
In Antwort auf lorin_12885020

Ok, ich gebe zu
ich habe es falsch ausgedrückt. Ich zum Beispiel kann mich genausogut in Wut hineinsteigern, bin mir dessen aber absolut bewusst, aber ich will in dem Moment aus Trotz oder Dampf ablassen nicht aufhören, dennoch, es geschieht bewusst! Weisst du, worauf ich hinauswill?

Mein Freund schreit und schmeißt Sachen durch die Gegend, danach tut er als ob nix war. Ist das weil er es für sich selbst abschwächen muss, weil er sich sonst eingestehen müsste, dass etwas nicht normal ist, oder hat er es tatsächlich als nicht schlimm wahrgenommen?

Selbstverständlich und "normal"...
... ist naturgemäss alles, was man halt nicht anders kennt. Bei gesunden und bei kranken Menschen auch .

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26. Februar 2015 um 19:04
In Antwort auf lorin_12885020

Ich glaube
dich schickt der Himmel.... So ähnlich wie du es beschreibst, habe ich vor einiger Zeit auch angefangen ihm Dinge zu erklären. Was größtenteils auch wirklich vieles besser gemacht hat. Natürlich gibt es auch Tage, wo ich nicht die Geduld hab, man ist ja selbst auch nicht immer gleich drauf...da hau ich ihm verbal dann schon mal was um die Ohren... Aber irgendwie gibst du mir mit deinen Antworten das Gefühl, als wäre ich instinktiv irgendwie schon auf dem richtigen Weg, was den Umgang betrifft, selbst wenn es erst der Anfang ist

Ok, dann gleich noch ein wichtiger Rat
trotz allem - oder vor allem, ob jetzt Borderline oder eine andere Störung oder was auch immer: Grenzen sind genauso wichtig wie Rücksicht, wenn nicht wichtiger.
Für ihn - und für Dich.

Was auch immer es ist, offensichtlich kann er Deine Grenzen nicht erkennen. Also gibt es 2 Möglichkeiten (also abgesehen von Trennung):
a) Du zeigst sie ihm - klar und deutlich und auch als *Grenze* - also als "bis hier hin und nicht weiter!"
b) er wird immer immer darüber trampeln und Dich dabei zertreten

Es ist nicht Deine Aufgabe, immer Geduld und Rücksicht zu üben und das kann es auch nicht sein! Krank oder nicht, eine Beziehung, wo einer immer nur aufpasst und Rücksicht nimmt, KANN nie funktionieren.
Ihr braucht vielleicht Strategien, im Notfall Druck, Schwung und Tempo aus einer Diskussion nehmen zu können, aber die können nicht so aussehen, dass die Last allein bei Dir liegt.
Mit diesen Strategien (steht in dem Link von mir etwas dazu) könnt Ihr auch anfangen, ohne dass Du vorher mit Diagnosen herumwedelst.

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