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Ist mein Freund depressiv und macht deshalb Schluss?

20. Juni 2016 um 15:40 Letzte Antwort: 30. Juli 2016 um 13:37

Hallo, dies hier ist mein erster Beitrag und ich habe mich extra dafür angemeldet, um mit unbeteiligten Personen darüber zu "reden" und um mir eventuell den ein oder anderen Tipp abzuholen..

Ich bin 18 Jahre jung, gehe in die 12. Klasse und mache nächstes Jahr mein Abitur. Mein Freund/Ex-Freund ist ebenfalls 18, aber ein halbes Jahr jünger als ich. Er macht seinen Realschulabschluss nach. Ein paar meiner Freunde haben diese Beziehung von Anfang an verurteilt, weil wir zu "unterschiedlich" sind. Natürlich spielten sie auf die unterschiedlichen Abschlüsse an, was für mich aber nie und bis heute noch nicht von Bedeutung ist.

Ich habe meinen Freund, jetzt leider Ex Freund, vor 8 Monaten über eine damalige Freundin kennengelernt. Wir verliebten uns und waren 7 Monate zusammen. Er war ein unglaublich romantischer und aufmerksamer Mensch, was einer der Gründe war, dass ich mich immer mehr in ihn verliebte. Er wollte mich ständig sehen, hat sich immer Neues ausgedacht, hat mir sehr viel Liebe und Aufmerksamkeit geschenkt, mich ständig überrascht. Zu seinem 18. Geburtstag sollte ich dann seinen gesamten Freundeskreis kennenlernen. Mit einigen verstand ich mich ganz gut, man unterhielt sich halt normal und mit anderen verstand ich mich leider gar nicht, zumindest hat man sich erst gar nicht unterhalten. Wenige Wochen nach seinem Geburtstag erfuhr ich durch die Freundin, durch die wir uns kennenlernten, dass viele seiner Freunde mich für arrogant halten und der Meinung waren, ich würde mich für was besseres halten. Dazu muss man wissen, dass seine Freunde hauptsächlich in seiner Klasse sind und somit ebenfalls den Realschulabschluss nachmachen. Ab diesem Zeitpunkt wurde zwischen ihm und mir alles komisch und kompliziert. Natürlich gab es hier und da mal den normalen Beziehungsstress, aber kurz darauf, dass seine Freunde ihm wohl gesagt haben, was sie über mich denken, machte er Schluss. Das war kurz nach unserem 4. monatigen. Es hat mich damals schon genervt, dass er so wenig Rückrad zeigt und sich so beeinflussen ließ. Ich dachte mir, was wollen seine Freunde schon über mich wissen? Nichts! Er wusste doch, wie ich "wirklich" bin. Ich wollte mich trotzdem nicht unterkriegen lassen und beschloss um ihn zu kämpfen weil er mir wirklich wichtig geworden war. Ich schrieb ihm einen Brief, in dem ich all meine Gedanken und Sorgen preis gab. Tatsächlich haben wir uns ausgesprochen und uns eine 2. Chance gegeben. Ich dachte, man könne da anfangen wo man aufhörte aber ich irrte mich. Wir waren gerade mal 1 1/2 Wochen getrennt und er wurde zu einem anderen Menschen. Natürlich waren seine Freunde von nun an ein rotes Tuch für mich, aber ich habe ihm nie gesagt, er solle sich nicht mit ihnen treffen oder sonst was. Er wollte mich auch nicht mehr so oft sehen. Er war auch lange nicht mehr so süß. Natürlich ist mir bewusst, dass diese Rosa rote Brille irgendwann nachlässt, aber er hat sich um 180 Grad gedreht. Und jetzt fängt das an, was mich darüber nachdenken lässt, ob er an Depressionen leidet. Er flog von der Schule und fiel somit in ein Loch, denn sein tägliches Leben wurde ihm genommen. Er hatte nur noch seinen Minijob, bei dem er von Mo-Fr 2-3 Stunden arbeitete. Man merkte, dass ihm der Alltag fehlte. Er hatte zu viel Zeit und ich zu wenig, da ich auch jedes Wochenende jeweils 6-8 Stunden pro Tag arbeite und auch meistens Mittagsschicht habe. Trotz allem, habe ich versucht die Zeit, die ich habe, mit ihm zu verbringen. Irgendwann bekam ich mit, dass seine Mutter ihn morgens daran erinnerte, eine Tablette zu nehmen. Ich habe ihn gefragt wofür diese sei, und er meinte nur, er sei mit 15/16 in einer psychiatrischen Einrichtung gewesen. Ich habe mich in diesem Moment leider nicht getraut zu fragen, weshalb. Die nächsten 2-3 Monate sollten die Hölle für unsere Beziehung werden. 2 Wochen lang waren wir glücklich, unternahmen viel, er wollte seinen Führerschein anfangen, weil sonst ich die war, die gefahren ist. Er wollte sich eine Ausbildung suchen und war voller Tatendrang. Er konnte mir auch wieder zeigen, dass er mich liebte. Und von heute auf morgen war davon nichts mehr zu sehen. Er wurde wieder "kalt" mir gegenüber, obwohl er dennoch behauptete mich zu lieben. Plötzlich unternahmen wir wieder kaum was, und wenn, dann waren wir zuhause. Er wollte plötzlich doch keinen Führerschein machen und Ausbildung? Egaaaaal. Es waren wie so "Phasen" die kamen und gingen. Erst so, dann so, dann wieder so und plötzlich wieder so. Ich hatte große Angst, dass er wieder Schluss macht, denn es fühlte sich wieder so an, wie wenige Monate zuvor, als er Schluss machte. Dann kam wieder die Phase in der alles gut war. Wir waren im Zoo, er schlief fast jeden Tag bei mir, er schenkte mir Rosen, zeigte mir seine Liebe und sprach sogar von einer gemeinsamen Zukunft und dass er sich wünscht, dass es für immer hält. Alles war tip top. Und dann, 4 Tage nach dem Zoo machte er per Whatsapp Schluss (was ich sehr sehr feige finde, zumindest dafür, dass er sich am Anfang so unglaublich viel Mühe gab und es ihm ja ach so wichtig war). Nun hat er mich bei Whatsapp blockiert, was mir das Gefühl gibt, als wäre ich Schuld. Er sagte, ich soll nicht wieder kämpfen. Hat er wieder Depressionen? Eventuell manische Depressionen? Denn alles was ich im Internet zu dem Thema finde, passt perfekt zu seinem Verhalten. Zudem sollte man wissen, dass er mir vor Ca. 1 Monat sagte, dass er depressiv sei und unbedingt Hilfe braucht und einfach keine Kraft mehr hat... Ich habe ihm immer Hilfe angeboten... Aber nie passierte was in Form von professioneller Hilfe.... Kurz bevor er Schluss machte, meinte er dann plötzlich, er will es alleine schaffen... Vielleicht habe ich auch zu wenig getan und hätte mehr tun müssen.... Ich habe seinen Pflegeeltern (bei denen er lebt, seit er 4 ist, die allerdings getrennt sind) meine Vermutungen mitgeteilt.

Ich weiß nicht mehr weiter... Natürlich wünsche ich ihn mir zurück.. Aber das Wichtigste ist für mich erstmal, dass er sich professionelle Hilfe sucht....

Vielleicht habt ihr ja Tipps oder schonmal so Etwas erlebt?...

Liebe Grüße.

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29. Juni 2016 um 21:46

Antwort
Ich bedanke mich sehr für deine Antwort
Über das Thema "er sei nicht gut genug für mich" haben wir schon oft diskutiert, und ich weiß, dass er das denkt, jedoch habe ich ihm jedes Mal klar gemacht und auch gezeigt, dass dieser Gedanke völliger Schwachsinn war.

Ich weiß, dass ich ihm nicht helfen kann, solange er es nicht will, und das ist das aller Schlimmste. Aber nochmals Danke für die Antwort

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5. Juli 2016 um 12:39

Antwort
Er hat sich tatsächlich nochmal gemeldet. Er meinte, er vermisst mich und wir wollten uns auch treffen. Und wenige Stunden danach meinte er, es tut ihm leid, dass er sich gemeldet hat und dann kam nichts mehr..

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5. Juli 2016 um 21:24

...
Dein freund hat sicherlich depresdionen...bin zwar kein arzt aber diese tabletten würde ich niemals einnehmen, die betäuben bloss und machen abhängig und gesund ist sowas bestimmt nicht. Ich würde an seiner stelle zu einem normalen therapeuten gehen und nebenbei versuchen sein leben auf die reihe zu bekommen. Ich denke schon, dass er sich wie ein versager fühlt...es ist ja auch viel negatives in seinem leben vorgefallen. Aber da muss er sich selbst wieder rausziehen, du kannst ihm nur tipps geben... erst danach wenn er sein leben wieder im griff hat, gibt es evtl.eine neue chance für euch.

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19. Juli 2016 um 10:44


könnte nicht mit dem Gewissen leben, ihn mit seinen Problemen alleine zu lassen ob Beziehung oder nicht Nennt man auch menschlich.

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30. Juli 2016 um 13:37
In Antwort auf xgirlx7


könnte nicht mit dem Gewissen leben, ihn mit seinen Problemen alleine zu lassen ob Beziehung oder nicht Nennt man auch menschlich.

Wenn er nicht will....
Ich kann dich gut verstehen. Aber das Problem ist wirklich, dass er anscheinend deine Hilfe nicht annehmen kann oder will. Sich dir zu öffnen würde für ihn bedeuten, dass er wie ein Looser vor dir steht und das will er ganz sicher nicht. Du wirst wohl nichts tun können als deine Hilfe anzubieten und auf ihn einzuwirken, damit er sich professionelle Hilfe sucht. Vielleicht muss es ihm aber auch erst richtig schlecht gehen, damit er einsieht, dass er Hilfe braucht. Achte aber bitte auf dich und mache seine Probleme nicht zu deinen. Denn wenn ihr dann beide depressiv seíd, ist keinem geholfen

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