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Ist es zu Ende?

19. September um 14:46

Hallo liebe User,
 
mein erster Beitrag ist eine Frage und auch eine für mich sehr persönliche und wichtige Frage zu meiner Beziehung, die eigentlich geendet ist und wozu ich jede Sichtweise, vor allem die der Männer brauche und ich diese auch verstehen möchte. Nun zum Sachverhalt:
 
Ich bin 25 und habe angefangen zu tindern - nach einem 5 Jahresbeziehung zu einem Mann, der mich womöglich immer noch liebt. Dabei habe ich viele Enttäuschungen einkassiert und habe nach der größten Enttäuschung und Verletzung eines Tages einen Mann im Reallife kennengelernt, den ich über eine Freundin vorgestellt bekommen habe.
 
Er ist 32 und hatte drei Beziehungen hinter sich gehabt: Die erste Frau kannte er 12 Jahre und war 2 1/2 Jahre mit ihr verheiratet, sodann sie ihn allerdings verlassen hatte für einen Mann, der nun mit ihr ein Kind hat.
 
Er (P.) hatte danach noch zwei weitere Beziehungen gehabt, die er nach und nach verlassen hatte und ihnen wohl auch keine weitere Chance gegeben hatte, obwohl er in einer Beziehung trotzdem immer um die Frau gekämpft hatte.
 
Nun sind wir uns also begegnet, genauer Ende Juni. Er war schwer verliebt in mich und hatte nach einem Monat eine feste Beziehung zu mir gewünscht, was ich zu dieser Zeit auf Grund meiner 5 Jahresbeziehung zum C. emotional leider nicht sofort zusagen konnte.  Zumal der Vater von C. zu dieser Zeit an Leukämie erkrankt war. Ohne Mutter und nun Vater wollte ich für ihn da sein.
 
Die Beziehung am 12.07. begann mit P. Ich bin unglaublich ehrlich ihm ggü. und er wusste, womit er auch selbst zu kämpfen hat, wenn ich beim C. war, um ihm bei allen Notwendigkeiten zu unterstützen: Nämlich seine Eifersucht, die er mir allerdings nicht konkret erläutern wollte, sondern nur beiläufig erwähnt hat, dass es ihm nicht so gut damit geht.
All in all, war er sehr überzeugt von mir als seine Partnerin, denn er erzählte seinem Umfeld, dass er noch nie so glücklich war mit einer Frau wie mit mir und er endlich diejenige gefunden hat, die ihn so sehr gut verstand, wie keine zuvor. Im Zeichen seiner Liebe zu mir, hatte er mir ein Flugticket nach Japan gekauft, weil er mit mir meinen Geburtstag unbedingt feiern möchte und mir diese Möglichkeit auf diesen teuren Urlaub teils ermöglichen möchte.
 
P. und ich führten eine außerordentlich schöne Beziehung, als dann ich selber eifersüchtig war, wegen Kleinigkeiten, womit ich in meiner letzten Beziehung bereits Probleme verursacht hatte.
Nichtsdestotrotz ist P. auf meine Eifersucht eingegangen und obwohl er sein dafür eingeschränktes Verhalten gegenüber dem anderen Geschlecht für seine vorherigen Beziehungen nie ausführen musste, hatte er in meinen Augen sehr um mich gekämpft. Er gab mir sehr viel Aufmerksamkeit. Hatte auch in einem Augenblick erzählt, dass er noch nie diesen Glücksmoment empfunden hatte, heulen zu müssen, weil er zu mir fahren durfte, mich sehen konnte und auch wenn er eine Stunde Fahrt vor sich hatte.
 
Auf meine indirekten Vorwürfe zum P. wirkte er gegen Ende hin sehr allergisch. Die Vorwürfe konnten selbst einfach nur die Schilderung meiner wahren Gefühle oder Gedanken sein und die gingen ihm zu nah.
 
Vllt. sagen wir hier: Es ist ja eine Kennenlernphase und für zwei Monate Beziehung kann man ja nicht wissen, wie die andere Person in Problemsituationen denkt und reagiert. Somit ist es nichts Schlimmes, dass wir jetzt wissen, dass wir nicht zusammen passen.
 
Aber je mehr er von meiner etwas direkten Persönlichkeit (Kritiken, Streit) und teils grobe Umgangsweise mit ihm (keine so schwerwiegende Rücksicht für P. wegen C.) kennenlernte, entschloss er sich, von mir zu distanzieren.
 
Nach meinem zweiten Mal, ihm einen Beziehungsschluss zu kommunizieren, knickte er da ein und ist weggefahren. Doch hatte ich ihn zurückgeholt, weil ich mir sehr unsicher war. Es passte ja schließlich alles und bis dahin habe ich immer noch nicht geblickt, dass Eifersucht einiges töten kann und ich ernsthaft an mir selbst arbeiten musste.
 
Er ist zurückgekommen.
 
Doch folgten Tage, die unser Verhältnis sehr belastet hatten.
Vor der Japanreise hatte ich nach Absprache mit P. beschlossen, C. noch einmal bei der Renovierung seines Hauses zu unterstützen und blieb dort das Wochenende.
 
Ich fehlte P. sehr und er beschrieb im Nachhinein, dass das Wochenende ihm sehr sehr viele negativen Emotionen gegeben hatte und er dieses Wochenende nie wieder in seinem Leben erleben möchte.
 
So trafen wir uns zum Anfang der Woche. Er reagierte dermaßen unsicher und betroffen von meiner Trennung und dem Wochenende, dass P. dann mit mir Schluss gemacht hatte:
Er wusste nicht mehr, was er an mir hat und wofür er kämpfen sollte. Er hat Angst, mich zu jeder Zeit wieder verlassen zu wollen. Er ist sich unsicher. Er will einfach nur wegrennen. Die Japanreise würde er als Beziehungstest sehen, weil er nicht wüsste, ob er nicht nach der Reise mich abservieren würde. Und das können wir uns ja dann ersparen. Es gibt ja schließlich nur schwarz und weiß für ihn, hinsichtlich, ob ich in Japan dabei soll. Er hätte auch zu viel Angst, dass wir uns in Japan in die Haare kriegen, weil er Cosplayers unerwartet anschaut.
Ich hatte reflexartig reagiert und wollte ihm Sicherheit geben, was nichts mehr bewirkte.
Die Trennung blieb von seiner Seite aus nicht lange. Denn nach zwei Tagen versuchte er mich während meiner Arbeitszeit telefonisch zu erreichen und sagte, dass er mich gerne zurück haben möchte, und am gleichen Tag meine Nähe braucht und für das anstehende Wochenende, als auch für Japan.
 
Ich sprach nun erstmal mit ihm in aller Ruhe aus und es tat uns beiden gut, als dann ich beim Abschied allerdings merkte, dass die Gefühle zu ihm beim Küssen blockiert waren, schrieb ich ihm das. Woraufhin er am anderen Morgen allerdings Herzrasen bekommen hatte bzw. Panikattacke.
 
Den anderen Abend verbrachten wir mit einem etwas andere Erlebnis. Wir waren auf der Kerb und er übernachtete bei mir und wir hatten Sex. Er fragte mich, ob es ein Versöhnungssex war?
 
Am anderen Morgen berichtete er mir, dass er sich am Vorabend überlegt hat, dass er wieder weglaufen möchte, wenn er am anderen Morgen mit einer Panikattacke aufgewacht wäre, was er aber nicht tat.
 
Nach meinem Spruch: ''Ich geh jetzt mit dir nach Japan, aber da ich nach deiner Trennung mich darauf eingestellt hatte, mit meinen Freunden meinen Geburtstag zu feiern, muss ich ihnen das ja nun absagen - dank deiner Unsicherheit''.
 
Es eskalierte: Er machte Schluss mit mir. Er wird mich dieses Mal verlassen und nicht wieder zurückkommen. P. kam nur deswegen wieder auf mich zu, weil er am Vortag mit seiner besten Freundin 3 h über mich unterhalten hatte, bei der die Freundin sagte, dass er es nochmal versuchen sollte. Bei dem Gespräch mit der Freundin hätte er kein gutes Wort über mich zu verlieren gehabt und jetzt möchte er einfach seine eigene Meinung bilden und dabei bleiben.
 
Er merkt, dass wir uns in 3 Monaten oder 3 Jahren ebenso streiten würden und dass das ihn nur noch mehr runterzieht. Er wird eine Therapie anfangen wegen seiner zerbrochenen Ehe, die ja schon länger in der Vergangenheit liegt. Er wird mit der Vergangenheit abschließen und erst dann eine neue Beziehung anfangen.
 
Die Gefühle von P. zu mir seien verschüttet und er hat keine Energie, sie wieder aus der Erde hervorzugraben. Er hätte schon bei meinem zweiten Mal Schluss bei meiner Meinung bleiben sollen und nicht mehr zurückkommen sollen. Auch wenn ich stundenlang in der Konversation um ihn gekämpft hatte, wirkte er sehr beängstigt und wies Anzeichen auf Panik und Angst aus. Er hatte auch Angst vor mir, weil ich ihm die rosarote Brille sehr grob abgezogen hatte.
 
Er dankte sich für die gute Zeit mit mir und sagte zu mir: Leb wohl, nachdem ich darauf beharrt hatte, dass er mir meine Sachen aus seinem Haus zurückbringen sollte und wofür er zwei Stunden Fahrt in Kauf genommen hatte.
 
In der Zwischenzeit, jetzt ist es auch eine Woche her, hatte ich einen Autounfall gehabt, meine Theorieprüfung bestanden, Erkältung bekommen und werde meinen Geburtstag auch in Deutschland verbringen.
 
P. ist abwesend in meinem Leben. Auf neutrale messages von mir hatte er noch sehr distanziert und ohne großen Rückfragen geantwortet. Obwohl ich ihm, bewusst, statt auf whatsapp eine Mail geschrieben hatte, in dem ich mich aufrichtig für meine Eifersuchtsattacken, Vorwürfen und in meinem Verhalten zu meinem Ex bei ihm entschuldigt habe, kam keine Mail oder jegliche Reaktion zurück. Er fliegt auch heute nach Japan für 2 1/2 Wochen, kommt am 04.10. nach Deutschland zurück.
 
P. hat mich nicht auf Whatsapp geblockt, aber den Status.
 
Es kann sein, dass alles nun doch sehr eindeutig ist und ich mir keine Hoffnung machen soll.
 
Aber ich kriege keinen freien Kopf, weil ich sehr viel Gefühle für P. entwickelt habe, die ich in meiner Beziehung zum C. nicht gehabt hatte.
 
Ich liebe ihn immer noch, aber er mich wohl nicht mehr...Ich möchte die Beziehung zu ihm wieder haben, und ihn auch bei seiner Therapie begleiten, sei es auch nur ein Back-up.
 
 
Ist er sich einfach nur unsicher, oder ist er sehr entschieden? Womit darf ich rechnen?
Ich würde mich über jeglichen Sichtweisen und Denkweisen von Euch zu meinem Anliegen freuen, das schriftlich leider sehr lang geworden ist, wofür ich mich hier schon einmal entschuldige!
 
Beste Grüße und vielen Dank!
 

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19. September um 17:34

gut dass er endlich einen richtigen Schlussstrich gemacht hat!   ich hoffe er kann jetzt nach vorne schauen!

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Von: herzblatt93
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