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Ist es vorbei?

2. Mai 2009 um 14:25

Hallo Leute, ich brauche mal eure Hilfe, hab ein großes Problem.

Es ist so: Mein Freund und ich sind nun seit fast anderthalb Jahren zusammen und wir wohnen auch zusammen. Die umstände, wie unsere Beziehung begonnen hat, sind sehr kompliziert, aber ich versuche, mich kurz zu fassen.

Vor fast zwei Jahren, also im August 2007 hat sich mein Exfreund (mein damals erster Freund) mit der Begründung von mir getrennt, dass er nicht mehr wüsste, ob er mich noch liebt. Und danach gab es ein riesen hin und her dann sagte er, er liebt mich doch, und dann wieder nicht und so ging das drei Monate lang, bis er mich ganz innerlich zerissen hat. Ja, ich hab damals sehr darunter gelitten, hab auch viel hier ins Forum geschrieben, wo mir viele geraten haben, den Typen in den Wind zu schießen, was ich natürlich nicht konnte.

Irgendwann habe ich dann die Phase erreicht, wo mir alles gleichgültig war. Ich fühlte mich wertlos und habe Dinge getan, vor denen ich sonst aus Angst zurückgeschreckt wäre. Aber zu diesem Zeitpunkt war mir sowieso egal, was mit mir passierte. Ich hatte sogar die einstellung: Wenn ich daran sterbe, umso besser dann hab ich diese grausame Welt hinter mir.

In dieser Phase habe ich mich dazu entschieden, ins Internet zu gehen und ein paar Leute anzuschreiben. Darunter war auch mein jetziger Freund. WIr haben ca. zwei Stunden lang gechattet und dann hab ich ihn gefragt, ob wir uns treffen wollen (was ich sonst nie getan hätte, eigentlich treffe ich mich nicht mit Leuten aus dem Internet). Und dann haben wir uns getroffen, sind zusammen was trinken gegangen und haben uns nett unterhalten. Er hat mir danach im Internet gestanden, dass er sich in mich verliebt hat. Und so hat es angefangen. Zu diesem Zeitpunkt konnte ich seine Gefühle noch nicht erwidern, weil ich noch an meinem Exfreund hing, obwohl ich es zu diesem Zeitpunkt nie zugegeben hätte. Mein Exfreund hatte einen Tag vor dem Treffen bei mir angerufen und ich hatte es ihm erzählt. Er tat so, als machte er sich sorgen und meinte, wieso ich jemandem den ich nicht kenne treffen will, das könnte ja sonst was für ein kranker Kerl sein, aber das war mir ja egal. Ich sagte zu ihm, selbst wenn der Kerl mich im Wald vergewaltigt und ermordet, ist es längst nicht so schlimm wie das was er mir angetan hat. Natürlich stimmt das nicht, aber ich war verletzt und wütend und wollte ihm alles mögliche an den Kopf werfen, je verletzender es für ihn war, desto besser.

Sorry jetzt bin ich etwas vom Thema abgekommen. Also er hat sich in mich verliebt und ich konnte die Gefühle nicht erwidern. Mein Verstand sagte mir, es wäre besser, den Kontakt abzubrechen um ihn nicht zu verletzen. Aber ich ignorierte wie immer meinen Verstand und traf mich mit ihm ein zweites mal. Diesmal in seiner Wohnung, wo er was schönes gekocht hat und wir einen netten abend zusammen verbracht haben. Und dann ist es passiert. Schon beim zweiten Treffen und obwohl ich eigentlich keine Gefühle zu ihm hatte, ich habe nur Trost gesucht. Danach habe ich mich so mies gefühlt, das ich gewein hab und am nächsten Morgen nach hause gegangen bin. Leider hat er sich dadurch noch mehr in mich verliebt und fing an, um mich zu kämpfen. Er machte mir Geschenke und machte ganz romantische Sachen, wie das ganze Zimmer voll mit Teelichtern und Rosen zu schmücken. Nicht nur diese Gesten, sondern auch seine Güte und Leidenschaft, brachten mich dazu, dass ich mich auch in ihn verliebte. Aber das war natürlich ein langer Prozess, weil ich erst ganz über meinen Ex hinweg musste (worunter auch er leiden musste, aber trotzdem hat er mich immer getröstet, obwohl es ihm selbst sehr wehtat, wenn ich wegen meinem Ex geweint habe). Jedenfalls nach ca 6 Monaten hatten wir beide es überstanden und führten eine glückliche Beziehung. Ich möchte nochmal betonen, dass er durch die Hölle gegangen ist, nur um mein Herz zu erobern und es schließlich auch geschafft hat.

Heute habe ich das Gefühl, er denkt er hat es geschafft, nun hat er mich und muss nichts mehr tun. Ich muss förmlich um seine Zuneigung betteln. Wenn wir im Bett liegen, dreht er mir den Rücken zu und ist genervt, wenn ich mich an ihn kuschel. Es kommt zwar auch manchmal vor, dass er von sich aus ankommmt, wenn er Lust hat, aber diese Male kann ich an einer Hand abzählen.

Ich habe ihn schon darauf angesprochen, versucht, ihm klar zu machen, wie ernst es mir ist. Dass ich ihn manchmal vermisse, obwohl er im selben Raum ist.

Ich liebe ihn sehr, und er sagt mir auch immer, dass er mich liebt. Aber was ist das für eine Liebe, wenn man es nicht erwarten kann, so schnell wie möglich aus dem Haus zu kommen. Er hat Schichtdienst und geht meistens schon eine Stunde früher los, als er muss. Er meint, das wäre, weil er vor der Arbeit noch in Ruhe seinen Kaffee trinken und seine Zigarette rauchen will. Durch seinen Schichtdienst verbringen wir ohnehin schon wenig Zeit miteinander und dann sind ihm sein Kaffee und seine Zigaretten wichtiger, als die eine Stunde noch mit mir zu verbringen?

Ich weiß, ich bin ein sehr sensibler Mensch und mache alles schlimmer als es ist. Aber manchmal zweifle ich an seinen Gefühlen. Letzens habe ich ihn sogar gefragt, ob er eine andere hat. Er ist natürlich total ausgeflippt und fragte, wie ich auf so einen Schwachsinn kommen würde. Aber gegen diese Gedanken kann ich nichts tun. Da kann er noch so oft sagen, dass er mich liebt, aber wenn er mir nicht das Gefühl gibt, geliebt zu werden, kann ich ihm das nicht glauben. Was habe ich von jemandem, der mich liebt und es mir nicht zeigt. Dann kann er sich auch ein Foto von mir an die Wand hängen und ich such mir eine eigene Wohnung, das würde ihm wahrscheinlich nichts ausmachen.

Tut mir Leid, dass der Text nun so lang geworden ist. Ich hoffe, dass ein paar von euch mir Tips geben kann, was ich tun kann, um ihm klar zu machen, was ich will und wie ernst es mir mitlerweile ist. Es ist schon so weit, dass ich nachts im Bett weine bevor ich einschlafe und er merkt es noch nicht mal. Ich kann mir sogar vorstellen, dass er es merkt, es ihm aber scheißegal ist.

Liebe Grüße

Nadine

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2. Mai 2009 um 15:20

Hallo nikita
also so genau kann ich das gar nicht sagen, aber ich glaube seit ca drei Monaten. Manchmal versuche ich auch, diesen Gedanken zu verdrängen und ein auf glücklich verliebt zu machen, aber das gelingt mir nicht immer. Den Gedanken, dass es vielleicht das Ende ist, will ich nicht akzeptieren.

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2. Mai 2009 um 15:59

....
Nun, ich tue jeden Tag was für ihn. Wenn er vom Spätdienst kommt, habe ich für ihn gekocht oder wenn ich mal einkaufen bin und was nettes sehe, dann kaufe ich ihm auch mal eine Kleinigkeit, um ihm zu zeigen, dass ich ihn liebe. Und ich verlange auch nicht, dass er mir nun auch was kauft. Ich weiß nicht, wie du auf dieses Urteil kommst, dafür hast du viel zu wenig informationen über uns, um dir da eine Meinung zu bilden, was ich für ihn tue und was nicht.

Ich habe sehr wohl Hobbys und Freunde, um die ich mich auch kümmere. Aber ich finde, wenn ich mit jemandem eine Beziehung führe und nichts von ihm habe, wenn wir zusammen sind, dann brauche ich auch keine Beziehung oder meinst du nicht? Was denkst du denn, wofür eine Beziehung da ist? Um nebeneinander zu sitzen, der eine schaut Fernsehen und der andere liest sein Buch oder sonst etwas. Und dann geht irgendwann das Licht aus und ab ins Bett Rücken an Rücken. Du musst auch mal bedenken, wir sind gerade mal anderthalb Jahre zusammen und keine dreißig Jahre verheiratet! Wenn wir das wären, dann wäre das normal aber wir sind beide noch jung.

Und das mit dem rumheulen ist so: Ich habe es ihm einmal gesagt und dabei nicht geheult. Wenn ich geheult habe, dann ohne das er es gemerkt hat. Vor ihm habe ich wegen dieser Sache nie geheult, dafür bin ich viel zu stolz. Ich mache mich auch nicht von ihm abhängig. Für mich ist die Sache klar: Wenn er sich nicht bald seinem Alter entsprechend verhält und nicht wie ein Rentner, dann werde ich früher oder später gehen. Dafür ist das Leben zu kurz, um jetzt schon am Wochenende vorm Fernseher zu sitzen, anstatt in eine Disko zu gehen. Nicht das du jetzt sagst, mal ein Wochenende vorm Fernseher schadet ja nicht. Es geht hier nicht nur um ein einziges Wochenende. Ich verbringe meine Wochenenden meistens schon eher mit Freunden als mit ihm. Weil ich keine Lust habe, mich zu Hause zu langweilen.

Es geht hier nicht darum, dass ich ihn heulend anbettel, er möchte mich doch mal etwas mehr kuscheln. Es geht darum, dass er überhaupt etwas macht. Es läuft nämlich rein GAR NICHTS

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2. Mai 2009 um 16:03

Übrigens
Meine Meinung: Selbst wenn er mich weinen sehen würde, jemand, der nicht in der Lage ist, auf die Gefühle seines Partners einzugehen, sollte in meinen augen keine beziehung führen. So jemand ist dann nur für lockere Sachen geeignet, bei denen es nicht um Gefühle geht

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2. Mai 2009 um 16:13

Nein
nicht wirklich. Ich weiß, dass er auf Arbeit sehr viel Verantwortung trägt und das verstehe ich auch. Was seine Arbeit angeht, da beschwere ich mich auch nie. Wenn er mal überstunden macht, dann ist es eben so, ich mache auch oft Überstunden. Kann natürlich sein, dass das ganze was mit seiner Arbeit zu tun hat, aber ehrlich gesagt, wie viel Verständnis kann ich denn dafür aufbringen, wenn es schon unser Privatleben beeinflusst.

Ich habe damals akzeptiert, dass er im Schichtdienst ist und wir dadurch sehr wenige gemeinsame Tage haben. Ich finde das sogar ganz gut, so vernachlässigen wir beide nicht die anderen Dinge, wie Freunde und Familie. Aber ich habe nicht gewusst, dass er seine Arbeit mit nach Hause bringen würde und es dadurch sogar seine freien Tage beeinflusst. Ich übernehme schon den gesamten Haushalt, damit er sich entspannen kann wenn er zu Hause ist. Und ich nerve ihn ja nicht oder so. Wie gesagt, ich hab ihm ein oder zweimal mein Problem geschildert und was er daraus macht ist seine Sache. Das was ich empfinde, meine Verzweiflung und meine Traurigkeit weil ich ihn vermisse, zeige ich ihm nicht. Ich könnte ihn nicht noch zusätzlich belasten aber dennoch muss es irgendwie geklärt werden und ich weiß nicht wie ich das tun soll ohne ihn zu belasten.

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2. Mai 2009 um 16:45

Er kann,
das hat man ja gesehen. Beim ersten mal hat er ja auch nicht reagiert, warum sollte er es beim zweiten mal tun? Wahrscheinlich interessiert es ihn nicht

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2. Mai 2009 um 17:05

Aber
ich weiß nicht, ist das kein hinterherrennen? denn ich habe auch meinen Stolz. Und wenn er nicht will, dann will ich auch nicht betteln

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2. Mai 2009 um 18:37

Ich habe
es ihm gestern zum zweiten Mal gesagt. Und ich dachte mir, wenn er Worte nicht versteht, dann muss ich es ihm eben zeigen. So entschied ich mich dafür, auf Abstand zu gehen. Das heißt, es gibt zwischen uns keine Zuneigung mehr. Kein Küsschen zur Begrüßung und zum Abschied und im Bett bleibt jeder auf seiner eigenen Seite. Für mich wird sich da nicht viel ändern, aber für ihn. Denn wenn ich ihm nicht mehr zur verfügung stehe, wenn er gerade mal bock auf mich hat, schaltet er vielleicht dann sein Hirn ein. Und wenn nicht, dann ist es sowieso zu spät.

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