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Ist es psychische Gewalt?

26. Juni 2014 um 11:14 Letzte Antwort: 14. Juli 2014 um 23:28

Ich bin seit 9 Jahren verheiratet und ich weiss nicht ob mein Mann psychische Gewalt mit mir macht.

Beispiele: Mein Mann ladet einige Leute (6 Leute) zum Übernachten ein ohne mich zu fragen, ich sage es ist mir nicht recht, es sind zu viele, er sagt dann geh doch in ein Hotel ich zahl es. Wieso muss ich in ein Hotel, es ist auch meine Wohnung? Ich musste das akzeptieren das Leute kommen und das ertragen weil er sonst ausgerastet wäre.

Er möchte für eine OP der Mutter eine Menge Geld leihen, ich bin dagegen da wir selbst auch nicht genug haben, seine Worte "Das ist meine Mutter und ich sag meiner Mutter sicher nicht das ich nix habe." Ich musste mich beugen, da er auch hier sonst ausgerastet wäre.

Er hat mich noch nie geschlagen aber er wird wenn ich gegen die Dinge rede die er will extremst sauer. Er bewarf mich früher mit Gegenständen, heute bin ich schon so eingestellt das ich weiss wann er wie reagiert und ich lass es nicht so weit kommen da ich Angst vor seiner Reaktion habe. Aus Wut hat er wenn was nicht nach seinem Kopf ging öfters Gegenstände kaputt gemacht, auch schon sein Handy durch die Gegend geworfen, Türen zerschlagen etc. Sexuell sag ich ihm was ich nicht mag und er sagt daraufhin "ich weiss so magst du es" obwohl ich sage ich mag es so nicht. Wenn ich beim Auto fahren was zu ihm gesagt habe das ihn geärgert hat ist er mit dem Auto wütend gefahren links, rechts, mal Vollbremsung, total unkontrolliert, ich heulte und schrie das ich raus will, dann machte er nur noch weiter. Wenn ich sonst anfange zu heulen wenn er mich verletzt (bin sehr sensibel) dann kommen Sprüche wie "das ist jetzt nicht dein ernst" oder er wird sauer, haut wo dagegen etc. auch wenn er so reagiert kann man nicht mit ihm reden und er redet dann kein Wort mehr sagt ich soll ihn in Ruhe lassen. Er wird richtig beleidigt und geht dann oft raus wenn er etwas so nicht erreicht wie er möchte. Er verwaltete jahrelang mein Gehalt auch mit, er gibt mir das Geld, das hab ich nun erreicht das es aufhört. Dann hat er einen Kredit aufgenommen wo total unnötig war, ich wäre auch hier dagegen gewesen, doch auch hier ist es als würd ich mich ihm beugen. Zu Hause räume ich alles auf, wenn er mal was macht ist es sehr sehr selten. Obwohl ich öfters sage das man das und das auch mal weg räumen kann. Neulich sagte ich ob er nicht finde wir haben uns ausseinander gelebt, er sagte wie ich drauf komme er findet das gar nicht. Dann auf einmal kommen Worte wie "ich werde ein besserer Ehemann". Und er schleimt sich wie eine Art ein, schreibt mir dann immer Nachrichten mit ich liebe dich, ich vermisse dich etc. ist das eine Masche mich wieder an ihn zu binden? Ich war kurz davor mich zu trennen und dann auf einmal wieder solche Worte, ich bekomme Mitleid, er tut mir leid und ich bin wie gelähmt. Er hat auch schon gesagt das ich eine dumme Arbeit habe, das ich mehr verdienen soll. Vor 3 Jahren wollte ich mich mal trennen, er war dann total feritg und ich hatte Mitleid und es kam anders. Er gibt mir oft das Gefühl nichts zu sein.

Wir haben einen Untermieter der bei uns seit 2 Jahren lebt, seit da ist es anders, ich denke er lebt gegenüber diesem Menschen seine Art nicht richtig aus, so wie er sonst ist, er spinnt zwar auch so ab und an aber nicht so krass wie davor was aber auch daran liegen könnte das ich mich immer mehr so gebe wie er es will, das ich das alles mit mir machen lasse.

Ich weiss im moment einfach nicht mehr was ich machen soll. Ich habe damals vor 3 Jahren als ich mich mal trennen wollte einige Dinge meiner Mutter erzählt, aber nicht alles da ich mich geschämt habe das andere davon erfahren was bei mir wirklich so ab geht. Nun war mein Mann über 1 Woche weg und ich habe meiner Mutter alles auf den Tisch gelegt da ich einfach das alles nicht mehr in mich hinein fressen konnte, es ging einfach nicht mehr, auch mein Vater weiss es. Die Augen für diese Sache hat mir ein Mann geöffnet dem ich mich anvertraut hatte, ich mag ihn sehr und er behandelte mich anders, ich habe durch ihn gesehn wie man anders behandelt wird, mit Respekt und er gab mir eine ganz andere Sichtweise davon, wir sind nur Freunde, doch trotzdem hat er mir die Augen geöffnet indem er mir sagte was ich da eigendlich mit mir machen lasse.

Beide sind der Meinung das es psychische Gewalt ist. Auch haben meine Mutter und ich mit ihrer Schwester geredet die auf dem Bereich Ausgebildet ist, auch sie sagt das es so nicht geht. Trotzdem entwickle ich immer wieder Mitleid, wenn ich in meinen Augen was böses mache, das ist gegen was reden was er möchte und ich aber nicht habe ich das Gefühl böse zu sein. Wenn ich ihn dadurch traurig mache hab ich das Gefühl ein böser Mensch zu sein.

Ich mache mir auch viele Gedanken, wie schaffe ich das finanziell wenn ich da weg gehe, dann beide Katzen die ich habe, ich hab Angst um sie und sie müssten unbedingt mit. Es ist so eine Blockade in mir die sagt geh nicht, dann aber wieder der Schrei nach Freiheit da weg zu gehen. Dauernd sage ich mir jetzt wird es besser, er hat gesagt jetzt wird er ein besserer Ehemann, das sagte er 3mal. Oft habe ich wegen diesem Mann auch geheult. Dann wieder der Gedanke der arme Mann, mein armer Mann ich verlasse ihn ich mache ihn so kaputt damit. Bin ich schon so sehr da drin das ich mir einbilde das dieser Mann wirkliche Liebe für mich empfindet? Ich weiss es einfach nicht.

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9. Juli 2014 um 21:02

"da ich Angst vor seiner Reaktion habe"
mehr brauche ich gar nicht zu lesen.
Du solltest Mitleid mir dir selbst haben,
sooft wie du auf seine Worte hereinfällst.
Deinen Mann machst du nicht kaputt, man kann nur sich selbst kaputt machen.
Je früher du von ihm weggehst, desto besser.

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14. Juli 2014 um 23:28

Ähm...ja.
Mit dem Thema Sex kommt sogar körperliche Gewalt dazu, wenn er Dinge tut, die Du nicht magst.
Er ist ein richtig fieser Arsch und wahrscheinlich will er Dich klein halten, weil er immer klein gemacht wurde?!

Bei Entscheidungen, die mich überfordern, entscheide ich immer nach diesem Leitfaden: Ich habe nur dieses eine Leben. Bin ich glücklich, wie ich es gerade führe?
> Ja! > Alles top, ich freu mich.
> Nein. > Ich verändere es.
> Statt ja oder nein heule ich und ändere dann schleunigst was.

In Deiner Situation stünde ich bei Variante 3. Würde mit Sack und Pack und Katzen zu meinen Eltern oder Freunden ziehen (in eine anderen Stadt? da Mann wahnsinnig und unberechenbar scheint) und von dort aus, vollkommen überfordert und ziemlich planlos, mein Leben neu organisieren.
Der Mann bekommt einen Brief zu hause hingelegt, in etwa: Du tust mir Leid und irgendwie liebe ich Dich, aber ertragen kann ich Dich nicht mehr.
Meine veränderte Lebenssituation, meine mutige Entscheidung, meine desillusionierte Sicherheit würden mich zum Heulen bringen....und zwei, drei Morgene später sitze ich draußen und bin ganz ruhig, fühle ein kleines bisschen mehr das Leben, in dem ich glücklich sein werde.

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