Forum / Liebe & Beziehung

Ist es normal?

Letzte Nachricht: 21. August um 9:07
19.08.21 um 21:41

Ist es normal, dass Frauen wirklich alles übernehmen? Ich weiß und habe schon so viel gelesen um mir die Frage eigetlich selbst zu beantworten und trotzdem stelle ich sie mir immer wieder. Es ist so, wir haben zwei Kinder sind verheiratet und mein Mann hat seit Corona ein PC Gaming Problem. Kurz zur Situation: meine Tochter wurde kurz vor dem ersten Corona Lockdown geboren und Sie war die ersten Wochen etwas schwierig. Mein Mann hat damals schon gesagt, er kann das nicht, hält das nicht aus ( SIe hat die ersten Wochen sehr viel geschrien) und hat mich komplett damit alleine gelassen. Ist immer unterwegs gewesen, auch in Discos usw. Sowieso hatte ich immer das Gefühl mein Leben hat sich seit meiner ersten Schwangerschaft/der Geburt meines Sohne komplett geändert und seines nicht. Als Corona dann losging, hat er sich in die digitale Welt "geflüchtet". Erst ein paar Std am Tag, dann immer mehr und seit einiger Zeit läuft es so ab, dass er an freien Tagen bis in die Nacht spielt, früh lange schläft, aufsteht und direkt wieder an den PC geht. NIcht nur das er gestaltet seinen Tag komplett so wie er es möchte und die Kinder sind sozusagen "mein problem". Das das alles nicht ok ist, weiß ich. Ich muss sagen er ist extrem egoistisch geworden mit den Jahren, ist das nur bei uns so? Ich habe eigentlich so viele dinge die ich gerne ansprechen würde das ich gerade vielleicht etwas verwirrend schreibe. 
Es ist nicht nur dieses Thema mit dem Egoismus, der ja schon sehr unser Zusammenleben prägt. Natürllich lasse ich mir das alles auch nicht gefallen und versuche dagegen anzugehen. Im guten, im schlechten, ich schreie, ich weine, ich weige aber es interessiert ihn nicht. Überhaupt kann man mit ihm keine klärenden Gespräche führen weil er mich entweder ignoriert oder sagt "was willst du denn schon wieder" oder böse wird. Ich habe mehrfach gesagt, ich möchte so nicht weiter machen, habe in der Ich-Form gesprochen also ohne Vorwürfe, sämtliche Gesprächstechniken - bringt nichts. Meine Kinder bekommen das mit und ich möchte das nicht mehr. Trennen ist für mich aber eigentlich keine Option. Viele werden wahrscheinlich sagen dann verstehen sie mich nicht, aber ich sehe Ehe nicht als ein Ding zum wegschmeißen sondern als etwas an dem man arbeiten muss. Natürlich nicht nur einseitig, Die Frage ist, hatte jemand auch diese Erfahrungen und wie wurde damit umgegangen? 
Er wird leider auch immer respektloser. Ihm ist teilweise egal wie er mit mir redet, umgeht. Hauptsache ich lasse ihn in Ruhe habe ich das gefühl. Er ist unzufrieden mit seiner Arbeit aber sagt er kann daran nichts ändern weil ich ja zur Zeit noch zuhause bin. Klar, aber ich arbeite ja bald wieder. Er will auch reisen aber das geht ja mit kindern nicht mehr sagt er und und und... mir kommt es schon lange so vor als hat er Auf das Familienleben keine lust mehr, aber wenn ich ihn direkt darauf anspreche sagt er ich spinne. Ich habe schon sehr viel gelesen, auch über narzissmus und finde einiges ziemlich zutreffend. Die einzige LÖsung bei sowas scheint immer die Trennung zu sein. 
Wir haben auch gute Momente, zwar wechselt das am Tag mehrmals, vor allem wenn etwas nicht so läuft wie er es möchte aber trotzdem - es ist nicht alles schlecht. Trotzdem möchte ich die Situation ändern nur weiß ich nicht mehr wie. Ich bin ziemlich wohl behütet aufgewachsen und kenne derartiges Verhalten nicht und hätte es mir auch vor den Kindern niemals bieten lassen. Ich könnte und müsste noch so viel dazu sagen aber das wäre zu lange.
Danke für alle die sich das durchlesen und etwas dazu zu sagen haben!

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20.08.21 um 9:47

Liebe Summer0307,
natürlich ist so eine Situation nicht normal…aber total außergewöhnlich und selten eigentlich auch nicht. Ich denke, es wäre gut, wenn du dich mit anderen Menschen austauschen könntest, wo gerade genau dasselbe passiert, das macht es dann oft etwas leichter, einen gangbaren Weg zu finden.
Ansonsten gibt es noch die Möglichkeit, Paarberatung wahrzunehmen. Die Kosten für ein erstes Gespräch halten sich dabei auch in Grenzen. Ich hoffe, du bzw. ihr habt nicht so eine Odyssee vor dir wie einige Paare. Ich wünsche euch alles Gute 😊
 

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20.08.21 um 17:32

Hallo,

die Frage nach der Normalität ist nicht zieführend und kann auch nicht beantwortet werden, denn normal ist für jeden Menschen etwas anderes. Eine viel bessere Frage wäre, wie lange bin ich noch bereit meine eigenen Bedürfnisse unterzuordnen, zum Wohle einer Beziehung, eines Kindes oder einem anderen sozialen Gefüge. Deine Traurigkeit ist verständlich aber frage dich einmal, was du mit deinem Schreien oder Weinen erreichen möchtest....doch eine Änderung seines Verhaltens. Du veränderst niemals auf diese Weise das Verhalten einer anderen Person, du musst dein Verhalten ändern und dann kannst du schauen, wie die Menschen in deiner Umgebung auf das veränderte Verhalten reagieren. Es ist hart, keine Frage aber zu gehen wäre eine Maßnahme. 

LG Sis

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20.08.21 um 21:55
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Liebe Summer0307,
natürlich ist so eine Situation nicht normal…aber total außergewöhnlich und selten eigentlich auch nicht. Ich denke, es wäre gut, wenn du dich mit anderen Menschen austauschen könntest, wo gerade genau dasselbe passiert, das macht es dann oft etwas leichter, einen gangbaren Weg zu finden.
Ansonsten gibt es noch die Möglichkeit, Paarberatung wahrzunehmen. Die Kosten für ein erstes Gespräch halten sich dabei auch in Grenzen. Ich hoffe, du bzw. ihr habt nicht so eine Odyssee vor dir wie einige Paare. Ich wünsche euch alles Gute 😊
 

Mir fehlt defintiv der Austausch, aber noch mehr die Lösung der Probleme. Ich denke eine Paarbratung wäre super nur weiß ich er wäre dafür nicht bereit, weil er meint es wäre zeitverschwendung weil in seinen Augen ich ja das problem habe, nicht er. Trotzdem Danke für deinen Rat! 

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20.08.21 um 22:10
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Hallo,

die Frage nach der Normalität ist nicht zieführend und kann auch nicht beantwortet werden, denn normal ist für jeden Menschen etwas anderes. Eine viel bessere Frage wäre, wie lange bin ich noch bereit meine eigenen Bedürfnisse unterzuordnen, zum Wohle einer Beziehung, eines Kindes oder einem anderen sozialen Gefüge. Deine Traurigkeit ist verständlich aber frage dich einmal, was du mit deinem Schreien oder Weinen erreichen möchtest....doch eine Änderung seines Verhaltens. Du veränderst niemals auf diese Weise das Verhalten einer anderen Person, du musst dein Verhalten ändern und dann kannst du schauen, wie die Menschen in deiner Umgebung auf das veränderte Verhalten reagieren. Es ist hart, keine Frage aber zu gehen wäre eine Maßnahme. 

LG Sis

Hi, 

sehe ich genauso, weshalb ich auch immer wieder an mir arbeite und verschiedene Wege versucht habe. Ich finde es nur recht schwierig weil ich finde das es alles recht toxische ausmaße angenommen hat und ich manchmal nicht weiß ob ich jetzt überhaupt ein recht dazu habe mich sozusagen zu beschweren.. In seinen Augen bin sowieso an allem ich schuld, dreht vieles so das ich mich schuldig fühle und manchmal denke ich wirklich drehe ich vielleicht einfach nur durch? Aber mein ganzes Umfeld sagt das macht mich kaputt, wenn sich nichts ändert. Aber was soll ich denn noch ändern? Ich will nicht verzweifelt klingen oder jammern aber ich hab echt schon viel versucht und dachte ich schreibe mal hier rein um vielleicht doch noch andere denkanstöße zu kriegen.. 

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21.08.21 um 9:07
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Hi, 

sehe ich genauso, weshalb ich auch immer wieder an mir arbeite und verschiedene Wege versucht habe. Ich finde es nur recht schwierig weil ich finde das es alles recht toxische ausmaße angenommen hat und ich manchmal nicht weiß ob ich jetzt überhaupt ein recht dazu habe mich sozusagen zu beschweren.. In seinen Augen bin sowieso an allem ich schuld, dreht vieles so das ich mich schuldig fühle und manchmal denke ich wirklich drehe ich vielleicht einfach nur durch? Aber mein ganzes Umfeld sagt das macht mich kaputt, wenn sich nichts ändert. Aber was soll ich denn noch ändern? Ich will nicht verzweifelt klingen oder jammern aber ich hab echt schon viel versucht und dachte ich schreibe mal hier rein um vielleicht doch noch andere denkanstöße zu kriegen.. 

Hallo,

das kann ich nachvollziehen. Vielleicht beginnst du damit, wenn möglich, Dinge nicht mehr persönlich zu nehmen. Vielleicht gibt es Umstände, die dir nicht bekannt sind, weil er nicht darüber spricht. Nun sollst du nicht hingehen und herausfinden, was das ist aber du kannst deine Grenzen aufzeigen und dich selbst an diese halten. Wenn du weinst oder vielleicht sogar schreist zeigst du deine Hilflosigkeit und deine Ohnmacht. Das macht ihm aber mehr zu schaffen, als eine offen dargelegte Einforderung deiner Bedürfnisse und die des Kindes, die er auch viel schneller abtun kann und im Gegenzug dafür Schuld suggeriert. Eigentlich musst du dein Gedankenkarussell an dieser Stelle stoppen und aussteigen, damit es aufhört zu drehen. Du bist weder schuld, noch allein verantwortlich. Wofür du verantwortlich bist ist die Einforderung deiner Bedürfniss, die Behauptung deiner Person und das Wohlbefinden eures Kindes. Wenn er dir keine Unterstützung sein kann, aus welchen Gründen auch immer, suchst du die Menschen, die dazu in der Lage sind. Wenn man alles versucht hat, sein Bestest gegeben und dann immer noch merkt das es nichts bringt ist ein Festhalten aussichtslos. 

LG Sis

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