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Ist es möglich, nie wieder richtig zu lieben?

19. September 2011 um 0:38

Hallo.

Ich (22) mit meiner Freundin (damals noch 18) fast 2 Jahre zusammen. Hatte zuvor schon viele Freundinnen, aber sie war das, was man tatsächlich Liebe fürs Leben nennen kann. An ihr war einfach alles perfekt. Aussehen, Sex und zuerst auch der Charakter, der sich dann aber verändert hat. Sie wurde unter anderem auch unabhängiger und distanzierter. Ich hab das alles nicht verkraftet, und so war ich total neurotisch und gestört. Ich meine, ich geb mir die Schuld, dass die Beziehung letztendlich ganz zerbrochen ist. Wär ich nicht gegen alles dagegen gewesen, mit was sie begonnen hat (kiffen usw.) wären wir jetzt immer noch zusammen. Naja, nachdem ich schluss gemacht hab (sind jetzt ungefähr 3 1/2 Monate her) hatte sie 3 Tage danach gleich einen neuen Freund, mit dem sie jetzt glücklich ist, soweit ich es mitbekommen hab. Um mich hat sie nie gekämpft. Ich hab schon längst aufgehört zu zählen, wie oft ich um sie und unsere damalige Beziehung gekämpft hab. Hab seit dem es schluss ist, keinen Kontakt mehr mit ihr.

Jedenfalls hab ich in den 3 1/2 Monaten schon paar andere Frauen kennengelernt. Alle waren ziemlich hübsch. Ich konnte aber keine wahren Gefühle zeigen, so sehr ich das auch wollte. Ich denk mir, dass ich nie wieder so eine perfekte Frau wie sie kennenlerne. Ich muss zugeben, dass mir die Liebe und das ganze Gefühlszeug die Welt bedeutet. Ich bin ohnehin ein extremst sentimentaler, gefühlsvoller Mensch, der es in Beziehungen zu 101% ernst meint. Drum hab ichs nicht einfach, weil ich noch jeden Tag an meine Ex denken muss, die mich eigentlich nur verarscht und angelogen hat.

Drum: Kann es sein, dass man nach so einem unendlich großen Schlag ins Gesicht (für mich ist es das), nie wieder richtig lieben bzw. nie mehr einen Menschen in dem Ausmaß lieben kann, wie man es für seine Ex getan hat?

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19. September 2011 um 1:31

Die gedanken,
..die du dir jetzt machst, sind vollkommen normal.
für dich war sie perfekt! bloß: war sie das auch am ende noch? du sagst, sie hätte sich verändert und wenn ich das richtig rauslese, dann nicht zum positiven! möglicherweise trauerst du vielmehr der person hinterher, die sie mal war und wer weiß, ob sie jemals wieder so wird! könntest du also immer noch mit ihr glücklich sein?

du machst den anschein, als wärst du ein wundervoller mann und ich bin mir sicher, dass es viele frauen gibt, die das zu schätzen wissen und irgendwann, das kannst du mir glauben, kommt eine, die dich das ganze vergessen lässt!

gib dir selber zeit, über das was geschehen ist hinwegzukommen, soetwas zu verarbeiten geht nicht von einem tag auf den andern. und irgendwann kommt auch das vertrauen in die liebe wieder

und bitte gib nicht dir die schuld! sie hat sich verändert und du musst nicht mit allem einverstanden sein was sie tut! klar ist toleranz wichtig, aber irgendwo (zb beim kiffen) kann man es einfach nicht mehr tragen..

alles gute!

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19. September 2011 um 1:45
In Antwort auf enja_12577278

Die gedanken,
..die du dir jetzt machst, sind vollkommen normal.
für dich war sie perfekt! bloß: war sie das auch am ende noch? du sagst, sie hätte sich verändert und wenn ich das richtig rauslese, dann nicht zum positiven! möglicherweise trauerst du vielmehr der person hinterher, die sie mal war und wer weiß, ob sie jemals wieder so wird! könntest du also immer noch mit ihr glücklich sein?

du machst den anschein, als wärst du ein wundervoller mann und ich bin mir sicher, dass es viele frauen gibt, die das zu schätzen wissen und irgendwann, das kannst du mir glauben, kommt eine, die dich das ganze vergessen lässt!

gib dir selber zeit, über das was geschehen ist hinwegzukommen, soetwas zu verarbeiten geht nicht von einem tag auf den andern. und irgendwann kommt auch das vertrauen in die liebe wieder

und bitte gib nicht dir die schuld! sie hat sich verändert und du musst nicht mit allem einverstanden sein was sie tut! klar ist toleranz wichtig, aber irgendwo (zb beim kiffen) kann man es einfach nicht mehr tragen..

alles gute!

Hm.
Hm, danke... Aber nein, ich war derjenige der total krank war. Klar, kiffen ist scheiße. Ich machs selbst nicht, aber heutzutage ist es leider normal, wie Zigaretten rauchen. Da hätt ich, wenn ich jetzt so nachdenke viel toleranter sein müssen. Aber das seltsamste war ja, dass ich sogar etwas gegen spezielle Autos hab/hatte. Sie machte den Führerschein gegen Ende unserer Beziehung. Und auch das hat sie extremst verändert. Sie hat sich einen 3er Golf gekauft. Ich hatte/hab besonders gegen diese 3er Golfs bei jungen Erwachsenen etwas. Hier bei mir im Land sind diese Autos als Proletenautos verschrien und dementsprechend sind auch ihre Insassen. Fette Anlage bis zum Anschlag aufgedreht usw. So wurde sie leider auch vom Charakter her. Ein Prolet eben.

Sie war am Anfang so süß, doch auch wie sie ihre Schule beendet hat und plötzlich arbeiten gegangen ist, hat sie sich total verändert. Sie wollte in Glitzer und Glamour leben. Hat mit Geld nur so rumgeworfen. Sie ist so geworden, wie sie zuvor nie sein wollte. Sie hatte eine sehr gute Freundin, die gekokst und gekifft hat. Ich hatte Angst, dass meine Ex auch in diese Drogenkreise kommt. Ich hab gesagt, dass ich nicht will, dass sie sich mit dieser Freundin trifft, da ich mir Sorgen mache. Sie hat drauf geschissen und mit ihr zusammen gekifft... Naja.

Sie hatte eine Arbeit, ein Auto... und plötzlich war sie ganz frei. Sie brauchte mich nicht mehr. Warum auch, wenn man einen "langweiligen" Freund hat, der gegen das Kiffen ist und etwas gegen Proleten, gegen spezielle Autos und Musikrichtungen hat. Ich kapier das einfach nicht...

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19. September 2011 um 2:07
In Antwort auf jordon_12713635

Hm.
Hm, danke... Aber nein, ich war derjenige der total krank war. Klar, kiffen ist scheiße. Ich machs selbst nicht, aber heutzutage ist es leider normal, wie Zigaretten rauchen. Da hätt ich, wenn ich jetzt so nachdenke viel toleranter sein müssen. Aber das seltsamste war ja, dass ich sogar etwas gegen spezielle Autos hab/hatte. Sie machte den Führerschein gegen Ende unserer Beziehung. Und auch das hat sie extremst verändert. Sie hat sich einen 3er Golf gekauft. Ich hatte/hab besonders gegen diese 3er Golfs bei jungen Erwachsenen etwas. Hier bei mir im Land sind diese Autos als Proletenautos verschrien und dementsprechend sind auch ihre Insassen. Fette Anlage bis zum Anschlag aufgedreht usw. So wurde sie leider auch vom Charakter her. Ein Prolet eben.

Sie war am Anfang so süß, doch auch wie sie ihre Schule beendet hat und plötzlich arbeiten gegangen ist, hat sie sich total verändert. Sie wollte in Glitzer und Glamour leben. Hat mit Geld nur so rumgeworfen. Sie ist so geworden, wie sie zuvor nie sein wollte. Sie hatte eine sehr gute Freundin, die gekokst und gekifft hat. Ich hatte Angst, dass meine Ex auch in diese Drogenkreise kommt. Ich hab gesagt, dass ich nicht will, dass sie sich mit dieser Freundin trifft, da ich mir Sorgen mache. Sie hat drauf geschissen und mit ihr zusammen gekifft... Naja.

Sie hatte eine Arbeit, ein Auto... und plötzlich war sie ganz frei. Sie brauchte mich nicht mehr. Warum auch, wenn man einen "langweiligen" Freund hat, der gegen das Kiffen ist und etwas gegen Proleten, gegen spezielle Autos und Musikrichtungen hat. Ich kapier das einfach nicht...

...
Es gibt keine Pflicht zur Toleranz in einer Beziehung.
Du setzt deine Grenzen selbst, und wenn für dich Kiffen ein No-Go ist, dann steh dazu. Man muss nicht alles gutheißen.

Sowohl mein Partner als auch ich wollen keinen Kiffer als Partner haben - für mich ist Drogenkonsum Zeichen einer Charakterschwäche.

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19. September 2011 um 18:52
In Antwort auf esterya1

...
Es gibt keine Pflicht zur Toleranz in einer Beziehung.
Du setzt deine Grenzen selbst, und wenn für dich Kiffen ein No-Go ist, dann steh dazu. Man muss nicht alles gutheißen.

Sowohl mein Partner als auch ich wollen keinen Kiffer als Partner haben - für mich ist Drogenkonsum Zeichen einer Charakterschwäche.

Hm...
Denkt ihr wirklich so optimistisch, dass diese Prozedur des Liebeskummer vergehens auch bei so einem überemotionalen und psychisch labilen Menschen wie mir stattfinden wird? Immerhin zweifel ich ja selbst total dran.

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19. September 2011 um 19:03
In Antwort auf jordon_12713635

Hm...
Denkt ihr wirklich so optimistisch, dass diese Prozedur des Liebeskummer vergehens auch bei so einem überemotionalen und psychisch labilen Menschen wie mir stattfinden wird? Immerhin zweifel ich ja selbst total dran.

...
Es ist vollkommen normal, dass jeder Mensch seinen Liebeskummer für einzigartig hält.

Natürlich kann man sich auch voll in etwas verrennen und hineinsteigern - merkt man ja auch an Stalkern, die auch nach Beziehungsende nicht loslassen.

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19. September 2011 um 21:55

Ja, das kann sein. Sogar mehrmals im Leben
Weil man immer genau das denkt, wenn eine leidenschaftliche Beziehung zu Ende geht. Dann benötigt man ca. 6 - 12 Monate, bis man einen anderen Menschen trifft, mit dem es besser passt, der zur neuen großen Liebe wird, ohne den man nicht leben kann und wie es keinen besseren Menschen geben kann auf der Welt. Dann kommt das Aus, der große Schlag ins Gesicht, man denkt, nie wieder lieben zu können. Und das für so ca. 6 - 12 Monate, bis man einen anderen Menschen trifft... Du siehst, deine Gedanken sind ganz normal. Das nennt man Liebeskummer. Schlussmachen tut halt weh, ist unschön und eine Erfahrung, auf die man eigentlich verzichten kann, die aber eben dazu gehört. Nur keine Sorge, du wirst dich wieder verlieben können. Dauert eben nur etwas

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20. September 2011 um 9:40

Da hast du Recht
Das kann ich nachvollziehen und so geht es mir auch. Ich denke sogar, dass es sogar vielen Menschen so geht. Bei der ersten großen Liebe lässt man sich so richtig fallen, denkt, es gäbe eine Sicherheit, dass man sich absolut niemals im Leben trennen würde. Und dann kommt der große Crash <<Kawum>>
Und natürlich behält man das in Erinnerung, hat Angst davor, hat gelernt, dass es keine Sicherheit gibt. Gebranntes Kind meidet das Feuer.
Aber das ist wie mit allem im Leben, die erste Erfahrung ist die intensivste, man stumpft ab, hat bereits viel erlebt und schützt sich auch zu einem gewissen Maße. Dieser Schutz kann sogar richtig krankhaft werden, darum gibt es auch so viele verbitterte Menschen (vor allem Frauen, wie es mir manchmal vorkommt).
Und auf den Teil der Verbitterung muss man auch sehr achten. Denn man verliebt sich sicherlich noch mal im Leben und man darf seine schlechten Erfahrungen nicht 1:1 der neue Beziehung überstülpen.
Man kann sich auch nach der ersten großen Liebe und Enttäuschung wieder richtig intensiv verlieben, aber es dauert einfach länger. Und weil man gleichzeitig auch älter wird, kann man Dinge auch besser überblicken. Dafür werden spätere Beziehungen intensiver, man liebt anders, weniger explosions- und rauschartig, sondern mehr aus den Inneren heraus. Man liebt andere Dinge und Eigenschaften an der Beziehung und an dem Menschen, man liebt anders, aber sehr, sehr schön. Trotzdem sollte man nie vergessen, dass es keine Sicherheit gibt und man irgendwann wieder verlassen werden könnte oder jemanden verlassen wird.
Das ist die große Kunst: wirklich lieben, ohne sich selbst dabei aufzugeben und sein Rettungsseil nicht zu vergessen.

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20. September 2011 um 12:01

Wenn man es richtig macht, wird man mit jeder Enttäuschung aufmerksamer...
...dafür, was einem gut tut.

Du kannst diese Zeit, bis der Schmerz vergeht, nutzen, um Dir zu überlegen, was Du in der nächsten Beziehung vielleicht anders machen kannst, damit Du nicht mehr so verletzlich bist.
Und Du kannst überlegen, welche Eigenschaften Deiner Ex dazu beigetragen haben, daß sie Dir so weh tun konnte.

Gib Dir ein bißchen Zeit, um über sie hinegzukommen. 6 Monate mindestens. Mach Dir klar, daß sie nicht die Frau war, die Du eigentlich brauchst - denn, wie paßt das hier zusammen:
'Ich denk mir, dass ich nie wieder so eine perfekte Frau wie sie kennenlerne'
und das:
'meine Ex ..., die mich eigentlich nur verarscht und angelogen hat'

Sie war nicht perfekt, sonst hätte sie dich doch nicht 'verarscht und angelogen', oder?

Das, was Dich bei ihr angezogen hat, war nur ein Teil von ihr. Jetzt kannst Du diese Erfahrung nutzen, um Dich künftig nicht mehr so leicht blenden zu lassen und die Spreu vom Weizen zu trennen.

Viel Erfolg dabei wünscht IAH



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20. September 2011 um 20:28


Wär ich nicht gegen alles dagegen gewesen, mit was sie begonnen hat (kiffen usw.) wären... <- SOWAS muss man nicht dulden und da darf man gerne dagegen sein!!

Zu deiner eigentlichen Frage: Ich glaube nicht, dass man das lieben verlernen kann....allerdings lässt man sich in der Regel erst wieder auf etwas neues ein, wenn man über altes hinweg ist. Und nicht du, sondern dein Gefühl entscheidet, ob du bereit für eine neue Beziehung bist oder nicht.

Bei manchen geht dies schnell, bei anderen dauerts länger. Je nachdem wie die Beziehung lief, ob man den anderen noch liebt bei der Trennung und welche Erfahrungen man aus der Beziehung mitnimmt.

Irgendwann, und da bin ich mir sehr sicher, wirst auch du wieder lieben!

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13. Oktober 2011 um 2:05


Wollte mich nur mal sehr für eure lieben Antworten bedanken, auch wenns sehr spät kommt.

Aber wie heißt es so schön: "Willst du das wahre Gesicht eines Menschen kennenlernen, so gib ihn Macht."

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