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Ist es im Islam soo wichtig, dass das Kind den Namen des Mannes trägt?

18. Oktober 2008 um 21:52

Hallo!
Ich bin mit einem Moslem verheiratet und wir haben zusammen eine Tochter. Nun haben wir bei der Eheschließung meinen Nachnamen als Familiennamen gewählt. Mein Mann hat seinen Geburtsnamen vorangestellt und unser Kind hat dementsprechend meinen Nachnamen bekommen. Nun ist es meinem Mann aber wichtig, dass sein Kind seinen Geburtsnamen als Nachnamen bekommt. Wir überlegen aus diesem Grund nun tatsächlich, uns scheiden zu lassen und neu zu heiraten, damit wir den Familiennamen ändern können. Eine andere Möglichkeit gibt es nicht, da haben wir uns schon erkundigt. Aber vielleicht kann hier ja auch jemand meinen Mann beruhigen, dass das mit dem Nachnamen nicht so schlimm ist, dass man dafür diesen immensen Aufwand der Scheidung aufnehmen muss!!!??? Er denkt natürlich auch aus dem Grund darüber nach, dass, wenn wir noch einen Sohn bekommen würden, sein Name ja nicht weiter gegeben werden kann...
Ach, alles ätzend! Dass das aber auch nicht einfacher geht...

Vielen Dank für eure Antworten!

Viele Grüße,
Cordula33

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19. Oktober 2008 um 18:51

Anderes Standesamt fragen
Hallo Cordula33,
so weit mir bekannt, hat man 5 Jahre Zeit, den Familiennamen für das Kind endgültig festzulegen. Das wurde uns zumindest bei unserer Heirat auf dem Standesamt gesagt. Allerdings trage ich einen Doppelnamen und mein Mann hat seinen behalten. Deshalb mussten wir einen Familiennamen für unser, damals noch ungeborenes Kind festlegen und können, wie man uns gesagt hat, den scheinbar auch noch ändern.
Also frag wirklich noch mal bei einem anderen Standesamt nach, manchmal ist es ja auch einfach Ermessenssache des zuständigen Beamten.

Ich verstehe nicht ganz, weshalb Dein Mann jetzt plötzlich den Namen des Kindes ändern möchte? War ihm denn nicht schon vor der Hochzeit klar, was es bedeutet, wenn das Kind Deinen Namen tragen würde? Und ist das wirklich so relevant? Oder ist dieser Wunsch erst im nachhinein entstanden, weil vielleicht andere Moslems komisch auf diesen Fakt reagiert haben? Ich meine, vielleicht ist es weniger ein Gesetz des Glaubens, als vielmehr die Tradition. Aber darauf kann ich Dir leider keine Antwort geben.

Ich kann nur sagen, dass eine Scheidung mich an Deiner Stelle sehr verletzen würde, auch wenn ja alles abgesprochen sein würde und Ihr danach wieder geheiratet wollt.

Liebe Grüße,

Silberpfeil2

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19. Oktober 2008 um 22:12
In Antwort auf jutta_12263342

Anderes Standesamt fragen
Hallo Cordula33,
so weit mir bekannt, hat man 5 Jahre Zeit, den Familiennamen für das Kind endgültig festzulegen. Das wurde uns zumindest bei unserer Heirat auf dem Standesamt gesagt. Allerdings trage ich einen Doppelnamen und mein Mann hat seinen behalten. Deshalb mussten wir einen Familiennamen für unser, damals noch ungeborenes Kind festlegen und können, wie man uns gesagt hat, den scheinbar auch noch ändern.
Also frag wirklich noch mal bei einem anderen Standesamt nach, manchmal ist es ja auch einfach Ermessenssache des zuständigen Beamten.

Ich verstehe nicht ganz, weshalb Dein Mann jetzt plötzlich den Namen des Kindes ändern möchte? War ihm denn nicht schon vor der Hochzeit klar, was es bedeutet, wenn das Kind Deinen Namen tragen würde? Und ist das wirklich so relevant? Oder ist dieser Wunsch erst im nachhinein entstanden, weil vielleicht andere Moslems komisch auf diesen Fakt reagiert haben? Ich meine, vielleicht ist es weniger ein Gesetz des Glaubens, als vielmehr die Tradition. Aber darauf kann ich Dir leider keine Antwort geben.

Ich kann nur sagen, dass eine Scheidung mich an Deiner Stelle sehr verletzen würde, auch wenn ja alles abgesprochen sein würde und Ihr danach wieder geheiratet wollt.

Liebe Grüße,

Silberpfeil2

Hallo Silberpfeil!
Wir haben zuerst bei unserem zuständigen Standesamt nachgefragt. da sagten die uns, dass es nur durch eine Scheidung möglich wäre. Ich hatte zuerst auch gedacht, dass die bestimmt keine Ahnung hat. Aber ein Bekannter von mir hat dann auch mal bei einem anderen Standesamt nachgefragt und dort sagte man ihm das gleiche. Wir sind dann noch mal persönlich beim Standesamt gewesen. Von dort aus gäbe es keine Möglichkeit, aber wir sollten mal im Einwohnermeldeamt nachfragen, da kann man wohl eine öffentlich-rechtliche Namensänderung beantragen.
Die zuständige Sachbearbeiterin fragte bezgl. unseren Falles bei der nächsthöheren Stelle nach (die würden darüber entscheiden) und auch von dort erhielten wir, nachdem wir dort ebenfalls auch persönlich vorgesprochen haben) die Antwort, dass eine Namensänderung nicht möglich wäre. Auch nicht aus psychologischen Gründen. Hier hätte nur mein Mann evtl. die Möglichkeit meinen Namen abzulegen. Aber das Kind würde weiterhin meinen Namen tragen. Laut der Angestellten würde auch das Verwaltungs(?)gericht eine Klage diesbezgl. ablehnen.
Ich finde es selber natürlich auch vollkommen unnötig. Aber klar, ich persönlich habe dieses Problem ja auch nicht. Mein Mann war vor unserer Ehe schon einmal verheiratet und hatte auch dort den Namen der Frau angenommen (bestimmt auch aus dem Grund, der mir ebenfalls vorschwebte: das man in Deutschland mit einem deutschen Namen evtl. weniger Probleme hat). Für mich war aber klar, dass wir den Namen seiner Ex nicht als Familiennamen haben werden. Naja, letztendlich haben wir nicht weiter drüber nachgedacht, dass wir ja auch seinen Geburtsnamen nehmen könnten und so wurde mein Geburtsname Familienname und er hat seinen Geburstnamen vorangestellt. Ich denke, ihm war vielleicht auch nicht klar, dass dann ausschileßlich MEIN Name der Nachname unseres Kindes wird.
Er sagt, ihm tat es schon nach der Geburt weh, dass auf dem Armband des Kindes nicht sein Name drauf stand. Aber ich denke auch, dass es ihm eher in seinem Umfeld peinlich ist, dass sein Kind nicht so heißt. Angeblich weiß es aber auch keiner seiner Verwandten, daher frage ich mich schon ein bißchen, wie er überhaupt auf dieses Thema gekommen ist. Klar, wir haben jetzt eine Tochter, die bei einer Ehe höchstwahrscheinlich wieder einen anderen Namen bekommt. Aber wir wünschen uns noch mind. ein weiteres Kind. Und wenn das ein Sohn wird, dann wird dieser Sohn seinen Namen nicht weitergeben.
Aber dafür diesen Aufwand!!! Mein Mann stellt sich das immer so einfach vor. Klar, wenn Frau sowas alles regeln muss. Aber mir wird echt schlecht, wenn ich daran denke, Trennungsjahr, alles aufteilen, getrennte Konten, und dann noch das Kind und ich bin auch noch in Elternzeit. Oh Mann! Heute habe ich ihm gesagt, dass an so einer Scheidung soo viel dran hängt, über das wir uns wohl gar nicht im Klaren sind. Er sagt, wir sollen jetzt erstmal abwarten. Eine Bekannte von mir ist Anwältin für Familienrecht und die kennt auch noch eine Familienrichterin. Die wollte sie mal fragen, ob es da nicht eine Vereinfachungsmöglichkeit gibt. Und wenn das dann doch soo kompliziert sei, dann müssten wir man schauen, was wir machen. Ich hoffe echt sooooo sehr, dass er von der Idee abkommt! Ich meine, es ist seine Tochter, er liebt sie über alles, man sieht optisch eindeutig, dass er der Vater ist. Dann isat doch der Name nicht so wichtig!? Aber man steckt ja nicht in seiner Haut!
Ach, das ist alles sooo schwierig. Warum geht das nicht leichter und warum haben wir nicht von Anfang an seinen Namen gewählt???


Gruß,
Cordula33

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19. Oktober 2008 um 22:26

Hallo Abidah!
Vielen Dank für die Infos! Vielleicht kommen wir ja doch noch drum rum und mein Mann kann auf die Scheidung verzichten (siehe Antwort auf Silberpfeil). Drück uns mal die Daumen. Und wenn es doch dazu kommen sollte werde ich aber auf jeden Fall auch den Namen meines Mannes und Kindes annehmen! Das gibt mir ein bißchen Sicherheit...

Gruß,
Cordula33

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19. Oktober 2008 um 23:47
In Antwort auf cordula33

Hallo Abidah!
Vielen Dank für die Infos! Vielleicht kommen wir ja doch noch drum rum und mein Mann kann auf die Scheidung verzichten (siehe Antwort auf Silberpfeil). Drück uns mal die Daumen. Und wenn es doch dazu kommen sollte werde ich aber auf jeden Fall auch den Namen meines Mannes und Kindes annehmen! Das gibt mir ein bißchen Sicherheit...

Gruß,
Cordula33

Hallo Cordula
das ist aber ganz schön Stress. Ich hoffe, dass Ihr doch noch eine Möglichkeit findet die Namen zu ändern. Habe oben schon gelesen, dass Du eine Anwältin kennst die sich damit auskennt. Ist aber auch schade, dass Dein Mann erst jetzt darauf kommt, eigentlich müßte er das doch wissen. Aber lieber zu spät als gar nicht. Im Islam ist das eine sehr wichtige Sache seinen eigenen Namen zu behalten und für das Kind, dass es den Namen des Vaters bekommt.

Für Dich ist sein Anliegen sicher ganz fern, weil wir hier ganz anders aufgewachsen sind. Aber ein Muslim kann damit große Gewissenskonflikte bekommen. Und er wird erst wirklich zufrieden sein wenn er so handelt wie es der Islam vorschreibt. Ich kann mir vorstellen, dass die Familien in den Ländern des Mannes nicht schlecht gucken wenn die deutsche Frau plötzlich mit dem Namen des Vaters ankommt.

Eigentlich schon erstaunlich, dass er sogar den Namen seiner ersten Frau damals annahm. Und nun möchte er seinen und dass das Kind auch seinen Namen hat, weil er es für Allah möchte? Dann wird Er ihm auch helfen inschaAllah.

Eine Scheidung aus falscher Absicht würde ich nicht machen. Auch wenn die Absicht ein gutes Ziel hat, so wäret Ihr doch geschieden, das ist doch absurd. Und ich glaube dass man da gefühlsmäßig wirklich den Abstand hat und meint es wäre ja nur auf dem Papier.

Aber dazu würde ich einen Scheich befragen an Deiner Stelle.

Bei Buchari und Muslim heißt es, dass der Prophet (s) sagte: Neigt euch nicht von euren Vorvätern ab, wer sich von seinem Vater abwendet, der leugnet. Und der Hadith wird auch von Ali mit folgendem laut überliefert: Wer behauptet, eine andere Abstammung als die seines Vaters zu haben oder sich einem anderen Stamm als dem eigenen zuschreibt, auf dem ist Allahs Fluch und der Fluch der Engel und aller Menschen. Allah nimmt von ihm am Tag der Auferstehung keine Ausrede an.
Aus diesen Texten wurde deutlich, dass es nicht erlaubt ist, den Familiennamen zu ändern.
http://islam-fetwa.de/index.php?option=com_content&t ask=view&id=77&Itemid=64

Hier noch eine Fatwa:

Warum eine Frau den Nachnamen ihres Ehemannes nicht
annehmen darf
(Übersetzt von Umm Djumâna Muslima.de.ms)

Frage:
Ich habe Ihre Antworten auf die Fragen Nr. 2537 und 4362 bezüglich einer Frau gelesen,
dass sie den Namen ihres Vaters nach der Ehe behält. Die erwähnte Âyah aus Surah Al-
Ahzâb setzt fest, dass Adoptivsöhne (und folglich Töchter?) nicht als Söhne der Stiefväter
benannt werden dürfen. Doch wie genau gilt dies für eine Frau, die lediglich ihren Namen
für die Ehe ändert; da sie nicht wirklich behauptet, zu ihrem Ehemann zu gehören und
einfach nur seinen Namen annimmt? Wenn es eine Frage der Abstammung ist, wäre ich
für spezielle Hinweise aus dem Qurân und Hadîth dankbar.
Vielen Dank für Ihre Hilfe und Aufklärung.
JazakAllâh Khayr.

Antwort:
Alles Lob gebührt Allâh.
Die Auswirkungen der Imitation des Westens bzgl. der Benennung unser Selbst sind
viele. Eine von ihnen ist die Tatsache, dass die Leute sich an das Auslassen des Wortes
Ibn (Sohn) oder Ibnatu (Tochter) zwischen ihren eigenen Namen und dem Namen ihrer
Väter gewöhnt haben. Der Grund dafür ist erstens, weil einige Familien Kinder adoptiert
und ihnen ihren Nachnamen gegeben haben, so dass das adoptierte Kind Fûlân Fûlân
[Fûlân (=So und so) steht für einen Namen] genannt wird und ihre echten Kinder Fûlân
ibn Fûlân (So und so, der Sohn von So und so) genannt werden. Nun, im vierzehnten
Jahrhundert NH, haben die Leute das Wort Ibn oder Ibnatu abgelegt was gemäß der
Linguistik, Gewohnheit und Sharîah inakzeptabel ist. Möge Allâh uns helfen.
Eine andere Auswirkung ist die Gewohnheit der Frauen, die Nachnamen ihrer Ehemänner
anzunehmen.
Ursprünglich ist die Frau So und so, die Tochter von So und so, nicht So und so, die Frau
von So und so! Allâh sagt (ungefähre Bedeutung):
Nennt sie (eure Adoptivsöhne) nach ihren Vätern. Das ist gerechter vor
Allâh [al-Ahzâb 33:5]
Wie es in dieser Welt ist, so wird es auch im Jenseits sein, wie der Prophet (Frieden und
Segen Allâhs seien auf ihm) sagte:
Am Tage der Auferstehung wird jeder Verräter eine Fahne neben sich erhoben haben,
und es wird gesagt: Das ist der Verräter So und so, der Sohn von So und so! (Berichtet
von al-Bukhâri, 5709 und Muslim, 3265)
Sheikh Bakr Abu Zayd (möge Allâh ihn bewahren) sagte: Dies ist eine der Schönheiten
der Sharîah, weil das Benennen einer Person mit dem Namen ihres Vaters eher dafür
geeignet ist, um zu wissen, wer wer ist und um die Leute zu unterscheiden. Der Vater ist
der Beschützer und Führer des Kindes und dessen Mutter, sowohl innerhalb als auch
außerhalb des Hauses. Dies ist, warum der Vater mit Leuten auf Marktplätzen verkehrt
und Risiken eingeht, indem er verreist, um einen halâl Lebensunterhalt zu verdienen und
sich ihretwegen anzustrengen. Daher wird dem Kind der Name des Vaters gegeben und
nicht der der Mutter, die verborgen ist und die eine derjenigen ist, denen Allâh befahl
(ungefähre Bedeutung):
Und bleibt in euren Häusern [al-Ahzâb 33:33]
(Tasmiyat al-Mawlûd, 30, 31)
Auf der Grundlage des Obengenannten gibt es keine Blutsbindung zwischen dem Mann
und der Frau, wie kann sie also seinen Nachnamen annehmen, als ob sie zur selben
Abstammung gehört? Außerdem könnte sie geschieden werden oder ihr Mann könnte
sterben und sie könnte einen anderen Mann heiraten. Wird sie damit fortfahren, ihren
Nachnamen jedes Mal zu ändern, wenn sie einen anderen Mann heiratet? Außerdem gibt
es Regeln, die an die Benennung nach ihrem Vater gebunden sind, welche mit dem
Erben, den Ausgaben und wer ein Mahram ist usw. zu tun haben. Die Annahme des
Nachnamens des Ehemannes sieht über all dies hinweg. Der Mann wird nach seinem
eigenen Vater benannt, und was hat sie mit der Abstammung des Vaters ihres
Ehemannes zu tun? Dies geht gegen den gesunden Menschenverstand und die wahren
Tatsachen. Der Mann hat nichts, was ihn besser macht als seine Frau, so dass sie seinen
Nachnamen annehmen müsste, während er den Namen seines Vaters annimmt.
Daher muss jede Frau, die dagegen verstoßen hat und den Namen ihres Ehemannes
angenommen hat, die Sache richtig stellen. Wir bitten Allâh, alle Angelegenheiten der
Muslime richtig zu stellen.
Sheikh Muhammed Salih Al-Munajjid
Quelle: Islam-QA.com (Frage Nr. 6241)

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19. Oktober 2008 um 23:49
In Antwort auf lzcia_11852414

Hallo Cordula
das ist aber ganz schön Stress. Ich hoffe, dass Ihr doch noch eine Möglichkeit findet die Namen zu ändern. Habe oben schon gelesen, dass Du eine Anwältin kennst die sich damit auskennt. Ist aber auch schade, dass Dein Mann erst jetzt darauf kommt, eigentlich müßte er das doch wissen. Aber lieber zu spät als gar nicht. Im Islam ist das eine sehr wichtige Sache seinen eigenen Namen zu behalten und für das Kind, dass es den Namen des Vaters bekommt.

Für Dich ist sein Anliegen sicher ganz fern, weil wir hier ganz anders aufgewachsen sind. Aber ein Muslim kann damit große Gewissenskonflikte bekommen. Und er wird erst wirklich zufrieden sein wenn er so handelt wie es der Islam vorschreibt. Ich kann mir vorstellen, dass die Familien in den Ländern des Mannes nicht schlecht gucken wenn die deutsche Frau plötzlich mit dem Namen des Vaters ankommt.

Eigentlich schon erstaunlich, dass er sogar den Namen seiner ersten Frau damals annahm. Und nun möchte er seinen und dass das Kind auch seinen Namen hat, weil er es für Allah möchte? Dann wird Er ihm auch helfen inschaAllah.

Eine Scheidung aus falscher Absicht würde ich nicht machen. Auch wenn die Absicht ein gutes Ziel hat, so wäret Ihr doch geschieden, das ist doch absurd. Und ich glaube dass man da gefühlsmäßig wirklich den Abstand hat und meint es wäre ja nur auf dem Papier.

Aber dazu würde ich einen Scheich befragen an Deiner Stelle.

Bei Buchari und Muslim heißt es, dass der Prophet (s) sagte: Neigt euch nicht von euren Vorvätern ab, wer sich von seinem Vater abwendet, der leugnet. Und der Hadith wird auch von Ali mit folgendem laut überliefert: Wer behauptet, eine andere Abstammung als die seines Vaters zu haben oder sich einem anderen Stamm als dem eigenen zuschreibt, auf dem ist Allahs Fluch und der Fluch der Engel und aller Menschen. Allah nimmt von ihm am Tag der Auferstehung keine Ausrede an.
Aus diesen Texten wurde deutlich, dass es nicht erlaubt ist, den Familiennamen zu ändern.
http://islam-fetwa.de/index.php?option=com_content&t ask=view&id=77&Itemid=64

Hier noch eine Fatwa:

Warum eine Frau den Nachnamen ihres Ehemannes nicht
annehmen darf
(Übersetzt von Umm Djumâna Muslima.de.ms)

Frage:
Ich habe Ihre Antworten auf die Fragen Nr. 2537 und 4362 bezüglich einer Frau gelesen,
dass sie den Namen ihres Vaters nach der Ehe behält. Die erwähnte Âyah aus Surah Al-
Ahzâb setzt fest, dass Adoptivsöhne (und folglich Töchter?) nicht als Söhne der Stiefväter
benannt werden dürfen. Doch wie genau gilt dies für eine Frau, die lediglich ihren Namen
für die Ehe ändert; da sie nicht wirklich behauptet, zu ihrem Ehemann zu gehören und
einfach nur seinen Namen annimmt? Wenn es eine Frage der Abstammung ist, wäre ich
für spezielle Hinweise aus dem Qurân und Hadîth dankbar.
Vielen Dank für Ihre Hilfe und Aufklärung.
JazakAllâh Khayr.

Antwort:
Alles Lob gebührt Allâh.
Die Auswirkungen der Imitation des Westens bzgl. der Benennung unser Selbst sind
viele. Eine von ihnen ist die Tatsache, dass die Leute sich an das Auslassen des Wortes
Ibn (Sohn) oder Ibnatu (Tochter) zwischen ihren eigenen Namen und dem Namen ihrer
Väter gewöhnt haben. Der Grund dafür ist erstens, weil einige Familien Kinder adoptiert
und ihnen ihren Nachnamen gegeben haben, so dass das adoptierte Kind Fûlân Fûlân
[Fûlân (=So und so) steht für einen Namen] genannt wird und ihre echten Kinder Fûlân
ibn Fûlân (So und so, der Sohn von So und so) genannt werden. Nun, im vierzehnten
Jahrhundert NH, haben die Leute das Wort Ibn oder Ibnatu abgelegt was gemäß der
Linguistik, Gewohnheit und Sharîah inakzeptabel ist. Möge Allâh uns helfen.
Eine andere Auswirkung ist die Gewohnheit der Frauen, die Nachnamen ihrer Ehemänner
anzunehmen.
Ursprünglich ist die Frau So und so, die Tochter von So und so, nicht So und so, die Frau
von So und so! Allâh sagt (ungefähre Bedeutung):
Nennt sie (eure Adoptivsöhne) nach ihren Vätern. Das ist gerechter vor
Allâh [al-Ahzâb 33:5]
Wie es in dieser Welt ist, so wird es auch im Jenseits sein, wie der Prophet (Frieden und
Segen Allâhs seien auf ihm) sagte:
Am Tage der Auferstehung wird jeder Verräter eine Fahne neben sich erhoben haben,
und es wird gesagt: Das ist der Verräter So und so, der Sohn von So und so! (Berichtet
von al-Bukhâri, 5709 und Muslim, 3265)
Sheikh Bakr Abu Zayd (möge Allâh ihn bewahren) sagte: Dies ist eine der Schönheiten
der Sharîah, weil das Benennen einer Person mit dem Namen ihres Vaters eher dafür
geeignet ist, um zu wissen, wer wer ist und um die Leute zu unterscheiden. Der Vater ist
der Beschützer und Führer des Kindes und dessen Mutter, sowohl innerhalb als auch
außerhalb des Hauses. Dies ist, warum der Vater mit Leuten auf Marktplätzen verkehrt
und Risiken eingeht, indem er verreist, um einen halâl Lebensunterhalt zu verdienen und
sich ihretwegen anzustrengen. Daher wird dem Kind der Name des Vaters gegeben und
nicht der der Mutter, die verborgen ist und die eine derjenigen ist, denen Allâh befahl
(ungefähre Bedeutung):
Und bleibt in euren Häusern [al-Ahzâb 33:33]
(Tasmiyat al-Mawlûd, 30, 31)
Auf der Grundlage des Obengenannten gibt es keine Blutsbindung zwischen dem Mann
und der Frau, wie kann sie also seinen Nachnamen annehmen, als ob sie zur selben
Abstammung gehört? Außerdem könnte sie geschieden werden oder ihr Mann könnte
sterben und sie könnte einen anderen Mann heiraten. Wird sie damit fortfahren, ihren
Nachnamen jedes Mal zu ändern, wenn sie einen anderen Mann heiratet? Außerdem gibt
es Regeln, die an die Benennung nach ihrem Vater gebunden sind, welche mit dem
Erben, den Ausgaben und wer ein Mahram ist usw. zu tun haben. Die Annahme des
Nachnamens des Ehemannes sieht über all dies hinweg. Der Mann wird nach seinem
eigenen Vater benannt, und was hat sie mit der Abstammung des Vaters ihres
Ehemannes zu tun? Dies geht gegen den gesunden Menschenverstand und die wahren
Tatsachen. Der Mann hat nichts, was ihn besser macht als seine Frau, so dass sie seinen
Nachnamen annehmen müsste, während er den Namen seines Vaters annimmt.
Daher muss jede Frau, die dagegen verstoßen hat und den Namen ihres Ehemannes
angenommen hat, die Sache richtig stellen. Wir bitten Allâh, alle Angelegenheiten der
Muslime richtig zu stellen.
Sheikh Muhammed Salih Al-Munajjid
Quelle: Islam-QA.com (Frage Nr. 6241)

Und ich glaube >>nicht <<(sollte es heißen) dass man da gefühlsmäßig wirklich den Abstan
Und ich glaube nicht dass man da gefühlsmäßig wirklich den Abstand hat und meint es wäre ja nur auf dem Papier.

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23. Oktober 2008 um 22:15

Also...
...ich persönlich denke, dass man einfach den schöneren Namen annehmen sollte. Oder einen Doppelnahmen führen sollte. Und warum nehmen die Männer die Sache mit der Namensweitergabe so wichtig? Wichtiger ist doch, dass in seinem Kind auch ein Stück von ihm weiterlebt. Namen sind doch bloß Schall und Rauch, wie man so schön sagt.
Im Prinzip finde ich es am besten, wie die Spanier diese Dinge regeln: Soweit ich weiß, führt die Familie einen Doppelnamen, die Kinder bekommen den Doppelnamen natürlich auch, wenn sie später heiraten, entscheiden sie sich entweder für den Namen des Vaters oder der Mutter und führen diesen dann entsprechend mit dem Namen des Vaters oder der Mutter ihres Ehepartners wiederum als neue Doppelnamen-Kombination weiter.

Davon ab könnte man auch als Frau rumjammern, dass der eigene Name ausstirbt, wenn man ihn nicht an die eigenen Kinder weitergibt! Die weibliche Linie ist NICHT weniger wert als die männliche!

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12. Juli 2009 um 22:14

Also...
mein Zukünftiger und ich haben im Standesamt seinen Namen als Familiennamen angegeben. Allerdings wurde uns von der netten Dame auch ganz klar gesagt, das man das im Nachhinein ändern könnte. Sicherlich unter gewissen Bedingungen, aber es ist auf jeden Fall möglich...

Gerne kann ich dir per PN die Kontaktdaten nennen, vielleicht kann sie mit Gesetzesgrundlagen weiterhelfen. Oder selbst blättern im BGB.

Grüßle,

Sina

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