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ISt es alles immer noch wegen Ihm ?

26. Juni 2011 um 21:38

Ich erzähl euch mal grade von einem ERlebniss vondem ich glaube das ich davon immer noch einen Schaden habe. Naja eg nich sonderlich witzig..Also

Vor ca. vier Jahren habe ich mich das Erste Mal verliebt. Ich war 15 Er war 20. Haben uns ganz spartanisch auf einer Grillparty von Freunden kennengelernt. Und ich war so so soooo verliebt. Wir waren insgesamt knapp 2 Jahre zusammen. In dem ersten halbe Jahr ist seine Mama gestorben. Was sehr natürlich sehr schlimm für ihn war. Seine Mama hat in Griechenland gewohnt er mit seinem Papa hier. Als das ganze einigermaßen überstanden war fing er sehr an abzurutschen. Er hat angefangen Drogen zu nehmen. Mit seinem Vater hatte er immer sehr viel Stress und oft Schlägerein. Habe immer versucht ihm zu helfen, war immer da. Hab ihn teilweise mehrmals im Monat mit meiner Mum im aus der Ausnüchterungszelle geholt, war bei Gerichtsterminen dabei und hab ihn motiviert seine Sozialstd. zu machen. Habe wirklich alles für ihn getan. Er hat mir auch immer viel gegeben. Auch wenn er ein halbes Jahr fast gar nicht für mich da war, es ging ihm auch wirklich schlecht. Dann hatte er sich wieder einigermaßen berappelt. Hat angefange Medizin zu studieren. Worauf ich und er unglaublich stolz waren. Er war ein richtig neuer Mensch.
Er hatte dan seitdem seine mama gestorben ist keinen Kontakt mehr mit seinem Vater.

Und dann kam es. Ich erinner mich noch ganz genau an diese NAcht und Tag. Er hat mich von der Arbeit abgeholt, hat gekocht, Dvds ausgeliehen Alles war sooo wunderschön. Ich war mir so sicher das wir uns beide lieben. Hatten eine tolle Nacht, die schönste meines Lebens !
Am nächsten morgen dann. Ich wollte ihn küssen, wie immer morgens.
Und dann kam der Letzte Satz
: Mein Vater zieht wieder nach Grichenland, ich gehe mit, wir fliegen heute. Tschüß !

Das war das Letzte was er zu mir gesagt. Er ist ins Badezimmer. Ich saß da. total perplex bestimmt neh halbe Std. Dann bin ich gegangen. Könnt euch ja vorstellen wie es mir ging. Habs gar nich realisiert im ersten moment.
Habe mich immer gefragt wieso er mitgegangen ist ? Er hatte fast zwei Jahre kein Wort mit seinem Dad geredet.

So. Dann war er weg. ich zu hause 2 Tage durchgeknatscht und geschrien. Dann kam ein Anruf. Von seinem Vater.
Hendrik (so hieß er übrigens) hatte einen Autounfall und ist hier in Grichenland tödlich verunglückt.

bäääääm !

Jah..was sollte ich sagen. Das war alles sehr grausam. Bin nach Griechenland, zu Beerdigung. Selbstverständlich, ich habe ihn geliebt. Aber ich war da wie eine Maschine. NAchdem Motto, ich muss funktionieren weil ich ihn liebe.
Aber ich war auch so gekränt, er wusste genau wie sehr ich ihn geliebt habe und gebraucht habe. Meine Situationen waren auch nicht leicht als er mich einfach hat sitzten lassen. ER wusste das ich dran zerbrechen würde, und total austicken würde und keinen boden unter den füßen mehr finden würde.
Er ist einfach gegangen, und dann gestorben...Ja grausam. Aber seitdem ich erfahren habe das er tot ist, habe ich kein einziges mal mehr wegen ihm geweint.Am Grab habe ich ihm nochmal gesagt wie sehr ich ihn liebe. Ohne eine Träne.
Warum ? Ich weiß es nicht, Da ist nur Leere, kaum mehr Gefühl für die Situation gewesen. Auch heute noch.


Ich komme darauf immer noch nicht so klar. Wenn ich unsre Bilder sehe ist es ein Mix zwischen Hass und Liebe die sich dadurch sozusagen neutralisieren.

Ich habe Angst, mich jehmals wieder so an einen Mann zu hängen, das sein Verlust quasi unerträglich wäre. Vorallem , ging weg, zog um..und aufeinmal war er weg sprich tot !
das ist...komisch. Er hat mir so wehgetan, und ich habe ihn doch tatsächlich noch hassen können, als ich am grab stand ?

Ich war so gedemütigt, das würde ich mir nie wieder antun. Dafür sorge ich indem ich jeden Mann ständig auf Probe setzte und es sowieso wieder scheitert, weil sobald einer zu nah an mein Leben kommt fühle ich mich wieder so verletzlich das ich Panik bekomme und abblocke.

Wie damals, diese Angst...vermischt mit Wut. Auf ihn und mich...das ich nicht traurig sein kann. und das ich mich hab so demütigen lassen !



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26. Juni 2011 um 22:35


Fühl dich erstmal gedrückt.
Das ist ja wirklich eine ganz ganz üble Geschichte.

Vielleicht redest du mal mit seinem Vater, damit du die Gründe seines Handels bzw Gehens nachvollziehen kannst.
Zudem er anscheinend Grieche ist, die haben eine ganz andere Familienbindung wie wir.

Wielange ist das Ganze schon her??

Es gibt die Faustregel, dass man zwei Jahre nach Trennung/Tod, das Ganze einigermaßen neutral betrachten sollte.
Falls dies nicht so ist, solltest du vielleicht darüber nachdenken in eine Therapie zu gehen.

Nicht weil du verrückt bist, sondern weil dir die Trauer ein Stück Lebensqualität nimmt. Zudem hast du jetzt (verständlicherweise) eine Beziehungsphobie, die du in den Griff bekommen solltest.

Nicht alle Männer sind so wie dein verstorbener Freund. Es gibt viele, die es Wert sind, dass man sie liebt. (Vielleicht solltest du nicht im Forum dich umsehen, hier sind nur die negativen Beispiele)

Du schaffst das bestimmt!!!

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