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Ist er ein Messi? Mache mir große Sorgen!

7. September 2015 um 12:31 Letzte Antwort: 8. September 2015 um 10:21

Eigentlich komme ich mir nun seit einigen Wochen ein wenig wie die in der Rolle einer co-existierenden vor.
Mein langjähriger Exfreund, mit dem mich eine wirklich sehr tiefe Freundschaft verbindet, da wir damals sehr viel gemeinsam durchgemacht haben lebt in einem besorgniseregendem Zustand.

Habe das selber immer alles verharmlost, da er einige Jahre Argumente verwendete, die mir erst jetzt eher wie eine Ausrede vorkommen.

Bitte ganz zu Ende lesen, da sonst wichtige Details verloren gehen:

Ich erkläre mal die Lage: Er wohnt in einer cirka 50 qm großen Stadtwohnung.
Alle wirklich alle Bereiche seiner Wohnung sind komplett vollgestopft mit Spielzeug. Ja Spielzeug.
Betritt man die Wohnung muss man aufpassen, dass nicht irgendetwas auf Fuss oder Kopf fällt.
Er hat alles in Kisten verstaut, oder Sachen hängen irgendwo auf Regalen in der Luft. Alles ist komplett vollgestopft.

Er empfängt außer mir keinen Besuch mehr. Kein Mensch würde sich überhaupt noch wohl fühlen in dem Chaos.
Aber ich muss dazu sagen, dass es ein geordnetes Chaos ist.

Essbereich, Küche, Bad sind einigermaßen aufgeräumt und der Hygienestandart ist, anders wie beim typischen Messi, ok. Er achtet darauf, dass es sauber ist.
Seine Dusche ist aber z.B. voll gepackt mit Kartons, die er jedes Mal zum Duschen rausräumt.

Sein äußeres Erscheinungsbild ist so grade noch ok. Aendber viele würden ihn schon als ungepflegt bezeichnen. Er riecht aber z.B. nie nach Schweiß noch ist er ungewaschen.

Jetzt kommt ein entscheidendes Kriterum, welches mich eben immer hat zögern lassen die Alarmglocken zu schlagen.
Er lebt von dem Spielzeug. Er handelt damit und verdient damit so einige hundert Euro im Monat.

Ich habe ihm aber vor kurzem Nahe gelegt, dass das für mich trotzdem keinen Grund darstellt diese Gegenstände derart in den eigenen Lebensraum einfließen zu lassen, so dass man wirklich kaum noch Luft zum Atmen hat.

Den Vorschlag günstig einen Stauraum anzumieten lehnt er kategorisch ab. Er hätte kein Geld dafür.

Er hat auch wirklich sehr wenig Geld. Aber trotzdem. Meiner Meinung nach wäre es irgendwie möglich.

Ich habe schon öfters mit ihm geredet. Er verwendet auch wirklich Stunden am Tag damit Dinge umzuräumen. Aber das ändert ja das grundlegende Problem nicht.

Er selber fühlt sich wohl, sagt er. Mir kamen letztens die Tränen als ich in der Wohnung stand.

Ich weiß nicht wie ich ihm helfen kann, oder ob ich ihn einfach so lassen soll. Vielleicht ist es gar nicht meine Aufgabe und seine Lebensform unterscheidet sich einfach ein wenig. Er sagt er sei glücklich.
Aber er sucht auch ständig irgendwas. Kein Wunder. Mich würden diese 1 Millionen Dinge auch vollkommen verwirren.

Bitte dringend um Meinungen.

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7. September 2015 um 12:58

Puhhh...
Schwierig.
Ich denke, ich würde mich festhalten an der Aussage, dass er glücklich ist, so wie er lebt, und dass er sich in seiner Wohnung wohl fühlt. Das ist ja die Hauptsache neben dem Umstand, dass es nicht schmuddelig und unhygienisch ist, dass keine Schädlinge angelockt werden und er keinem Gesundheitsrisiko ausgesetzt ist aufgrund seiner Wohnsituation.

Daher würde ich, so schwer es auch fällt, akzeptieren, dass er so lebt. Und ihn bitten, öfter mich zu besuchen als anders herum ich ihn.


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7. September 2015 um 13:04

Das macht
mir Angst, Struwellieschen.
Aber bis jetzt stelle ich keine alamierende Verschlechterung fest. Der Zustand ist seit Jahren ungefähr gleich, deshalb hoffe ich nicht, dass es sich verschlechtert.

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7. September 2015 um 13:53

Ich denke nicht, dass er ein messi
ist. messis sammeln dinge, um damit einen schutzwall gegen die aussenwelt zu haben.
wenn du finanziell besser gestellt bist als er, miete ihm doch irgendwo eine garage oder einen trockenen kellerraum. das wär ein netter freundschaftsdienst.
oder setz dich mit ihm zusammen und entwickle irgendein konzept, dass er finanziell wieder auf die füsse kommt.,

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7. September 2015 um 20:13

Nein
er verkauft die Sachen nicht regelmäßig. Also er lebt nicht davon. Er verdient aber sonst in TZ sehr wenig.

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8. September 2015 um 10:21

Also
mehr Regale, Ordnungssysteme kann man schon nicht mehr herschaffen. Das macht er ja ständig. Er sucht nach optimierbaren Ordnungssystemen.
Da kann man nicht mehr viel optimieren.
Es ist aber ein sich ewig im Kreis drehendes Dilemma. Denn egal wie man die Sachen sortiert, es werden ja nicht weniger.

Er findet einfach nicht den Schritt Sachen woanders unterzubringen. Bei mir hat er es schon versucht. Bis ich das dann abgegrenzt habe, da ich merkte, dass mein Abstellraum anfing zu voll zu werden.

Ich finde Mathildas Beschreibung sehr trefflich!!!
Berührt mich sehr. So empfinde ich es auch. Dass er Schwierigkeiten hat in Kontakt zu kommen, denn er ist auch schwerhörig, was den Kontakt zu anderen schwierig macht. Und über diese Gegenstände schafft er eine andere Verbindung zu Menschen.
Das ganze als Schutzwall zu bezeichnen finde ich auch sehr trefflich!

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