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Ist eine räumliche Trennung notwendig?

15. Februar 2013 um 9:02 Letzte Antwort: 15. Februar 2013 um 10:45

Halli Hallo,

also ich versuch mal kurz zu beschreiben: Ich und meine Freundin sind im Alter mitte 20 und wohnen seit einem Jahr zusammen. Klar beide neue Erfahrung, weil noch keiner je mit nem anderen Partner zusammen gelebt hat. Naja, auf jedenfall geht das hier von Anfang an sehr schief. Das primäre Thema in diesem Haushalt ist der Haushalt. Es muss alles blitzeblank sein, kein Wasser auffen spülbecken, das Ceranfeld mit zwei verschiedenen Reinigern gemacht werden etc., jeden Tag gestaubsaugt und gewischt pp., sieht also immer aus wie im Bilderbuch hier. Es hat wirklich lange gedauert bis ich die ganzen Regeln von Madame mir behalten konnte, das Problem ist nur: Ich mach es nicht nach ihrer Zufriedenheit. Ich mach alles, Staubsauge, Wische etc., alles blitzeblank. Und jetzt zum Problem: Freundin kommt rein, zieht sich nicht mal die Jacke aus und fängt an zu putzen, zu staubsaugen, zu wischen....das so etwas auch für mich kränkend ist, das sie alle meine Sachen nochmal macht, steht ja außer frage. Aber dadurch entsteht hier, und das ist nicht übertrieben, jeden Tag so eine Anspannung und so ein ekeliges Klima und das zieht sich meistens den ganzen Tag. Und ich sag ihr immer, dass ich alles mache, da ich auch zuhause bin (schreibe zur Zeit Examensarbeit)...aber das will sie nicht und so hat sie den ganzen driet hier alleine...und sie sagt immer: Wenn ich nach Hause komme, soll hier alles so aussehen, wie ich es vorgefunden habe. Ja super sage ich, aber ich leben genauso hier und ich kann halt nicht ständig staubsaugen und Putzen und es darf in meinen Augen auch mal ne Tasse rumstehen, das zeigt ja auch einfach das hier einer lebt. Also es ist nie schmuddelig hier oder so, aber es muss glänzen. Wahrscheinlich hat sie das noch von Zuhause, weil sie lebte dort sozusagen in nem kleinen Schloss und dort wurde wirklich alles gemacht für sie....

Naja hinzu kommt, dass sie ein Problem mit dem Essen hat (Essstörung) und die letzte Zeit ich würde mal sagen fast 5 Kilo abgenommen hat (keine Hose sitzt mehr richtig) und Essensthemen, da kriegt sie nen Ausraster....damit geht sie jetzt auch in Therapie, ist sich zur Zeit noch bei der Krankenkasse am informieren.

So und ich für meinen Part halte es hier einfach nichtmehr aus. Ich denke sie hat wirklich bestimmt nen psychischen Knacks, ich will ihr auch helfen wo es geht, aber ich kann das hier einfach nichtmehr. Das sehe ich auch, dass ich von Zeit zu Zeit einfach ausraste. Deswegen habe ich gedacht, um die wirklich von meiner Seite total gelittene Beziehung irgendwie noch zu retten (Gefühlstechnisch ist da halt nichtmehr viel....aber noch soviel, dass ich meine das es sich lohnt noch drum zu kämpfen) das jeder sich eine WOhnung sucht und sie erstmal schaut, wie es ist eine eigene Wohnung zu haben (ich hab vorher 3 Jahre alleine gelebt und sie ist zugezogen), das ist nämlich garnicht so einfach, und auch ihre Therapie macht. Und das soll nur räumlich sein, werde ihr aber dann immer zur Seite stehen. Es ist nur, weil ich es einfach nichtmehr aushalte und sie mich auch zu 80% nicht an sich mehr ran lässt (also keine Umarmung oder richtigen Kuss oder so)...

Naja, soviel zu meiner Story. Was sagt ihr?

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15. Februar 2013 um 9:50

Zusatz
Ach...ich hatte vor gut einem Jahr schon einmal einen Tread gemacht:

http://forum.gofeminin.de/forum/couple1/__f102456_couple1-Freundin-will-wegen-meiner-Katze-ausziehen.html

Um vielleicht das Ausmaß ein bischen besser abschätzen zu können....

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15. Februar 2013 um 10:45


Du musst natürlich selbst für dich wissen was du tust aber für mich hört sich das nicht mehr nach einer Liebesbeziehung an und ich persönlich wüßte nicht warum ich mir in jungen Jahren das weitere Leben mit einem zwanghaften, in seiner Körperlichkeit sich selbst und mir gegenüber gestörten Menschen antun wollen würde...meine Lebensplanung wär das nicht.
Was nicht heisst, dass man nicht versuchen kann auch nach einer Trennung freundschaftlich und hilfreich für den anderen da zu sein.

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