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Ist die Ehe am Ende?

11. Januar um 10:58 Letzte Antwort: 17. Januar um 9:45

Hallo,
vorweg....es fällt mir gerade sehr schwer mich in einem Forum zu öffnen und meine Probleme an die Öffentlichkeit zu tragen.
Dennoch brauche ich eure Ratschläge. Denn alles was ich bisher überlegt und getan habe hat nicht funktioniert. Ich möchte mich und meine Familie nachfolgend kurz vorstellen, damit ihr einen kleinen Einblick erlangt und die Probleme besser einordnen könnt.
Ich bin 43, meine Frau 42. Verheiratet seit 18 Jahren. Wir haben 3 Kinder 18(w), 16(w) und einen Sohn 8 und auch einen alten Hund. Alle noch in der Schule und wohnen zu Hause. Meine Frau und ich sind beide Berufstätig. Meine Frau arbeitet ca 25 Std in Wechselschichten. D.h. auch am Wochenende und Abends. Ich komme auf ca 40-45 Std zzügl. 2 Stunden Fahrtätigkeit mit dem Auto. ca. 1 x pro Monat muss ich 1 Wochen beruflich weg.
Meine Frau und ich kennen uns seit der Jugendzeit.
Meine Kindheit war aus heutiger Sicht nicht die schönste. Ich bin Einzelkind und das verhältnis zu meinem Vater war nicht wirklich schön. Nicht so wie es sein sollte! Er starb als ich 19 war. Meine Mutter starb als ich 29 war.
Vor ca. 12 Jahren hat sich von meiner seite ein Seitensprung angebahnt. Nichts spontanes. Eine Arbeitskollegin. Zum Seitensprung kam es nicht. Mit meiner Frau habe ich erst Monate später gesprochen als sie es herausgefunden hat. Wie dumm von mir...
Es ist wohl ein Thema, bei dem sie mir nicht wirklich verzeihen kann sondern sich damit nur arrangiert. Das aber auch nur am Rande um das Bild komplett zu machen.
Im Nov. 2018 habe ich einen Städtetrip mit meiner Frau geplant. 1 Woche vorher - ein heftiger Streit, bei dem auch eine Scheidung als Option in Frage kam. Was ist passiert? Das was jetzt auch wieder passiert ist. Und zwar angefangen an Weihnachten.
Ich bin egoistisch und kümmer mich nur um mich. Die Beziehung zu meiner Frau findet nicht statt. Die Ehe wie sie sich vorstellt ist es nicht. Ich ziehe sie runter. Sicht meiner Frau! Und ich kann es auch teilweise verstehen. Dazu kommt der Vorwurf, dass ich unter mangelnder Empahtie leide. Sicht meiner Frau! Und ja sie hat da schon manchmal recht. Ich bin zum teil Gefühlskalt bzw. kann meine Gefühle nicht zeigen. Und dennoch laufen auch mir die tränen wenn wir einen traurigen Film etc. schauen. Gefühle und Zuneigung waren auch in meiner Kindheit nicht wirklich vorhanden.
Ich habe sie einen Tag vor Abflug in das Wochenende im Nov. 2018 gebeten mit mir dieses Wochenende zu verbringen, da sie nicht mehr wollte. Wir sind geflogen und hatten ein sehr schönes Wochenenden und haben viele Dinge besprochen. Was stört sie, was mich? Was können wir ändern usw. Wir kamen glücklich und mit einem Plan zurück.
Nun das gleiche! Rückblickend haben wir wenige Sachen geändert bzw. durchgehalten. Gegenwärtiger Auslöser waren die letzten Abende der Woche. Ich habe mich in das Internet verzogen und mich nicht um meine Frau und Kinder gekümmert! Warum - ich habe mich um die Geburtstagsgeschenke meiner Frau gekümmert. Eigentlich wünscht sie sich nichts. Aber das finde ich auch blöd. Ja andere Menschen machen das in 2 Stunden. Ich brauche dafür deutlich länger, da ich mich zu häufig in Kleinigkeiten und Details verliere. Diese in der Familie negativen Eigenschaften, bewirken im Job das Gegenteil. Hier läuft es bei mir gut. Erfolg ist da, Geld stimmt usw. Bei ihr aber auch. Da wir uns beide in die Arbeit stürzen ergibt das natürlich auch zum Teil viele Überstunden. Mein Tag, wenn ich nicht unterwegs bin sieht wie folgt aus:
05:00 Aufstehen und mit dem Hund raus. Frühstück und Kaffe nur ganz kurz oder unterwegs.
05:45 fahre ich los (Weg ca. 60Min)
Gegen 06:45 bin ich auf der Arbeit
Zwischen 16:00 und 17:00 Feierabend. 60 Minuten Weg.
17:30-18:00 zu hause.
Den kleinen bringen wir abwechselnd gegen 19:30 ins Bett. In der Zeit zwischen 18:00 und 20:00 versuche ich ab und zu mal Sport zum machen. Letztes Jahr im Schnitt 1-2 pro Woche. Eher 1 mal. Meine Frau, wenn sie nicht arbeitet, geht auch 1 mal zum Sport. Gemeinsamen Sport haben wir nicht wirklich. Abendbrot machen wir (wenn kein Sport) alle zusammen.
Das Ritual des ins Bett bringen des Kleinen ist, zumindest bei mir, ein Kraftakt. Mir fehlt da ein wenig die Fähigkeit mit Kindern richtig umzugehen. Manchmal sehe ich in meinem eigenen Verhalten meinen Vater. Und ich hasse mich dafür! Bei meiner Frau ist alles super. Oft bin ich so sauer über mich und die versaute Situation, dass ich erstmal in den Garten muss und eine oder zwei Zigaretten rauchen gehe. Anschließend höre ich mir von meiner Frau an was ich falsch gemacht habe und gelobe Besserung - um es dann wiederholt nicht richtig zu machen. Sind mein Sohn und ich alleine, läuft alles. Das sind die Tage an denen meine Frau Abends arbeitet. Ab und zu sehen wir uns aufgrund der Arbeitszeiten 2 Tage lang nicht wirklich, obwohl wir nebeneinander schlafen. Sie kommt ich schlafe oder ich gehe und sie liegt noch im Bett.
Ist der kleine dann irgendwann mal im Bett ca. 19:30 - 20:00 habe ich noch Ca 60 - 90 Minuten für alles weitere im Leben (Duschen, Fahrrad oder Auto der Tocher reparieren, Garten usw.......Spätestens 21:30 - 22:00 muss ich ins Bet, sonst schaffe ich den nächsten Tag nicht.
Das ich hier jetzt gerade schreiben kann, liegt nur daran, das mein Sohn gerade selber spielt. Das kommt nicht oft vor. Meine Frau ist auf der Arbeit. Dieses Wochenende mal wieder Samstag Sonntag je 9 Stunden.

Derzeit sieht meine Frau 3 Möglichkeiten des handelns, denn sie will nicht mehr so in dieser Beziehung leben.
1. Scheidung
2. Trennung auf Zeit - Ferienwohnung usw. und mal gucken ob wir uns vermissen (möchte ich nicht. Ich bin so oft Weg und weiß wie sich das anfühlt. Gut am Wochenende bin ich meistens zu Hause)
3. Eine ultimative Problemlösung (beide wissen wir nicht wie und was) Und da sie das Problem eigentlich bei mir sieht, bin ich auch der, der hier was presentieren sollte. Würde ich auch gerne machen - kann ich aber nicht.
Ideen, wie wir müssen mehr Sachen zu Zweit machen usw. sind wohl richtig und wichtig. Aber wir verlieren uns immer wieder im verzwickten Alltag. Im Weihnachtsurlaub haben wir es geschafft 1 mal Konzert und 1x eine Hotelübernachtung in der nächsten Großstadt mit Essen gehen, Sauna, shoppen usw.
Und falls es wichtig ist - auf der Sexuellen ebene ist es durchwachsen. Haben wir Sex, ist es gut. Und auch besser als früher. Ich glaube die Quantität könnte aus Sicht meiner Frau mehr sein. Ich komme ganz gut damit klar. Um genau zu sein, 2 -4 mal im Monat. Abhängig von meiner Abwesenheit, Urlaub usw.

Vor ca 2 Jahren haben wir uns ein Wohnmobil gekauft um mal raus zu kommen. Ist jetzt nicht oft vorgegekommen. Könnte ich als Vorführfahrzeug verkaufen!
Ach so ja, Haushalt und Einkauf etc. machen wir gemeinsam bzw teilen es auf.
Ich wende mich hier an Euch, da mir meine Familie und auch die letzten 25 Jahre mit meiner Frau wichtig sind! Hätte ich die ultimative Lösung bereist gefunden, würde ich hier nicht schreiben.

So, habe eben alles nochmal gelesen, ist schon viel und dazu ohne wirkliche Struktur. Naja ihr werdet es schon verstehen.
Für Tipps und Hilfe wäre ich dankbar!
 

Mehr lesen

11. Januar um 11:48

Vielleicht eine Paartherapie?

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11. Januar um 12:02
In Antwort auf qwertz76

Hallo,
vorweg....es fällt mir gerade sehr schwer mich in einem Forum zu öffnen und meine Probleme an die Öffentlichkeit zu tragen.
Dennoch brauche ich eure Ratschläge. Denn alles was ich bisher überlegt und getan habe hat nicht funktioniert. Ich möchte mich und meine Familie nachfolgend kurz vorstellen, damit ihr einen kleinen Einblick erlangt und die Probleme besser einordnen könnt.
Ich bin 43, meine Frau 42. Verheiratet seit 18 Jahren. Wir haben 3 Kinder 18(w), 16(w) und einen Sohn 8 und auch einen alten Hund. Alle noch in der Schule und wohnen zu Hause. Meine Frau und ich sind beide Berufstätig. Meine Frau arbeitet ca 25 Std in Wechselschichten. D.h. auch am Wochenende und Abends. Ich komme auf ca 40-45 Std zzügl. 2 Stunden Fahrtätigkeit mit dem Auto. ca. 1 x pro Monat muss ich 1 Wochen beruflich weg.
Meine Frau und ich kennen uns seit der Jugendzeit.
Meine Kindheit war aus heutiger Sicht nicht die schönste. Ich bin Einzelkind und das verhältnis zu meinem Vater war nicht wirklich schön. Nicht so wie es sein sollte! Er starb als ich 19 war. Meine Mutter starb als ich 29 war.
Vor ca. 12 Jahren hat sich von meiner seite ein Seitensprung angebahnt. Nichts spontanes. Eine Arbeitskollegin. Zum Seitensprung kam es nicht. Mit meiner Frau habe ich erst Monate später gesprochen als sie es herausgefunden hat. Wie dumm von mir...
Es ist wohl ein Thema, bei dem sie mir nicht wirklich verzeihen kann sondern sich damit nur arrangiert. Das aber auch nur am Rande um das Bild komplett zu machen.
Im Nov. 2018 habe ich einen Städtetrip mit meiner Frau geplant. 1 Woche vorher - ein heftiger Streit, bei dem auch eine Scheidung als Option in Frage kam. Was ist passiert? Das was jetzt auch wieder passiert ist. Und zwar angefangen an Weihnachten.
Ich bin egoistisch und kümmer mich nur um mich. Die Beziehung zu meiner Frau findet nicht statt. Die Ehe wie sie sich vorstellt ist es nicht. Ich ziehe sie runter. Sicht meiner Frau! Und ich kann es auch teilweise verstehen. Dazu kommt der Vorwurf, dass ich unter mangelnder Empahtie leide. Sicht meiner Frau! Und ja sie hat da schon manchmal recht. Ich bin zum teil Gefühlskalt bzw. kann meine Gefühle nicht zeigen. Und dennoch laufen auch mir die tränen wenn wir einen traurigen Film etc. schauen. Gefühle und Zuneigung waren auch in meiner Kindheit nicht wirklich vorhanden.
Ich habe sie einen Tag vor Abflug in das Wochenende im Nov. 2018 gebeten mit mir dieses Wochenende zu verbringen, da sie nicht mehr wollte. Wir sind geflogen und hatten ein sehr schönes Wochenenden und haben viele Dinge besprochen. Was stört sie, was mich? Was können wir ändern usw. Wir kamen glücklich und mit einem Plan zurück.
Nun das gleiche! Rückblickend haben wir wenige Sachen geändert bzw. durchgehalten. Gegenwärtiger Auslöser waren die letzten Abende der Woche. Ich habe mich in das Internet verzogen und mich nicht um meine Frau und Kinder gekümmert! Warum - ich habe mich um die Geburtstagsgeschenke meiner Frau gekümmert. Eigentlich wünscht sie sich nichts. Aber das finde ich auch blöd. Ja andere Menschen machen das in 2 Stunden. Ich brauche dafür deutlich länger, da ich mich zu häufig in Kleinigkeiten und Details verliere. Diese in der Familie negativen Eigenschaften, bewirken im Job das Gegenteil. Hier läuft es bei mir gut. Erfolg ist da, Geld stimmt usw. Bei ihr aber auch. Da wir uns beide in die Arbeit stürzen ergibt das natürlich auch zum Teil viele Überstunden. Mein Tag, wenn ich nicht unterwegs bin sieht wie folgt aus:
05:00 Aufstehen und mit dem Hund raus. Frühstück und Kaffe nur ganz kurz oder unterwegs.
05:45 fahre ich los (Weg ca. 60Min)
Gegen 06:45 bin ich auf der Arbeit
Zwischen 16:00 und 17:00 Feierabend. 60 Minuten Weg.
17:30-18:00 zu hause.
Den kleinen bringen wir abwechselnd gegen 19:30 ins Bett. In der Zeit zwischen 18:00 und 20:00 versuche ich ab und zu mal Sport zum machen. Letztes Jahr im Schnitt 1-2 pro Woche. Eher 1 mal. Meine Frau, wenn sie nicht arbeitet, geht auch 1 mal zum Sport. Gemeinsamen Sport haben wir nicht wirklich. Abendbrot machen wir (wenn kein Sport) alle zusammen.
Das Ritual des ins Bett bringen des Kleinen ist, zumindest bei mir, ein Kraftakt. Mir fehlt da ein wenig die Fähigkeit mit Kindern richtig umzugehen. Manchmal sehe ich in meinem eigenen Verhalten meinen Vater. Und ich hasse mich dafür! Bei meiner Frau ist alles super. Oft bin ich so sauer über mich und die versaute Situation, dass ich erstmal in den Garten muss und eine oder zwei Zigaretten rauchen gehe. Anschließend höre ich mir von meiner Frau an was ich falsch gemacht habe und gelobe Besserung - um es dann wiederholt nicht richtig zu machen. Sind mein Sohn und ich alleine, läuft alles. Das sind die Tage an denen meine Frau Abends arbeitet. Ab und zu sehen wir uns aufgrund der Arbeitszeiten 2 Tage lang nicht wirklich, obwohl wir nebeneinander schlafen. Sie kommt ich schlafe oder ich gehe und sie liegt noch im Bett.
Ist der kleine dann irgendwann mal im Bett ca. 19:30 - 20:00 habe ich noch Ca 60 - 90 Minuten für alles weitere im Leben (Duschen, Fahrrad oder Auto der Tocher reparieren, Garten usw.......Spätestens 21:30 - 22:00 muss ich ins Bet, sonst schaffe ich den nächsten Tag nicht.
Das ich hier jetzt gerade schreiben kann, liegt nur daran, das mein Sohn gerade selber spielt. Das kommt nicht oft vor. Meine Frau ist auf der Arbeit. Dieses Wochenende mal wieder Samstag Sonntag je 9 Stunden.

Derzeit sieht meine Frau 3 Möglichkeiten des handelns, denn sie will nicht mehr so in dieser Beziehung leben.
1. Scheidung
2. Trennung auf Zeit - Ferienwohnung usw. und mal gucken ob wir uns vermissen (möchte ich nicht. Ich bin so oft Weg und weiß wie sich das anfühlt. Gut am Wochenende bin ich meistens zu Hause)
3. Eine ultimative Problemlösung (beide wissen wir nicht wie und was) Und da sie das Problem eigentlich bei mir sieht, bin ich auch der, der hier was presentieren sollte. Würde ich auch gerne machen - kann ich aber nicht.
Ideen, wie wir müssen mehr Sachen zu Zweit machen usw. sind wohl richtig und wichtig. Aber wir verlieren uns immer wieder im verzwickten Alltag. Im Weihnachtsurlaub haben wir es geschafft 1 mal Konzert und 1x eine Hotelübernachtung in der nächsten Großstadt mit Essen gehen, Sauna, shoppen usw.
Und falls es wichtig ist - auf der Sexuellen ebene ist es durchwachsen. Haben wir Sex, ist es gut. Und auch besser als früher. Ich glaube die Quantität könnte aus Sicht meiner Frau mehr sein. Ich komme ganz gut damit klar. Um genau zu sein, 2 -4 mal im Monat. Abhängig von meiner Abwesenheit, Urlaub usw.

Vor ca 2 Jahren haben wir uns ein Wohnmobil gekauft um mal raus zu kommen. Ist jetzt nicht oft vorgegekommen. Könnte ich als Vorführfahrzeug verkaufen!
Ach so ja, Haushalt und Einkauf etc. machen wir gemeinsam bzw teilen es auf.
Ich wende mich hier an Euch, da mir meine Familie und auch die letzten 25 Jahre mit meiner Frau wichtig sind! Hätte ich die ultimative Lösung bereist gefunden, würde ich hier nicht schreiben.

So, habe eben alles nochmal gelesen, ist schon viel und dazu ohne wirkliche Struktur. Naja ihr werdet es schon verstehen.
Für Tipps und Hilfe wäre ich dankbar!
 

Tja, ihr könnt die Stunden die ihr mit einander verbringt wirklich überschauen... dazu hat sie ein gewisses Urvertrauen in eure Beziehung die es bei soviel Distanz braucht durch deine Beinaheaffaire verloren... schwierig.

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11. Januar um 12:45
In Antwort auf qwertz76

Hallo,
vorweg....es fällt mir gerade sehr schwer mich in einem Forum zu öffnen und meine Probleme an die Öffentlichkeit zu tragen.
Dennoch brauche ich eure Ratschläge. Denn alles was ich bisher überlegt und getan habe hat nicht funktioniert. Ich möchte mich und meine Familie nachfolgend kurz vorstellen, damit ihr einen kleinen Einblick erlangt und die Probleme besser einordnen könnt.
Ich bin 43, meine Frau 42. Verheiratet seit 18 Jahren. Wir haben 3 Kinder 18(w), 16(w) und einen Sohn 8 und auch einen alten Hund. Alle noch in der Schule und wohnen zu Hause. Meine Frau und ich sind beide Berufstätig. Meine Frau arbeitet ca 25 Std in Wechselschichten. D.h. auch am Wochenende und Abends. Ich komme auf ca 40-45 Std zzügl. 2 Stunden Fahrtätigkeit mit dem Auto. ca. 1 x pro Monat muss ich 1 Wochen beruflich weg.
Meine Frau und ich kennen uns seit der Jugendzeit.
Meine Kindheit war aus heutiger Sicht nicht die schönste. Ich bin Einzelkind und das verhältnis zu meinem Vater war nicht wirklich schön. Nicht so wie es sein sollte! Er starb als ich 19 war. Meine Mutter starb als ich 29 war.
Vor ca. 12 Jahren hat sich von meiner seite ein Seitensprung angebahnt. Nichts spontanes. Eine Arbeitskollegin. Zum Seitensprung kam es nicht. Mit meiner Frau habe ich erst Monate später gesprochen als sie es herausgefunden hat. Wie dumm von mir...
Es ist wohl ein Thema, bei dem sie mir nicht wirklich verzeihen kann sondern sich damit nur arrangiert. Das aber auch nur am Rande um das Bild komplett zu machen.
Im Nov. 2018 habe ich einen Städtetrip mit meiner Frau geplant. 1 Woche vorher - ein heftiger Streit, bei dem auch eine Scheidung als Option in Frage kam. Was ist passiert? Das was jetzt auch wieder passiert ist. Und zwar angefangen an Weihnachten.
Ich bin egoistisch und kümmer mich nur um mich. Die Beziehung zu meiner Frau findet nicht statt. Die Ehe wie sie sich vorstellt ist es nicht. Ich ziehe sie runter. Sicht meiner Frau! Und ich kann es auch teilweise verstehen. Dazu kommt der Vorwurf, dass ich unter mangelnder Empahtie leide. Sicht meiner Frau! Und ja sie hat da schon manchmal recht. Ich bin zum teil Gefühlskalt bzw. kann meine Gefühle nicht zeigen. Und dennoch laufen auch mir die tränen wenn wir einen traurigen Film etc. schauen. Gefühle und Zuneigung waren auch in meiner Kindheit nicht wirklich vorhanden.
Ich habe sie einen Tag vor Abflug in das Wochenende im Nov. 2018 gebeten mit mir dieses Wochenende zu verbringen, da sie nicht mehr wollte. Wir sind geflogen und hatten ein sehr schönes Wochenenden und haben viele Dinge besprochen. Was stört sie, was mich? Was können wir ändern usw. Wir kamen glücklich und mit einem Plan zurück.
Nun das gleiche! Rückblickend haben wir wenige Sachen geändert bzw. durchgehalten. Gegenwärtiger Auslöser waren die letzten Abende der Woche. Ich habe mich in das Internet verzogen und mich nicht um meine Frau und Kinder gekümmert! Warum - ich habe mich um die Geburtstagsgeschenke meiner Frau gekümmert. Eigentlich wünscht sie sich nichts. Aber das finde ich auch blöd. Ja andere Menschen machen das in 2 Stunden. Ich brauche dafür deutlich länger, da ich mich zu häufig in Kleinigkeiten und Details verliere. Diese in der Familie negativen Eigenschaften, bewirken im Job das Gegenteil. Hier läuft es bei mir gut. Erfolg ist da, Geld stimmt usw. Bei ihr aber auch. Da wir uns beide in die Arbeit stürzen ergibt das natürlich auch zum Teil viele Überstunden. Mein Tag, wenn ich nicht unterwegs bin sieht wie folgt aus:
05:00 Aufstehen und mit dem Hund raus. Frühstück und Kaffe nur ganz kurz oder unterwegs.
05:45 fahre ich los (Weg ca. 60Min)
Gegen 06:45 bin ich auf der Arbeit
Zwischen 16:00 und 17:00 Feierabend. 60 Minuten Weg.
17:30-18:00 zu hause.
Den kleinen bringen wir abwechselnd gegen 19:30 ins Bett. In der Zeit zwischen 18:00 und 20:00 versuche ich ab und zu mal Sport zum machen. Letztes Jahr im Schnitt 1-2 pro Woche. Eher 1 mal. Meine Frau, wenn sie nicht arbeitet, geht auch 1 mal zum Sport. Gemeinsamen Sport haben wir nicht wirklich. Abendbrot machen wir (wenn kein Sport) alle zusammen.
Das Ritual des ins Bett bringen des Kleinen ist, zumindest bei mir, ein Kraftakt. Mir fehlt da ein wenig die Fähigkeit mit Kindern richtig umzugehen. Manchmal sehe ich in meinem eigenen Verhalten meinen Vater. Und ich hasse mich dafür! Bei meiner Frau ist alles super. Oft bin ich so sauer über mich und die versaute Situation, dass ich erstmal in den Garten muss und eine oder zwei Zigaretten rauchen gehe. Anschließend höre ich mir von meiner Frau an was ich falsch gemacht habe und gelobe Besserung - um es dann wiederholt nicht richtig zu machen. Sind mein Sohn und ich alleine, läuft alles. Das sind die Tage an denen meine Frau Abends arbeitet. Ab und zu sehen wir uns aufgrund der Arbeitszeiten 2 Tage lang nicht wirklich, obwohl wir nebeneinander schlafen. Sie kommt ich schlafe oder ich gehe und sie liegt noch im Bett.
Ist der kleine dann irgendwann mal im Bett ca. 19:30 - 20:00 habe ich noch Ca 60 - 90 Minuten für alles weitere im Leben (Duschen, Fahrrad oder Auto der Tocher reparieren, Garten usw.......Spätestens 21:30 - 22:00 muss ich ins Bet, sonst schaffe ich den nächsten Tag nicht.
Das ich hier jetzt gerade schreiben kann, liegt nur daran, das mein Sohn gerade selber spielt. Das kommt nicht oft vor. Meine Frau ist auf der Arbeit. Dieses Wochenende mal wieder Samstag Sonntag je 9 Stunden.

Derzeit sieht meine Frau 3 Möglichkeiten des handelns, denn sie will nicht mehr so in dieser Beziehung leben.
1. Scheidung
2. Trennung auf Zeit - Ferienwohnung usw. und mal gucken ob wir uns vermissen (möchte ich nicht. Ich bin so oft Weg und weiß wie sich das anfühlt. Gut am Wochenende bin ich meistens zu Hause)
3. Eine ultimative Problemlösung (beide wissen wir nicht wie und was) Und da sie das Problem eigentlich bei mir sieht, bin ich auch der, der hier was presentieren sollte. Würde ich auch gerne machen - kann ich aber nicht.
Ideen, wie wir müssen mehr Sachen zu Zweit machen usw. sind wohl richtig und wichtig. Aber wir verlieren uns immer wieder im verzwickten Alltag. Im Weihnachtsurlaub haben wir es geschafft 1 mal Konzert und 1x eine Hotelübernachtung in der nächsten Großstadt mit Essen gehen, Sauna, shoppen usw.
Und falls es wichtig ist - auf der Sexuellen ebene ist es durchwachsen. Haben wir Sex, ist es gut. Und auch besser als früher. Ich glaube die Quantität könnte aus Sicht meiner Frau mehr sein. Ich komme ganz gut damit klar. Um genau zu sein, 2 -4 mal im Monat. Abhängig von meiner Abwesenheit, Urlaub usw.

Vor ca 2 Jahren haben wir uns ein Wohnmobil gekauft um mal raus zu kommen. Ist jetzt nicht oft vorgegekommen. Könnte ich als Vorführfahrzeug verkaufen!
Ach so ja, Haushalt und Einkauf etc. machen wir gemeinsam bzw teilen es auf.
Ich wende mich hier an Euch, da mir meine Familie und auch die letzten 25 Jahre mit meiner Frau wichtig sind! Hätte ich die ultimative Lösung bereist gefunden, würde ich hier nicht schreiben.

So, habe eben alles nochmal gelesen, ist schon viel und dazu ohne wirkliche Struktur. Naja ihr werdet es schon verstehen.
Für Tipps und Hilfe wäre ich dankbar!
 

Ob deine ehe am Ende ist weiss ich nicht.

" Die Ehe wie sie sich vorstellt ist es nicht. Ich ziehe sie runter. Sicht meiner Frau! Und ich kann es auch teilweise verstehen."

Na ja , wenn du teilweise verstehen, dann gib denn teil denn du verstehen kannst bei.
Ja, ist zu viel. und ja ohne Struktur.

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11. Januar um 16:30
In Antwort auf qwertz76

Hallo,
vorweg....es fällt mir gerade sehr schwer mich in einem Forum zu öffnen und meine Probleme an die Öffentlichkeit zu tragen.
Dennoch brauche ich eure Ratschläge. Denn alles was ich bisher überlegt und getan habe hat nicht funktioniert. Ich möchte mich und meine Familie nachfolgend kurz vorstellen, damit ihr einen kleinen Einblick erlangt und die Probleme besser einordnen könnt.
Ich bin 43, meine Frau 42. Verheiratet seit 18 Jahren. Wir haben 3 Kinder 18(w), 16(w) und einen Sohn 8 und auch einen alten Hund. Alle noch in der Schule und wohnen zu Hause. Meine Frau und ich sind beide Berufstätig. Meine Frau arbeitet ca 25 Std in Wechselschichten. D.h. auch am Wochenende und Abends. Ich komme auf ca 40-45 Std zzügl. 2 Stunden Fahrtätigkeit mit dem Auto. ca. 1 x pro Monat muss ich 1 Wochen beruflich weg.
Meine Frau und ich kennen uns seit der Jugendzeit.
Meine Kindheit war aus heutiger Sicht nicht die schönste. Ich bin Einzelkind und das verhältnis zu meinem Vater war nicht wirklich schön. Nicht so wie es sein sollte! Er starb als ich 19 war. Meine Mutter starb als ich 29 war.
Vor ca. 12 Jahren hat sich von meiner seite ein Seitensprung angebahnt. Nichts spontanes. Eine Arbeitskollegin. Zum Seitensprung kam es nicht. Mit meiner Frau habe ich erst Monate später gesprochen als sie es herausgefunden hat. Wie dumm von mir...
Es ist wohl ein Thema, bei dem sie mir nicht wirklich verzeihen kann sondern sich damit nur arrangiert. Das aber auch nur am Rande um das Bild komplett zu machen.
Im Nov. 2018 habe ich einen Städtetrip mit meiner Frau geplant. 1 Woche vorher - ein heftiger Streit, bei dem auch eine Scheidung als Option in Frage kam. Was ist passiert? Das was jetzt auch wieder passiert ist. Und zwar angefangen an Weihnachten.
Ich bin egoistisch und kümmer mich nur um mich. Die Beziehung zu meiner Frau findet nicht statt. Die Ehe wie sie sich vorstellt ist es nicht. Ich ziehe sie runter. Sicht meiner Frau! Und ich kann es auch teilweise verstehen. Dazu kommt der Vorwurf, dass ich unter mangelnder Empahtie leide. Sicht meiner Frau! Und ja sie hat da schon manchmal recht. Ich bin zum teil Gefühlskalt bzw. kann meine Gefühle nicht zeigen. Und dennoch laufen auch mir die tränen wenn wir einen traurigen Film etc. schauen. Gefühle und Zuneigung waren auch in meiner Kindheit nicht wirklich vorhanden.
Ich habe sie einen Tag vor Abflug in das Wochenende im Nov. 2018 gebeten mit mir dieses Wochenende zu verbringen, da sie nicht mehr wollte. Wir sind geflogen und hatten ein sehr schönes Wochenenden und haben viele Dinge besprochen. Was stört sie, was mich? Was können wir ändern usw. Wir kamen glücklich und mit einem Plan zurück.
Nun das gleiche! Rückblickend haben wir wenige Sachen geändert bzw. durchgehalten. Gegenwärtiger Auslöser waren die letzten Abende der Woche. Ich habe mich in das Internet verzogen und mich nicht um meine Frau und Kinder gekümmert! Warum - ich habe mich um die Geburtstagsgeschenke meiner Frau gekümmert. Eigentlich wünscht sie sich nichts. Aber das finde ich auch blöd. Ja andere Menschen machen das in 2 Stunden. Ich brauche dafür deutlich länger, da ich mich zu häufig in Kleinigkeiten und Details verliere. Diese in der Familie negativen Eigenschaften, bewirken im Job das Gegenteil. Hier läuft es bei mir gut. Erfolg ist da, Geld stimmt usw. Bei ihr aber auch. Da wir uns beide in die Arbeit stürzen ergibt das natürlich auch zum Teil viele Überstunden. Mein Tag, wenn ich nicht unterwegs bin sieht wie folgt aus:
05:00 Aufstehen und mit dem Hund raus. Frühstück und Kaffe nur ganz kurz oder unterwegs.
05:45 fahre ich los (Weg ca. 60Min)
Gegen 06:45 bin ich auf der Arbeit
Zwischen 16:00 und 17:00 Feierabend. 60 Minuten Weg.
17:30-18:00 zu hause.
Den kleinen bringen wir abwechselnd gegen 19:30 ins Bett. In der Zeit zwischen 18:00 und 20:00 versuche ich ab und zu mal Sport zum machen. Letztes Jahr im Schnitt 1-2 pro Woche. Eher 1 mal. Meine Frau, wenn sie nicht arbeitet, geht auch 1 mal zum Sport. Gemeinsamen Sport haben wir nicht wirklich. Abendbrot machen wir (wenn kein Sport) alle zusammen.
Das Ritual des ins Bett bringen des Kleinen ist, zumindest bei mir, ein Kraftakt. Mir fehlt da ein wenig die Fähigkeit mit Kindern richtig umzugehen. Manchmal sehe ich in meinem eigenen Verhalten meinen Vater. Und ich hasse mich dafür! Bei meiner Frau ist alles super. Oft bin ich so sauer über mich und die versaute Situation, dass ich erstmal in den Garten muss und eine oder zwei Zigaretten rauchen gehe. Anschließend höre ich mir von meiner Frau an was ich falsch gemacht habe und gelobe Besserung - um es dann wiederholt nicht richtig zu machen. Sind mein Sohn und ich alleine, läuft alles. Das sind die Tage an denen meine Frau Abends arbeitet. Ab und zu sehen wir uns aufgrund der Arbeitszeiten 2 Tage lang nicht wirklich, obwohl wir nebeneinander schlafen. Sie kommt ich schlafe oder ich gehe und sie liegt noch im Bett.
Ist der kleine dann irgendwann mal im Bett ca. 19:30 - 20:00 habe ich noch Ca 60 - 90 Minuten für alles weitere im Leben (Duschen, Fahrrad oder Auto der Tocher reparieren, Garten usw.......Spätestens 21:30 - 22:00 muss ich ins Bet, sonst schaffe ich den nächsten Tag nicht.
Das ich hier jetzt gerade schreiben kann, liegt nur daran, das mein Sohn gerade selber spielt. Das kommt nicht oft vor. Meine Frau ist auf der Arbeit. Dieses Wochenende mal wieder Samstag Sonntag je 9 Stunden.

Derzeit sieht meine Frau 3 Möglichkeiten des handelns, denn sie will nicht mehr so in dieser Beziehung leben.
1. Scheidung
2. Trennung auf Zeit - Ferienwohnung usw. und mal gucken ob wir uns vermissen (möchte ich nicht. Ich bin so oft Weg und weiß wie sich das anfühlt. Gut am Wochenende bin ich meistens zu Hause)
3. Eine ultimative Problemlösung (beide wissen wir nicht wie und was) Und da sie das Problem eigentlich bei mir sieht, bin ich auch der, der hier was presentieren sollte. Würde ich auch gerne machen - kann ich aber nicht.
Ideen, wie wir müssen mehr Sachen zu Zweit machen usw. sind wohl richtig und wichtig. Aber wir verlieren uns immer wieder im verzwickten Alltag. Im Weihnachtsurlaub haben wir es geschafft 1 mal Konzert und 1x eine Hotelübernachtung in der nächsten Großstadt mit Essen gehen, Sauna, shoppen usw.
Und falls es wichtig ist - auf der Sexuellen ebene ist es durchwachsen. Haben wir Sex, ist es gut. Und auch besser als früher. Ich glaube die Quantität könnte aus Sicht meiner Frau mehr sein. Ich komme ganz gut damit klar. Um genau zu sein, 2 -4 mal im Monat. Abhängig von meiner Abwesenheit, Urlaub usw.

Vor ca 2 Jahren haben wir uns ein Wohnmobil gekauft um mal raus zu kommen. Ist jetzt nicht oft vorgegekommen. Könnte ich als Vorführfahrzeug verkaufen!
Ach so ja, Haushalt und Einkauf etc. machen wir gemeinsam bzw teilen es auf.
Ich wende mich hier an Euch, da mir meine Familie und auch die letzten 25 Jahre mit meiner Frau wichtig sind! Hätte ich die ultimative Lösung bereist gefunden, würde ich hier nicht schreiben.

So, habe eben alles nochmal gelesen, ist schon viel und dazu ohne wirkliche Struktur. Naja ihr werdet es schon verstehen.
Für Tipps und Hilfe wäre ich dankbar!
 

deine Frau sagt dir seit Ewigkeiten was dich stört...  und du ignorierst es... setzt dich lieber vor den Laptop usw...  unfassbar!!!   

und dann noch als Grund deine schlimme Kindheit vorzuschieben

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11. Januar um 16:32
In Antwort auf carina2019

deine Frau sagt dir seit Ewigkeiten was dich stört...  und du ignorierst es... setzt dich lieber vor den Laptop usw...  unfassbar!!!   

und dann noch als Grund deine schlimme Kindheit vorzuschieben

gehst erstmal raus 2 Zigaretten rauchen...  nicht mal das kannst du ändern, was so leicht zu ändern wäre!!   da sieht man doch dass du null Bock hast was zu ändern

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11. Januar um 18:38
In Antwort auf carina2019

gehst erstmal raus 2 Zigaretten rauchen...  nicht mal das kannst du ändern, was so leicht zu ändern wäre!!   da sieht man doch dass du null Bock hast was zu ändern

Habe ich gesagt, dass ich aufhören will zu rauchen? Ich möchte nur den benötigten Abstand zum Ausdruck bringen. Dann stell dir vor ich gehe 5 Min um den Block.

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11. Januar um 20:10
In Antwort auf qwertz76

Hallo,
vorweg....es fällt mir gerade sehr schwer mich in einem Forum zu öffnen und meine Probleme an die Öffentlichkeit zu tragen.
Dennoch brauche ich eure Ratschläge. Denn alles was ich bisher überlegt und getan habe hat nicht funktioniert. Ich möchte mich und meine Familie nachfolgend kurz vorstellen, damit ihr einen kleinen Einblick erlangt und die Probleme besser einordnen könnt.
Ich bin 43, meine Frau 42. Verheiratet seit 18 Jahren. Wir haben 3 Kinder 18(w), 16(w) und einen Sohn 8 und auch einen alten Hund. Alle noch in der Schule und wohnen zu Hause. Meine Frau und ich sind beide Berufstätig. Meine Frau arbeitet ca 25 Std in Wechselschichten. D.h. auch am Wochenende und Abends. Ich komme auf ca 40-45 Std zzügl. 2 Stunden Fahrtätigkeit mit dem Auto. ca. 1 x pro Monat muss ich 1 Wochen beruflich weg.
Meine Frau und ich kennen uns seit der Jugendzeit.
Meine Kindheit war aus heutiger Sicht nicht die schönste. Ich bin Einzelkind und das verhältnis zu meinem Vater war nicht wirklich schön. Nicht so wie es sein sollte! Er starb als ich 19 war. Meine Mutter starb als ich 29 war.
Vor ca. 12 Jahren hat sich von meiner seite ein Seitensprung angebahnt. Nichts spontanes. Eine Arbeitskollegin. Zum Seitensprung kam es nicht. Mit meiner Frau habe ich erst Monate später gesprochen als sie es herausgefunden hat. Wie dumm von mir...
Es ist wohl ein Thema, bei dem sie mir nicht wirklich verzeihen kann sondern sich damit nur arrangiert. Das aber auch nur am Rande um das Bild komplett zu machen.
Im Nov. 2018 habe ich einen Städtetrip mit meiner Frau geplant. 1 Woche vorher - ein heftiger Streit, bei dem auch eine Scheidung als Option in Frage kam. Was ist passiert? Das was jetzt auch wieder passiert ist. Und zwar angefangen an Weihnachten.
Ich bin egoistisch und kümmer mich nur um mich. Die Beziehung zu meiner Frau findet nicht statt. Die Ehe wie sie sich vorstellt ist es nicht. Ich ziehe sie runter. Sicht meiner Frau! Und ich kann es auch teilweise verstehen. Dazu kommt der Vorwurf, dass ich unter mangelnder Empahtie leide. Sicht meiner Frau! Und ja sie hat da schon manchmal recht. Ich bin zum teil Gefühlskalt bzw. kann meine Gefühle nicht zeigen. Und dennoch laufen auch mir die tränen wenn wir einen traurigen Film etc. schauen. Gefühle und Zuneigung waren auch in meiner Kindheit nicht wirklich vorhanden.
Ich habe sie einen Tag vor Abflug in das Wochenende im Nov. 2018 gebeten mit mir dieses Wochenende zu verbringen, da sie nicht mehr wollte. Wir sind geflogen und hatten ein sehr schönes Wochenenden und haben viele Dinge besprochen. Was stört sie, was mich? Was können wir ändern usw. Wir kamen glücklich und mit einem Plan zurück.
Nun das gleiche! Rückblickend haben wir wenige Sachen geändert bzw. durchgehalten. Gegenwärtiger Auslöser waren die letzten Abende der Woche. Ich habe mich in das Internet verzogen und mich nicht um meine Frau und Kinder gekümmert! Warum - ich habe mich um die Geburtstagsgeschenke meiner Frau gekümmert. Eigentlich wünscht sie sich nichts. Aber das finde ich auch blöd. Ja andere Menschen machen das in 2 Stunden. Ich brauche dafür deutlich länger, da ich mich zu häufig in Kleinigkeiten und Details verliere. Diese in der Familie negativen Eigenschaften, bewirken im Job das Gegenteil. Hier läuft es bei mir gut. Erfolg ist da, Geld stimmt usw. Bei ihr aber auch. Da wir uns beide in die Arbeit stürzen ergibt das natürlich auch zum Teil viele Überstunden. Mein Tag, wenn ich nicht unterwegs bin sieht wie folgt aus:
05:00 Aufstehen und mit dem Hund raus. Frühstück und Kaffe nur ganz kurz oder unterwegs.
05:45 fahre ich los (Weg ca. 60Min)
Gegen 06:45 bin ich auf der Arbeit
Zwischen 16:00 und 17:00 Feierabend. 60 Minuten Weg.
17:30-18:00 zu hause.
Den kleinen bringen wir abwechselnd gegen 19:30 ins Bett. In der Zeit zwischen 18:00 und 20:00 versuche ich ab und zu mal Sport zum machen. Letztes Jahr im Schnitt 1-2 pro Woche. Eher 1 mal. Meine Frau, wenn sie nicht arbeitet, geht auch 1 mal zum Sport. Gemeinsamen Sport haben wir nicht wirklich. Abendbrot machen wir (wenn kein Sport) alle zusammen.
Das Ritual des ins Bett bringen des Kleinen ist, zumindest bei mir, ein Kraftakt. Mir fehlt da ein wenig die Fähigkeit mit Kindern richtig umzugehen. Manchmal sehe ich in meinem eigenen Verhalten meinen Vater. Und ich hasse mich dafür! Bei meiner Frau ist alles super. Oft bin ich so sauer über mich und die versaute Situation, dass ich erstmal in den Garten muss und eine oder zwei Zigaretten rauchen gehe. Anschließend höre ich mir von meiner Frau an was ich falsch gemacht habe und gelobe Besserung - um es dann wiederholt nicht richtig zu machen. Sind mein Sohn und ich alleine, läuft alles. Das sind die Tage an denen meine Frau Abends arbeitet. Ab und zu sehen wir uns aufgrund der Arbeitszeiten 2 Tage lang nicht wirklich, obwohl wir nebeneinander schlafen. Sie kommt ich schlafe oder ich gehe und sie liegt noch im Bett.
Ist der kleine dann irgendwann mal im Bett ca. 19:30 - 20:00 habe ich noch Ca 60 - 90 Minuten für alles weitere im Leben (Duschen, Fahrrad oder Auto der Tocher reparieren, Garten usw.......Spätestens 21:30 - 22:00 muss ich ins Bet, sonst schaffe ich den nächsten Tag nicht.
Das ich hier jetzt gerade schreiben kann, liegt nur daran, das mein Sohn gerade selber spielt. Das kommt nicht oft vor. Meine Frau ist auf der Arbeit. Dieses Wochenende mal wieder Samstag Sonntag je 9 Stunden.

Derzeit sieht meine Frau 3 Möglichkeiten des handelns, denn sie will nicht mehr so in dieser Beziehung leben.
1. Scheidung
2. Trennung auf Zeit - Ferienwohnung usw. und mal gucken ob wir uns vermissen (möchte ich nicht. Ich bin so oft Weg und weiß wie sich das anfühlt. Gut am Wochenende bin ich meistens zu Hause)
3. Eine ultimative Problemlösung (beide wissen wir nicht wie und was) Und da sie das Problem eigentlich bei mir sieht, bin ich auch der, der hier was presentieren sollte. Würde ich auch gerne machen - kann ich aber nicht.
Ideen, wie wir müssen mehr Sachen zu Zweit machen usw. sind wohl richtig und wichtig. Aber wir verlieren uns immer wieder im verzwickten Alltag. Im Weihnachtsurlaub haben wir es geschafft 1 mal Konzert und 1x eine Hotelübernachtung in der nächsten Großstadt mit Essen gehen, Sauna, shoppen usw.
Und falls es wichtig ist - auf der Sexuellen ebene ist es durchwachsen. Haben wir Sex, ist es gut. Und auch besser als früher. Ich glaube die Quantität könnte aus Sicht meiner Frau mehr sein. Ich komme ganz gut damit klar. Um genau zu sein, 2 -4 mal im Monat. Abhängig von meiner Abwesenheit, Urlaub usw.

Vor ca 2 Jahren haben wir uns ein Wohnmobil gekauft um mal raus zu kommen. Ist jetzt nicht oft vorgegekommen. Könnte ich als Vorführfahrzeug verkaufen!
Ach so ja, Haushalt und Einkauf etc. machen wir gemeinsam bzw teilen es auf.
Ich wende mich hier an Euch, da mir meine Familie und auch die letzten 25 Jahre mit meiner Frau wichtig sind! Hätte ich die ultimative Lösung bereist gefunden, würde ich hier nicht schreiben.

So, habe eben alles nochmal gelesen, ist schon viel und dazu ohne wirkliche Struktur. Naja ihr werdet es schon verstehen.
Für Tipps und Hilfe wäre ich dankbar!
 

...also ihr kennt euch seit Teenagertagen und habt geheiratet mit 24,25Jahren und 18Jahre "durchgehalten"...Respekt..3Kinder,auch viel Arbeit und ein Kraftakt...

Was ich vielleicht überlesen habe..wieso setzt ihr euch nicht zusammen und unterhaltet euch mal miteinander?

Irgendwo hat euch das Hamsterrad Alltag so gefangen,das für irgendwas Schönes kaum mehr Zeit bleibt und für euch auch nicht.

Dass Du "nur"einmal beinahe" fremd gegangen bist in 18Jahren..mutet dabei fast etwas merkwürdig an...

Du wirst sicherlich Dein WEsen nicht verändern können,und auch keine neue Arbeit finden,die nicht 2Std täglich Anfahrt hätte,oder? Ist ja auch stressig...

Auch kann ich es mir vorstellen,es war schwer die Eltern zu verlieren,Du warst noch sehr jung.Keiner mehr,den man fragen kann,der da ist..der einem wirklich liebt...oder doch...deswegen so jung geheiratet..wie auch immer...

Mir kam auch spontan der Gedanke,wieso nicht eine effiziente Paartherapie angehen?

Mein Eindruck beim Lesen war,euer stressiger Alltag bringt euch auseinander..und euer Umgang damit.Hast DU Dich schon mal med.durchchecken lassen..vielleicht ein Mineralstoffmangel oder so? Und Deine Frau? Job und 3Kinder..auch nicht wenig.

Ich denke,es würde Lösungen geben können für euch,die es wert wären versucht zu werden..aber auch viel GEduld..die es benötigen würde...

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11. Januar um 20:27
In Antwort auf coleen41

...also ihr kennt euch seit Teenagertagen und habt geheiratet mit 24,25Jahren und 18Jahre "durchgehalten"...Respekt..3Kinder,auch viel Arbeit und ein Kraftakt...

Was ich vielleicht überlesen habe..wieso setzt ihr euch nicht zusammen und unterhaltet euch mal miteinander?

Irgendwo hat euch das Hamsterrad Alltag so gefangen,das für irgendwas Schönes kaum mehr Zeit bleibt und für euch auch nicht.

Dass Du "nur"einmal beinahe" fremd gegangen bist in 18Jahren..mutet dabei fast etwas merkwürdig an...

Du wirst sicherlich Dein WEsen nicht verändern können,und auch keine neue Arbeit finden,die nicht 2Std täglich Anfahrt hätte,oder? Ist ja auch stressig...

Auch kann ich es mir vorstellen,es war schwer die Eltern zu verlieren,Du warst noch sehr jung.Keiner mehr,den man fragen kann,der da ist..der einem wirklich liebt...oder doch...deswegen so jung geheiratet..wie auch immer...

Mir kam auch spontan der Gedanke,wieso nicht eine effiziente Paartherapie angehen?

Mein Eindruck beim Lesen war,euer stressiger Alltag bringt euch auseinander..und euer Umgang damit.Hast DU Dich schon mal med.durchchecken lassen..vielleicht ein Mineralstoffmangel oder so? Und Deine Frau? Job und 3Kinder..auch nicht wenig.

Ich denke,es würde Lösungen geben können für euch,die es wert wären versucht zu werden..aber auch viel GEduld..die es benötigen würde...

Das ist der erste Beitrag der es auf den Punkt bringt. Paartherapie habe ich vorgeschlagen. Meine Frau hält nichts davon. Das liegt daran, das wir mit dem kleinen schon bei diversen Psychologen waren, die sich aber als - sagen wir mal nicht hilfreich erwiesen haben. Ja es war nur 1 mal. Klar guckt man mal nach rechts oder links. Aber sie ist meinenTraumfrau. Wird sie auch bleiben. Ich glaube auch nicht, dass ich nach einer Trennung nochmal beziehungsfähig sein werde. Medizinisch werde ich berufsbedingt jährlich auf den Kopf gestellt. Alles gut. Klar dafür muss man was machen. Wie z.b. Sport. Ernährung könnte besser sein😪

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11. Januar um 20:36

Ich bin egoistisch und kümmer mich nur um mich. Die Beziehung zu meiner Frau findet nicht statt. Die Ehe wie sie sich vorstellt ist es nicht. Ich ziehe sie runter. Sicht meiner Frau! Und ich kann es auch teilweise verstehen. Dazu kommt der Vorwurf, dass ich unter mangelnder Empahtie leide. Sicht meiner Frau! Und ja sie hat da schon manchmal recht. Ich bin zum teil Gefühlskalt bzw. kann meine Gefühle nicht zeigen. Und dennoch laufen auch mir die tränen wenn wir einen traurigen Film etc. schauen. Gefühle und Zuneigung waren auch in meiner Kindheit nicht wirklich vorhanden.

Ich würde hier auch zu einer Eheberatung raten bzw Paartherapie. Das wird wohl eine dieser Ehen sein, wo alles zwar erledigt wird, Kinder sind versorgt, Haushalt läuft, alles sieht toll aus von außen betrachtet, jeder lebt so nebeneinander her und funktioniert irgendwie, aber ihr fehlt absolut das Emotionale. Dann hast du auch noch die Nähe die sie sich wünscht zu einer anderen Frau aufgebaut, das wäre für mich als Frau der absolute Supergau.

 

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11. Januar um 20:40
In Antwort auf erdnusscreamy

Ob deine ehe am Ende ist weiss ich nicht.

" Die Ehe wie sie sich vorstellt ist es nicht. Ich ziehe sie runter. Sicht meiner Frau! Und ich kann es auch teilweise verstehen."

Na ja , wenn du teilweise verstehen, dann gib denn teil denn du verstehen kannst bei.
Ja, ist zu viel. und ja ohne Struktur.

Ich weiß es auch nicht. Aber bei Selbstbezichtungen und -analysen bin ich genauso skeptisch wie bei Selbstbeweihräucherungen!

Grund:

Wir alle spiegeln uns in unserem Gegenüber! Dies bedeutet: Man sollte nicht den Ball so aufnehmen, wie er angeflogen kommt.

Partnerschaftliche Kommunikation steckt voller komplexer Wechselwirkungen. Die Fixierung auf unsere eigene Vergangenheit, z.B. Kindheit, ist gefährlich, kann übrigens auch vom Partner*in als "Waffe"  oder zumindest "Argument ad hominem" gebraucht werden. Typisch ist, dass wir uns dann nach Regeln einer selbsterfüllenden Prophezeiung, aber derjenigen des Partners/der Partnerin verhalten.

Erfahrene Therapeuten wissen, wie man diesen Mechanismus durchschaut und ggf. knacken kann. Sie gehen nicht in die Falle, Partei zu ergreifen!

Wir erfahren ja hier nur etwas über die äußeren Strukturen der Beziehung einschließlich Selbstbezichtungen und Bekundung massiver Empathiemängel.  Sozusagen schon alles hübsch voranalysiert.

Es geht jetzt nicht darum, den TE vom Gegenteil zu überzeugen, sondern das Systemische an solchen Beziehungskomplexen klar zu machen.

Darum nehmt die Chance einer Paartherapie wahr: Du kannst da offen alles los werden, auch über Deine eigenen Unzulänglichkeiten sprechen. Auch Deine Frau kann da zu Wort kommen. Aber dann werden mit Sicherheit ein paar kritische Fragen gestellt werden, auch an Deine Frau. Die könnten sehr aufschlussreich sein für euch.

Z.B. die Situation vor x Jahren mit der Arbeitskollegin: Das kam nicht aus heiterem Himmel und ist mit Sicherheit nicht nur auf übergroße männliche "Geilheit" oder mangelnde Empathie gegenüber Deiner Familie zurückzuführen! Nach meiner Erfahrung gab es Defizite, und diese liegen nicht nur auf einer Seite des Spektrums, sondern sind ineinander verwoben.

Schließlich müsst ihr erfahren, dass man nicht einfach nur der oder der oder die und die ist, sondern sich auch wechselseitig in einer anderen Perspektive erleben kann. Das wäre ein zusätzlicher verhaltenstherapeutischer Ansatz für euch.

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11. Januar um 20:56
In Antwort auf zauderer22

Ich weiß es auch nicht. Aber bei Selbstbezichtungen und -analysen bin ich genauso skeptisch wie bei Selbstbeweihräucherungen!

Grund:

Wir alle spiegeln uns in unserem Gegenüber! Dies bedeutet: Man sollte nicht den Ball so aufnehmen, wie er angeflogen kommt.

Partnerschaftliche Kommunikation steckt voller komplexer Wechselwirkungen. Die Fixierung auf unsere eigene Vergangenheit, z.B. Kindheit, ist gefährlich, kann übrigens auch vom Partner*in als "Waffe"  oder zumindest "Argument ad hominem" gebraucht werden. Typisch ist, dass wir uns dann nach Regeln einer selbsterfüllenden Prophezeiung, aber derjenigen des Partners/der Partnerin verhalten.

Erfahrene Therapeuten wissen, wie man diesen Mechanismus durchschaut und ggf. knacken kann. Sie gehen nicht in die Falle, Partei zu ergreifen!

Wir erfahren ja hier nur etwas über die äußeren Strukturen der Beziehung einschließlich Selbstbezichtungen und Bekundung massiver Empathiemängel.  Sozusagen schon alles hübsch voranalysiert.

Es geht jetzt nicht darum, den TE vom Gegenteil zu überzeugen, sondern das Systemische an solchen Beziehungskomplexen klar zu machen.

Darum nehmt die Chance einer Paartherapie wahr: Du kannst da offen alles los werden, auch über Deine eigenen Unzulänglichkeiten sprechen. Auch Deine Frau kann da zu Wort kommen. Aber dann werden mit Sicherheit ein paar kritische Fragen gestellt werden, auch an Deine Frau. Die könnten sehr aufschlussreich sein für euch.

Z.B. die Situation vor x Jahren mit der Arbeitskollegin: Das kam nicht aus heiterem Himmel und ist mit Sicherheit nicht nur auf übergroße männliche "Geilheit" oder mangelnde Empathie gegenüber Deiner Familie zurückzuführen! Nach meiner Erfahrung gab es Defizite, und diese liegen nicht nur auf einer Seite des Spektrums, sondern sind ineinander verwoben.

Schließlich müsst ihr erfahren, dass man nicht einfach nur der oder der oder die und die ist, sondern sich auch wechselseitig in einer anderen Perspektive erleben kann. Das wäre ein zusätzlicher verhaltenstherapeutischer Ansatz für euch.

" Wir alle spiegeln uns in unserem Gegenüber! Dies bedeutet: Man sollte nicht den Ball so aufnehmen, wie er angeflogen kommt."

Nartürlich nicht. Wir sollten uns alle eine Wunderkerze in den Hintern stecken um dem Ball den Weg zu weisen.

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12. Januar um 8:48
In Antwort auf erdnusscreamy

" Wir alle spiegeln uns in unserem Gegenüber! Dies bedeutet: Man sollte nicht den Ball so aufnehmen, wie er angeflogen kommt."

Nartürlich nicht. Wir sollten uns alle eine Wunderkerze in den Hintern stecken um dem Ball den Weg zu weisen.

So in etwa würde die Antwort von jemand aussehen, der glaubt:

bei Beziehungsproblemen gehe es darum, dass einer recht hat und der andere unrecht

bei Beziehungsproblemen gehe es um "Wahrheit"

bei Beziehungsproblemen müsse man genau eine Seite unterstützen und die andere verurteilen: Zustimmmen würde einer solchen Einstellung nur bei physischen und psychischen Übergriffen. Aber nicht jedes Beziehungsproblem kann man auf sowas reduzieren!

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12. Januar um 9:16
In Antwort auf qwertz76

Hallo,
vorweg....es fällt mir gerade sehr schwer mich in einem Forum zu öffnen und meine Probleme an die Öffentlichkeit zu tragen.
Dennoch brauche ich eure Ratschläge. Denn alles was ich bisher überlegt und getan habe hat nicht funktioniert. Ich möchte mich und meine Familie nachfolgend kurz vorstellen, damit ihr einen kleinen Einblick erlangt und die Probleme besser einordnen könnt.
Ich bin 43, meine Frau 42. Verheiratet seit 18 Jahren. Wir haben 3 Kinder 18(w), 16(w) und einen Sohn 8 und auch einen alten Hund. Alle noch in der Schule und wohnen zu Hause. Meine Frau und ich sind beide Berufstätig. Meine Frau arbeitet ca 25 Std in Wechselschichten. D.h. auch am Wochenende und Abends. Ich komme auf ca 40-45 Std zzügl. 2 Stunden Fahrtätigkeit mit dem Auto. ca. 1 x pro Monat muss ich 1 Wochen beruflich weg.
Meine Frau und ich kennen uns seit der Jugendzeit.
Meine Kindheit war aus heutiger Sicht nicht die schönste. Ich bin Einzelkind und das verhältnis zu meinem Vater war nicht wirklich schön. Nicht so wie es sein sollte! Er starb als ich 19 war. Meine Mutter starb als ich 29 war.
Vor ca. 12 Jahren hat sich von meiner seite ein Seitensprung angebahnt. Nichts spontanes. Eine Arbeitskollegin. Zum Seitensprung kam es nicht. Mit meiner Frau habe ich erst Monate später gesprochen als sie es herausgefunden hat. Wie dumm von mir...
Es ist wohl ein Thema, bei dem sie mir nicht wirklich verzeihen kann sondern sich damit nur arrangiert. Das aber auch nur am Rande um das Bild komplett zu machen.
Im Nov. 2018 habe ich einen Städtetrip mit meiner Frau geplant. 1 Woche vorher - ein heftiger Streit, bei dem auch eine Scheidung als Option in Frage kam. Was ist passiert? Das was jetzt auch wieder passiert ist. Und zwar angefangen an Weihnachten.
Ich bin egoistisch und kümmer mich nur um mich. Die Beziehung zu meiner Frau findet nicht statt. Die Ehe wie sie sich vorstellt ist es nicht. Ich ziehe sie runter. Sicht meiner Frau! Und ich kann es auch teilweise verstehen. Dazu kommt der Vorwurf, dass ich unter mangelnder Empahtie leide. Sicht meiner Frau! Und ja sie hat da schon manchmal recht. Ich bin zum teil Gefühlskalt bzw. kann meine Gefühle nicht zeigen. Und dennoch laufen auch mir die tränen wenn wir einen traurigen Film etc. schauen. Gefühle und Zuneigung waren auch in meiner Kindheit nicht wirklich vorhanden.
Ich habe sie einen Tag vor Abflug in das Wochenende im Nov. 2018 gebeten mit mir dieses Wochenende zu verbringen, da sie nicht mehr wollte. Wir sind geflogen und hatten ein sehr schönes Wochenenden und haben viele Dinge besprochen. Was stört sie, was mich? Was können wir ändern usw. Wir kamen glücklich und mit einem Plan zurück.
Nun das gleiche! Rückblickend haben wir wenige Sachen geändert bzw. durchgehalten. Gegenwärtiger Auslöser waren die letzten Abende der Woche. Ich habe mich in das Internet verzogen und mich nicht um meine Frau und Kinder gekümmert! Warum - ich habe mich um die Geburtstagsgeschenke meiner Frau gekümmert. Eigentlich wünscht sie sich nichts. Aber das finde ich auch blöd. Ja andere Menschen machen das in 2 Stunden. Ich brauche dafür deutlich länger, da ich mich zu häufig in Kleinigkeiten und Details verliere. Diese in der Familie negativen Eigenschaften, bewirken im Job das Gegenteil. Hier läuft es bei mir gut. Erfolg ist da, Geld stimmt usw. Bei ihr aber auch. Da wir uns beide in die Arbeit stürzen ergibt das natürlich auch zum Teil viele Überstunden. Mein Tag, wenn ich nicht unterwegs bin sieht wie folgt aus:
05:00 Aufstehen und mit dem Hund raus. Frühstück und Kaffe nur ganz kurz oder unterwegs.
05:45 fahre ich los (Weg ca. 60Min)
Gegen 06:45 bin ich auf der Arbeit
Zwischen 16:00 und 17:00 Feierabend. 60 Minuten Weg.
17:30-18:00 zu hause.
Den kleinen bringen wir abwechselnd gegen 19:30 ins Bett. In der Zeit zwischen 18:00 und 20:00 versuche ich ab und zu mal Sport zum machen. Letztes Jahr im Schnitt 1-2 pro Woche. Eher 1 mal. Meine Frau, wenn sie nicht arbeitet, geht auch 1 mal zum Sport. Gemeinsamen Sport haben wir nicht wirklich. Abendbrot machen wir (wenn kein Sport) alle zusammen.
Das Ritual des ins Bett bringen des Kleinen ist, zumindest bei mir, ein Kraftakt. Mir fehlt da ein wenig die Fähigkeit mit Kindern richtig umzugehen. Manchmal sehe ich in meinem eigenen Verhalten meinen Vater. Und ich hasse mich dafür! Bei meiner Frau ist alles super. Oft bin ich so sauer über mich und die versaute Situation, dass ich erstmal in den Garten muss und eine oder zwei Zigaretten rauchen gehe. Anschließend höre ich mir von meiner Frau an was ich falsch gemacht habe und gelobe Besserung - um es dann wiederholt nicht richtig zu machen. Sind mein Sohn und ich alleine, läuft alles. Das sind die Tage an denen meine Frau Abends arbeitet. Ab und zu sehen wir uns aufgrund der Arbeitszeiten 2 Tage lang nicht wirklich, obwohl wir nebeneinander schlafen. Sie kommt ich schlafe oder ich gehe und sie liegt noch im Bett.
Ist der kleine dann irgendwann mal im Bett ca. 19:30 - 20:00 habe ich noch Ca 60 - 90 Minuten für alles weitere im Leben (Duschen, Fahrrad oder Auto der Tocher reparieren, Garten usw.......Spätestens 21:30 - 22:00 muss ich ins Bet, sonst schaffe ich den nächsten Tag nicht.
Das ich hier jetzt gerade schreiben kann, liegt nur daran, das mein Sohn gerade selber spielt. Das kommt nicht oft vor. Meine Frau ist auf der Arbeit. Dieses Wochenende mal wieder Samstag Sonntag je 9 Stunden.

Derzeit sieht meine Frau 3 Möglichkeiten des handelns, denn sie will nicht mehr so in dieser Beziehung leben.
1. Scheidung
2. Trennung auf Zeit - Ferienwohnung usw. und mal gucken ob wir uns vermissen (möchte ich nicht. Ich bin so oft Weg und weiß wie sich das anfühlt. Gut am Wochenende bin ich meistens zu Hause)
3. Eine ultimative Problemlösung (beide wissen wir nicht wie und was) Und da sie das Problem eigentlich bei mir sieht, bin ich auch der, der hier was presentieren sollte. Würde ich auch gerne machen - kann ich aber nicht.
Ideen, wie wir müssen mehr Sachen zu Zweit machen usw. sind wohl richtig und wichtig. Aber wir verlieren uns immer wieder im verzwickten Alltag. Im Weihnachtsurlaub haben wir es geschafft 1 mal Konzert und 1x eine Hotelübernachtung in der nächsten Großstadt mit Essen gehen, Sauna, shoppen usw.
Und falls es wichtig ist - auf der Sexuellen ebene ist es durchwachsen. Haben wir Sex, ist es gut. Und auch besser als früher. Ich glaube die Quantität könnte aus Sicht meiner Frau mehr sein. Ich komme ganz gut damit klar. Um genau zu sein, 2 -4 mal im Monat. Abhängig von meiner Abwesenheit, Urlaub usw.

Vor ca 2 Jahren haben wir uns ein Wohnmobil gekauft um mal raus zu kommen. Ist jetzt nicht oft vorgegekommen. Könnte ich als Vorführfahrzeug verkaufen!
Ach so ja, Haushalt und Einkauf etc. machen wir gemeinsam bzw teilen es auf.
Ich wende mich hier an Euch, da mir meine Familie und auch die letzten 25 Jahre mit meiner Frau wichtig sind! Hätte ich die ultimative Lösung bereist gefunden, würde ich hier nicht schreiben.

So, habe eben alles nochmal gelesen, ist schon viel und dazu ohne wirkliche Struktur. Naja ihr werdet es schon verstehen.
Für Tipps und Hilfe wäre ich dankbar!
 

ich würde das ganze völlig anders aufdröseln.

für das gaze "emotionale", welches deine frau vermisst, braucht man vor allen dingen eines und das ist ZEIT.

eben die fehlt dir. wenn du um 18.00 zu hause bist, jedoch ein grosses schlafbedürfnis hast und um 21.30 bereits zu bett gehst, hast du pro tag gerade mal 3.5 stunden zeit für die familie. davon geht noch ca eine halbe stunde ab, in der du euren kleinsten ins bett bringst (vorlesen etc?).
bleiben noch 3 stunden, die du mit haushalt, sport verbringen willst.
zeit für dich allein: 0

ich seh das dilemma vieler frauen, einerseits ein schönes zuhause haben wollen, möglichst 2 autos, mehrer kinder, ein bisschen luxus und einer soll dafür aufkommen. für das "emotionale" dann aber auch. wann denn?

mach ihr den vorschlag, dass du deine arbeitszeit reduzieren möchtest. sag ihr, du arbeitest zukünftig ebenso wie sie, ca 25 stunden. sag ihr ferner, du seist bereit, euer leben dafür abzuspecken und zu verschlanken. weniger annehmlichkeiten, mehr zeit.

und dann schau, was passiert.

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12. Januar um 9:31
In Antwort auf zauderer22

So in etwa würde die Antwort von jemand aussehen, der glaubt:

bei Beziehungsproblemen gehe es darum, dass einer recht hat und der andere unrecht

bei Beziehungsproblemen gehe es um "Wahrheit"

bei Beziehungsproblemen müsse man genau eine Seite unterstützen und die andere verurteilen: Zustimmmen würde einer solchen Einstellung nur bei physischen und psychischen Übergriffen. Aber nicht jedes Beziehungsproblem kann man auf sowas reduzieren!

Meinst du jetzt meine Antwort ?

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12. Januar um 9:34
In Antwort auf apfelsine8

ich würde das ganze völlig anders aufdröseln.

für das gaze "emotionale", welches deine frau vermisst, braucht man vor allen dingen eines und das ist ZEIT.

eben die fehlt dir. wenn du um 18.00 zu hause bist, jedoch ein grosses schlafbedürfnis hast und um 21.30 bereits zu bett gehst, hast du pro tag gerade mal 3.5 stunden zeit für die familie. davon geht noch ca eine halbe stunde ab, in der du euren kleinsten ins bett bringst (vorlesen etc?).
bleiben noch 3 stunden, die du mit haushalt, sport verbringen willst.
zeit für dich allein: 0

ich seh das dilemma vieler frauen, einerseits ein schönes zuhause haben wollen, möglichst 2 autos, mehrer kinder, ein bisschen luxus und einer soll dafür aufkommen. für das "emotionale" dann aber auch. wann denn?

mach ihr den vorschlag, dass du deine arbeitszeit reduzieren möchtest. sag ihr, du arbeitest zukünftig ebenso wie sie, ca 25 stunden. sag ihr ferner, du seist bereit, euer leben dafür abzuspecken und zu verschlanken. weniger annehmlichkeiten, mehr zeit.

und dann schau, was passiert.

" ich seh das dilemma vieler frauen, einerseits ein schönes zuhause haben wollen, möglichst 2 autos, mehrer kinder, ein bisschen luxus und einer soll dafür aufkommen. für das "emotionale" dann aber auch. wann denn? "

Wo siehst du das denn ? Also ich meine wo verkehrst du ?

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12. Januar um 10:23
In Antwort auf apfelsine8

ich würde das ganze völlig anders aufdröseln.

für das gaze "emotionale", welches deine frau vermisst, braucht man vor allen dingen eines und das ist ZEIT.

eben die fehlt dir. wenn du um 18.00 zu hause bist, jedoch ein grosses schlafbedürfnis hast und um 21.30 bereits zu bett gehst, hast du pro tag gerade mal 3.5 stunden zeit für die familie. davon geht noch ca eine halbe stunde ab, in der du euren kleinsten ins bett bringst (vorlesen etc?).
bleiben noch 3 stunden, die du mit haushalt, sport verbringen willst.
zeit für dich allein: 0

ich seh das dilemma vieler frauen, einerseits ein schönes zuhause haben wollen, möglichst 2 autos, mehrer kinder, ein bisschen luxus und einer soll dafür aufkommen. für das "emotionale" dann aber auch. wann denn?

mach ihr den vorschlag, dass du deine arbeitszeit reduzieren möchtest. sag ihr, du arbeitest zukünftig ebenso wie sie, ca 25 stunden. sag ihr ferner, du seist bereit, euer leben dafür abzuspecken und zu verschlanken. weniger annehmlichkeiten, mehr zeit.

und dann schau, was passiert.

Das ist die richtige Richtung. Wobei ich es hier nochml etwas gerade rücken möchte. Die rechnerischen 3 Stunden sind sehr offensiv gerechnet. Aber auch wenn es 4 Stunden oder mehr sind, ist die Frage der Zeit nicht primär sondern eher die Frage nach der gemeinsamen qualitativen Zeit als Paar. Denn da sind ja noch mehr Pflicheten als Papa, Hausmeister, Kfz Mechaniker, Gärtner oder was auch immer. Oder wie jüngst, dem Ehemann, der seiner Frau etwas schenken möchte und sich gedanken macht. Das war das Problem meiner Jugend, auch mit 16, 17 oder noch älter braucht es eine Muter und einen Vater. Anders als bei einem 3 oder 8 jährigen Kind. Aber Für den Prozess des Erwachsen werdens ist das schon wichtig.
Qualitätszeit = Paarzeit
Und die findet nicht ausreichend statt.
Das reduzieren der Arbeitszeit auf 25 wird schwierig. Aber ich habe mir überlegt, z.B. einen Tag etwas länger zu machen und dafür 3 Tage weniger. Die Frage ist dann nur....Kann man die gewonnene Zeit sinnvoll als Qualitätszeit nutzen oder werden dann andere Dinge diese Zeit beherrschen!?

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12. Januar um 10:32
In Antwort auf carina2019

deine Frau sagt dir seit Ewigkeiten was dich stört...  und du ignorierst es... setzt dich lieber vor den Laptop usw...  unfassbar!!!   

und dann noch als Grund deine schlimme Kindheit vorzuschieben

also bei soviel egoismus Wundert es mich dass sie überhaupt noch bei dir ist

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12. Januar um 10:33
In Antwort auf qwertz76

Das ist die richtige Richtung. Wobei ich es hier nochml etwas gerade rücken möchte. Die rechnerischen 3 Stunden sind sehr offensiv gerechnet. Aber auch wenn es 4 Stunden oder mehr sind, ist die Frage der Zeit nicht primär sondern eher die Frage nach der gemeinsamen qualitativen Zeit als Paar. Denn da sind ja noch mehr Pflicheten als Papa, Hausmeister, Kfz Mechaniker, Gärtner oder was auch immer. Oder wie jüngst, dem Ehemann, der seiner Frau etwas schenken möchte und sich gedanken macht. Das war das Problem meiner Jugend, auch mit 16, 17 oder noch älter braucht es eine Muter und einen Vater. Anders als bei einem 3 oder 8 jährigen Kind. Aber Für den Prozess des Erwachsen werdens ist das schon wichtig.
Qualitätszeit = Paarzeit
Und die findet nicht ausreichend statt.
Das reduzieren der Arbeitszeit auf 25 wird schwierig. Aber ich habe mir überlegt, z.B. einen Tag etwas länger zu machen und dafür 3 Tage weniger. Die Frage ist dann nur....Kann man die gewonnene Zeit sinnvoll als Qualitätszeit nutzen oder werden dann andere Dinge diese Zeit beherrschen!?

Ich halte es immerhin für möglich, Paarzeiten festzulegen. Die sind dann aber auch strikt einzuhalten (absolute Notfälle und Krankheitszeiten sind natürlich ausgenommen). Paarzeit heißt nicht nur (sondern auch) Sex und gemeinsame Aktivitäten, die euch auch emotional ausfüllen und aneinander binden.

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12. Januar um 10:34
In Antwort auf zauderer22

Ich halte es immerhin für möglich, Paarzeiten festzulegen. Die sind dann aber auch strikt einzuhalten (absolute Notfälle und Krankheitszeiten sind natürlich ausgenommen). Paarzeit heißt nicht nur (sondern auch) Sex und gemeinsame Aktivitäten, die euch auch emotional ausfüllen und aneinander binden.

Korrektur:

Hinter dem Wort "Sex" sollte folgen: , sondern gemeinsame Aktivitäten ...

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12. Januar um 10:39

An dieser Stelle, vielen lieben Dank an alle die Beiträge geschrieben haben und verschiedene Aspekte dargestellt haben. Ich bin zum teil sehr beeindruckt.

Ich möchte euch "kurz" vom gestrigen Abend berichten.
Wir haben lange gesprochen und tatsächlich Paarzeit gehabt indem wir uns Unterhalten haben. Das Thema war halt nicht so toll! Ich habe mich gegen eine Trennung auf Zeit ausgesprochen. Erster Schritt vom Ende! Aber auch klar gemacht, dass ich bereit bin um unsere Partnerschaft zu kämpfen. Und wenn es nicht sein soll, sehe ich unseren gemeinsammen Jahre nicht als weggeworfen, sondern um eine tolle Erfahrung im Leben. Wir hatten ja auch viele schöne Momente!
Ich habe ihr zu verstehen gegeben, dass der Weg zu einer Fortsetzung unserer Ehe/Partnerschaft nur gemeinsam gehen kann und sie einen Beitrag leisten muss. Und wenn es nur das öffnen und annehmen ist. Ob sie das kann ist aber fraglich und liegt wohl nicht mehr in meiner Macht!?

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12. Januar um 16:12
In Antwort auf qwertz76

An dieser Stelle, vielen lieben Dank an alle die Beiträge geschrieben haben und verschiedene Aspekte dargestellt haben. Ich bin zum teil sehr beeindruckt.

Ich möchte euch "kurz" vom gestrigen Abend berichten.
Wir haben lange gesprochen und tatsächlich Paarzeit gehabt indem wir uns Unterhalten haben. Das Thema war halt nicht so toll! Ich habe mich gegen eine Trennung auf Zeit ausgesprochen. Erster Schritt vom Ende! Aber auch klar gemacht, dass ich bereit bin um unsere Partnerschaft zu kämpfen. Und wenn es nicht sein soll, sehe ich unseren gemeinsammen Jahre nicht als weggeworfen, sondern um eine tolle Erfahrung im Leben. Wir hatten ja auch viele schöne Momente!
Ich habe ihr zu verstehen gegeben, dass der Weg zu einer Fortsetzung unserer Ehe/Partnerschaft nur gemeinsam gehen kann und sie einen Beitrag leisten muss. Und wenn es nur das öffnen und annehmen ist. Ob sie das kann ist aber fraglich und liegt wohl nicht mehr in meiner Macht!?

was hat sie darauf gesagt? 

bist du dir sicher dass du dich überhaupt ändern könntest? also nicht nur auf Zeit und weil es ein "muss" ist damit sie nicht geht?

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12. Januar um 18:47
In Antwort auf carina2019

was hat sie darauf gesagt? 

bist du dir sicher dass du dich überhaupt ändern könntest? also nicht nur auf Zeit und weil es ein "muss" ist damit sie nicht geht?

Ich denke, dass die Transformation des Verhaltens sehr schwer ist und das eine Änderung des ureigenen Wesens nicht möglich ist. Die Frage ist eher der eigene Umgang und der Umgang des Partners mit der jeweiligen Situation. Ich meine die innere Haltung zu dem wie es ist. Klar kann man Parameter des Lebens ändern und hoffen das daraus eine Änderung resultiert. Was man aber nicht ändern kann, muss man hin nehmen.

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12. Januar um 20:06

@Zauberer22
Ich habe heute versucht, die Sache mit dem Spiegeln zu verstehen. Man korrigiere mich bitte wenn ich falsch liege.
Mein Partner zeigt mir wie ich bin. Bin ich mit mir im reinen, wird mir mein Partner das zurück geben. Meine schlechten Eigenschaften zeigt er mir ebenfalls. Ich bin unzuverlässig und mein Partner (oder ggf auch Kind?) Zeigt eine negative Reaktion auf diese Unzuverlässigkeit. Selber merke ich es aber nicht, da mir eigentlich der Abstand zu mir selber fehlt um das zu erkennen? Trete ich meinem Partner so gegenüber wie ich auch möchte, dass er mir gegenüber treten wird, dann wird er das Spiegeln und quasi eine Resonanz auf mein Verhalten zurück geben.
Ist das für einen Laien so richtig wiedergegeben?

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12. Januar um 20:33
In Antwort auf qwertz76

Hallo,
vorweg....es fällt mir gerade sehr schwer mich in einem Forum zu öffnen und meine Probleme an die Öffentlichkeit zu tragen.
Dennoch brauche ich eure Ratschläge. Denn alles was ich bisher überlegt und getan habe hat nicht funktioniert. Ich möchte mich und meine Familie nachfolgend kurz vorstellen, damit ihr einen kleinen Einblick erlangt und die Probleme besser einordnen könnt.
Ich bin 43, meine Frau 42. Verheiratet seit 18 Jahren. Wir haben 3 Kinder 18(w), 16(w) und einen Sohn 8 und auch einen alten Hund. Alle noch in der Schule und wohnen zu Hause. Meine Frau und ich sind beide Berufstätig. Meine Frau arbeitet ca 25 Std in Wechselschichten. D.h. auch am Wochenende und Abends. Ich komme auf ca 40-45 Std zzügl. 2 Stunden Fahrtätigkeit mit dem Auto. ca. 1 x pro Monat muss ich 1 Wochen beruflich weg.
Meine Frau und ich kennen uns seit der Jugendzeit.
Meine Kindheit war aus heutiger Sicht nicht die schönste. Ich bin Einzelkind und das verhältnis zu meinem Vater war nicht wirklich schön. Nicht so wie es sein sollte! Er starb als ich 19 war. Meine Mutter starb als ich 29 war.
Vor ca. 12 Jahren hat sich von meiner seite ein Seitensprung angebahnt. Nichts spontanes. Eine Arbeitskollegin. Zum Seitensprung kam es nicht. Mit meiner Frau habe ich erst Monate später gesprochen als sie es herausgefunden hat. Wie dumm von mir...
Es ist wohl ein Thema, bei dem sie mir nicht wirklich verzeihen kann sondern sich damit nur arrangiert. Das aber auch nur am Rande um das Bild komplett zu machen.
Im Nov. 2018 habe ich einen Städtetrip mit meiner Frau geplant. 1 Woche vorher - ein heftiger Streit, bei dem auch eine Scheidung als Option in Frage kam. Was ist passiert? Das was jetzt auch wieder passiert ist. Und zwar angefangen an Weihnachten.
Ich bin egoistisch und kümmer mich nur um mich. Die Beziehung zu meiner Frau findet nicht statt. Die Ehe wie sie sich vorstellt ist es nicht. Ich ziehe sie runter. Sicht meiner Frau! Und ich kann es auch teilweise verstehen. Dazu kommt der Vorwurf, dass ich unter mangelnder Empahtie leide. Sicht meiner Frau! Und ja sie hat da schon manchmal recht. Ich bin zum teil Gefühlskalt bzw. kann meine Gefühle nicht zeigen. Und dennoch laufen auch mir die tränen wenn wir einen traurigen Film etc. schauen. Gefühle und Zuneigung waren auch in meiner Kindheit nicht wirklich vorhanden.
Ich habe sie einen Tag vor Abflug in das Wochenende im Nov. 2018 gebeten mit mir dieses Wochenende zu verbringen, da sie nicht mehr wollte. Wir sind geflogen und hatten ein sehr schönes Wochenenden und haben viele Dinge besprochen. Was stört sie, was mich? Was können wir ändern usw. Wir kamen glücklich und mit einem Plan zurück.
Nun das gleiche! Rückblickend haben wir wenige Sachen geändert bzw. durchgehalten. Gegenwärtiger Auslöser waren die letzten Abende der Woche. Ich habe mich in das Internet verzogen und mich nicht um meine Frau und Kinder gekümmert! Warum - ich habe mich um die Geburtstagsgeschenke meiner Frau gekümmert. Eigentlich wünscht sie sich nichts. Aber das finde ich auch blöd. Ja andere Menschen machen das in 2 Stunden. Ich brauche dafür deutlich länger, da ich mich zu häufig in Kleinigkeiten und Details verliere. Diese in der Familie negativen Eigenschaften, bewirken im Job das Gegenteil. Hier läuft es bei mir gut. Erfolg ist da, Geld stimmt usw. Bei ihr aber auch. Da wir uns beide in die Arbeit stürzen ergibt das natürlich auch zum Teil viele Überstunden. Mein Tag, wenn ich nicht unterwegs bin sieht wie folgt aus:
05:00 Aufstehen und mit dem Hund raus. Frühstück und Kaffe nur ganz kurz oder unterwegs.
05:45 fahre ich los (Weg ca. 60Min)
Gegen 06:45 bin ich auf der Arbeit
Zwischen 16:00 und 17:00 Feierabend. 60 Minuten Weg.
17:30-18:00 zu hause.
Den kleinen bringen wir abwechselnd gegen 19:30 ins Bett. In der Zeit zwischen 18:00 und 20:00 versuche ich ab und zu mal Sport zum machen. Letztes Jahr im Schnitt 1-2 pro Woche. Eher 1 mal. Meine Frau, wenn sie nicht arbeitet, geht auch 1 mal zum Sport. Gemeinsamen Sport haben wir nicht wirklich. Abendbrot machen wir (wenn kein Sport) alle zusammen.
Das Ritual des ins Bett bringen des Kleinen ist, zumindest bei mir, ein Kraftakt. Mir fehlt da ein wenig die Fähigkeit mit Kindern richtig umzugehen. Manchmal sehe ich in meinem eigenen Verhalten meinen Vater. Und ich hasse mich dafür! Bei meiner Frau ist alles super. Oft bin ich so sauer über mich und die versaute Situation, dass ich erstmal in den Garten muss und eine oder zwei Zigaretten rauchen gehe. Anschließend höre ich mir von meiner Frau an was ich falsch gemacht habe und gelobe Besserung - um es dann wiederholt nicht richtig zu machen. Sind mein Sohn und ich alleine, läuft alles. Das sind die Tage an denen meine Frau Abends arbeitet. Ab und zu sehen wir uns aufgrund der Arbeitszeiten 2 Tage lang nicht wirklich, obwohl wir nebeneinander schlafen. Sie kommt ich schlafe oder ich gehe und sie liegt noch im Bett.
Ist der kleine dann irgendwann mal im Bett ca. 19:30 - 20:00 habe ich noch Ca 60 - 90 Minuten für alles weitere im Leben (Duschen, Fahrrad oder Auto der Tocher reparieren, Garten usw.......Spätestens 21:30 - 22:00 muss ich ins Bet, sonst schaffe ich den nächsten Tag nicht.
Das ich hier jetzt gerade schreiben kann, liegt nur daran, das mein Sohn gerade selber spielt. Das kommt nicht oft vor. Meine Frau ist auf der Arbeit. Dieses Wochenende mal wieder Samstag Sonntag je 9 Stunden.

Derzeit sieht meine Frau 3 Möglichkeiten des handelns, denn sie will nicht mehr so in dieser Beziehung leben.
1. Scheidung
2. Trennung auf Zeit - Ferienwohnung usw. und mal gucken ob wir uns vermissen (möchte ich nicht. Ich bin so oft Weg und weiß wie sich das anfühlt. Gut am Wochenende bin ich meistens zu Hause)
3. Eine ultimative Problemlösung (beide wissen wir nicht wie und was) Und da sie das Problem eigentlich bei mir sieht, bin ich auch der, der hier was presentieren sollte. Würde ich auch gerne machen - kann ich aber nicht.
Ideen, wie wir müssen mehr Sachen zu Zweit machen usw. sind wohl richtig und wichtig. Aber wir verlieren uns immer wieder im verzwickten Alltag. Im Weihnachtsurlaub haben wir es geschafft 1 mal Konzert und 1x eine Hotelübernachtung in der nächsten Großstadt mit Essen gehen, Sauna, shoppen usw.
Und falls es wichtig ist - auf der Sexuellen ebene ist es durchwachsen. Haben wir Sex, ist es gut. Und auch besser als früher. Ich glaube die Quantität könnte aus Sicht meiner Frau mehr sein. Ich komme ganz gut damit klar. Um genau zu sein, 2 -4 mal im Monat. Abhängig von meiner Abwesenheit, Urlaub usw.

Vor ca 2 Jahren haben wir uns ein Wohnmobil gekauft um mal raus zu kommen. Ist jetzt nicht oft vorgegekommen. Könnte ich als Vorführfahrzeug verkaufen!
Ach so ja, Haushalt und Einkauf etc. machen wir gemeinsam bzw teilen es auf.
Ich wende mich hier an Euch, da mir meine Familie und auch die letzten 25 Jahre mit meiner Frau wichtig sind! Hätte ich die ultimative Lösung bereist gefunden, würde ich hier nicht schreiben.

So, habe eben alles nochmal gelesen, ist schon viel und dazu ohne wirkliche Struktur. Naja ihr werdet es schon verstehen.
Für Tipps und Hilfe wäre ich dankbar!
 

Hallo, ich denke, trennt Euch nicht.  Redet viel und ehrlich. Sag ihr,  sie soll dich net dauernd anmeckern. Ansonsten hört sich das für mich völlig normal und vertraut an. Was will man denn? Das jemand da ist, wenn man nach Hause kommt.  Und Thema fremdgehen, Hunger darf man sich holen, gegessen wird daheim....was Kinder angeht,  es läuft, wenn ihr allein seid, mehr muss man nicht wissen.  Denk net soviel nach und genieße Dein Leben!! Wenn du froh bist, sind alle um Dich es auch.  

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13. Januar um 8:40
In Antwort auf qwertz76

Ich denke, dass die Transformation des Verhaltens sehr schwer ist und das eine Änderung des ureigenen Wesens nicht möglich ist. Die Frage ist eher der eigene Umgang und der Umgang des Partners mit der jeweiligen Situation. Ich meine die innere Haltung zu dem wie es ist. Klar kann man Parameter des Lebens ändern und hoffen das daraus eine Änderung resultiert. Was man aber nicht ändern kann, muss man hin nehmen.

Transformation bla bla bla...
so ein geschwafel bringt dich nicht weiter!

du bist ihr gegenüber gefühlskalt...
verziehst dich lieber ins internet anstatt dich mit ihr & deinem sohn zu beschäftigen...
...

kannst du das ändern?
willst du das ändern?

nochmal: was hat sie nach dem gespräch gesagt?

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13. Januar um 9:51
In Antwort auf qwertz76

@Zauberer22
Ich habe heute versucht, die Sache mit dem Spiegeln zu verstehen. Man korrigiere mich bitte wenn ich falsch liege.
Mein Partner zeigt mir wie ich bin. Bin ich mit mir im reinen, wird mir mein Partner das zurück geben. Meine schlechten Eigenschaften zeigt er mir ebenfalls. Ich bin unzuverlässig und mein Partner (oder ggf auch Kind?) Zeigt eine negative Reaktion auf diese Unzuverlässigkeit. Selber merke ich es aber nicht, da mir eigentlich der Abstand zu mir selber fehlt um das zu erkennen? Trete ich meinem Partner so gegenüber wie ich auch möchte, dass er mir gegenüber treten wird, dann wird er das Spiegeln und quasi eine Resonanz auf mein Verhalten zurück geben.
Ist das für einen Laien so richtig wiedergegeben?

Ich sehe, dass die Metapher mit dem "Spiegeln" zu schwierig und zu mehrdeutig ist.

Du hast eine Variante von "Spiegeln" erläutert. Ich meinte aber noch etwas anderes.

Da versuche ich es lieber einmal mit Beispielen, obwohl auch die immer missverständlich sein können und nie Deine individuelle Situation treffen.

Stell Dir vor, Du hast einen Kollegen, mit dem Du Dich ausgezeichnet verstehst. Von Anfang an sehr viel Sympathie, dann auch auf beiden Seiten das Gefühl, unsere Zusammenarbeit ist ausgezeichnet. In Diskussionen fliegen die Bälle nur so und her, Ihr habt den Eindruck, euch wechselseitig so anzunehmen zu können, wie ihr seid.

An den Reaktionen dieses Kollegen erkennst Du ziemlich schnell, der mag Dich, findet Dich toll, nimmt Dich an, wie Du bist (auch wenn Du im Job ab und zu wie jeder normale Mensch auch mal mürrisch bist). Wenn Du so willst, spiegeln Gestik und Mimik dieses Kollegen etwas wieder, was in Dir steckt und was Du auch (!) neben so vielem anderen bist. Aber halten wir uns beim Wort "spiegeln" nicht auf.

Wenn Du diesem Kollegen sagst: ich bin ein total unempathischer Mensch, denke nur an mich selbst, ich bin ein totaler Unsympathling und kann mich nicht ausstehen. Alle anderen auch nicht.

Ich glaube, der würde mit dem Kopf schütteln, und wäre der Ansicht, Du müsstest Dir einen Therapeuten suchen.

Ein anderer Kollege hingegen nimmt Dich tatsächlich als unangenehmen Menschen wahr. Alles, was Du sagst, wird von ihm auf die Goldwaage gelegt. Niemals drückst Du Verständnis gegenüber diesem Kollegen aus. Der gibt Dir ja auch keinen Anlass dazu: Schließlich zeigt er Dir handlungs- und haltungsmäßig, dass er Dich für einen ziemlich unangenehmen Menschen hält.

Selbstkritisch wie Du bist fällt Dir natürlich auch alles auf, was Du diesem armen Kollegen im Laufe der Zeit so angetan und an den Kopf geworfen hast. Kein Wunder, denkst Du, ich bin ziemlich unempathisch und an dem Misslingen der Kommunikation schuld. Klar hat der andere auch mal falsch mir gegenüber reagiert, aber wahrscheinlich liegt das an meiner überwiegend abwehrenden bzw. verständnislosen Einstellung ihm gegenüber.

Tatsache ist: Auch das ist ein Teil von Dir. Der wird aber jetzt durch Konzentration auf das Negative immer stärker, wird potenziert. Wer sich selbst für "unempathisch" hält, wird dadurch nicht empathischer, sondern das genaue Gegenteil.

Ich habe absichtlich diese beiden Kollegen nebeneinandergestellt, um zu verdeutlichen, inwiefern man ist, was andere in einem (teilweise zurecht, aber einseitig) sehen. Wenn Dein Chef z.B. davon überzeugt ist, dass Du eine Niete bist, wirst Du nach allem, was wir wissen, große Probleme haben, Leistungen zu bringen. Solche Leistungen, die ihn irgendwann zur gegenteiligen Ansicht bringen. Hält er Dich für seinen besten Mitarbeiter, haben wir die gegenteilige Situation. Du könntest viel falsch machen, bis er seine Meinung ändert.

Zeigen wollte ich Dir die Spirale selbsterfüllender Prophezeiuungen in verschiedenen Akten zwischenmenschlicher Kommunikation, also auch im Austausch in Deiner Ehe.

Daher schlage ich Dir einfach einen Perspektivenwechsel vor.

Schau Dich mal anders an: nämlich so, wie Du auch sein kannst und bist (nämlich empathisch, fürsorglich, für die Familie da). Reflektiere mal über diese Eigenschaften, die auch in Dir stecken. Baue sie als Optionen Deines Persönlichkeitsinventars weiter auf und aus  und feiere jeden noch so kleinen Erfolg. Und beachte, ob sich in Deinem Gegenüber irgendetwas davon spiegelt. Wenn nicht, muss es auch nicht an Dir allein liegen. Schließlich ist Dein Gegenüber auch nur ein Mensch mit Schwächen, Komplexen, Ängsten. - Aber es wird allmählich vieles besser werden!

 

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13. Januar um 18:15
In Antwort auf carina2019

Transformation bla bla bla...
so ein geschwafel bringt dich nicht weiter!

du bist ihr gegenüber gefühlskalt...
verziehst dich lieber ins internet anstatt dich mit ihr & deinem sohn zu beschäftigen...
...

kannst du das ändern?
willst du das ändern?

nochmal: was hat sie nach dem gespräch gesagt?

Sie hat nicht viel gesagt. Sie ist der Meinung das eine Trennung auf Zeit eine gute Idee ist. Insbesondere deshalb weil es unseren Alltag komplett verändert. Weiterhin ist sie der Meinung, dass die komplette gemeinsame Zeit ja auch irgendwo her kommt und eine zeitliche Trennung auch Gewissheit bringen würde ob es bei ihr noch Emotionen gibt.

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13. Januar um 21:03
In Antwort auf qwertz76

Sie hat nicht viel gesagt. Sie ist der Meinung das eine Trennung auf Zeit eine gute Idee ist. Insbesondere deshalb weil es unseren Alltag komplett verändert. Weiterhin ist sie der Meinung, dass die komplette gemeinsame Zeit ja auch irgendwo her kommt und eine zeitliche Trennung auch Gewissheit bringen würde ob es bei ihr noch Emotionen gibt.

https://www.partnerschaft-beziehung.de/trennung-auf-zeit.html

obiger link führt dich auf die seite einer psychotherapeutin, doris wolf heisst sie. die dame ist eine kluge und führt hier auf, was alles bei einer trennung auf zeit zu bedenken ist. finanzieller aspekt, dauer der trennung, was ist während der trennung gestatte, all das eben, was bedacht werden muss.

ich würde dir zu so einer trennung raten. so kannst du erstmal diesem furchtbaren hamsterrad entrinnen, in dem du immer wieder vorgeführt bekommst, dass du ungenügend bist. entkommt man erstmal einer situation, in der man immer wieder als versager benannt wird, wird einem oftmals erst klar, was damit eigentlich bezweckt werden soll und wieviel kalkül oft dahintersteckt.
deine frau bekommt während dieser zeit einen einblick, was es heisst, alleinerziehend mit 3 kindern zu sein.

trau dich und mach es, finde ruhe und besinn dich auf dich selbst.
alles gute.

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13. Januar um 22:11
In Antwort auf qwertz76

Hallo,
vorweg....es fällt mir gerade sehr schwer mich in einem Forum zu öffnen und meine Probleme an die Öffentlichkeit zu tragen.
Dennoch brauche ich eure Ratschläge. Denn alles was ich bisher überlegt und getan habe hat nicht funktioniert. Ich möchte mich und meine Familie nachfolgend kurz vorstellen, damit ihr einen kleinen Einblick erlangt und die Probleme besser einordnen könnt.
Ich bin 43, meine Frau 42. Verheiratet seit 18 Jahren. Wir haben 3 Kinder 18(w), 16(w) und einen Sohn 8 und auch einen alten Hund. Alle noch in der Schule und wohnen zu Hause. Meine Frau und ich sind beide Berufstätig. Meine Frau arbeitet ca 25 Std in Wechselschichten. D.h. auch am Wochenende und Abends. Ich komme auf ca 40-45 Std zzügl. 2 Stunden Fahrtätigkeit mit dem Auto. ca. 1 x pro Monat muss ich 1 Wochen beruflich weg.
Meine Frau und ich kennen uns seit der Jugendzeit.
Meine Kindheit war aus heutiger Sicht nicht die schönste. Ich bin Einzelkind und das verhältnis zu meinem Vater war nicht wirklich schön. Nicht so wie es sein sollte! Er starb als ich 19 war. Meine Mutter starb als ich 29 war.
Vor ca. 12 Jahren hat sich von meiner seite ein Seitensprung angebahnt. Nichts spontanes. Eine Arbeitskollegin. Zum Seitensprung kam es nicht. Mit meiner Frau habe ich erst Monate später gesprochen als sie es herausgefunden hat. Wie dumm von mir...
Es ist wohl ein Thema, bei dem sie mir nicht wirklich verzeihen kann sondern sich damit nur arrangiert. Das aber auch nur am Rande um das Bild komplett zu machen.
Im Nov. 2018 habe ich einen Städtetrip mit meiner Frau geplant. 1 Woche vorher - ein heftiger Streit, bei dem auch eine Scheidung als Option in Frage kam. Was ist passiert? Das was jetzt auch wieder passiert ist. Und zwar angefangen an Weihnachten.
Ich bin egoistisch und kümmer mich nur um mich. Die Beziehung zu meiner Frau findet nicht statt. Die Ehe wie sie sich vorstellt ist es nicht. Ich ziehe sie runter. Sicht meiner Frau! Und ich kann es auch teilweise verstehen. Dazu kommt der Vorwurf, dass ich unter mangelnder Empahtie leide. Sicht meiner Frau! Und ja sie hat da schon manchmal recht. Ich bin zum teil Gefühlskalt bzw. kann meine Gefühle nicht zeigen. Und dennoch laufen auch mir die tränen wenn wir einen traurigen Film etc. schauen. Gefühle und Zuneigung waren auch in meiner Kindheit nicht wirklich vorhanden.
Ich habe sie einen Tag vor Abflug in das Wochenende im Nov. 2018 gebeten mit mir dieses Wochenende zu verbringen, da sie nicht mehr wollte. Wir sind geflogen und hatten ein sehr schönes Wochenenden und haben viele Dinge besprochen. Was stört sie, was mich? Was können wir ändern usw. Wir kamen glücklich und mit einem Plan zurück.
Nun das gleiche! Rückblickend haben wir wenige Sachen geändert bzw. durchgehalten. Gegenwärtiger Auslöser waren die letzten Abende der Woche. Ich habe mich in das Internet verzogen und mich nicht um meine Frau und Kinder gekümmert! Warum - ich habe mich um die Geburtstagsgeschenke meiner Frau gekümmert. Eigentlich wünscht sie sich nichts. Aber das finde ich auch blöd. Ja andere Menschen machen das in 2 Stunden. Ich brauche dafür deutlich länger, da ich mich zu häufig in Kleinigkeiten und Details verliere. Diese in der Familie negativen Eigenschaften, bewirken im Job das Gegenteil. Hier läuft es bei mir gut. Erfolg ist da, Geld stimmt usw. Bei ihr aber auch. Da wir uns beide in die Arbeit stürzen ergibt das natürlich auch zum Teil viele Überstunden. Mein Tag, wenn ich nicht unterwegs bin sieht wie folgt aus:
05:00 Aufstehen und mit dem Hund raus. Frühstück und Kaffe nur ganz kurz oder unterwegs.
05:45 fahre ich los (Weg ca. 60Min)
Gegen 06:45 bin ich auf der Arbeit
Zwischen 16:00 und 17:00 Feierabend. 60 Minuten Weg.
17:30-18:00 zu hause.
Den kleinen bringen wir abwechselnd gegen 19:30 ins Bett. In der Zeit zwischen 18:00 und 20:00 versuche ich ab und zu mal Sport zum machen. Letztes Jahr im Schnitt 1-2 pro Woche. Eher 1 mal. Meine Frau, wenn sie nicht arbeitet, geht auch 1 mal zum Sport. Gemeinsamen Sport haben wir nicht wirklich. Abendbrot machen wir (wenn kein Sport) alle zusammen.
Das Ritual des ins Bett bringen des Kleinen ist, zumindest bei mir, ein Kraftakt. Mir fehlt da ein wenig die Fähigkeit mit Kindern richtig umzugehen. Manchmal sehe ich in meinem eigenen Verhalten meinen Vater. Und ich hasse mich dafür! Bei meiner Frau ist alles super. Oft bin ich so sauer über mich und die versaute Situation, dass ich erstmal in den Garten muss und eine oder zwei Zigaretten rauchen gehe. Anschließend höre ich mir von meiner Frau an was ich falsch gemacht habe und gelobe Besserung - um es dann wiederholt nicht richtig zu machen. Sind mein Sohn und ich alleine, läuft alles. Das sind die Tage an denen meine Frau Abends arbeitet. Ab und zu sehen wir uns aufgrund der Arbeitszeiten 2 Tage lang nicht wirklich, obwohl wir nebeneinander schlafen. Sie kommt ich schlafe oder ich gehe und sie liegt noch im Bett.
Ist der kleine dann irgendwann mal im Bett ca. 19:30 - 20:00 habe ich noch Ca 60 - 90 Minuten für alles weitere im Leben (Duschen, Fahrrad oder Auto der Tocher reparieren, Garten usw.......Spätestens 21:30 - 22:00 muss ich ins Bet, sonst schaffe ich den nächsten Tag nicht.
Das ich hier jetzt gerade schreiben kann, liegt nur daran, das mein Sohn gerade selber spielt. Das kommt nicht oft vor. Meine Frau ist auf der Arbeit. Dieses Wochenende mal wieder Samstag Sonntag je 9 Stunden.

Derzeit sieht meine Frau 3 Möglichkeiten des handelns, denn sie will nicht mehr so in dieser Beziehung leben.
1. Scheidung
2. Trennung auf Zeit - Ferienwohnung usw. und mal gucken ob wir uns vermissen (möchte ich nicht. Ich bin so oft Weg und weiß wie sich das anfühlt. Gut am Wochenende bin ich meistens zu Hause)
3. Eine ultimative Problemlösung (beide wissen wir nicht wie und was) Und da sie das Problem eigentlich bei mir sieht, bin ich auch der, der hier was presentieren sollte. Würde ich auch gerne machen - kann ich aber nicht.
Ideen, wie wir müssen mehr Sachen zu Zweit machen usw. sind wohl richtig und wichtig. Aber wir verlieren uns immer wieder im verzwickten Alltag. Im Weihnachtsurlaub haben wir es geschafft 1 mal Konzert und 1x eine Hotelübernachtung in der nächsten Großstadt mit Essen gehen, Sauna, shoppen usw.
Und falls es wichtig ist - auf der Sexuellen ebene ist es durchwachsen. Haben wir Sex, ist es gut. Und auch besser als früher. Ich glaube die Quantität könnte aus Sicht meiner Frau mehr sein. Ich komme ganz gut damit klar. Um genau zu sein, 2 -4 mal im Monat. Abhängig von meiner Abwesenheit, Urlaub usw.

Vor ca 2 Jahren haben wir uns ein Wohnmobil gekauft um mal raus zu kommen. Ist jetzt nicht oft vorgegekommen. Könnte ich als Vorführfahrzeug verkaufen!
Ach so ja, Haushalt und Einkauf etc. machen wir gemeinsam bzw teilen es auf.
Ich wende mich hier an Euch, da mir meine Familie und auch die letzten 25 Jahre mit meiner Frau wichtig sind! Hätte ich die ultimative Lösung bereist gefunden, würde ich hier nicht schreiben.

So, habe eben alles nochmal gelesen, ist schon viel und dazu ohne wirkliche Struktur. Naja ihr werdet es schon verstehen.
Für Tipps und Hilfe wäre ich dankbar!
 

Unterstützung suchen? Wenn es finanziell gut aussieht, würde ich eine Haushaltshilfe suchen. Und mal ehrlich.... Wenn der Müll mal am nächsten Tag geleert wird, stirbt auch keiner von. Und Krümel treten sich fest 😁😁
Evtl für einmal in der woche einen babysitter.

Ich erkenne mich sehr wieder in deiner Situation. Wohl allerdings aus der sicht der Frau. Vermutlich weil ich selber eine bjn.... 
Meine Ehe ist leider zerbrochen. 

Dein Verhalten... Hast du gut erkannt, da spiegelt sich die Erziehung deines Vaters wieder. 
War bei meinem Mann auch so. Sein Vater hoch Narzisstisch. Mein Mann hatte einige Verhaltensweisen auch. Das ist ja auch normal. Lernen am Model. Dein Sohn wird von dir lernen. Sein Sohn von deinem Sohn. Usw. 
Endlosschleife. 

Ich würde dir als rat geben, einen babysitter für einen Abend an zu heuern. Ggf einen Wechsel der arbeitsstrecke. Die Fahrt ist vergeudetet Zeit! Sport gemeinsam machen. Die grossen Kinder können auf den kleinen wohl mal ein bis 2 Std auf passen? 
So würde ich es versuchen Hand zu haben. 
Ich weiss, die Umsetzung ist schwer, und der Alltag versucht durch zu dringen. Das ist normal nach 25 Jahren. Versucht die Zeit zu schätzen. Ihr habt über die Hälfte eures Lebens mit euch verbracht.

Achja. Wenn deine Frau auf Trennung etc so pocht.... Und sich auf schönen Sachen nicht einlassen mag. Ist da ein anderer im Spiel? Frauen neigen sich dazu, sich zu flüchten. 

In so einer Situation, ist es auch nicht wichtig das Geburtstagsgeschenk Std aus zu suchen. Da ist gemeinsame Zeit mehr wert. Ein schönes Essen. Therme. Etc. 
Oder eine Freude, was dir beim Einkaufen ins Auge springt. Wo du an sie gedacht hast. 

Du kannst mich gerne einmal anschreiben. Wie gesagt. So war es bei mir auch... 

 

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14. Januar um 9:01
In Antwort auf girl1987

Unterstützung suchen? Wenn es finanziell gut aussieht, würde ich eine Haushaltshilfe suchen. Und mal ehrlich.... Wenn der Müll mal am nächsten Tag geleert wird, stirbt auch keiner von. Und Krümel treten sich fest 😁😁
Evtl für einmal in der woche einen babysitter.

Ich erkenne mich sehr wieder in deiner Situation. Wohl allerdings aus der sicht der Frau. Vermutlich weil ich selber eine bjn.... 
Meine Ehe ist leider zerbrochen. 

Dein Verhalten... Hast du gut erkannt, da spiegelt sich die Erziehung deines Vaters wieder. 
War bei meinem Mann auch so. Sein Vater hoch Narzisstisch. Mein Mann hatte einige Verhaltensweisen auch. Das ist ja auch normal. Lernen am Model. Dein Sohn wird von dir lernen. Sein Sohn von deinem Sohn. Usw. 
Endlosschleife. 

Ich würde dir als rat geben, einen babysitter für einen Abend an zu heuern. Ggf einen Wechsel der arbeitsstrecke. Die Fahrt ist vergeudetet Zeit! Sport gemeinsam machen. Die grossen Kinder können auf den kleinen wohl mal ein bis 2 Std auf passen? 
So würde ich es versuchen Hand zu haben. 
Ich weiss, die Umsetzung ist schwer, und der Alltag versucht durch zu dringen. Das ist normal nach 25 Jahren. Versucht die Zeit zu schätzen. Ihr habt über die Hälfte eures Lebens mit euch verbracht.

Achja. Wenn deine Frau auf Trennung etc so pocht.... Und sich auf schönen Sachen nicht einlassen mag. Ist da ein anderer im Spiel? Frauen neigen sich dazu, sich zu flüchten. 

In so einer Situation, ist es auch nicht wichtig das Geburtstagsgeschenk Std aus zu suchen. Da ist gemeinsame Zeit mehr wert. Ein schönes Essen. Therme. Etc. 
Oder eine Freude, was dir beim Einkaufen ins Auge springt. Wo du an sie gedacht hast. 

Du kannst mich gerne einmal anschreiben. Wie gesagt. So war es bei mir auch... 

 

das bringt aber alles nicht solange er keine zeit mit ihr verbringen WILL und gefühlskalt ihr gegenüber ist!

es geht bei ihm ja nicht nur um ZEIT...   also wenig zeit ist keine ausrede für Gefühlskälte

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14. Januar um 10:52
In Antwort auf carina2019

das bringt aber alles nicht solange er keine zeit mit ihr verbringen WILL und gefühlskalt ihr gegenüber ist!

es geht bei ihm ja nicht nur um ZEIT...   also wenig zeit ist keine ausrede für Gefühlskälte

Ein Narzist und wirklich gefühlskalter Mann würde seine Fehler nicht erkennen und schon gar nicht hier diskutieren.

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14. Januar um 19:03

@zauderer
Das ich Narzist bin habe ich tatsächlich auch mal überlegt. Keine Ahnung.

@Carina2019
Du hast recht, wenig Zeit ist keine Ausrede für Gefühlskälte. 
Ich glaube eher, dass ich aufgrund der wenigen Zeit und den vielen Dingen im Leben Gefühlskalt wirke. Und es auch so rüber kommt als will ich keine Zeit mit ihr verbringen. 

Das hat was mit dem setzen von Prioritäten zu tun. Nur leider sind meine nicht oft die gleichen wie bei meiner Frau. 
 

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14. Januar um 20:13
In Antwort auf qwertz76

@zauderer
Das ich Narzist bin habe ich tatsächlich auch mal überlegt. Keine Ahnung.

@Carina2019
Du hast recht, wenig Zeit ist keine Ausrede für Gefühlskälte. 
Ich glaube eher, dass ich aufgrund der wenigen Zeit und den vielen Dingen im Leben Gefühlskalt wirke. Und es auch so rüber kommt als will ich keine Zeit mit ihr verbringen. 

Das hat was mit dem setzen von Prioritäten zu tun. Nur leider sind meine nicht oft die gleichen wie bei meiner Frau. 
 

Kein Narzist sieht sich als solchen.

Oder glaubst Du, Trump hat erkannt, dass er ...

Wir sollten hier nicht zu politisch werden.

Du bist kein Narzist! Du bist auch nicht gefühlskalt oder -arm. Du bist schlicht und ergreifend überfordert!

Willst perfekt sein und alles richtig machen - wird ja auch von Dir erwartet. (Dass das erwartet wird, das allerdings hast alleine Du zu verantworten). Und vor allem: Du bist nicht allein an allem schuld.

An allem allein schuld sein: das ist totale Selbstüberschätzung, nur genau andersrum als normalerweise!

Ich würde mich nicht weiter in der Alleinschuldrolle sonnen! Auch Deine Frau ist nicht schuld.

Eure Kommunikation ist das Problem.

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14. Januar um 20:29
In Antwort auf zauderer22

Kein Narzist sieht sich als solchen.

Oder glaubst Du, Trump hat erkannt, dass er ...

Wir sollten hier nicht zu politisch werden.

Du bist kein Narzist! Du bist auch nicht gefühlskalt oder -arm. Du bist schlicht und ergreifend überfordert!

Willst perfekt sein und alles richtig machen - wird ja auch von Dir erwartet. (Dass das erwartet wird, das allerdings hast alleine Du zu verantworten). Und vor allem: Du bist nicht allein an allem schuld.

An allem allein schuld sein: das ist totale Selbstüberschätzung, nur genau andersrum als normalerweise!

Ich würde mich nicht weiter in der Alleinschuldrolle sonnen! Auch Deine Frau ist nicht schuld.

Eure Kommunikation ist das Problem.

Brad Bushman und ein Forscherteam von der Ohio State haben festgestellt, dass es möglich ist anhand einer Frage auszuloten ob jemand ein Narzisst ist.

Ein Narzisst gibt sehr wohl zu, dass er einer ist. 

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14. Januar um 21:46
In Antwort auf bar_sinister19

Brad Bushman und ein Forscherteam von der Ohio State haben festgestellt, dass es möglich ist anhand einer Frage auszuloten ob jemand ein Narzisst ist.

Ein Narzisst gibt sehr wohl zu, dass er einer ist. 

Ja und Nein. Teilweise muss ich Dir recht geben, aber nicht in der Sache, um die es hier tatsächlich geht.

Wir können natürlich ein theoretisches Seminar über Narzissmus abhalten, aber da sage ich vorweg: Es ist ein Unterschied, ob ein Narzisst auf eine konkrete Frage (die von Bushman) zugibt, eitel und selbstverliebt und unempathisch zu sein (wobei der Narzisst dann wohl auch noch selbstverliebt und arrogant grinst) oder ob er dies ohne Not einfach mal selbstkritisch, selbstanalytisch zur Sprache bringen würde, um sein Verhalten zu ändern. Ich konnte jedenfalls bei Bushman nicht herauslesen, dass Narzissten bereit sind, Änderungen an ihrer Persönlichkeit tatsächlich zuzulassen - außer aus taktischen Motiven.

Aber um es gleich klarzustellen: Das Wort "Narzisst" stand hier irgendwo im Forum auf einmal im Raum. Die Tragweite sollte doch wohl mal klargestellt werden:

Das Persönlichkeitsinventar, das nun wirklich dazu gehört, lässt sich nicht a la Bushman auf ein paar Eigenschaften reduzieren.

Ein Narzisst wird in der Regel seinen Partner total vereinnahmen und sein Leben vollständig kontrollieren wollen. Manipulation durch Lügen, Erniedrigung des Partners, um ihn zu beherrschen, sich selbst ständig in ein besonders günstiges Licht rücken, Fehler nur eingestehen, wenn man erwischt wird (und dann noch blöd dazu grinsen), Selbstüberschätzung: Das und noch viel mehr gehört dazu.

Also lassen wir das mal lieber mit dem Begriff "Narzissmus", passt auf den TE nun wirklich nicht.

Aber was ist mit den anderen negativen Eigenschaften, mit denen er sich etikettiert:

Relative Empathiemängel - das haben viele: vor allem situativ, in einem bestimmten Umfeld, bestimmten Menschen gegenüber. Gefühlskälte - naja, das ist auch so ein Ausdruck, der mal passt, mal nicht.
 

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14. Januar um 22:01
In Antwort auf qwertz76

Hallo,
vorweg....es fällt mir gerade sehr schwer mich in einem Forum zu öffnen und meine Probleme an die Öffentlichkeit zu tragen.
Dennoch brauche ich eure Ratschläge. Denn alles was ich bisher überlegt und getan habe hat nicht funktioniert. Ich möchte mich und meine Familie nachfolgend kurz vorstellen, damit ihr einen kleinen Einblick erlangt und die Probleme besser einordnen könnt.
Ich bin 43, meine Frau 42. Verheiratet seit 18 Jahren. Wir haben 3 Kinder 18(w), 16(w) und einen Sohn 8 und auch einen alten Hund. Alle noch in der Schule und wohnen zu Hause. Meine Frau und ich sind beide Berufstätig. Meine Frau arbeitet ca 25 Std in Wechselschichten. D.h. auch am Wochenende und Abends. Ich komme auf ca 40-45 Std zzügl. 2 Stunden Fahrtätigkeit mit dem Auto. ca. 1 x pro Monat muss ich 1 Wochen beruflich weg.
Meine Frau und ich kennen uns seit der Jugendzeit.
Meine Kindheit war aus heutiger Sicht nicht die schönste. Ich bin Einzelkind und das verhältnis zu meinem Vater war nicht wirklich schön. Nicht so wie es sein sollte! Er starb als ich 19 war. Meine Mutter starb als ich 29 war.
Vor ca. 12 Jahren hat sich von meiner seite ein Seitensprung angebahnt. Nichts spontanes. Eine Arbeitskollegin. Zum Seitensprung kam es nicht. Mit meiner Frau habe ich erst Monate später gesprochen als sie es herausgefunden hat. Wie dumm von mir...
Es ist wohl ein Thema, bei dem sie mir nicht wirklich verzeihen kann sondern sich damit nur arrangiert. Das aber auch nur am Rande um das Bild komplett zu machen.
Im Nov. 2018 habe ich einen Städtetrip mit meiner Frau geplant. 1 Woche vorher - ein heftiger Streit, bei dem auch eine Scheidung als Option in Frage kam. Was ist passiert? Das was jetzt auch wieder passiert ist. Und zwar angefangen an Weihnachten.
Ich bin egoistisch und kümmer mich nur um mich. Die Beziehung zu meiner Frau findet nicht statt. Die Ehe wie sie sich vorstellt ist es nicht. Ich ziehe sie runter. Sicht meiner Frau! Und ich kann es auch teilweise verstehen. Dazu kommt der Vorwurf, dass ich unter mangelnder Empahtie leide. Sicht meiner Frau! Und ja sie hat da schon manchmal recht. Ich bin zum teil Gefühlskalt bzw. kann meine Gefühle nicht zeigen. Und dennoch laufen auch mir die tränen wenn wir einen traurigen Film etc. schauen. Gefühle und Zuneigung waren auch in meiner Kindheit nicht wirklich vorhanden.
Ich habe sie einen Tag vor Abflug in das Wochenende im Nov. 2018 gebeten mit mir dieses Wochenende zu verbringen, da sie nicht mehr wollte. Wir sind geflogen und hatten ein sehr schönes Wochenenden und haben viele Dinge besprochen. Was stört sie, was mich? Was können wir ändern usw. Wir kamen glücklich und mit einem Plan zurück.
Nun das gleiche! Rückblickend haben wir wenige Sachen geändert bzw. durchgehalten. Gegenwärtiger Auslöser waren die letzten Abende der Woche. Ich habe mich in das Internet verzogen und mich nicht um meine Frau und Kinder gekümmert! Warum - ich habe mich um die Geburtstagsgeschenke meiner Frau gekümmert. Eigentlich wünscht sie sich nichts. Aber das finde ich auch blöd. Ja andere Menschen machen das in 2 Stunden. Ich brauche dafür deutlich länger, da ich mich zu häufig in Kleinigkeiten und Details verliere. Diese in der Familie negativen Eigenschaften, bewirken im Job das Gegenteil. Hier läuft es bei mir gut. Erfolg ist da, Geld stimmt usw. Bei ihr aber auch. Da wir uns beide in die Arbeit stürzen ergibt das natürlich auch zum Teil viele Überstunden. Mein Tag, wenn ich nicht unterwegs bin sieht wie folgt aus:
05:00 Aufstehen und mit dem Hund raus. Frühstück und Kaffe nur ganz kurz oder unterwegs.
05:45 fahre ich los (Weg ca. 60Min)
Gegen 06:45 bin ich auf der Arbeit
Zwischen 16:00 und 17:00 Feierabend. 60 Minuten Weg.
17:30-18:00 zu hause.
Den kleinen bringen wir abwechselnd gegen 19:30 ins Bett. In der Zeit zwischen 18:00 und 20:00 versuche ich ab und zu mal Sport zum machen. Letztes Jahr im Schnitt 1-2 pro Woche. Eher 1 mal. Meine Frau, wenn sie nicht arbeitet, geht auch 1 mal zum Sport. Gemeinsamen Sport haben wir nicht wirklich. Abendbrot machen wir (wenn kein Sport) alle zusammen.
Das Ritual des ins Bett bringen des Kleinen ist, zumindest bei mir, ein Kraftakt. Mir fehlt da ein wenig die Fähigkeit mit Kindern richtig umzugehen. Manchmal sehe ich in meinem eigenen Verhalten meinen Vater. Und ich hasse mich dafür! Bei meiner Frau ist alles super. Oft bin ich so sauer über mich und die versaute Situation, dass ich erstmal in den Garten muss und eine oder zwei Zigaretten rauchen gehe. Anschließend höre ich mir von meiner Frau an was ich falsch gemacht habe und gelobe Besserung - um es dann wiederholt nicht richtig zu machen. Sind mein Sohn und ich alleine, läuft alles. Das sind die Tage an denen meine Frau Abends arbeitet. Ab und zu sehen wir uns aufgrund der Arbeitszeiten 2 Tage lang nicht wirklich, obwohl wir nebeneinander schlafen. Sie kommt ich schlafe oder ich gehe und sie liegt noch im Bett.
Ist der kleine dann irgendwann mal im Bett ca. 19:30 - 20:00 habe ich noch Ca 60 - 90 Minuten für alles weitere im Leben (Duschen, Fahrrad oder Auto der Tocher reparieren, Garten usw.......Spätestens 21:30 - 22:00 muss ich ins Bet, sonst schaffe ich den nächsten Tag nicht.
Das ich hier jetzt gerade schreiben kann, liegt nur daran, das mein Sohn gerade selber spielt. Das kommt nicht oft vor. Meine Frau ist auf der Arbeit. Dieses Wochenende mal wieder Samstag Sonntag je 9 Stunden.

Derzeit sieht meine Frau 3 Möglichkeiten des handelns, denn sie will nicht mehr so in dieser Beziehung leben.
1. Scheidung
2. Trennung auf Zeit - Ferienwohnung usw. und mal gucken ob wir uns vermissen (möchte ich nicht. Ich bin so oft Weg und weiß wie sich das anfühlt. Gut am Wochenende bin ich meistens zu Hause)
3. Eine ultimative Problemlösung (beide wissen wir nicht wie und was) Und da sie das Problem eigentlich bei mir sieht, bin ich auch der, der hier was presentieren sollte. Würde ich auch gerne machen - kann ich aber nicht.
Ideen, wie wir müssen mehr Sachen zu Zweit machen usw. sind wohl richtig und wichtig. Aber wir verlieren uns immer wieder im verzwickten Alltag. Im Weihnachtsurlaub haben wir es geschafft 1 mal Konzert und 1x eine Hotelübernachtung in der nächsten Großstadt mit Essen gehen, Sauna, shoppen usw.
Und falls es wichtig ist - auf der Sexuellen ebene ist es durchwachsen. Haben wir Sex, ist es gut. Und auch besser als früher. Ich glaube die Quantität könnte aus Sicht meiner Frau mehr sein. Ich komme ganz gut damit klar. Um genau zu sein, 2 -4 mal im Monat. Abhängig von meiner Abwesenheit, Urlaub usw.

Vor ca 2 Jahren haben wir uns ein Wohnmobil gekauft um mal raus zu kommen. Ist jetzt nicht oft vorgegekommen. Könnte ich als Vorführfahrzeug verkaufen!
Ach so ja, Haushalt und Einkauf etc. machen wir gemeinsam bzw teilen es auf.
Ich wende mich hier an Euch, da mir meine Familie und auch die letzten 25 Jahre mit meiner Frau wichtig sind! Hätte ich die ultimative Lösung bereist gefunden, würde ich hier nicht schreiben.

So, habe eben alles nochmal gelesen, ist schon viel und dazu ohne wirkliche Struktur. Naja ihr werdet es schon verstehen.
Für Tipps und Hilfe wäre ich dankbar!
 

Hi gwerzt76,

ich bin eine Frau, älter als Du. Auch länger verheiratet und wir haben 3 Kinder.
Durch eigene Erfahrung (mein Mann arbeitet voll, ich Teilzeit) kann ich verstehen, welchen "Alltags- Stress" ihr ausgesetzt sind.
Das können wahrscheinlich die Leute, die keine große Familie haben, nicht verstehen.
Da entsteht eine große Müdigkeit mit der Zeit.

Es wurde noch nicht hier in Forum darüber gesprochen, dass ihr beide im "Middlife crises" sind. Da bewertet man das verlebte Teil des Lebens neu und orientiert sich auch neu. Dann wäre eine "Auszeit" sinnvoll, um sich neu zu orientieren. Das kann auch gut für dich sein.
Und wenn ihr zueinander Vertrauen habt und die Liebe noch da ist, dann kann man noch zueinander finden.

Auch sexuell, ändert sich bei Männern und Frauen viel. Die Zufriedenheit mit sex. Leben ist evt. nicht mehr vorhanden, es funktionert oft nicht alles, wie früher. Evt. ist deiner Frau 2-4 mal im Monat zu wenig? Habt ihr darüber gesprochen?

Das finde ich gut, dass ihr Zeit (partnerzeit) für einander nimmt, das macht ihr vernünftig.

Das die Kinder da sind, das macht die Situation schwieriger. Aber du kannst auch in der Zukunft (egal auch was kommt) ein guter Vater sein.
Habt Vertrauen (in Gott, in Universum, in Liebe), dann wird alles Gut.

LG,

Blaukorn21

 

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14. Januar um 22:23

Wie habt ihr denn eure Partnerschaft vor Kindern, Haus, Hund und Fulltimejob gelebt? Was hat euch beiden zusammen Spaß gemacht, was gab es da? Welche Vorstellung klingt für dich schlimmer, die nächsten 20 Jahre mit deiner Frau zusammen oder ohne sie? Du hättest vor 12 Jahren fast eine Affäre gehabt. Wieso bist du danach nicht mehr in so eine Situation gekommen, was hat dich davon abgehalten. Wie glücklich denkst du, ist deine Frau in eurer Ehe noch?

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15. Januar um 7:48
In Antwort auf zauderer22

Kein Narzist sieht sich als solchen.

Oder glaubst Du, Trump hat erkannt, dass er ...

Wir sollten hier nicht zu politisch werden.

Du bist kein Narzist! Du bist auch nicht gefühlskalt oder -arm. Du bist schlicht und ergreifend überfordert!

Willst perfekt sein und alles richtig machen - wird ja auch von Dir erwartet. (Dass das erwartet wird, das allerdings hast alleine Du zu verantworten). Und vor allem: Du bist nicht allein an allem schuld.

An allem allein schuld sein: das ist totale Selbstüberschätzung, nur genau andersrum als normalerweise!

Ich würde mich nicht weiter in der Alleinschuldrolle sonnen! Auch Deine Frau ist nicht schuld.

Eure Kommunikation ist das Problem.

Überofrderung ist also ein grund (ausrede) wieso man seiner frau keine zärtlichkeit & keine aufmerksamkeit schenkt?

 

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15. Januar um 7:50
In Antwort auf blaukorn21

Hi gwerzt76,

ich bin eine Frau, älter als Du. Auch länger verheiratet und wir haben 3 Kinder.
Durch eigene Erfahrung (mein Mann arbeitet voll, ich Teilzeit) kann ich verstehen, welchen "Alltags- Stress" ihr ausgesetzt sind.
Das können wahrscheinlich die Leute, die keine große Familie haben, nicht verstehen.
Da entsteht eine große Müdigkeit mit der Zeit.

Es wurde noch nicht hier in Forum darüber gesprochen, dass ihr beide im "Middlife crises" sind. Da bewertet man das verlebte Teil des Lebens neu und orientiert sich auch neu. Dann wäre eine "Auszeit" sinnvoll, um sich neu zu orientieren. Das kann auch gut für dich sein.
Und wenn ihr zueinander Vertrauen habt und die Liebe noch da ist, dann kann man noch zueinander finden.

Auch sexuell, ändert sich bei Männern und Frauen viel. Die Zufriedenheit mit sex. Leben ist evt. nicht mehr vorhanden, es funktionert oft nicht alles, wie früher. Evt. ist deiner Frau 2-4 mal im Monat zu wenig? Habt ihr darüber gesprochen?

Das finde ich gut, dass ihr Zeit (partnerzeit) für einander nimmt, das macht ihr vernünftig.

Das die Kinder da sind, das macht die Situation schwieriger. Aber du kannst auch in der Zukunft (egal auch was kommt) ein guter Vater sein.
Habt Vertrauen (in Gott, in Universum, in Liebe), dann wird alles Gut.

LG,

Blaukorn21

 

Zeit? vernünftig?

aber er sagt doch auch dass er sich nicht mit seiner familie beschäftigt & lieber vorm PC sitzt

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15. Januar um 9:20

Also so einfach ist das nicht. Glaubt nicht, dass ich zu den Leuten gehöre die zwischen Feierabend und Schlafen nur am Computer sitzen. Da sind viele andere Sachen die gemacht werden. Richtig ist, dass ich mir wenig Gedanken um die aktive Zeitplanung mache. Sondern oft auch nur die Dinge betrachte, die mir wichtig sind und dadurch meine Frau vernachlässige. Ich finde es aber auch wichtig, dass man Zeit für sich hat. Das sollte dann wohl aber in einer gewissen Waage sein. Das verliere ich aber aus dem Blick. Stellt euch diese fehlende Planung vor wie etwas das man nur schwer kann. Um die Klischees zu erfüllen....Mann kann kein Auto fahren und die Frau keine Wäsche waschen. Dazu kommt das „mangelnde“ Einfühlungsvermögen. Meine Frau sagt nicht von sich, dass sie etwas belastet, ich erkenne es aber auch nicht und schon ist das Problem da. Für mich scheint alles i.o. ind sie fühlt sich nicht wahrgenommen.

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15. Januar um 11:41
In Antwort auf qwertz76

Also so einfach ist das nicht. Glaubt nicht, dass ich zu den Leuten gehöre die zwischen Feierabend und Schlafen nur am Computer sitzen. Da sind viele andere Sachen die gemacht werden. Richtig ist, dass ich mir wenig Gedanken um die aktive Zeitplanung mache. Sondern oft auch nur die Dinge betrachte, die mir wichtig sind und dadurch meine Frau vernachlässige. Ich finde es aber auch wichtig, dass man Zeit für sich hat. Das sollte dann wohl aber in einer gewissen Waage sein. Das verliere ich aber aus dem Blick. Stellt euch diese fehlende Planung vor wie etwas das man nur schwer kann. Um die Klischees zu erfüllen....Mann kann kein Auto fahren und die Frau keine Wäsche waschen. Dazu kommt das „mangelnde“ Einfühlungsvermögen. Meine Frau sagt nicht von sich, dass sie etwas belastet, ich erkenne es aber auch nicht und schon ist das Problem da. Für mich scheint alles i.o. ind sie fühlt sich nicht wahrgenommen.

" Ich habe mich in das Internet verzogen und mich nicht um meine Frau und Kinder gekümmert! "

Nein, ist nartürlich nicht einfach. Wie schwer war es den PC zu starten ?

 

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15. Januar um 13:10
In Antwort auf qwertz76

Also so einfach ist das nicht. Glaubt nicht, dass ich zu den Leuten gehöre die zwischen Feierabend und Schlafen nur am Computer sitzen. Da sind viele andere Sachen die gemacht werden. Richtig ist, dass ich mir wenig Gedanken um die aktive Zeitplanung mache. Sondern oft auch nur die Dinge betrachte, die mir wichtig sind und dadurch meine Frau vernachlässige. Ich finde es aber auch wichtig, dass man Zeit für sich hat. Das sollte dann wohl aber in einer gewissen Waage sein. Das verliere ich aber aus dem Blick. Stellt euch diese fehlende Planung vor wie etwas das man nur schwer kann. Um die Klischees zu erfüllen....Mann kann kein Auto fahren und die Frau keine Wäsche waschen. Dazu kommt das „mangelnde“ Einfühlungsvermögen. Meine Frau sagt nicht von sich, dass sie etwas belastet, ich erkenne es aber auch nicht und schon ist das Problem da. Für mich scheint alles i.o. ind sie fühlt sich nicht wahrgenommen.

Sondern oft auch nur die Dinge betrachte, die mir wichtig sind und dadurch meine Frau vernachlässige.
also ist dir deine frau nicht wichtig?

was sind das alles für ausreden dass du nicht KANNST

das hat nix mit können zu tun...
du bist erwachsen... also kannst du es dir vornehmen dich mehr mit ihr zu beschäftigen!

tust du das nicht dann ist es NICHT WOLLEN und nicht NICHT KÖNNEN

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15. Januar um 13:33
In Antwort auf qwertz76

Also so einfach ist das nicht. Glaubt nicht, dass ich zu den Leuten gehöre die zwischen Feierabend und Schlafen nur am Computer sitzen. Da sind viele andere Sachen die gemacht werden. Richtig ist, dass ich mir wenig Gedanken um die aktive Zeitplanung mache. Sondern oft auch nur die Dinge betrachte, die mir wichtig sind und dadurch meine Frau vernachlässige. Ich finde es aber auch wichtig, dass man Zeit für sich hat. Das sollte dann wohl aber in einer gewissen Waage sein. Das verliere ich aber aus dem Blick. Stellt euch diese fehlende Planung vor wie etwas das man nur schwer kann. Um die Klischees zu erfüllen....Mann kann kein Auto fahren und die Frau keine Wäsche waschen. Dazu kommt das „mangelnde“ Einfühlungsvermögen. Meine Frau sagt nicht von sich, dass sie etwas belastet, ich erkenne es aber auch nicht und schon ist das Problem da. Für mich scheint alles i.o. ind sie fühlt sich nicht wahrgenommen.

Wer analytisch so weit ist, sollte auch wissen, warum das so ist!

Sage mal lieber, warum Du mit diesem tollen Hintergrundwissen von Dir selbst nichts geändert hast.

Wer ein solches Maß an Selbstkritikfähigkeit aufbietet (und damit typischerweise in Foren für einige Leute eine wunderbare Angriffsfläche bietet), für den hätte es doch ein Klacks sein müssen, die genannten Probleme in den Griff zu bekommen.

Diese Fragen stelle ich mir die ganze Zeit. Daher kaufe ich Dir irgendetwas nicht so richtig ab - wobei ich keine bewusste Unaufrichtigkeit unterstelle.

Klar kann Carina nach Deinen Selbstbezichtigungs-Statements mit dem Begriff "Überforderung" nichts anfangen. Ich hingegen bin mir zwar mit "Überforderung" nicht sicher, suche aber noch nach einer Erklärung, die besser charakterisiert, was bei euch tatsächlich abläuft.

Gerne würde ich mal wissen, ob Deine Frau beispielsweise Dir genau die Aufmerksamkeit umgekehrt gönnt, die sie bei Dir vermisst. Was hättest Du Dir denn in Deiner Ehe so gewünscht? Oder siehst Du Dich nur in einem Verpflichtungsverhältnis: Versorger, optimaler Vater, hat seine Frau in allem zu unterstützen, sie zu bewundern, anzubeten und auf Händen zu tragen? Und kann alledem nicht gerecht werden?

Ich sage mal ganz offen: Die meisten Ehemänner sind ziemlich wenig perfekt. Bei vielen stimmt noch viel weniger als bei euch. Außerdem fehlen viele interessante Informationen: z.B. gemeinsamer Sport läuft nicht wirklich. Ist das alleine Deine "Schuld"? Läuft alles Mögliche, was besser laufen könnte oder sollte, nur Deinetwegen nicht?

Was ich hier wirklich nicht will, ist den Spieß jetzt einfach umdrehen: Ich kann mit falschem Verantwortungsgelaber "Deine Schuld, meine Schuld" nichts anfangen. Deine Frau macht sicher auch nicht alles richtig und wartet zwar nicht auf grobe Kritik (das bringt nie etwas), sondern auf Vorschläge, wie was besser sein könnte (nicht nur bei Dir, sondern auch bei ihr). Ihr arbeitet an einem gemeinsamen Projekt, das starke Teamplayer erfordert.
Dass ihr allerdings schon so weit seid, eine Auszeit zu diskutieren, finde ich schade. Ob die Theorie von Auszeiten wirklich trägt, ist absolut nicht sicher: Einige halten viel davon, ich persönlich recht wenig.

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15. Januar um 13:38
In Antwort auf qwertz76

Das ist der erste Beitrag der es auf den Punkt bringt. Paartherapie habe ich vorgeschlagen. Meine Frau hält nichts davon. Das liegt daran, das wir mit dem kleinen schon bei diversen Psychologen waren, die sich aber als - sagen wir mal nicht hilfreich erwiesen haben. Ja es war nur 1 mal. Klar guckt man mal nach rechts oder links. Aber sie ist meinenTraumfrau. Wird sie auch bleiben. Ich glaube auch nicht, dass ich nach einer Trennung nochmal beziehungsfähig sein werde. Medizinisch werde ich berufsbedingt jährlich auf den Kopf gestellt. Alles gut. Klar dafür muss man was machen. Wie z.b. Sport. Ernährung könnte besser sein😪

also bei Psychologen gibt es Probetermine und bei psychologischen Psychotherapeuten auch.

Da findet man rasch raus..kann man mit dem oder der arbeiten oder nicht.

Und wie wäre es,wenn ihr getrennt voneinander psychologische Unterstützung sucht?

Ich sehe nach wie vor das Defizit in eurer Lebensgestaltung.

Findest Du keine Arbeit mit weniger Anfahrt?

Wieso isst Du nicht vernünftiger wenn Du merkst es ...ist nachbesserungsfähig?

Vergiss nicht ihr ab und an mal liebevoll zu sagen,was sie Dir bedeutet,wenn ihr nicht die Notbremse zieht,werden euch diese vermeintlichen trivialen Dinge in einigen Jahren völlig eure Ehe shreddern.

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15. Januar um 13:45
In Antwort auf qwertz76

Hallo,
vorweg....es fällt mir gerade sehr schwer mich in einem Forum zu öffnen und meine Probleme an die Öffentlichkeit zu tragen.
Dennoch brauche ich eure Ratschläge. Denn alles was ich bisher überlegt und getan habe hat nicht funktioniert. Ich möchte mich und meine Familie nachfolgend kurz vorstellen, damit ihr einen kleinen Einblick erlangt und die Probleme besser einordnen könnt.
Ich bin 43, meine Frau 42. Verheiratet seit 18 Jahren. Wir haben 3 Kinder 18(w), 16(w) und einen Sohn 8 und auch einen alten Hund. Alle noch in der Schule und wohnen zu Hause. Meine Frau und ich sind beide Berufstätig. Meine Frau arbeitet ca 25 Std in Wechselschichten. D.h. auch am Wochenende und Abends. Ich komme auf ca 40-45 Std zzügl. 2 Stunden Fahrtätigkeit mit dem Auto. ca. 1 x pro Monat muss ich 1 Wochen beruflich weg.
Meine Frau und ich kennen uns seit der Jugendzeit.
Meine Kindheit war aus heutiger Sicht nicht die schönste. Ich bin Einzelkind und das verhältnis zu meinem Vater war nicht wirklich schön. Nicht so wie es sein sollte! Er starb als ich 19 war. Meine Mutter starb als ich 29 war.
Vor ca. 12 Jahren hat sich von meiner seite ein Seitensprung angebahnt. Nichts spontanes. Eine Arbeitskollegin. Zum Seitensprung kam es nicht. Mit meiner Frau habe ich erst Monate später gesprochen als sie es herausgefunden hat. Wie dumm von mir...
Es ist wohl ein Thema, bei dem sie mir nicht wirklich verzeihen kann sondern sich damit nur arrangiert. Das aber auch nur am Rande um das Bild komplett zu machen.
Im Nov. 2018 habe ich einen Städtetrip mit meiner Frau geplant. 1 Woche vorher - ein heftiger Streit, bei dem auch eine Scheidung als Option in Frage kam. Was ist passiert? Das was jetzt auch wieder passiert ist. Und zwar angefangen an Weihnachten.
Ich bin egoistisch und kümmer mich nur um mich. Die Beziehung zu meiner Frau findet nicht statt. Die Ehe wie sie sich vorstellt ist es nicht. Ich ziehe sie runter. Sicht meiner Frau! Und ich kann es auch teilweise verstehen. Dazu kommt der Vorwurf, dass ich unter mangelnder Empahtie leide. Sicht meiner Frau! Und ja sie hat da schon manchmal recht. Ich bin zum teil Gefühlskalt bzw. kann meine Gefühle nicht zeigen. Und dennoch laufen auch mir die tränen wenn wir einen traurigen Film etc. schauen. Gefühle und Zuneigung waren auch in meiner Kindheit nicht wirklich vorhanden.
Ich habe sie einen Tag vor Abflug in das Wochenende im Nov. 2018 gebeten mit mir dieses Wochenende zu verbringen, da sie nicht mehr wollte. Wir sind geflogen und hatten ein sehr schönes Wochenenden und haben viele Dinge besprochen. Was stört sie, was mich? Was können wir ändern usw. Wir kamen glücklich und mit einem Plan zurück.
Nun das gleiche! Rückblickend haben wir wenige Sachen geändert bzw. durchgehalten. Gegenwärtiger Auslöser waren die letzten Abende der Woche. Ich habe mich in das Internet verzogen und mich nicht um meine Frau und Kinder gekümmert! Warum - ich habe mich um die Geburtstagsgeschenke meiner Frau gekümmert. Eigentlich wünscht sie sich nichts. Aber das finde ich auch blöd. Ja andere Menschen machen das in 2 Stunden. Ich brauche dafür deutlich länger, da ich mich zu häufig in Kleinigkeiten und Details verliere. Diese in der Familie negativen Eigenschaften, bewirken im Job das Gegenteil. Hier läuft es bei mir gut. Erfolg ist da, Geld stimmt usw. Bei ihr aber auch. Da wir uns beide in die Arbeit stürzen ergibt das natürlich auch zum Teil viele Überstunden. Mein Tag, wenn ich nicht unterwegs bin sieht wie folgt aus:
05:00 Aufstehen und mit dem Hund raus. Frühstück und Kaffe nur ganz kurz oder unterwegs.
05:45 fahre ich los (Weg ca. 60Min)
Gegen 06:45 bin ich auf der Arbeit
Zwischen 16:00 und 17:00 Feierabend. 60 Minuten Weg.
17:30-18:00 zu hause.
Den kleinen bringen wir abwechselnd gegen 19:30 ins Bett. In der Zeit zwischen 18:00 und 20:00 versuche ich ab und zu mal Sport zum machen. Letztes Jahr im Schnitt 1-2 pro Woche. Eher 1 mal. Meine Frau, wenn sie nicht arbeitet, geht auch 1 mal zum Sport. Gemeinsamen Sport haben wir nicht wirklich. Abendbrot machen wir (wenn kein Sport) alle zusammen.
Das Ritual des ins Bett bringen des Kleinen ist, zumindest bei mir, ein Kraftakt. Mir fehlt da ein wenig die Fähigkeit mit Kindern richtig umzugehen. Manchmal sehe ich in meinem eigenen Verhalten meinen Vater. Und ich hasse mich dafür! Bei meiner Frau ist alles super. Oft bin ich so sauer über mich und die versaute Situation, dass ich erstmal in den Garten muss und eine oder zwei Zigaretten rauchen gehe. Anschließend höre ich mir von meiner Frau an was ich falsch gemacht habe und gelobe Besserung - um es dann wiederholt nicht richtig zu machen. Sind mein Sohn und ich alleine, läuft alles. Das sind die Tage an denen meine Frau Abends arbeitet. Ab und zu sehen wir uns aufgrund der Arbeitszeiten 2 Tage lang nicht wirklich, obwohl wir nebeneinander schlafen. Sie kommt ich schlafe oder ich gehe und sie liegt noch im Bett.
Ist der kleine dann irgendwann mal im Bett ca. 19:30 - 20:00 habe ich noch Ca 60 - 90 Minuten für alles weitere im Leben (Duschen, Fahrrad oder Auto der Tocher reparieren, Garten usw.......Spätestens 21:30 - 22:00 muss ich ins Bet, sonst schaffe ich den nächsten Tag nicht.
Das ich hier jetzt gerade schreiben kann, liegt nur daran, das mein Sohn gerade selber spielt. Das kommt nicht oft vor. Meine Frau ist auf der Arbeit. Dieses Wochenende mal wieder Samstag Sonntag je 9 Stunden.

Derzeit sieht meine Frau 3 Möglichkeiten des handelns, denn sie will nicht mehr so in dieser Beziehung leben.
1. Scheidung
2. Trennung auf Zeit - Ferienwohnung usw. und mal gucken ob wir uns vermissen (möchte ich nicht. Ich bin so oft Weg und weiß wie sich das anfühlt. Gut am Wochenende bin ich meistens zu Hause)
3. Eine ultimative Problemlösung (beide wissen wir nicht wie und was) Und da sie das Problem eigentlich bei mir sieht, bin ich auch der, der hier was presentieren sollte. Würde ich auch gerne machen - kann ich aber nicht.
Ideen, wie wir müssen mehr Sachen zu Zweit machen usw. sind wohl richtig und wichtig. Aber wir verlieren uns immer wieder im verzwickten Alltag. Im Weihnachtsurlaub haben wir es geschafft 1 mal Konzert und 1x eine Hotelübernachtung in der nächsten Großstadt mit Essen gehen, Sauna, shoppen usw.
Und falls es wichtig ist - auf der Sexuellen ebene ist es durchwachsen. Haben wir Sex, ist es gut. Und auch besser als früher. Ich glaube die Quantität könnte aus Sicht meiner Frau mehr sein. Ich komme ganz gut damit klar. Um genau zu sein, 2 -4 mal im Monat. Abhängig von meiner Abwesenheit, Urlaub usw.

Vor ca 2 Jahren haben wir uns ein Wohnmobil gekauft um mal raus zu kommen. Ist jetzt nicht oft vorgegekommen. Könnte ich als Vorführfahrzeug verkaufen!
Ach so ja, Haushalt und Einkauf etc. machen wir gemeinsam bzw teilen es auf.
Ich wende mich hier an Euch, da mir meine Familie und auch die letzten 25 Jahre mit meiner Frau wichtig sind! Hätte ich die ultimative Lösung bereist gefunden, würde ich hier nicht schreiben.

So, habe eben alles nochmal gelesen, ist schon viel und dazu ohne wirkliche Struktur. Naja ihr werdet es schon verstehen.
Für Tipps und Hilfe wäre ich dankbar!
 

Also ich kann deiner Erzählung jetzt nichts entnehmen, was auf dich als "Alleinschuldigen" schließen ließe.
Wichtig wäre, die Sicht deiner Frau zu kennen. Da die fehlt, ist es schwierig, denn ihr zusammen tragt zum Gelingen oder nicht Gelingen bei.
Es sind immer beide beteiligt, wenn es nicht läuft.
Sollte deine Frau da eine andere Sicht haben, fände ich das schwierig.

Meine Ideen:

- Paartherapie/Familienberatung - könntest du deiner Frau auch gut als Versuch "die ultimative Lösung" zu finden präsentieren 

- reden, reden, reden, immer wieder. Ihr könnt euch auch einen Plan aufhängen. Wie ich dich verstanden habe, hattet ihr zwar schon die Idee, etwas zu ändern, es scheiterte aber an der Umsetzung. Geduld und Wohlwollen sind da ganz wichtig. Was sich über Jahrzehnte etabliert hat, ändert sich nicht, weil man 1-2 Mal darüber redet. Das ist richtige Arbeit, ein Projekt

- wenn es immer wieder Probleme beim Zubettbringen des Kindes gibt, könnte das doch deine Frau an den Tagen übernehmen, an denen sie da ist. Vielleicht möchte dein Sohn lieber von ihr ins Bett gebracht werden. Frag ihn doch mal. Wichtig ist in diesem Fall, was dem Kind gut tut. Und wenn deine Frau es besser kann, soll sie es machen. Dafür reparierst du Dinge der Kinder und hast andere Stärken. Warum tut ihr euch das immer an? Ist das eine Art Machtspiel? Sag ihr, dass du dich nicht immer als "Idiot" hinstellen lassen willst. Wenn sie nicht da ist, klappt es ohne Probleme und wenn sie da ist, nicht. Tragt euren Kämpfe nicht auf dem Rücken des Kindes aus

- wenn das was werden soll mit euch, müsst ihr euch gegenseitig sehen, Verständnis füreinander haben. Das kann man nicht erzwingen, das muss freiwillig geschehen

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15. Januar um 16:51

Reden, Reden, Reden. Das bringt doch nichts. Geredet wurde doch anscheinend schon genug. Wenn alles nur noch öde ist, keine Attraktivität mehr wahrgenommen wird, ist es nun mal aus. Die Frage ist da eher, gab es es zwischen den beiden überhaupt mal so etwas wie gemeinsame Hobbies, Erlebnisse, Erotik. Er wollte ja schon recht früh eine Affäre. Gibt es irgendetwas, das man noch versuchen kann zu reanimieren oder war das schon alles immer irgendwie tot. Kommunikation ist wichtig, aber in einer harmonischen, lebenswürdigen Ehe sollte es doch einfach auch irgendwie mal laufen. Und er hat mMn eine Depression. Das kommt erschwerend hinzu. Die gemeinsam durchzustehen neben all dem anderen das nicht läuft halte ich für nahezu unmöglich.

Was gibt es denn, worauf du dich noch gemeinsam mit deiner Frau freust? Freust du dich überhaupt noch sie zu sehen?

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15. Januar um 17:20
In Antwort auf lilithimmaculate

Reden, Reden, Reden. Das bringt doch nichts. Geredet wurde doch anscheinend schon genug. Wenn alles nur noch öde ist, keine Attraktivität mehr wahrgenommen wird, ist es nun mal aus. Die Frage ist da eher, gab es es zwischen den beiden überhaupt mal so etwas wie gemeinsame Hobbies, Erlebnisse, Erotik. Er wollte ja schon recht früh eine Affäre. Gibt es irgendetwas, das man noch versuchen kann zu reanimieren oder war das schon alles immer irgendwie tot. Kommunikation ist wichtig, aber in einer harmonischen, lebenswürdigen Ehe sollte es doch einfach auch irgendwie mal laufen. Und er hat mMn eine Depression. Das kommt erschwerend hinzu. Die gemeinsam durchzustehen neben all dem anderen das nicht läuft halte ich für nahezu unmöglich.

Was gibt es denn, worauf du dich noch gemeinsam mit deiner Frau freust? Freust du dich überhaupt noch sie zu sehen?

das ist ja das Problem. damals die Affäre... und jetzt abweisend seiner Frau gegenüber!  dass sie da unglücklich ist, ist kein Wunder

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15. Januar um 18:54
In Antwort auf qwertz76

Hallo,
vorweg....es fällt mir gerade sehr schwer mich in einem Forum zu öffnen und meine Probleme an die Öffentlichkeit zu tragen.
Dennoch brauche ich eure Ratschläge. Denn alles was ich bisher überlegt und getan habe hat nicht funktioniert. Ich möchte mich und meine Familie nachfolgend kurz vorstellen, damit ihr einen kleinen Einblick erlangt und die Probleme besser einordnen könnt.
Ich bin 43, meine Frau 42. Verheiratet seit 18 Jahren. Wir haben 3 Kinder 18(w), 16(w) und einen Sohn 8 und auch einen alten Hund. Alle noch in der Schule und wohnen zu Hause. Meine Frau und ich sind beide Berufstätig. Meine Frau arbeitet ca 25 Std in Wechselschichten. D.h. auch am Wochenende und Abends. Ich komme auf ca 40-45 Std zzügl. 2 Stunden Fahrtätigkeit mit dem Auto. ca. 1 x pro Monat muss ich 1 Wochen beruflich weg.
Meine Frau und ich kennen uns seit der Jugendzeit.
Meine Kindheit war aus heutiger Sicht nicht die schönste. Ich bin Einzelkind und das verhältnis zu meinem Vater war nicht wirklich schön. Nicht so wie es sein sollte! Er starb als ich 19 war. Meine Mutter starb als ich 29 war.
Vor ca. 12 Jahren hat sich von meiner seite ein Seitensprung angebahnt. Nichts spontanes. Eine Arbeitskollegin. Zum Seitensprung kam es nicht. Mit meiner Frau habe ich erst Monate später gesprochen als sie es herausgefunden hat. Wie dumm von mir...
Es ist wohl ein Thema, bei dem sie mir nicht wirklich verzeihen kann sondern sich damit nur arrangiert. Das aber auch nur am Rande um das Bild komplett zu machen.
Im Nov. 2018 habe ich einen Städtetrip mit meiner Frau geplant. 1 Woche vorher - ein heftiger Streit, bei dem auch eine Scheidung als Option in Frage kam. Was ist passiert? Das was jetzt auch wieder passiert ist. Und zwar angefangen an Weihnachten.
Ich bin egoistisch und kümmer mich nur um mich. Die Beziehung zu meiner Frau findet nicht statt. Die Ehe wie sie sich vorstellt ist es nicht. Ich ziehe sie runter. Sicht meiner Frau! Und ich kann es auch teilweise verstehen. Dazu kommt der Vorwurf, dass ich unter mangelnder Empahtie leide. Sicht meiner Frau! Und ja sie hat da schon manchmal recht. Ich bin zum teil Gefühlskalt bzw. kann meine Gefühle nicht zeigen. Und dennoch laufen auch mir die tränen wenn wir einen traurigen Film etc. schauen. Gefühle und Zuneigung waren auch in meiner Kindheit nicht wirklich vorhanden.
Ich habe sie einen Tag vor Abflug in das Wochenende im Nov. 2018 gebeten mit mir dieses Wochenende zu verbringen, da sie nicht mehr wollte. Wir sind geflogen und hatten ein sehr schönes Wochenenden und haben viele Dinge besprochen. Was stört sie, was mich? Was können wir ändern usw. Wir kamen glücklich und mit einem Plan zurück.
Nun das gleiche! Rückblickend haben wir wenige Sachen geändert bzw. durchgehalten. Gegenwärtiger Auslöser waren die letzten Abende der Woche. Ich habe mich in das Internet verzogen und mich nicht um meine Frau und Kinder gekümmert! Warum - ich habe mich um die Geburtstagsgeschenke meiner Frau gekümmert. Eigentlich wünscht sie sich nichts. Aber das finde ich auch blöd. Ja andere Menschen machen das in 2 Stunden. Ich brauche dafür deutlich länger, da ich mich zu häufig in Kleinigkeiten und Details verliere. Diese in der Familie negativen Eigenschaften, bewirken im Job das Gegenteil. Hier läuft es bei mir gut. Erfolg ist da, Geld stimmt usw. Bei ihr aber auch. Da wir uns beide in die Arbeit stürzen ergibt das natürlich auch zum Teil viele Überstunden. Mein Tag, wenn ich nicht unterwegs bin sieht wie folgt aus:
05:00 Aufstehen und mit dem Hund raus. Frühstück und Kaffe nur ganz kurz oder unterwegs.
05:45 fahre ich los (Weg ca. 60Min)
Gegen 06:45 bin ich auf der Arbeit
Zwischen 16:00 und 17:00 Feierabend. 60 Minuten Weg.
17:30-18:00 zu hause.
Den kleinen bringen wir abwechselnd gegen 19:30 ins Bett. In der Zeit zwischen 18:00 und 20:00 versuche ich ab und zu mal Sport zum machen. Letztes Jahr im Schnitt 1-2 pro Woche. Eher 1 mal. Meine Frau, wenn sie nicht arbeitet, geht auch 1 mal zum Sport. Gemeinsamen Sport haben wir nicht wirklich. Abendbrot machen wir (wenn kein Sport) alle zusammen.
Das Ritual des ins Bett bringen des Kleinen ist, zumindest bei mir, ein Kraftakt. Mir fehlt da ein wenig die Fähigkeit mit Kindern richtig umzugehen. Manchmal sehe ich in meinem eigenen Verhalten meinen Vater. Und ich hasse mich dafür! Bei meiner Frau ist alles super. Oft bin ich so sauer über mich und die versaute Situation, dass ich erstmal in den Garten muss und eine oder zwei Zigaretten rauchen gehe. Anschließend höre ich mir von meiner Frau an was ich falsch gemacht habe und gelobe Besserung - um es dann wiederholt nicht richtig zu machen. Sind mein Sohn und ich alleine, läuft alles. Das sind die Tage an denen meine Frau Abends arbeitet. Ab und zu sehen wir uns aufgrund der Arbeitszeiten 2 Tage lang nicht wirklich, obwohl wir nebeneinander schlafen. Sie kommt ich schlafe oder ich gehe und sie liegt noch im Bett.
Ist der kleine dann irgendwann mal im Bett ca. 19:30 - 20:00 habe ich noch Ca 60 - 90 Minuten für alles weitere im Leben (Duschen, Fahrrad oder Auto der Tocher reparieren, Garten usw.......Spätestens 21:30 - 22:00 muss ich ins Bet, sonst schaffe ich den nächsten Tag nicht.
Das ich hier jetzt gerade schreiben kann, liegt nur daran, das mein Sohn gerade selber spielt. Das kommt nicht oft vor. Meine Frau ist auf der Arbeit. Dieses Wochenende mal wieder Samstag Sonntag je 9 Stunden.

Derzeit sieht meine Frau 3 Möglichkeiten des handelns, denn sie will nicht mehr so in dieser Beziehung leben.
1. Scheidung
2. Trennung auf Zeit - Ferienwohnung usw. und mal gucken ob wir uns vermissen (möchte ich nicht. Ich bin so oft Weg und weiß wie sich das anfühlt. Gut am Wochenende bin ich meistens zu Hause)
3. Eine ultimative Problemlösung (beide wissen wir nicht wie und was) Und da sie das Problem eigentlich bei mir sieht, bin ich auch der, der hier was presentieren sollte. Würde ich auch gerne machen - kann ich aber nicht.
Ideen, wie wir müssen mehr Sachen zu Zweit machen usw. sind wohl richtig und wichtig. Aber wir verlieren uns immer wieder im verzwickten Alltag. Im Weihnachtsurlaub haben wir es geschafft 1 mal Konzert und 1x eine Hotelübernachtung in der nächsten Großstadt mit Essen gehen, Sauna, shoppen usw.
Und falls es wichtig ist - auf der Sexuellen ebene ist es durchwachsen. Haben wir Sex, ist es gut. Und auch besser als früher. Ich glaube die Quantität könnte aus Sicht meiner Frau mehr sein. Ich komme ganz gut damit klar. Um genau zu sein, 2 -4 mal im Monat. Abhängig von meiner Abwesenheit, Urlaub usw.

Vor ca 2 Jahren haben wir uns ein Wohnmobil gekauft um mal raus zu kommen. Ist jetzt nicht oft vorgegekommen. Könnte ich als Vorführfahrzeug verkaufen!
Ach so ja, Haushalt und Einkauf etc. machen wir gemeinsam bzw teilen es auf.
Ich wende mich hier an Euch, da mir meine Familie und auch die letzten 25 Jahre mit meiner Frau wichtig sind! Hätte ich die ultimative Lösung bereist gefunden, würde ich hier nicht schreiben.

So, habe eben alles nochmal gelesen, ist schon viel und dazu ohne wirkliche Struktur. Naja ihr werdet es schon verstehen.
Für Tipps und Hilfe wäre ich dankbar!
 

willst du denn für deine Ehe kämpfen?

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15. Januar um 20:07
In Antwort auf erdnusscreamy

" Ich habe mich in das Internet verzogen und mich nicht um meine Frau und Kinder gekümmert! "

Nein, ist nartürlich nicht einfach. Wie schwer war es den PC zu starten ?

 

Es war der Auslöser. Bzw. der Tropfen der das Fass zum überlaufen gebracht hat. Nicht mehr, nicht weniger!

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