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Ist das Normal?

30. Juli 2018 um 23:24

Hallo liebe Community.

Ich versuche mich kurz zu fassen:
Wir sind seit 12 jahren zusammen und 5 verheiratet.
Haben eine Tochter 4.

Mein Mann macht alles für uns, damit es uns gut geht und wir glücklich sind.
Ich kann mich auch nicht beschweren.

Jedoch habe ich folgendes Problem:
Wir lachen kaum gemeinsam und es gibt nicht mehr so diese spontanen Zärtlichkeiten zwischendurch.
(Damit meine ich nicht den Sex, der ist super und abwechslungsreich.)
Heute z.B nahm ich ihn an die Hand und es dauerte keine Minute, da ließ es los ( es wäre ihm zu schwitzig).

Ist das normal in langjährigen Beziehungen/Ehen?

Mir fehlt dadurch schon sehr das Gefühl von geborgenheit 

Lg

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31. Juli 2018 um 10:34

Ich würde dir/euch das Buch "Die 5 Sprachen der Liebe" von gary Chapman nahelegen.

Es ist gut möglich, dass dein Partner nichts von deinen Bedürfnissen weiß bzw. sie nicht versteht. Selbst, wenn du es schon direkt geäußert hast kann es sein, dass dein Partner wirklich einfach nich weiß, was du von ihm möchtest, er selbst aber rundum glücklich und zufrieden ist und somit dein Problem garnicht versteht/verstehen kann geschweige denn nachvollziehen. Damit er auf deine Bedürfnisse eingehen kann, muss er erstmal realisieren, dass es etwas gibt was dich unglücklich macht oder stört.

Nicht jeder Mensch hat die gleiche Art seine Liebe und Zuneigung auszudrücken. Es kann sein, dass ihr in diesem Punkt aneinander vorbei agiert. Da ihr schon so lange zusammen seid und du schreibst, dass dein Mann alles für euch macht, scheint es mir, als läge hier das Problem wirklich in der Kommunikation betreffend des Ausdrucks der Liebe. Könnte es sein, dass dien Mann durch andere Arten seine Liebe dir gegenüber ausdrückt? Z.B. durch Geschenke, Ernährung der Familie/finanzieller Erfolg, Hilfsbereitschaft im Haushalt, Sex etc.? Diese Dinge können auch glücklich machen, aber was dir fehlt ist die Art der Liebe die dich am glücklichsten macht, weil es dir am meisten bedeuten vermag: Zweisamkeit mit dem Menschen den du liebst. Für ihn kann es wiederrum sein, dass er von dir genug Liebe bekommt, weil für ihn z.B. dein Lob oder Sex die größten Liebesbeweise sind. Somit ist er so garnicht in der Lage zu erkennen wieso dir was genau fehlt, weil er eine ganz andere Art hat Liebe anzunehmen und zu vermitteln.


Um deine Hauptfrage zu beantworten:

Es ist normal und häufig der Fall, dass gewisse Dinge mit der Zeit nachlassen. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass die Phase der Verliebtheitsphase nach ca. 2-3 Jahren endet und damit beginnen die eigentlichen normalen Verhaltensweisen der Partner. Hier entscheidet sich, ob man die wirkliche Liebe sucht und ihr erlaubt sich zu entwickeln oder, ob man erneut die Suche nach einem neuen Partner beginnt um wieder das Gefühl der Verliebtheit zu erleben. Ihr seid ja nun schon ein großes Stück weiter und eigentlich scheint euch nicht viel im Wege zu stehen (sofern ich das durch die paar Zeilen beurteilen kann).
Aber du musst keinesfalls akzeptieren und damit leben, dass du dich nicht geborgen fühlst. Dein Partner wird durchaus in der Lage sein, dir das zu geben was du brauchst, sofern er es versteht und weiß. Dann könnt ihr gemeinsam daran arbeiten und vorallem kannst auch du herausfinden ob und was vielleicht deinem Partner fehlt bzw was er an Liebe am besten annimmt.

Im Buch ist es sehr vielfältig, aber auch einfach erklärt und auch wenn ich jetzt durch die wenigen Infos mir kaum ein Bild eurer Beziehung machen kann, würde ich behaupten, dass das dein Problem lösen und auch dir helfen wird dich selbst und dein genaues Bedürfnis besser zu verstehen.

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31. Juli 2018 um 14:02

Ich glaube, dass es oft so ist, aber nicht sein müsste.

Manchmal sind es auch die Männer, die ihre Frauen zwischendrin umarmen und die Frauen
reagieren darauf gar nicht. Das habe ich als Tenager in zwei Familien erlebt und nie verstanden. Für mich hat das auch mit der bewussten Pflege einer Beziehung zu tun - wenn noch Liebe da ist.

Alleine das Handhalten, wenn die Hände schwitzig sind, würde ich nicht überbewerten, es kommt darauf an, wie er sonst so auf Zärtlichkeiten reagiert. Eigentlich ist es doch selbstverständlich, wenn ein Partner zärtlich sein möchte, dass man dann nicht abweisend reagiert oder reagieren sollte; nicht einmal gleichgültig - das ist irgendwie lieblos.

Wie reagiert er denn, wenn du ihn einfach mal am Rücken streichelst untertags? Oder einfach mal umarmst?

Ich würde ihm das auch sagen, weil es ihm vielleicht nicht bewusst ist, dass dir das wichtig ist. Ich selbst kann es zwar nicht verstehen, aber Menschen sind eben unterschiedlich.

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1. August 2018 um 8:31
In Antwort auf shimmershine

Hallo liebe Community.

Ich versuche mich kurz zu fassen:
Wir sind seit 12 jahren zusammen und 5 verheiratet.
Haben eine Tochter 4.

Mein Mann macht alles für uns, damit es uns gut geht und wir glücklich sind.
Ich kann mich auch nicht beschweren.

Jedoch habe ich folgendes Problem:
Wir lachen kaum gemeinsam und es gibt nicht mehr so diese spontanen Zärtlichkeiten zwischendurch.
(Damit meine ich nicht den Sex, der ist super und abwechslungsreich.)
Heute z.B nahm ich ihn an die Hand und es dauerte keine Minute, da ließ es los ( es wäre ihm zu schwitzig).

Ist das normal in langjährigen Beziehungen/Ehen?

Mir fehlt dadurch schon sehr das Gefühl von geborgenheit 

Lg

also bei diesem Wetter nicht so kuschelig zu sein und auf Händchenhalten zu verzichten, ist mehr als nur normal! Keine Ahnung, ob ich überhaupt eine Minute schaffen würde.

Grundsätzlich stimme ich @ella zu: das ist auch eine Frage der bewußten Beziehungspflege in langjährigen Beziehungen.
Normal ist es natürlich, dass im Alltag gerade die kleinen Dinge zu leicht absaufen - auch, aber längst nicht nur in Bezug auf das Miteinander statt Nebeneinander in Beziehungen. Da muss man dann immer mal bewußt eingreifen und das zurückholen.
Dazu gehört erst einmal: offen ansprechen, wie hier auch schon mehrfach geschrieben.
Nicht als "Du hast einfach Deine Hand wieder weggenommen" sondern als "mir fehlen die kleinen Zärtlichkeiten im Alltag".

Was auch immer gut ist, sind kleine Rituale. Bevor der erste ins Bett geht, kurz zusammen setzen und eine rauchen. Oder einen Tee trinken. Oder ...
Wenn derjenige, der später heim kommt, da ist - 10 min bewußte Zeit zusammen.
Der Gute-Nacht-Kuß.
Wirklich als Ritual. Und das ist heilig. Und wenn gerade die verdammte Welt beliebt untergehen zu wollen, dann muss die Welt mit dem Untergang EURE 10 min abwarten oder der Weltuntergang findet halt ohne Euch statt. Punkt.
Klar ist man, wenn man zusammen wohnt irgendwie die ganze Zeit "zusammen" - aber solche bewußten Momente bringen für das "Zusammen" viel mehr als ein ganzer Samstag in der gleichen Wohnung.

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