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Ist das noch eine lebenswerte Beziehung?

2. Dezember 2017 um 18:06

Liebe Community,

ich bin im Moment sehr durch den Wind und frage mich, wie es weiter gehen kann und soll. Ich bin 43 und seit 17 Jahren mit meinem Lebensgefährten zusammen, aber im Moment sehr unglücklich mit unserer "Beziehung", wenn man diese überhaupt noch so nennen kann.
Ich versuche mich kurz zu fassen und führe mal nur die Kernknackpunkte auf. Ja, und ich weiß, ich jammere teilweise auf hohem Niveau, aber ich stehe im Moment wirklich neben mir.
1.) Mein Mann ist selbständig und ich arbeite ebenfalls Vollzeit, Kinder haben wir keine. Aber seit 2-3 Jahren arbeitet er nur noch. Und damit meine ich 351 Tage im Jahr (bis auf 14 Tage Sommerurlaub). Er arbeitet auch Heiligabend, Ostern, Geburtstag usw.. Er kommt abends gegen 21 Uhr nach Hause (ich bin so gegen 18 Uhr zuhause). Wir gehen vielleicht noch etwas essen und das war der Tag. Und so sieht jeder Tag aus.
2.) Er hat eine Angestellte in leitender Position, auf die er nicht verzichten kann und will. Und diese redet ihm ein, dass er so viel (in Ihren Augen eigentlich noch mehr )arbeiten muss. Sie selber arbeiten auch jeden Tag ohne je Urlaub zu nehmen, oftmals bis 2 Uhr in der Nacht.
3) Diese Frau tut alles für ihn. Brötchen schmieren, sein Büro putzen usw., flippt aber aus und schmollt, wenn er mal erwähnt, dass es mich gibt.
4.) Ich hätte meinen Mann gerne geheiratet, aber er will nicht.
5.) Ich hätte gerne Kinder gehabt.
6.) Sex kenne ich nur noch vom Hörensagen.

Vielleicht fällt ja irgendjemandem von Euch etwas sinnvolles dazu ein. Mir, ehrlich gesagt, nicht mehr.

 

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2. Dezember 2017 um 18:15

Ich bin mir zu 98% sicher, dass er keine Affäre mit seiner Angestellten hat.

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2. Dezember 2017 um 18:17

Es gibt Menschen, die Leben nur für ihre Arbeit. Stressige phasen sind normal und kommen bei jedem vor, aber nicht 3 Jahre lang. Ich bin jemand, der nicht nur für die arbeit lebt und wäre daher mit so einem partner auch nicht glücklich. Und das mit seiner Angestellten ist sowieso seltsam...

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2. Dezember 2017 um 18:22

ich habe so das Gefühl, das ihr beide über das Wesentliche nicht redet. Wie in einer Firma, sollte man auch in einer Paarbeziehung so eine Art Bilanz machen, einmal jährlich. Was war gut, was sucht nach neuen Ideen, was geht gar nicht und welche Änderungen müssen wir vorantreiben.
Das ein Selbstständiger mehr in der Firma verbringt als zu Hause, das ist mal so, denn jeder Selbständige muss seine Firma und auch sein Privatleben plus Versicherungen und Altersvorsorge selber gestalten.
Auch eine Paarebene will gepflegt sein, da genügt es nicht, mal zusammen essen zu gehen.
Die Kinderfrage ein sehr schwieriges Thema, das wird auch er wissen, ganz viele Beziehungen scheitern, nachdem das Kind die Welt erblickt hat.
Wenn ihr beide schon so lange kinderlos zusammenseid, wird es nicht mehr klappen euch an ein Kind zu gewöhnen. Aber was tut ihr beide so mit dem verdienten Geld?  Unter dem Strich muss doch was übrig bleiben oder ist der Lebensunterhalt auf gehobenen Niveau?

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3. Dezember 2017 um 22:14
In Antwort auf sabine742010

Liebe Community,

ich bin im Moment sehr durch den Wind und frage mich, wie es weiter gehen kann und soll. Ich bin 43 und seit 17 Jahren mit meinem Lebensgefährten zusammen, aber im Moment sehr unglücklich mit unserer "Beziehung", wenn man diese überhaupt noch so nennen kann.
Ich versuche mich kurz zu fassen und führe mal nur die Kernknackpunkte auf. Ja, und ich weiß, ich jammere teilweise auf hohem Niveau, aber ich stehe im Moment wirklich neben mir.
1.) Mein Mann ist selbständig und ich arbeite ebenfalls Vollzeit, Kinder haben wir keine. Aber seit 2-3 Jahren arbeitet er nur noch. Und damit meine ich 351 Tage im Jahr (bis auf 14 Tage Sommerurlaub). Er arbeitet auch Heiligabend, Ostern, Geburtstag usw.. Er kommt abends gegen 21 Uhr nach Hause (ich bin so gegen 18 Uhr zuhause). Wir gehen vielleicht noch etwas essen und das war der Tag. Und so sieht jeder Tag aus.
2.) Er hat eine Angestellte in leitender Position, auf die er nicht verzichten kann und will. Und diese redet ihm ein, dass er so viel (in Ihren Augen eigentlich noch mehr )arbeiten muss. Sie selber arbeiten auch jeden Tag ohne je Urlaub zu nehmen, oftmals bis 2 Uhr in der Nacht.
3) Diese Frau tut alles für ihn. Brötchen schmieren, sein Büro putzen usw., flippt aber aus und schmollt, wenn er mal erwähnt, dass es mich gibt.
4.) Ich hätte meinen Mann gerne geheiratet, aber er will nicht.
5.) Ich hätte gerne Kinder gehabt.
6.) Sex kenne ich nur noch vom Hörensagen.

Vielleicht fällt ja irgendjemandem von Euch etwas sinnvolles dazu ein. Mir, ehrlich gesagt, nicht mehr.

 

Hallo!

​Mir fällt aber was ein: Das habe ich von Gott.
​Wenn Du in eine Beziehung lebst, die Dich nicht glücklich macht, dann beende sie und fang eine Beziehung an die Dich glücklich macht, denn Gott will das Du glücklich bist.

​LG Lichtkrieger 

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4. Dezember 2017 um 11:52

Liebe Coleen,

vielen Dank für Deine ausführliche Antwort und auch für die vielen Fragen.
Ich versuche noch mal ein bisschen Licht ins Dunkel zu bringen.

Wir sind seit 17 Jahren zusammen, davon haben wir 10 Jahre eine echte Fernbeziehung geführt (ich war diejenige, die gependelt ist) und 5 Jahre bin ich täglich 260km (HIn- und Rückfahrt) zur Arbeit gefahren. Ich hätte anfangs nicht gedacht, dass das die Beziehung aushält, aber es hat ganz gut funktioniert, wenn es auch sehr stressig war. Vor 1,5 Jahren habe ich dann gekündigt, weil es einfach zu viel wurde und habe eine neue Arbeit an seinem Heimatort angenommen.
Ich arbeite Vollzeit und verdiene ziemlich gut, auch wenn ich mir z.B. unsere Wohnung alleine nicht leisten könnte.

Mein "Mann" ist Steuerberater und hat die Kanzlei vor 3 Jahren übernommen, nachdem der Seniorpartner altersbedingt ausgestiegen ist.

Geheiratet hätte ich gerne auch aus absicherungstechnischen Gründen (unromantisch, aber sinnvoll). Das "Problem" wurde mit einer Lebensversicherung "gelöst". Diese würde aber nicht verhindern, dass ich tatsächlich bei seinem Todesfall innerhalb kürzester Zeit (ca. 3 Wochen) die gemeinsame Wohnung räumen müsste oder ggf. die Geschwister auszahlen, da diese erben und nicht ich.

Ich sehe es wie Du und denke auch, dass ich für ein Kind mittlerweile zu alt bin. Ich hätte gerne ein Kind gehabt, aber nicht auf Biegen und Brechen und zum Glück hatte ich auch nie einen allesbestimmenden Kinderwunsch. Ich habe immer gedacht "Wenn es sein soll, dann freue ich mich, wenn nicht, dann kann ich auch damit leben".

Ich hoffe immer noch, dass mein Lebensgefährte irgendwann (bald) mal ein bisschen mehr Freizeit einplant, nicht nur für mich und uns, sondern auch für sich persönlich. Ich denke, das muss auch möglich sein, da ansonsten die viele Arbeit wirklich keinen Sinn macht.

Finanziell ist alles im grünen Bereich und irgendwann muss man auch zufrieden sein. Das mehr an Geld wiegt so ein stressiges Leben nicht auf.

Sicherlich ist es schön, einen gehobenen Lebensstandart zu haben und sich diesen auch leisten zu können. Auch ohne meinen Lebensgefährten käme ich finanziell gut zurecht und es ist jetzt ja nicht so, dass er mich "aushalten" müsste. Ich arbeite ebenfalls Vollzeit, verdiene sehr gut und kümmere mich zusätzlich komplett um den gesamten Haushalt. Es ist nicht so, dass er im Hauhalt nichts machen wollte, aber die Arbeit geht vor, so dass hier eigentlich alles an mir hängen bleibt.

Wir haben natürlich schon häufiger darüber gesprochen, aber er sagt dann immer "Es tut mir leid, aber ich kann es nicht ändern". Tja, was soll ich dazu sagen?

Und zu Deiner Frage: "Kannst Du Dir vorstellen,Dir eine eigene Wohnung zu suchen,die Koffer zu packen,Deine Sachen und auszuziehen und neu anzufangen,alleine erst mal?"
Meine Antwort: Ich weiß es nicht, aber natürlich stelle ich mir diese Fragen auch.

 

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4. Dezember 2017 um 11:53
In Antwort auf lichtkrieger1

Hallo!

​Mir fällt aber was ein: Das habe ich von Gott.
​Wenn Du in eine Beziehung lebst, die Dich nicht glücklich macht, dann beende sie und fang eine Beziehung an die Dich glücklich macht, denn Gott will das Du glücklich bist.

​LG Lichtkrieger 

Lieber Lichtkrieger,

Gott sagt aber auch "... in guten wie in schlechten Zeiten".

LG

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4. Dezember 2017 um 13:16

Von einer Affäre mit seiner Mitarbeiterin gehe ich eigentlich nicht aus. Er schätzt sie als "fleißiges Bienchen" und genießt natürlich auch, dass sie ihn so betütert, aber ansonsten findet er sie eher nervig und auch nicht sonderlich attraktiv. (Ich weiß, klingt böse, ist aber so)

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4. Dezember 2017 um 13:46

Danke Lana, da liegt genau mein Dilemma. Es gibt Tage und Wochen, da kann ich das ganz gut aushalten und dann wieder Zeiten, da könnte ich die Wand hochgehen.

 

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4. Dezember 2017 um 20:22
In Antwort auf sabine742010

Liebe Community,

ich bin im Moment sehr durch den Wind und frage mich, wie es weiter gehen kann und soll. Ich bin 43 und seit 17 Jahren mit meinem Lebensgefährten zusammen, aber im Moment sehr unglücklich mit unserer "Beziehung", wenn man diese überhaupt noch so nennen kann.
Ich versuche mich kurz zu fassen und führe mal nur die Kernknackpunkte auf. Ja, und ich weiß, ich jammere teilweise auf hohem Niveau, aber ich stehe im Moment wirklich neben mir.
1.) Mein Mann ist selbständig und ich arbeite ebenfalls Vollzeit, Kinder haben wir keine. Aber seit 2-3 Jahren arbeitet er nur noch. Und damit meine ich 351 Tage im Jahr (bis auf 14 Tage Sommerurlaub). Er arbeitet auch Heiligabend, Ostern, Geburtstag usw.. Er kommt abends gegen 21 Uhr nach Hause (ich bin so gegen 18 Uhr zuhause). Wir gehen vielleicht noch etwas essen und das war der Tag. Und so sieht jeder Tag aus.
2.) Er hat eine Angestellte in leitender Position, auf die er nicht verzichten kann und will. Und diese redet ihm ein, dass er so viel (in Ihren Augen eigentlich noch mehr )arbeiten muss. Sie selber arbeiten auch jeden Tag ohne je Urlaub zu nehmen, oftmals bis 2 Uhr in der Nacht.
3) Diese Frau tut alles für ihn. Brötchen schmieren, sein Büro putzen usw., flippt aber aus und schmollt, wenn er mal erwähnt, dass es mich gibt.
4.) Ich hätte meinen Mann gerne geheiratet, aber er will nicht.
5.) Ich hätte gerne Kinder gehabt.
6.) Sex kenne ich nur noch vom Hörensagen.

Vielleicht fällt ja irgendjemandem von Euch etwas sinnvolles dazu ein. Mir, ehrlich gesagt, nicht mehr.

 

Okay, das ist eine blöde Situation. Jetzt mal ein passender "blöder", aber dennoch ernstgemeinter Vorschlag. Wenn das jetzt mal temporär so eine Phase ist, dann lenke Dich ab. Mache Sport, triff Dich mit Freundinnen oder such Dir einen nette Zeitvertreibmann.

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