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Ist das ein häufiges Muster? Wie damit umgehen?

2. Mai 2003 um 11:38 Letzte Antwort: 5. Mai 2003 um 9:37

Hey Leute,

habe gerade in einer Antwort auf das Posting von HarterKern etwas entdeckt, das ich mir hier mal erlaube zu zitieren:

"...Männer denken in solchen Sachen ja oft sehr verquer. Oft meinen sie, es sei eine nette Geste von ihnen, wenn sie uns Frauen nicht offen sagen, wo das wahre Problem liegt (um uns zu schonen?) und schieben irgendeinen Mist vor, der dann wieder so unglaubwürdig ist, dass er uns erst recht verunsichert und in Grübeln bringt.

Dabei wäre es von Anfang an oft besser gewesen, mit der unbequemen Wahrheit rauszurücken, mit der man sich dann irgendwie arrangieren kann oder auch nicht, als dass man mit so läppischen Notlügen in große Verwirrung gestürzt wird und deshalb plötzlich vielleicht soagar auch andere Dinge in Frage stellt, die damit eigentlich gar nichts zu tun haben."

(c) Ebba (Danke )


Ich dachte bisher, dass nur mein "Problemfall" das so handhabt. Aber anscheinend kennen andere Frauen das auch.

Was kann man dagegen unternehmen? Wie geht Ihr damit um? Wie sind Eure Erfahrungen?

Danke, LG

Val

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2. Mai 2003 um 18:16

In einen Menschen
passt soviel rein!

Hi Val!

Youve got mail btw.

Also da muss ich mich als Mann mal zu Wort melden:

Ich glaub eher das viele Menschen so sind, wie Du beschreibst, dass hängt gar nicht vom Geschlecht ab.
Ich glaub auch ehrlich nicht an die alte Mär vom Ritter, der "die Frau schonen will" und deswegen manche Sachen nicht ausspricht. Ich meine, seien wir uns doch mal ehrlich, Ehrlichkeit kann ganz schön nach hinten losgehen, wenn man ein hübsches Bild von sich errichtet hat und da passt dann einiges nicht zusammen. Da könnte man ja gleich einen Offenbarungseid leiste.

Fakt ist doch auch, dass es viel angenehmer und weniger problematisch ist und vor allem reiner Selbstschutz sein kann, nicht die "Hosen runterzulassen" und über Gefühle zu reden. Denn sie könnten ja entweder nicht, oder auf andere Art und Weise erwidert werden, oder gar das Selbstbild ins Wanken bringen. Um den Bezug zu der Überschrift herzustellen:

In einen Menschen passt viel rein, z.B. starkes Auftreten nach aussen und dennoch größte Selbstzweifel. Oder der Anschein ein kalter Klotz zu sein und im Inneren ist man Romantiker der einfach eine Mauer um sich herum aufgebaut hat.

Noch was anderes:

HarterKern sagt:"schieben irgendeinen Mist vor, der dann wieder so unglaubwürdig ist, dass er uns erst recht verunsichert und in Grübeln bringt.
"

Das fällt für mich wieder unter: Die selbe Nachricht kann dazu führen, dass der Überbringer geköpft wird oder zum König erhoben wird. Der Empfänger zieht immer seine eigenen Schlüsse. Und wenn der Empfänger verunsichert ist, dann steckt hinter einer manchmal eher profanen Äusserungen dann etwas, für den Empfänger viel bedeutenderes.

Und: Wenn ich als Empfänger hinter einem Satz etwas mehr vermute, dann zeigt das zuerst nur eins: ich bin unsicher.

Und: Ich trage ihn mir die Möglichkeit eben jenes zu tun, was der andere ja laut eigener Interpretation unterschwellig hinter einem Satz verbirgt. Sonst käme ich ja gar nicht darauf.

Es kann aber eben auch sein, dass hinter dem Satz die vermutete Hiobsbotschaft, der Haken, zu finden ist.

Ich würde es (in einer ideallen Welt, in einer Welt in der auch ich frei wäre von Angst und Zweifel, von dem Verlangen geliebt zu werden) einfach sagen:

"Hör zu, ich verstehe nicht was Du mir sagen willst, sag es mir nochmal, oder anders, oder kann es sein, Du meinst das..... damit usw. Weil nachfragen hat noch nie zum Ende einer Beziehung geführt, und wenn, dann war sie schon davor am Ende!

Phew, ich hoffe ich hab nicht zu abgehoben argumentiert.

Liebe Val, farg ihn, nenne ihm Deine Zweifel, wenn er dann nochmal das gleiche sagt, dann nimm es hin und frag Dich, warum DU soviel dahinter siehst!

Avalanche!


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2. Mai 2003 um 19:37
In Antwort auf Avalanche

In einen Menschen
passt soviel rein!

Hi Val!

Youve got mail btw.

Also da muss ich mich als Mann mal zu Wort melden:

Ich glaub eher das viele Menschen so sind, wie Du beschreibst, dass hängt gar nicht vom Geschlecht ab.
Ich glaub auch ehrlich nicht an die alte Mär vom Ritter, der "die Frau schonen will" und deswegen manche Sachen nicht ausspricht. Ich meine, seien wir uns doch mal ehrlich, Ehrlichkeit kann ganz schön nach hinten losgehen, wenn man ein hübsches Bild von sich errichtet hat und da passt dann einiges nicht zusammen. Da könnte man ja gleich einen Offenbarungseid leiste.

Fakt ist doch auch, dass es viel angenehmer und weniger problematisch ist und vor allem reiner Selbstschutz sein kann, nicht die "Hosen runterzulassen" und über Gefühle zu reden. Denn sie könnten ja entweder nicht, oder auf andere Art und Weise erwidert werden, oder gar das Selbstbild ins Wanken bringen. Um den Bezug zu der Überschrift herzustellen:

In einen Menschen passt viel rein, z.B. starkes Auftreten nach aussen und dennoch größte Selbstzweifel. Oder der Anschein ein kalter Klotz zu sein und im Inneren ist man Romantiker der einfach eine Mauer um sich herum aufgebaut hat.

Noch was anderes:

HarterKern sagt:"schieben irgendeinen Mist vor, der dann wieder so unglaubwürdig ist, dass er uns erst recht verunsichert und in Grübeln bringt.
"

Das fällt für mich wieder unter: Die selbe Nachricht kann dazu führen, dass der Überbringer geköpft wird oder zum König erhoben wird. Der Empfänger zieht immer seine eigenen Schlüsse. Und wenn der Empfänger verunsichert ist, dann steckt hinter einer manchmal eher profanen Äusserungen dann etwas, für den Empfänger viel bedeutenderes.

Und: Wenn ich als Empfänger hinter einem Satz etwas mehr vermute, dann zeigt das zuerst nur eins: ich bin unsicher.

Und: Ich trage ihn mir die Möglichkeit eben jenes zu tun, was der andere ja laut eigener Interpretation unterschwellig hinter einem Satz verbirgt. Sonst käme ich ja gar nicht darauf.

Es kann aber eben auch sein, dass hinter dem Satz die vermutete Hiobsbotschaft, der Haken, zu finden ist.

Ich würde es (in einer ideallen Welt, in einer Welt in der auch ich frei wäre von Angst und Zweifel, von dem Verlangen geliebt zu werden) einfach sagen:

"Hör zu, ich verstehe nicht was Du mir sagen willst, sag es mir nochmal, oder anders, oder kann es sein, Du meinst das..... damit usw. Weil nachfragen hat noch nie zum Ende einer Beziehung geführt, und wenn, dann war sie schon davor am Ende!

Phew, ich hoffe ich hab nicht zu abgehoben argumentiert.

Liebe Val, farg ihn, nenne ihm Deine Zweifel, wenn er dann nochmal das gleiche sagt, dann nimm es hin und frag Dich, warum DU soviel dahinter siehst!

Avalanche!


Da möchte ich jetzt auch mal was sagen...
... vielleicht bin ich ja die einzigste... aber ich habe es schon erlebt dass mein mann unter tränen sage es sei nichts!

grundsätzliche stimme ich aber zu: es ist kein ausschlisslich männliches problem.

ich denke, viele menschen haben angst, dass wenn sie sich WIRKLICH öffnen verletzt werden.

ich meine wenn jemand seine gefühle nicht völlig teilen möchte, aus welchen gründen auch immer, sollte man das respektieren.

und zum abschluss fällt mir noch ein spruch ein:

"es ist überflüssig einen mann zu fragen " was denkst du gerade?". männer denken nicht."

kichernde grüsse von der kathia

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2. Mai 2003 um 20:31

50-50
Hallo Val,

Damit man versteht und verstanden wird, muss man sich darüber im Klaren sein, dass jeder der beiden Gesprächspartner zu 50% für das Gespräch verantwortlich ist.
Man darf nicht nur vom anderen bedingungslose, "knallharte" Ehrlichkeit und Offenheit erwarten - man muss es dem anderen auch ermöglichen, mit der Sprache herauszurücken. Gilt natürlich für beide Seiten.
Man muss Ehrlichkeit tragen und ertragen können ... ich glaube daran, dass mensch von Natur aus "ehrlich" ist, aber die Erfahrung gemacht hat, dass diese Offenheit oft nicht erwünscht oder sogar tabu ist.
Vielleicht erst mal gucken, ob man selber bereit/ in der Lage ist, dem anderen den Raum dafür zu geben? Nicht gleich urteilen oder den anderen strafen oder sich entziehen ... sondern annehmen.
Nicht sofort auf die eigene Persönlichkeit beziehen, sondern auf die Persönlichkeit des Senders - er sagt in erster Linie etwas über sich aus.
Mehr fällt mir gerade nicht ein.

LG von peas

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5. Mai 2003 um 9:37
In Antwort auf kathia

Da möchte ich jetzt auch mal was sagen...
... vielleicht bin ich ja die einzigste... aber ich habe es schon erlebt dass mein mann unter tränen sage es sei nichts!

grundsätzliche stimme ich aber zu: es ist kein ausschlisslich männliches problem.

ich denke, viele menschen haben angst, dass wenn sie sich WIRKLICH öffnen verletzt werden.

ich meine wenn jemand seine gefühle nicht völlig teilen möchte, aus welchen gründen auch immer, sollte man das respektieren.

und zum abschluss fällt mir noch ein spruch ein:

"es ist überflüssig einen mann zu fragen " was denkst du gerade?". männer denken nicht."

kichernde grüsse von der kathia

Habe ich auch schon erlebt
bei meinem Freund. Er hat mir von Anfang an viel über seine Gefühle gesagt und eigentlich hatte ich am Anfang keine Bedenken. Allerdings nach und nach hat irgendwie einiges nicht mehr zusammengepaßt, bis ich ihn irgendwann zur Rede gestellt habe und wir hatten eine für ihn sehr schwierige Diskussion bei der er weinte wie ein kleiner Junge Aber es hat geholfen, meine Zweifel waren dann zum größten Teil nicht mehr vorhanden

Was ich persönlich schlimm finde (nicht nur bei Männern, auch bei Frauen der Fall), daß man sich in einer Beziehung von Anfang an als jemand anders ausgibt!!! Z. B. man erzählt von Anfang an dem neuen Partner an nur schönes über sich, man versucht dem Partner klar zu machen,daß man völlig anders ist, als der andere, usw., usw. Aber wozu denn das alles??? Kann man sich nicht so zeigen, wie man wirklich ist? Mit allen Macken, Vor- und Nachteilen (es ist übrigens Auslegungssache). Wieso versucht man von Anfang an den Partner auf den falschen Weg zu führen? Es ist sehr schwierig dann für den Empfänger (wie es hier so schön genannt wurde), wenn er nach und nach rausfindet, daß einiges nicht stimmt, von dem, was man von Anfang an zu hören bekam! Ich glaube nicht mehr so an Worte, wie im Teenager-Alter, aber trotzdem macht man sich dann ein Bild von dieser Person und hofft, daß diese wirklich so ist, wie sie von sich behauptet, denn das wäre natürlich fast perfekt. Aber dann wird man einfach mit allen Tatsachen aus dem Traum gerissen und es wird einem klar, daß derjenige einfach nur da gutstehen wollte von seinem neuen Partner und vielleicht nur so sein möchte, wie er (angeblich über sich) geschwärmt hat.

Na ja, ich hoffe, ich habe Euch nicht verwirrt

Wenn alles in Leben perfekt wäre, wäre es super langweilig

Einen schönen Montag an alle.

Grüße

Izabela

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