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Ist das bereits unser Ende ?

2. April um 15:48 Letzte Antwort: 6. April um 14:32

Hallo zusammen, 

Ich muss mir jetzt einfach mal Luft machen und versuche mich kurz und vor allem verständlich zu halten... obwohl meine Gedanken alles andere als klar sind.

Ich bin 28, seit 12 Jahre mit meinem Mann zuzusammen und davon 7 Jahre verheiratet. 
Wir haben 3 Kinder (4,2 und 9 Monate).

Vorab wir gelten(oder vergangeheitsform) schon immer als das "vorzeigepaar" ...harmonieren gut...selten Streit...ergänzen uns und vor allem haben immer Spaß zusammen.

Vor 2 Jahren ging alles langsam den Bach runter ...es hat angefangen mit dem verkauf unserer Eigentumswohnung (verdeckter Schimmel usw.) Mussten diese mit Verlust verkaufen...Baby Nummer 3. Hat sich angekündigt. Habe bis zum Mutterschutz in teilzeit gearbeitet und mich danach um die 2 anderen kiddies gekümmert. 
Ich koche täglich und versuche mein bestes ...mein Mann ist ein Arbeitstier...scheut keine Arbeit und hat auch nebenbei viel gearbeitet.

Kurz nach der Geburt von Nummer 3 nahm mein Mann noch einen nebenjob an und da wir durch den Verkauf der Immobilie in ein finanzielles Loch gefallen sind und mein Gehalt ja leider fehlte.
7 Monate hat er es durchgezogen vor seinem normalen Job auch noch nebenbei zu arbeiten. Es war fix und fertig. In dieser ZEIT hat er sich immer mehr von mir emotional distanziert.
ja wir hatten weiterhin Spaß...gut harmoniert und Sex hatten wir weiterhin ...aber irgendwie war alles sehr oberflächlich. 

Jetzt Mitte Februar kam er und ist implodiert ...ich sage mit Absicht nicht explodiert denn er ist einfach in ein Loch gefallen. Er fühlt sich leer usw. Wir tippten auf burnout aber auch während dieser Phase kamen einige Dinge die ihn an mir störten zum Vorschein.
Ich habe mich um.180 Grad verändert ..ihm.noch mehr abgenommen als sowieso schon und mich gleichzeitig um 3 kleine Kinder und einen Therapieplazu für ihn gekümmert. (Er war nach 4 Wochen dazu bereit und hat erkannt dass er hilfe braucht).

Wir haben jetzt 3 Wochen lang in einer art Blase gelebt (Dank Corona) er war daheim und die Kinder auch. Wir haben unser besser als je zuvor verstanden... es fühlte sich richtig an . Er meinte immer wieder mal ..er will uns nicht verlassen...er liebt mich so..er macht doch schon babysteps ..ich soll ihm nur mehr zeit geben usw.
alle paar tage hatte er solche Emotionen mir gegenüber meistens kurz bevor wir Sex hatten oder intim wurden.

Er hatte auch Phasen wo er seinen Abstand gebraucht hat aber gut ich dachte das wird jetzt erstmal so angehen.

Jetzt war er einen tag in der arbeit und hatte seinen Psychologen termin und kam wieder mit den Aussagen: vllt. Ist schon zu viel passiert ...er weiß nicht ob er den Weg zu mir zurück findet ..er möchte auch manchmal oder stand jetzt nicht an uns arbeiten usw. Gleichzeitig plant er unseren Hochzeitstag am 20.4 zu feiern und ich soll für die kids und den Garten noch ein Trampolin besorgen usw.

Seit wWochen mache ich dieses hin und her mit. Ich kann nicht mehr. Er "benutzt" mich und meine Nähe wenn er es will und ansonsten weiß er nicht ob er mir verzeihen kann. Dinge wie z.b habe ich in unserer Beziehung immer Entscheidungen treffen müssen weil er (seine aussage) nicht die Eier in der Hose hatte auch seine Meinung zu sagen. Er hatte teilweise das Gefühl ich habe seine Arbeit nicht genug wertgeschätzt.. (die Wäsche war nicht immer zusammen gelegt und er musste sich Sachen aus dem Trockner holen).Vor den Kindern (5 Jahre her!!) wenn er mal weg gehen wollte habe ich erst mit ihm diskutiert wann er wieder kommt usw. , er kann die Vergangenheit nicht vergessen usw.

Wir haben uns geenigt , da die kids momentan keinen geregelten Alltag Dank Corona haben , diese Krise abzuwarten und dann zu entscheiden (20.4 auch gleichzeitig unser Hochzeitstag ). 
Entscheiden ob er erstmal zu seiner Mutter zieht ..aber für mich ist das bereits der Anfsng vom Ende.

Wir genießen quasi jetzt Die Zeit, reden nicht über uns..und verstehen uns. Und mir kommt es so vor als zählen wir die Tage runter zum Ende unserer Ehe..und mir zerbricht es das Herz.

Ich fühle mich hilflos und weiß nicht was ich noch tun kann ...

Ich würde mich über jeglichen Input freuen.

Danke euch.

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2. April um 18:05

Eine Depression geht nach 6 Wochen nicht einfach so vorbei.. 

wie läuft den seine Therapie? Kann er dahin in dieser Zeit.. 

Es liest, als wenn er nach wie vor ausgenrannt wär.. 

andauernde Existenzsorgen und keine Zeit zur Erholung können fatale Folgen haben.. 

Einen konkreten Rat habe ich nicht, vielleicht wäre es besser, wenn er jetzt schon auszieht um zur Ruhe zu kommen..?

Dass er langjährige Konfliktpunkte hervorkramt kanm daran liegen, dass er dann einen Vorwand hat Dampf abzulassen.. 

Wäre ich in deiner Lage würde ich ihm schnellstmöglich helfen den Auszug umzusetzten.. und ihn von jeglichem Stress fernhalten, soweit es möglich ist. 
Also keine Kinder, keine Aufagen und keine Bitten.. 

..ruf mal den Therapeuten an und lass sich beraten.. 

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3. April um 15:43

So wie ich das lese, hat dein Mann ein ausgewachsenes Burn Out. Er muss dringend zurückstecken. Mehrere Jobs, das geht einfach nicht mehr.

Es kann nicht sein, dass die finanzielle Versorgung allein an deinem Mann hängen bleibt.

Jetzt ist es momentan schwierig mit der Jobsuche, aber sobald die Coronakrise vorbei ist, solltest du wieder arbeiten gehen, um deinen Mann zu entlasten. Vielleicht schafft ihr es, wenn ihr beide 30 Stunden arbeitet und euch die Kinderbetreuung eben zu 50 Prozent aufteilt. Schau auch, dass du Kita-Plätze für die Kinder bekommst. 

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3. April um 17:37

Man darf aber nun auch nicht vergessen, dass es nicht nur im ihn geht. Die TE ist sicherlich auch permanent am Limit. Mag ja sein, dass so viel Arbeit ausbrennt, aber die Erziehung dreier Kinder steht dem in nichts nach. Das älteste Kind ist 4!!! Das sind im Grunde fast noch 3 Babies. Das ist eine extrem krasse Nummer. Und das eben auch für die Mutter.

Ratschläge wie "man muss ihn jetzt entlasten" usw. sind gut gemeint und sicher auch richtig, aber wer entlastet die TE? Und ich behaupte, dass 30 Stunden Arbeit und dann 50% Kinderaufteilung nicht gerade für Erholung bei ihm sorgen werden. Ich spreche aus Erfahrung: Jeder einzelne Arbeitstag ist weitaus weniger anstrengend als ein Tag mit meinen drei Kindern. Ok, sagen wir in den Ferien. Wenn die in der Schule und der Kita sind, dann gehts natürlich, aber in diesem Fall hier ist zumindest ein Kind noch permanent zuhause. Vielleicht wäre es für die Zukunft eine Option, aber dazu muss man auch der Typ sein. Nicht jeder Mann ist dazu in der Lage.

Ich habe nun leider auch keinen konkreten, klugen Vorschlag. Es ist sicher gut, dass er sich professionell helfen lässt. Zudem muss bedacht werden, dass sich nach 12 Jahren Partnerschaft eben auch einige Abnutzungserscheinungen ergeben. Das ist ohne psychische Probleme schon extrem schwer aufzulösen. Beide müssen das unbedingt wollen und dafür braucht man eben auch Kraft. Daher finde ich die Idee grundsätzlich nicht schlecht, dass er mal komplett aus der ganzen Situation genommen wird, um sich vielleicht besinnen zu können, Kräfte zu tanken. Problem 1 dabei: das kann Monate dauern und am Ende kann es trotzdem heißen "ich will nicht mehr". Problem 2: wie kann verhindert werden, dass die TE in der Zeit vor die Hunde geht?

Vielleicht habt ihr in eurem Umfeld Menschen (Familie, sehr gute Freunde), die mal für eine Zeit lang sehr intensiv bei den Kindern unterstützen können? 

Ich wünsche euch viel Kraft!

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3. April um 18:35

Mein Vorschlag war ja auch, für die Kinder Betreuung außer Haus zu organisieren, auch das entlastet die Familie ein bisschen. 

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3. April um 18:53
In Antwort auf ehefrau2013

Hallo zusammen, 

Ich muss mir jetzt einfach mal Luft machen und versuche mich kurz und vor allem verständlich zu halten... obwohl meine Gedanken alles andere als klar sind.

Ich bin 28, seit 12 Jahre mit meinem Mann zuzusammen und davon 7 Jahre verheiratet. 
Wir haben 3 Kinder (4,2 und 9 Monate).

Vorab wir gelten(oder vergangeheitsform) schon immer als das "vorzeigepaar" ...harmonieren gut...selten Streit...ergänzen uns und vor allem haben immer Spaß zusammen.

Vor 2 Jahren ging alles langsam den Bach runter ...es hat angefangen mit dem verkauf unserer Eigentumswohnung (verdeckter Schimmel usw.) Mussten diese mit Verlust verkaufen...Baby Nummer 3. Hat sich angekündigt. Habe bis zum Mutterschutz in teilzeit gearbeitet und mich danach um die 2 anderen kiddies gekümmert. 
Ich koche täglich und versuche mein bestes ...mein Mann ist ein Arbeitstier...scheut keine Arbeit und hat auch nebenbei viel gearbeitet.

Kurz nach der Geburt von Nummer 3 nahm mein Mann noch einen nebenjob an und da wir durch den Verkauf der Immobilie in ein finanzielles Loch gefallen sind und mein Gehalt ja leider fehlte.
7 Monate hat er es durchgezogen vor seinem normalen Job auch noch nebenbei zu arbeiten. Es war fix und fertig. In dieser ZEIT hat er sich immer mehr von mir emotional distanziert.
ja wir hatten weiterhin Spaß...gut harmoniert und Sex hatten wir weiterhin ...aber irgendwie war alles sehr oberflächlich. 

Jetzt Mitte Februar kam er und ist implodiert ...ich sage mit Absicht nicht explodiert denn er ist einfach in ein Loch gefallen. Er fühlt sich leer usw. Wir tippten auf burnout aber auch während dieser Phase kamen einige Dinge die ihn an mir störten zum Vorschein.
Ich habe mich um.180 Grad verändert ..ihm.noch mehr abgenommen als sowieso schon und mich gleichzeitig um 3 kleine Kinder und einen Therapieplazu für ihn gekümmert. (Er war nach 4 Wochen dazu bereit und hat erkannt dass er hilfe braucht).

Wir haben jetzt 3 Wochen lang in einer art Blase gelebt (Dank Corona) er war daheim und die Kinder auch. Wir haben unser besser als je zuvor verstanden... es fühlte sich richtig an . Er meinte immer wieder mal ..er will uns nicht verlassen...er liebt mich so..er macht doch schon babysteps ..ich soll ihm nur mehr zeit geben usw.
alle paar tage hatte er solche Emotionen mir gegenüber meistens kurz bevor wir Sex hatten oder intim wurden.

Er hatte auch Phasen wo er seinen Abstand gebraucht hat aber gut ich dachte das wird jetzt erstmal so angehen.

Jetzt war er einen tag in der arbeit und hatte seinen Psychologen termin und kam wieder mit den Aussagen: vllt. Ist schon zu viel passiert ...er weiß nicht ob er den Weg zu mir zurück findet ..er möchte auch manchmal oder stand jetzt nicht an uns arbeiten usw. Gleichzeitig plant er unseren Hochzeitstag am 20.4 zu feiern und ich soll für die kids und den Garten noch ein Trampolin besorgen usw.

Seit wWochen mache ich dieses hin und her mit. Ich kann nicht mehr. Er "benutzt" mich und meine Nähe wenn er es will und ansonsten weiß er nicht ob er mir verzeihen kann. Dinge wie z.b habe ich in unserer Beziehung immer Entscheidungen treffen müssen weil er (seine aussage) nicht die Eier in der Hose hatte auch seine Meinung zu sagen. Er hatte teilweise das Gefühl ich habe seine Arbeit nicht genug wertgeschätzt.. (die Wäsche war nicht immer zusammen gelegt und er musste sich Sachen aus dem Trockner holen).Vor den Kindern (5 Jahre her!!) wenn er mal weg gehen wollte habe ich erst mit ihm diskutiert wann er wieder kommt usw. , er kann die Vergangenheit nicht vergessen usw.

Wir haben uns geenigt , da die kids momentan keinen geregelten Alltag Dank Corona haben , diese Krise abzuwarten und dann zu entscheiden (20.4 auch gleichzeitig unser Hochzeitstag ). 
Entscheiden ob er erstmal zu seiner Mutter zieht ..aber für mich ist das bereits der Anfsng vom Ende.

Wir genießen quasi jetzt Die Zeit, reden nicht über uns..und verstehen uns. Und mir kommt es so vor als zählen wir die Tage runter zum Ende unserer Ehe..und mir zerbricht es das Herz.

Ich fühle mich hilflos und weiß nicht was ich noch tun kann ...

Ich würde mich über jeglichen Input freuen.

Danke euch.

Hallo,
du musst aufpassen, dass du nicht selber unter die Räder kommst.

Es sind auch seine Kinder. Nicht nur deine. Er will ausziehen? Was soll das bringen? Will er weiter davonlaufen vor euren Problemen?

Ich würde alles mal nüchtern betrachten.
Wo wohnt ihr? Miete? Eigentum? Dann würde ich nochmals umschulden bei letzterem und die Rate kleiner machen.

Lebensversich. kann man auch mal eine Zeit aussetzen.

Nebenjob. Du könntest dir doch einen Nebenjob suchen (Putzen, Kassieren, Regale einräumen)

Er fühlt sich nicht wertgeschätzt, weil er den Trockner ausräumen muss? Dann soll er seine Wäsche zu Mutti bringen 

Und ich würde auch alle Zärtlichkeiten einstellen. Du bist doch keine Bittsellerin oder?

Er braucht Abstand und du machst eigentlich das Gegenteil (Sex haben, alles abnehmen, Streit vermeiden). Dann gib ihm diesen Abstand

Ihm gehts zu gut. Er muss mal wieder zu schätzen lernen, was er an dir und euch eigenlich hat. 

Wenn er auszieht, dann mit allen Konsequenzen. Dann soll er bei Mutti auch drei Kinderzimmer mit einrichten. Und am WE kann er sich um seine Kinder ebenfalls kümmern 

Lass dich nicht verarschen!

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3. April um 22:19

Hi, 

ich kann deine Situation extrem gut nachvollziehen. Ich habe sehr ähnliches durchgemacht.

Mein Mann hatte in den letzten 7 Jahren 3 Burnouts und ich war alleine mit 2 Kindern, Haushalt, Job und Schulden. Klar, es ging ihm schlecht. Aber für den Partner ist es meist noch schlimmer, weil er machtlos ist. 

Warum will er ausziehen? Wenn ihn die Familie belastet, hat er wahrscheinlich auch ein anderes Problem, wie nur zu viel Arbeit. Mein Mann war meistens sehr lange weg zum Fahrrad fahren oder angeln. Das sind doch auch Auszeiten. Und wo bleiben deine Auszeiten? 

Kannst dich gerne bei mir melden - auch PN-. 

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6. April um 14:15

Ich bin erstaunt. Er gibt dir die Schuld? Wofür denn? Dass du seine Kinder erziehst und dich um sie kümmerst? Dass du ihm den Rücken frei hälst? Dass du versuchst ihn zu entlasten? Ich finde das reichlich unfair. Die Situation, in der ihr seid, ist nicht schön, aber da steckt ihr zusammen drin und nicht nur er alleine. Was ist denn mit dir? Du gibst doch auch alles! Und er will sich nun vom Acker machen, weil es ihm zu schwierig wird? Wie gesagt, das finde ich nicht fair und feige von ihm.

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6. April um 14:32

Ich finde auch dass Du  aufpassen solltest, dass Du nicht ausbrennst.
Ich verstehe diese Andeutungen nicht so richtig mit dem "Vergessen" "Verzeihen" von ihm nicht so richtig. Du hast ihn doch nicht betrogen usw. sondern stemmst Hausfrau und Mutter, dass Du da nicht noch arbeitest zusätzlich ist doch kein Wunder.
Es ist ja nicht ungefährlich mit der Therapie nach Burnout (gibt ja hier auch einen langen Thread zu Kur und zerstörter Familien). Wenn er jetzt auf dem Egotrip ist und meint nur auf sich schauen zu müssen dann ist es wirklich kritisch. Er hat eine Frau die ihn selbstlos unterstützt und kleine Kinder, da sollte er seine seelische Gesundung immer auch mit Rücksicht auf seine Familie sehen.
Die Frage ist, was er sich von dem örtlichen Abstand verspricht und für wie lange er ihn plant?

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