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Irgendwie brauch ich mal Hilfe.

4. Februar 2003 um 13:05

Hallo,

mir lastet etwas auf der Seele, von dem ich mir sicher bin, dass es nicht hierher gehört. Aber ich hab keinen anderen Platz dafür gefunden.

Ich bin seit mehr als einem Jahr mit der Frau meines Lebens zusammen. Im Dezember haben wir geheiratet, und demnächst erwarten wir unseren kleinen Sohnemann. Und wenn ich so mein Leben anschaue dann bin ich absolut glücklich. Bis auf eine Sache. Ich habe von anfang an gewußt, das meine Frau katholisch ist, und das die Religion auch aktiv in ihrem Leben stattfindet. Auch ihre Familie ist "aktiv" katholisch.
Ich hingegen bin mein ganzes Leben ohne Religion ausgekommen, im Osten gab es ja auch keine. Zumindest hab ich mich nie damit beschäftigt, hab eher innerlich über solche Menschen gelacht, die ihr leben einem Gott anvertrauen, als an sich selbst zu glauben. Nun mag der Leser denken zu wissen wo mein Problem liegen könnte... Ich bin nie wegen meiner Konfessionslosigkeit belächelt oder irgendwie komisch behandelt worden. Es hat nie ein Problem dargestellt. Es war halt im Osten so, und daran konnte ich ja nichts ändern. Ich bete halt beim Mittagessen nicht mit, sondern warte bis das Gebet vorüber ist...
Ich muß sagen, das wahrscheinlich niemand meiner Frau anmerken würde, dass sie sonntäglich in die Kirche geht. Sie hält auch nichts von Dingen wie Papst und Unfehlbarkeit der Kirche. Ich glaube die ganze Familie steht ihrer Kirche immer sehr kritisch gegenüber. Ich denke das hat es für mich auch immer sehr angenehm gemacht, weil sich mein Bild von Religion doch dadurch etwas relativiert hat. Es sind eben ganz normale Leute.
Mit der Zeit habe ich auch von den Sakramenten erfahren. Und Ehe zählt dazu. Und jetzt sind wir beim Problem.
Irgendwie hab ich riesige Angst, mich auf "Religion" einzulassen. Ich habe meine Frau sehr oft zu Gottesdiensten begleitet, und kann durchaus nachvollziehen, was ihr ihr Glaube bedeutet. Dennoch habe ich ständig das Gefühl, das in meinem Gehirn, religiöse Areale mit irgendetwas anderem belegt sind. Zum einen sitzt irgendwie immer noch der belächelnde Junge in meinem Kopf. Zum anderen hab ich mir natürlich auch eine eigene Religion "gebastelt". Ich denke das tut jeder, und manchmal braucht man jemanden den man um Beistand bitten kann.
Irgendwie erwarten mich alle mit offenen Armen, aber keiner ist in der Lage mich zu stützen. Niemand kann nachvollziehen wie sehr ich muß überwinden muß, auch nur einen Schritt zu gehen. Nicht weil ich nicht will, sondern weil ich nicht kann.
Mir fehlt es mit jemanden über meine Fortschritte reden zu können und über meine Zweifel. Ich liebe meine Frau über alles, aber dafür ist sie nicht der richtige Gesprächspartner. Sie macht sich Sorgen darüber, das sie mich unter Druck setzt, das sie zuviel von mir erhofft hat. Wenn ich über meine Zweifel rede dann bricht in ihr eine Welt zusammen, ich seh es jedes mal, und das tut mir so weh.
Ich weiß überhaupt nicht wo ich stehe. Viel zu viel kümmere ich mich darum, was meine Eltern Freunde und Verwandte denken könnten, wenn sie zur Trauung in der Kirche hocken müßten...

Ich weiß nicht ob jemand meine Worte versteht. Ich suche jemanden mit dem ich mich austauschen könnte, der mir irgendwie weiterhilft. Mich macht das noch fixundfertig.

liebe Grüße und danke fürs lesen
Entity

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4. Februar 2003 um 13:28

Hallo Entity!
Ich kann Dich sehr gut verstehen, obwohl ich selbst katholisch bin.

Als Kind musste ich regelmäßig mit meinen Eltern in die Kirche und ich habe es ehrlich gesagt gehasst!

Meine Familie ist jedoch ansonsten völlig "normal", wie jede andere auch. Ich glaube, viele Menschen haben Angst vor der katholischen Kirche. Sie wirkt so streng! Das ist sie ja auch in vielerlei Hinsicht. Aber die Katholiken sind wirklich gläubige Menschen!

Ich meine, ich hatte früher so viele Schulkameraden und Freunde, die nur zur Konfirmation gegangen sind, um von der Verwandtschaft die Kohle zu kassieren. So etwas kenne ich von Katholiken nicht. Bei der Kommunion ist man erst acht oder neun, da entscheiden es sowieso die Eltern. Und später, im Erwachsenenalter geht man dann zur Firmung, um sich nocheinmal selbst zu entscheiden. Bei der Firmung gibt es aber meist keine Geschenke oder sowas.

Ich war auf einer katholischen Schule und vielen, denen ich davon erzählte, stellten sich vor, ich würde von griesgrämigen Nonnen unterrichtet werden und jeden morgen in der Schule beten!

Das war aber absolut nicht der Fall! Wir hatten auch viele evangelische Schüler dort. Im Religionsunterricht haben wir zum Beispiel über Kinderarbt in Indien gesprochen, meditiert oder unseren Dritte-Welt-Laden organisiert und nicht Bibeltexte auswendig gelernt, wie viele vermuteten. Das Niveau der Schule ist ausserdem deutlich besser, da es eine Privatschule ist.

Was ich mit all dem sagen will, ist: Hab' doch keine Angst! Es gibt viel zu viele Vorurteile gegenüber der katholischen Kirche, die Erfahrung habe ich selber gemacht. Ich komme auch aus einer protestantischen Gegend. An vielen Vorurteilen hat die katholische Kirche ja auch selber schuld. Ich finde den Papst auch altmodisch und ich verstehe nicht, wieso ein Pastor nicht heiraten soll und eine Frau keine Pastorin werden darf...

Aber trotzdem: Die Katholiken sind ganz normale Menschen. Klar gibt auch es Extrembeispiele, aber die gibt es überall.

Du musst dich nicht verändern, weil Du in eine katholische Familie hineinheiratest. Das verlangt doch auch keiner von Dir! Sie empfangen Dich doch mit offenen Armen und zwingen Dich nicht, katholisch zu werden, oder???

Liebe Grüsse und alles Gute!

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4. Februar 2003 um 13:38
In Antwort auf Antonella

Hallo Entity!
Ich kann Dich sehr gut verstehen, obwohl ich selbst katholisch bin.

Als Kind musste ich regelmäßig mit meinen Eltern in die Kirche und ich habe es ehrlich gesagt gehasst!

Meine Familie ist jedoch ansonsten völlig "normal", wie jede andere auch. Ich glaube, viele Menschen haben Angst vor der katholischen Kirche. Sie wirkt so streng! Das ist sie ja auch in vielerlei Hinsicht. Aber die Katholiken sind wirklich gläubige Menschen!

Ich meine, ich hatte früher so viele Schulkameraden und Freunde, die nur zur Konfirmation gegangen sind, um von der Verwandtschaft die Kohle zu kassieren. So etwas kenne ich von Katholiken nicht. Bei der Kommunion ist man erst acht oder neun, da entscheiden es sowieso die Eltern. Und später, im Erwachsenenalter geht man dann zur Firmung, um sich nocheinmal selbst zu entscheiden. Bei der Firmung gibt es aber meist keine Geschenke oder sowas.

Ich war auf einer katholischen Schule und vielen, denen ich davon erzählte, stellten sich vor, ich würde von griesgrämigen Nonnen unterrichtet werden und jeden morgen in der Schule beten!

Das war aber absolut nicht der Fall! Wir hatten auch viele evangelische Schüler dort. Im Religionsunterricht haben wir zum Beispiel über Kinderarbt in Indien gesprochen, meditiert oder unseren Dritte-Welt-Laden organisiert und nicht Bibeltexte auswendig gelernt, wie viele vermuteten. Das Niveau der Schule ist ausserdem deutlich besser, da es eine Privatschule ist.

Was ich mit all dem sagen will, ist: Hab' doch keine Angst! Es gibt viel zu viele Vorurteile gegenüber der katholischen Kirche, die Erfahrung habe ich selber gemacht. Ich komme auch aus einer protestantischen Gegend. An vielen Vorurteilen hat die katholische Kirche ja auch selber schuld. Ich finde den Papst auch altmodisch und ich verstehe nicht, wieso ein Pastor nicht heiraten soll und eine Frau keine Pastorin werden darf...

Aber trotzdem: Die Katholiken sind ganz normale Menschen. Klar gibt auch es Extrembeispiele, aber die gibt es überall.

Du musst dich nicht verändern, weil Du in eine katholische Familie hineinheiratest. Das verlangt doch auch keiner von Dir! Sie empfangen Dich doch mit offenen Armen und zwingen Dich nicht, katholisch zu werden, oder???

Liebe Grüsse und alles Gute!

Der Zwang steckt in mir
Nein, zwingen tut mich niemand. Aber ich weiß was es meiner Frau bedeutet, den Segen auf unserer Ehe zu sehen...

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4. Februar 2003 um 13:43
In Antwort auf Antonella

Hallo Entity!
Ich kann Dich sehr gut verstehen, obwohl ich selbst katholisch bin.

Als Kind musste ich regelmäßig mit meinen Eltern in die Kirche und ich habe es ehrlich gesagt gehasst!

Meine Familie ist jedoch ansonsten völlig "normal", wie jede andere auch. Ich glaube, viele Menschen haben Angst vor der katholischen Kirche. Sie wirkt so streng! Das ist sie ja auch in vielerlei Hinsicht. Aber die Katholiken sind wirklich gläubige Menschen!

Ich meine, ich hatte früher so viele Schulkameraden und Freunde, die nur zur Konfirmation gegangen sind, um von der Verwandtschaft die Kohle zu kassieren. So etwas kenne ich von Katholiken nicht. Bei der Kommunion ist man erst acht oder neun, da entscheiden es sowieso die Eltern. Und später, im Erwachsenenalter geht man dann zur Firmung, um sich nocheinmal selbst zu entscheiden. Bei der Firmung gibt es aber meist keine Geschenke oder sowas.

Ich war auf einer katholischen Schule und vielen, denen ich davon erzählte, stellten sich vor, ich würde von griesgrämigen Nonnen unterrichtet werden und jeden morgen in der Schule beten!

Das war aber absolut nicht der Fall! Wir hatten auch viele evangelische Schüler dort. Im Religionsunterricht haben wir zum Beispiel über Kinderarbt in Indien gesprochen, meditiert oder unseren Dritte-Welt-Laden organisiert und nicht Bibeltexte auswendig gelernt, wie viele vermuteten. Das Niveau der Schule ist ausserdem deutlich besser, da es eine Privatschule ist.

Was ich mit all dem sagen will, ist: Hab' doch keine Angst! Es gibt viel zu viele Vorurteile gegenüber der katholischen Kirche, die Erfahrung habe ich selber gemacht. Ich komme auch aus einer protestantischen Gegend. An vielen Vorurteilen hat die katholische Kirche ja auch selber schuld. Ich finde den Papst auch altmodisch und ich verstehe nicht, wieso ein Pastor nicht heiraten soll und eine Frau keine Pastorin werden darf...

Aber trotzdem: Die Katholiken sind ganz normale Menschen. Klar gibt auch es Extrembeispiele, aber die gibt es überall.

Du musst dich nicht verändern, weil Du in eine katholische Familie hineinheiratest. Das verlangt doch auch keiner von Dir! Sie empfangen Dich doch mit offenen Armen und zwingen Dich nicht, katholisch zu werden, oder???

Liebe Grüsse und alles Gute!

Ich
glaube, entity ging es im allgemeinen um Religion und Menschen, die diese Religion in ihr Alltagsleben aktiv einbeziehen. Hier geht es doch nich um Katholiken oder Protestanten, sonder allgemein um die Frage, was es jedem einzelnen bedeutet wie jeder einzelne für sich Glauben definiert!!! (ich hoffe entity, dass ich dich richtig verstanden habe)
Außerdem möchte ich entschieden dagegen wehren, gegen deine Aussage, dass mit der Konfirmation und Geld. Ich bin (dem Papiere nach) evangelisch und mußte die Konfirmation auch über mich ergehen lassen. Glaubst du, wenn ich gesagt hätte, ich will es nicht machen, meine Eltern es gebilligt hätten. Bei den Protestanten ist es genauso, dass die Eltern, die GEmeinde es von einem erwartet und nicht weil man dafür Geld bekommt, so ein Blödsinn. Aber darum geht es hier ja eigentlich nicht.

Ich verstehe dich entity sehr gut. Es ist bestimmt nicht einfach sich jeden Tag auf's neue dafür unbewußt entschuldigen müssen, warum und aus welchen Gründen du diesen Glauben nicht praktizieren kannst oder willst. Aber eins verstehe ich nicht, was hat denn deine Liebe zu deiner Frau damit zu tun, dass du nicht katholisch bist???? Deswegen ist doch deine Liebe nicht weniger zu dir, oder empfindet deine Frau so. Wenn dem so ist, finde ich das ganz schön traurig!! Ist es denn so, dass deine Frau es von dir verlangt, dass du sie zu Gottesdiensten begleitest oder dich gar taufen lässt??? Oder ist es so, dass sie absolut tolerant ist und es völlig akzeptiert, dass mit deinem Leben so wie es ist glücklich bist??? Machst du dir solche Gedanken darüber, weil du Angst hast, deine Frau deswegen zu verlieren? Ich finde es ist wichtig, dass du uns diese Fragen erst beantwortest, weil es doch wenig Hintergrundwissen gibt!!

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4. Februar 2003 um 13:45
In Antwort auf gena_12107388

Ich
glaube, entity ging es im allgemeinen um Religion und Menschen, die diese Religion in ihr Alltagsleben aktiv einbeziehen. Hier geht es doch nich um Katholiken oder Protestanten, sonder allgemein um die Frage, was es jedem einzelnen bedeutet wie jeder einzelne für sich Glauben definiert!!! (ich hoffe entity, dass ich dich richtig verstanden habe)
Außerdem möchte ich entschieden dagegen wehren, gegen deine Aussage, dass mit der Konfirmation und Geld. Ich bin (dem Papiere nach) evangelisch und mußte die Konfirmation auch über mich ergehen lassen. Glaubst du, wenn ich gesagt hätte, ich will es nicht machen, meine Eltern es gebilligt hätten. Bei den Protestanten ist es genauso, dass die Eltern, die GEmeinde es von einem erwartet und nicht weil man dafür Geld bekommt, so ein Blödsinn. Aber darum geht es hier ja eigentlich nicht.

Ich verstehe dich entity sehr gut. Es ist bestimmt nicht einfach sich jeden Tag auf's neue dafür unbewußt entschuldigen müssen, warum und aus welchen Gründen du diesen Glauben nicht praktizieren kannst oder willst. Aber eins verstehe ich nicht, was hat denn deine Liebe zu deiner Frau damit zu tun, dass du nicht katholisch bist???? Deswegen ist doch deine Liebe nicht weniger zu dir, oder empfindet deine Frau so. Wenn dem so ist, finde ich das ganz schön traurig!! Ist es denn so, dass deine Frau es von dir verlangt, dass du sie zu Gottesdiensten begleitest oder dich gar taufen lässt??? Oder ist es so, dass sie absolut tolerant ist und es völlig akzeptiert, dass mit deinem Leben so wie es ist glücklich bist??? Machst du dir solche Gedanken darüber, weil du Angst hast, deine Frau deswegen zu verlieren? Ich finde es ist wichtig, dass du uns diese Fragen erst beantwortest, weil es doch wenig Hintergrundwissen gibt!!

Oh, Gott
peinlich, sorry wegen der Tippfehler!!

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4. Februar 2003 um 13:48

Kurzfassung Deines Problems ist also...
... das Deine Frau kirchlich Heiraten will, Du aber nicht bereit bist oder kannst, das Sakrament der "heiligen Ehe " einzugehen?

Nun, ich kann Dich voll und ganz verstehen, obwohl es bei mir und meinem Mann andersherum war. Ich bin katholisch getauft, war zur Erstkommunion und zur Firmung. Logische Folge wäre gewesen, das ich kirchlich heirate und mein Kind taufen lasse.

Aber die letzten beiden Dinge habe ich nicht getan. Ganz egal, was andere dazu sagen, schon gar nicht meine Familie, ich sehe es als Anmaßung an, einen anderen Menschen zu etwas zu bringen, was er gar nicht will.

Ich habe auf die kirchliche Trauung verzichtet, weil ich mir sicher bin, das ich den Segen eines Pfarrers nicht brauche, um in meiner Ehe glücklich zu sein. Und vor Gott sind alle Menschen gleich, darum wird er mir das auch verzeihen. Die Katholische Kirche allerdings würde meine Ehe nicht anerkennen, weil sie nicht kirchlich besteht und schon gar nicht, weil ich mit einem Protestanten zusammen lebe.

Auf die Taufe unsere Tochter haben wir verzichtet, weil wir ihr die Entscheidung selbst überlassen wollen, wenn sie altgenug ist, sie zu treffen.

Also, jetzt frage ich Dich : was ist Deine größte Angst? Was macht Dir so zu schaffen, das Du Dich nicht in der Lage siehst, diese Probleme zu besiegen?

LG von Romara

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4. Februar 2003 um 14:07
In Antwort auf gena_12107388

Ich
glaube, entity ging es im allgemeinen um Religion und Menschen, die diese Religion in ihr Alltagsleben aktiv einbeziehen. Hier geht es doch nich um Katholiken oder Protestanten, sonder allgemein um die Frage, was es jedem einzelnen bedeutet wie jeder einzelne für sich Glauben definiert!!! (ich hoffe entity, dass ich dich richtig verstanden habe)
Außerdem möchte ich entschieden dagegen wehren, gegen deine Aussage, dass mit der Konfirmation und Geld. Ich bin (dem Papiere nach) evangelisch und mußte die Konfirmation auch über mich ergehen lassen. Glaubst du, wenn ich gesagt hätte, ich will es nicht machen, meine Eltern es gebilligt hätten. Bei den Protestanten ist es genauso, dass die Eltern, die GEmeinde es von einem erwartet und nicht weil man dafür Geld bekommt, so ein Blödsinn. Aber darum geht es hier ja eigentlich nicht.

Ich verstehe dich entity sehr gut. Es ist bestimmt nicht einfach sich jeden Tag auf's neue dafür unbewußt entschuldigen müssen, warum und aus welchen Gründen du diesen Glauben nicht praktizieren kannst oder willst. Aber eins verstehe ich nicht, was hat denn deine Liebe zu deiner Frau damit zu tun, dass du nicht katholisch bist???? Deswegen ist doch deine Liebe nicht weniger zu dir, oder empfindet deine Frau so. Wenn dem so ist, finde ich das ganz schön traurig!! Ist es denn so, dass deine Frau es von dir verlangt, dass du sie zu Gottesdiensten begleitest oder dich gar taufen lässt??? Oder ist es so, dass sie absolut tolerant ist und es völlig akzeptiert, dass mit deinem Leben so wie es ist glücklich bist??? Machst du dir solche Gedanken darüber, weil du Angst hast, deine Frau deswegen zu verlieren? Ich finde es ist wichtig, dass du uns diese Fragen erst beantwortest, weil es doch wenig Hintergrundwissen gibt!!

Also so wie ich das verstehe...
sind die Sakramente doch Bausteine und Ziele im Leben eines Katholiken. Und irgendwie verbaue ich ihr doch das Sakrament der Ehe.
Ich mache mir keine Sorgen, das ich sie verlieren könnte. Ich weiß aber, wie sehr sie sich eine kirchliche Trauung wünschen würde. Nicht weil es romantisch ist, sondern weil es zu ihrem Leben gehört.
Auch ist unser Nachwuchs quasi schon getauft... Es stand irgendwie nie etwas anderes zur Debatte. Der Taufpate in spe(schreibt man das so?) stand schon lange fest bevor es mich überhaupt in ihrem leben gegeben hat. Ich kann doch jetzt schlecht sagen. NÖ mit mir nicht! Ich habe wahrscheinlich nichtmal was dagegen. Wenn ich getauft wäre, dann hätte ich heute diese Probleme und Gedanken nicht. Ich habe irgendwie Angst das ich meine Wurzeln, meine Herkunft, meine Familie und irgendwie auch mein Leben verrate.

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4. Februar 2003 um 14:13
In Antwort auf alexus_12900916

Kurzfassung Deines Problems ist also...
... das Deine Frau kirchlich Heiraten will, Du aber nicht bereit bist oder kannst, das Sakrament der "heiligen Ehe " einzugehen?

Nun, ich kann Dich voll und ganz verstehen, obwohl es bei mir und meinem Mann andersherum war. Ich bin katholisch getauft, war zur Erstkommunion und zur Firmung. Logische Folge wäre gewesen, das ich kirchlich heirate und mein Kind taufen lasse.

Aber die letzten beiden Dinge habe ich nicht getan. Ganz egal, was andere dazu sagen, schon gar nicht meine Familie, ich sehe es als Anmaßung an, einen anderen Menschen zu etwas zu bringen, was er gar nicht will.

Ich habe auf die kirchliche Trauung verzichtet, weil ich mir sicher bin, das ich den Segen eines Pfarrers nicht brauche, um in meiner Ehe glücklich zu sein. Und vor Gott sind alle Menschen gleich, darum wird er mir das auch verzeihen. Die Katholische Kirche allerdings würde meine Ehe nicht anerkennen, weil sie nicht kirchlich besteht und schon gar nicht, weil ich mit einem Protestanten zusammen lebe.

Auf die Taufe unsere Tochter haben wir verzichtet, weil wir ihr die Entscheidung selbst überlassen wollen, wenn sie altgenug ist, sie zu treffen.

Also, jetzt frage ich Dich : was ist Deine größte Angst? Was macht Dir so zu schaffen, das Du Dich nicht in der Lage siehst, diese Probleme zu besiegen?

LG von Romara

Dein erster Satz trifft es auf den Kopf.
Ich halte mich für egoistisch wenn ich von vorherein alles abblocke, und mein Leben so weiterlebe wie bisher.
Ich könnte dann weiter in meiner Faulheit schwelgen, und mir das Leben so denken, wie ich es für richtig halte.

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4. Februar 2003 um 14:19
In Antwort auf raj_11949146

Also so wie ich das verstehe...
sind die Sakramente doch Bausteine und Ziele im Leben eines Katholiken. Und irgendwie verbaue ich ihr doch das Sakrament der Ehe.
Ich mache mir keine Sorgen, das ich sie verlieren könnte. Ich weiß aber, wie sehr sie sich eine kirchliche Trauung wünschen würde. Nicht weil es romantisch ist, sondern weil es zu ihrem Leben gehört.
Auch ist unser Nachwuchs quasi schon getauft... Es stand irgendwie nie etwas anderes zur Debatte. Der Taufpate in spe(schreibt man das so?) stand schon lange fest bevor es mich überhaupt in ihrem leben gegeben hat. Ich kann doch jetzt schlecht sagen. NÖ mit mir nicht! Ich habe wahrscheinlich nichtmal was dagegen. Wenn ich getauft wäre, dann hätte ich heute diese Probleme und Gedanken nicht. Ich habe irgendwie Angst das ich meine Wurzeln, meine Herkunft, meine Familie und irgendwie auch mein Leben verrate.

Das
es deiner Frau, die wie es scheint, sehr gläubig ist, die Sakramente sehr wichtig sind, weil sie für sie das Fundament ihres Lebens sind, kann ich verstehen. Aber deine Angst, dass du deine Herkunft, deine Familie verrätst, nur weil du dich auf tiefster Überzeugung zu diesem Glauben bekennst, kann ich nicht so ganz nachvollziehen!! Glauben ist doch ein Gefühl und keine Pflicht und nur weil du anders aufgewachsen bist, bedeutet es doch nciht, dass du im Erwachsenenalter dich dazu entschließt diesen Glauben anzunehmen. Hast du denn Angst davor, dass deine Familie sich von dir abwendet, nur weil du dich hast taufen lassen??? Wenn dem so ist, dann musst du dich fragen, was dir im Leben wichtig ist. Das ist doch kein Verrat deiner FAmilie, wenn du in die Kirche eintrittst!!! Oder ist deine Familie strikt gegen den kirchlichen Glauben?? Und noch eins, wenn du dich dazu entschließt, dann muss es aus tiefster Überzeugung geschehen, dass du diesen Glauben praktizieren möchtest, weil es dir einen tieferen Sinn im Leben gibt, und nicht, um deiner Frau einen Gefallen zu tun. Als dich deine Frau geheiratet hat, da hat sie doch auch schon gewußt, dass du kein Katholik bist!

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4. Februar 2003 um 14:29

Warum?
Hallo Entity,

Religion ist ein Frage des Glaubens. Und nicht irgendwelcher Verpflichtungen oder "weil die Show da so gut ist".

Da Du den Glauben offensichtlich nicht hast, solltest Du Dich auch nicht zu irgendetwas drängen lassen. Schon gar nicht aus Rücksicht auf irgendwelche Familien.

Acy

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4. Februar 2003 um 14:30
In Antwort auf gena_12107388

Das
es deiner Frau, die wie es scheint, sehr gläubig ist, die Sakramente sehr wichtig sind, weil sie für sie das Fundament ihres Lebens sind, kann ich verstehen. Aber deine Angst, dass du deine Herkunft, deine Familie verrätst, nur weil du dich auf tiefster Überzeugung zu diesem Glauben bekennst, kann ich nicht so ganz nachvollziehen!! Glauben ist doch ein Gefühl und keine Pflicht und nur weil du anders aufgewachsen bist, bedeutet es doch nciht, dass du im Erwachsenenalter dich dazu entschließt diesen Glauben anzunehmen. Hast du denn Angst davor, dass deine Familie sich von dir abwendet, nur weil du dich hast taufen lassen??? Wenn dem so ist, dann musst du dich fragen, was dir im Leben wichtig ist. Das ist doch kein Verrat deiner FAmilie, wenn du in die Kirche eintrittst!!! Oder ist deine Familie strikt gegen den kirchlichen Glauben?? Und noch eins, wenn du dich dazu entschließt, dann muss es aus tiefster Überzeugung geschehen, dass du diesen Glauben praktizieren möchtest, weil es dir einen tieferen Sinn im Leben gibt, und nicht, um deiner Frau einen Gefallen zu tun. Als dich deine Frau geheiratet hat, da hat sie doch auch schon gewußt, dass du kein Katholik bist!

Da wo ich jetzt stehe sehe ich kein Land...
und wenn ich jetzt die Faulheit siegen lasse, dann lebe ich so weiter wie bisher. Und zur Zeit bin ich faul.
Natürlich würde ich nur aus Überzeugung in die Kirche eintreten. Und meinen Eltern würden mich deswegen nicht weniger lieben.

Ich würde gern mit meiner Frau gemeinsam diesen Weg gehen, aber ich fürchte das ich diesen Kampf für mich verloren habe. Und das macht mich traurig.

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4. Februar 2003 um 14:33

Ihr habt alle recht mit dem was ihr sagt,
es tut nur so verdammt weh, etwas jemandem nicht schenken zu können, was so leicht und unkompliziert scheint.

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4. Februar 2003 um 14:37
In Antwort auf raj_11949146

Also so wie ich das verstehe...
sind die Sakramente doch Bausteine und Ziele im Leben eines Katholiken. Und irgendwie verbaue ich ihr doch das Sakrament der Ehe.
Ich mache mir keine Sorgen, das ich sie verlieren könnte. Ich weiß aber, wie sehr sie sich eine kirchliche Trauung wünschen würde. Nicht weil es romantisch ist, sondern weil es zu ihrem Leben gehört.
Auch ist unser Nachwuchs quasi schon getauft... Es stand irgendwie nie etwas anderes zur Debatte. Der Taufpate in spe(schreibt man das so?) stand schon lange fest bevor es mich überhaupt in ihrem leben gegeben hat. Ich kann doch jetzt schlecht sagen. NÖ mit mir nicht! Ich habe wahrscheinlich nichtmal was dagegen. Wenn ich getauft wäre, dann hätte ich heute diese Probleme und Gedanken nicht. Ich habe irgendwie Angst das ich meine Wurzeln, meine Herkunft, meine Familie und irgendwie auch mein Leben verrate.

Ich finde es sehr bewundernswert,
dass du dir überhaupt so viele gedanken machst.

viele leute heiraten einfach in der kirche weil sie es nett finden, andere sagen einfach jaja, wenn der partner wert auf diese hochzeit legt.

ich persönlich bin auch katholisch und relativ gläubig und eine kirchliche hochzeit gehört für mich auch defintiv dazu, eigentlich ist das für mich erst die hochzeit. aber eigentlich noch nicht einmal nur wegen dem segen oder wegen dem heiraten vor gott, sonder wegen dem ja-wort vor der gemeinde. vor all meine verwandten, bekannten, freunden und weiss der himmel wer noch. einfach ein ja zur liebe und zu dem anderen vor einer menge von leuten. das bedeutet mir sehr viel. manchmal bin ich sogar der ansicht, dass ich keinen mann heiraten würde, der mir dieses fest verweigern würde....naja, das sagt sich so.

ich finde es toll, dass du dich so damit auseinandersetzt. und, ich mein ich kenne deine frau nicht, aber ich denke schon, dass es auch sei erfreut, dass du dir da so ernsthaft gedanken drüber machst. ich an ihrer stell würde es.

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4. Februar 2003 um 14:38
In Antwort auf raj_11949146

Da wo ich jetzt stehe sehe ich kein Land...
und wenn ich jetzt die Faulheit siegen lasse, dann lebe ich so weiter wie bisher. Und zur Zeit bin ich faul.
Natürlich würde ich nur aus Überzeugung in die Kirche eintreten. Und meinen Eltern würden mich deswegen nicht weniger lieben.

Ich würde gern mit meiner Frau gemeinsam diesen Weg gehen, aber ich fürchte das ich diesen Kampf für mich verloren habe. Und das macht mich traurig.

???
Welchen Kampf meinst du??? Das ist doch kein Kampf, wenn ich wegen einer Sache überzeugt bin, dann ist es doch kein Kampf!! Glaube ist doch kein Kampf, sondern Kraft!!!

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4. Februar 2003 um 14:47
In Antwort auf raj_11949146

Der Zwang steckt in mir
Nein, zwingen tut mich niemand. Aber ich weiß was es meiner Frau bedeutet, den Segen auf unserer Ehe zu sehen...

Kirche ist nicht Religion und Religion ist nicht Glauben...
Ich denke das jeder irgendwie an etwas glaubt, Religion formt sozusagen eine Schablone ind die die Menschen Ihren Glauben fügen können, wenn sie es sich einfach machen wollen und doktriert damit ein ganzes Regelwerk auf. Die Kirche als "materialisierte" Religion zieht dann die ganze Regelnummer durch und stellt etwas greifbares dar. Nun gut, wenn man einen Halt sucht und braucht, wenn man sich wohl fühlt in einem geregelten "Glauben" wo es Richtlinien gibt an die man sich halten kann, die evtl. auch bei Entscheidungen im Alltag helfen, kann man sich darauf einlassen. Dennoch bin ich der Meinung das man dieses Instrument Kirche nicht unterstützen sollte, da insbesondere die katholische Kirche nichts gelernt hat und machtbesessen auf ihren Dogmen hockt. Gottseidank wird man heutzutage nicht verbrannt wenn man ein Pendel schwingt und die Kirche hat ihre Bedeutung und Einfluß größtenteils verloren. Wenn es Deiner Frau so wichtig ist, machs halt, weil die Kirche ist eigentlich bedeutungslos, Dein Glaube zählt, ich würde es nicht tun. Jedoch bin ich skeptisch gegenüber den "chrisianisierungsversuchen" Deiner angeheirateten Familie, wenns schon in dieser Hinsicht Erwartungshaltungen gibt, wie soll das dann in Zukunft aussehen? aber das mußt Du entscheiden. So oder so schwierig ist es allemal.
Grüße
cyrano

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4. Februar 2003 um 14:52
In Antwort auf gena_12107388

???
Welchen Kampf meinst du??? Das ist doch kein Kampf, wenn ich wegen einer Sache überzeugt bin, dann ist es doch kein Kampf!! Glaube ist doch kein Kampf, sondern Kraft!!!

Es ist keine Herausforderung
atheistisch zu leben, wenn man nicht gesagt bekommt, das es einen Gott gibt (geben könnte). Für mich ist es ein Kampf, zuzulassen, dass es einen Gott geben könnte (gibt).

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4. Februar 2003 um 15:04
In Antwort auf raj_11949146

Es ist keine Herausforderung
atheistisch zu leben, wenn man nicht gesagt bekommt, das es einen Gott gibt (geben könnte). Für mich ist es ein Kampf, zuzulassen, dass es einen Gott geben könnte (gibt).

...und wie sieht Gott aus?
Ist Atheismus nicht nur der Ausdruck für "ohne Religion", nicht "glaubenlos" das Gute in uns um uns und die Liebe unserer Familien, Freunde und aller lieben Menschen, das Wunder des Lebens, und und und, dies alles ist Grund genug an eine Kraft zu glauben, ob Sie nun Evolution, Energie, Karma, Gott oder sonstwie heißt ist doch wurscht. Wie man die Dinge sieht und behandelt ist wichtig, ob man nun den "Krückstock" Religion dazu benutzt oder nicht entscheidet man selber.
die religionslose jedoch stark glaubende
cyrano

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4. Februar 2003 um 15:04
In Antwort auf piper_11946753

Ich finde es sehr bewundernswert,
dass du dir überhaupt so viele gedanken machst.

viele leute heiraten einfach in der kirche weil sie es nett finden, andere sagen einfach jaja, wenn der partner wert auf diese hochzeit legt.

ich persönlich bin auch katholisch und relativ gläubig und eine kirchliche hochzeit gehört für mich auch defintiv dazu, eigentlich ist das für mich erst die hochzeit. aber eigentlich noch nicht einmal nur wegen dem segen oder wegen dem heiraten vor gott, sonder wegen dem ja-wort vor der gemeinde. vor all meine verwandten, bekannten, freunden und weiss der himmel wer noch. einfach ein ja zur liebe und zu dem anderen vor einer menge von leuten. das bedeutet mir sehr viel. manchmal bin ich sogar der ansicht, dass ich keinen mann heiraten würde, der mir dieses fest verweigern würde....naja, das sagt sich so.

ich finde es toll, dass du dich so damit auseinandersetzt. und, ich mein ich kenne deine frau nicht, aber ich denke schon, dass es auch sei erfreut, dass du dir da so ernsthaft gedanken drüber machst. ich an ihrer stell würde es.

...und wenn ich Dir dann dieses Fest verweigern würde?
Was würdest du dann empfinden?

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4. Februar 2003 um 15:07
In Antwort auf belle_11930188

...und wie sieht Gott aus?
Ist Atheismus nicht nur der Ausdruck für "ohne Religion", nicht "glaubenlos" das Gute in uns um uns und die Liebe unserer Familien, Freunde und aller lieben Menschen, das Wunder des Lebens, und und und, dies alles ist Grund genug an eine Kraft zu glauben, ob Sie nun Evolution, Energie, Karma, Gott oder sonstwie heißt ist doch wurscht. Wie man die Dinge sieht und behandelt ist wichtig, ob man nun den "Krückstock" Religion dazu benutzt oder nicht entscheidet man selber.
die religionslose jedoch stark glaubende
cyrano

Hach ich würd dich gern mal drücken...
Irgendwie sprichst du mir grad aus der Seele...

ein Dir zunickender
entity

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4. Februar 2003 um 15:14
In Antwort auf raj_11949146

...und wenn ich Dir dann dieses Fest verweigern würde?
Was würdest du dann empfinden?

Traurigkeit
aber ich bin noch nicht an dem punkt angelangt wo es ernst werden könnte. aber ich glaube ich wäre dann sehr unglücklich. wenn du gründe, RICHTIGE gründe hättest, warum du keinen fuss in die kirche setzen würdest, dann würde ich es vielleicht verstehen. vielleicht. aber wenn du einfach nur nö keine bock drauf sagen würdest, dann wäre ich glaube ich recht bös. weil, wenn es dem einen eh mehr oder weniger "egal" ist und es ihm nichts bedeutet,´warum sollte er dann nein sagen, wenn er weiss wie wichtig es dem partner ist? schliesslich tut das doch nicht weh und wenn es einem nicht viel bedeutet ist es doch eh wurscht (ganz schön krass ausgedrückt, aber vielleicht verstehst du was ich sagen wollte) mein jetztiger freund hat auch nicht soooooooo viel mit kirche am hut. aber wenn er mich heiraten würde dann auch kirchlich (ich konnte es mir einfach nicht verkneifen, ihn danach mal irgendwann zu fragen.......)

aber ich denke, deine frau hat auch kein problem damit, wenn ihr nicht kirchlich heiratet...

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4. Februar 2003 um 15:18
In Antwort auf raj_11949146

Dein erster Satz trifft es auf den Kopf.
Ich halte mich für egoistisch wenn ich von vorherein alles abblocke, und mein Leben so weiterlebe wie bisher.
Ich könnte dann weiter in meiner Faulheit schwelgen, und mir das Leben so denken, wie ich es für richtig halte.

Du hast zwei Möglichkeiten !
Entweder Du machst etwas, das leider nicht Deiner überzeugung entspricht oder Du beißt in den sauren Apfel und besprichst es mit Deiner Frau.

Es gebe noch eine Möglichkeit, die ich sehe. Und zwar die, das Du mal ein Gespräch mit dem Pfarrer führst - unter 4 Augen.

Ein solches Gespräch hat mehrere Vorteile - du kannst erst mal Deine Sorgen und Gedanken loswerden, ohne das jemand davon erfährt, immerhin gibt es ja die Schweigepflicht. Und Du sprichst mit einem Fachmann, der Dir bei Deinen Fragen hilfreich zur Seite stehen kann.

Allerdings brauchst Du Vertrauen zu ihm. Und das ist wohl ein heftiger Stein auf Deinem Weg.

Wenn es nicht der Pfarrer aus Eurer Gemeinde sein sollte, dann rufe einen an, der nicht direkt mit Deiner Frau oder ihrer Familie in Kontackt steht.

Das ist nicht gemein oder hinterhältig, sondern Du bist ein Hilfesuchender, der einen Rat braucht.

Ich halte Dich auch nicht für Egoistisch, nur, weil Du anderer Meinung bist. Und was die Faulheit angeht, nun, alleine diese Aktion, einen Beitrag hierrein zu schreiben ist alles andere als Faul!

Dein Leben weiter leben, wie bisher, dieses Recht steht keinem Menschen zu, denn egal, ob er an Gott glaubt, an Götter oder an gar nix, so steht eines ganz sicher fest, das Leben ist nie so, wie es jetzt ist oder gerstern war.

Was meinst Du ? Könntest Du Dir vorstellen, ein Gespräch mit einem Pfarrer in Bezug auf Glauben und Heirat zu führen?

Liebe Grüsse von Romara

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4. Februar 2003 um 15:25
In Antwort auf raj_11949146

Hach ich würd dich gern mal drücken...
Irgendwie sprichst du mir grad aus der Seele...

ein Dir zunickender
entity

Könnt ich wirklich gut brauchen,
ich drück Dich auch.
Aber helfen kann ich auch nicht, Beispiel: Mein Onkel ist "normaler" nicht praktizierender Katholik, also einfach so in der Kirche, meine Tante, seine Frau die er sehr sehr liebt ist Zeuge Jehovas, sie konnte ihn nie überzeugen, zwanghaft hat sie es auch nie versucht, sondern auch eher unterschwellig, aber in all den Jahren Ehe dieser beiden wunderbaren Menschen (30 Jahre Ehe) war es immer eine "kleine Mauer" zwischen ihnen. Dennoch hat ihre Liebe zueinander und der Respekt vor der Überzeugung und der Selbstbestimmung!!!! und dem Willen des anderen dieses Problem nicht übermächtig werden lassen. Dennoch bleibt es immer eines, jedoch gehört zur Liebe und Partnerschaft auch die Fähigkeit den anderen nicht verbiegen zu wollen und seine Überzeugungen zu akzeptieren, kann man damit nicht leben, werden beide nicht glücklich sein. Das mußt Du klären.
Deine cyrano

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4. Februar 2003 um 15:30
In Antwort auf raj_11949146

Hach ich würd dich gern mal drücken...
Irgendwie sprichst du mir grad aus der Seele...

ein Dir zunickender
entity

Also wenn das so ist...
... was spricht dann gegen eine kirchliche Heirat?

Du glaubst doch! Dein Glaube hält Dich aufrecht, sagst Du selbst! Prima....

Du verlierst Dich doch nicht selbst und Deine Vergangenheit, wenn Du kirchlich heiratetst.

Es sei denn, Deine Frau will Dich auch noch zu einer Taufe überreden....

Es gilt wohl abzuwägen, worum es Dir geht? Geht es Dir um Gott, oder wen auch immer, um Deinen Glauben oder um Deine Frau, Deine Familie?

Diese Entscheidung kann Dir niemand abnehmen und niemand kann Dir raten, was Du zu tun hast.

Jeder sollte diese Entscheidung für sich treffen, und sowohl Deine Frau als auch Du dürft Euch gegenseitig zwingen, Ihr müßt einen gemeinsamen Weg finden....

Das ist nicht leicht, aber leider ist das die Antwort. Darum geht es in der Ehe, ob kirchlich oder nicht. Göttlich ist sie auf jeden Fall, oder ?!

LG von Romara

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4. Februar 2003 um 15:36
In Antwort auf alexus_12900916

Du hast zwei Möglichkeiten !
Entweder Du machst etwas, das leider nicht Deiner überzeugung entspricht oder Du beißt in den sauren Apfel und besprichst es mit Deiner Frau.

Es gebe noch eine Möglichkeit, die ich sehe. Und zwar die, das Du mal ein Gespräch mit dem Pfarrer führst - unter 4 Augen.

Ein solches Gespräch hat mehrere Vorteile - du kannst erst mal Deine Sorgen und Gedanken loswerden, ohne das jemand davon erfährt, immerhin gibt es ja die Schweigepflicht. Und Du sprichst mit einem Fachmann, der Dir bei Deinen Fragen hilfreich zur Seite stehen kann.

Allerdings brauchst Du Vertrauen zu ihm. Und das ist wohl ein heftiger Stein auf Deinem Weg.

Wenn es nicht der Pfarrer aus Eurer Gemeinde sein sollte, dann rufe einen an, der nicht direkt mit Deiner Frau oder ihrer Familie in Kontackt steht.

Das ist nicht gemein oder hinterhältig, sondern Du bist ein Hilfesuchender, der einen Rat braucht.

Ich halte Dich auch nicht für Egoistisch, nur, weil Du anderer Meinung bist. Und was die Faulheit angeht, nun, alleine diese Aktion, einen Beitrag hierrein zu schreiben ist alles andere als Faul!

Dein Leben weiter leben, wie bisher, dieses Recht steht keinem Menschen zu, denn egal, ob er an Gott glaubt, an Götter oder an gar nix, so steht eines ganz sicher fest, das Leben ist nie so, wie es jetzt ist oder gerstern war.

Was meinst Du ? Könntest Du Dir vorstellen, ein Gespräch mit einem Pfarrer in Bezug auf Glauben und Heirat zu führen?

Liebe Grüsse von Romara

Ich denke schon
Weißt Du Romara,

es ist ja nicht so das ich mir einen Pfarrer schnitzen müßte. Es wimmelt nur so von Theologen und Pfarrern in meiner (neuen) Familie. Und keiner hat mich bisher auch nur einen Schritt gedrängt. Für sie ist es normal, das ich ohne Religion lebe.

Nebenher sind wir auch so mit einem

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4. Februar 2003 um 15:39
In Antwort auf raj_11949146

Ich denke schon
Weißt Du Romara,

es ist ja nicht so das ich mir einen Pfarrer schnitzen müßte. Es wimmelt nur so von Theologen und Pfarrern in meiner (neuen) Familie. Und keiner hat mich bisher auch nur einen Schritt gedrängt. Für sie ist es normal, das ich ohne Religion lebe.

Nebenher sind wir auch so mit einem

Na so ein mist aber auch....
da fehlte doch was.

Ich wollte sagen, das wir mit einem Pfarrer sehr gut befreundet sind. Dem habe ich meinen eventuellen Taufwunsch mal geäußert. Aber seitdem schiebe ich Panik davor. Er müßte nämlich erkennen, das ich nicht taufbereit bin. Und das müßte ich meiner Frau erzählen. Und davor graut es mir.

Reden werde ich auf jeden Fall mit ihm. Schon deshalb, weil ich ihn persönlich sehr schätze.

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4. Februar 2003 um 15:41
In Antwort auf alexus_12900916

Also wenn das so ist...
... was spricht dann gegen eine kirchliche Heirat?

Du glaubst doch! Dein Glaube hält Dich aufrecht, sagst Du selbst! Prima....

Du verlierst Dich doch nicht selbst und Deine Vergangenheit, wenn Du kirchlich heiratetst.

Es sei denn, Deine Frau will Dich auch noch zu einer Taufe überreden....

Es gilt wohl abzuwägen, worum es Dir geht? Geht es Dir um Gott, oder wen auch immer, um Deinen Glauben oder um Deine Frau, Deine Familie?

Diese Entscheidung kann Dir niemand abnehmen und niemand kann Dir raten, was Du zu tun hast.

Jeder sollte diese Entscheidung für sich treffen, und sowohl Deine Frau als auch Du dürft Euch gegenseitig zwingen, Ihr müßt einen gemeinsamen Weg finden....

Das ist nicht leicht, aber leider ist das die Antwort. Darum geht es in der Ehe, ob kirchlich oder nicht. Göttlich ist sie auf jeden Fall, oder ?!

LG von Romara

Ohne Taufe keine Heirat
so isses leider.

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4. Februar 2003 um 15:56
In Antwort auf raj_11949146

Na so ein mist aber auch....
da fehlte doch was.

Ich wollte sagen, das wir mit einem Pfarrer sehr gut befreundet sind. Dem habe ich meinen eventuellen Taufwunsch mal geäußert. Aber seitdem schiebe ich Panik davor. Er müßte nämlich erkennen, das ich nicht taufbereit bin. Und das müßte ich meiner Frau erzählen. Und davor graut es mir.

Reden werde ich auf jeden Fall mit ihm. Schon deshalb, weil ich ihn persönlich sehr schätze.

*schmunzel*
Gut, also eine Taufe gehört dazu und auch die erste Kommunion, nehme ich jetzt mal an. Hmmm - da würden eine Menge zerimonielle ( schreibt man das so?) Dinge auf Dich zu kommen. Im "Normalfall" Sind das die Meilensteine im katholischen Leben, die sich über Jahre hinweg verteilen. Das alles auf einmal ist heftig.

Schmunzeln mußte ich, weil Du sagtest, das es von Pfarreren nur so wimmelt. Aber es sind auch nur Menschen, die zum Teil studiert haben und zum anderen Teil ein Gefühl ausleben - die Summe daraus ist der Beruf, den sie ausüben.

Also die Menschen um Dich herum lieben Dich so, wie Du bist, Deine Frau liebt Dich so wie Du bist, warum hast Du so eine Angst davor, mit ihnen darüber zu reden, was Dich beschäftigst?

Erkläre ihnen, das Du das nicht tust, um sie zu verletzten, sondern weil es so nun mal in Deinem bisherigen Leben immer war. Und vielleicht kann Dir der gute Freund der Familie dabei zur SEite stehen.

Sollte sich die Familie nach Deiner Erklärung von Dir abwenden, nun, dann geht es ihnen nicht um Dich als Mensch, sonder nur um ihre Welt.

( Kennst Du die Pizzawerbung, in der sich die Kardinäle darüber streiten, ob es Sünde ist oder nicht, diese Pizza zu essen? - Kennst Du Dornenvögel? Kennst Du die Geschichte von Abraham, der seinen Sohn opfern sollte, um seinen Glauben zu beweisen? - Kennst Du die GEschichte von dem verlorenen Sohn, der trotz allem mit offenen Armen wieder zu Hause aufgenommen wurde? )

Der Glaube ist in Dir, und ich bin der Meinung, das es Gott auch sieht. Wenn die Famlie und Deine Frau es so nicht sehen, nun, dann stellt sich die Frage, was wichtiger ist - die Liebe oder der Glaube?

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4. Februar 2003 um 15:56
In Antwort auf raj_11949146

Ohne Taufe keine Heirat
so isses leider.

Ich würde Dich ungetauft, getauft oder egal was nehmen
..ich wünschte ich könnte behaupten jemals einen derartig verantwortungsvollen, sensiblen Mann wie Dich getroffen zu haben, der hier Rat sucht und sich solche Gedanken macht. Normalerweise hört man eher so Sachen wie..."soll ich heiraten, ich schlafe noch mit meiner Ex" oder so. Was soll ich sagen, leider bin ich völlig verständnislos gegenüber der latenten Erwartungshaltung Deiner Frau, vielleicht solltet ihr einfach die Brisanz aus dieser Sache nehmen und Dir eine Möglichkeit geben vielleicht die Sache noch ein Jahr ruhen zu lassen?
Grüße
cyrano

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4. Februar 2003 um 16:06
In Antwort auf belle_11930188

Ich würde Dich ungetauft, getauft oder egal was nehmen
..ich wünschte ich könnte behaupten jemals einen derartig verantwortungsvollen, sensiblen Mann wie Dich getroffen zu haben, der hier Rat sucht und sich solche Gedanken macht. Normalerweise hört man eher so Sachen wie..."soll ich heiraten, ich schlafe noch mit meiner Ex" oder so. Was soll ich sagen, leider bin ich völlig verständnislos gegenüber der latenten Erwartungshaltung Deiner Frau, vielleicht solltet ihr einfach die Brisanz aus dieser Sache nehmen und Dir eine Möglichkeit geben vielleicht die Sache noch ein Jahr ruhen zu lassen?
Grüße
cyrano

Ich kann ihr ihre Hoffnung doch nicht verdenken.
Ich hoffe doch auch das sie an manchen Sachen Gefallen findet die mir viel bedeuten...

Das mit dem ruhen lassen kann auch eine sinnvolle alternative sein. Irgendwie werden wir das schon drehen.

Ich hab mir das schon öfter sagen lassen, und kann es trotzdem kaum glauben in meiner (sensiblen) art einzigartig zu sein. Aber trotzdem Danke für das Kompliment.

Bis Morgen
entity

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4. Februar 2003 um 16:08
In Antwort auf alexus_12900916

*schmunzel*
Gut, also eine Taufe gehört dazu und auch die erste Kommunion, nehme ich jetzt mal an. Hmmm - da würden eine Menge zerimonielle ( schreibt man das so?) Dinge auf Dich zu kommen. Im "Normalfall" Sind das die Meilensteine im katholischen Leben, die sich über Jahre hinweg verteilen. Das alles auf einmal ist heftig.

Schmunzeln mußte ich, weil Du sagtest, das es von Pfarreren nur so wimmelt. Aber es sind auch nur Menschen, die zum Teil studiert haben und zum anderen Teil ein Gefühl ausleben - die Summe daraus ist der Beruf, den sie ausüben.

Also die Menschen um Dich herum lieben Dich so, wie Du bist, Deine Frau liebt Dich so wie Du bist, warum hast Du so eine Angst davor, mit ihnen darüber zu reden, was Dich beschäftigst?

Erkläre ihnen, das Du das nicht tust, um sie zu verletzten, sondern weil es so nun mal in Deinem bisherigen Leben immer war. Und vielleicht kann Dir der gute Freund der Familie dabei zur SEite stehen.

Sollte sich die Familie nach Deiner Erklärung von Dir abwenden, nun, dann geht es ihnen nicht um Dich als Mensch, sonder nur um ihre Welt.

( Kennst Du die Pizzawerbung, in der sich die Kardinäle darüber streiten, ob es Sünde ist oder nicht, diese Pizza zu essen? - Kennst Du Dornenvögel? Kennst Du die Geschichte von Abraham, der seinen Sohn opfern sollte, um seinen Glauben zu beweisen? - Kennst Du die GEschichte von dem verlorenen Sohn, der trotz allem mit offenen Armen wieder zu Hause aufgenommen wurde? )

Der Glaube ist in Dir, und ich bin der Meinung, das es Gott auch sieht. Wenn die Famlie und Deine Frau es so nicht sehen, nun, dann stellt sich die Frage, was wichtiger ist - die Liebe oder der Glaube?

Nicht so theatralisch
es geht mir schon viel besser.

Vielen Dank
Entity

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4. Februar 2003 um 18:45
In Antwort auf raj_11949146

Nicht so theatralisch
es geht mir schon viel besser.

Vielen Dank
Entity

* *
tja - da sind mir wohl zum Schluß die Pferde... ähm... Worte durchgegangen, was ?!

Gut zu wissen, das es Dir besser geht!

Gern gesche´n !

Romara

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4. Februar 2003 um 20:17

Wow
Dein Beitrag beeindruckt mich sehr und ich finde es wunderbar, wie sehr Du auf den Glauben Deiner Frau eingehst und Dich selbst damit beschäftigst.
Als praktizierende Katholikin fühle ich mich der Frage auch grundsätzlich verbunden.

Wenn ich die Zeilen so lese, scheint es mir: Du bist auf dem besten Weg. Deine Gedanken, Fragen und Zweifel sind doch Gottsuche pur. Und da ist auch der Gesprächspartner für Deine Sorgen klar: warum redest Du nicht mit Gott? Wenn Dir das zu fremd ist, horch in Dich rein, meditier, atme ruhig, bist Du ganz entspannt bist und glaubst, in Dir eine Stimme zu hören. So spricht Gott (oder welchen Namen man ihr auch immer geben mag) zu jedem von uns. Natürlich ist das lange, tägliche, mühsame Arbeit, und Du wirst von heute auf morgen keine Lösung finden. Things happen in God's own time...
Aber er/sie/es hat auch für Dich eine Antwort.

Was praktisches: m.E. musst Du nicht unbedingt getauft sein für eine Ehe. Man kann mit Dispens vom Bischof Andergläubige (also auch Nichtgläubige) heiraten. Wenn Du Deinen Punkt so gut darstellst, wie hier im Forum, kann ich mir nicht vorstellen, dass der Dispens verweigert wird.

Alles Gute und baldife Erleuchtung wünscht
Virgin

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5. Februar 2003 um 7:42

Danke
Ich wollte euch allen Danken, ihr habt mir sehr geholfen und mich in meinem Weg bestärkt.

LG Entity
(der "entity" mal übersetzen mußte und keine sinnvolle übersetzung gefunden hat....@ute)

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5. Februar 2003 um 11:37
In Antwort auf belle_11930188

Ich würde Dich ungetauft, getauft oder egal was nehmen
..ich wünschte ich könnte behaupten jemals einen derartig verantwortungsvollen, sensiblen Mann wie Dich getroffen zu haben, der hier Rat sucht und sich solche Gedanken macht. Normalerweise hört man eher so Sachen wie..."soll ich heiraten, ich schlafe noch mit meiner Ex" oder so. Was soll ich sagen, leider bin ich völlig verständnislos gegenüber der latenten Erwartungshaltung Deiner Frau, vielleicht solltet ihr einfach die Brisanz aus dieser Sache nehmen und Dir eine Möglichkeit geben vielleicht die Sache noch ein Jahr ruhen zu lassen?
Grüße
cyrano

Ja, aber...
...ist es denn überhaupt so, dass sie diese Erwartungshaltung hat? Irgendwie hab ich das aus den bisherigen Beiträgen immer noch nicht herauslesen können - oder hab ich es überlesen???

Jedenfalls finde ich genauso wie cyrano, dass Glaube absolut nichts mit einer bestimmten Religion zu tun hat. Glaube ist für mich das Urvertrauen, das ich schon als Kind in die Wiege gelegt bekomme und das ich trotz der vielen Klippen des Lebens nicht verliere. Der Glaube an einen selbst, an das Leben und an das Gute im Menschen. Der Glaube an die Liebe, die Möglichkeit Liebe zu bekommen und zu geben und sein Leben - mehr oder weniger - selbst gestalten zu können.

Und ich glaube genau das ist es, was Gott - ich nenne ihn eben Gott, weil ich auch evangelisch erzogen bin und es halt so gewohnt bin - oder irgendeine andere Macht, die diese wunderbare Schöpfung hervorgebracht hat, von den Menschen will.
Denn wer so denkt wie entity, cyrano, romara und all die anderen hier, der wird mit offenen Augen durchs Leben gehen, sich auf andere einlassen und mit anderen leben - nicht an ihnen vorbei. Und ob ich dazu in die Kirche gehe oder nicht, ist doch vollkommen zweitrangig - Deine Frau, entity, liebt Dich doch wahrscheinlich gerade deshalb, weil Du diese Einstellung hast, oder? Und wenn es ihr wirklich sooooooo wichtig wäre, dass Du wegen ihr katholisch wirst, hätte sie Dir das bestimmt schon vorher zu verstehen gegeben.

Ich grüße Dich ganz lieb und wünsche Dir alles Gute und dass Du Deinen Glauben nie verlierst!

Liebe Grüße auch an Euch alle!

Sonnenscheinchen

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