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Irgendwas fehlt. Oder?

17. Juni um 23:59 Letzte Antwort: 11. Juli um 23:23

Bin mit meinem Freund seit 3 Jahren ein Paar. Wie sind jetzt beide fast 30. Für ihn war die Sache von Anfang an klar. Ich war und bin seine absolute Traumfrau. Ich hatte Anfangs Zweifel, weil ich ihn irgendwie spießig fand. Das hat sich nach einiger Zeit gelegt, bzw. andere Qualitäten sind zum Vorschein gekommen, die ich zu lieben gelernt habe.
Nun ist es aber so, dass ich seitdem ich ihn kennengelernt habe, viele meiner sozialen Kontakte verloren habe. Das liegt zum einen daran, dass ich, als ich ihn kennen gelernt habe, umgezogen bin und daran, dass ich mich zu sehr auf ihn, bzw. uns fokussiert habe. Das habe ich inzwischen realisiert. Aber es ist schwierig für mich, mein Ding zu machen und mein verlorenes Netz wieder aufzubauen. Was aber ein größeres Problem für mich ist, ist die fehlende Lebensfreude – das Feuer, die Leidenschaft. Er ist ein TOTAL rationaler, ruhiger Typ. Er meint immer, wenn er einmal „Ich liebe dich“ im Monat sagt, dann reicht das auch. Er ist sehr brav und angepasst, zeigt selten Emotionen, tanzt nicht aus der Reihe, mag Beständigkeit, Sicherheit. Unser Sexleben ist auch dementsprechend. Ich würde sagen es ist OK.


Meine früheren Beziehungen waren alle emotionale Feuerwerke. Man hat sich im einen Moment angeschrien und im nächsten lag man schon wieder aufeinander. Das war super anstrengend, aber zumindest gab es diese Energie in der Luft. In meiner aktuellen Beziehung fühle ich mich manchmal wie eine Rentnerin, die nur darauf wartet, dass das Leben vorbei geht. Dabei sind wir noch nicht mal 30! Er geht nicht gerne aus, also sind wir 99% zuhause und schauen fern. Anfangs habe ich ich immer versucht Pläne zu machen, ihn zu animieren was Neues zu probieren etc., aber es ist auf die Dauer echt anstrengend immer der aktive, leidenschaftliche Partner zu sein.


Was haltet ihr davon?
Projeziere ich mein nicht-existierendes-soziales Leben auf meinen Freund und erwarte daher mehr Feuer?
Oder mache ich mir etwas vor und ich werde bis an mein Lebensende die Lebensfreude vermissen?


Danke euch!
Zera

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18. Juni um 1:49

Hallo Zera,

was ich nicht ganz verstehe, ihr seid seit 3 Jahren zusammen und du hast geschrieben das du anfangs Zweifel hattest, da er spießig war und du eigentlich ein ganz anderer Typ Mensch bist. Wieso seid ihr dann überhaupt zusammen gekommen? Es muss dir doch vorher klar gewesen sein auf was du dich einlässt?!

Naja mal angenommen du hast in dem Augenblick geglaubt, dass du nach all den feurigen emotionalen Beziehungen mal was ruhiges und bodenständiges brauchst, bist du jetzt auf dem Boden der Tatsachen angekommen.

Du willst raus, was erleben, verrückt sein, dich streiten und danach lieben, laut sein aber auch romantisch sein, du vermisst das Ungewisse, das Wilde, die Abenteuer. Alles Sachen die er nicht oder nicht zu deiner Zufriedenheit bieten kann. Das ist ein Problem, Menschen können sich zwar ändern, aber ein fast 30 Jähriger bodenständiger, schüchterner Typ wird kein rassiger, heissblütiger Draufgänger mehr.

Was du in deinem Leben brauchst, musst du selber wissen, das steht mir nicht zu zu beurteilen. Du musst es dir nur gut überlegen und dann ehrlich sein (auch zu ihm) und dann deinen Weg gehen.

Dazu will ich kurz noch was schreiben:

"Projeziere ich mein nicht-existierendes-soziales Leben auf meinen Freund und erwarte daher mehr Feuer?" -
Ich bin der Meinung das jeder Mensch erstmal grundsätzlich sein eigener Meister ist. Du bist selber in der Verantwortung dein Leben lebenswert zu bestreiten. Idealerweise ergänzt man sich in einer Partnerschaft soweit das sie das eigene Leben entsprechend stark aufwertet. Das heißt aber nicht das er Schuld daran ist das dir langweilig ist. Er ist allerdings Teil deines Gesamtproblems, oder so lässt du es zumindest vermuten. Du kannst natürlich auch, sofern du ihn noch liebst und mit ihm zusammenbleiben möchtest, versuchen vermehrt deinen eigenen Hobbies nachzugehen und ein Netzwerk an interessanten Leuten aufbaust. Vielleicht lernst du ihn in seiner Rolle dann ja doch noch richtig schätzen, wenn du deine Lebenslust anderweitig ausleben kannst. Wenn du allerdings das Gefühl hast das ihr zu gegensätzlich seid und er dir dann in der Konsequenz zu langweilig ist, dann gibts ja nur eine Wahl.

 

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18. Juni um 3:41
In Antwort auf arvid_20450250

Bin mit meinem Freund seit 3 Jahren ein Paar. Wie sind jetzt beide fast 30. Für ihn war die Sache von Anfang an klar. Ich war und bin seine absolute Traumfrau. Ich hatte Anfangs Zweifel, weil ich ihn irgendwie spießig fand. Das hat sich nach einiger Zeit gelegt, bzw. andere Qualitäten sind zum Vorschein gekommen, die ich zu lieben gelernt habe.
Nun ist es aber so, dass ich seitdem ich ihn kennengelernt habe, viele meiner sozialen Kontakte verloren habe. Das liegt zum einen daran, dass ich, als ich ihn kennen gelernt habe, umgezogen bin und daran, dass ich mich zu sehr auf ihn, bzw. uns fokussiert habe. Das habe ich inzwischen realisiert. Aber es ist schwierig für mich, mein Ding zu machen und mein verlorenes Netz wieder aufzubauen. Was aber ein größeres Problem für mich ist, ist die fehlende Lebensfreude – das Feuer, die Leidenschaft. Er ist ein TOTAL rationaler, ruhiger Typ. Er meint immer, wenn er einmal „Ich liebe dich“ im Monat sagt, dann reicht das auch. Er ist sehr brav und angepasst, zeigt selten Emotionen, tanzt nicht aus der Reihe, mag Beständigkeit, Sicherheit. Unser Sexleben ist auch dementsprechend. Ich würde sagen es ist OK.


Meine früheren Beziehungen waren alle emotionale Feuerwerke. Man hat sich im einen Moment angeschrien und im nächsten lag man schon wieder aufeinander. Das war super anstrengend, aber zumindest gab es diese Energie in der Luft. In meiner aktuellen Beziehung fühle ich mich manchmal wie eine Rentnerin, die nur darauf wartet, dass das Leben vorbei geht. Dabei sind wir noch nicht mal 30! Er geht nicht gerne aus, also sind wir 99% zuhause und schauen fern. Anfangs habe ich ich immer versucht Pläne zu machen, ihn zu animieren was Neues zu probieren etc., aber es ist auf die Dauer echt anstrengend immer der aktive, leidenschaftliche Partner zu sein.


Was haltet ihr davon?
Projeziere ich mein nicht-existierendes-soziales Leben auf meinen Freund und erwarte daher mehr Feuer?
Oder mache ich mir etwas vor und ich werde bis an mein Lebensende die Lebensfreude vermissen?


Danke euch!
Zera

So einen Partner wünscht sich jeder. Ist für Beständigkeit. Es ging keine Krisen und ausbrüche. Du bist für dein Leben selbst verantwortlich. Willst Du mehr erleben? Dann erlebe mehr. Sei selbstständig. Er muss nicht bei allem mitmachen. Baue ein Umfeld auf. 

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18. Juni um 3:41
In Antwort auf arvid_20450250

Bin mit meinem Freund seit 3 Jahren ein Paar. Wie sind jetzt beide fast 30. Für ihn war die Sache von Anfang an klar. Ich war und bin seine absolute Traumfrau. Ich hatte Anfangs Zweifel, weil ich ihn irgendwie spießig fand. Das hat sich nach einiger Zeit gelegt, bzw. andere Qualitäten sind zum Vorschein gekommen, die ich zu lieben gelernt habe.
Nun ist es aber so, dass ich seitdem ich ihn kennengelernt habe, viele meiner sozialen Kontakte verloren habe. Das liegt zum einen daran, dass ich, als ich ihn kennen gelernt habe, umgezogen bin und daran, dass ich mich zu sehr auf ihn, bzw. uns fokussiert habe. Das habe ich inzwischen realisiert. Aber es ist schwierig für mich, mein Ding zu machen und mein verlorenes Netz wieder aufzubauen. Was aber ein größeres Problem für mich ist, ist die fehlende Lebensfreude – das Feuer, die Leidenschaft. Er ist ein TOTAL rationaler, ruhiger Typ. Er meint immer, wenn er einmal „Ich liebe dich“ im Monat sagt, dann reicht das auch. Er ist sehr brav und angepasst, zeigt selten Emotionen, tanzt nicht aus der Reihe, mag Beständigkeit, Sicherheit. Unser Sexleben ist auch dementsprechend. Ich würde sagen es ist OK.


Meine früheren Beziehungen waren alle emotionale Feuerwerke. Man hat sich im einen Moment angeschrien und im nächsten lag man schon wieder aufeinander. Das war super anstrengend, aber zumindest gab es diese Energie in der Luft. In meiner aktuellen Beziehung fühle ich mich manchmal wie eine Rentnerin, die nur darauf wartet, dass das Leben vorbei geht. Dabei sind wir noch nicht mal 30! Er geht nicht gerne aus, also sind wir 99% zuhause und schauen fern. Anfangs habe ich ich immer versucht Pläne zu machen, ihn zu animieren was Neues zu probieren etc., aber es ist auf die Dauer echt anstrengend immer der aktive, leidenschaftliche Partner zu sein.


Was haltet ihr davon?
Projeziere ich mein nicht-existierendes-soziales Leben auf meinen Freund und erwarte daher mehr Feuer?
Oder mache ich mir etwas vor und ich werde bis an mein Lebensende die Lebensfreude vermissen?


Danke euch!
Zera

So einen Partner wünscht sich jeder. Ist für Beständigkeit. Es ging keine Krisen und ausbrüche. Du bist für dein Leben selbst verantwortlich. Willst Du mehr erleben? Dann erlebe mehr. Sei selbstständig. Er muss nicht bei allem mitmachen. Baue ein Umfeld auf. 

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18. Juni um 8:32
In Antwort auf arvid_20450250

Bin mit meinem Freund seit 3 Jahren ein Paar. Wie sind jetzt beide fast 30. Für ihn war die Sache von Anfang an klar. Ich war und bin seine absolute Traumfrau. Ich hatte Anfangs Zweifel, weil ich ihn irgendwie spießig fand. Das hat sich nach einiger Zeit gelegt, bzw. andere Qualitäten sind zum Vorschein gekommen, die ich zu lieben gelernt habe.
Nun ist es aber so, dass ich seitdem ich ihn kennengelernt habe, viele meiner sozialen Kontakte verloren habe. Das liegt zum einen daran, dass ich, als ich ihn kennen gelernt habe, umgezogen bin und daran, dass ich mich zu sehr auf ihn, bzw. uns fokussiert habe. Das habe ich inzwischen realisiert. Aber es ist schwierig für mich, mein Ding zu machen und mein verlorenes Netz wieder aufzubauen. Was aber ein größeres Problem für mich ist, ist die fehlende Lebensfreude – das Feuer, die Leidenschaft. Er ist ein TOTAL rationaler, ruhiger Typ. Er meint immer, wenn er einmal „Ich liebe dich“ im Monat sagt, dann reicht das auch. Er ist sehr brav und angepasst, zeigt selten Emotionen, tanzt nicht aus der Reihe, mag Beständigkeit, Sicherheit. Unser Sexleben ist auch dementsprechend. Ich würde sagen es ist OK.


Meine früheren Beziehungen waren alle emotionale Feuerwerke. Man hat sich im einen Moment angeschrien und im nächsten lag man schon wieder aufeinander. Das war super anstrengend, aber zumindest gab es diese Energie in der Luft. In meiner aktuellen Beziehung fühle ich mich manchmal wie eine Rentnerin, die nur darauf wartet, dass das Leben vorbei geht. Dabei sind wir noch nicht mal 30! Er geht nicht gerne aus, also sind wir 99% zuhause und schauen fern. Anfangs habe ich ich immer versucht Pläne zu machen, ihn zu animieren was Neues zu probieren etc., aber es ist auf die Dauer echt anstrengend immer der aktive, leidenschaftliche Partner zu sein.


Was haltet ihr davon?
Projeziere ich mein nicht-existierendes-soziales Leben auf meinen Freund und erwarte daher mehr Feuer?
Oder mache ich mir etwas vor und ich werde bis an mein Lebensende die Lebensfreude vermissen?


Danke euch!
Zera

Naja, es scheint schon, als hättest du gewisse Erwartungen an deinen Freund, die er nicht erfüllen kann. Ich nehme nicht an, dass es dein fehlendes soziales Leben projezierst, ich vermute eher das es alte Bindungserfahrungen sind. In deinem Kopf scheint ein Film von Beziehung abzuspielen, der geprägt ist von stark wechselnden Emotionen. Ein Film ohne rasante Handlung scheint dich zu langweilen.  In dem Zusammenhang möchte ich dir gerne die Frage stellen, ob du Lebensfreude mit rasanten Beziehungen gleichsetzt? 
Du gibst dein Leben ein Stück weit auf, für eine Beziehung. Warum ist das so? Beständigkeit und Sicherheit macht dir Angst? 
 

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18. Juni um 8:50

Ich glaube, hättest du mehr sozialer Kontakte außerhalb eurer Beziehung, würdest du das nicht so sehen. Dann hättest du den Ruhepol, nach Hause zu kommen und von einem bodenständigen Partner empfangen zu werden.

Ich denke, du brauchst als Ausgleich einfach wieder soziale Kontakte und Hobbys. Schau dich doch mal in sozialen Netzwerken um.

Ich muss allerdings fragen, was so erstrebenswert an einer Beziehung wie du es schilderst mit deinen Ex-Freunden sein soll? Diese ewige Achterbahnfahrt ist doch auf Dauer zermürbend. Klar, es ist leidenschaftlich und aufregend, aber auch sehr energieraubend. Auf lange Sicht kann das doch nicht glücklich machen, oder?

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11. Juli um 23:11

Witzigerweise lese ich den Beitrag jetzt und erkenne mich einfach zu gut wieder. Im Prinzip habe ich genau dasselbe Problem. Manchmal weiß ich diese ruhige, vernünftige Art zu schätzen, manchmal wünscht man sich eben doch dieses Feuer und das Abenteuer. Vielleicht kannst du ja nochmal schreiben zu welchen Erkenntnissen du mittlerweile gekommen bist. Einen wirklichen Rat kann ich dir da leider auch nicht geben. Ich weiß allerdings aus eigener Erfahrung dass mehr soziale Kontakte das ganze nicht verbessern. Eher im Gegenteil, die Distanz zum Partner wird noch größer, weil man umso mehr erkennt, was man eben nicht von seinem Partner bekommen wird. 
 

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11. Juli um 23:23

Ich war bis vor kurzem in einer ähnlichen Situation. Auch Ende 20 und in einer Beziehung, in der alles soweit gut war aber es hat mir auch an Emotionen und Feuer gefehlt. Ich war mir anfangs auch nicht sicher ob ich mit ihm einen Beziehung möchte, kam aber aus einer sehr emotionalen Beziehung und dachte, ich bräuchte jetzt mal Beständigkeit und Sicherheit. 
Ich habe mich dann irgendwann die Frage gestellt, ob es das ist, was ich mir mein Leben lang vorstellen kann. Natürlich kann sich eine Ansicht immer ändern.
ich kam zu dem Entschluss dass mich die Beziehung nicht auf Dauer glücklich machen wird. Er war/ist zwar der tollste Mensch der Welt, aber ich könnte einfach nicht aus tiefstem Herzen "ja" dazu sagen. 
ich bin der Meinung man sollte auf sein Herz hören auch wenn der Kopf etwas anderes sagt. 

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