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Innerlich schon abgeschlossen?

16. Januar 2013 um 22:35 Letzte Antwort: 17. Januar 2013 um 21:09

Hallo,

Ich schreibe jetzt hier, weil ich einfach niemanden habe, mit dem ich reden kann. Außer eine Freundin, die seit 2 Monaten frisch verliebt ist und ich will sie einfach nicht mit meinem "Seelenmüll" belasten.

Ich bin seit fast 2 Jahren in einer Beziehung mit einem 2 Jahre jüngeren Mann. Ich werde dieses Jahr 26. wir wohnen zusammen, haben einen Hund.
wir haben uns bei den Treffen einer Community kennen gelernt, waren uns gleich sympathisch und wurden nach ca. 3 Wochen ein Paar. Einige zeit vorher hatte ich einen neuen Job begonnen.
Kurz nachdem wir zusammen gekommen sind, hatte ich eine ziemliche Panitattacke und saß wie ein Häufchen Elend neben ihm und sagte, dass das alles nicht geht/ keinen Sinn hat. Da ich gern mal einen auf Strauß mache, wenn mir was zuviel wird, hätte ich das in der Retrospektive vielleicht ernster nehmen sollen, als ich es tat.

Wir hatten noch nie viele Gemeinsamkeiten, aber ich glaube, mir gefiel die Aufmerksamkeit, die er mir entgegen brachte.
Ich lieb(t)e Kunst, Musik, Literatur, Reisen und Tiere und meine Familie. Ich hatte nicht sooo viele Freunde aber genug, unternahm viel mit ihnen. Ich ging auf Konzerte oder ins Museum.

Das alles interessiert ihn nicht. Er kommt aus dem (deutschsprachigen) Ausland, seine Familie sieht er so gut wie nie. Ich bin seine erste Freundin.

Seit Monaten, schon über ein Jahr um ehrlich zu sein spiele ich mit dem Gedanken an eine Trennung.
Wir reden nicht miteinander. Wir erzählen uns zwar vom Tag, aber das war's.
Wir lachen nicht, scherzen nicht, diskutieren nicht. In letzter Zeit haben wir noch nicht mal mehr Sex. Es war lange so: Sex, alles ok, komisches Gefühl, wirklich komisches Gefühl, Gesanken an Trennung, mal wieder Sex, wieder alles ok usw. Das kann es doch nicht sein????
Momentan fallen mir nur 3 Gründe ein, weshalb wir zusammen bleiben: die Wohnung, sein Studium ( er hat angefangen zu studieren ich habe gesagt "wir schaffen das zusammen"), die Tatsache, dass ich nicht weiß, wie es ist, wenn er nicht mehr in meinem Leben ist.
Ich bin nicht verliebt, war es nie wirklich (nur verknallt), ich mag seine Familie nicht, ich kann mir nicht vorstellen, mit ihm "bis ans Ende meiner Tage" zusammen zu bleiben. Ich will Kinder und eine Familie und glücklich sein.
Warum fällt es mir so schwer, zu gehen?
Ich habe ihn schon angesprochen, er merkt auch, dass es nicht ok ist im Moment. Ich habe versucht, seine Nähe zu suchen, das wieder hinzukriegen, aber er blockt ab. Wir sind nur noch eine WG. Es gibt nur noch Bussis. Alles was er sagte, war:" sag mir früh genug Bescheid, dann bewerb ich mich fürs Studentenwohnheim."
Ich hab ihn dann gefragt, ob er mit mir zusammen bleiben will. Ja sagte er. Und ich meinte unter Tränen, dass er mir das öfter sagen soll. Das war vor knapp 3 Wochen. NICHTS hat sich verändert. Ich gehe schon gar nicht mehr auf ihn zu, er blockt es ja doch wieder ab.
Danke euch für eure Gedanken dazu

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16. Januar 2013 um 22:50

Euch hat der ALLTAG eingeholt.
du tust mir echt leid.

Da du selber schon sagst dass du das gefühl hast ihn nicht wirklich zu lieben, dann hätte ich mich wirklich schon getrennt.
Und du weißt ja selber auch schon, dass du nicht mit ihm "bis ans ende" leben willst. ...

Und deine drei gründe ... nur der dritte ist "halbwegs" akzeptabel.... aber die anderen zwei ...
Wenn eure Beziehung allein durch diese drei punkte existiert, hat es echt keinen sinn.

Du bist jung, sollst dein leben leben, glücklich verliebt sein.
Viel unternehmen und selbst wenn er deine hobbies nicht mag, sollte er doch hin und wieder mal ein auge zudrücken und mit dir zu konzerten etc. gehen.

Für die wohnung: entweder freundschaftlich gemeinsam weiter leben mit dem ex, oder umziehen. (er oder du)

Studium:

ihr könntet schluss machen und rein freundschaftlich, eigentlich so wie es jetzt auch ist miteinander leben.
Oder weiterhin in kontakt bleiben und gemeinsam lernen oder so ...

Wie dein leben ohne ihn ist, kannst du nur wissen wenn du dich traust, aber glaubs mir schlimmer werden, kann es nicht.
Ihr lebt jetzt schon wie FREUNDE/WG KUMPEL .... im grunde genommen bist du ja eigentlich fast schon single

Für mich käme es nicht mal in frage mit jemandem zusammen zu sein, wo ich mir nicht sicher bin. ... und diese drei gründe müssten schon ordentlich besser sein, als deine.

Wenn du weißt, ihr liebt euch, dann kämpft, (paarberatung oder gemeinsam miteinander reden und einander ernst nehmen, gefühle respektieren und co.)

Wenn du dir nicht sicher bist, dann mach mal eine auszeit um dir klar zu werden was du willst.

Ich wünsch dir viel glück

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16. Januar 2013 um 22:50

Die Beziehung ist praktisch beidseitig seit langem aufgeloest.
Tu' ihm den Gefallen und sag ihm tatsaechlich fruehzeitig bescheid. Ich kann dir eine Sache in Aussicht stellen: Wenn sich zwei Partner entliebt haben ist die Trennung meist ziemlich harmonisch und auch im Nachhinein versteht man sich - freundschaftlich - noch einigermaßen gut, wenn es alles glatt geht. Lass ihn gehen. Vielleicht kann er dich sogar troesten, vielleicht ist die Trennung sogar genau das, was dich erloest von deinen "merkwuerdigen Gefuehlen", die du schilderst. Viel Glueck und "gute Besserung"

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16. Januar 2013 um 23:00

Danke schon mal
Auch wenn ich gerade einen total dicken Kloß im Hals hab, weiß ich im Grunde, dass ihr recht habt.
Ich hatte kürzlich zwei seltsame. Erlebnisse. Eine Freundin erzählte mir, dass eine Freindin von ihr sich getrennt hat von ihrem Partner und ich hatte einen richtigen Flash.. Was könnte ich alles machen, wenn...
Und ich erfuhr, dass ein Kollege, auf den ich ein bisschen stehe, wohl gehen wird und hatte ein ganz schlimmes Wochenende. kein normales Gefühl, dass man in einer gesunden Beziehung hat... Ach...

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17. Januar 2013 um 8:44

Klappe zu- affe tot
So wie du das beschreibst klingt es wirklich, als würdest du versuchen ein totes Pferd zu reiten...

Ging mir auch mal so, nur mit dem Unterschied, dass ich emptional noch sehr verstrickt in die Sache war. Ich kenne also das Gefühl, auf diesem 10 Meter Brett zu stehen und mich nicht zu trauen zu springen...
Lass dir die Zeit auch, denn irgendwann erhöht sich dein Leidensdruck so sehr, dass es nicht mehr anders ertragbar ist.
Ich bin der festen Überzeugung, dass man ein solides Beziehungsfundament braucht, um dauerhaft miteinander glücklich zu werden. Und dieses Fundament bildet sich aus wenigstens ein paar gemeinsamen Interessen, gleichen Werten und ähnlichen Bedürfnissen in einer Beziehung.

Offenbar passt ihr einfach nicht zusammen...

Der Mut sich zu trennen kann aber auch belohnt werden: was ist, wenn ein viel besserer Partner schon längst auf dich wartet, du aber nicht mit ihm zusammen sein kannst, weil du in dieser Betiehung ausharrst?

Vertrau dir, der richtige Monent eine Entscheidung zu treffen wird kommen und dann weißt du einfach was richtig für dich ist!

Alles gute

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17. Januar 2013 um 11:19

Ich habe
gestern Abend noch mit ihm geredet. Und ich bin so befreit. Eigentlich wollte ich bis nach seinen Prüfungen warten, aber das hätte ich nicht mehr gepackt.
Ich habe jetzt akzeptiert dass wir Freunde sind und wir werden das wohl auch bleiben.
Bei Gelegenheit werde ich noch einmal darauf zu sprechen kommen, dass ich eigentlich nicht um die Beziehung kämpfen möchte, weil es sowohl mir, als auch ihm gegenüber nicht fair wäre. Wir haben uns gestern umarmt und er hat mein Knie gestreichelt und er will, glaube ich, mit mir zusammen bleiben. Hat auch gesagt, er möchte mit mir in Konzerte, ins Museum. Aber reicht wahrscheinlich nicht und ich bin einfach nur erleichtert, dass ich jetzt nicht mehr so tun "muss" als ob.
Vielen lieben Dank für eure Posts, das hat mir wirklich sehr geholfen.

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17. Januar 2013 um 12:06
In Antwort auf faith_12088589

Klappe zu- affe tot
So wie du das beschreibst klingt es wirklich, als würdest du versuchen ein totes Pferd zu reiten...

Ging mir auch mal so, nur mit dem Unterschied, dass ich emptional noch sehr verstrickt in die Sache war. Ich kenne also das Gefühl, auf diesem 10 Meter Brett zu stehen und mich nicht zu trauen zu springen...
Lass dir die Zeit auch, denn irgendwann erhöht sich dein Leidensdruck so sehr, dass es nicht mehr anders ertragbar ist.
Ich bin der festen Überzeugung, dass man ein solides Beziehungsfundament braucht, um dauerhaft miteinander glücklich zu werden. Und dieses Fundament bildet sich aus wenigstens ein paar gemeinsamen Interessen, gleichen Werten und ähnlichen Bedürfnissen in einer Beziehung.

Offenbar passt ihr einfach nicht zusammen...

Der Mut sich zu trennen kann aber auch belohnt werden: was ist, wenn ein viel besserer Partner schon längst auf dich wartet, du aber nicht mit ihm zusammen sein kannst, weil du in dieser Betiehung ausharrst?

Vertrau dir, der richtige Monent eine Entscheidung zu treffen wird kommen und dann weißt du einfach was richtig für dich ist!

Alles gute


super beitrag

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17. Januar 2013 um 21:09

Konstruktiv
Danke für deinen konstruktiven Beitrag...Not.
Ich sagte, dass ich verknallt war. Ich vermisse ihn, wenn er nicht da ist, ich würde alles für ihn tun, er ist mein bester Freund. Aber ich liebe ihn nicht (mehr?).
Aber naja, was rechtfertige ich mich. Peinlicher Beitrag deinerseits.

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