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Innere Leere

4. Januar 2005 um 9:33

Hallo,

ich wollte mal mein Herz ausschütten. Ich bin mit meinem Freund seit 8 1/2 Monaten zusammen. Es gab in unserer Beziehung schon mal Zeiten, in denen es mir nicht so gut ging, da sich z.B. die Ex gemeldet hat oder er einfach zu unsensibel ist.

Jetzt habe ich wieder eine schlimme Phase - ich habe das Gefühl, dass es mir jetzt noch tausend Mal schlechter geht als zuvor. Ich fühle mich so einsam und leer. Ich habe das Gefühl, dass alles, was mein Freund macht, er mir nicht recht machen kann und ich immer noch mehr brauche, um ihm zu glauben, dass er mich von Herzen liebt.

Es sind so Kleinigkeiten, die mir gerade sehr wichtig sind. Z.B. hätte ich es gerne, dass er, wenn wir Fernsehen oder Ähnliches, mich in den Arm nimmt und mich zärtlich streichelt. Ich möchte das Gefühl von Sicherheit haben - und das fehlt mir gerade!

Ich habe auch langsam nicht mehr die Kraft, an diese Beziehung zu glauben! Aber wenn ich ihn verlieren würde, würde es mir das Herz brechen! Ich versuche ja, nicht alles so eng zu sehen und gebe mir auch ehrlich mühe, aber es funktioniert leider nicht so gut!

Oft plagen mich auch schlimme Albträume - ich träume oft davon, dass er mich mit seiner Ex oder seiner besten Freundin betrügt. Was er niemals machen würde. Er ist der ehrlichste Mensch der Welt, aber ich kann ihm nicht vertrauen! Wie kann ich das ändern?!

Ich möchte ihn nicht aufgeben, aber wenn ich nicht bald "ein Licht am Horizont" sehe, kann ich das nicht mehr aushalten!

Gibt es Jemanden, der mir helfen kann?

Grüße, Carrie

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4. Januar 2005 um 9:39

Dir fehlt die sicherheit in dir selbst!
wenn du das problem schon länger hast, dann würde ich dir wirklich zu einer therapie raten. ist zwar langwierig aber es lohnt sich.

zu deinem problem mit deinem freund: liebe kann man nicht "beweisen", aber man kann sie in sich fühlen! und du fühlst, das er dich liebt, nur dein kopf macht mit seinen zweifeln immer wieder alles kaputt.

du schaffst das, gib nicht auf---kitty

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4. Januar 2005 um 9:57
In Antwort auf kittekatt

Dir fehlt die sicherheit in dir selbst!
wenn du das problem schon länger hast, dann würde ich dir wirklich zu einer therapie raten. ist zwar langwierig aber es lohnt sich.

zu deinem problem mit deinem freund: liebe kann man nicht "beweisen", aber man kann sie in sich fühlen! und du fühlst, das er dich liebt, nur dein kopf macht mit seinen zweifeln immer wieder alles kaputt.

du schaffst das, gib nicht auf---kitty

Ich fühle seine Liebe -
habe aber das Gefühl, sie ist nicht mehr so stark. Ich vergleiche es viel mit dem Anfang unserer Beziehung, als er noch liebevoller war. Vielleicht kommt es mir aber auch nur so vor, weil es mir gerade so schlecht geht!

Ich bin gerade auf der Arbeit und ich kann an nichts Anderes mehr denken. Ich bin so verzweifelt und könnte die ganze Zeit weinen!

Ich glaube auch, dass mir hier nur eine Therapie helfen kann.

Warum nur, habe ich solche "kranken" Gedanken im Kopf, die mir immer wieder weh tun? Kann man das lernen abzuschalten?

Danke, für Deinen Zuspruch - das tut gut!

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4. Januar 2005 um 10:12
In Antwort auf dena_12556816

Ich fühle seine Liebe -
habe aber das Gefühl, sie ist nicht mehr so stark. Ich vergleiche es viel mit dem Anfang unserer Beziehung, als er noch liebevoller war. Vielleicht kommt es mir aber auch nur so vor, weil es mir gerade so schlecht geht!

Ich bin gerade auf der Arbeit und ich kann an nichts Anderes mehr denken. Ich bin so verzweifelt und könnte die ganze Zeit weinen!

Ich glaube auch, dass mir hier nur eine Therapie helfen kann.

Warum nur, habe ich solche "kranken" Gedanken im Kopf, die mir immer wieder weh tun? Kann man das lernen abzuschalten?

Danke, für Deinen Zuspruch - das tut gut!

Hellocarrie!
Du, es geht mir gerade beinahe wie Dir ... sitz auch auf der Arbeit, bin total durcheinander nach einem heftigen Streit mit meinem Freund.
Ja, genau dieses Thema, Sicherheit und Perspektive haben wir auch. Und er ändert einfach nichts (sind seit 13 Monaten zusammen).

Ich weiß es auch nicht mehr, ich weiß auch nicht, was nun eigentlich ein Trennungsgrund ist und was nicht oder ob ich unerer beider Leben trennen muss oder wie umgehen oder oder oder... hach!

Blöd, nun kann ich Dir gar nicht helfen.... will nur sagen, hier ist noch jemand

Über eine Therapie denke ich auch schon nach. Frage mich, ob ich nicht diejenige bin, die so sehr unsicher ist...

Gruß!

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4. Januar 2005 um 12:12
In Antwort auf biddy_12156480

Hellocarrie!
Du, es geht mir gerade beinahe wie Dir ... sitz auch auf der Arbeit, bin total durcheinander nach einem heftigen Streit mit meinem Freund.
Ja, genau dieses Thema, Sicherheit und Perspektive haben wir auch. Und er ändert einfach nichts (sind seit 13 Monaten zusammen).

Ich weiß es auch nicht mehr, ich weiß auch nicht, was nun eigentlich ein Trennungsgrund ist und was nicht oder ob ich unerer beider Leben trennen muss oder wie umgehen oder oder oder... hach!

Blöd, nun kann ich Dir gar nicht helfen.... will nur sagen, hier ist noch jemand

Über eine Therapie denke ich auch schon nach. Frage mich, ob ich nicht diejenige bin, die so sehr unsicher ist...

Gruß!

"Aähnlichkeit" ?
Ich glaube ich sehe Ähnlichkeiten zu meiner Beziehung. Ich denke auch manchmal, dies hätte er doch so machen können, oder warum macht er nicht dies, ich würde mich so sehr darüber freun...aber sagen kann ich es ihm auch nicht immmer, da ich irgendwie gerne hätte das er es selber checkt. Und bei mir ist es auch so das es diese Kleinigkeiten sind, die sich häufen und man dann irgendwann keine Lust mehr hat. Meinst du das??

Ich weiß aber auch das er mich liebt und ich es auch nicht verkraften könnte wenn er nicht mehr da wäre.

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4. Januar 2005 um 12:28
In Antwort auf majara_12875410

"Aähnlichkeit" ?
Ich glaube ich sehe Ähnlichkeiten zu meiner Beziehung. Ich denke auch manchmal, dies hätte er doch so machen können, oder warum macht er nicht dies, ich würde mich so sehr darüber freun...aber sagen kann ich es ihm auch nicht immmer, da ich irgendwie gerne hätte das er es selber checkt. Und bei mir ist es auch so das es diese Kleinigkeiten sind, die sich häufen und man dann irgendwann keine Lust mehr hat. Meinst du das??

Ich weiß aber auch das er mich liebt und ich es auch nicht verkraften könnte wenn er nicht mehr da wäre.

Ich bins noch mal...
Mach dich nicht so fertig. Eine Therapie brauchst dua uch nicht! Redet ihr doch nicht sowas ein. Wenn man gleich so übertreibt müsste jeder zu ner Therapie!
Ich habe auch oft daran gedacht, aber das muss man auch ohne schaffen können.

Du musst entweder mal mit deinem Freund drüber sprechen...hab ich auch gemacht! Sag ihm einfach was dir so fehlt in der Beziehung. Und wenn du dann irgendwann wieder mal so down bist, dann fress es nicht in dich rein, sprech wieder mit ihm, am besten gleich. Weil sonst machst du dich tagelang fertig.
Ich spreche aus Erfahrung. Und du kennst das doch bestimmt wenn deine Freundin ein Problem hat und du ihr Rat gibst!? dann sagst du Dinge die zwar richtig und schlau sind, aber dir selber würden sie auch etwas schwer fallen sie zu tun. Und genau so ist es bei mir. Ich bin auch ungefähr in der gleichen Situation wie du, weiß was ich nromal tun müsste und gebe auchd ir den Rat, aber für mich selbst ist es auch nicht so leicht immer mit meinem Freund über allles zu sprechen. Weil ich halt auch gerne wollen würde das er von alleine auf die idee kommt, dies und das mal für mich zu tun.

Hoffe das hilft dir ein bisschen.

Knuddel

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4. Januar 2005 um 13:37

Ich kenne das Problem
Und kann dir sagen, dass du absolut die Gefühle deines kleinen Kindes auslebst. Du bist nicht in der Erwachsenengefühlswelt in dem Moment. So war es zumindest bei mir. Ich war dann das kleine Sternchen, was nie genug liebe haben konnte, weil ich eben als Kind nur sehr wenig davon bekommen habe.

Eine Beziehung verändert sich auch mit der Zeit und ist nicht mehr so wie am Anfang. Die Liebe wird reifer und nicht nur noch leidenschaftlich, sondern auch erwachsener und tiefer.

Du solltest auch in der Lage zu sein dir selbst Liebe zu geben und Sicherheit. Das ist aber ein sehr langer und schwieriger Prozess, wo ich auch gerade am Anfang stecke. Ich werde auch therapeutisch begleitet.

Denn genau, was du so durchmachst, dass habe ich auch hinter mir und weiß, was das für eine Hölle ist.

LG
Stern

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4. Januar 2005 um 14:34
In Antwort auf honor_12058263

Ich kenne das Problem
Und kann dir sagen, dass du absolut die Gefühle deines kleinen Kindes auslebst. Du bist nicht in der Erwachsenengefühlswelt in dem Moment. So war es zumindest bei mir. Ich war dann das kleine Sternchen, was nie genug liebe haben konnte, weil ich eben als Kind nur sehr wenig davon bekommen habe.

Eine Beziehung verändert sich auch mit der Zeit und ist nicht mehr so wie am Anfang. Die Liebe wird reifer und nicht nur noch leidenschaftlich, sondern auch erwachsener und tiefer.

Du solltest auch in der Lage zu sein dir selbst Liebe zu geben und Sicherheit. Das ist aber ein sehr langer und schwieriger Prozess, wo ich auch gerade am Anfang stecke. Ich werde auch therapeutisch begleitet.

Denn genau, was du so durchmachst, dass habe ich auch hinter mir und weiß, was das für eine Hölle ist.

LG
Stern

Ich habe erkannt,
dass ich sicherlich eine Therapie brauche.

Mein Freund tut mir wirklich sehr leid! Er ist so ein lieber Mensch und sehr ehrlich. Ich weiß genau, dass er mir niemals weh tun würde, und dass es ihm sehr weh tut, wenn er mich total am Ende sieht.

Ich glaube, dass ich einfach in einer schrecklichen Phase bin, in der er mir einfach nichts recht machen kann - auch wenn er genau das tut, was ich mir wünsche (es würde nicht reichen).

Ich habe die Vermutung, dass ich unter starken Depressionen leide. Ich werde auch eine Therapie machen und hoffe, dass ich das behandeln kann. Es ging mir schon oft schlecht und ich habe immer schreckliche Gedanken im Kopf, auf die ein "normaler" Mensch gar nicht kommen würde. Das macht mich total krank! Ich bin sehr unsicher und habe eigentlich auch kein Selbstbewusstsein und somit immer Angst, verletzt zu werden. Ebenso vertraue ich meinem Freund eigentlich überhaupt nicht - wobei ich gar keinen Grund habe! Ich wurde auch noch nie betrogen oder Ähnliches. Aber heute scheint die Sonne in mein Büro und jetzt geht es mir wieder ein wenig besser!

Ich weiß, dass mich mein Freund unterstützen und an meiner Seite sein wird. Ich hoffe, dass unsere Beziehung stark genug ist, diese schwere Zeit zu überstehen und ich in Zukunft wieder lachen und glücklich sein kann!

Es ist schön, dass es Menschen wie Dich gibt, denen es ähnlich geht wie mir, denn wenn man sich gegenseitig austauschen kann lädt man viel Balast ab, der einen quält.

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4. Januar 2005 um 14:38
In Antwort auf dena_12556816

Ich fühle seine Liebe -
habe aber das Gefühl, sie ist nicht mehr so stark. Ich vergleiche es viel mit dem Anfang unserer Beziehung, als er noch liebevoller war. Vielleicht kommt es mir aber auch nur so vor, weil es mir gerade so schlecht geht!

Ich bin gerade auf der Arbeit und ich kann an nichts Anderes mehr denken. Ich bin so verzweifelt und könnte die ganze Zeit weinen!

Ich glaube auch, dass mir hier nur eine Therapie helfen kann.

Warum nur, habe ich solche "kranken" Gedanken im Kopf, die mir immer wieder weh tun? Kann man das lernen abzuschalten?

Danke, für Deinen Zuspruch - das tut gut!

Hör erstmal auf deine gedanken als krank zu bezeichnen...
sie gehören zu dir und sind ein teil deines lebens.

dass man solche gedanken "abschalten" kann, glaube ich nicht, wäre sicher auch kein guter weg. aber man kann lernen, damit umzugehen, sie nicht mehr als belastend zu empfinden.

versuch einfach in der nächsten zeit gut zu dir selbst zu sein, tu dir was gutes, gönne dir was. oft sieht das leben dann schon wieder viel bunter aus.

alles liebe für dich---kitty

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4. Januar 2005 um 14:52
In Antwort auf dena_12556816

Ich habe erkannt,
dass ich sicherlich eine Therapie brauche.

Mein Freund tut mir wirklich sehr leid! Er ist so ein lieber Mensch und sehr ehrlich. Ich weiß genau, dass er mir niemals weh tun würde, und dass es ihm sehr weh tut, wenn er mich total am Ende sieht.

Ich glaube, dass ich einfach in einer schrecklichen Phase bin, in der er mir einfach nichts recht machen kann - auch wenn er genau das tut, was ich mir wünsche (es würde nicht reichen).

Ich habe die Vermutung, dass ich unter starken Depressionen leide. Ich werde auch eine Therapie machen und hoffe, dass ich das behandeln kann. Es ging mir schon oft schlecht und ich habe immer schreckliche Gedanken im Kopf, auf die ein "normaler" Mensch gar nicht kommen würde. Das macht mich total krank! Ich bin sehr unsicher und habe eigentlich auch kein Selbstbewusstsein und somit immer Angst, verletzt zu werden. Ebenso vertraue ich meinem Freund eigentlich überhaupt nicht - wobei ich gar keinen Grund habe! Ich wurde auch noch nie betrogen oder Ähnliches. Aber heute scheint die Sonne in mein Büro und jetzt geht es mir wieder ein wenig besser!

Ich weiß, dass mich mein Freund unterstützen und an meiner Seite sein wird. Ich hoffe, dass unsere Beziehung stark genug ist, diese schwere Zeit zu überstehen und ich in Zukunft wieder lachen und glücklich sein kann!

Es ist schön, dass es Menschen wie Dich gibt, denen es ähnlich geht wie mir, denn wenn man sich gegenseitig austauschen kann lädt man viel Balast ab, der einen quält.

Wie
gesagt, ich war in der gleichen Situation wie du und meine Beziehung hat es überstanden, weil ich mich ändern wollte und mein Partner sehr viel Verständnis für mich hatte und auch sehr viel ausgehalten hat. Für mich hört sich das bei dir auch nach Depressionen an. Ich bin seit fast zwei Jahren in therapeutischer Behandlung und habe riesen Schritte gemacht das letzte Jahr. Da waren aber auch heftige Tiefs dabei, wo ich eine Gefühlshölle durchlitten habe und das jedesmal aufs Neue. Verlustangst, mittelschwere Depressionen etc.

Und wenn du dich für dich entscheidest daran zu arbeiten, dann drücke ich dir ganz fest die Daumen und ganz viel Kraft. Finde ich sehr gut, wenn du das machen möchtest. Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung und wenn du noch einen lieben Freund hast, der dir zu Seite steht, dann packst du das bestimmt.

LG
Stern

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4. Januar 2005 um 15:41
In Antwort auf honor_12058263

Wie
gesagt, ich war in der gleichen Situation wie du und meine Beziehung hat es überstanden, weil ich mich ändern wollte und mein Partner sehr viel Verständnis für mich hatte und auch sehr viel ausgehalten hat. Für mich hört sich das bei dir auch nach Depressionen an. Ich bin seit fast zwei Jahren in therapeutischer Behandlung und habe riesen Schritte gemacht das letzte Jahr. Da waren aber auch heftige Tiefs dabei, wo ich eine Gefühlshölle durchlitten habe und das jedesmal aufs Neue. Verlustangst, mittelschwere Depressionen etc.

Und wenn du dich für dich entscheidest daran zu arbeiten, dann drücke ich dir ganz fest die Daumen und ganz viel Kraft. Finde ich sehr gut, wenn du das machen möchtest. Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung und wenn du noch einen lieben Freund hast, der dir zu Seite steht, dann packst du das bestimmt.

LG
Stern

Danke!
Danke, Deine Antwort gibt mehr Kraft für die bevorstehende "lange" Zeit! Ich werde am Montag zu meiner Hausärztin gehen (sie ist auch gleichzeitig Psychotherapeutin) und werde sie nach Rat fragen. Ich hoffe, sie kann mir einen guten Psychologen empfehlen. Ich weiß, dass es erst einmal sehr lange dauern wird, einen Platz zu bekommen, zudem ich ja auch berufstätig bin und nur abends oder in der Mittagspause Zeit habe. Aber ich weiß, dass mein Freund bei mir ist und ich es schaffen werde - so wie Du! Ewig kann das so ja nicht weitergehen. Ich habe mir heute schon in der Apotheke Johanniskrautkapseln gekauft - ich hoffe, dass ich damit die Zeit bis zur Therapie überbrücken kann.

Hast Du heutzutage noch schwer mit Deinen Depressionen zu kämpfen? Die Zeit war bestimmt nicht einfach für Dich - und für Deinen Freund. Ich habe auch Angst, dass die Beziehung daran kaputt geht. Wie hast Du einen Psychologen gefunden - hat ihn Dir jemand empfohlen?

Ich war schon einmal wegen Bulimie in Behandlung - habe aber abgebrochen. Ich habe mich bei der Psychologin nicht wohl gefühlt. Ich weiß daher, dass es sehr schwer ist, einen geeigneten Psychologen zu finden.

Liebe Grüße, Carrie

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4. Januar 2005 um 18:12
In Antwort auf honor_12058263

Wie
gesagt, ich war in der gleichen Situation wie du und meine Beziehung hat es überstanden, weil ich mich ändern wollte und mein Partner sehr viel Verständnis für mich hatte und auch sehr viel ausgehalten hat. Für mich hört sich das bei dir auch nach Depressionen an. Ich bin seit fast zwei Jahren in therapeutischer Behandlung und habe riesen Schritte gemacht das letzte Jahr. Da waren aber auch heftige Tiefs dabei, wo ich eine Gefühlshölle durchlitten habe und das jedesmal aufs Neue. Verlustangst, mittelschwere Depressionen etc.

Und wenn du dich für dich entscheidest daran zu arbeiten, dann drücke ich dir ganz fest die Daumen und ganz viel Kraft. Finde ich sehr gut, wenn du das machen möchtest. Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung und wenn du noch einen lieben Freund hast, der dir zu Seite steht, dann packst du das bestimmt.

LG
Stern

Hallo Stern, eine Frage...
naja wenn du damit schon erfahrungen gemacht hast und meinst eine Therapie wäre da nicht fehl am Platz, dann hab ich mal ne Frage. Wie teuer ist denn so ne Therapie? Und ist es mit 17 Jahren nicht ein bisschen früh für nen Psychologen? Wegen Depressionen oder Beziehungsproblemen, halt Verlustangst und so weiter zum Doktor zu gehen. Denn ich habe manchmal auch so welche Probleme...

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5. Januar 2005 um 12:30
In Antwort auf majara_12875410

Hallo Stern, eine Frage...
naja wenn du damit schon erfahrungen gemacht hast und meinst eine Therapie wäre da nicht fehl am Platz, dann hab ich mal ne Frage. Wie teuer ist denn so ne Therapie? Und ist es mit 17 Jahren nicht ein bisschen früh für nen Psychologen? Wegen Depressionen oder Beziehungsproblemen, halt Verlustangst und so weiter zum Doktor zu gehen. Denn ich habe manchmal auch so welche Probleme...

Eine
Therapie kostet dich nichts, die bezahlt die Krankenkasse. Wenn es genehmigt wird.
Um so früher man mit einer Therpie beginnt und sich mit sich selbst beschäftigt, um so besser ist es. Warum noch Jahre warten, wenn du jetzt schon um deine Probleme Bescheid weißt.

Ein Psychotherapeut ist kein Doktor. Du kannst bei deiner Krankenkasse nach Adressen fragen und anrufen und einen Termin mit einem Therapeuten vereinbaren. Da wird es eh erst 5-6 Probestd. geben, um zu sehen, ob man miteinander klar kommt. Denn es ist wichtig, dass du dich 100% öffnen kannst.

LG
Stern

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5. Januar 2005 um 12:39
In Antwort auf dena_12556816

Danke!
Danke, Deine Antwort gibt mehr Kraft für die bevorstehende "lange" Zeit! Ich werde am Montag zu meiner Hausärztin gehen (sie ist auch gleichzeitig Psychotherapeutin) und werde sie nach Rat fragen. Ich hoffe, sie kann mir einen guten Psychologen empfehlen. Ich weiß, dass es erst einmal sehr lange dauern wird, einen Platz zu bekommen, zudem ich ja auch berufstätig bin und nur abends oder in der Mittagspause Zeit habe. Aber ich weiß, dass mein Freund bei mir ist und ich es schaffen werde - so wie Du! Ewig kann das so ja nicht weitergehen. Ich habe mir heute schon in der Apotheke Johanniskrautkapseln gekauft - ich hoffe, dass ich damit die Zeit bis zur Therapie überbrücken kann.

Hast Du heutzutage noch schwer mit Deinen Depressionen zu kämpfen? Die Zeit war bestimmt nicht einfach für Dich - und für Deinen Freund. Ich habe auch Angst, dass die Beziehung daran kaputt geht. Wie hast Du einen Psychologen gefunden - hat ihn Dir jemand empfohlen?

Ich war schon einmal wegen Bulimie in Behandlung - habe aber abgebrochen. Ich habe mich bei der Psychologin nicht wohl gefühlt. Ich weiß daher, dass es sehr schwer ist, einen geeigneten Psychologen zu finden.

Liebe Grüße, Carrie

---
Nein, ich habe im letzten Jahr sehr große Fortschritte gemacht und bin mehr als zufrieden mit mir. Die Tiefs erlebst du momentan noch als Hölle, dass hatte ich auch. Und wenn es mir jetzt schlecht geht, dann weiß ich eben durch die Therapie, was ich machen muss, damit ich nicht in so ein Loch falle. Und es baut sich das Selbstvertrauen auf. Nein, es gab Zeiten, die waren alles andere als einfach. Wichtig ist nur, dass dein Freund weiß, dass du krank bist und das eben auch kein Schnupfen oder so ist, sondern eine Krankheit, mit der man sein Leben lang zu tun haben wird. Mal mehr, mal weniger, jenachdem wie es einem geht.

Dein Partner muss schon stark sein. Ich weiß ja nicht, wie schwerwiegend es bei dir ist. Aber es kann natürlich auch gut sein, dass die Liebe nicht stark genug ist, aber selbst dann ist es so und du kannst nichts daran ändern und du würdest es auch alleine schaffen. Mach dich nicht so von ihm und eurer Beziehung abhängig. Du musst lernen, dass du als erstes auf deiner Liste stehst und nicht die Beziehung und das das aber nichts mit der Liebe zu ihm zu tun hat. Nicht ganz einfach, aber du schaffst das bestimmt und Johanniskraut ist eine gute Alternative und zeigt, dass du schon ganz gut mit dir umgehen kannst

Wichtig ist, dass du dich wohlfühlst bei deinem Psychologen und wenn das nicht so ist, dass du es auch offen sagst und dir nen neuen suchst. Ich habe Glück gehabt und von Anfang an einen sehr guten Therapeuten. Ich bin zu meinem Hausarzt und habe mir die Adresse geben lassen und habe angerufen und gesagt, dass ich von meinem Hausarzt komme. Bei mir war es auch dringend, da ich mich auch schon autoaggressiv geworden war etc.
Und später war ich auch in einer 6-Wöchigen psychosomatischen Reha. Das war auch sehr gut.

Ich drück dir die Daumen.
LG
Stern

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5. Januar 2005 um 15:17

Kommt mir auch bekannt vor
Liebe Carrie,

nach der Trennung von meinem Ehemann hatte ich eine einjährige Beziehung zu einem wundervollen Menschen, der immer für mich da war, ein absolut edler Mensch, treu, zuverlässig, ehrlich, hilfsbereit, kultiviert, kulturell interessiert, intelligent etc. Trotzdem habe ich mich auch immer sehr leer und einsam gefühlt, manchmal sehr alt (er war 6 Jahre älter als ich). Lange habe ich mich vertröstet und gesagt: wieso bin ich so unzufrieden, ich habe einen tollen Menschen kennengelernt, der alles für mich tut. Was soll ein Mann noch für mich tun, damit ich glücklich werde? Ich habe lange überlegt, ob ich die Beziehung beenden soll oder ob die Liebe eines Tages vielleicht doch noch kommt? Darüber habe ich mir diese Beziehung immer schöngeredet, obwohl eigentlich - bis auf die fehlenden Gefühle meinerseits - perfekt war. Erst nachdem ich mich zu einem SChlussstrich durchgerungen hatte - der mir nicht leicht fiel, ging es mir besser und ich habe angefangen, mich ummeine Interessen zu kümmern und mich zu fragen, was ich selbst eigentlich dafür tun muss, dass es mir gutgeht. Eine Therapie hat mir ansatzweise dabei geholfen, aber die meiste Arbeit muss man immer noch selbst tun und sich ehrlich mit sich selbst auseinandersetzen.

lg
taschenfimmel

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13. Januar 2005 um 4:49

Einsam in der Beziehung
LIebe Carrie,
ich bin seit 4 Jahren verheiratet und einsam!
Mein Mann ist oberflächlich und ein Elefant im Porzellanladen. Er hat keine Ahnung wie sehr eine Frau die Bestätigung der Liebe braucht. Ein Wort, eine Geste, reichen. Mein Göttergatte langweilt sich mit mir, so das er Abends lieber in die Kneipe geht.
Ich rat dir, heirate keinen Mann, der deine Bedürfnisse vernachlässigt. Mieser kannst du dich nicht fühlen.
Sprich mit ihm darüber, und wenn sich nichts ändert (Männer ändern sich selten auf Dauer), dann geh einfach.

Viel Erfolg und alles Gute für dich

Tara 1231

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