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In Beziehung mit meiner MS - Ist da noch Platz für was Echtes?

6. Oktober 2017 um 10:42

Guten Morgen!
Ohne jetzt die Erwartung zu haben hier DIE Antwort auf meine o.g. Frage zu erhalten, schreibe ich interessehalber hier trotzdem mal hinein. Bin männlich, 35 und lebe schon recht lange Zeit mehr oder weniger glücklich zusammen mit meiner MS, die zwar für Andere nicht sichtbar ist, mich jedoch mitunter ein wenig einschränkt und bislang mitverantwortlich dafür ist, dass ich mir nicht zutraue - oder besser gesagt, mich nicht traue - nach einer Beziehung zu streben. Das hat wohl etwas mit Selbstschutz zu tun sowie mit einer guten Portion Angst vor Enttäuschung. Dennoch wird der Wunsch nach Zweisamkeit in letzter Zeit mal wieder größer und ich frage mich immer wieder, ob ich einer möglichen Partnerin von vornherein reinen Wein einschenken soll, also ihr von meiner MS zu erzählen, oder erst einmal den Dingen ihren freien Lauf lassen soll?! Vor- und Nachteile habe ich schon sehr oft miteinander abgewogen, führen mich aber meist zur Resignation: Wer will schon eine Beziehung mit Jemandem eingehen, bei dem gewissermaßen nichts sicher ist? Ich bin mir sehr wohl bewusst, dass es solche Frauen mit Sicherheit gibt, nur habe ich diese bislang nicht gefunden oderr bemerkt. Liegt wahrscheinlich auch daran, dass ich mich beim Weggehen mit Freunden meist sehr zurückhaltend verhalte, sodass ich gar nicht erst in die Situation komme, Jemanden kennenzulernen. Vielleicht raffe ich mich demnächst aber mal wirklich auf und stelle mich etwaigen Herausforderungen, doch weiß ich nicht genau, wie ich mich verhalten soll. Wenn ihr mir da ein paar Tipps da lassen würdet, wäre ich sehr dankbar.
Ein schönes WE allerseits.

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6. Oktober 2017 um 11:04

Ein Freund von mir hat MS und ist doch wieder in einer Beziehung. Er hat wirklich lang mit sich gehadert, weil er ähnlich dachte wie du und das auch keinem Menschen, den er liebt antun wollte, aber sie hat ihn dann "überredet". Nachdem ich früher auch mal in genau diesen mittlerweile Freund verknallt war, kann ich aus persönlicher Sicht nur sagen, mir hätte es nichts ausgemacht das er MS hat, er hat es mir von Anfang an gesagt, ich konnte mich drauf einstellen. So wie seine Freundin jetzt. Das ganze ist schon länger her, damals war er noch nicht soweit, hatte zu viel Angst, was ich natürlich auch nachvollziehen konnte, damals. Jahre später hat dann die jetzige Freundin die Barriere durchbrochen. Wie du damit Leben willst ist deine Entscheidung, natürlich macht die Krankheit gewisse Dinge schwerer, Hausbau oder Kinder gehen die zwei z.B. nicht an, weil dafür die Zukunft zu ungewiss ist. Für die beiden ist das auch ok so, das sind Dinge, die beide nie wollten, deswegen fehlt ihnen jetzt auch nichts und sie fühlen sich nicht eingeschränkt oder so. Also, es kann schon funktionieren. Alles Gute dir!

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6. Oktober 2017 um 11:19

Ich war früher wirklich gerne mit einem Mann zusammen der MS hat. Es ist nicht an Willen meinerseits gescheitert sondern daran, dass er das Bedürfnis hatte nichts auszulassen weil er nicht wusste wie lange er das noch können würde.
Leider beinhaltete das auch selbstdestruktives Verhalten und andere Frauen.
Er hat sich heute, zwanzig Jahre später, durch dieses Verhalten mehr zerstört als die MS es konnte.

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6. Oktober 2017 um 11:48

Ich hab eine chronische Krankheit, die leider immer schlimmer wird - es gibt auch einen ganz guten Prozentsatz, dass ich an einem akuten Schub sterben kann, was aber bis jetzt offensichtlich nicht passiert ist
Ich habe bis ich 21 war ziemliche Probleme mit Beziehungen gehabt, da damals noch diese ganzen jungen Bruschen natürlich nicht so einen Klotz am Bein haben wollten und ich habe damals gedacht, dass ich wohl niemals eine Beziehung führen kann. Dann hab ich aber meinen Exfreund kennengelernt, der das akzeptiert hat. Ich hab da gelernt, dass es nur verständlich ist, dass ihn diese Krankheit auch manchmal nervt und sie uns beide einschränkt bzw. Sorgen bereitet, aber dass das eben auch das Schöne an einer Partnerschaft ist: dass man etwas gemeinsam durchsteht und sich Sorgen teilen kann. Die Krankheit war halt einfach ein Teil unserer Beziehung, der sich sehr schnell eingespielt hat.
Mit meinem Mann geht das sogar noch besser, er hat nämlich selber eine kleinere chronische Geschichte, darum hat er da noch mehr Verständnis - außerdem ist er ein Stubenhocker, was mir sehr zugute kommt. Wenns mir mal nicht so gut geht, dann machen wir uns einen schönen Tag zuhause, was er sehr genießt.

Ich glaube, das Wichtigste ist, dass du dich nicht über deine Krankheit definierst. Wenn du dich selbst beschreibst, sollte da erstmal eine lange Liste anderer Eigenschaften kommen, bevor du die MS erwähnst. Ich thematisiere meine Krankheit nicht, ich rede auch nur mit meinem Mann darüber, wenn es notwendig ist, ansonsten denke ich da selber gar nicht daran. Wenn für dich die MS so ein großes Thema ist, du psychisch darunter leidest und du dich so stark dadurch definierst, dass du keine sozialen Kontakte aufrecht erhalten kannst, dann würde ich an deiner Stelle über eine Therapie nachdenken, damit du besser damit zurechtkommst.

Ich hatte übrigens eine Tante mit MS, die hat zwei gesunde Kinder zur Welt gebracht. Ein Bekannter von mir mit MS arbeitet momentan sogar am dritten Kind mit seiner Frau. MS verhindert keine Beziehungen, aber vielleicht deine Einstellung? Oder du findest schlichtweg die falschen Frauen.

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6. Oktober 2017 um 14:21
In Antwort auf lumusi_12929047

Ich hab eine chronische Krankheit, die leider immer schlimmer wird - es gibt auch einen ganz guten Prozentsatz, dass ich an einem akuten Schub sterben kann, was aber bis jetzt offensichtlich nicht passiert ist
Ich habe bis ich 21 war ziemliche Probleme mit Beziehungen gehabt, da damals noch diese ganzen jungen Bruschen natürlich nicht so einen Klotz am Bein haben wollten und ich habe damals gedacht, dass ich wohl niemals eine Beziehung führen kann. Dann hab ich aber meinen Exfreund kennengelernt, der das akzeptiert hat. Ich hab da gelernt, dass es nur verständlich ist, dass ihn diese Krankheit auch manchmal nervt und sie uns beide einschränkt bzw. Sorgen bereitet, aber dass das eben auch das Schöne an einer Partnerschaft ist: dass man etwas gemeinsam durchsteht und sich Sorgen teilen kann. Die Krankheit war halt einfach ein Teil unserer Beziehung, der sich sehr schnell eingespielt hat.
Mit meinem Mann geht das sogar noch besser, er hat nämlich selber eine kleinere chronische Geschichte, darum hat er da noch mehr Verständnis - außerdem ist er ein Stubenhocker, was mir sehr zugute kommt. Wenns mir mal nicht so gut geht, dann machen wir uns einen schönen Tag zuhause, was er sehr genießt.

Ich glaube, das Wichtigste ist, dass du dich nicht über deine Krankheit definierst. Wenn du dich selbst beschreibst, sollte da erstmal eine lange Liste anderer Eigenschaften kommen, bevor du die MS erwähnst. Ich thematisiere meine Krankheit nicht, ich rede auch nur mit meinem Mann darüber, wenn es notwendig ist, ansonsten denke ich da selber gar nicht daran. Wenn für dich die MS so ein großes Thema ist, du psychisch darunter leidest und du dich so stark dadurch definierst, dass du keine sozialen Kontakte aufrecht erhalten kannst, dann würde ich an deiner Stelle über eine Therapie nachdenken, damit du besser damit zurechtkommst.

Ich hatte übrigens eine Tante mit MS, die hat zwei gesunde Kinder zur Welt gebracht. Ein Bekannter von mir mit MS arbeitet momentan sogar am dritten Kind mit seiner Frau. MS verhindert keine Beziehungen, aber vielleicht deine Einstellung? Oder du findest schlichtweg die falschen Frauen.

"Falsche Frauen"?! So was gibt es?

Danke für Deine ausführliche Antwort. Grundsätzlich definiere ich mich nicht über meine Krankheit, so weit bin ich auch schon - sie ist lediglich ein Teil von mir, der mich, mein Denken und Verhalten mal mehr, mal weniger, mal gar nicht beeinträchtigt. Wenn es dann aber doch mal, wie derzeit, zum Wunsch nach einer Beziehung resp. schöner Zweisamkeit kommt, drängt sie sich gerne in den Vordergrund. Und das ist das, was mir Schierigkeiten bereitet. Es soll ja in erster Linie um SIE (wen auch immer) gehen und nicht um mich und meine ständige Begleiterin.

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6. Oktober 2017 um 14:36

Ich mach es übrigens prinzipiell so, wenn ich jemanden Neuen kennenlerne oder an einer Arbeitsstelle anfange, dass ich nicht von meiner tatsächlichen Krankheit spreche, sondern etwas Kleineres erwähne, sowas wie "ich hab sowas Ähnliches wie Diabetes", was zwar eine totale Verharmlosung ist, aber damit kann ich schonmal begründen, wenn es mir nicht so gut geht bzw. warum ich keinen Alkohol trinke oder nicht zum Sport mitkomme.
Damit bin ich immer gut gefahren. Wenn die Leute am Anfang nachfragen, dann sag ich, dass das eine lange, total komplizierte Geschichte ist, die echt langweilig ist. Und mit der Zeit rücke ich halt Stück für Stück damit raus.

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6. Oktober 2017 um 16:37

Die Freundin übers Internet kennenlernen zu wollen liegt mir, ähnlih wie Dir, fern. Mag bei vielen ja funktioniert haben, doch bin ich da wohl eher altmodisch. Tipps kann man sich auf solchen Seiten sicherlich holen, allerdings sind so "face to face-Kontakte" da eher meins. Nicht fallsch verstehen bitte, möchte halt nur so wenig wie möglich von Anderen an MS erinnert werden. Ich reiche mir da völlig
Tägliche Beschwerden habe ich tatsächlich, nicht sichtbar, doch für mich spürbar. Lebt man halt mit. Medikamente nehme ich nicht mehr. Haben zu viele Nebenwirkungen, die mich mehr stören, als die alltäglichen Kleinigkeiten.

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7. Oktober 2017 um 10:25

Wusste ich bis 2006 auch nicht. Ich verzeihe Dir also Deine Unwissenheit. F+ kannte ich wiederum bis eben nicht, obschon ich geahnt habe, um was es dabei geht. Gibt ja sogar nen Film, der so heißt mit J. Timberlake.

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7. Oktober 2017 um 12:50

Schon ok, bei mir dauert´s halt auch manchmal ein wenig, bis sich meine beiden Gehirnzellen treffen. Ab und an finden sie sich dann aber doch ;

Aktuell bin ich ein wenig müde und kaputt, was mMn eher mit dem Wetter zusammenhängt und der Tatsache, dass es mir eine typische Erkältung eingebracht hat. Die Sonne fehlt mir grad sehr.
Ablehnung ist vielleicht nicht das richtige Wort. Eher würde ich sagen, dass ich oft das Gefühl habe, die Menschen wollen eigentlich nichts Negatives hören (wer will das schon?!). Sie hören höflich zu und fragen ein wenig, was auch ok ist. Keiner will mir ja was Böses. Da gibt es aber auch nix, was mir direkt hilft. Vielmehr indirekt - in Form von Ablenkung. Selbst rede ich eigentlich eh sehr selten drüber. So ne MS ist halt sehr schwammig - alles kann, nix muss und nicht alles, was sich für Körper und Geist mies anfühlt, hat mit der MS zu tun. Deswegen kann ich auch selten klare Antworten geben. Sorry, das liest sich nicht grad flüssig oder erhellend, eher verwirrend - aber richtig erklären kann ich das, wie gesagt, nicht.
Ich lebe eigentlich ganz gut damit, habe bisher erreicht, was ich wollte, auch wenn es bisschen länger gedauert hat mit dem Studium. Doch es hat sich gelohnt. Die Kinder geben mir viel positives Feedback und ich habe das Gefühl sie tatsächlich zu erreichen un weiterzubringen. Dankbarkeit und Ehrlichkeit machen schon viel Freude. Das ist eine richtig schöne und auch hilfreiche Ablenkung von all dem, was mich sonst so beschäftigt und womöglich negativ beeinflusst.

 

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7. Oktober 2017 um 14:41

Wie geschrieben, rede ich eigentlich sehr sehr wenig über meine MS, da ich da gar keine Lust zu habe - ist mir zu anstrengend. Im Grunde könnte man meinen, dass ich kerngesund bin, wenn man mich das erste Mal trifftm mich also noch nicht kennt. Selbst Leute, die mich seit Jahren kennen, haben vielfach keinen blassen Schimmer davon. Andere, denen ich mal Bescheid gesagt habe, weil es so einfacher bzw. fairer war, waren zunächst überrascht, hatten dann aber eine Erklärung dafür, dass ich mich bei einigen Sachen so und so verhalten habe.
Wiederum andere, die quasi von Anfang an Bescheid wissen, vergessen den Blödsinn sogar ab und an.

Was die Sache mit ner Beziehung resp. dem Weg dorthin angeht, bin ich mir sehr wohl bewusst, dass ich Niemandem die Ohren volljammere oder meine Lebensgeschichte erzähle. Ist doch völlig uninteressant, kenne die ja schon. Die andere Person, ihre Eigenheiten, Macken, Vorlieben und letztlich ihre ganze Persönlichkeit sind da viel interessanter. Mir geht es bei der Nachdenkerei über eine mögliche Liierung vielmehr darum, dass ich meiner Gegenüberin alles geben möchte, was sie gern mag. Und das nicht in Gänze jederzeit geben zu können, macht mich zurückhaltend und unsicher. An und für sich lächerlich einfach das Ganze - oder doch einfach lächerlich?!
Irgendwie habe ich Angst davor im Inneren auf ewig einsam und leer zu bleiben. Das kann schon weh tun, geht aber wieder vorbei und es geht weiter - wie immer 

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7. Oktober 2017 um 23:50
In Antwort auf myelin82

Die Freundin übers Internet kennenlernen zu wollen liegt mir, ähnlih wie Dir, fern. Mag bei vielen ja funktioniert haben, doch bin ich da wohl eher altmodisch. Tipps kann man sich auf solchen Seiten sicherlich holen, allerdings sind so "face to face-Kontakte" da eher meins. Nicht fallsch verstehen bitte, möchte halt nur so wenig wie möglich von Anderen an MS erinnert werden. Ich reiche mir da völlig
Tägliche Beschwerden habe ich tatsächlich, nicht sichtbar, doch für mich spürbar. Lebt man halt mit. Medikamente nehme ich nicht mehr. Haben zu viele Nebenwirkungen, die mich mehr stören, als die alltäglichen Kleinigkeiten.

Ich kann deine Denkweise in manchen Bereichen  sehr gut nachempfinden.. ich habe auch MS.. und ja die Angst für den Partner eine Last zu werden ist enorm! totaler Quatsch aber diese Art von Gedanken schwirren halt ab und an! 

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8. Oktober 2017 um 0:16
In Antwort auf myelin82

Guten Morgen!
Ohne jetzt die Erwartung zu haben hier DIE Antwort auf meine o.g. Frage zu erhalten, schreibe ich interessehalber hier trotzdem mal hinein. Bin männlich, 35 und lebe schon recht lange Zeit mehr oder weniger glücklich zusammen mit meiner MS, die zwar für Andere nicht sichtbar ist, mich jedoch mitunter ein wenig einschränkt und bislang mitverantwortlich dafür ist, dass ich mir nicht zutraue - oder besser gesagt, mich nicht traue - nach einer Beziehung zu streben. Das hat wohl etwas mit Selbstschutz zu tun sowie mit einer guten Portion Angst vor Enttäuschung. Dennoch wird der Wunsch nach Zweisamkeit in letzter Zeit mal wieder größer und ich frage mich immer wieder, ob ich einer möglichen Partnerin von vornherein reinen Wein einschenken soll, also ihr von meiner MS zu erzählen, oder erst einmal den Dingen ihren freien Lauf lassen soll?! Vor- und Nachteile habe ich schon sehr oft miteinander abgewogen, führen mich aber meist zur Resignation: Wer will schon eine Beziehung mit Jemandem eingehen, bei dem gewissermaßen nichts sicher ist? Ich bin mir sehr wohl bewusst, dass es solche Frauen mit Sicherheit gibt, nur habe ich diese bislang nicht gefunden oderr bemerkt. Liegt wahrscheinlich auch daran, dass ich mich beim Weggehen mit Freunden meist sehr zurückhaltend verhalte, sodass ich gar nicht erst in die Situation komme, Jemanden kennenzulernen. Vielleicht raffe ich mich demnächst aber mal wirklich auf und stelle mich etwaigen Herausforderungen, doch weiß ich nicht genau, wie ich mich verhalten soll. Wenn ihr mir da ein paar Tipps da lassen würdet, wäre ich sehr dankbar.
Ein schönes WE allerseits.

mit Unehrlichkeit was anfangen zu wollen, muss Dir doch schon eine Warnung sein.

Was soll denn dabei rauskommen? Irgendwann kannst Du Dein Geheimnis nicht verbergen - und was das bedeutet, muss ich Dir sicher nicht erst erklären?

Am Ende wärst Du so oder so allein - dann kannst Du Dir solche Heimlichkeiten auch gleich erspraren und damit ein Leiden nach langem , anstregendem Hin- und Her.

Geduld ist nicht Jedermanns Stärke - ich weiß - und dennoch wird Dir nichts anderes übrig bleiben - ob mit oder ohne MS - das kann jeden von uns treffen. Viel Glück und Geduld wünsche ich Dir

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8. Oktober 2017 um 5:53
In Antwort auf myelin82

Wie geschrieben, rede ich eigentlich sehr sehr wenig über meine MS, da ich da gar keine Lust zu habe - ist mir zu anstrengend. Im Grunde könnte man meinen, dass ich kerngesund bin, wenn man mich das erste Mal trifftm mich also noch nicht kennt. Selbst Leute, die mich seit Jahren kennen, haben vielfach keinen blassen Schimmer davon. Andere, denen ich mal Bescheid gesagt habe, weil es so einfacher bzw. fairer war, waren zunächst überrascht, hatten dann aber eine Erklärung dafür, dass ich mich bei einigen Sachen so und so verhalten habe.
Wiederum andere, die quasi von Anfang an Bescheid wissen, vergessen den Blödsinn sogar ab und an.

Was die Sache mit ner Beziehung resp. dem Weg dorthin angeht, bin ich mir sehr wohl bewusst, dass ich Niemandem die Ohren volljammere oder meine Lebensgeschichte erzähle. Ist doch völlig uninteressant, kenne die ja schon. Die andere Person, ihre Eigenheiten, Macken, Vorlieben und letztlich ihre ganze Persönlichkeit sind da viel interessanter. Mir geht es bei der Nachdenkerei über eine mögliche Liierung vielmehr darum, dass ich meiner Gegenüberin alles geben möchte, was sie gern mag. Und das nicht in Gänze jederzeit geben zu können, macht mich zurückhaltend und unsicher. An und für sich lächerlich einfach das Ganze - oder doch einfach lächerlich?!
Irgendwie habe ich Angst davor im Inneren auf ewig einsam und leer zu bleiben. Das kann schon weh tun, geht aber wieder vorbei und es geht weiter - wie immer 

Es gibt natürlich Partner die für deine Bedürfnisse auch besser geeignet sind als andere. Mit einer begeisterten Sportlerin wirst du sicher mehr Probleme bzgl. deiner Bedürfnisse kriegen als eben mit einer Frau, die gerne zuhause ist.
Mein Mann und ich haben so viele Interessen, die man zuhause machen kann, sodass ich da im Gegensatz zu meiner Beziehung davor so gut wie gar nie das Gefühl habe, dass ich ihm nicht das geben kann, was er bräuchte.

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8. Oktober 2017 um 14:39

Du bist nicht dafür da, deiner Partnerin alles zu geben, was sie will, du bist ja nicht die gute Fee.  

So ist es

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