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Immer Eskalationen beim Streit

15. Dezember 2011 um 7:45

Hey,

ich habe ein riesiges Problem...
Seit einem Jahr bin ich mit meinem Freund zusammen. Kennen tun wir uns ein zwei Monate länger. Wir haben ein gemeinsames Kind (2 Monate). Ich liebe ihn über alles, aber etwas belastet unsere Beziehung. Ich fange mal ganz von vorne an..
Also als ich schwanger wurde sind wir direkt zusammengezogen, wir haben uns riesig auf das Baby gefreut. Dann kamen immer mehr Streitereien und letztlich bin ich ausgezogen. Die meiste Zeit der SS hat er sozusagen verpasst. Dann sind wir wieder zusammengekommen, es war auch unglaublich schön, er war bei der Geburt dabei und war auch so gut wie jeden Tag bei mir im KKH, hat sich auch sofort rührend um den kleinen Spatz gekümmert. Nach einer Woche ist wieder ein Streit eskaliert und diesmal mit schmackes, es war wieder aus. Dann habe ich ihn wieder angerufen und nach einiger Zeit waren wir wieder zusammen, es war wieder wunderschön, bis der nächste Streit kam, dann war es wieder aus. Nach einiger Zeit habe ich ihn wieder kontaktiert und wir haben gesagt wir versuchen es noch einmal. Doch wieder haben wir uns gestritten. Diesmal ging es darum, dass ich zickig war, weil ich etwas überfordert war mit der ganzen Situation: Baby, Studium, Haushalt. Mir hilft halt sonst auch keiner, weil ich mir immer denk, dass die Leute dann sagen, dass ich selbst schuld bin und das so wollte. Ich denk halt er hat im Moment nicht viel zu tun, sucht Arbeit. Schläft jeden Tag aus und klar dass er dann entspannt kommt und geht wann er will. Letztlich hat er mal gesagt, dass wir keine Familie sind und er nie eine wollte. Doch vor ein paar Monaten wollte er mich heiraten.. Das saß tief als er es dann doch nicht wollte. Ich sage dann in kleinen Streitereien Sachen wie "Du hattest recht neulich, du bist kein Familienmitglied" und so.. Klar ist er dann verletzt und mir tut es im nachhinein auch Leid und ich entschuldige mich auch dafür. Nur kann ich dann meine Emotionen in Momenten wie diesen nicht im Zaun halten. Ich denke mir das er doch sieht, dass ich manchmal einfach überfordert bin und so Sprüche wie "Hast du mich jetzt angerufen um mich anzuzicken?" bringen mich auf die Palme, weil ich ihm immer wieder sage das ich mal Hilfe bräuchte, er weiß auch das er der Einzige ist, dem ich das sage. Er will mit mir zusammensein, aber nicht mit unserem Baby helfen? Oder wie stellt er sich das vor? Soll ich hier rund um die Uhr rumrennen, gut aussehen und supergelaunt ihn abends massieren? Ich denke wenn er mit mir zusammensein will dann sollte er mich doch auch mal (ich sagen ja nicht jeden Tag, sondern mal ein zwei Stunden in der Woche oder so...) entlasten wollen, damit ich wieder Power tanken kann, weil ich ja sonst auch ne Powerfrau bin. Aber jetzt nach der Streitaktion redet er seit fast 3 Tagen nicht mehr mit mir. Will er das ganze nicht aber warum geht er dann immer wieder darauf ein wenn er das nicht will? Ist es jetzt endgültig aus oder warum tut er das? Ich habe mich 1000 mal entschuldigt, aber er schaltet sein Handy ab wenn ich ne SMS schreib oder anruf. Ich meine es eskaliert jedes Mal so, weil wir immer wieder was verletzendes sagen. Ich bin so fertig und werde richtig depri und traurig und weiß im mom einfach nichts mit meinen Gefühlen anzufangen.

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15. Dezember 2011 um 15:32

Ja
Ja, ich habe Angst davor. Ich habe sogar panische Angst davor. Und das Kind war ein Wunschkind. Ich bin überglückliche Mutter, und ich liebe meinen (Ex?)freund.. Ich hab Angst irgendwann mal nicht die nötige Kraft aufbringen zu können. Ich weiß ehrlich gesagt auch nicht wovor ich solche Angst habe... Ich bekomme auch alles hin und wenn ich abends mit meinem Kleinen kuschel, dann bin ich die glücklichste Frau der Welt. Doch wenn ich dann alleine auf dem Balkon eine Rauchen gehe, übermahnen mich extreme Gefühle. Ich würde so gerne wissen, woher das kommt und was das bedeutet. Es fühlt sich so an als ob man innerlich zerreißt, ein Zentner auf der Brust liegt und dann werde ich schwach... Ich frage mich wie man das kontrollieren kann. Ich kann dann, wenn ich versuche es zu ignorieren, nichts mehr essen, vernachlässige die Uni, da stapelt sich dann die Arbeit, zwinge mich zum Haushalt, bin schlapp und dann sehe ich meinen Kleinen und denke mir "ach egal, ich fange alles von vorne an". Dann habe ich plötzlich wieder Hunger, gebe Vollgas in der Uni, alles glänzt und kommt eine Hürde, dann renne ich zu ihm und sehe nur noch die Lösung in unserer Beziehung. Ich weiß es ist falsch, vielleicht kommt er sich dadurch auch verarscht vor, weil ich ihn auch zum Reden brauche. Und dann wünsche ich mir vom ganzen Herzen nur noch die Familie die ich gründen wollte. Ich glaube wenn mein Sonnenschein nicht da wäre, würde ich nicht mehr leben wollen. Und ich glaube es ist egal ob man Studentin, Akademiker oder sonst was ist... Emotionen sind menschlich und nur weil ich studiere, bedeutet das nicht, dass ich keine Probleme habe. Oder meine Vernunft versagt. Ich habe vor in Philosophie zu promovieren, bin Theologin und studiere Mathe und Bildungswissenschaften auf Lehramt. Und ich bin 22 und hatte noch nie eine "echte" Beziehung. Ich bin naiv, das weiß ich. Aber das ist doch nicht der Grund zu leiden wie ein Hund, oder? Ich habe immer das gemacht, was von mir erwartet wurde. Ich hätte persönlich lieber eine Ausbildung als Frisörin gemacht. Aber selbst hier hatte ich nie den Mut. Ich schreibe einen Roman, aber ich denke, vielleicht kennt das Jemand und kann mir einen Rat geben.

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17. Dezember 2011 um 17:37

Danke
Ich habe mich mal ernsthaft gefragt was ich möchte und konnte ihn erreichen. Ich habe ihm gesagt dass es für mich nur noch zwei Optionen gibt: Entweder er steht zu uns, wir ziehen zusammen und heiraten und werden eine Familie wie es sich gehört, oder ich möchte ihn nicht mehr sehen und wir vereinbaren feste Zeiten wann er unseren Spatz sehen darf. Er war so baff, dass er nichts mehr sagen konnte. Dann entschied er sich für das Zweite. Komischerweise ist erseit dem wie ausgewechselt.. Er ruft mich hin und wieder an um zu fragen wie es uns geht und ob er vorbeikommen darf und so. Ist echt seltsam, ich bin seitdem total selbstbewusst, warum auch immer. Ich habe auch kein erdrückendes Gefühl mehr und meine Emotionen lassen sich echt gut beherrschen. Was auch immer das ausgelöst hat, ich bin erstmal zufrieden. Ich will ihn aber nicht sehen, weil ich zu meinen Entschluss stehe. Was soll ich weiterhin machen? Warum ist er so nett? Ich bleib stark und steh dazu...

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