Anzeige

Forum / Liebe & Beziehung

Idealisierung des Ex-Partner nach toxischer Beziehung

Letzte Nachricht: 20. Februar 2023 um 22:17
H
hanni
19.02.23 um 13:37

Liebe Community,

ich bin seit einem Monat von meinem Expartner getrennt und komme einfach nicht von ihm los. Unsere Beziehung war gegen Ende die reinste Qual, ich habe viel geweint und war völlig kraftlos und ängstlich. Wir haben es zum Schluss einfach nicht mehr hinbekommen den anderen zu verstehen oder rücksicht zu nehmen. Ich habe mich extrem angepasst um nicht mit Liebensentzug oder Trennung gestraft zu werden, hatte permannente Angst es ihm nicht recht zu machen und ihn dann zu verlieren. Und das genau ist der Punkt, ich habe gemerkt, dass es nicht mehr funktioniert und mich getrennt, in unser beider Interesse. Ich weiß, dass es die richtige Entscheidung war aber er fehlt mir so furchtbar. Wir haben keinen Kontakt und auch das letzte Gespräch war eher ernüchternd und verletztend als erwachsen aber dennoch, mein Gehirn schickt mich ständig duch die positiven Erinnerungen. Alles was wir erlebt haben läuft unkontrolliert vor meinem inneren Auge ab, gemeinsame Momente, Erfahrungen, positive Eigenschaften, Dinge die gut gepasst haben. Ich idealsiere ihn und stelle ihn auf ein Podest obwohl ich weiß, dass ich genau das Gegenteil tun sollte. Ich habe Angst niemanden mehr zu treffen (35), bei dem so viele Dinge so gut passen. Das war einfach der Wahnsinn und ich habe mich so geliebt und akzeptiert gefühlt, obwohl ich das beides zum Schluss nicht mehr war. Für mich war es genau die Beiziehung die ich mir immer gewünschrt habe, leider nur mit Nebenwirkungen. Meine Brust fühlt sich an als hätte jemand durch geschlossen und jetzt habe ich nur noch ein kaltes Loch dort, wo mal meine Liebe war. Ich weiß einfach nicht, wie ich diese Idealisierung beenden kann, ich möchte loslassen aber mein Kopf schickt mir immer wieder Gedanken und ich falle zurück....was könnt ihr empfehlen? Ist das normal?

Mehr lesen

bissfest
bissfest
19.02.23 um 15:07

Irgendetwas ließ dich wider besseres Wissen an der Seite dieses Mannes verweilen. Ich rate dir, mit professioneller Hilfe herauszufinden, was es war. Mir als Außenstehender ist beim Lesen deiner Worte nämlich schleiherhaft, wie man bei einer derartigen Beziehung meinen kann, diese sei perfekt gewesen. 

1 -Gefällt mir

H
hanni
19.02.23 um 15:14
In Antwort auf bissfest

Irgendetwas ließ dich wider besseres Wissen an der Seite dieses Mannes verweilen. Ich rate dir, mit professioneller Hilfe herauszufinden, was es war. Mir als Außenstehender ist beim Lesen deiner Worte nämlich schleiherhaft, wie man bei einer derartigen Beziehung meinen kann, diese sei perfekt gewesen. 

Das ist ja genau was ich meine. Das negative sehe ich nicht aber all das positive (und das war wirklich sehr, sehr viel) ist jetzt total präsent. Ich will aber den Fokus ändern um loslassen zu können. Leider kommt mir jedes mal wenn ich denke ich bin etwas weiter wieder ein tolles Erlebnis. Als wäre mein Kopf süchtig nach ihm und will verhindern, dass ich loslasse.

Gefällt mir

bissfest
bissfest
19.02.23 um 15:21
In Antwort auf hanni

Das ist ja genau was ich meine. Das negative sehe ich nicht aber all das positive (und das war wirklich sehr, sehr viel) ist jetzt total präsent. Ich will aber den Fokus ändern um loslassen zu können. Leider kommt mir jedes mal wenn ich denke ich bin etwas weiter wieder ein tolles Erlebnis. Als wäre mein Kopf süchtig nach ihm und will verhindern, dass ich loslasse.

Das sind oft ganz tief sitzende prägende Muster in uns, die es bewirken, dass wir uns schlecht behandeln lassen und dass wir schlimme Situationen als für uns bekannt und richtig indentifizieren. 

Kann das viele Positive das Negative aufwiegen? Offensichtlich war das Negative schlimm genug, dass du dich getrennt hast. 

Ist ein Teil von dir nicht froh über die Ruhe, die du nun hast?

Gefällt mir

Anzeige
H
hanni
19.02.23 um 16:43
In Antwort auf bissfest

Das sind oft ganz tief sitzende prägende Muster in uns, die es bewirken, dass wir uns schlecht behandeln lassen und dass wir schlimme Situationen als für uns bekannt und richtig indentifizieren. 

Kann das viele Positive das Negative aufwiegen? Offensichtlich war das Negative schlimm genug, dass du dich getrennt hast. 

Ist ein Teil von dir nicht froh über die Ruhe, die du nun hast?

Ich würde nicht sagen, dass ich unsere Streits als richtig angesehen habe, die haben mich sehr belastet. Es war vielmehr alles andere so wunderschön, dass ich es ertragen habe in der Hoffnung es wird besser. Aber jetzt wo es vorbei ist verblasst das negative und ich vermisse das positive. Ich bin froh, dass ich nicht permanent Angst vor Verletzung haben muss aber sonst fehlt er mir einfach schrecklich. Ich weine viel und stecke in dieser verzerrten Realität fest. Ich weiß ja, dass das was ich mir zurück wünsche nicht gesund für mich ist aber er fehlt mir einfach so...

Gefällt mir

E
erwina
19.02.23 um 17:45
In Antwort auf hanni

Liebe Community,

ich bin seit einem Monat von meinem Expartner getrennt und komme einfach nicht von ihm los. Unsere Beziehung war gegen Ende die reinste Qual, ich habe viel geweint und war völlig kraftlos und ängstlich. Wir haben es zum Schluss einfach nicht mehr hinbekommen den anderen zu verstehen oder rücksicht zu nehmen. Ich habe mich extrem angepasst um nicht mit Liebensentzug oder Trennung gestraft zu werden, hatte permannente Angst es ihm nicht recht zu machen und ihn dann zu verlieren. Und das genau ist der Punkt, ich habe gemerkt, dass es nicht mehr funktioniert und mich getrennt, in unser beider Interesse. Ich weiß, dass es die richtige Entscheidung war aber er fehlt mir so furchtbar. Wir haben keinen Kontakt und auch das letzte Gespräch war eher ernüchternd und verletztend als erwachsen aber dennoch, mein Gehirn schickt mich ständig duch die positiven Erinnerungen. Alles was wir erlebt haben läuft unkontrolliert vor meinem inneren Auge ab, gemeinsame Momente, Erfahrungen, positive Eigenschaften, Dinge die gut gepasst haben. Ich idealsiere ihn und stelle ihn auf ein Podest obwohl ich weiß, dass ich genau das Gegenteil tun sollte. Ich habe Angst niemanden mehr zu treffen (35), bei dem so viele Dinge so gut passen. Das war einfach der Wahnsinn und ich habe mich so geliebt und akzeptiert gefühlt, obwohl ich das beides zum Schluss nicht mehr war. Für mich war es genau die Beiziehung die ich mir immer gewünschrt habe, leider nur mit Nebenwirkungen. Meine Brust fühlt sich an als hätte jemand durch geschlossen und jetzt habe ich nur noch ein kaltes Loch dort, wo mal meine Liebe war. Ich weiß einfach nicht, wie ich diese Idealisierung beenden kann, ich möchte loslassen aber mein Kopf schickt mir immer wieder Gedanken und ich falle zurück....was könnt ihr empfehlen? Ist das normal?

Oh, hanni,
das kann ich nachvollziehen... Ich habe auch gerade eine Beziehung hinter mir, die einfach sehr schöne Seiten hatte. Aber eben auch große Differenzen. Ich habe es beendet, aber immer wieder musste ich an ihn denken und bin nicht losgekommen.
Mir hat das Buch von Tanja Grundmann sehr geholfen. Du findest zum Thema toxische Beziehungen auch ganz viele Videos auf YouTube von ihr. Im Buch erklärt sie genau, warum es so schwer ist, von einem Mann wegzukommen, auch wenn er die Frau nicht gut behandelt hat, und warum so viel Leiden und Frust zugelassen wird. Da ist auch ein 10-tägiger Kurs in dem Buch mit Übungen (wobei die einzelnen Tage mehrfach wiederholt werden, wenn frau es braucht, ich brauchte es). 
Ich denke, ich habe ihn überwunden. Ein großer langer Urlaub steht an, und danach wird das endgültig Geschichte sein.
Wie heißt es so schön: Zeit heilt alle Wunden!

Wenn Du immer mehr Abstand zu der Geschichte findest, wird es Dir wieder besser gehen, ganz bestimmt!
Und dann wird es auch einen anderen Mann geben, der dann besser zu Dir ist, und es wird wunderschön! Das wünsche ich Dir von Herzen!
Ich drücke Dich! 

1 -Gefällt mir

C
corendi
19.02.23 um 18:11
In Antwort auf hanni

Liebe Community,

ich bin seit einem Monat von meinem Expartner getrennt und komme einfach nicht von ihm los. Unsere Beziehung war gegen Ende die reinste Qual, ich habe viel geweint und war völlig kraftlos und ängstlich. Wir haben es zum Schluss einfach nicht mehr hinbekommen den anderen zu verstehen oder rücksicht zu nehmen. Ich habe mich extrem angepasst um nicht mit Liebensentzug oder Trennung gestraft zu werden, hatte permannente Angst es ihm nicht recht zu machen und ihn dann zu verlieren. Und das genau ist der Punkt, ich habe gemerkt, dass es nicht mehr funktioniert und mich getrennt, in unser beider Interesse. Ich weiß, dass es die richtige Entscheidung war aber er fehlt mir so furchtbar. Wir haben keinen Kontakt und auch das letzte Gespräch war eher ernüchternd und verletztend als erwachsen aber dennoch, mein Gehirn schickt mich ständig duch die positiven Erinnerungen. Alles was wir erlebt haben läuft unkontrolliert vor meinem inneren Auge ab, gemeinsame Momente, Erfahrungen, positive Eigenschaften, Dinge die gut gepasst haben. Ich idealsiere ihn und stelle ihn auf ein Podest obwohl ich weiß, dass ich genau das Gegenteil tun sollte. Ich habe Angst niemanden mehr zu treffen (35), bei dem so viele Dinge so gut passen. Das war einfach der Wahnsinn und ich habe mich so geliebt und akzeptiert gefühlt, obwohl ich das beides zum Schluss nicht mehr war. Für mich war es genau die Beiziehung die ich mir immer gewünschrt habe, leider nur mit Nebenwirkungen. Meine Brust fühlt sich an als hätte jemand durch geschlossen und jetzt habe ich nur noch ein kaltes Loch dort, wo mal meine Liebe war. Ich weiß einfach nicht, wie ich diese Idealisierung beenden kann, ich möchte loslassen aber mein Kopf schickt mir immer wieder Gedanken und ich falle zurück....was könnt ihr empfehlen? Ist das normal?

Ich denke es ist eher die Gewohnheit die du vermisst als ihn selber. Du sagst ja selbst das es gegen Ende keine schöne Beziehung mehr war und er dich verletzt hat.

Wenn man mit jemandem zusammen lebt dann entsteht eine Gewohnheit und man muss danach erst wieder lernen alleine zurechtzukommen.

Das du nun alles idealisierst ist auch verständlich...
Versuche dich abzulenken, gehe spazieren, triff dich mit Freunden ,such dir ein Hobby....
 
Du wirst sehen es wir leichter je mehr Zeit vergeht. 

Das was du durchmachst ist ein ganz normaler Trennungsprozess.

Kopf hoch und viel Kraft 

2 -Gefällt mir

Anzeige
bissfest
bissfest
19.02.23 um 18:20
In Antwort auf hanni

Ich würde nicht sagen, dass ich unsere Streits als richtig angesehen habe, die haben mich sehr belastet. Es war vielmehr alles andere so wunderschön, dass ich es ertragen habe in der Hoffnung es wird besser. Aber jetzt wo es vorbei ist verblasst das negative und ich vermisse das positive. Ich bin froh, dass ich nicht permanent Angst vor Verletzung haben muss aber sonst fehlt er mir einfach schrecklich. Ich weine viel und stecke in dieser verzerrten Realität fest. Ich weiß ja, dass das was ich mir zurück wünsche nicht gesund für mich ist aber er fehlt mir einfach so...

Bevor ich weiterschreibe, möchte ich etwas klarstellen: Ich schreibe hier nur privat, aus Spaß an der Freude . So, hier kommt meine fehlbare subjektive Laieneinschätzung .

Mir ist schon klar, dass du all das Negative in eurer Beziehung nicht rational betrachtet gut geheißen hast, aber auf einer instinktiven und intuitiven Ebene hat irgendetwas in dir auf das Gesamtpaket sehr angesprochen, auf die Art, wie Liebe gegeben wurde, und auch auf die Art, wie Liebe vorenthalten wurde. Und wenn du durch Letzteres nicht mehr getriggert werden willst, solltest du dir das Thema mit professioneller Hilfe ansehen. Es hat meistens einen Grund, warum Menschen auf bestimmte negative Situationen anspringen, anstatt sich genervt und kopfschüttelnd abzuwenden. Es hat auch einen Grund, wenn emotionaler Grauen, den man erlebt, nicht zum Ausschlusskriterium wird. Überspitzt formuliert sind bestimmte Vorzüge einer Person für viele bei bestimmten Nachteilen völlig irrelevant und können das Negative nicht wettmachen. Wenn man aber meint, sich mit schlimmen Situationen herumschlagen zu müssen, weil es doch auch ein paar so schöne Dinge gibt, dann ist man durch etwas Negatives vielleicht nicht genug abgeschreckt, obwohl man es im Sinne eines Selbstschutzes sein sollte. Oft geht es da um alte Muster, die sich wieder und wieder in der Hoffnung auf Heilung abspulen, und oft spielt ein mangelnder Selbstwert eine Rolle (zumindest in bestimmten Persönlichkeitsbereichen). Ich denke, dass ein besseres Verständnis dessen, was dich trotz des Negativen (oder vielleicht sogar wie dich das Negative) in der Beziehung gehalten hat, dich in Zukunft davor bewahren kann,  wieder in einer ähnlichen Beziehung zu landen. Des Weiteren wirst du dich emotional schneller von deinem Ex lösen können, sobald du durschaut haben wirst, was los war und warum es dich emotional in Schach hielt. 

Was deine derzeitigen Gefühle anbelangt, so habe ich zwei Gedanken: Zunächst erlebst du gerade eine Trennung und eine solche ist schmerzhaft. Außerdem hast du dich aus der Beziehung befreut und die ersten Gehversuche ohne den toxischen Partner sind zaghaft, aber wichtig. Natürlich möchte ein Teil von dir in die bekannte Situation zurück, auch wenn diese schlimm war. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Und wenn man die Zukunft noch nicht klar vor Augen sieht (als einen gangbaren Weg), dann kann schon einmal verklärende Nostalgie Platz greifen und uns glauben machen, dass die Vergangenheit so schlecht doch nicht war. 

2 -Gefällt mir

D
danyboy
19.02.23 um 18:46

Leider neigen wir Menschen generell zum Idealisieren und das auch noch auf wirklich alle Bereiche bezogen. Aber im Prinzip bist du ja immerhin schon so weit, dass du deine Situation objektiv, von einer Metaebene aus, beschreiben kannst, was sicherlich die Grundvoraussetzung für alle weiteren Schritte ist. In Verbindung mit professioneller Hilfe bildet das ein stabiles Fundament und diese würde ich auch in jedem Fall in Anspruch nehmen. Es mag abgedroschen klingen, aber die Zeit heilt alle Wunden und das Gute ist, in dem Fall ist die Zeit auf deiner Seite, denn von Tag zu Tag, von Woche zu Woche und Monat zu Monat wird das Ganze leichter für dich. Die Gefühle werden weniger, die Erinnerungen verblassen und die Rationalität kehrt zurück in dein Leben. Im allgemeinen sind Frauen stärker und können schneller vergessen, auch wenn Männer immer so tun als wäre es andersherum, aber das sind sie nicht und das du aus eigener Kraft einen Schlussstrich gezogen hast, macht das nochmal sehr deutlich. Insofern kann man das Ganze mit einem Drogenentzug vergleichen, dein Gehirn schreit nach Handlungen die den Ausstoß von Dopamin rechtfertigen. Aber wenn du jetzt nachgibst, geht das Ganze irgendwann in der Zukunft wieder von vorne los und das liegt nun überhaupt nicht in deinem Interesse. Also jetzt gilt es weiterhin die Stärke und Entschlossenheit zu zeigen, die du an den Tag gelegt hast, als du den ganzen Schlammassel beendet hast. Ich bin mir sehr sicher, dass du das schaffst...

1 -Gefällt mir

Kannst du deine Antwort nicht finden?

Anzeige
I
ich2022
19.02.23 um 19:52

Sorry,hanni
so sehr du ihm nachtrauerst-
befindet er er sich wahrscheinlich schon in der nächsten Beziehung, wenn er so begehrenswert scheint,dass Frau ihm zuliebe alles tut
NUR um ihn nicht zu verlieren.

2 -Gefällt mir

H
hanni
19.02.23 um 21:10

Danke für die Meinungen und unterstützenden Worte. Ich habe eine Therapie begonnen, die hat mir aber in dieser Hinsicht noch nicht die erhoffte Klarheit gebracht. Vermutlich muss ich wirklich einfach auf die Zeit setzen, ich will ihn nicht so idealisieren aber ich tue es, ich will nach vorne schauen, habe viele Pläne und treffe viele Freunde aber ich habe trotzdem Angst niemanden mehr zu finden, wo ich mich so geborgen und geliebt fühle. Wenn ich mir das online Dating Angebot so anschaue wird mir ganz anders... und ja, ich vermute auch, dass er schon die Nächste hat was es mir unso schwerer macht weil es sich unfair anfühlt dass ich ihn nicht loslassen kann während er einfach mit seinem Leben weiter macht.

Gefällt mir

Anzeige
D
danyboy
19.02.23 um 21:56
In Antwort auf hanni

Danke für die Meinungen und unterstützenden Worte. Ich habe eine Therapie begonnen, die hat mir aber in dieser Hinsicht noch nicht die erhoffte Klarheit gebracht. Vermutlich muss ich wirklich einfach auf die Zeit setzen, ich will ihn nicht so idealisieren aber ich tue es, ich will nach vorne schauen, habe viele Pläne und treffe viele Freunde aber ich habe trotzdem Angst niemanden mehr zu finden, wo ich mich so geborgen und geliebt fühle. Wenn ich mir das online Dating Angebot so anschaue wird mir ganz anders... und ja, ich vermute auch, dass er schon die Nächste hat was es mir unso schwerer macht weil es sich unfair anfühlt dass ich ihn nicht loslassen kann während er einfach mit seinem Leben weiter macht.

Im Gegensatz zu manch Frau mit Klasse, fangen wir Männern in der Regel auch schon was neues an, obwohl/weil wir noch Gefühle für den anderen haben. Wobei man bei solchen "Gefühlen" eigentlich nicht mehr von Liebe sprechen sollte, denn Liebe ist immer etwas Verbindliches, das an eine bestimmte Person gebunden ist. Und Liebe beruht auf dem Prinzip der Freiwilligkeit, man hat eine Wahl und entscheidet sich bewusst für etwas. Und es hat auch immer etwas selbstloses, etwas aufopferndes, man tut etwas für den anderen, ohne an den eigenen Vorteil zu denken. Ein Mann der nach einer Beziehung sofort die nächste beginnt,  hat mit alldem aber überhaupt rein gar nichts mehr zu tun. Erstmal tut er das mit seiner neuen Freundin völlig unverbindlich und es hat auch nichts mit ihrer Person zu tun, sie ist nämlich beliebig auswechselbar. Und er tut es auch nicht freiwillig, er muss das tun um seinem Schmerz zu entkommen und er tut das nur für sich, für niemanden sonst. Es ist an Egoismus kaum zu übertreffen, es geht nämlich nur um seinen persönlichen Vorteil. Von seiner Motivation her ist es genau das Gegenteil von den Gründen die es eigentlich sein sollten. Lange Rede kurzer Sinn, was ich damit eigentlich sagen wollte ist, dass die andere Frau nun wirklich nicht zu beneiden ist, sie tut mir beinahe jetzt schon leid und was da mit diesen Voraussetzungen noch draus werden soll, hmm, keine Ahnung, aber Dinge die schon so anfangen, ja, die enden eigentlich selten gut, meistens sogar in einer Katastrophe…
 

1 -Gefällt mir

det92
det92
20.02.23 um 9:40

Hey du😃

das ist ganz normal bei einer Trennung: Verklärung, schäumende Wut auf den Anderen, selbstbemitleidende Trauer, Klammern an Strohhalme, Prinzip Hoffnung. Diese Phasen wechseln sich ein paar Wochen/Monate munter ab. Bis wir in die Phase der Reflektion und Einsicht kommen. 😊 Wenn du diese Phase erreichst, kann ich dir versprechen, dass dich eines Tages ein Mann mindestens genauso berühren wird wie er ! Nur nachhaltiger und besser für deine Psyche.

Eine ganz ganz ganz schlechte Idee ist übrigens jetzt zu daten. Du verdrängst damit jede Aufarbeitung nur. Eine kritische Bewertung deiner Beziehung und deines Männergeschmacks würde nicht stattfinden. Der neue Mann wäre reine Ablenkung. Sobald dann der nächste Typ/Narzisst von der Ausstrahlung ähnlich deines Mannes auf der Matte steht, wäre der Typ out. Er würde sich dann ähnlich fühlen wie du jetzt. Das wäre schon ein bisschen unfair, oder ?
 

Gefällt mir

Anzeige
H
hanni
20.02.23 um 9:55
In Antwort auf det92

Hey du😃

das ist ganz normal bei einer Trennung: Verklärung, schäumende Wut auf den Anderen, selbstbemitleidende Trauer, Klammern an Strohhalme, Prinzip Hoffnung. Diese Phasen wechseln sich ein paar Wochen/Monate munter ab. Bis wir in die Phase der Reflektion und Einsicht kommen. 😊 Wenn du diese Phase erreichst, kann ich dir versprechen, dass dich eines Tages ein Mann mindestens genauso berühren wird wie er ! Nur nachhaltiger und besser für deine Psyche.

Eine ganz ganz ganz schlechte Idee ist übrigens jetzt zu daten. Du verdrängst damit jede Aufarbeitung nur. Eine kritische Bewertung deiner Beziehung und deines Männergeschmacks würde nicht stattfinden. Der neue Mann wäre reine Ablenkung. Sobald dann der nächste Typ/Narzisst von der Ausstrahlung ähnlich deines Mannes auf der Matte steht, wäre der Typ out. Er würde sich dann ähnlich fühlen wie du jetzt. Das wäre schon ein bisschen unfair, oder ?
 

Guten Morgen, vermutlich hast du recht und ich muss einfach durch alles durch. Ich bin auf jeden Fall auch bereit dafür, will nur nicht stecken bleiben und weil Wut in meiner Verarbeitung bisher nicht existiert ist die Sorge nicht ganz unbegründet. Daher auch der Post, er muss runter vom Podest und ich muss lernen sauer zu sein. 
Was das daten angeht hast du natürlich recht, ich bin überhaupt nicht in der Lage mich auf jemanden einzulassen, vergleiche ja alles und jeden mit ihm. Ich denke nur, dass eine Angst alleine zu bleiben ab und zu mal durckommt und mir Druck macht a la von nichts kommt nichts. 

1 -Gefällt mir

I
ich2022
20.02.23 um 18:32
In Antwort auf hanni

Danke für die Meinungen und unterstützenden Worte. Ich habe eine Therapie begonnen, die hat mir aber in dieser Hinsicht noch nicht die erhoffte Klarheit gebracht. Vermutlich muss ich wirklich einfach auf die Zeit setzen, ich will ihn nicht so idealisieren aber ich tue es, ich will nach vorne schauen, habe viele Pläne und treffe viele Freunde aber ich habe trotzdem Angst niemanden mehr zu finden, wo ich mich so geborgen und geliebt fühle. Wenn ich mir das online Dating Angebot so anschaue wird mir ganz anders... und ja, ich vermute auch, dass er schon die Nächste hat was es mir unso schwerer macht weil es sich unfair anfühlt dass ich ihn nicht loslassen kann während er einfach mit seinem Leben weiter macht.

Vielleicht tröstet es dich zu wissen bzw
dir vorzustellen, dass die Nächste den gleichen Leidensweg mit IHM erlebt d.h.
hab Mitgefühl mit ihr und sei froh, nun aufgrund deiner Erfahrung, auf Besseres.

2 -Gefällt mir

Anzeige
det92
det92
20.02.23 um 19:53

Grad das wäre das Ziel für die nächsten Wochen 😊 Lernen alleine zu sein. Dann machst du deine Glückseligkeit nicht mehr alleine abhängig von einem Partner. Und kommst nicht mehr in so einen Strudel:
Ich habe mich extrem angepasst um nicht mit Liebensentzug oder Trennung gestraft zu werden, hatte permannente Angst es ihm nicht recht zu machen und ihn dann zu verlieren

Gefällt mir

H
hanni
20.02.23 um 22:17
In Antwort auf det92

Grad das wäre das Ziel für die nächsten Wochen 😊 Lernen alleine zu sein. Dann machst du deine Glückseligkeit nicht mehr alleine abhängig von einem Partner. Und kommst nicht mehr in so einen Strudel:
Ich habe mich extrem angepasst um nicht mit Liebensentzug oder Trennung gestraft zu werden, hatte permannente Angst es ihm nicht recht zu machen und ihn dann zu verlieren

Ich kann schon alleine sein, ich war davor einige Jahre Single. Es ist nur einfach schöner, wenn man eine tolle Person gefunden hat, mit der man alles teilen kann, was auch alleine schön war Aber stimmt, der Strudel war sehr schmerzhaft, das will ich nicht mehr!

Gefällt mir

Anzeige