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ICh würde mich gerne scheiden lassen....

13. April 2007 um 8:55

Zu meiner Person:

Ich bin 48 Jahre alt, seit ca. 30 Jahren mit meinem Mann zusammen, davon 28 Jahre verheiratet, aber sehr unglücklich.

Ich hatte jahrelang eine Beziehung laufen zu einem ebenfalls verheirateten Mann. Es war die Liebe meines Lebens. Ich erlebte mit diesem Mann, auch sexuell, Dinge, die ich in den ganzen 30 Jahren noch nie mit meinem Mann erlebt habe. Für diese Affäre hätte ich auch meinen Mann, meine Familie verlassen. Aber er wollte sich dann doch nicht von seiner Frau trennen, nachdem sie bereit war, wieder mit ihm zu schlafen, als sie von der Affäre erfuhr.

Mein Mann wußte von der Affäre. Trotzdem hielt er an der Ehe fest und meint, jetzt wo die Affäre beendet ist, könnten wir doch wieder zusammen kommen.

Ich ekele mich davor, mit meinem Mann zu schlafen. Ich verweigere mich. Er war auch schon beim Anwalt, denn er meint, ich müsse ausziehen, wenn ich mich ihm verweigere. Dabei haben wir die Wohnung doch gemeinsam angemietet.

Ich komme aus Polen. Da ist eine Scheidung Schande. Die Familie erwartet, dass ich bei meinem Mann bleibe. Aber er geht letztendlich auch nicht.

Wenn er sich von mir trennen würde, wäre das einfach. Dann bin ich die verlassene Ehefrau. Ideal wäre es natürlich aus Imagegründen, wenn er eine Geliebte hätte.

Aber: Er geht nicht fremd. Er hält trotz allem an dieser kranken Ehe fest und ich hab ihm schon oft gesagt, dass ich ihn nicht mehr liebe!

Mir fehlt die Kraft zu gehen, da ich sehr an Traditionen hafte und meine Familie mir wichtig ist. Also hoffe ich, dass mein Mann geht. Aber wenn er nach all dem, was ich ihm angetan hab, immer noch nicht genug hat (fremdgegangen, Sex verweigert, beleidigt), sehe ich kaum noch einen Ausweg für mich.

Könnt ihr mir nicht helfen?

Bitte keine Beschimpfungen, ich leide eh schon genug. Danke fürs Lesen.

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13. April 2007 um 9:13

Wo.,..
..ist bitteschön der Haken? Wenn du dich scheiden lassen willst, tu es.

Kann es aber viel. sein, dass du dann auf gewissen Dinge verzichten musst, und du deswegen so durcheinander bist? Wenn du die Scheidung um jeden Preis willst, er sich aber nichts zu Schulden hat lassen kommen, dann würdest du bei dieser Scheidung, und das glaub ich zurecht, den Kürzeren ziehen. Liegt es daran, dass du so verzweifelt bist?

"Wenn er sich von mir trennen würde, wäre das einfach. Dann bin ich die verlassene Ehefrau. Ideal wäre es natürlich aus Imagegründen, wenn er eine Geliebte hätte."

--- Diese Aussage klingt mehr als berechnend um mitunter gesagt an der Grenze zu einer "Frechheit". Am Besten wärs noch, er würde dir Unterhalt bezahlen, dafür dass du Ihn, und nicht er dich (so wie du sagst) betrogen hat, oder? Daher hoffe ich dieses Aussage ist anders gemeint!

Und zum Thema Tradition in der Familie: So groß kann dein Festhalten in Sachen Tradition nicht sein, wenn du deinen Mann betrügst, beleidigst oder Sonstwas. Also halte ich diese Aussage mehr als Zwiespältig.

Wenn du die Scheidung willst, dann ziehe es durch. Akzeptiere dann aber auch die Konsequenzen. Wenn du deinen Mann nicht mehr liebst, dann lass dich scheiden, dieses Recht hast du und wenn du dadurch eine bessere Zukunftsperspektive hast, dann kann es nur positiv für dich sein.
Nur sind dann eben, wie bereits gesagt, die Konsequenzen zu akzeptieren.

lg
Rockatansky

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13. April 2007 um 9:50

Ist das bei polnischen Familien immer so?
"Ich komme aus Polen. Da ist eine Scheidung Schande. Die Familie erwartet, dass ich bei meinem Mann bleibe."

Das soll jetzt keine Beleidigung sein, sondern es interessiert mich wirklich. Wie würde die Familie denn reagieren? Und was wäre anders, wenn er derjenige wäre, der gehen würde?

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13. April 2007 um 11:20
In Antwort auf tamiko_12334687

Ist das bei polnischen Familien immer so?
"Ich komme aus Polen. Da ist eine Scheidung Schande. Die Familie erwartet, dass ich bei meinem Mann bleibe."

Das soll jetzt keine Beleidigung sein, sondern es interessiert mich wirklich. Wie würde die Familie denn reagieren? Und was wäre anders, wenn er derjenige wäre, der gehen würde?

Komm zwar nicht aus Polen
aber dafür aus einer erzkonservativen Gegend.

Ich kann mir schon vorstellen, dass man da die Denke noch hat: Wer geht, ist schuld.

Ja, ich glaub ihr das schon. Aber eine Lösung ist das auch keine.

Eine Freundin von mir kam aus einer erzkatholischen Familie und wollte auch ihren Mann loswerden. Gott, was hat die nicht alles getan: Sex verweigert, war ekelhaft zu ihm... Nichts half: Er suchte sich keine Geliebte. Also trennte sie sich von ihm, was ihrer Familie zwar sehr miesfiel. Und selbst während der Trennung hat er sie angefleht, zu bleiben. Sogar eine Affäre hätte er ihr verziehen. Ja, so was gibt es auch.

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13. April 2007 um 12:34

Das stimmt so nicht ganz
1. Es gibt Länder, da gilt das Schuldprinzip noch. Z. B. England. Wenn 2 Engländer in Deutschland leben und einer davon geht zurück nach England und einer der beiden ist fremd gegangen, dann greift das Schuldprinzip.

2. Seit neuem gilt auch hier in Deutschland ein neues Gesetz: Wer fremd gegangen ist, verwirkt sich den Unterhaltsanspruch. Bis vor kurzem war das noch anders.

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13. April 2007 um 13:01

Familie
hi du ...

willst du dich wegen deiner familie bis ans lebensende unglücklich machen?

du lebst doch hier in deutschland, da sehen das alle im allgemeinen viel lockerer ... da zeigt keiner mit dem finger auf dich, wenn du dich trennst, weil du unglücklich bist und deinen mann nicht mehr liebst.

so etwas passiert, jeder hat sich das anders vorgestellt, als er geheiratet hat ... aber ehen halten heutzutage oft nicht mehr bis zum tod und keiner verlangt es heutzutage noch wirklich. so viele ehen werden geschieden, und als frau ist man da sogar noch sehr gut abgesichert (finanziell mein ich).

den schlenker, dass du versuchst, deinen mann dazu zu bringen, dass er dich verlässt, den kannst du dir sparen, wirklich!

regeln und traditionen sind für die menschen da, nicht umgekehrt!!

wenn du versuchst, deinen mann aus der ehe zu ekeln, was ist daran bitteschön besser, als wenn du einfach gehst?! die zweite lösung ist bei weitem die einfachere! das endergebnis ist dasselbe, das du erreichen willst ... und es ist einfach mal dein gutes recht, deinen mann zu verlassen, wenn nix mehr passt und nix mehr stimmt!!

vielleicht könnt ihr ja trotzdem noch befreundet bleiben, wenn er sich das zutraut ... da er dir ja offenbar nicht die hölle heiß macht wegen der affäre usw, könnt ihr euch doch vielleicht gütlich einigen.

aber auch dein mann sollte einsehen, dass du unglücklich bist und die dinge einfach ihren lauf nehmen ... liebe kann verschwinden, leider ist es eben so ... und in heutigen zeiten DARF man sich dann auch trennen.

du musst letztlich wissen, was dir wichtiger ist ... regeln und gedankengebäude von außen oder dein inneres selbst und dein glück.

alles liebe für dich,
glen

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13. April 2007 um 15:05

Traurig
Es lebe die Gleichberechtigung.....!!!!

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13. April 2007 um 15:09
In Antwort auf seren_12274678

Das stimmt so nicht ganz
1. Es gibt Länder, da gilt das Schuldprinzip noch. Z. B. England. Wenn 2 Engländer in Deutschland leben und einer davon geht zurück nach England und einer der beiden ist fremd gegangen, dann greift das Schuldprinzip.

2. Seit neuem gilt auch hier in Deutschland ein neues Gesetz: Wer fremd gegangen ist, verwirkt sich den Unterhaltsanspruch. Bis vor kurzem war das noch anders.

Ja
Punkt 2: Finde ich in der heutigen Zeit mehr als nur richtig. Keiner muss in einer Ehe verweilen, wo keine Liebe, nichts mehr da ist. Jeder soll seinen eigenen Willen haben.

ABER: Es kann doch bitteschön nicht sein, dass der Mann, egal ob er betrogen hat oder betrogen wurde zahlen muss!! Natürlich gilt das auch im umgekehrten Fall (das gibts auch!).

Wenn ich mich fremdverliebe, bitte, da gibts nichts zu verurteilen und ist nun mal so. Aber dann habe ich auch nicht auch noch das Recht, Unterhalt vom Betrogenen bzw. der Betrogenen zu fordern! Meine Meinung dazu.

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16. Februar 2011 um 11:50
In Antwort auf tamiko_12334687

Ist das bei polnischen Familien immer so?
"Ich komme aus Polen. Da ist eine Scheidung Schande. Die Familie erwartet, dass ich bei meinem Mann bleibe."

Das soll jetzt keine Beleidigung sein, sondern es interessiert mich wirklich. Wie würde die Familie denn reagieren? Und was wäre anders, wenn er derjenige wäre, der gehen würde?

Nein nein nein nein!
also ich bin 30 Jahre alt, wohne in Polen und meine Eltern haben sich scheiden lassen wenn ich 7 war also schon lange her, da war Polen noch konservativer. Ich habe trozdem keine Probleme in die Schule gehabt und in unsere Familie war das auch nicht als Schande angesehen!!! Jetzt kenn ich noch mehr geschidene Leute. Und mich macht es wütend wenn uns ein Image gemacht wird als ob wir immer noch in Mittelalter stecken gebliben sind!!!!

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16. Februar 2011 um 15:48
In Antwort auf breann_12337635

Nein nein nein nein!
also ich bin 30 Jahre alt, wohne in Polen und meine Eltern haben sich scheiden lassen wenn ich 7 war also schon lange her, da war Polen noch konservativer. Ich habe trozdem keine Probleme in die Schule gehabt und in unsere Familie war das auch nicht als Schande angesehen!!! Jetzt kenn ich noch mehr geschidene Leute. Und mich macht es wütend wenn uns ein Image gemacht wird als ob wir immer noch in Mittelalter stecken gebliben sind!!!!

Süddeutsche.de
"Die Trennung der Furmans war demnach nichts Besonderes, die Eheleute gehörten zu etwa 70.000 polnischen Paaren, die sich im vergangenen Jahr scheiden ließen. Etwa 27 Prozent der Ehen gehen mittlerweile in Polen zu Bruch. Die Zahl der Scheidungen hat damit innerhalb eines Jahrzehnts um mehr als die Hälfte zugenommen. "

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