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Ich will nicht mehr zusammen wohnen.

19. Juni 2009 um 12:00 Letzte Antwort: 1. Juli 2009 um 16:13

Hallo ich habe ein ernsthaftes Problem

Ich wohne seit 8 Monaten mit meiner Freundin zusammen. Ich bin 21 und sie ist 18.

Ich habe vorher alleine gewohnt, da ich zwecks Ausbildung hier hin gezogen bin.

Seit dem wir zusammen gezogen sind ging es mir immer schlechter. Ich liebe sie über alles und sie ist wirklich toll aber im alltag geht sie mir dermaßen auf die nerven das ich immer aggressiver werde.

Früher war ich ein total entspannter und gelassener Typ aber inzwischen habe ich fast jeden tag ein wutausbruch. Ich will einfach nicht mehr für sie mit denken. Ich will keinen gemeinsamen haushalt mehr haben und will sie auch nicht mehr jeden tag sehen. Das klingt jetzt alles erstmal ziemlich hart aber ich liebe sie wirklich sehr. Aber ich habe keine lust mehr darauf nicht mehr mein eigenes Leben leben zu können.

Ich habe mit ihr schon darüber geredet ob es für unsere Beziehung nicht vielleicht Förderlich ist wenn wir erstmal wieder getrennt wohnen würden. Wir hätten die möglichkeit das jeder im selben haus eine kleine 1 Zimmerwohnung bekommen könnte und ich glaube das wäre eigentlich sehr gut für sie. Vorallem auch weil sie noch nie alleine gewohnt hat und deswegen einige erfahrungen nicht machen musste. Zum beispiel ist sie oft extrem inkonsequent.

Leider gab sie als gegenargumente, den finanziellen mehraufwand und die kleine wohnfläche an. (Ich finde das sollten eigentlich keine gründe sein oO)

Als ich es das zweite mal ansprach sagte sie mir dann, dass sie nicht alleine wohnen möchte, weil sie gerne mit mir zusammen wohnt und!!! weil sie angst hätte nachts alleine zu schalfen.
Auch da war ich etwas verwundert, weil ich will nicht mit jemandem zusammen wohnen weil die person hat nachts alleine zu schlafen!)

nun hat sie mir eine Wohnung gezeigt die doppelt so groß wäre wie unsere aktuelle wo jeder sein eigenes arbeitszimmer hätte usw aber ich will einfach nicht mehr mit ihr zusammen wohnen. Ich will meinen eigenen Haushalt und meine eigene Freiheit wieder haben.

Ein weiteres Problem ist auch, dass ich immer weniger energie am tag habe, dass es mir immer schlechter geht. Ich treibe kaum noch sport. Auf der arbeit kann ich kaum noch leistung zeigen und in der schule sinkt meine Motivation auch immer weiter. Ich will nach meiner Ausbildung studieren und ich kann mir einfach nicht vorstellen zu studieren während ich noch miene freundin dauernd um mich habe, da ich zum lernen wirklich absolut allein sein muss und auch das gefühl, dass sie in einem anderen Raum in der selben wohnung sitzt nervt mich zu sehr!

Ist es egoistisch von mir das ich wieder alleine wohnen möchte? Ich liebe sie ja und will auf keinen Fall das sie unglücklich ist aber ich selber will ja auch glücklich sein und das kann ich so einfach nicht. Mir fehlt einfach dieses aufeinander freuen und nicht nur jeden tag streiten. Ich brauche dieses "zusammengehörigkeitsgefühl" auch nicht wirklich. Ich will mein eigener Herr sein!

Das größte Problem ist allerdings, dass ich echt nicht weiß wie sie damit umgehen würde. Ich glaub wenn wir weiterhin zusammen wohnen raste ich irgendwann aus und die beziehung ist kaputt.

Ich habe auch !begründete! Angst, dass sie sich etwas antuen könnte worauf ich jetzt nicht weiter eingehen möchte.

Hat jemand eine ähnliche erfahrung gemacht? Ich halts nicht mehr aus. ich hab den ganzen tag das gefühl ein gefangener zu sein und dann denk ich manchmal auch warum ich mir das antue da ich doch eh noch so jung bin aber es ist ja wirklich so, dass ich sie wirklich liebe.

ich hoffe dass jemand mir irgendwie mit erfahrung helfen kann zumindest hat das runter schreiben gut getan, da jetzt meine hände nicht mehr zittern und ich nicht mehr das gefühl habe kotzen zu müssen

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19. Juni 2009 um 12:07

Hallo!
ich denke, so wie du das hier beschreibst, dass eine eigene wohnung für jeden die bessere lösung ist.
denn wenn du schon sagst, du wirst immer agressiver, dann wird sich das ja zwangsläfig auf eure beziehung auswirken, und irgendwann, wenn es dumm läuft, steht eine trennung an, was ihr ja sicher vermeiden wollt.

die möglichkeit von 2 wohnungen im gleichen haus is doch garnicht so schlecht; und wenn sie "angst hat, alleine zu schlafen", dann kannst du entgegenhalten, dass du ja für den "NOTFALL" immer noch in der nähe bist.

war denn das zusammen ziehen ein wunsch von euch beiden?
und wie ist eure finanzielle situation?

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19. Juni 2009 um 12:19
In Antwort auf acacia_12355468

Hallo!
ich denke, so wie du das hier beschreibst, dass eine eigene wohnung für jeden die bessere lösung ist.
denn wenn du schon sagst, du wirst immer agressiver, dann wird sich das ja zwangsläfig auf eure beziehung auswirken, und irgendwann, wenn es dumm läuft, steht eine trennung an, was ihr ja sicher vermeiden wollt.

die möglichkeit von 2 wohnungen im gleichen haus is doch garnicht so schlecht; und wenn sie "angst hat, alleine zu schlafen", dann kannst du entgegenhalten, dass du ja für den "NOTFALL" immer noch in der nähe bist.

war denn das zusammen ziehen ein wunsch von euch beiden?
und wie ist eure finanzielle situation?

Das war meine idee : /
das zusammen ziehen ging sogar verstärkt von mir aus. Das lag wohl meinerseits einfach an fehlender erfahrung. Sie ist meine erste freundin und ich habe mir das ganze irgendwie viel romantischer vorgestellt aber den Fehler muss man wohl mal gemacht haben um sich selber besser kennne zu lernen.

Finanziell sind wir nicht gerade gut gestellt. Wir sind beide Auszubildende und haben jeder für sich etwa 730 im monat netto. Das ist wirklich nicht viel und wir wohnen in ner echt teuren stadt aber das jeder selber ne wohnung finanziert und sich ernährt sollte kein problem sein. Ich konnte es früher auch und hätte absolut 0 probleme damit. Gibt genug Studenten usw die weniger im monat haben.

ich hab halt angst das wir generell verschiedene vorstellungen von der zukunft haben und das sie gerade das stark verletzten könnte.

Ich selber fände es super wenn wir getrennt leben würden, weil man sich dann nur sieht wnen man wirklich will und die ganzen alltagsprobleme nicht mehr hat. Wir sind da in vielen fällen auch sehr unterschiedlich aber die beziehung will ich auch nicht aufgeben. Man weiß ja nie wie man sich über die jahre entwickelt.

hat denn jemand erfahrung damit erst zusammen und dann wieder auseinander gezogen zu sein aber die beziehung trotzdem weiter zu führen?

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19. Juni 2009 um 22:04


Sie nervt dich, wenn sie in einem anderen Raum sitzt?

Naja, vielleicht ist es ja dein Alter... Oder du machst dir was vor bezüglich deiner Liebe....Oder du definierst Liebe anders als ich.
Jemand, den man liebt, kann man wohl in einem anderen Raum in der gleichen Wohnung erdulden
Klar, beengte Wohnverhältnisse sind nicht schön. Aber bei deiner Schilderung bezweifle ich, dass du "reif" genug für eine traditionelle Beziehung bist- sag ihr das doch dann bitte!

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19. Juni 2009 um 22:17
In Antwort auf rosy_12119877


Sie nervt dich, wenn sie in einem anderen Raum sitzt?

Naja, vielleicht ist es ja dein Alter... Oder du machst dir was vor bezüglich deiner Liebe....Oder du definierst Liebe anders als ich.
Jemand, den man liebt, kann man wohl in einem anderen Raum in der gleichen Wohnung erdulden
Klar, beengte Wohnverhältnisse sind nicht schön. Aber bei deiner Schilderung bezweifle ich, dass du "reif" genug für eine traditionelle Beziehung bist- sag ihr das doch dann bitte!


Für mich hört es sich eher so an, als sei bei den beiden kein Zusammenleben <auf Augenhöhe> möglich. Er hat schon alleine gewohnt und ist damit augenscheinlich ja auch ganz gut klargekommen. Meines Erachtens nach ist es ein nicht unerheblicher Schritt des erwachsen- und selbstständig werdens zu wissen, dass man in der Lage ist alleine zurechtzukommen.
Vielleicht interpretiere ich das falsch, aber dem Text entnehme ich eigentlich, dass sie nicht unbedingt so weit zu sein scheint.
Wenn mein Partner mir sagen würde, dass er ANGST hat alleine zu schlafen - sry - dann würde ich mir mehr wie ein Elternteil vorkommen. In dem Moment zeigt sie doch, dass sie alleine nicht klarkommt. Damit gibt sie ihm eine Verantwortung und zeugt, dass sie zumindest momentan nicht wirklich eine Partnerin auf Augenhöe ist.

Vielleicht würde es besser klappen, wenn sie eine zeit lang alleine wohnen und klarkommen müsste. Es ist ein Unterschied, wenn man sich eine selbst um alle Belange seines lebens kümmern muss. Zum einen erhöht es das Selbstbewusstsein und zum anderen gibt es ihm sicher das Gefühl eine Partnerin und kein Kind zu Hause zu haben.

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22. Juni 2009 um 11:41

Du hast da recht
Also dem kann ich schon zustimmen. Es ist meistens so wie du beschrieben hast.

Gestern hatten wir eine ziemlich lange diskusion deswegen ohne wirkliches resultat. Wir haben uns danach wieder vertragen. Sie hat auch selber gesagt, dass sie natürlich nicht die komplette verantwortung für sich übernehmen könnte da sie von alleine auch garnicht ausgezogen wäre und immernoch bei ihrer mutter wohnen würde. Nachdem wir uns vertragen haben, war alles wieder gut zwischen uns aber ich glaube es ist nur eine frage der zeit bis es wieder alles total nervt.
Heute abend werde ich eine psychologin anrufen die eine freundin mir empfohlen hat. es ist alles irgendwie immer so ein in der luft hängen zwischen streiten und wieder versöhnen ohne resultat.
Ein Problem ist vorallem, dass ich sie liebe und es nicht ertrage sie traurig zu sehen aber das macht mich wiederrum immer weiter kaputt.

Da sie dem getrennt wohnen absolut nicht zustimmt weiß ich auch nicht was ich machen soll.

Wenn ich nicht ausziehe werde ich irgendwann verrückt.
Wenn ich ausziehe und es ihr vorher sage rasten wir beide total aus und irgendwann stecke ich zurück weil ich es nicht ertrage sie traurig zu sehen.
Wenn ich ihr erstmal nichts sage und sie dann vor vollendete tatsachen stelle wäre es auch extrem unfair und sie wäre natürlich auch total am ende und verständlicherweise ziemlich sauer was bei der kündigung des Mietvertrages probleme bringen würde.
Ich hoffe zwar das die Psychologin mir irgendwie weiter helfen kann aber vielleicht hat hier irgendjemand tipps wie man soetwas handhabt. Ich fühl mich irgendwie so extrem hilflos als wenn das eine ausweglose situation ist. Ich will mich auf garkeinenfall von ihr trennen weil ich sie liebe aber auf der anderen seite, wenn ich zum beispiel an meine zukunft denke, dann kann ich mir auch nicht wirklich vorstelle noch mehrere jahre so wie es jetzt läuft mit ihr zusammen zu wohnen. hat jemand soetwas schonmal gehabt oder habt ihr ideen wie ich das mit den getrennten wohnungen irgendwie doch für sie schmackhaft machen könnte? Ich hätte es ja am liebsten wenn sie das ganze auch als chance sehen würde, sodass sie sich selbst mehr aufmerksamkeit schenken könnte.
Hat irgendjemand noch eine idee oder einen tipp?

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1. Juli 2009 um 16:13

Ich vermute, mein Freund hat das gleiche Problem wie du
wir sind seit 2 jahren ein paar, allerdings wohnen wir seit erst 3 Monaten zusammen..(wir sind 26 und 27 jahre alt). Ich befuerchte dass er die gleichen Gedanken wie du ausbruetest, aber dass er einfach noch nicht den Mut hat mir das zu gestehen....ihm fehlen seine Freunde uns seine Hobbys, denk ich mal...ich kann dir nur sagen dass das Maedchen da sehr drunter leidet, also bei mir ist es jedenfalls so...denn ich versuch wirklich ihn nicht einzuengen und ihm seine Freiheiten zu lassen..
aber um Klartext zu reden: ich haette es wirklich lieber, er wuerde mir die ganze Wahrheit sagen, ein fuer alle mal...anstatt in dieser ewigen Ungewissheit und Hoffnung zu leben. Denn hier geht es nicht nur um SEIN Leben, sondern auch um meines...das heisst, dass wenn er in sich nicht mehr zufrieden ist mit der situation, dann hab ich ein Recht darauf es sofort zu wissen, damit auch ICH mein Leben bestimmen kann. Denn mit jemandem zusammen zu leben, der das fast als Knastaufenthalt verspuert, das ist das letzte was ich will!! Wenn ich ne Glaskugel haette und sehen koennte dass ihm das alles nicht mehr passt..ich waer im Null komma nichts verschwunden und wuerd mir mein eigenes Leben aufbauen..ohne in einer ILLUSION zu leben.
Ich finde, diese Ehrlichkeit ist er mir schuldig.
Deshalb bitte ich dich, so schwer es dir auch faellt, ihr gleich die Wahrheit zu sagen, damit auch sie weiss was Sache ist und sich dementsprechend ihr eigenes Leben organisiert....sonst ist es einfach nur unfair, man wird "hingehalten".

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