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Ich will mit ihm zusammensein, obwohl er mich nicht liebt

25. August 2005 um 16:27

Ich bin total verzweifelt und weiß einfach nicht mehr weiter.
Ich hatte knapp 12 Wochen etwas mit jemandem laufen, der seit 4 Jahren eine Freundin hat, mit der er auch seit 3 Jahren zusammen lebt.
Am Anfang war alles nur eine Affäre, die er vorangetrieben hat, indem er mich ständig sehen wollte, aber bei mir kamen ganz schnell ernsthafte Gefühle auf und ich musste feststellen, dass ich ihn liebe.
Ich hatte auch das Gefühl, dass ich ihm etwas bedeute, auch wenn er nie gesagt hat, dass er mich liebt, aber er hat mir das Gefühl gegeben, dass ich ihm wirklich wichtig bin.
Seine Freundin hat er nicht so häufig gesehen, da sie 500 km entfernt wohnt und er wegen des Jobs von Zuhause weg ist.
Und alles lief bis Mitte letzten Monats gut, aber dann meinte er plötzlich, er wisse nicht, ob er mir nur was vormacht und hat sich zurückgezogen. Wir haben uns aber immer noch getroffen, wenn auch sehr viel seltener und unser Verhältnis absolut angespannt war.
Und jetzt hat er mir am Montag gesagt, dass er mich nicht liebt und bei seiner Freundin bleibt. In den letzten Wochen war er auch viel häufiger Zuhause.
Ich weiß ja selbst, dass sich das anhört, als wäre ich nur eine kleine Ablenkung für ihn gewesen. Ein bisschen Spaß nebenbei. Aber ich will das nicht glauben.
Im Moment spreche viel mit seiner besten Freundin (die auch seine Ex-Freundin ist) und sie sagt mir, ich solle mir keine Hoffnung machen, da er einfach nur planlos ist und sich nicht so Gedanken darüber gemacht hat, was er da anrichtet. Und dass er froh ist, dass es vorbei ist (wegen seiner Freundin) und er mich noch nicht mal vermisst.
Aber ich kann ihn nicht vergessen. Ich kann nicht glauben, dass er mir die ganze Zeit nur etwas vorgemacht hat und selbst am Montag hat er mir noch gesagt, dass ich ihm wichtig sei und er mich nicht aus den Augen verlieren will.
Ich weiß, dass ich komplett anders als seine Freundin bin und er sich sicherlich so einiges bei mir geholt hat, was er Zuhause nicht bekommt. Aber ich werde das Gefühl nicht los, dass er sich nur selbst belügt und doch irgend etwas für mich empfindet, etwas was wohl so zwischen Freundschaft und Liebe anzusiedeln ist.
Ich weiß, dass er absolut nicht einfach ist und es immer schwierig mit ihm wäre und ich vielleicht nicht dauerhaft mit ihm glücklich sein würde, aber ich will ihn trotzdem zurück bzw. ich will, dass er sich von seiner Freundin trennt (kein feiner Zug von mir, ich weiß, aber ich liebe ihn halt) und uns eine Chance gibt.
Und ich denke, die hätten wir, wenn er nicht schon mit ihr zusammen wäre.
Und ich bin mir sicher, er belügt alle: seine Freundin, seine beste Freundin, mich und vor allem sich selbst.
Er ist nicht der Typ für Affären (ich war seine erste) und er hatte keinen Grund dafür es so lange laufen zu lassen, denn er hat seine Freundin in diesen 12 Wochen häufiger als früher gesehen und die beiden hatten auch keine Krise, als es mit uns anfing. Es lief mit den beiden erst schlecht, als er was mit mir hatte.
Und ich denke, dass es mehr an ihm liegt als an der Tatsache, dass er mich nicht liebt. Dass einfach nicht zu sich selbst stehen kann und die leichte Variante mit seiner Freundin vorzieht, als sich ernsthaft mit seinen Gefühlen auseinanderzusetzen.
Ich weiß, dass sich das nach einem Typen anhört, auf den man gut verzichten kann und ich bilde mir auch nicht, dass er durch mich zu einem besseren Menschen würde, aber ich glaube doch, dass das nicht alles gelogen war, nur um mich ins Bett zu kriegen (was ja am Anfang auch nicht nötig war, da war es eher umgkehrt - für mich unverbindlich und für ihn emotional).
Und jetzt kommt dieses Wochenende seine Freundin zu ihm, und ich würde am liebsten zu ihr gehen und ihr alles sagen, was mich ja kein Stück weiterbringen würde.
Und irgendwann nächste Woche werde ich mich mit ihm treffen und ich weiß nicht was ich tun soll. Einerseits bin ich unglaublich verletzt, weil er ir gesagt hat, dass er mich nicht liebt und mich jetzt noch nicht mal vermisst, andererseits will ich das einfach nicht glauben und denke, dass er sich nur was vormacht und für uns beide Gefühle hat.
Bin ich unglaublich naiv oder kann es wirklich sein, dass er sich vor seinen Gefühlen versteckt, weil das leichter ist?

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25. August 2005 um 16:43

Du schriebst:
Ich weiß ja selbst, dass sich das anhört, als wäre ich nur eine kleine Ablenkung für ihn gewesen. Ein bisschen Spaß nebenbei. Aber ich will das nicht glauben.

glaubs lieber - noch deutlicher aknn es dir nicht mehr sagen oder zeigen......

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25. August 2005 um 17:44

Hoer auf dich zu quaelen
und akzeptiere es. es ist hart, aber er will dich nicht.
es gibt soooo viele maenner auf der welt und dabei ist auch ganz sicher jemand der dich liebt und fuer den du nichts "nebenbei" bist sondern das hauptthema.
kopf hoch! trauere etwas und dann geh weiter in deinem leben.
es passiert eben das man manchmal nicht gewollt wird..... sei nicht traurig
lg!

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6. September 2005 um 9:37

Ich drehe mich im Kreis ...
Hier die Fortsetzung meines persönlichen Dramas.
Anstatt so schlau zu sein und auf die guten Ratschläge von meinen Freunden zu hören, habe ich mich doch noch letzten Mittwoch mit ihm getroffen. Nach anfänglichen Hemmungen lief es dann aber doch sehr gut, und wir haben uns seit Wochen wieder so richtig gut unterhalten und es war sehr entspannt. Leider zu entspannt. Denn dann sind wir doch wieder bei mir gelandet - einschließlich schlechtes Gewissen bei uns beiden hinterher.
Danach habe ich es trotzdem noch geschafft, mir nicht einzubilden, dass dadurch alles besser werden würde. Aber anstatt aus diesem Fehler zu lernen, haben wir uns Samstag wieder getroffen, weil ich ihm bei einem Jobprojekt helfen sollte. Ich habe mich auch riesig darüber gefreut und war ziemlich glücklich, ihn so schnell wieder zu sehen. Am Anfang lief alles auch ganz gut und freundschaftlich, bis ich plötzlichen ganz traurig wurde, weil ich endlich anfing zu begreifen, dass es doch niemals etwas außer Freundschaft mit uns werden würde. Aus lauter Frust darüber habe ich mir erst einmal ein paar Gläser Alkohol gegönnt, was darin endete, dass ich nicht mehr selbst nach Hause fahren konnte. Aber anstatt mich von ihm zur Bahn fahren zu lassen, sind wir zu ihm gegangen, wo wir uns auch wieder gut unterhalten haben und festgestellt haben, wie verdammt ähnlich wir uns doch sind. Das konnte ja nicht gut gehen und es endete damit, dass ich über Nacht blieb.
Am nächsten Tag war er dann ziemlich distanziert, was mich natürlich sehr verletzt hat.
Aber anstatt endlich einen Schlussstrich zu ziehen will ich ihn verdammt noch mal davon überzeugen, dass wir zusammen gehören.
Gestern Nacht haben wir auch wieder 1,5 Stunden über alles mögliche am Telefon gesprochen.
Ich weiß, dass ich ihn nicht zwingen kann, sich von ihr zu trennen und mir zusammen zu sein, aber irgendwie kommen wir nicht voneinander los, weil wir jetzt noch mehr als früher feststellen, dass wir doch sehr viel gemeinsam haben. Nur kann er sich viel besser davon distanzieren als ich. Ich weiß, dass er wahrscheinlich kein gutes Ende nehmen wird, aber was kann ich tun, damit er endlich aufhört, das alles zu verdrängen? Ich glaube, er hat einfach Angst, sich wirklich fallen zu lassen bzw. davor, dass ich ihn durchschauen könnte, weil ich ganz ähnlich ticke wie er.
Was soll ich bloß tun, damit er sich mir öffnet? Ob daraus dann wirklich eine Beziehung wird, steht natürlich in den Sternen
Ich weiß, ich mache es mir nur unnötig schwer, aber bei ihm habe ich das Gefühl, endlich angekommen zu sein und ich will ihm dieses Gefühl auch zurück geben.

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