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Ich will ihn doch einfach nur vergessen...

26. Mai 2004 um 9:36

Hallo!

Ich weiss gar nicht recht, wie ich anfangen soll... mal zur Vorgeschichte: mein Freund hat vor 2 1/2 Monaten Schluss gemacht. Da es ihm auch nicht leicht fiel, hatte ich natürlich Hoffnung, er würde zurückkommen. Tut er aber nicht, das ist mir jetzt bewusst. Also weiss ich, ich muss loslassen.

Die gängigen "Tipps" versuche ich zu verwirklichen, ich mache jetzt viel Sport (war vorher total unsportlich), habe wieder mehr Kontakt zu meinen Freundinnen, ich beschäftige mich mit MIR (mache heute z.B. eine Farb- und Make-up Beratung ) - und da ich nicht so der Typ bin, der so gern ausgeht und leicht Leute kennenlernt, habe ich mich bei einer Single-Seite im Internet registriert. Dadurch habe ich mail Kontakt zu ein paar netten Kerlchen, was mich auch beschäftigt und ablenkt. Werde die auch mal treffen in nächster Zeit.

Trotzdem überwältigt mich so oft die Sehnsucht nach meinem Ex... obwohl die Beziehung (natürlich) nicht perfekt war... ich denke jede Minute an ihn, wenn ich mich bei der Arbeit konzentrieren muss, rückt der Gedanke höchstens ein wenig in den Hintergrund. Es tut noch immer so weh, als ob es gestern gewesen wäre. Er meldet sich nicht (aus Rücksicht, weil er mir keine "falschen Hoffnungen" machen will) und ich weiss, dass ich mich jetzt auch nicht melden darf. Obwohl ich irgendwann schon wieder Kontakt möchte, aber erst wenn ich drüber weg bin.

Wie schaffe ich es bloss, das Loslassen zu lernen? Bei meinem letzten Freund hat es 4 Jahre gedauert, bis ich mich wieder auf was Neues einlassen konnte - ich habe Angst, dass ich wieder total versauere und immer mehr Scheu davor habe, eine neue Beziehung einzugehen! Ich weiss nicht mehr weiter, es quält mich so, wenn meine Gedanken dauernd um ihn kreisen.

Hat jemand Tipps? Wie ich die Hoffnung, dass er wiederkommt, WIRKLICH aus meinem Hinterkopf rauskriege? Kann ruhig auch was Radikales sein... Bin übrigens 30, falls das Einfluss auf die "Vorgehensweise" hat

Danke!
LG
Patricia

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26. Mai 2004 um 13:00

Einfach nur Vergessen
Hallo Patricia,

es tut einfach weh, wenn man einen geliebten Menschen verliert. Ich finde das beste ist, sich mit einer vertrauten Person über den Ex zu unterhalten - wichtig dabei ist, sich die schönen und schlechten Zeiten ins Gedächnis zurückzuholen. Danach musst du weinen - viel weinen, um dich frei zu machen. Das kann manchmal über Monate gehen. Finde nebenbei dich selbst wieder. Übertreibe aber das mit dem Sport und mit den neuen Bekanntschaften nicht du flüchtest sonst vor deinem Problem.
Wenn du keine so vertraute Freundin hast, der du davon erzählen möchtest, dann versuche es in einem Chat. Das tut sehr gut, sich die Probleme von der Seele zu reden. Und weinen kann man dabei auch.
Sicher wirst du dann eines Morgens aufstehen und sagen: "Du kannst mich mal. Jetzt lebe ich mein Leben. Andere Mütter haben auch schöne Jungs."
Was auch noch hilft: Räucherstäbchen und Kerzen anzünden. Einfach ein bischen die Seele baumeln lassen. Bade doch das nächste mal und mache dir eine Kerze an, stell dir ein Räucherstäbchen hin und mache dir leise Musik an. (Nimm Musik, die du magst oder Entspannungsmusik!)
Ich wünsche Dir dabei viel Glück und neuen Lebenswillen.

Mir hat das jedenfalls auch geholfen. Ich hatte das Gefühl, ich werde nicht junger und schöner auch nicht. Aber dann hat es wieder gefunkt. Nun bin ich 35 Jahre jung, bin seit 1 1/2 jahren wieder glücklich verliebt und habe einen 3 Monate alten Sohn.

Schöne Grüße aus Wiesmoor
Kerstin

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26. Mai 2004 um 13:45

Hallo, arme Patricia..
ich glaube, niemand kann Dich und Deine Situation besser verstehen, als ich. Meine Frau hat mich am 01.02.2004 von heute auf morgen verlassen, obwohl wir erst am 01.08.2003 geheiratet haben.
Aber in unserem Fall spielt wahrscheinlich das Alter eine große Rolle. Sie ist nämlich 20 und ich 33 Jahre. Anders kann ich mir das alles nicht erklären.
Bei mir werden es jetzt bald 4 Monate, seitdem ich alleine bin und ich bin immer noch nicht darüber hinweg. Ich glaube auch, daß das noch ein Weilchen dauern wird. Mir geht es genauso wie Dir, ich denke ständig an meine Frau, die ich immer noch sehr liebe. Ich mache momentan auch relativ viel Sport und versuche mich auch dazu zu zwingen, viel unter Leute zu gehen. Aber ich bin auch nicht mehr der so große "Weggeher". Aber mit Freunden um die Häuser zu ziehen würde auf jeden Fall helfen, auf andere Gedanken zu kommen, auch wenn man dann wieder nach Hause kommt und eine leere Wohnung vorfindet. Ich habe mir auch etliche Bücher über Trennung und wie man am besten darüber hinweg kommt gekauft. Sind gute Ratgeber, aber helfen können sie einem nicht wirklich. Ich habe mir auch in letzter Zeit sehr viel neue Kleidung gekauft, hat mir auch ein bisschen geholfen. Ich würde Dir so gerne einen besseren Ratschlag geben, aber der fehlt mir leider genauso wie Dir. Man sagt zwar immer, daß die Zeit alle Wunden heilt, aber ich kann mir das ehrlich gesagt momentan noch nicht so ganz vorstellen. Aber die Zeit wird zeigen, was das Leben noch so alles für Überaschungen bereit hält. Ich kann Dir nur raten, immer den Kopf hochzuhalten und Dich nie aufgeben. Mir wurde auch oft gesagt, daß auch wieder gute Zeiten kommen, auch wenn es schwer fällt, das zu glauben..... Ich hoffe, Dir ein wengig geholfen zu haben. Ich würde mich freuen, von Dir eine Antwort zu bekommen. Also bis bald

Ziemlich Mitfühlender Leser

Leunam1

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26. Mai 2004 um 14:02
In Antwort auf yvette_12351826

Einfach nur Vergessen
Hallo Patricia,

es tut einfach weh, wenn man einen geliebten Menschen verliert. Ich finde das beste ist, sich mit einer vertrauten Person über den Ex zu unterhalten - wichtig dabei ist, sich die schönen und schlechten Zeiten ins Gedächnis zurückzuholen. Danach musst du weinen - viel weinen, um dich frei zu machen. Das kann manchmal über Monate gehen. Finde nebenbei dich selbst wieder. Übertreibe aber das mit dem Sport und mit den neuen Bekanntschaften nicht du flüchtest sonst vor deinem Problem.
Wenn du keine so vertraute Freundin hast, der du davon erzählen möchtest, dann versuche es in einem Chat. Das tut sehr gut, sich die Probleme von der Seele zu reden. Und weinen kann man dabei auch.
Sicher wirst du dann eines Morgens aufstehen und sagen: "Du kannst mich mal. Jetzt lebe ich mein Leben. Andere Mütter haben auch schöne Jungs."
Was auch noch hilft: Räucherstäbchen und Kerzen anzünden. Einfach ein bischen die Seele baumeln lassen. Bade doch das nächste mal und mache dir eine Kerze an, stell dir ein Räucherstäbchen hin und mache dir leise Musik an. (Nimm Musik, die du magst oder Entspannungsmusik!)
Ich wünsche Dir dabei viel Glück und neuen Lebenswillen.

Mir hat das jedenfalls auch geholfen. Ich hatte das Gefühl, ich werde nicht junger und schöner auch nicht. Aber dann hat es wieder gefunkt. Nun bin ich 35 Jahre jung, bin seit 1 1/2 jahren wieder glücklich verliebt und habe einen 3 Monate alten Sohn.

Schöne Grüße aus Wiesmoor
Kerstin

Weinen...
Hallo Kerstin,

Danke für deine Antwort! Ja, geweint habe ich literweise in den letzten Wochen... Als er Schluss machte (er war danach noch über eine Stunde bei mir und wir haben über alles mögliche geredet und uns immer wieder aneinander geklammert) konnte ich mir jede Träne verkneifen (hatte glaube ich eine Art Schock) - aber sobald ich die Tür hinter ihm zumachte, ging's los. Nächtelang. Und auch jetzt überkommt es mich manchmal total unerwartet, dass mir die Tränen in die Augen schiessen... ich hoffe aber wirklich, dass dieser Morgen, von dem du schreibst, bald mal kommen wird

Dein Schluss-Absatz macht jedenfalls Mut

Ciao
Patricia

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26. Mai 2004 um 14:11
In Antwort auf leunam1

Hallo, arme Patricia..
ich glaube, niemand kann Dich und Deine Situation besser verstehen, als ich. Meine Frau hat mich am 01.02.2004 von heute auf morgen verlassen, obwohl wir erst am 01.08.2003 geheiratet haben.
Aber in unserem Fall spielt wahrscheinlich das Alter eine große Rolle. Sie ist nämlich 20 und ich 33 Jahre. Anders kann ich mir das alles nicht erklären.
Bei mir werden es jetzt bald 4 Monate, seitdem ich alleine bin und ich bin immer noch nicht darüber hinweg. Ich glaube auch, daß das noch ein Weilchen dauern wird. Mir geht es genauso wie Dir, ich denke ständig an meine Frau, die ich immer noch sehr liebe. Ich mache momentan auch relativ viel Sport und versuche mich auch dazu zu zwingen, viel unter Leute zu gehen. Aber ich bin auch nicht mehr der so große "Weggeher". Aber mit Freunden um die Häuser zu ziehen würde auf jeden Fall helfen, auf andere Gedanken zu kommen, auch wenn man dann wieder nach Hause kommt und eine leere Wohnung vorfindet. Ich habe mir auch etliche Bücher über Trennung und wie man am besten darüber hinweg kommt gekauft. Sind gute Ratgeber, aber helfen können sie einem nicht wirklich. Ich habe mir auch in letzter Zeit sehr viel neue Kleidung gekauft, hat mir auch ein bisschen geholfen. Ich würde Dir so gerne einen besseren Ratschlag geben, aber der fehlt mir leider genauso wie Dir. Man sagt zwar immer, daß die Zeit alle Wunden heilt, aber ich kann mir das ehrlich gesagt momentan noch nicht so ganz vorstellen. Aber die Zeit wird zeigen, was das Leben noch so alles für Überaschungen bereit hält. Ich kann Dir nur raten, immer den Kopf hochzuhalten und Dich nie aufgeben. Mir wurde auch oft gesagt, daß auch wieder gute Zeiten kommen, auch wenn es schwer fällt, das zu glauben..... Ich hoffe, Dir ein wengig geholfen zu haben. Ich würde mich freuen, von Dir eine Antwort zu bekommen. Also bis bald

Ziemlich Mitfühlender Leser

Leunam1

Hallo Leunam!
Oje, das klingt aber hart... Ich weiss ja nix genaueres, aber ich finde, auch mit 20 müsste man zumindest bereit sein an der Beziehung zu arbeiten - und nicht den Partner "von heute auf morgen" verlassen. Das muss total unverständlich für dich sein, oder nicht?

Mit dem Weggehen ist das so eine Sache bei mir... wie gesagt, ich bin generell nicht der Typ, der sich die Nächte in Discos um die Ohren schlägt. Ich gehe öfter mal mit Freunden was trinken oder so, aber an diesen Abenden vermisse ich meinen Ex mehr als sonst. Vielleicht weil mir bewusst wird, dass er jetzt auch irgendwo sitzt, sich amüsiert, flirtet, sein eigenes Leben weiterlebt... und dann sind da auch die Turteltäubchen überall, die sich in die Augen schauen und küssen, und es zerreisst mir das Herz, dass er mich nie wieder so ansehen wird...

Neue Kleider werde ich mir demnächst auch kaufen (müssen), ich habe durch den Sport seit der Trennung schon 6 kg abgenommen - wenigstens ein positiver Nebeneffekt

Naja, wir werden wohl wirklich hauptsächlich auf die heilende Wirkung der Zeit hoffen müssen...

Danke + Tschüss
Patricia

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26. Mai 2004 um 16:06
In Antwort auf nela_12728382

Hallo Leunam!
Oje, das klingt aber hart... Ich weiss ja nix genaueres, aber ich finde, auch mit 20 müsste man zumindest bereit sein an der Beziehung zu arbeiten - und nicht den Partner "von heute auf morgen" verlassen. Das muss total unverständlich für dich sein, oder nicht?

Mit dem Weggehen ist das so eine Sache bei mir... wie gesagt, ich bin generell nicht der Typ, der sich die Nächte in Discos um die Ohren schlägt. Ich gehe öfter mal mit Freunden was trinken oder so, aber an diesen Abenden vermisse ich meinen Ex mehr als sonst. Vielleicht weil mir bewusst wird, dass er jetzt auch irgendwo sitzt, sich amüsiert, flirtet, sein eigenes Leben weiterlebt... und dann sind da auch die Turteltäubchen überall, die sich in die Augen schauen und küssen, und es zerreisst mir das Herz, dass er mich nie wieder so ansehen wird...

Neue Kleider werde ich mir demnächst auch kaufen (müssen), ich habe durch den Sport seit der Trennung schon 6 kg abgenommen - wenigstens ein positiver Nebeneffekt

Naja, wir werden wohl wirklich hauptsächlich auf die heilende Wirkung der Zeit hoffen müssen...

Danke + Tschüss
Patricia

Hi Patricia,
erst einmal vielen Dank für Deine schnelle Antwort. Falls Du was genaueres über meine Geschichte wissen willst, müsstest Du im Forum unter Liebe - Ehe "Eine sehr tiefe Ehekrist - Die erste, oder war es das schon wieder?
Wenn Du Lust und Zeit hast, kannst Du mir ja schreiben, was Du zu der ganzen Sache sagst.
Vielen Dank

Leunam1

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26. Mai 2004 um 20:23
In Antwort auf nela_12728382

Weinen...
Hallo Kerstin,

Danke für deine Antwort! Ja, geweint habe ich literweise in den letzten Wochen... Als er Schluss machte (er war danach noch über eine Stunde bei mir und wir haben über alles mögliche geredet und uns immer wieder aneinander geklammert) konnte ich mir jede Träne verkneifen (hatte glaube ich eine Art Schock) - aber sobald ich die Tür hinter ihm zumachte, ging's los. Nächtelang. Und auch jetzt überkommt es mich manchmal total unerwartet, dass mir die Tränen in die Augen schiessen... ich hoffe aber wirklich, dass dieser Morgen, von dem du schreibst, bald mal kommen wird

Dein Schluss-Absatz macht jedenfalls Mut

Ciao
Patricia

Hallo Patricia!
Tja, die Sache mit dem "loslassen"....
Vielleicht vorab zu mir: mein Mann (36) hat sich nach fast 18-jähriger Beziehung von mir (32) getrennt. Näheres kannst Du, wenn Du möchtest unter "Trennung - mein Mann möchte es wieder versuchen ...." im Forum nachlesen. Das mit dem Loslassen eines Partners, den man liebt, ist wirklich nicht einfach... Ich habe es auch schon mit allem Möglichen (und Ünmöglichen)versucht: Therapie, mit Freundinnen reden, weggehen um auf andere Gedanken zu kommen, meine Freundin meinte sogar (um mich wohl aufzumuntern): ich such Dir jetzt den Richtigen! Aber wenn man noch nicht losgelassen hat, kann da kommen wer will, man hat gar nicht den Kopf frei, um sich auf jemanden ERNSTHAFT einzulassen. Ich muss dazu sagen, ich verschliesse mich jetzt nicht voll Trauer im Kämmerlein (allein wegen unserer beiden gemeinsamen Kinder (2 + 4 Jahre alt)kann ich nicht ständig weinend und trauernd durch die Gegend laufen), aber ich blocke sofort ab, wenn ich merke, dass da "jemand" ist, der vielleicht etwas mehr von mir als Freundschaft erwartet. Denn der Gedanke, dass mein Mann vielleicht doch nochmal einen Neuanfang möchte ist noch zuuuuuuuu tief verankert. Alle gutgemeinten Tipps und Ratschläge (andere Mütter haben ..., warum trauerst du ihm nach, sei doch froh..., vergiss ihn endlich...,) helfen einem nicht wirklich, oder??? Klar, die Zeit heilt alle Wunden und irgendwann werden wir morgens aufwachen und denken: Mensch warst Du blöd!!!
Aber ich habe von meiner Schwester ein sehr gutes Buch bekommen ("Wenn es verletzt, ist es keine Liebe", von dem Autor Chuck Spezzano), daraus möchte ich Dir einen kleinen Ausschnitt schreiben:
"- Jeder Verlust ist der erste Schritt zu einem Neubeginn:
Verluste sind unvermeidlich und notwendig, damit wir klar Schiff machen können. Sie zwingen uns dazu, zu erkennen, dass das, woran wir uns geklammert haben, uns nicht richtig stützen und stärken konnte. Wir sind aufgefordert, zu wachsen, zu reifen und weiterzugehen. Verlust ist der erste Schritt in Richtung Neubeginn. Aber wenn wir nicht aufhören zu trauern, wenn wir uns an das Vergangene klammern, wenn wir uns in Richtung Depression flüchten, nur um nicht voranschreiten zu müssen, verbauen wir alle Chancen auf einen Neubeginn. Wenn wir die Nacht nicht als notwendig anerkennen, sind wir nicht in der Lage, die Morgenröte zu sehen, die nach der dunklen Nacht aufzieht. Als Hilfe(übung) schreibt Spezzano weiter dazu: Verlust spricht tatsächlich von einem Neubeginn. Sei bereit loszulassen, was du verloren hast, so daß das Neue in deinem Blickfeld erscheinen und das Gute dich erreichen kann.
Ich lese (fast) jeden Tag einen, manchmal mehrere Kapitel in diesem Buch und muss sagen, dass es mittlerweile nicht mehr so ganz doll weh tut wie am Anfang. Allerdings sieht es bei uns halt so aus, dass ich das, was mir wahrscheinlich am meisten helfen würde, nämlich den Kontakt vorerst wirklich konsequent abzubrechen, wegen der Kinder nicht wirklich in die Tat umzusetzen ist! Diesen Vorteil (Kontaktabbruch) hast Du ja, ich wünsche Dir, dass Du die Stärke und die Kraft hast konsequent zu bleiben! Vielleicht hast Du ja Lust, zu antworten?
Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Glück beim "Loslassen" und hoffe, dass du ganz schnell wieder glücklich bist!
Lg Anja

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27. Mai 2004 um 7:06
In Antwort auf nomusa_12284800

Hallo Patricia!
Tja, die Sache mit dem "loslassen"....
Vielleicht vorab zu mir: mein Mann (36) hat sich nach fast 18-jähriger Beziehung von mir (32) getrennt. Näheres kannst Du, wenn Du möchtest unter "Trennung - mein Mann möchte es wieder versuchen ...." im Forum nachlesen. Das mit dem Loslassen eines Partners, den man liebt, ist wirklich nicht einfach... Ich habe es auch schon mit allem Möglichen (und Ünmöglichen)versucht: Therapie, mit Freundinnen reden, weggehen um auf andere Gedanken zu kommen, meine Freundin meinte sogar (um mich wohl aufzumuntern): ich such Dir jetzt den Richtigen! Aber wenn man noch nicht losgelassen hat, kann da kommen wer will, man hat gar nicht den Kopf frei, um sich auf jemanden ERNSTHAFT einzulassen. Ich muss dazu sagen, ich verschliesse mich jetzt nicht voll Trauer im Kämmerlein (allein wegen unserer beiden gemeinsamen Kinder (2 + 4 Jahre alt)kann ich nicht ständig weinend und trauernd durch die Gegend laufen), aber ich blocke sofort ab, wenn ich merke, dass da "jemand" ist, der vielleicht etwas mehr von mir als Freundschaft erwartet. Denn der Gedanke, dass mein Mann vielleicht doch nochmal einen Neuanfang möchte ist noch zuuuuuuuu tief verankert. Alle gutgemeinten Tipps und Ratschläge (andere Mütter haben ..., warum trauerst du ihm nach, sei doch froh..., vergiss ihn endlich...,) helfen einem nicht wirklich, oder??? Klar, die Zeit heilt alle Wunden und irgendwann werden wir morgens aufwachen und denken: Mensch warst Du blöd!!!
Aber ich habe von meiner Schwester ein sehr gutes Buch bekommen ("Wenn es verletzt, ist es keine Liebe", von dem Autor Chuck Spezzano), daraus möchte ich Dir einen kleinen Ausschnitt schreiben:
"- Jeder Verlust ist der erste Schritt zu einem Neubeginn:
Verluste sind unvermeidlich und notwendig, damit wir klar Schiff machen können. Sie zwingen uns dazu, zu erkennen, dass das, woran wir uns geklammert haben, uns nicht richtig stützen und stärken konnte. Wir sind aufgefordert, zu wachsen, zu reifen und weiterzugehen. Verlust ist der erste Schritt in Richtung Neubeginn. Aber wenn wir nicht aufhören zu trauern, wenn wir uns an das Vergangene klammern, wenn wir uns in Richtung Depression flüchten, nur um nicht voranschreiten zu müssen, verbauen wir alle Chancen auf einen Neubeginn. Wenn wir die Nacht nicht als notwendig anerkennen, sind wir nicht in der Lage, die Morgenröte zu sehen, die nach der dunklen Nacht aufzieht. Als Hilfe(übung) schreibt Spezzano weiter dazu: Verlust spricht tatsächlich von einem Neubeginn. Sei bereit loszulassen, was du verloren hast, so daß das Neue in deinem Blickfeld erscheinen und das Gute dich erreichen kann.
Ich lese (fast) jeden Tag einen, manchmal mehrere Kapitel in diesem Buch und muss sagen, dass es mittlerweile nicht mehr so ganz doll weh tut wie am Anfang. Allerdings sieht es bei uns halt so aus, dass ich das, was mir wahrscheinlich am meisten helfen würde, nämlich den Kontakt vorerst wirklich konsequent abzubrechen, wegen der Kinder nicht wirklich in die Tat umzusetzen ist! Diesen Vorteil (Kontaktabbruch) hast Du ja, ich wünsche Dir, dass Du die Stärke und die Kraft hast konsequent zu bleiben! Vielleicht hast Du ja Lust, zu antworten?
Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Glück beim "Loslassen" und hoffe, dass du ganz schnell wieder glücklich bist!
Lg Anja

Klingt gut
Hallo Anja,

Vielen Dank für deinen Beitrag und den Text aus dem Buch - ich habe den Absatz ganz gebannt durchgelesen... das ist bestimmt ein gutes Buch, muss mich mal umsehen danach.

Du hast recht, mit Kindern ist das Ganze noch viel schwieriger (muss nachher mal deine ganze Geschichte nachlesen), und nach 18 Jahren ja sowieso. Das mit dem Kontaktabbruch ist ja für mich schon so unheimlich schwierig... aber ich habe ihn jetzt seit 7 Wochen nicht gesehen (WENN wir uns nämlich sehen, knistert es so, dass wir es beide nicht aushalten), wir haben nur ab und zu mal Kontakt per e-mail. Da sollte ich aber eigentlich auch nicht mehr antworten, ich weiss... Aber das letzte mail ist erst eine Woche her und es fehlt mir schon wieder so, mit ihm zu "plaudern"... aber da muss ich jetzt durch

LG
Patricia

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27. Mai 2004 um 11:00

Ich kann es gut verstehen!
Liebe Patricia, ich mach gerade das selbe durch schon seit 8 Wochen in etwa. Das blöde ist, dass mein Ex noch mit mir in der gemeinsamen Wohnung lebt und wir beide keine Möglichkeit haben irgendwo anders einzuziehen!

Schlimm ist halt, dass er sich in eine Chatbekanntschaft verliebt hat und die beiden sich von Zeit zu Zeit immer näher kommen und ich krieg das ganze mit, ob ich will oder nicht!

Wenn ich meinem Ex in der Wohnung aus dem Weg gehe, dann kommt er kuschelt und küsst mich. Tut eigendlich so als ob nix wäre! Er hat die Beziehung beendet vor 8 Wochen, einen Neuanfang wollte er auch nicht so recht!

So und ich kämpfe grad wirklich mit dem loslassen. Ich muss es schaffen, nein zu sagen, wenn er meine Nähe will. Ich muss es schaffen mit den Gedanken nicht mehr auf ihn fixiert zu sein! Und ich denke es ist auch zu schaffen wenn man will. Ich habe keine Lust mein Leben in Kummer zu verbringen. Liebeskummer ist eine Krankheit und die MUSS geheilt werden. Gibt leider keine Medizin dafür, aber der Kern es zu überwinden liegt in einem selbst.

Ich versuche grad wieder mich selbst zu finden, mich selber zu achten und zu lieben, denn kein Mensch kann mir diese Liebe zu mir selbst nehmen! Wenn ich an dem Punkt angelangt bin, dann werde ich auch nur noch das tun was MIR gut tut!

Tja das ist alles eine schöne Theorie und ich arbeite daran gerade, aber es ist halt ... schwer. Wenn ich dann lese dass es bei Dir schon über Monate hinweg geht, krieg ich fast Angst!

Vielleicht hast Du ja lust Dich mit mir auszutauschen, denn mir hilft Reden immer sehr viel. Geteiltes Leid ist halbes Leid oder?

LG
Renate

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27. Mai 2004 um 19:51
In Antwort auf rauha_12913938

Ich kann es gut verstehen!
Liebe Patricia, ich mach gerade das selbe durch schon seit 8 Wochen in etwa. Das blöde ist, dass mein Ex noch mit mir in der gemeinsamen Wohnung lebt und wir beide keine Möglichkeit haben irgendwo anders einzuziehen!

Schlimm ist halt, dass er sich in eine Chatbekanntschaft verliebt hat und die beiden sich von Zeit zu Zeit immer näher kommen und ich krieg das ganze mit, ob ich will oder nicht!

Wenn ich meinem Ex in der Wohnung aus dem Weg gehe, dann kommt er kuschelt und küsst mich. Tut eigendlich so als ob nix wäre! Er hat die Beziehung beendet vor 8 Wochen, einen Neuanfang wollte er auch nicht so recht!

So und ich kämpfe grad wirklich mit dem loslassen. Ich muss es schaffen, nein zu sagen, wenn er meine Nähe will. Ich muss es schaffen mit den Gedanken nicht mehr auf ihn fixiert zu sein! Und ich denke es ist auch zu schaffen wenn man will. Ich habe keine Lust mein Leben in Kummer zu verbringen. Liebeskummer ist eine Krankheit und die MUSS geheilt werden. Gibt leider keine Medizin dafür, aber der Kern es zu überwinden liegt in einem selbst.

Ich versuche grad wieder mich selbst zu finden, mich selber zu achten und zu lieben, denn kein Mensch kann mir diese Liebe zu mir selbst nehmen! Wenn ich an dem Punkt angelangt bin, dann werde ich auch nur noch das tun was MIR gut tut!

Tja das ist alles eine schöne Theorie und ich arbeite daran gerade, aber es ist halt ... schwer. Wenn ich dann lese dass es bei Dir schon über Monate hinweg geht, krieg ich fast Angst!

Vielleicht hast Du ja lust Dich mit mir auszutauschen, denn mir hilft Reden immer sehr viel. Geteiltes Leid ist halbes Leid oder?

LG
Renate

Hallo Renate!
Ach du meine Güte, wie schaffst du das bloss? Naja, ich muss zwar nicht gross reden, mit meinem letzten Ex (also nicht der, dem ich jetzt grad hinterhertrauere, sondern der davor) habe ich 3 Jahre zusammen in einem Bett geschlafen, ohne dass was gelaufen ist. Er hat zwar nicht offiziell Schluss gemacht, aber es war klar dass nichts mehr draus wird. Als er dann aber wirklich Schluss gemacht hat, ist er auch gleich ausgezogen. Da war aber auch keine andere Frau im Spiel, ich glaube, dann wäre ich durchgedreht in der gleichen Wohnung mit ihm...

Du hast recht, man darf sich die Liebe zu sich selbst nicht nehmen lassen - ich glaube, dass auch genau diese Liebe zu sich das ist, was den Partner schliesslich anzieht... wenn man sich selbst nicht liebt, wie soll es denn ein anderer tun... Eine gesunde Portion Egoismus zieht die Männer an wie das Licht die Motten (und umgekehrt auch die Frauen, schätze ich )

LG
Patricia

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31. Mai 2004 um 9:15

So ein Mist
Gestern hat ein Freund von mir meinen Ex mit seiner neuen Freundin getroffen... ich hatte schon länger den Verdacht, dass er schon eine hat, wusste es aber nicht sicher... ich fühle mich total down und es zerreisst mir fast das Herz, wenn ich dran denke dass die jetzt kuscheln und zusammen frühstücken, wie wir früher... wieso muss das nur immer so besch... sein??? Warum kann er so schnell wieder jemanden lieben, und ich nehme vor jedem Mann Reissaus, der mich interessiert ansieht???

Patricia

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2. Juni 2004 um 14:38

Wir armen Weiber....
Geht mir auch so... mein Ex hat sich vor ca. 2.5 Monaten getrennt von mir...eigentlich bin ich auch froh darüber, ich liebe mein Singleleben und endlich kann ich wieder machen was ich will.
Wir haben uns zuerst 6 Wochen nicht gesehen und dann plötzlich hat er mir eine SMS geschrieben ob wir uns mal treffen sollen. Ab dann hat er mir jeden tag geschrieben (auch intime SMS) und er hat zum Teil auch einfach angerufen..
eines Tages haben wir uns an einer party getroffen. Wir waren beide betrunken und haben uns geküsst und am schluss bin ich zu ihm und wir hatten sex. Das ist etwa ein Monat her und seither ist das noch 2 mal passiert das wir sex hatten. Es ging mir eigentlich immer gut und ich habs genossen das wir uns geküsst haben wie früher und er mich gestreichelt hat.. am Montag nach dem sex war ich total happy und am abend bin ich dann mit 7 Freunden (und er war auch dabei) im Kino. Zufällig musste ich noch neben ihm sitzen, wie früher und plötzlich hat es mich doch irritiert. Er hat wirklich gut ausgesehen an diesem Tag und irgendwie hat es mir weh getan weil ich gemerkt hab das er sicher auch begehrt werde von andern Frauen und nicht nur ich... nun bin ich ein bisschen verwirrt, ich wollte ihn doch gar nicht mehr zurück!! Oder will ich es doch? ich versteh mich selber nicht und trotzdem muss ich oft an ihn denken, dabei will ich das nicht! Irgendwie schaff ichs einfach auch nicht, ganz loszulassen. wenn ich weiss das er irgendwo auftaucht, dann bleib ich ganz bestimmt dort bis er kommt, dabei würde ich am besten vorher schon gehen damit ich ihn nicht seh, es bringt mir ja eh nichs wenn ich ihn sehe! Aber wenn er mit mir ja noch Sex hat dann mag er mich ja irgendwie schon auch noch.. ich verstehs nicht..

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2. Juni 2004 um 17:20

Hallo Patricia
Trennungen sind nie leicht und es ist ebenso schwierig, mit "negativen" Emotionen umzugehen.

Was Dich wahrscheinlich immer wieder "reinreisst", sind die Erinnerungen an die schoenen Zeiten mit dem Ex. Die aber sind nicht mehr. Gedanken daran, wie schoen es doch einmal war, bringen absolut nichts, denn so war es ja laengst nicht mehr. Wenn solche Gedanken kommen, scheuche sie weg, denn Du hast sie als Illusion erkannt.

Desweiteren lese ich in Deinen Zeilen Deine Angst, keinen neuen Partner mehr zu finden. Diese Angst verstaerkt natuerlich Deine Fokusierung auf die leidig-schoene Erinnerung.
Mach Dir keine Gedanken ueber eine neue Beziehung. Die kommt frueher oder spaeter.

Konzentriere Dich auf Dich selbst. Mach es Dir schoen, goennne Dir etwas. Sei Du selbst. Liebe Dich.

Praktische Tips: schmeiss alles raus, was Dich an ihn erinnert. Geschenke, Schmuck, Photos etc. Mach, wenn Du magst, ein Verbrennungs-Ritual daraus, ode verschenke solche Sachen. Wenn Du nichts wegwerfen magst, verpacke es in einer Kiste und verstaue die Kiste im Keller oder im Speicher.

Jedesmal, wenn Du Dich in Gedanken bei ihm erwischst, rufe Dir in Erinnerung, wie es zum Schluss bei Euch war udn warum Ihr Euch getrennt habt. Schau voraus und nicht zurueck. Schau nur dann zurueck, wenn Du verstehen willst, denn vorwaerts gehen heisst rueckwaerts verstehen.

Wenn Du an Sachen wie Chakren glaubst, kannst Du die Verbindungen zu ihm aus Deinem Solarplexus, Sakralchakra udn Wurzelchakra rituel herausreissen.

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