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Ich werde nur kommandiert und respektlos behandelt - ich kann nicht mehr

5. Februar 2013 um 8:32

Hallo,
ich weiß nicht mehr weiter und wende mich daher an euch.
Ich bin vor über einem Jahr zu meinem Freund in SEIN Haus gezogen. Habe meine Wohnung gekündigt.
Ich brauche keine Miete hier zahlen und bin deshalb von Anfang an im Zwiespalt. Ich bin quasi auf ihn angewiesen, schmeißt er mich mal raus, stehe ich da. Ich muss viel machen, mit bauen helfen, reparieren, Haushalt (okay ist normal). Ich muss quasi die eingesparte Miete in "körperilichen" Arbeiten begleichen.
Am Anfang hab ich alles durch die rosa Brille gesehen. Wir liebten uns heiß und innig und ich dachte, daß es so schlimm schon nicht wird und das er mich respektvoll behandelt. Nun heißt es aber immer öfter, mach dies, mach das, schleuder die Wäsche so, brat in der Pfanne so, mach das Bett so rum, geh kehren, geh Schnee schippen usw.
Die Liebe ist auch sehr abgekühlt, wir streiten oft und im Streit benimmt er sich wie die Axt im Wald, er scheucht mich zur Seite und sagt wie zu einem Pudel "Platz Platz weg weg". Die Wärme, die er mir früher gegeben hat ist weg, es zählt nur noch er und seine Belange.
Ich liebe ihn zwar noch sehr, fühle mich aber dermaßen komandiert und als Gefangene in diesem Haus, weil ja hier nix mir ist, daß ich nicht mehr kann.
Ich wollte mir nun eine eigenew Wohnung besorgen und Umzug organisieren, dazu fehlt mir allerdings das nötige Geld.
Ist jemand von euch vielleicht in einer ähnlichen Situation und kann was dazu sagen?
Oder möchte mir jemand mal seine Meinung als Ausenstehender dazu sagen?
Ich danke euch schonmal,
Bine

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5. Februar 2013 um 21:59

Wie
Danke für eure Antworten.
Ich habe schon sehr viel mit ihm über sein Verhalten gesprochen. Es gibt gute Tage, da sagt er: Entschuldigung, ich will mich bessern. Dann schlechte Tage, an denen er komplett abblockt, keine Fehler eingesteht und sofort wieder ein Streit entsteht, weil er ganz genau weiß, daß er etwas falsch macht, es aber ums Verrecken vor mir nicht zugeben will.
Er hat sich jetzt auch wieder entschuldigt, nähert sich mir an, weil ich mich sehr zurückziehe. Da kann er der liebste Mann auf Erden sein, macht Frühstück, putzt mir das Auto, massiert mir den Rücken und im Streit erscheint dann Dr. Jekyll und er verletzt mich bewusst mit fiesen Äusserungen und komandiert und buttert mich unter.
Ich weiß nicht, wie ich mich noch wehren soll, damit die Beziehung eine Chance hat und wir uns gegenseitig besser behandeln

@nanacara: ich habe mich vorher mit der Wohnung und Auto tief in den Dispo geritten , und das Geld, daß ich jetzt "über" habe, damit zahle ich Stück für Stück ab.

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6. Februar 2013 um 12:37

Hm..
Grüß Dich,

dass die erste Phase des Verliebtseins nicht ewig hält, wissen wir alle und auch, dass der wahre Charakter eines Menschen sich meist erst mit der Zeit zeigt, besonders aber, wenn man zusammen lebt.
Nun kann es sein, dass er schlicht und einfach ein Tyrann und Macho ist, der das Sagen haben möchte und muss. Dagegen wirst du schwer etwas ausrichten können, denn es ist eine Sache, eine unliebsame Gewohnheit abzulegen (Schlampigkeit, Unpünktlichkeit o.ä.) eine ganz andere, das eigene Benehmen, bzw. Charaktereigenschaften zu ändern.

Eine weitere Möglichkeit ist der Verlust des Respekts.
Lebt man zusammen, ist es selbstverständlich, dass man mit anpackt, zahlt man keine Miete, ist es vielleicht auch ok, dass man dafür mehr Aufgaben übernimmt ABER: das gibt ihm noch lange nicht das Recht, dich unterzubuttern oder gar zu demütigen.

Wessen Idee war es, bei ihm einzuziehen? Hat er dir angeboten kostenlos bei dir zu wohnen?
Bist du berufstätig? Falls nein - such dir schnellstens einen Job!
Mag sein, dass du dich mit dem Dispo überschuldet hast, aber gibt es keine Möglichkeit, niedrigere Raten zu vereinbaren? Zumindest soweit, dass du wenigstens einen Mietanteil bezahlst?
Was wäre gewesen, wenn er nicht gewesen wäre? Dann müsstest du doch auch irgendwo wohnen!

Der Punkt ist, du musst NICHT bei ihm bleiben! Wir leben in einem Sozialstaat und so schnell landet man hier nicht auf der Straße.
Falls du kein eigenes Einkommen hast, kannst du HartzIV beantragen. Man wird dir bei der Wohnungssuche helfen und auch den Umzug bezahlen.
All das ist nicht schön, aber immer noch besser, als sich selbst quasi zu "verkaufen" und sich wie eine Dienstmag behandeln zu lassen! Mensch, du wirst doch etwas Stolz und Würde besitzen, oder?

Ansonsten wirst du weiterhin ertragen müssen, dass er dich nach Lust und Laune behandelt und wenn er deiner völlig Überdrüssig ist, setzt er dich vor die Tür. Und dann?
Möchtest du wirklich täglich kuschen, nur weil du abhängig bist?
Es ist möglich, dass er durchaus den Respekt vor dir verloren hat, weil er genau weiß, wie abhängig du von ihm bist. Im Grunde kann er machen, was er möchte - denn du tust nichts dagegen.

Raff dich auf und such dir Beistand, es gibt IMMER einen Ausweg.

Liebe Grüße,
Rullgardina

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