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Forum / Liebe & Beziehung

Ich werde mich nach 15 Jahren trennen

Letzte Nachricht: 24. Februar 2011 um 17:33
L
lockie_12514094
21.02.11 um 9:09

Ich weiß selbst nicht warum ich mein Problem im Internet veröffentliche. Vielleicht um Absolution zu bekommen oder einfach um es mir mal von der Seele zu schreiben.

Ich bin seit 15 Jahren mit meiner Frau verheiratet wir haben zwei wunderschöne Kinder. Nach der Geburt meiner Tochter 5 J. (es war eine sehr harte Geburt) hatte meine Frau ein Jahr lang kein Verlangen mehr nach Sex. Ich hörte, dass dies bei vielen Frauen so sein soll, und akzeptierte es. Wir hatten danach ca. 1x pro Woche Sex, bei dem meine Frau scheinbar nach 3 - 5 Minuten Schmerzen empfand, wodurch der Akt dann jeweils krampfhaft oral beendet wurde. Ich versuchte mit meiner Frau darüber zu reden, sie beteuerte mir jedoch jedes Mal alles sei in bester Ordnung und sie hat keine Schmerzen. Ich hatte das Gefühl, sie wollte die Sache verdrängen, einfach nicht darüber reden. Ich hörte von einem Arzt, der sich genau auf diesem Gebiet spezialisiert hatte, doch davon wollte meine Frau erst Recht nichts hören. Da ich meine Frau liebte, ertrug ich die Sache so gut es ging. Vor zwei Jahren kam dann unser Sohn zur Welt. Obwohl diese Geburt laut ihrer eigenen Aussage wesentlich angenehmer verlaufen ist, hatte sie wieder ca. 10 Monate kein Verlangen nach Sex. Anschließend ging es so weiter wie zuvor, jeden Sonntag 19:30 Uhr Alibi-Sex anschließend Tatort. Ich fragte mich zunehmend ob ich meine Frau noch liebe, und zu meiner Schande konnte ich die Frage nicht mehr eindeutig bejahen. Es ist soweit gekommen, dass ich meinerseits nun kein Verlangen mehr nach Sex mit meiner Frau empfand. Ich erfand also immer mal wieder Krankheiten, wie Pilzerkrankungen oder Kopfschmerzen, damit ich dem wöchentlichen Fiasko entgehen kann. Nun sagte meine Frau mir neulich: "Nicht das Du mir irgendwann vorwirfst, ich hätte nicht oft genug mit dir geschlafen". Nun habe ich mich in eine andere Frau verliebt. Meine Schuldgefühle verfolgen mich Tag und Nacht. Je mehr ich die andere Frau liebe umso mehr beteuert mir meine Frau wie sehr sie mich liebt. Ich lebe noch zu Hause aber in Gedanken stelle ich mir bereits ein Leben mit der anderen Frau vor. Dann denke ich wieder, das kannst du deinen Kindern nicht antun. Was für ein Schwein bist Du eigentlich nur wegen dem bisschen Sex Deine Ehe zu opfern, und Deinen Kindern einen emotionalen Schaden zuzufügen. Ich bin selbst ein Scheidungskind, und hatte mir immer geschworen, meinen Kindern soll das nicht passieren, und nun bin ich keinen Deut besser! Wenn ich mir vorstelle, wie meine Frau und meine Kinder unter einer Trennung leiden würden, zerreist es mir das Herz. Gibt es irgendjemanden, der ähnliches erlebt hat?

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I
iris_12527557
21.02.11 um 17:03

Ich höre, dass du es so nicht wolltest
und doch sehr viel versucht hast. Das was du schilderst So
19.30 Uhr Alibisex, das ist ja echt zum abgewöhnen und ich höre auch, dass du Vorschläge gemacht hast, es zu ändern und Hilfe zu holen. Das was du nie wolltest, ist nun passiert. Du bist kein Schwein. Dass deine Kinder leiden müssen, das muß nicht sein, denn sie leiden auch in einer Beziehung, wo die Liebe auch die körperlich Ausschluß findet. Solche Fälle kenne ich auch. Und an anderer Stelle habe ich heute das Posting einer jungen Frau gelesen, die auch zur Trennung geraten hat, weil sie es später entspannender erlebt hat.
Wichtig ist, dass du den Kindern ein guter Vater bist, dass ihr
keinen Krieg, der Kinder willen, anfangt. Notfalls rate ich euch zu einer Mediation.
Ich würde an deiner Stelle mal ausziehen, aber nicht unbedingt gleich mit der Neuen zusammen. Du solltest die Trennung verarbeiten. Auch das mit den Kindern sollte sich sortieren. Ohne dass du die neue Frau verstecken mußt , würde ich die Kinder da behutsam ranführen. Kinder sollen nicht dein Leben bestimmen und dennoch sollten auch sie
mit Respekt und Achtung behandelt werden.
Lieben Gruß
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lockie_12514094
24.02.11 um 15:53
In Antwort auf iris_12527557

Ich höre, dass du es so nicht wolltest
und doch sehr viel versucht hast. Das was du schilderst So
19.30 Uhr Alibisex, das ist ja echt zum abgewöhnen und ich höre auch, dass du Vorschläge gemacht hast, es zu ändern und Hilfe zu holen. Das was du nie wolltest, ist nun passiert. Du bist kein Schwein. Dass deine Kinder leiden müssen, das muß nicht sein, denn sie leiden auch in einer Beziehung, wo die Liebe auch die körperlich Ausschluß findet. Solche Fälle kenne ich auch. Und an anderer Stelle habe ich heute das Posting einer jungen Frau gelesen, die auch zur Trennung geraten hat, weil sie es später entspannender erlebt hat.
Wichtig ist, dass du den Kindern ein guter Vater bist, dass ihr
keinen Krieg, der Kinder willen, anfangt. Notfalls rate ich euch zu einer Mediation.
Ich würde an deiner Stelle mal ausziehen, aber nicht unbedingt gleich mit der Neuen zusammen. Du solltest die Trennung verarbeiten. Auch das mit den Kindern sollte sich sortieren. Ohne dass du die neue Frau verstecken mußt , würde ich die Kinder da behutsam ranführen. Kinder sollen nicht dein Leben bestimmen und dennoch sollten auch sie
mit Respekt und Achtung behandelt werden.
Lieben Gruß
Melike

Danke
Hallo Melike,

danke für Deine Antwort. Ich fühle mich miserabel. Ich habe mich von der anderen Frau getrennt, weil ich meine Kinder nicht im Stich lassen wollte. Ich bin mir jedoch nicht sicher, ob meine Probleme jemals gelöst werden können. Eine Mediation könnte helfen, wenn meine Frau bereit für so etwas wäre. Allerdings weiß ich nicht ob es an ihrer sexuellen Unlust etwas ändern würde. Wie ich mittlerweile hier im Forum gelesen habe, bin ich nicht der einzige, dessen Frau offensichtlich keine Lust auf Sex mehr empfindet. Dabei frage ich mich dann, lieben diese Frauen ihre Männer überhaupt noch, oder wird irgendwann alles zur Routine? Ist Sex nicht auch ein starkes Mittel zur Steigerung des Zusammengehörigkeitsgefühles, sollte Sex nicht für beide Partner ein Vergnügen sein? Oder kann man sich Sex auch abgewöhnen? Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass ich das kann. Ich weiß im Moment gar nichts mehr.

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iris_12527557
24.02.11 um 17:33
In Antwort auf lockie_12514094

Danke
Hallo Melike,

danke für Deine Antwort. Ich fühle mich miserabel. Ich habe mich von der anderen Frau getrennt, weil ich meine Kinder nicht im Stich lassen wollte. Ich bin mir jedoch nicht sicher, ob meine Probleme jemals gelöst werden können. Eine Mediation könnte helfen, wenn meine Frau bereit für so etwas wäre. Allerdings weiß ich nicht ob es an ihrer sexuellen Unlust etwas ändern würde. Wie ich mittlerweile hier im Forum gelesen habe, bin ich nicht der einzige, dessen Frau offensichtlich keine Lust auf Sex mehr empfindet. Dabei frage ich mich dann, lieben diese Frauen ihre Männer überhaupt noch, oder wird irgendwann alles zur Routine? Ist Sex nicht auch ein starkes Mittel zur Steigerung des Zusammengehörigkeitsgefühles, sollte Sex nicht für beide Partner ein Vergnügen sein? Oder kann man sich Sex auch abgewöhnen? Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass ich das kann. Ich weiß im Moment gar nichts mehr.

Ich weiß es gibt Partner,
die wollen alles nicht, keinen Sex, keine Beratung, nicht drüber reden, nichts verändern. Und es gibt immer jemand , der das mitmacht. Eben für deine Kinder solltest du diesen Zustand ändern. Kinder spüren doch, wie die Beziehung der Eltern läuft. Der Vater ein Bittsteller und die Mutter lenkt das Ganze. Ich möchte deine Frau nicht verurteilen, weil ich nicht weiß, wie sie über Sex denkt. Welche Glaubenssätze gibt es da, wie hat sie es gelernt bekommen. Licht aus, Decke drüber, den Rest lassen wir mal weg. Wurde sie evtl missbraucht? Wie hat sie die Sexualität erfahren? Ich kenne Paare , die mit dem Therapeuten auch an diesem Thema gemeinsam arbeiten. Du mußt sagen, wo deine Grenzen sind. Viele warten bis die Kinder dann groß sind. Was bürdet man da den Kindern auf. Macht sie zu Schuldigen. Kinder spüren diese Themen, selbst wenn sie nicht ausgesprochen werden. Du kannst ja mal den Anfang machen und zu einer Beratung gehen. Vielleicht kannst du dann deiner Frau anders gegenüber treten. Evtl erklärt sie sich dann bereit mit daran zu arbeiten und wenn nicht, dann gehst du. Aber nicht weil schon eine Neue in den Startlöchern sitzt. Das Ende einer Beziehung sollte erst mal verarbeitet werden. Und dann kann man zum richtigen Zeitpunkt wieder in eine Beziehung starten. Du begibst dich in die Opferrolle und das ist nicht gut. Werde aktiv.
Gruß Melike

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