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Ich weiß nicht weiter...

11. März 2015 um 22:11

Ihr Lieben,

Ich (23 Jahre) bin seit 1 Jahr und 10 Monaten mit meinem Freund (22) zusammen. Wir hatten uns über gemeinsame Freunde bei einer Messe kennengelernt und aufgrund der Distanz (er Franken, ich Norddeutschland) viel über Facebook, Skype und WhatsApp kommuniziert. Ein halbes Jahr später besuchte er mich und sind zusammengekommen. Er hat mich auf Händen getragen und mir jeden Wunsch von den Lippen abgelesen, vor seinen Freunden zu mir und unserer Beziehung gestanden. Von da an führten wir eine Fernbeziehung, was auch einigermaßen gut funktioniert hatte. Nach ein paar Monaten ist er dann zu mir gezogen. Er war weiterhin sehr charmant und zuvorkommend, allerdings stinkfaul. Im Haushalt hat er nichts getan und einen Job hat er sich auch nicht gesucht, selbst nachdem ich ihn immer und immer wieder dazu gedrängt hatte.
Nach einiger Zeit fand ich dann heraus, dass er via Internet mit mehreren anderen Frauen geflirtet hatte, mich bei ihnen verschwiegen oder als Ex bezeichnet hat. Das hat mich sehr gekränkt, und das habe ich ihm auch gesagt. Er versprach mir, es sein zu lassen, weil er "manchmal dumme Sachen tue" (so sein Wortlaut). Ich hatte es ihm allerdings verziehen, aber ich wurde mit der Zeit natürlich immer eifersüchtiger, worunter auch er litt. Die Streitereien nahmen zu, er wurde immer kälter und distanzierter mir gegenüber. Vor knapp zwei Monaten habe ich dann mitbekommen (ja, ich hatte in seinem Handy rumgeschnüffelt, weil ich ein schlechtes Gefühl hatte), dass er mit einer 3 Jahre älteren Frau aufs übelste flirtet (sich von ihr Nacktfotos schicken lässt, ihr sagt, dass er [nur] sie liebt und auf wie viele verschiedene Arten und Weisen er mit ihr schlafen würde etc.). Mir wurde speiübel, musste aber los zur Arbeit. Abends hatte ich dann mit ihm darüber gesprochen, er warf mir natürlich gleich vor, ich würde ihm nicht vertrauen. Wir hatten dann stundenlang und über seine Flirterei ausgesprochen und er schien verstanden zu haben, dass es falsch sei und es lassen würde.
Aber seitdem besteht zwischen uns immer eine gewisse Spannung, er äußert, dass er mich langweilig findet und wir streiten uns bei jeder Kleinigkeit. Da er wegen seiner anstehenden Ausbildung in einer anderen Stadt in der Nähe wohnt, sehen wir uns natürlich nicht mehr so oft, aber ich dachte, der Abstand wäre vielleicht gar nicht so verkehrt. Allerdings schreiben oder telefonieren wir kaum noch miteinander. Wenn ich ihn frage, wie es ihm geht, antwortet er meist stunden später und auch sehr knapp und abgehackt, sagt, dass er seine Ruhe will. Wenn es umgekehrt ist (er fragt mich und ich antworte spät und kurz angebunden) wirft er mir vor, er würde mir gar nichts mehr bedeuten und ich sei nur noch mit ihm zusammen, weil ich Angst vor dem Alleinsein hätte.

Ich will loslassen, denn ich merke, dass er nicht mehr der Mann ist, in den ich mich verliebt hatte. Und dass diese Zeiten wahrscheinlich nicht mehr wiederkommen werden.
Aber ich kann nicht... vielleicht hat eine von euch einen konstruktiven Rat für mich

LG

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12. März 2015 um 0:23

Umgekehrt
Ich bin der Fischkopp und er der Franke

Es ist ja nicht so, als hätte es von Anfang an diese Spannungen gegeben. Aber gerade seit letztem Sommer gab es immer wieder Konflikte, hauptsächlich dadurch, dass er mir gegenüber nicht immer ehrlich ist und die Flirterei nicht sein gelassen hat, nachdem ich ihn drei Mal (!) darauf hingewiesen hatte, es zu lassen. Vielleicht braucht er die Bestätigung von seinen "Fangirls", der geilste Typ der Welt zu sein, aber dann soll er sich eine suchen, die das toleriert. Was ich ihm allerdings auch schon gesagt habe. Er sagte nur, er meint es ernst mit mir und will es ändern.

Ich kann ihm nicht vertrauen. Und das sollte ich ja eigentlich als seine Freundin. Ich weiß ja nicht einmal richtig, ob ich ihn noch liebe bzw. für ihn dasselbe wie am Anfang unserer Beziehung empfinde. Hin und wieder hatten wir auch über eine Auszeit nachgedacht... aber was hab ich dann davon? Soll ich warten, dass er sich ändert? Soll ich mich ändern? Und was, wenn die Warterei im Nachhinein nur eine Verschwendung von Zeit und Nerven ist?

Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Sorgen hab ich derzeit ohnehin schon genug.

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12. März 2015 um 1:13

Auf Wunder warten
Ich warte ja nicht auf ein Wunder. Ich warte eigentlich nur darauf, dass er wieder der Mann wird, der er zu Anfang unserer Beziehung war.
Ständig versuche ich herauszufinden, warum sich das alles so entwickelt hat. Liegt es an mir? Bin ich ihm nicht "gut genug"? Hat er kein Interesse mehr an mir, sowohl in menschlicher als auch in sexueller Hinsicht? (Letzteres läuft seit einiger Zeit nämlich auch nicht mehr )
Jedenfalls hat er mittlerweile auch völlig andere Vorstellungen, was eine Beziehung angeht. Er erklärte es mit "Woanders Appetit holen, aber Zuhause essen", sprich, eine offene Beziehung, für beide Seiten. Habe daraufhin klar gestellt, dass ich sowas nicht möchte. Ob es nun Verklemmtheit meinerseits ist, weiß ich nicht. Für mich ist Treue und Monogamie in einer Beziehung eine Selbstverständlichkeit. Eine offene Beziehung steht für mich außer Frage.

Zurzeit passt bei uns eine Menge nicht, da hast du recht.
Aber ist es gleich ein Grund, alles hinzuwerfen?
Ganz egal ist er mir ja auch nicht, aber ich vermisse seit Langem die "Schmetterlinge im Bauch"...

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