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Ich weiß nicht mehr weiter...

23. April 2015 um 7:35 Letzte Antwort: 23. April 2015 um 11:40

Hallo ihr Lieben,

leider muss ich mich wieder einmal an euch wenden, weil ich mit meinem Latein am Ende bin. Ich hoffe, ich schreibe keinen Roman und jemand opfert sich, das zu lesen, wäre sehr dankbar

Ich (w,21) und er (22), führen seit fast 3 Jahren eine Beziehung, haben uns vorher schon ein halbes Jahr jeden Tag gesehen und wohnen seit über einem Jahr bei ihm und seinen Eltern in seinem Zimmer, das grade so für uns reicht.

Unsere Beziehung lief anfangs schwer, weil er Bindungsängste hatte und oft eher egoistisch war. Als wir diese Phase überstanden hatten, lief alles fast nur noch harmonisch. Gab es Probleme, dann war es eher wegen seiner Arbeitslosigkeit bzw seinem schwierigen Charakter, er ist sehr wechselhaft und launisch.

Ich bin leider sehr anhänglich und warne die Leute um mich herum immer gleich vor und versuche zu vermitteln, wie ich sein kann. Mein Freund liebt diese Eigenschaft an mir, ist selbst zwar auch anhänglich, aber nicht in dem Maße wie ich. Wegen ihm hatte ich meine letzten beiden Freunde verloren (was sie aber auch verdient hatten) und stehe nun fast ganz alleine da, Kontakte zu knüpfen hat bisher nicht wirklich geklappt, obwohl ich mir viel Mühe gebe, es ist aber nicht leicht sich in schon bestehende Gruppen zu fügen. Daher bin ich schon recht auf mein Freund angewiesen.

Mein Freund hat seit 2 Monaten endlich ein Dauerpraktikum mit anschließender Ausbildung gefunden, während ich mein Job letztes Jahr verloren habe und seit dem erfolglos auf Suche bin eine Ausbildung in meinem Bereich zu finden. Seit dem geht aber nur noch alles schief.
Mir geht es gesundheitlich schlecht, ich mache mir immer einen riesen Kopf um alles und sehe schnell Sachen, die vielleicht gar nicht sind, wenn mein Freund zb etwas schreibt, das komisch klingt, baue ich mir schon ein ganzes Gerüst.
Mit seinen Freunden (enge Bekanntschaften aus dem Internet) hat er nicht mehr viel Kontakt durch die Arbeit und dadurch, dass diese immer skypen wollen, wenn sie mal zusammen spielen und das hier im kleinen Zimmer nicht möglich ist, da ich dann nichts für mich tun kann, weils zu laut ist und mein Freund versteht das vollkommen und hat mich immer verteidigt.
Oft kommen von überall dumme Sprüche, von wegen ich herrsche über ihn, verbiete ihm usw, dabei bin ich einfach ehrlich. Wenn ich ein Gefühl hab, sage ich es, ich versuche bei Sachen, die mich stören an meine Grenzen zu gehen und bin ehrlich wie weit das funktioniert. In einer eigenen Wohnung habe ich nichts gegen Skype.
Wie gesagt, versteht mein Freund das alles und weiß, dass ich ihm viele Sachen gerne gönnen würde, hat bisher aber immer gerne verzichtet.

Letzte Zeit ist er aber auf kleine Dinge sehr gereizt und gestern musste ich erfahren, dass es daran liegt, dass er sich "an der kurzen Leine" fühlt. Ich kann verstehen, dass er sich so fühlt, ich bin recht dominant, aber ich lass immer mit mir reden und ich will ja, dass es ihm gut geht, kann mit manchen Dingen aber zur zeit einfach nicht zurechtkommen wie zb mit Skype, es stört mich einfach zu sehr. Er sagt, er hat keine Meinungsfreiheit und ich lege alles mehr als auf die Goldwaage, was aber auch an meiner Situation liegt und durch eine gescheiterte Beziehung davor, in der ich sehr wohl 4 Jahre aufs Korn genommen wurde, und habe deswegen Verlustängste.
Er kann alles verstehen im Einzelnen, aber im Gesamtpaket ist es zu viel, aber er weiß auch nicht wie man das ändern kann, er kann nichtmal sagen, was anders ist als vorher.

Ich persönlich fühle mich, wie ich bin, wie immer. Ich war schon immer sehr neugierig und offen, wenn mir etwas auf der Seele lag. Ich verbiete meinem Freund auch gar nichts und gehe gern Kompromisse ein, will auch Kritik erfahren, damit ich es bessern kann. Er aber zieht sich nun komplett zurück, obwohl er dennoch sagt, er liebt mich über alles und will mit mir zusammen sein. Ich wollte ihm Zeit einräumen, die will er aber auch nicht, er ist glücklich mit einer so engen Beziehung und gleichzeitig nervt es ihn.
Ich denke, das hat auch mit seinem wechselnden Gemüt zu tun, damals ist er auch immer geschwankt, eine Weile kommt er mit etwas super klar und plötzlich nicht mehr und dann wieder.
Was auch gefallen ist, ist, dass ich manche Ausbildungen nicht machen will, weil sie einfach nicht in meinen Bereich fallen und ich mich dort zu unwohl fühlen würde. Er macht auch nicht gerade seinen Traumjob, aber fühlt sich dort wohl, er hatte schon 5 Jahre daheim gesessen und das war seine letzte Chance. Bei mir ist noch Zeit und ich darf noch einigermaßen wählerisch sein, weil ich bisher immer gute Rückmeldungen hatte. Nun wirft er mir aber vor, dass ich nicht jeden beliebigen Beruf annehme, obwohl er da immer locker damit war und sogar meinte, er fände es nicht schlimm wenn ich gar nichts hätte, will ich natürlich nicht.
Dann wirft er mir noch vor, wegen mir, hätte er kaum noch Kontakte, all die Monate davor wusste er aber selbst, dass seine Freunde sich selbst nicht melden, die lassen ihn oft hängen und er gab mir nie die Schuld dafür.
Er zweifelt mittlerweile an der Beziehung und hat mir sogar gesagt, dass ich wie ein ... wirke, obwohl ich niemals was böses will, ich bin nur offen mit meinen Gefühlen, versuche aber auf ihn zuzugehen. Anscheinend ist das aber auch schon seit meinem letzten Job, dass ihn vieles an mir nervt, was mich schon sehr wundert, weil es durchgehend in Ordnung war.

Ich bin ziemlich am Ende und weiß nicht, wie ich mich ändern soll. Ich versuche immer wieder zurückhaltender zu sein, wenn ihn was stört, mich da zu ändern bzw zu bessern, zb lese ich oft mit, wenn er mit jemandem schreibt (ich sitz halt nebendran am Sofa und ist schlecht zu übersehen), es war aber auch nie ein Problem für ihn. Wenn er sagt er will das nicht, würde ich das sofort abstellen, weil ich das nur aus Neugier mache.
Meine Stimmung ist auch nicht die beste den ganzen Tag hier zu sitzen, aber ich versuche mir Arbeit zu machen, bewerbe mich immer und gehe regelmäßig zum Arbeitsamt. Abends lasse ich ihm seine Zeit, aber da ist er auch nur aggressiv und drückt mehr die Stimmung, ich bin mittlerweile deprimiert wegen des ständigen Hin und Hers.
Es ist völlig in Ordnung, dann doch nicht, dann meckert er daran, usw. Dabei sagt er von sich selbst, er wäre anstrengend und ist froh, dass ich ihn aushalte und plötzlich ist er super und ich bin das Letzte
Ich bin nur noch verwirrt und habe Angst ihn zu verlieren, grade weil wir uns langsam eine eigene Wohnung suchen wollten und ein Leben aufbauen wollten.

Bitte verurteilt mich nicht wegen der Anhänglichkeit, ich wäre auch gern etwas weniger davon, aber es ist schwierig es abzustellen und ich arbeite immerzu daran. Außerdem wollte er nie, dass ich damit weniger werde.
Wie soll ich mit ihm umgehen? Was geht in ihm vor? War jemand schon in einer ähnlichen Situation?
Es ist schwierig sich die ganze Zeit zu sehen und sich halb zu ignorieren, lag auch schon die ganze Nacht wach und mir kommt es vor, als würde es ihn nicht so sehr verletzen...

Ich würde mich wirklich sehr über einen Rat freuen, und es hat schon gut getan, das loszuwerden, alleine ist man mit solcher Situation recht überfordert, mir fehlt etwas Beistand

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23. April 2015 um 10:53

Hmmm
mit 20 und 21 Jahren noch bei dem Freund in seinen Kinderzimmer bei den Eltern zusammen seit über 1 Jahr wohnen....

Ihr müst doch mal auf eigenen Beinen stehen....und irgendwie eine eigene Wohnung oder so haben...

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23. April 2015 um 11:40
In Antwort auf joerg2525

Hmmm
mit 20 und 21 Jahren noch bei dem Freund in seinen Kinderzimmer bei den Eltern zusammen seit über 1 Jahr wohnen....

Ihr müst doch mal auf eigenen Beinen stehen....und irgendwie eine eigene Wohnung oder so haben...

Das sowieso...
Wir sehen uns grade nach einer um aber müssen noch alles beantragen und das geht auch erst wenn seine Ausbildung anfängt, vorher hatten wir das Geld dazu nicht

Ich glaube mittlerweile auch eher dass er jetzt wo er die Arbeit hat, sein Stil ziemlich hoch geht und er denkt, dass ich "blöd daheim sitze", dabei suche ich schon wie blöd nach einer Ausbildung bzw einem Job.

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