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Ich weiss mir keinen Rat mehr

29. Februar um 9:47 Letzte Antwort: 1. März um 16:21

Hallo liebe Community!

Ich habe sehr lange mit mir gekämpft, bevor ich mich dazu entschloss, mich mit meinem Problem an andere zu wenden. Mir sind jetzt aber die Alternativen ausgegangen, auch wenn mir das Thema ziemlich peinlich ist.

Kurz und gut: Meine Frau (35) und ich (42) haben jetzt seit über vier Jahren keinerlei körperlichen Kontakt mehr. Ihre Erklärungen dafür veränderten sich im Laufe der Zeit, wenn ich sie danach fragte.

Anfangs sagte sie, sie hätte Probleme mit Sex, da sie danach häufig eine Blasenentzündung bekäme. Auf mein Betreiben hin ging sie zum Arzt und man stellte eine verengte Harnröhre fest. Dies wurde erfolgreich behandelt. Tatsächlich hatten wir danach noch wenigstens alle zwei Monate noch Sex. Doch das hörte auch schnell auf.

Dann war ihre Erklärung, dass ich nicht zärtlich genug wäre, was mich sehr traf. Ich nahm es mir zu Herzen und versuchte alles, sie zu verführen. Ich habe mir sogar Bücher zu dem Thema gekauft. Doch das brachte auch nichts.

Dann waren wir bei einer Beziehungsberatung. Ohne Erfolg.

Danach meinte sie, sie hätte Probleme mit ihrem Körper. Fände sich nicht mehr attraktiv. Ich gab mir die grösste Mühe, sagte ihr immer wieder, wie schön ich sie finde, wie toll sie aussieht. Ohne Erfolg.

Wir führten lange Gespräche. Okay, ich gebe zu, in den ersten zwei Jahren Abstinenz kam es durchaus mal zum Streit, da Sexualität für mich sehr wichtig ist, aber nach dieser Zeit haben wir wirklich ruhig und "erwachsen" über das Thrma gesprochen. Es folgten weitere Erklärungen. Die letzte und aktuelle ist, sie empfinde keine sexuellen Gefühle mehr und würde sich selbst auch nicht berühren.

So leben wir jetzt seit vier Jahren. Körperlichkeit gibt es nicht mehr. Das wir nicht mehr kuscheln liegt auch an mir, denn - entschuldigt bitte - wenn ich ihren tollen Körper im Arm halte, begehre ich sie einfach. Allerdings hat sie auch kein Interesse am Kuscheln.

Wir haben gemeinsame Hobbies, ich schenke ihr immer wieder Blumen, erwarte nichts von ihr. Sie hat alle Freiheiten. Sie arbeitet Teilzeit und ich habe zwei Jobs. Ich stelle jedoch keinerlei Forderungen. Egal ob sie kocht oder nicht, ob die Wohnung gemacht ist oder nicht, ich freue mich, wenn es so ist, bin aber nocht böse wenn es nicht so ist.

Neulich ist ihr Auto kaputt gegangen und ich habe ihr schnellstmöglich ein neues gekauft. Ich will damit nicht angeben, nur klar machen, dass ich meine Frau liebe und versuche, alles für sie zu tun.

Ausserhalb des körperlichen ist unsere Beziehung super. Wir pflegen das gleiche Hobby, hören die gleiche Musik, gehen zusammen weg, usw.

Anfangs war dies komplett anders. Sie war damals 20 Jahre alt. In den ersten Jahren unserer Beziehung war sie sexuell äusserst aktiv, war anschmiegsam und sehr zärtlich. Vielleicht ist noch wichtig zu sagen, dass sie - als wir uns kennen lernten - fast keine Erfahrung hatte. Ich war ihr zweiter Partner. 

Sie sagt immer, sie liebe mich über alles. Ich liebe sie sehr und Treue ist für mich sehr wichtig. Aber ich wünsche mir so sehr, ihren Körper im Arm halten zu können, sie zu spüren. Allein das würde mir schon reichen. Einfach wieder etwas körperliche Zärtlichkeit und Nähe zu erfahren. 

Mittlerweile erwische ich mich immer wieder bei dem Gedanken: "Was habe ich eigentlich von dieser Ehe?" Und irgendwie schäme ich mich dafür, dass ich diesen Gedanken habe.

Mich interessiert jetzt besonders die weibliche Sichtweise der Lage. Wie kann ich das Verhalten meiner Frau deuten? Was kann ich tun? Was mache ich falsch? Ich weiss, dass man sich trennen kann, doch das möchte ich nicht. Es muss doch noch eine Möglichkeit geben, oder? Ist das Verhalten meiner Frau normal und ich bin unnormal? Ist mein Wunsch nach Sexualität vielleicht einfach falsch?

Ich bin ziemlich verzweifelt. Könnt Ihr mir Tips geben?

Im Voraus schon mal vielen Dank!

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29. Februar um 10:04

Also ich bin eine Frau . Und ich habe ähnliches erlebt . Mein Mann wollte auch keinen Sex mit mir . Tatsächlich nicht mit MIR . Ich habe mich nach 7 getrennt . Natürlich nach langem hin und her und hoffen und bangen wie bei dir! Die Trennung war letzthin die beste Entscheidung meines Lebens.  Eben weil es einfach nicht passte . Auch wenn ich mir oft eingebildet habe , dass "sonst" alles gut ist . Hier im Forum schrieb mal jemand "Sex ist nicht alles . Aber ohne Sex ist alles nichts " ! Recht hat dieser Mensch 👍

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29. Februar um 10:51

Was du "von deiner Ehe hast" kannst nur du beurteilen. Sex ist jedenfalls-warum auch immer- nicht mehr dabei. Ich hätte Verständnis dafür wenn du dir das gelegentlich auswärts gönnst. Die Frage wäre für mich nur, informierst du sie vorher oder nicht. Ich glaube ich würde sie vorher schon fragen ob sie sexuell noch Anspruch auf dich erhebt oder wie sie sich das in Bezug auf dich vorstellt. Oder ob du das ohne sie für dich klären sollst.

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29. Februar um 11:59

Früher (sehr viel früher) gab es Experimente an Babys/Kleinkindern, denen man Zärtlichkeiten und Zuwendungen entzog. Viele starben (s. a. Kaspar-Hauser-Versuch bzw psych. Hospitalismus). Das ist mit Sicherheit kaum vergleichbar mit deiner Situation (denn du hast ja eine Wahl und bist aus der frühkindlichen Phase heraus), aber bedenke welche Folgen körperlich (z. B. höhere Infektionsanfälligkeit) und seelisch auch bei einem Erwachsenen auftreten können. Nimm es nicht auf die leichte Schulter und denke dir "es ist ja nur Sex und Schmusen". Du bist es Wert glücklich zu sein. Ich kann dir keinen Rat geben nur sagen, was ich machen würde: verbale Eskalation (keine Beleidigung oder so). Es muss klar werden, wie sehr es einen Menschen insb. dich kaputt macht. Den Vorschlag mit externer "Kuschelpartnerin" nach vorheriger Absprache mit deiner Frau finde ich auch nachvollziehbar. Wie stellst du dir deine Zukunft vor, wenn sich nichts ändert? Wann ist deine Grenze erreicht und gibt es überhaupt eine Grenze?

Liebe Grüße 

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29. Februar um 15:00
In Antwort auf detox77

Hallo liebe Community!

Ich habe sehr lange mit mir gekämpft, bevor ich mich dazu entschloss, mich mit meinem Problem an andere zu wenden. Mir sind jetzt aber die Alternativen ausgegangen, auch wenn mir das Thema ziemlich peinlich ist.

Kurz und gut: Meine Frau (35) und ich (42) haben jetzt seit über vier Jahren keinerlei körperlichen Kontakt mehr. Ihre Erklärungen dafür veränderten sich im Laufe der Zeit, wenn ich sie danach fragte.

Anfangs sagte sie, sie hätte Probleme mit Sex, da sie danach häufig eine Blasenentzündung bekäme. Auf mein Betreiben hin ging sie zum Arzt und man stellte eine verengte Harnröhre fest. Dies wurde erfolgreich behandelt. Tatsächlich hatten wir danach noch wenigstens alle zwei Monate noch Sex. Doch das hörte auch schnell auf.

Dann war ihre Erklärung, dass ich nicht zärtlich genug wäre, was mich sehr traf. Ich nahm es mir zu Herzen und versuchte alles, sie zu verführen. Ich habe mir sogar Bücher zu dem Thema gekauft. Doch das brachte auch nichts.

Dann waren wir bei einer Beziehungsberatung. Ohne Erfolg.

Danach meinte sie, sie hätte Probleme mit ihrem Körper. Fände sich nicht mehr attraktiv. Ich gab mir die grösste Mühe, sagte ihr immer wieder, wie schön ich sie finde, wie toll sie aussieht. Ohne Erfolg.

Wir führten lange Gespräche. Okay, ich gebe zu, in den ersten zwei Jahren Abstinenz kam es durchaus mal zum Streit, da Sexualität für mich sehr wichtig ist, aber nach dieser Zeit haben wir wirklich ruhig und "erwachsen" über das Thrma gesprochen. Es folgten weitere Erklärungen. Die letzte und aktuelle ist, sie empfinde keine sexuellen Gefühle mehr und würde sich selbst auch nicht berühren.

So leben wir jetzt seit vier Jahren. Körperlichkeit gibt es nicht mehr. Das wir nicht mehr kuscheln liegt auch an mir, denn - entschuldigt bitte - wenn ich ihren tollen Körper im Arm halte, begehre ich sie einfach. Allerdings hat sie auch kein Interesse am Kuscheln.

Wir haben gemeinsame Hobbies, ich schenke ihr immer wieder Blumen, erwarte nichts von ihr. Sie hat alle Freiheiten. Sie arbeitet Teilzeit und ich habe zwei Jobs. Ich stelle jedoch keinerlei Forderungen. Egal ob sie kocht oder nicht, ob die Wohnung gemacht ist oder nicht, ich freue mich, wenn es so ist, bin aber nocht böse wenn es nicht so ist.

Neulich ist ihr Auto kaputt gegangen und ich habe ihr schnellstmöglich ein neues gekauft. Ich will damit nicht angeben, nur klar machen, dass ich meine Frau liebe und versuche, alles für sie zu tun.

Ausserhalb des körperlichen ist unsere Beziehung super. Wir pflegen das gleiche Hobby, hören die gleiche Musik, gehen zusammen weg, usw.

Anfangs war dies komplett anders. Sie war damals 20 Jahre alt. In den ersten Jahren unserer Beziehung war sie sexuell äusserst aktiv, war anschmiegsam und sehr zärtlich. Vielleicht ist noch wichtig zu sagen, dass sie - als wir uns kennen lernten - fast keine Erfahrung hatte. Ich war ihr zweiter Partner. 

Sie sagt immer, sie liebe mich über alles. Ich liebe sie sehr und Treue ist für mich sehr wichtig. Aber ich wünsche mir so sehr, ihren Körper im Arm halten zu können, sie zu spüren. Allein das würde mir schon reichen. Einfach wieder etwas körperliche Zärtlichkeit und Nähe zu erfahren. 

Mittlerweile erwische ich mich immer wieder bei dem Gedanken: "Was habe ich eigentlich von dieser Ehe?" Und irgendwie schäme ich mich dafür, dass ich diesen Gedanken habe.

Mich interessiert jetzt besonders die weibliche Sichtweise der Lage. Wie kann ich das Verhalten meiner Frau deuten? Was kann ich tun? Was mache ich falsch? Ich weiss, dass man sich trennen kann, doch das möchte ich nicht. Es muss doch noch eine Möglichkeit geben, oder? Ist das Verhalten meiner Frau normal und ich bin unnormal? Ist mein Wunsch nach Sexualität vielleicht einfach falsch?

Ich bin ziemlich verzweifelt. Könnt Ihr mir Tips geben?

Im Voraus schon mal vielen Dank!

Kann schon sein, dass du Sex überbewertest. Wenn sonst alles stimmt, ihr normal miteinander umgehen könnt, also ohne Streit und gegenseitiges Niedermachen, was es so alles gibt ... dann könntest du noch darauf achten, dass du dich nicht von außen zu sehr beeinflussen lässt. Denn da geht es nicht immer normal zu, sondern Männer werden mitunter ganz gezielt künstlich aufgegeilt. Vorsicht vor allem vor Deutschlands Kaisermedien, die ganz primitive Instinkte anzusprechen versuchen. 
Von dir selbst hast du übrigens nur Positives geschrieben. Das ist auch nicht unnormal, sondern bei sehr vielen Männern so. Vereinfacht ausgedrückt: Männer glänzen gern. Ob du aber wirklich so perfekt bist oder ob ein bisschen Selbstkritik mitunter schon weiterhelfen könnte, darüber müsstest du noch einmal nachdenken. 

Bei deiner Frau scheint auch etwas nicht zu stimmen. Es kann schon die Kehrseite solcher Art Beeinflussung von außen sein, wenn sie mit sich selbst nicht zufrieden ist. Vielleicht versucht sie sich an irgendwelchen Supermodells zu messen, was überhaupt nicht nötig ist. Zumal du sie so anziehend findest, wie sie ist. Abends zusammensitzen, ein Gläschen Wein trinken, nett plaudern, die Stimmung dann mit ins Bett nehmen, das ist normalerweise alles kein Problem. Solange du keine Routine erwartest, bei der es für dich nicht so schlimm ist, wenn sie unbefriedigt bleibt. Aber andere Gründe werden wahrscheinlich ebenfalls eine Rolle spielen. Ich denke, sie sollte etwas für ihr Selbstbewusstsein tun. Damit sie sich voll und ganz selber annehmen kann. 
Du kannst dich informieren, was sie tun könnte, mit ihr dann darüber reden. Mir fällt spontan z.B. Sport ein, Kraftsport o.ä. Ich finde es seltsam, wenn das nicht schon in eurer Beziehungsberatung besprochen wurde. 

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29. Februar um 15:05

Also Detox nur zur Info: erst kommt die Anne (Mann ist immer Schuld) und gleich wird sich noch Maximillian mit einem Beitrag melden (Evolutionsgefasel). Entscheide selbst was besser passt 

 

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29. Februar um 15:12
In Antwort auf laura82

Also Detox nur zur Info: erst kommt die Anne (Mann ist immer Schuld) und gleich wird sich noch Maximillian mit einem Beitrag melden (Evolutionsgefasel). Entscheide selbst was besser passt 

 

Was für einen Part willst denn du hier spielen? Es geht hier nicht um Schuld oder Unschuld. Die Ursache des Problems ist zu beseitigen. 

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29. Februar um 15:32
In Antwort auf anne234

Kann schon sein, dass du Sex überbewertest. Wenn sonst alles stimmt, ihr normal miteinander umgehen könnt, also ohne Streit und gegenseitiges Niedermachen, was es so alles gibt ... dann könntest du noch darauf achten, dass du dich nicht von außen zu sehr beeinflussen lässt. Denn da geht es nicht immer normal zu, sondern Männer werden mitunter ganz gezielt künstlich aufgegeilt. Vorsicht vor allem vor Deutschlands Kaisermedien, die ganz primitive Instinkte anzusprechen versuchen. 
Von dir selbst hast du übrigens nur Positives geschrieben. Das ist auch nicht unnormal, sondern bei sehr vielen Männern so. Vereinfacht ausgedrückt: Männer glänzen gern. Ob du aber wirklich so perfekt bist oder ob ein bisschen Selbstkritik mitunter schon weiterhelfen könnte, darüber müsstest du noch einmal nachdenken. 

Bei deiner Frau scheint auch etwas nicht zu stimmen. Es kann schon die Kehrseite solcher Art Beeinflussung von außen sein, wenn sie mit sich selbst nicht zufrieden ist. Vielleicht versucht sie sich an irgendwelchen Supermodells zu messen, was überhaupt nicht nötig ist. Zumal du sie so anziehend findest, wie sie ist. Abends zusammensitzen, ein Gläschen Wein trinken, nett plaudern, die Stimmung dann mit ins Bett nehmen, das ist normalerweise alles kein Problem. Solange du keine Routine erwartest, bei der es für dich nicht so schlimm ist, wenn sie unbefriedigt bleibt. Aber andere Gründe werden wahrscheinlich ebenfalls eine Rolle spielen. Ich denke, sie sollte etwas für ihr Selbstbewusstsein tun. Damit sie sich voll und ganz selber annehmen kann. 
Du kannst dich informieren, was sie tun könnte, mit ihr dann darüber reden. Mir fällt spontan z.B. Sport ein, Kraftsport o.ä. Ich finde es seltsam, wenn das nicht schon in eurer Beziehungsberatung besprochen wurde. 

Ich gebe Dir Recht. Und meine Schilderung sollte keine Selbstbeweihräucherung darstellen. Ich würde mich im Gegenteil darüber freuen, wenn ich Feedback von meiner Frau bekäme, was ICH ändern kann/sollte. Dann hätte ich nicht dieses Gefühl der Hilflosigkeit. Aber in dieser Richtung kommt einfach nichts. Sie sagt immer: "Ich weiss auch nicht, woran es liegt." Und romantische Abende, Unternehmungen, Gespräche ohne Fokussierung auf die Sexualität gab es zu Hauf. Und solange ich keine Anstalten mache körperlich zu werden (und ich meine jetzt nicht Sex) ist das auch alles toll. Vielleicht ist das in meiner Schilderung nicht ganz klar rüber gekommen.
Und Sport haben wir vor Jahren gemeinsam gemacht. Im Fitnessclub. Da hatte sie dann keine Lust mehr.

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29. Februar um 16:27
In Antwort auf detox77

Ich gebe Dir Recht. Und meine Schilderung sollte keine Selbstbeweihräucherung darstellen. Ich würde mich im Gegenteil darüber freuen, wenn ich Feedback von meiner Frau bekäme, was ICH ändern kann/sollte. Dann hätte ich nicht dieses Gefühl der Hilflosigkeit. Aber in dieser Richtung kommt einfach nichts. Sie sagt immer: "Ich weiss auch nicht, woran es liegt." Und romantische Abende, Unternehmungen, Gespräche ohne Fokussierung auf die Sexualität gab es zu Hauf. Und solange ich keine Anstalten mache körperlich zu werden (und ich meine jetzt nicht Sex) ist das auch alles toll. Vielleicht ist das in meiner Schilderung nicht ganz klar rüber gekommen.
Und Sport haben wir vor Jahren gemeinsam gemacht. Im Fitnessclub. Da hatte sie dann keine Lust mehr.

Dass sie sich selber nicht so annimmt, scheint mir nach deinem Text das Hauptproblem zu sein. Therapie wäre eine Möglichkeit, aber wenn sie selbst nicht darunter leidet, wird es wohl schwierig sein, ihr damit einen gewissen Krankheitszustand zu vermitteln.  

Was mir noch dazu durch den Kopf geht: Hat sie vielleicht generell Schwierigkeiten, sich fallen zu lassen? Sich von einem Mann, also dir, einfach verwöhnen zu lassen? Beschenkt sie dich oft? Ist sie sehr aktiv im Organisieren gemeinsamer Unternehmungen? Oder fühlt sie sich manchmal abhängig oder überfordert? 
Wie haltet ihr es mit der Aufgabenteilung in eurer Ehe? Manche Frauen haben nämlich auch Schwierigkeiten, Berufliches und Intimes zu trennen. Das wird auch in Medien häufig in einen Topf geworfen, musst nur darauf achten.
Im Job: Distanziert, souverän bis maskulin. Aber das kann schon zu Konflikten bis hin zu Konkurrenz führen, und auch zu Problemen beim Sex. 

Bei vielen klappt es nicht, wenn beide gleichzeitig Mann und Frau sein wollen in der Ehe. Wenn du darüber noch nie mit ihr gesprochen hast, dann tue das gelegentlich. Zum Beispiel, wer hört auf wen in welchen Bereichen? Wer erledigt welche Aufgaben, weil er oder sie das einfach besser kann? Gefühle: vorzugsweise Frauensache. Perfekt wäre es, wenn du ihr das mehr überlassen könntest, so dass sie aus ihrem "Ich weiß nicht" heraus findet. Also du fragst sie öfter auch in Kleinigkeiten nach ihren Gefühlen und stellst nicht mehr deine, sondern ihre in den Mittelpunkt. 

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29. Februar um 16:31

die gute hat NULL INTERESSE an dir.
pfeift auf dich. 
der einzige Grund wieso sie bei dir ist ist, dass du ihr ein schönes leben ermöglichst.  alles bezahlst...   

sie arbeitet Teilzeit während du 2 Jobs hast welche Frau (ohne Kinder) würde sowas bitte machen?  

schade dass du ihr dafür auch noch den Arsch puderst....

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29. Februar um 17:02

Wie kann man sich einreden, dass alles toll ist? Keine Ahnung, aber mit meinen besten Freundinnen und meiner Oma ist auch alles toll solange ich nicht körperlich werde . Tut mir leid, aber willst du sie als beste Freundin oder Partnerin? Wir können sie nicht plötzlich sexuell zaubern und der einzige der Einfluss auf den weiteren Verlauf hat, bist du! Zieh Konsequenzen in welche Richtung auch immer (Akzeptanz, Auszug, Zweitpartnerin etc.), aber jammer nicht noch weitere 4 Jahre.

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29. Februar um 17:39

Nun, vielen Dank Euch für die Antworten. Auch für die eine oder andere verbale Ohrfeige. Ich muss leider laura82 Recht geben. Ich hab es in der Hand. So oder so. Und Selbstmitleid hilft niemandem. Sicher. Die Fakten waren mir irgendwie schon klar. Ich wollte einfach wissen, wie Frauen meine Situation beurteilen, da Männer diesbezüglich doch eine ganz andere Sichtweise haben. Das weiss ich jetzt. Also werde ich in mich gehen und eine Entscheidung treffen. Und natürlich ist es richtig, dass ich kein Recht habe, mich zu beschweren, wenn ich nicht bereit bin, etwas zu ändern.

Ist halt leider nicht immer so einfach, wie es sich anhört. Vielen Dank nochmal.
 

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29. Februar um 17:59
In Antwort auf detox77

Nun, vielen Dank Euch für die Antworten. Auch für die eine oder andere verbale Ohrfeige. Ich muss leider laura82 Recht geben. Ich hab es in der Hand. So oder so. Und Selbstmitleid hilft niemandem. Sicher. Die Fakten waren mir irgendwie schon klar. Ich wollte einfach wissen, wie Frauen meine Situation beurteilen, da Männer diesbezüglich doch eine ganz andere Sichtweise haben. Das weiss ich jetzt. Also werde ich in mich gehen und eine Entscheidung treffen. Und natürlich ist es richtig, dass ich kein Recht habe, mich zu beschweren, wenn ich nicht bereit bin, etwas zu ändern.

Ist halt leider nicht immer so einfach, wie es sich anhört. Vielen Dank nochmal.
 

Natürlich hast du das Recht dich zu beschweren. Nur es wird dir hier wenig weiterhelfen. Für einen kurzen Moment schon, aber in 10min bin ich wieder offline und andere auch (gut einige sind hier 24/7 online). Und dann stehst DU deiner Frau gegenüber und wir hüpfen zum Partner ins Bett. Das soll nicht böse gemeint sein, ich will dir nur sagen: das hier ist alles virtuell und vllt 6 Stimmen von 80 Millionen. Erkenne, wie es dir wirklich geht und nur das zählt!!! Es ist gar nichts verloren, aber jammern hilft auf Dauer leider nicht ❤

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29. Februar um 18:01
In Antwort auf detox77

Nun, vielen Dank Euch für die Antworten. Auch für die eine oder andere verbale Ohrfeige. Ich muss leider laura82 Recht geben. Ich hab es in der Hand. So oder so. Und Selbstmitleid hilft niemandem. Sicher. Die Fakten waren mir irgendwie schon klar. Ich wollte einfach wissen, wie Frauen meine Situation beurteilen, da Männer diesbezüglich doch eine ganz andere Sichtweise haben. Das weiss ich jetzt. Also werde ich in mich gehen und eine Entscheidung treffen. Und natürlich ist es richtig, dass ich kein Recht habe, mich zu beschweren, wenn ich nicht bereit bin, etwas zu ändern.

Ist halt leider nicht immer so einfach, wie es sich anhört. Vielen Dank nochmal.
 

Ich wäre mir gar nicht so sicher, dass laura82/carina2019 eine Frau ist. Er oder sie äußert sich meist so negativ über Frauen, dass da auch etwas nicht stimmt. 

Bei dir habe ich die Befürchtung, dass du dich selber elend fühlen könntest, wenn du z.B. fremdgehen würdest oder alles, was ihr bisher gemeinsam aufgebaut habt, einfach hinwirfst. Denn nach deinen Worten oben passt doch alles bis auf dieses eine Problem. Das ich nicht für unabänderlich halte. Nur soviel: andere Frau, andere Probleme. 

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29. Februar um 18:11
In Antwort auf anne234

Ich wäre mir gar nicht so sicher, dass laura82/carina2019 eine Frau ist. Er oder sie äußert sich meist so negativ über Frauen, dass da auch etwas nicht stimmt. 

Bei dir habe ich die Befürchtung, dass du dich selber elend fühlen könntest, wenn du z.B. fremdgehen würdest oder alles, was ihr bisher gemeinsam aufgebaut habt, einfach hinwirfst. Denn nach deinen Worten oben passt doch alles bis auf dieses eine Problem. Das ich nicht für unabänderlich halte. Nur soviel: andere Frau, andere Probleme. 

Du bist immer so lustig. Zeig mir bitte einen einzigen Post, welcher nur annähernd deine Unterstellung verifiziert. Kein Wunder, dass sich so viele hier an dir aufreiben.

Letztlich geht es hier um den TE und so wie ich es sehe, ist er kognitiv und emotional in der Lage, Optionen zu bewerten und wird auf dieser Basis eine Entscheidung treffen.

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29. Februar um 18:22
In Antwort auf anne234

Ich wäre mir gar nicht so sicher, dass laura82/carina2019 eine Frau ist. Er oder sie äußert sich meist so negativ über Frauen, dass da auch etwas nicht stimmt. 

Bei dir habe ich die Befürchtung, dass du dich selber elend fühlen könntest, wenn du z.B. fremdgehen würdest oder alles, was ihr bisher gemeinsam aufgebaut habt, einfach hinwirfst. Denn nach deinen Worten oben passt doch alles bis auf dieses eine Problem. Das ich nicht für unabänderlich halte. Nur soviel: andere Frau, andere Probleme. 

haha danke für den Lacher 

nur weil bei dir immer der Mann schuld ist wenn die Beziehung kriselt?
sogar wenn die Frau ihn betrügt ist der Mann schuld

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29. Februar um 18:23
In Antwort auf anne234

Ich wäre mir gar nicht so sicher, dass laura82/carina2019 eine Frau ist. Er oder sie äußert sich meist so negativ über Frauen, dass da auch etwas nicht stimmt. 

Bei dir habe ich die Befürchtung, dass du dich selber elend fühlen könntest, wenn du z.B. fremdgehen würdest oder alles, was ihr bisher gemeinsam aufgebaut habt, einfach hinwirfst. Denn nach deinen Worten oben passt doch alles bis auf dieses eine Problem. Das ich nicht für unabänderlich halte. Nur soviel: andere Frau, andere Probleme. 

Nicht unabänderlich?

klar... deswegen ist es auch schon jahrelang so bei ihm

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29. Februar um 22:33
In Antwort auf nikilaaa

Also ich bin eine Frau . Und ich habe ähnliches erlebt . Mein Mann wollte auch keinen Sex mit mir . Tatsächlich nicht mit MIR . Ich habe mich nach 7 getrennt . Natürlich nach langem hin und her und hoffen und bangen wie bei dir! Die Trennung war letzthin die beste Entscheidung meines Lebens.  Eben weil es einfach nicht passte . Auch wenn ich mir oft eingebildet habe , dass "sonst" alles gut ist . Hier im Forum schrieb mal jemand "Sex ist nicht alles . Aber ohne Sex ist alles nichts " ! Recht hat dieser Mensch 👍

Na so was - dass ich mal noch zitiert werden würde 😅 Das war vermutlich noch unter meinem Alter Ego, das gelöscht wurde, weil ich mir anmasste, zu einer bösartigen Person ebenfalls bösartig zu sein - aber das ist ne andere Geschichte 🤣

TE, Deine Geduld und Leidensfähigkeit ehrt Dich. Jedoch wird genau dies auch der Grund dafür sein, dass Du nunmehr zig Jahre leidest. 

Es ist eine echt bittere Erkenntnis: Für dieses Eures Problem gibt es leider keine Lösung - jedenfalls keine gemeinsame. 

Einzigste kleine Chance wäre gegeben, wenn sie Deine Seelenpein als solche anerkennen würde und mit Dir zusammen eine Therapie versuchen würde - aus Liebe zu Dir. Dazu müsstest Du allerdings richtig Klartext sprechen und deutlich sagen, dass es nun nicht mehr 5 vor, sondern NACH 12 ist. 

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29. Februar um 22:55
In Antwort auf detox77

Hallo liebe Community!

Ich habe sehr lange mit mir gekämpft, bevor ich mich dazu entschloss, mich mit meinem Problem an andere zu wenden. Mir sind jetzt aber die Alternativen ausgegangen, auch wenn mir das Thema ziemlich peinlich ist.

Kurz und gut: Meine Frau (35) und ich (42) haben jetzt seit über vier Jahren keinerlei körperlichen Kontakt mehr. Ihre Erklärungen dafür veränderten sich im Laufe der Zeit, wenn ich sie danach fragte.

Anfangs sagte sie, sie hätte Probleme mit Sex, da sie danach häufig eine Blasenentzündung bekäme. Auf mein Betreiben hin ging sie zum Arzt und man stellte eine verengte Harnröhre fest. Dies wurde erfolgreich behandelt. Tatsächlich hatten wir danach noch wenigstens alle zwei Monate noch Sex. Doch das hörte auch schnell auf.

Dann war ihre Erklärung, dass ich nicht zärtlich genug wäre, was mich sehr traf. Ich nahm es mir zu Herzen und versuchte alles, sie zu verführen. Ich habe mir sogar Bücher zu dem Thema gekauft. Doch das brachte auch nichts.

Dann waren wir bei einer Beziehungsberatung. Ohne Erfolg.

Danach meinte sie, sie hätte Probleme mit ihrem Körper. Fände sich nicht mehr attraktiv. Ich gab mir die grösste Mühe, sagte ihr immer wieder, wie schön ich sie finde, wie toll sie aussieht. Ohne Erfolg.

Wir führten lange Gespräche. Okay, ich gebe zu, in den ersten zwei Jahren Abstinenz kam es durchaus mal zum Streit, da Sexualität für mich sehr wichtig ist, aber nach dieser Zeit haben wir wirklich ruhig und "erwachsen" über das Thrma gesprochen. Es folgten weitere Erklärungen. Die letzte und aktuelle ist, sie empfinde keine sexuellen Gefühle mehr und würde sich selbst auch nicht berühren.

So leben wir jetzt seit vier Jahren. Körperlichkeit gibt es nicht mehr. Das wir nicht mehr kuscheln liegt auch an mir, denn - entschuldigt bitte - wenn ich ihren tollen Körper im Arm halte, begehre ich sie einfach. Allerdings hat sie auch kein Interesse am Kuscheln.

Wir haben gemeinsame Hobbies, ich schenke ihr immer wieder Blumen, erwarte nichts von ihr. Sie hat alle Freiheiten. Sie arbeitet Teilzeit und ich habe zwei Jobs. Ich stelle jedoch keinerlei Forderungen. Egal ob sie kocht oder nicht, ob die Wohnung gemacht ist oder nicht, ich freue mich, wenn es so ist, bin aber nocht böse wenn es nicht so ist.

Neulich ist ihr Auto kaputt gegangen und ich habe ihr schnellstmöglich ein neues gekauft. Ich will damit nicht angeben, nur klar machen, dass ich meine Frau liebe und versuche, alles für sie zu tun.

Ausserhalb des körperlichen ist unsere Beziehung super. Wir pflegen das gleiche Hobby, hören die gleiche Musik, gehen zusammen weg, usw.

Anfangs war dies komplett anders. Sie war damals 20 Jahre alt. In den ersten Jahren unserer Beziehung war sie sexuell äusserst aktiv, war anschmiegsam und sehr zärtlich. Vielleicht ist noch wichtig zu sagen, dass sie - als wir uns kennen lernten - fast keine Erfahrung hatte. Ich war ihr zweiter Partner. 

Sie sagt immer, sie liebe mich über alles. Ich liebe sie sehr und Treue ist für mich sehr wichtig. Aber ich wünsche mir so sehr, ihren Körper im Arm halten zu können, sie zu spüren. Allein das würde mir schon reichen. Einfach wieder etwas körperliche Zärtlichkeit und Nähe zu erfahren. 

Mittlerweile erwische ich mich immer wieder bei dem Gedanken: "Was habe ich eigentlich von dieser Ehe?" Und irgendwie schäme ich mich dafür, dass ich diesen Gedanken habe.

Mich interessiert jetzt besonders die weibliche Sichtweise der Lage. Wie kann ich das Verhalten meiner Frau deuten? Was kann ich tun? Was mache ich falsch? Ich weiss, dass man sich trennen kann, doch das möchte ich nicht. Es muss doch noch eine Möglichkeit geben, oder? Ist das Verhalten meiner Frau normal und ich bin unnormal? Ist mein Wunsch nach Sexualität vielleicht einfach falsch?

Ich bin ziemlich verzweifelt. Könnt Ihr mir Tips geben?

Im Voraus schon mal vielen Dank!

Ich finde es sehr schade, daß deine Frau so blockiert. Du scheinst dir wirklich Mühe zu geben um es ihr Recht zu machen. Frag sie doch einfach mal was sie beschäftigt. Ich kann es mir gut vorstellen das euer Nähe Distanz Bedürfnis ein anderes geworden ist. Mich würde es traurig machen wenn mein Partner so ablehnend wäre, weil man sich ja dann selbst hinter fragt. Vielleicht suchst du nochmal das Gespräch mit ihr. Ansonsten wenn du dich gar nicht mehr wohl fühlst, räumliche Trennung vielleicht lernt sie dann dich wieder zu vermissen. Kopf hoch Lg

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29. Februar um 23:57
In Antwort auf detox77

Hallo liebe Community!

Ich habe sehr lange mit mir gekämpft, bevor ich mich dazu entschloss, mich mit meinem Problem an andere zu wenden. Mir sind jetzt aber die Alternativen ausgegangen, auch wenn mir das Thema ziemlich peinlich ist.

Kurz und gut: Meine Frau (35) und ich (42) haben jetzt seit über vier Jahren keinerlei körperlichen Kontakt mehr. Ihre Erklärungen dafür veränderten sich im Laufe der Zeit, wenn ich sie danach fragte.

Anfangs sagte sie, sie hätte Probleme mit Sex, da sie danach häufig eine Blasenentzündung bekäme. Auf mein Betreiben hin ging sie zum Arzt und man stellte eine verengte Harnröhre fest. Dies wurde erfolgreich behandelt. Tatsächlich hatten wir danach noch wenigstens alle zwei Monate noch Sex. Doch das hörte auch schnell auf.

Dann war ihre Erklärung, dass ich nicht zärtlich genug wäre, was mich sehr traf. Ich nahm es mir zu Herzen und versuchte alles, sie zu verführen. Ich habe mir sogar Bücher zu dem Thema gekauft. Doch das brachte auch nichts.

Dann waren wir bei einer Beziehungsberatung. Ohne Erfolg.

Danach meinte sie, sie hätte Probleme mit ihrem Körper. Fände sich nicht mehr attraktiv. Ich gab mir die grösste Mühe, sagte ihr immer wieder, wie schön ich sie finde, wie toll sie aussieht. Ohne Erfolg.

Wir führten lange Gespräche. Okay, ich gebe zu, in den ersten zwei Jahren Abstinenz kam es durchaus mal zum Streit, da Sexualität für mich sehr wichtig ist, aber nach dieser Zeit haben wir wirklich ruhig und "erwachsen" über das Thrma gesprochen. Es folgten weitere Erklärungen. Die letzte und aktuelle ist, sie empfinde keine sexuellen Gefühle mehr und würde sich selbst auch nicht berühren.

So leben wir jetzt seit vier Jahren. Körperlichkeit gibt es nicht mehr. Das wir nicht mehr kuscheln liegt auch an mir, denn - entschuldigt bitte - wenn ich ihren tollen Körper im Arm halte, begehre ich sie einfach. Allerdings hat sie auch kein Interesse am Kuscheln.

Wir haben gemeinsame Hobbies, ich schenke ihr immer wieder Blumen, erwarte nichts von ihr. Sie hat alle Freiheiten. Sie arbeitet Teilzeit und ich habe zwei Jobs. Ich stelle jedoch keinerlei Forderungen. Egal ob sie kocht oder nicht, ob die Wohnung gemacht ist oder nicht, ich freue mich, wenn es so ist, bin aber nocht böse wenn es nicht so ist.

Neulich ist ihr Auto kaputt gegangen und ich habe ihr schnellstmöglich ein neues gekauft. Ich will damit nicht angeben, nur klar machen, dass ich meine Frau liebe und versuche, alles für sie zu tun.

Ausserhalb des körperlichen ist unsere Beziehung super. Wir pflegen das gleiche Hobby, hören die gleiche Musik, gehen zusammen weg, usw.

Anfangs war dies komplett anders. Sie war damals 20 Jahre alt. In den ersten Jahren unserer Beziehung war sie sexuell äusserst aktiv, war anschmiegsam und sehr zärtlich. Vielleicht ist noch wichtig zu sagen, dass sie - als wir uns kennen lernten - fast keine Erfahrung hatte. Ich war ihr zweiter Partner. 

Sie sagt immer, sie liebe mich über alles. Ich liebe sie sehr und Treue ist für mich sehr wichtig. Aber ich wünsche mir so sehr, ihren Körper im Arm halten zu können, sie zu spüren. Allein das würde mir schon reichen. Einfach wieder etwas körperliche Zärtlichkeit und Nähe zu erfahren. 

Mittlerweile erwische ich mich immer wieder bei dem Gedanken: "Was habe ich eigentlich von dieser Ehe?" Und irgendwie schäme ich mich dafür, dass ich diesen Gedanken habe.

Mich interessiert jetzt besonders die weibliche Sichtweise der Lage. Wie kann ich das Verhalten meiner Frau deuten? Was kann ich tun? Was mache ich falsch? Ich weiss, dass man sich trennen kann, doch das möchte ich nicht. Es muss doch noch eine Möglichkeit geben, oder? Ist das Verhalten meiner Frau normal und ich bin unnormal? Ist mein Wunsch nach Sexualität vielleicht einfach falsch?

Ich bin ziemlich verzweifelt. Könnt Ihr mir Tips geben?

Im Voraus schon mal vielen Dank!

"Mittlerweile erwische ich mich immer wieder bei dem Gedanken: "Was habe ich eigentlich von dieser Ehe?" Und irgendwie schäme ich mich dafür, dass ich diesen Gedanken habe."

Sex ist ein ganz normales Bedürfniss und sie verweigert ja nicht nur Sex. Siehe:

"Aber ich wünsche mir so sehr, ihren Körper im Arm halten zu können, sie zu spüren. Allein das würde mir schon reichen. Einfach wieder etwas körperliche Zärtlichkeit und Nähe zu erfahren. "

" Allerdings hat sie auch kein Interesse am Kuscheln."


Sie verweigert ja auch jedes andere bisschen Nähe. Das klingt so kalt, das du noch bei ihr bist wundert mich.

Wenn wenn jetzt mal davon ausgehen was du sagst stimmt alles so, dann hast du wirklich getan was du konntest. Sie ist zum Arzt gegangen (dachtem DU gesagt hast dir fehlt Sex wohl gemerkt, nicht alleine von sich aus), du warst mit ihr bei einer Eheberatung und reisst dir genau genommen den Hintern für sie auf. 

Auf Nachfragen bekommt sie so garnicht richtig den Mund auf und es kommen nur Ausreden in meinen Augen. Plötzlich bist du nach 15 Jahren nicht mehr zärtlich genug, plötzlich fühlt sie sich nicht mehr attraktiv, plötzlich hier und da, mimimi ... Ich finde das liest sich als wäre sie sich deiner zu sicher. Sie hat keinen Bock mehr und sich an der Beziehung abgegessen, sitzt aber auf der anderen Seite bei dir sehr bequem aktuell im gemachten Nest, als bleibt man halt im warmen sitzen, du ziehst ja keine Konsequenzen. Es kann auch durchaus sein, das sie bei einem Anderen plötzlich wieder Lust bekommt weils eben "neu" und spannend ist.

Fakt ist aber, wenn nur einer von beiden an der Beziehung arbeitet und der andere sich nur bitten lässt wenn überhaupt, dann macht das keinen Sinn. Sie könnte ja mal selber was testen, sich klar äußern was sie möchte, was ihr fehlt oder was sie von dir nun genau braucht, Ärzte abklappern zur Not, tut sie aber nicht und genau da liegt das Problem. Du möchtest was ändern und ihr ist es scheinbar komplett egal, sie vermisst es nicht. 

Klar kannst du jetzt los gehen und dir eine Affaire suchen, aber ist es das was du willst? Ich denke ihr die Pistole auf die Brust setzen und ggf gehen wäre meine Wahl.



 

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29. Februar um 23:59
In Antwort auf anne234

Was für einen Part willst denn du hier spielen? Es geht hier nicht um Schuld oder Unschuld. Die Ursache des Problems ist zu beseitigen. 

Anne aber ihn als Primitiv und beeinflusst zu bezeichnen, nur weil er ab und an mal mit seiner Frau im Jahr Sex und in den Arm genommen werden möchte (oooooh der Pöse) ist aber auch etwas... Nun ja....

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1. März um 16:21
In Antwort auf jetzterstrecht

Na so was - dass ich mal noch zitiert werden würde 😅 Das war vermutlich noch unter meinem Alter Ego, das gelöscht wurde, weil ich mir anmasste, zu einer bösartigen Person ebenfalls bösartig zu sein - aber das ist ne andere Geschichte 🤣

TE, Deine Geduld und Leidensfähigkeit ehrt Dich. Jedoch wird genau dies auch der Grund dafür sein, dass Du nunmehr zig Jahre leidest. 

Es ist eine echt bittere Erkenntnis: Für dieses Eures Problem gibt es leider keine Lösung - jedenfalls keine gemeinsame. 

Einzigste kleine Chance wäre gegeben, wenn sie Deine Seelenpein als solche anerkennen würde und mit Dir zusammen eine Therapie versuchen würde - aus Liebe zu Dir. Dazu müsstest Du allerdings richtig Klartext sprechen und deutlich sagen, dass es nun nicht mehr 5 vor, sondern NACH 12 ist. 

ja genau weil sie weiß dass sie alles machen kann (oder nicht) und er es sowieso akzeptiert bzw ihr sogar noch das Köpfchen streichelt 

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