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Ich weine sofort, und hab mich nicht unter Kontrolle...

4. Oktober 2002 um 15:09

irgendwie ist mir alles zuviel. egal, in welcher situation,es muss nur jemand ein bestimmtes wort oder einen satz sagen und ich fange an zu weinen und kann einfach nicht mehr denken...


diese woche habe ich mich ausgeschlossen, aus meiner wohnung. ich kam absolut nicht mit der situation zurecht. ich dachte, ich verliere den boden unter den füssen. konnte keinen klaren gedanken fassen, war sooo hilflos, obwohl das vielen menschen passiert.

ich steh unter so einem druck, den ich nicht beschreiben kann.

vielleicht mag es ja daran liegen, dass meine besten freundinnen nun weg sind. ich alleine bin. auch der mann, den den ich so gerne hab und der mich ja angeblich auch sooo mag, aber eine freundin hat, meldet sich nicht mehr oder nur wenn es ihm in den Kram passt. ich weiß nicht warum. ich verstehe das alles einfach nicht mehr. auch im job ist es so stressig und ich habe das gefühl, in allem, was ich tue und sage, schaufel ich mir mein eigenes grab.

mail ich ihm, mailt er nicht zurück. oder nur kurz. oder gar nicht. versuche ich nett zu sein im job, werde ich behandelt, wie ein vollidiot. weiß nicht mehr weiter. so kann ich doch nicht weiterleben.

am wochendende will ich raus habe aber kaum leute jetzt, mit denen ich was gemeinsames machen kann. selbst wenn ich die habe, hab ich kein geld und kein auto, um dahin zu kommen, nach hause zu gelangen. es ist einfach alles im moment zum heulen....

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4. Oktober 2002 um 15:55

Hallo du!
das ist ja eine doofe zeit im moment.
das erinnert mich an mich vor einem jahr - umzug, neue stadt, viel zu tun, renovieren - schlüssel verloren, ausgesperrt. ist eine ganz normale sache, aber ich hab nur geheult, weil ich so schrecklich fand, dass es passiert - auch das noch. und dann das geld!! wo ich eh so viel zu wenig hatt. als ich dem typen seinen immens hohen MINUTEN-lohn in die hand gedrückt hab, hab ich angefangen zu heulen.

da ist es auch kein wunder, dass es im job auch kacke ist und nicht funktioniert, wenn du freundlihc sein willst.

es ist einfach im moment scheisse - dir geht es mies, es ist alles quer und verdreht, da passt es auch nicht, wenn du versuchst, nett zu sein. entsprechend sind die reaktionen.

versuch doch, etwas mehr wieder in ruhe zu dir selbst zu finden. so alben sich das jetzt anhört: versuch mal so ne atemtechnik - yoga, irgnedwas... die kann man auch in büchereinen leihen.
ich hab das einfahc so gemacht - nur allein zu haus und mir hat das so gut getan. und das konnte ich dann auch "draussen" anwenden, wenn ich im job oder uni total überfordert war und hätte heulen mögen...

das wird wieder - die zeit ist blöd und scheint total eeeeewig, aber es ist anders. es wird.

und vielleicht kannst du ja bei iener deiner bekannten schlafen?? gibt es eine, die du fragen kannst?? dann könnt ihr zusammen ausgehen und mittags fahren doch überall busse, auch bei dir, oder? in solchen situaionen muss man mutig sein und einfach fragen.

viele grüsse,
fritzi

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4. Oktober 2002 um 16:06
In Antwort auf fritzi5

Hallo du!
das ist ja eine doofe zeit im moment.
das erinnert mich an mich vor einem jahr - umzug, neue stadt, viel zu tun, renovieren - schlüssel verloren, ausgesperrt. ist eine ganz normale sache, aber ich hab nur geheult, weil ich so schrecklich fand, dass es passiert - auch das noch. und dann das geld!! wo ich eh so viel zu wenig hatt. als ich dem typen seinen immens hohen MINUTEN-lohn in die hand gedrückt hab, hab ich angefangen zu heulen.

da ist es auch kein wunder, dass es im job auch kacke ist und nicht funktioniert, wenn du freundlihc sein willst.

es ist einfach im moment scheisse - dir geht es mies, es ist alles quer und verdreht, da passt es auch nicht, wenn du versuchst, nett zu sein. entsprechend sind die reaktionen.

versuch doch, etwas mehr wieder in ruhe zu dir selbst zu finden. so alben sich das jetzt anhört: versuch mal so ne atemtechnik - yoga, irgnedwas... die kann man auch in büchereinen leihen.
ich hab das einfahc so gemacht - nur allein zu haus und mir hat das so gut getan. und das konnte ich dann auch "draussen" anwenden, wenn ich im job oder uni total überfordert war und hätte heulen mögen...

das wird wieder - die zeit ist blöd und scheint total eeeeewig, aber es ist anders. es wird.

und vielleicht kannst du ja bei iener deiner bekannten schlafen?? gibt es eine, die du fragen kannst?? dann könnt ihr zusammen ausgehen und mittags fahren doch überall busse, auch bei dir, oder? in solchen situaionen muss man mutig sein und einfach fragen.

viele grüsse,
fritzi

Ja, ich hoffe es...
...dass die zeit vorbeigeht...bald. so mag ich nicht mehr weitermachen. alles ist so sinnlos und kotzt mich nur an.

da ich auch noch total in den miesen bin, kann ich mir nichts leisten, wochenendmässig usw.!

Ist wirklich alles mist. Und gerade dann, wenn man soviel Zeit hat, und ins grübeln kömmt, wird's schlimmer.

Dann fragt man sich erst recht dinge wie: warum meldet er sich nicht??? was soll ich bloss tun? was mach ich falsch? man klemmt sich an alles...schlimm.

ich wünschte mir sooo sehr, das ich irgendwie neu anfangen kann. anders. besser. geregelter. aber das kann man nicht realisieren, wenn man bleibt, wo man ist. ist echt hart.

bin schon so müde vom ganzen weinen und stress, vom druck und dem "rechenschaft ablegen".

*traurige* Eden

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4. Oktober 2002 um 17:50
In Antwort auf Eden23

Ja, ich hoffe es...
...dass die zeit vorbeigeht...bald. so mag ich nicht mehr weitermachen. alles ist so sinnlos und kotzt mich nur an.

da ich auch noch total in den miesen bin, kann ich mir nichts leisten, wochenendmässig usw.!

Ist wirklich alles mist. Und gerade dann, wenn man soviel Zeit hat, und ins grübeln kömmt, wird's schlimmer.

Dann fragt man sich erst recht dinge wie: warum meldet er sich nicht??? was soll ich bloss tun? was mach ich falsch? man klemmt sich an alles...schlimm.

ich wünschte mir sooo sehr, das ich irgendwie neu anfangen kann. anders. besser. geregelter. aber das kann man nicht realisieren, wenn man bleibt, wo man ist. ist echt hart.

bin schon so müde vom ganzen weinen und stress, vom druck und dem "rechenschaft ablegen".

*traurige* Eden

Hast du denn..
..schon mal drüber nachgedacht dir einen neuen job zu suchen.der dann auch wieder in deiner heimatstadt ist??ich weiß ja nicht was du für nen job hast und ob des so einfach ist..aber wäre vielleicht ne möglichkeit..
zu dem typen kann ich nur sagen:vergiss ihn!!
leichter gesagt als getan.ich weiß..
aber glaub mir:es ist ein schlimmeres gefühl wenn er dich als"2.beziehung"benutzt als wenn er sich nicht mehr meldet..und so kannst du ihn auch viel leichter vergessen..
du denkst vielleicht es muss ja nicht unbedingt zur 2.beziehung kommen..aber wenn er sich bis jetzt noch nicht dazu durchgerungen hat.wird er es auch nicht mehr tun..tut mir leid..so sehe ich das..
aber vielleicht hilft es dir:nicht nur dir geht es dreckig..
*mitfühlende*verzweifelt

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5. Oktober 2002 um 11:00

Liebe Ute...
...ich glaube, du hast es auf den Punkt gebracht. So ist es bei mir, und zwar haargenau. Ich mache mich schon ewgi von den Meinungen anderer abhängig. Und zwar total. Ich versuche es, meinen Eltern, den wenigen Freunden, die ich jetzt habe, und allen anderen (selbst flüchtigen Bekannten..) recht zu machen.

Ich kenne das nicht anders.

Seitdem ich denken kann, höre ich gut zu und informiere mich darüber, wie und was andere Leute von mir halten und denken.

Und gerade im Moment ist es schlimm. Ich habe gemerkt, daß nichts geklappt hat, ich eigentlich niemanden habe, der das erkennt bzw. mich dafür liebt was ich bin und wie ich bin. Es ist Tatsache.

Auf Festen sehe ich nur noch tausende Pärchen. Ich sehe die verschiedensten Menschen zusammen leben und frage mich immer wieder, was ich falsch mache. Und werde supertraurig. Ich habe nunmal diese Gefühle, ich kann sie nicht steuern oder kontrollieren, weil ich doch so bin und so fühle...


Ich bin unmotiviert und habe irgendwie den Kampf aufgegeben. Ich gehe im Moment kaum weg. Ich habe auch gar kein Geld und das ist auch dann okay so. Diese ganze Umständlichkeit (wie komme ich heute nach Hause, ein Taxi kann ich mir nicht leisten...), mit Leuten auszugehen, die ichnicht vom herzen her so sehr mag, für mich ist das alles einfach sinnlos.

Mein Wochenende jetzt besteht darin, möglichst keinen zu sehen ausser vielleicht meinen Vater, und den Rest über etwas für die Schule zu tun oder zu schlafen oder im internet zu surfen.

Das ist ja eigentlich auch mal gut so, aber ich erkenne mich darin nicht wieder. Oder bin ich wirklich so? Geworden? Ich war früher immer und überall, hatte soviele Ambitionen und war nie zu Hause. Ich war total voller Leben.

Irgendwie ist nichts mehr davon übrig. ich weiß nicht, wo ich bin. Und in meiner momentanen Situation weiß ich nicht, wie sich das ändern lässt.

Ich stecke in einer Wohnung am Ende der Welt, nur um zu meinem Ausbildungsplatz hin und zurück zu kommen. Fern ab vom Schuss, ein Auto habe ich auch nicht. Da ich kaum geld habe, ist es auch hart, mir ein Hobbie zu suchen, bei dem ich andere kennenlerne. Und Bus und Bahn fahren abends leider kaum von hier.

Meine besten Freundinnen, die mich so gut kennen und lieben und die ich auch liebe, fangen ein neues Leben an, in einer anderen Stadt.

Ich beneide sie so sehr. Würde gerne mit ihnen tauschen.


Das bin ich. Meine Situation. Mein Leben.
Und nun..

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5. Oktober 2002 um 18:40

Wenn du mich so fragst...
....dann bin ich sehrwohl ein Chamäleon, und zwar eins, mit einem Identitätsproblem.....

Der Vergleich ist wirklich gut, und es kommt auch nicht von ungefähr, dass er Dir einfiel, als ich mich beschrieb, was denkst Du?

Danke für Deine Zeilen. Es tut wirklich gut. In Worte ist es kaum fassbar, zu sagen, dass ich über Deine Hilfe wirklich froh bin.

Ich weiß aber auch, dass es ganz alleine bei mir selbst liegt, mich zu ändern. Bzw. mir mein eigenes Bild von mir zu bauen.

Alles, was Du schreibst, ist wahr. Und ich weiß das. Wirklich. Und jetzt steh ich da, und muss rausfinden, was ich eigentlich gerne tun mag, was ich liebe und welche Dinge ich im Leben schätze.

Das ist so schwer. Denn im Moment weiß ich einfach nichts. Nichts ist mehr übrig von dem, was in mir einmal war. Das Gefühl habe ich.
Ich muss von vorne anfangen, weil ich nichts mehr habe. Keine Freunde hier, keine Vorstellung von meinem Leben....doch!
Gerade, bei dem letzten Satz, fällt mir ein, was ich mir wünsche. Ich wünsche mir einen Partner, mit dem ich soviel erlebe, daß ich kaum weiß, welchen Tag wir haben. Ich möchte gerne so leben, daß ich kaum Atem fassen kann. Ich will Sport treiben, Parties feiern, ausgehen, essen gehen, spazieren gehen, Spieleabende machen, alles auf einmal! Und das bin ich!!!!!!!
Doch nicht alleine.....

Ich hab doch keinen mehr hier. Ich wünschte mir nichts sehnlicher als eine Clique. Liebe Leute, die spontan, wie ich einmal war, Dinge machen. Die mal da sind. Mit denen ich Spaß habe und rausgehen kann. Alles ausprobieren halt.

Ich habe keine Clique. Das tut echt so weh zu wissen.

Einen Partner habe ich auch nicht. Der würde eh laufen gehen, erfährt er von meinem langweiligen Leben ohne Hobbies und Freunde. Ich brauche Ausgleich.

Hier siehst Du mein Problem. Schwarz auf weiss. Ich habs im Eifer des Schreibens selbst erkannt. Und genau das ist es. Mir fehlen andere um mich rum.

Doch wie soll ich den Zustand ändern. Es ist nicht möglich mit 23 Jahren und im Job eine Clique kennenzulernen. Die haben sich doch alle schon gefunden. Nur bei mir laufen sie alle weg.

Wie soll ich anfangen, was muss ich denn tun?! Ich weiß es nicht.


*Eden sagt schonmal danke für alles*

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7. Oktober 2002 um 14:27

Danke
.ich werd mich an deine warmen worte halten, bin auf dem besten weg, ich schaf das. irgendwie.

ich bin froh dass du mir so mut gemacht hat. ich hoffe, dass auch ich dir vielleicht in irgendeiner anderen Hinsicht mal einen Rat geben kann, wer weiß....



allerliebste grüße von mir, eden

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