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Ich war eine davon!

3. März 2005 um 14:56 Letzte Antwort: 30. April 2007 um 12:07

Habe heute sehr lange in diesem Forum herumgestöbert und viele der Beiträge gelesen. Finde eure Diskussionen sehr interessant, allerdings fiel mir auf, dass sich kaum einer selbst outet und wenn dann meist nur Singels!
Bin auch über einige Beiträge von "ratlos4" gestolpert und habe mich Anfangs wirklich gefragt ob es sich dabei um "meinen" Ehemann handeln könnte. Sicherlich ist das nicht der Fall, allerdings bin ich zu dem Schluß gekommen, dass es "meinem Mann" sicher helfen würde wenn er von "ratlos" wüsste und sich mit ihm austauschen könnte, umgekehrt vielleicht auch.

Jetzt zu meiner Geschichte:

Ich bin diejenige die Ihren Mann über 3.Jahre hinweg belogen und betrogen hat, obwohl Fremdgehen für mich bis dahin ein absoluter Scheidungsgrund war! Mein Mann hat es geahnt, gespürt und darunter gelitten....! Mit wem ich es getan habe und warum...? Das ist nicht so einfach in 2 Sätzen erzählt.
Ich bin seit 22 Jahren verheiratet, habe 3 Kinder (19,17 u. 14 Jahre alt) mein Mann war und ist die Liebe meines Lebens! Leider hatte ich das ziemlich lange aus den Augen verloren. Wir haben in unserem Leben schon viele Höhen und Tiefen miteinander durchlebt, dies hier ist wohl der Höhepunkt der Tiefen! Vor einem halben Jahr hab ich diese unseelige Geschichte beendet und Ihm die Wahrheit gesagt, weil ich die Lügen nicht mehr länger ertrug. Habe seither mit dem anderen auch keinen Kontakt mehr.
Was soll ich sagen.......? Mein Mann hat mir verziehen, weil er mich ehrlich liebt. Seither haben wir einige Höhenflüge und böse Abstürze erlebt, aber es wird von Tag zu Tag besser. Ich habe in den vergangenen Jahren viel dazugelernt und heute würde ich lieber vorher über mögliche Folgen nachdenken, bevor ich mich in etwas verrenne. Es ist auch viel schief gelaufen in den vergangenen Jahren und die Schuld dafür nur beim anderen zu suchen, wäre ärmlich und erbärmlich. Heute reden wir wieder über Ängste, Sorgen, Gefühle, Liebe und Zukunft.
Es tut mir so unendlich Leid was geschehen ist und würde alles dafür geben wenn ich es ungeschehen machen könnte! Vor 2 Tagen habe ich auch durch Zufall erfahren, dass der andere jetzt in Scheidung lebt (seine Frau kam nicht damit klar und ist ausgezogen) das alles habe ich sooo nicht gewollt. Der andere ist übrigens 7 Jahre jünger als ich, war zum Zeitpunkt des Kennenlernens gerade 3 Monate verheiratet (mit einer Frau die 4 Jahre jünger ist als er) er ist mir zu einem Zeitpunkt begegnet an dem ich auf der Suche war nach mir selbst, ich habe Liebe und Verständnis gesucht, fühlte mich wertlos, nutzlos, verbraucht und ungeliebt, somit war ich eine leichte Beute!
Heute weiss ich, dass all unsere Entscheidungen aus der Vergangenheit uns dahin bringen wo wir heute sind und wenn wir nicht die Richtung ändern, werden wir in Zukunft auch nicht weiter kommen!

Noch ein letztes Wort an alle die Betrogenen: "Zum Ehebrechen gehören immer zwei" ! Überdenkt besser auch nochmal eure eigenen Entscheidungen.

Es gibt viel Tränen und Leid, aber wenn noch ein Fünkchen Hoffnung da ist, dann lohnt sich jeder Kampf !

In diesem Sinne, wünsche ich allen so oder so betroffenen, jede Menge Kraft

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3. März 2005 um 15:35

Hey Pedy
freut mich, dass du hier schreibst. Ich finde es echt schade, dass so wenige probieren, einen Neuanfang zu wagen. Aber auch ihr seid schon länger verheiratet, vielleicht ist das ein wichtiger Punkt, wie du schreibst, wir haben zusammen Höhen und Tiefen erlebt. Auch bei uns gab es danach Höhenflüge und Abstürze, Vertrauen und wieder momentweise Misstrauen, aber wie du schreibst, es geht langsam besser. Das ganze ist anderthalb Jahre her, und ich kann sage, erst in den letzen 6 Monaten kriege ich das Gefühl, unsere Partnerschaft hat's hingekriegt, ist wieder intensiver, im Austausch von Freude, Sorgen, Angsten, Zärtlichkeiten, spannender. Das eht aber nur wenn man alle eide vor Augen führt, was schief gelaufen ist, wieso das passieren konnte und was man ändern sollte oder wieder einführen sollte.
Ich würde sagen, zum Ehebrechen gehören immer 3, so komisch das klingen mag. Leider ist immer einer von den Dreien der Auslöser.
Strusell

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7. März 2005 um 13:03
In Antwort auf medina_12714759

Hey Pedy
freut mich, dass du hier schreibst. Ich finde es echt schade, dass so wenige probieren, einen Neuanfang zu wagen. Aber auch ihr seid schon länger verheiratet, vielleicht ist das ein wichtiger Punkt, wie du schreibst, wir haben zusammen Höhen und Tiefen erlebt. Auch bei uns gab es danach Höhenflüge und Abstürze, Vertrauen und wieder momentweise Misstrauen, aber wie du schreibst, es geht langsam besser. Das ganze ist anderthalb Jahre her, und ich kann sage, erst in den letzen 6 Monaten kriege ich das Gefühl, unsere Partnerschaft hat's hingekriegt, ist wieder intensiver, im Austausch von Freude, Sorgen, Angsten, Zärtlichkeiten, spannender. Das eht aber nur wenn man alle eide vor Augen führt, was schief gelaufen ist, wieso das passieren konnte und was man ändern sollte oder wieder einführen sollte.
Ich würde sagen, zum Ehebrechen gehören immer 3, so komisch das klingen mag. Leider ist immer einer von den Dreien der Auslöser.
Strusell

Hallo Strussel,
seit Tagen verfolge ich hier die eine oder andere Diskussion und beteilige mich selbstverständlich auch selbst daran. Es sind doch sehr viel verbitterte Menschen darunter und auch ich wundere mich darüber wie wenige davon für einen Neuanfang bereit sind! Wiegen gestohlene Stunden mehr als gemeinsame Jahre?????
Es freut mich umso mehr hier auch auf welche gestossen zu sein, die wie wir einen Neuanfang wagen
Es mag einfacher sein alles weg zu werfen und von vorne anzufangen (um dann festzustellen dass sich alles wiederholt), als an sich selbst zu arbeiten, aber das ist glücklicher Weise nicht "unser" Ding.
Wir kämpfen um unsere Liebe und arbeiten hart daran, vielleicht sollten sich einfach mehr Menschen darüber im klaren sein, dass "jeder" die Dinge anderst sehen kann und darf.

Glück ist relativ und jeder empfindet etwas anderes als Glücksmoment

In diesem Sinne, wünsche ich dir, mir, uns und all den anderen, noch viele Einsichten und glückliche Momente im Leben.

Liebe Grüsse, Pedy

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7. März 2005 um 14:06

Da muss ich jetzt mal etwas klarstellen
die Affäre hat 3 Wochen gedauert, bis mein Mann die verarbeitet hatte waren 6 Monate um, die nicht leicht waren, das gebe ich zu, und das Ganze ist jetzt anderthalb Jahre her.
Also ich bin der Meinung, es hat sich gelohnt.
Mein Mann, der alles sehr bereut, und auch in diesen 3 Wochen eher unglücklich als glücklich war, und ich sind eher Menschen, die nicht einfach so schnell aufgeben. Wir kennen uns 30 Jahre, haben viel Schönes, fast nur Schönes zusammenerlebt haben mit nichts vor 24 Jahren 2 Firmen aufgebaut mit 6 Leuten Personal, und hatten enfach das Pech, dass eines von den beiden Kindern uns sehr viel Sorgen gemacht hat, und dass unsere gemeinsame Zusammensein darunter gelitten hat, dass die Spannung verloren ging, und dass leider die Routine zu sehr Oberhand gewonnen hatte.
Für uns stand gleich danach fest, dass wir zusammenbleiben und in unsere Ehe investieren würden, da wir uns immer noch lieben.
Und ich persönlich bin der Meinung, dass man einem Partner, der sich nie was zuschulde hat kommen lassen, der einaml schwach geworden ist nach 25 Jahren Ehe, die Gelegenheit nicht gesucht hat, sondern sie wurde ihm ausdrücklich geboten, dieses einmal schwach werden verzeihen soll, und es ist mir auch gelungen.

Wir haben heute die nötige Distanz und können uns ganz ungezwuungen über das Thema unterhalten. in unserem Alter, 48 und 50, weiss man eben, dass so ein langes Mitieinander nicht ohne Tiefen sein kann, denn wo keine Tiefen sind, können auch keine Höhen sein.

Das einzige was in so einem Fall wirklich zählt, ist ob man sich noch liebt oder nicht. Wenn man sich noch liebt, soll man versuchen zusammenzubleiben und konstruktiv vorgehen.

Strusell

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7. März 2005 um 14:28

Damit hast du wohl Recht aliablue!
Wenn ich auch nicht ganz deiner Meinung bin
Es kann nur dann funktionieren wenn "beide" an sich arbeiten!
Und leider muss ich dir in einem Punkt auch widersprechen: "auch der Betrügende denkt häufig und viel über die Situation nach" nur leider hilft es nicht, wenn bis zu "aller" Erkenntnis nur einer versucht was zu ändern!

Glaube mir auch ich habe sehr viele Fehler gemacht, aus Unwissenheit, Dummheit, Feigheit oder weil ich zum heiraten jung war !! ?? Das hier zu klären würde zu weit führen, aber ich bin bereit für meine Liebe zu kämpfen. Auch mein Mann "der Betrogene" ist jetzt wieder bereit den Weg weiter mit mir zu gehen und das seine dafür zu tun. Ich kann hier nicht für all die "Betrüger" reden, nur für mich, aber ich für meinen Teil bin mir sicher nicht wieder in solch eine Situation zu geraten. Heute werde ich die Dinge die mir nicht gefallen gleich auf den Tisch bringen und nicht mehr hoffen es würde sich alles von alleine regeln wenn ich nur lange genug warte und schweige.
Meine beste Freundin drückte es mal so aus: "ich verstehe nicht wie du nebenher eine Beziehung haben kannst und gleichzeitig um deine Liebe und Ehe kämpfst wie eine Löwin" sie hat über Jahre hinweg all meine Sorgen und Ängste miterlebt.
Und ich sage dir und all den anderen, wenn ich von meinem Tun und meiner Liebe zu meinem Mann nicht überzeugt wäre, dann wäre ich schon längst weg. Natürlich gab es auch Zeiten an denen es mir am liebsten gewesen wäre, wenn "er" nicht mehr nach Hause käme oder wenn alles aufgeflogen wäre und er sich von mir getrennt hätte. Aber heute weiss ich, dass ich das nie wirklich gewollt habe.
Es tut mir weh wenn ich ihn leiden sehe und ich werde ihn nie wieder in solch eine Situation bringen! Davon bin ich überzeugt, aber nicht weil ich glaube man könne so tun als ob nichts gewesen wäre, sondern weil ich von unserem Vorhaben zusammen zu bleiben und sich unseren (vermeintlichen) Fehlern zu stellen, überzeugt bin.

Es kommt sowieso "immer" wie es kommen muss und ich denke auch "es ist immer für irgend was gut, auch wenn man es im Moment nicht sehen kann"

Liebe aliablue, was würde sich in einer neuen Partnerschaft ändern in der nicht beide den gleichen Wissensstand haben?

Würde es dann wirklich besser werden, oder würde sich über kurz oder lang nicht doch wieder alles wiederholen?

Liebe Grüsse, Pedy

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7. März 2005 um 14:38
In Antwort auf danak_12668866

Damit hast du wohl Recht aliablue!
Wenn ich auch nicht ganz deiner Meinung bin
Es kann nur dann funktionieren wenn "beide" an sich arbeiten!
Und leider muss ich dir in einem Punkt auch widersprechen: "auch der Betrügende denkt häufig und viel über die Situation nach" nur leider hilft es nicht, wenn bis zu "aller" Erkenntnis nur einer versucht was zu ändern!

Glaube mir auch ich habe sehr viele Fehler gemacht, aus Unwissenheit, Dummheit, Feigheit oder weil ich zum heiraten jung war !! ?? Das hier zu klären würde zu weit führen, aber ich bin bereit für meine Liebe zu kämpfen. Auch mein Mann "der Betrogene" ist jetzt wieder bereit den Weg weiter mit mir zu gehen und das seine dafür zu tun. Ich kann hier nicht für all die "Betrüger" reden, nur für mich, aber ich für meinen Teil bin mir sicher nicht wieder in solch eine Situation zu geraten. Heute werde ich die Dinge die mir nicht gefallen gleich auf den Tisch bringen und nicht mehr hoffen es würde sich alles von alleine regeln wenn ich nur lange genug warte und schweige.
Meine beste Freundin drückte es mal so aus: "ich verstehe nicht wie du nebenher eine Beziehung haben kannst und gleichzeitig um deine Liebe und Ehe kämpfst wie eine Löwin" sie hat über Jahre hinweg all meine Sorgen und Ängste miterlebt.
Und ich sage dir und all den anderen, wenn ich von meinem Tun und meiner Liebe zu meinem Mann nicht überzeugt wäre, dann wäre ich schon längst weg. Natürlich gab es auch Zeiten an denen es mir am liebsten gewesen wäre, wenn "er" nicht mehr nach Hause käme oder wenn alles aufgeflogen wäre und er sich von mir getrennt hätte. Aber heute weiss ich, dass ich das nie wirklich gewollt habe.
Es tut mir weh wenn ich ihn leiden sehe und ich werde ihn nie wieder in solch eine Situation bringen! Davon bin ich überzeugt, aber nicht weil ich glaube man könne so tun als ob nichts gewesen wäre, sondern weil ich von unserem Vorhaben zusammen zu bleiben und sich unseren (vermeintlichen) Fehlern zu stellen, überzeugt bin.

Es kommt sowieso "immer" wie es kommen muss und ich denke auch "es ist immer für irgend was gut, auch wenn man es im Moment nicht sehen kann"

Liebe aliablue, was würde sich in einer neuen Partnerschaft ändern in der nicht beide den gleichen Wissensstand haben?

Würde es dann wirklich besser werden, oder würde sich über kurz oder lang nicht doch wieder alles wiederholen?

Liebe Grüsse, Pedy

Ich kann dir
nur beipflichten.
Da ergänzen sich die 2 Sichtachsen, die von der Betrügerseite und von der Betrogenenseite.
Freut mich, dass Ihr es schaffen wollt.
Strusell

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7. März 2005 um 14:48
In Antwort auf medina_12714759

Da muss ich jetzt mal etwas klarstellen
die Affäre hat 3 Wochen gedauert, bis mein Mann die verarbeitet hatte waren 6 Monate um, die nicht leicht waren, das gebe ich zu, und das Ganze ist jetzt anderthalb Jahre her.
Also ich bin der Meinung, es hat sich gelohnt.
Mein Mann, der alles sehr bereut, und auch in diesen 3 Wochen eher unglücklich als glücklich war, und ich sind eher Menschen, die nicht einfach so schnell aufgeben. Wir kennen uns 30 Jahre, haben viel Schönes, fast nur Schönes zusammenerlebt haben mit nichts vor 24 Jahren 2 Firmen aufgebaut mit 6 Leuten Personal, und hatten enfach das Pech, dass eines von den beiden Kindern uns sehr viel Sorgen gemacht hat, und dass unsere gemeinsame Zusammensein darunter gelitten hat, dass die Spannung verloren ging, und dass leider die Routine zu sehr Oberhand gewonnen hatte.
Für uns stand gleich danach fest, dass wir zusammenbleiben und in unsere Ehe investieren würden, da wir uns immer noch lieben.
Und ich persönlich bin der Meinung, dass man einem Partner, der sich nie was zuschulde hat kommen lassen, der einaml schwach geworden ist nach 25 Jahren Ehe, die Gelegenheit nicht gesucht hat, sondern sie wurde ihm ausdrücklich geboten, dieses einmal schwach werden verzeihen soll, und es ist mir auch gelungen.

Wir haben heute die nötige Distanz und können uns ganz ungezwuungen über das Thema unterhalten. in unserem Alter, 48 und 50, weiss man eben, dass so ein langes Mitieinander nicht ohne Tiefen sein kann, denn wo keine Tiefen sind, können auch keine Höhen sein.

Das einzige was in so einem Fall wirklich zählt, ist ob man sich noch liebt oder nicht. Wenn man sich noch liebt, soll man versuchen zusammenzubleiben und konstruktiv vorgehen.

Strusell

Du sprichst mir aus der Seele
Hallo Strussel,
auch wir sind selbständig, haben auch Problemkinder und auch wir haben uns darüber selbst verloren und wie du so schön erwähnst, würde es ohne Tiefen auch keine Höhen mehr geben.

Es ist sicher nicht immer einfach gemeinsame Wege zu finden aber wie heißt es doch so schön: "Liebe versteht alles und Liebe verzeiht alles"! Da ist wohl was wahres dran. Vielleicht gehören wir (ich meine du und ich *g*) aber auch nur noch einer seltenen Spezies an, die an die alles umfassende Liebe noch glaubt und auch daran, dass man daran auch arbeiten muss?

Für jedes Problem gibt es eine Lösung, wirklich für jedes, man muss die Lösung nur auch finden wollen.

Liebe Grüsse, Pedy

PS: wir sind übrigens 49 und 41 Jahre alt und kennen uns schon seit über 27 Jahre

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8. März 2005 um 12:25

Wer kämpft ?
du musst schon sehr verletzt sein wenn du auf deiner Meinung beharrst (was allerdings dein gutes Recht ist)


Aber trotzdem kannst du mir glauben, es dauert nicht immer und nicht in jedem Fall- Jahre!!!
Wenn "beide" daran arbeiten, die Gründe dafür herausfinden und wirklich etwas verändern wollen, dann kann es auch schneller gehen! Ich bin wirklich stolz auf meinen Mann und auch auf mich, wie wir es doch geschafft haben in knapp einem halben Jahr die Dinge neu zu regeln.
Wir haben auch erkannt, dass man nicht vorschnell über Dinge urteilen sollte in die man nicht selbst invollviert ist.

Ich hoffe für dich, dass du deine ureigene Lösung findest und gut damit leben kannst.

Liebe Grüsse, Pedy

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8. März 2005 um 13:26

Der einzig richtige Weg
hallo aliablue,

wie ich sehe hast du für dich schon den einzig richtigen Weg gefunden und ich muss dir beipflichten, damit hattest du wohl auch Recht.
Wie ich schon oft erwähnte (falls es dir entgangen ist) macht es wirklich keinen Sinn wenn nur "einer" kämpft, dann ist es wirklich besser zu gehen. Ich gehöre nunmal zu den Menschen die auf dem Standpunkt stehen: "ändere an einer Situation die dir nicht gefällt, was du daran ändern kannst, wenn du sie nicht ändern kannst, dann gehe weg und wenn du sie nicht ändern willst, dann lebe mit allen Konsequenzen damit und jammer nicht."
Nur sollte man dabei nicht vergessen dass, das "weg" gehen nicht immer und für alle die richtige Lösung ist, sonst würden nie Probleme gelöst werden sondern immer nur verlagert.

So nach dem Motto: "ich bin wie ich bin und wenn es dir nicht gefällt dann kannst DU ja weg gehen"

Ist das deine Vorstellung von Liebe und Partnerschaft?

Wenn ja, dann tust du mir wirklich leid, denn dann wirst du dein Leben lang entäuscht werden und vor möglichen Problemen davonlaufen!

Liebe Grüsse, Pedy

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8. März 2005 um 14:20

Nein, zwingen kann man niemanden!
Sicher manche Erfahrungen tun weh und sicher gäbe es auch Möglichkeiten Dinge zu lernen "ohne" schmerzhafte Erfahrungen, wenn man dann selber dazu bereit ist.

Du schreibst du hast viel daraus gelernt, bist du dir dabei aber auch sicher immer und in jedem Fall die richtigen Schlüsse aus dem Erlernten zu ziehen?

Du kannst oder willst offensichtlich nicht damit abschließen!

Liebst du ihn noch und wenn ja, warum?
Wenn nein, warum ist dir das "WARUM" dann so wichtig?
Wie lange seid ihr zusammen gewesen, war es das wert?
Warum bist du so verletzt?
Hat er dich geliebt oder tut es noch?
Ärgerst du dich vielleicht sogar selbst am meisten über eigene Fehler oder verpasste Gelegenheiten?

Das alles denke ich sind Fragen die nur du dir selbst und ganz ehrlich beantworten solltest.

Vielleicht hat dir ja bis heute nur der Denkanstoss gefehlt.

Viel Glück, Pedy

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8. März 2005 um 14:49
In Antwort auf danak_12668866

Nein, zwingen kann man niemanden!
Sicher manche Erfahrungen tun weh und sicher gäbe es auch Möglichkeiten Dinge zu lernen "ohne" schmerzhafte Erfahrungen, wenn man dann selber dazu bereit ist.

Du schreibst du hast viel daraus gelernt, bist du dir dabei aber auch sicher immer und in jedem Fall die richtigen Schlüsse aus dem Erlernten zu ziehen?

Du kannst oder willst offensichtlich nicht damit abschließen!

Liebst du ihn noch und wenn ja, warum?
Wenn nein, warum ist dir das "WARUM" dann so wichtig?
Wie lange seid ihr zusammen gewesen, war es das wert?
Warum bist du so verletzt?
Hat er dich geliebt oder tut es noch?
Ärgerst du dich vielleicht sogar selbst am meisten über eigene Fehler oder verpasste Gelegenheiten?

Das alles denke ich sind Fragen die nur du dir selbst und ganz ehrlich beantworten solltest.

Vielleicht hat dir ja bis heute nur der Denkanstoss gefehlt.

Viel Glück, Pedy

Warum wohl?!
hallo pedy,

diese fragen kann nur jemand stellen, der noch nie betrogen wurde.
es ist egal welchen weg man wählt, auch wenn man sich trennt muss dieser schmerz verarbeitet werden. jede(r) betrogene(r) möchte wissen warum er/sie so hintergangen wurde.

ich stelle mir selbst schon folgende frage, kann es sein, dass ich selbst den treuesten mann dazu animiere mich zu verarschen?

pedy - du denkst ihr hättet euch entschieden - dieser weg den du gehst ist so holprig - ihr werdet euch vermutlich noch oft entscheiden müssen - und irgendwann vielleicht fehlt einem von euch die kraft und ihr müsst euch doch trennen.

insbesondere deinem mann wünsche ich deshalb ganz viel kraft

rike

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8. März 2005 um 14:51

Da hast du allerdings auch wieder Recht
okay, sehen wir es doch mal so:

du hast für dich "deinen" besten Weg gefunden und ich für "mich" und wenn wir beide jetzt hier durch unsere Diskussion auch noch anderen ein wenig helfen können ihren Weg zu finden, dann hat dieses Forum und auch mein Beitrag seinen Zweck erfüllt.

in diesem Sinne, bis auf weitere konstruktive Diskussionen

lg, Pedy

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8. März 2005 um 15:02
In Antwort auf alya_12708452

Warum wohl?!
hallo pedy,

diese fragen kann nur jemand stellen, der noch nie betrogen wurde.
es ist egal welchen weg man wählt, auch wenn man sich trennt muss dieser schmerz verarbeitet werden. jede(r) betrogene(r) möchte wissen warum er/sie so hintergangen wurde.

ich stelle mir selbst schon folgende frage, kann es sein, dass ich selbst den treuesten mann dazu animiere mich zu verarschen?

pedy - du denkst ihr hättet euch entschieden - dieser weg den du gehst ist so holprig - ihr werdet euch vermutlich noch oft entscheiden müssen - und irgendwann vielleicht fehlt einem von euch die kraft und ihr müsst euch doch trennen.

insbesondere deinem mann wünsche ich deshalb ganz viel kraft

rike

"NIE" betrogen
danke für deine Meinung Rike und ja ich glaube auch, daß wir uns sicher noch oft in unserem Leben entscheiden müssen und wünsche uns selbst ganz viel Kraft dafür.

Eine Kleinigkeit möchte ich trotzdem noch klarstellen, die ich übrigens selbst schon fast vergessen hätte, auch wenn sie hier für diesen meinen Beitrag nicht wichtig ist:

Auch ich bin vor meiner Ehe eineinhalb Jahre lang betrogen worden, also unterstell mir bitte nicht ich wüsste nicht wie man sich dabei fühlt.
Nur soviel weiss ich ganz genau, es war damals keine wirkliche LIEBE sonst hätte ich es sicher nicht vergessen oder verdrängt.

Betrug tut nur dann richtig weh wenn man wirklich liebt und zwar sowohl dem Betrogenen als auch dem Betrüger!

lg, Pedy

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8. März 2005 um 15:28

Hey, ich will nicht schon wieder
..., aber dein letzter Abschnitt, wo es um deinen ex geht, scheint mir doch ein bisschen viel sarkastisch zu sein.
Wenn man den Weg der Trennung geht, ok, dann geht man den. Wenn man den Weg des Zusammenbleiben geht, ok, dann geht man den.
Beide Wege sind holperig, es hat auch schon Getrennte gegeben, die danach wieder zusammen gekommen sind. Wieso willst du ihr einfach ihren Weg als madig beschreiben?
Hätte ich das gesagt, hätte man mir schon wieder "INTOLERANZ" vorgeworfen, oder?
Strusell

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8. März 2005 um 16:23
In Antwort auf medina_12714759

Hey, ich will nicht schon wieder
..., aber dein letzter Abschnitt, wo es um deinen ex geht, scheint mir doch ein bisschen viel sarkastisch zu sein.
Wenn man den Weg der Trennung geht, ok, dann geht man den. Wenn man den Weg des Zusammenbleiben geht, ok, dann geht man den.
Beide Wege sind holperig, es hat auch schon Getrennte gegeben, die danach wieder zusammen gekommen sind. Wieso willst du ihr einfach ihren Weg als madig beschreiben?
Hätte ich das gesagt, hätte man mir schon wieder "INTOLERANZ" vorgeworfen, oder?
Strusell

Vermutlich weiss sie es nicht besser
für aliablue ist wohl nur ihr Weg der einzig richtige, sie will das alle ihre Meinung akzeptieren und ist selbst dabei anderen ihr Ding aufzudrücken und bemerkt dabei nichtmal das man sie durchaus aus ihrem Sichtwinkel versteht!

Wie verletzt und vergrämt muss man da sein?

ein Hoch auf die Meinungsfreiheit

Gruß Pedy

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8. März 2005 um 18:45
In Antwort auf danak_12668866

Vermutlich weiss sie es nicht besser
für aliablue ist wohl nur ihr Weg der einzig richtige, sie will das alle ihre Meinung akzeptieren und ist selbst dabei anderen ihr Ding aufzudrücken und bemerkt dabei nichtmal das man sie durchaus aus ihrem Sichtwinkel versteht!

Wie verletzt und vergrämt muss man da sein?

ein Hoch auf die Meinungsfreiheit

Gruß Pedy

Hey aliablue
ich sehe es aus dem Blickwinkel der Betrogenen, die allerdings gleich geschnallt hatte, dass auch ich mein Scherflein dazu beigetragen habe, dass es so kommen konnte. Und als sich herausgestellt hat, dass wir uns noch lieben, haben wir beschlossen den Weg gemeinsam weiterzugehen, nicht genauso wie bisdahin, Aenderungen haben sich beim Nachdenken heraus kristallisiert. Man will ja nicht nochmal den gleichen Fehler machen. Natürlich kann in dem Fall nicht am Tag danach alles Honig und Butter swein. Ist es aber bei einer Trennung auch nicht. Schmerz empfindet man bei beiden Varianten.
Und wenn man die Erkenntnis hat, wie sie pedy jetzt hat, und ihre Beziehung zu schätzen weiss, und dieser Werdegang ist in unserem Fall genauso, dann kann die Beziehung viel inniger werden als sie es vorher war, das heisst es gibt einen Gewinn an der Qualität der Beziehung.
Und das muss jeder für sich entscheiden, da kann man keinem seine Meinung aufdrücken. Wir verlangen ja auch nicht dass du mit deinem Mann zusammenbleibst und akzeptieren, dass du dich trennen wolltest, wenn du alles dann besser verarbeiten kannst.
Jeder geht mit seiner Verletztheit anders um, und wenn ihr Mann verzeihen will und kann, dann lass sie doch einfach, oder kannst du ihnen das nicht gönnen?
Strusell

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30. April 2007 um 12:07
In Antwort auf medina_12714759

Hey aliablue
ich sehe es aus dem Blickwinkel der Betrogenen, die allerdings gleich geschnallt hatte, dass auch ich mein Scherflein dazu beigetragen habe, dass es so kommen konnte. Und als sich herausgestellt hat, dass wir uns noch lieben, haben wir beschlossen den Weg gemeinsam weiterzugehen, nicht genauso wie bisdahin, Aenderungen haben sich beim Nachdenken heraus kristallisiert. Man will ja nicht nochmal den gleichen Fehler machen. Natürlich kann in dem Fall nicht am Tag danach alles Honig und Butter swein. Ist es aber bei einer Trennung auch nicht. Schmerz empfindet man bei beiden Varianten.
Und wenn man die Erkenntnis hat, wie sie pedy jetzt hat, und ihre Beziehung zu schätzen weiss, und dieser Werdegang ist in unserem Fall genauso, dann kann die Beziehung viel inniger werden als sie es vorher war, das heisst es gibt einen Gewinn an der Qualität der Beziehung.
Und das muss jeder für sich entscheiden, da kann man keinem seine Meinung aufdrücken. Wir verlangen ja auch nicht dass du mit deinem Mann zusammenbleibst und akzeptieren, dass du dich trennen wolltest, wenn du alles dann besser verarbeiten kannst.
Jeder geht mit seiner Verletztheit anders um, und wenn ihr Mann verzeihen will und kann, dann lass sie doch einfach, oder kannst du ihnen das nicht gönnen?
Strusell

Freundinen
interessant wäre es zu erfahren wie sich die jeweiligen Freundinen und Freunde die von den Fremdgehverhalten wissen fühlen. Mir hat mal
eine ältere Frau gesagt, wenn die Freundin(en)
schon mehr wissen als der Mann dann ist die
Ehe oder Beziehung schon kaputt.
Es gibt zu diesem Thema einen Satz der helfen kann: ist es eine Lebensnotwendigkeit für mich das ich geliebt werde...?
Ich habe eine eigene interessanteGeschichte vielleicht komme ich mal darauf zurück,
Gruß P1

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