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...Ich verstehe meine Freundin einfach nicht...

2. August 2008 um 12:43

Hallo Ihr Lieben,

ich muss mal meinen Kummer loswerden. Vielleicht kann mir ja jemand von euch helfen. Ich bin seit 6 Monaten mit meiner Freundin zusammen. Es ist das erste Mal, dass ich mit einer Frau zusammen bin. Aber es ist wunderschön, mit ihr zusammen zu sein. Es läuft auch wirklich toll zwischen uns. Das einzige Thema, bei dem wir immer wieder in Streit verfallen, ist die eigene Wohnung. Ich würde nichts lieber tun, als mit ihr zusammenzuziehen. Das wollte ich schon vor ein paar Monaten. Damals waren wir aber erst zwei Monate zusammen. Sie meinte, dass wäre ihr eine noch zu kurze Zeit, um zusammenzuziehen. Dagegen konnte ich nicht mal was sagen, weil sie damit ja auch nicht ganz Unrecht hatte. Sie betonte aber gleichzeitig immer wieder, dass es ihr auf die Nerven geht, dass ich noch immer mit meinem Ex-Freund zusammenlebe. Ich habe ihr bereits mehrfach erklärt, dass weder er (er lebt im Insolvenzverfahren) noch ich uns eine eigene Wohnung leisten können. Damit war das Thema bis auf weiteres vom Tisch. In den letzten Wochen machte sie dann plötzlich immer mal wieder Andeutungen, dass sie doch gern mit mir zusammenziehen möchte. Letzte Woche hat sie sogar im Internet schon nach passenden Wohnungen geschaut und auch schon super Einrichtungsideen entwickelt. Sogar ihrer Mutter hat sie neulich gesagt, dass sie in naher Zukunft mit mir zusammenziehen mag. Das Kuriose hierbei ist, dass Ihre Mutter nichts von unserer Beziehung weiß. Für Sie bin ich nur eine gute Freundin Ihrer Tochter (aber das ist ein anderes Thema). Deswegen hat meine Freundin auch zu ihr gesagt, sie will mit mir eine WG aufmachen. Und Ihre Mutter fand die Idee auch nicht mal schlecht. Gestern dann sind wir wieder auf das Thema Wohnung gekommen und es entwickelte sich ein heftiger Streit. Sie machte mir nämlich plötzlich den Anschein, als wolle sie eben doch noch nicht mit mir zusammenziehen. Ich sprach sie darauf an und sie meinte auf einmal, dass sie sich doch noch nicht bereit fühlt, mit mir zusammenzuziehen. Sie meinte, mal glaubt sie, sie würde es gern tun und dann wieder fühlt sie sich doch nicht bereit dazu. Das hätte ich vielleicht schweren Herzens noch hinnehmen können. Aber dann sagte sie etwas, was mich total fertig gemacht hat: "Ich verstehe nicht, warum wir überhaupt zusammenziehen müssen". Ich wusste überhaupt nicht, was ich dazu sagen sollte. Ich stand da, wie vom Donner gerührt. Dann meinte sie noch, ich würde sie damit unter Druck setzen, wenn ich sage, dass ich mir alleine keine Wohnung leisten kann. Ich konnte das alles irgendwie nicht verarbeiten und bin dann nach Hause gegangen. Sie hat sich dann zwar noch entschuldigt, aber seit gestern bin ich eben voller Zweifel, was Ihre Liebe zu mir angeht. Sie hat mir damit das Gefühl gegeben, als sei sie sich nicht sicher, dass ich ihre große Liebe wäre, wie sie es schon so oft meinte. Ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll. Könnt ihr mir vielleicht helfen, dass zu verstehen ?

Liebe Grüße

Gänseblümchen82

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3. August 2008 um 14:03

03.08.08
Hi,

es ist wirklich schwer, Eure Situation richtig einzuschätzen.
Du bist anscheinend bereit, Dich durch die gemeinsame Wohnung zu outen. Sie aber vielleicht noch nicht. Sie hat berechtigter Weise Angst vor der Reaktion der Eltern, des Freundeskreises, der Arbeitskollegen etc.
Es erstmal nach außen hin als WG zu bezeichnen fände ich gar nicht schlecht, solange sie ihren Eltern gegenüber ehrlich ist.
Es ist auch völlig ok, wenn sie Angst hat, für Euch Beide finanziell aufkommen zu müssen. Das darf man einfach nicht so leicht abtun. Keiner trägt gern so eine schwere Bürde und finanzielle Probleme können auch einer noch so tollen Beziehung die Energie entziehen. Du schreibst leider nicht, ob Du einen Job hast. Falls ja, evtl. noch auf 400 Euro-Basis was dazu suchen? Vor allem würd ich mir auch überlegen, wie sehr Du wirklich Deinem Ex verpflichtet bist. Deine neue Beziehung sollte vor gehen, wenn es wirklich was ernstes ist. Dann muß (so schlimm sich das auch anhört) Dein Ex eben eine billigere Bleibe suchen. Setzt Euch doch einmal zu dritt zusammen und erörtert die Möglichkeiten. Auch wenn Dein Ex Privatinsolvenz angemeldet hat, ist es sehr wohl möglich, daß er für sich alleine was sucht. Zur Not eben über das Sozialamt oder einen Kumpel.
Auf Dauer so eine Dreierkiste laufen lassen, bei der er wie ein Klotz an Euch hängt, kann nie gut gehen. Wenn Du ihn nicht im Stich lassen willst, dann steck ihm von Deinem Nebenjob jeden Monat eine kleine Finanzspritze zu, die er Dir zurückgeben kann, wie es ihm möglich ist.

Lg und Kopf hoch

Elly

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3. August 2008 um 15:45

Hi elly,
danke für deine liebe antwort. das, was du geschrieben hast, klingt im ersten moment ja nicht schlecht, aber ganz so einfach ist die situation leider nicht. erstmal zum thema outen: ich glaube, damit hat sie kein problem. ich bin nicht ihre erste freundin. und wenn wir z.B. zusammen unterwegs sind, denn gibt sie sich auch ganz natürlich. soll heißen, wir laufen hand in hand oder küssen uns auch in der öffentlichkeit. dass sie ihrer familie noch nichts gesagt hat, nehme ich ihr ja nicht übel. ihre große schwester war auch schon mal mit einem mädel liiert und hatte es dann in der familie nicht gerade leicht. von mir aus kann ihre mutter ruhig denken, dass es sich nur um eine weiber-WG handelt. ich habe gestern lange mit meiner freundin gesimst. es tat ihr erstmal wahnsinnig leid, was sie gesagt hat. sie meinte, sie hätte schlechte laune gehabt und hätte dinge gesagt, die sie so nicht gemeint hat. dann hat sie versucht, mir ihre zweifel zu erklären. als erstes natürlich spielt dabei das geld eine rolle. aber wir verdienen beide das gleiche. und wenn wir es vernünftig angehen, dann würde das auch funktionieren. dann hat sie angst, dass wir uns zu sehr auf die pelle rücken oder uns nur noch streiten. ich muss dazu sagen, wir arbeiten auch zusammen (festangestellt und vollzeit). sie hat angst, dass wir uns zu viel sehen. ich habe ihr versucht, zu erklären, dass sie ja deswegen nicht ihr leben aufgeben muss. sie kann sich mit freunden treffen, ihre familie besuchen, was immer sie mag. sie spielt auch leidenschaftlich gern gitarre. sie wollte einen gitarrenkurs machen. da hätte sie auch zeit für sich. ich sehe das also auch nicht unbedingt als problem. dann meinte sie noch, sie wüsste nicht, wie es wäre, alleine zu wohnen. aber auch hier waren wir uns ja eigentlich schon mal einig, dass wir in die naähe ihrer eltern ziehen, so dass sie, wann immer sie das bedürfnis hat, zu ihnen gehen kann. sie hat ja auch gemerkt, was sie mir mit ihrer aussage angetan hat und hat große angst, dadurch alles kaputt gemacht zu haben und dass sie mich deswegen verlieren könnte. sie meinte, sie will an ihren zweifeln arbeiten und wenn sie verschwunden sind, dann will sie es mir sagen. das problem ist nur, ich weiß nicht, wie man an seinen zweifeln "arbeiten" kann. die geldzweifel z.B verschwinden doch nicht einfach so. ich hab sie gefragt, ob ich ihr irgendwie helfen kann, ihre zweifel über bord zu werfen, aber sie meinte, sie würde das schon alleine schaffen. ich fühl mich aber dadurch völlig hilflos. ich kann nur warten. und das zermürbt mich innerlich. habe sie sogar gefragt, ob es für sie leichter wäre, wenn ich erstmal ein wenig abstand von ihr nehme. daraufhin fing sie bitterlich an zu weinen und flehte mich an, das nicht zu tun. letztendlich habe ich mal wieder keine andere wahl, als darauf zu warten, dass sie sich bereit fühlt, mit mir zusammenzuziehen. aber ich weiß einfach nicht, wie ich diese zeit überstehen soll. ich traue mich ja nicht mal mehr, sie darauf anzusprechen, weil ich befürchten muss, dass sie sich dann wieder in die enge getrieben fühlt und dadurch noch mehr zweifel bekommt. ich komme damit irgendwie nicht klar.

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