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Ich verstehe die Welt nicht mehr und weiss nicht wohin.

7. November um 14:01

Hallo zusammen, ich möchte folgendes Problem schildern. Erstmal zu mir, ich bin männlich, 28 Jahre alt und bin angehender Gymnasiallehrer und komme aus der schönen Schweiz. Eigentlich habe ich ein gutes Leben, viele Freunde und tolle Hobbies. Mein einziges Problem im Leben war bisher die Liebe, ich wurde schon viel verlassen und verarscht und bin deshalb auch in eine böse Depression reingeschlittert, welche ich aber einigermassen in den Griff bekommen habe und sich nur stellenweise wieder bemerkbar machte. Nun ist alles in sich zusammen gebrochen, weil sich folgendes abgespielt hat.
 
Ich war diesen Frühsommer an einem Festival, am Ende von diesem habe ich bei der Rückfahrt sie (26 Primarlehrerin) kennengelernt. Wir kamen gleich ins Gespräch und haben unsere Handynummern ausgetauscht, was mir genau an ihr gefallen hat weiss ich auch nicht mehr, sie hatte eine spezielle Ausstrahlung und ein süsses Äusseres. Nach dem Festival haben wir hin- und her geschrieben über Gott und die Welt. Ich hab dann den Mut gefasst und sie für ein Treffen im Tierpark gefragt, worauf sie zustimmte. Das Treffen verlief sehr schön und ich erfuhr mehr über sie und ihr Leben. Sie erzählte mir, dass sie mitten im Umzug in eine andere Stadt ist, weil sie dort eine neue Stelle angenommen hatte. Auch zog sie um, weil sie vorher, also bis vor 10 Monaten mit ihrem Ex in der alten Stadt zusammengewohnt hat. Das Wort Ex liess in meinem Kopf alle Alarmglocken läuten, worauf ich sie ganz dezent fragte wie sie jetzt zum Ex steht, sie antwortete darauf ganz locker, dass sie über ihn hinweg sei und sie ganz sporadisch noch Kontakt haben, immerhin seien sie ja 6 Jahre zusammen gewesen. Na gut, dachte ich mir, das Treffen war weiterhin sehr schön und wir hatten ruhige aber auch interessante Gespräche, sicher auch ein Punkt, welcher mir an ihr gefallen hat, sie war eine eher ruhige Persönlichkeit, genau so wie ich. Am Ende des Treffens habe ich ihr dezent gesagt, dass ich die Zeit mit ihr sehr genossen habe und sie gerne näher kennenlernen möchte. Sie entgegnete mir dasselbe mit den Worten: "Schauen wir mal wo das ganze hinführt, ohne Druck und Erwartungen."
 
Wir haben danach weiter hin- und hergeschrieben und uns bald darauf zum Essen und Cocktailtrinken getroffen, sie konnte das einrichten, obwohl sie mitten im Umzug war. Das Treffen verlief abgesehen von ein paar "peinlichen" Gesprächspausen sehr harmonisch und am Ende des Abends in der Cocktailbar habe ich sanft meine Hand auf ihren Oberschenkel gelegt, was sie sichtlich genoss. Beim Abschied schien sie fast zu erwarten, dass ich sie küsse, unter anderem weil sie beide von meinen Händen nahm, jedoch war ich zu feige und habe nur altmodisch ihre Hand geküsst Wieder waren wir gleicher Meinung, dass wir die Zeit zusammen sehr genossen haben. Langsam machten sich in mir Verliebtheitsgefühle breit.
 
Wieder schrieben wir hin- und her, jedoch vergingen etwa drei Wochen bis zum nächsten Treffen, weil sie mit ihrem Umzug und dem neuen Stellenantritt viel zu tun hatte. Wir gingen zusammen am See baden. Im Wasser hab ich dann meinen Mut zusammengenommen und sie sanft geküsst und ihre Hände gehalten. Danach schauten wir uns zusammen den Sonnenuntergang bei einer Flasche Rotwein an (Ja ich bin ein altmodischer, hoffnungsloser Romantiker). Wieder haben wir uns geküsst, danach sagte ich ihr, dass ich halt ein bisschen in sie verliebt bin. Sie entgegenete, dass sie die Zeit mit mir geniesst und mich toll, interessant und auch anziehend findet, jedoch sei irgendetwas komisch und sie wisse nicht was los ist, ihr Kopf spiele ihr manchmal Streiche. Wir genossen aber weiterhin den Abend, küssten und kuschelten. Wir sind danach Hand in Hand (Händchenhalten ging von mir aus) zum Bahnhof gelaufen und haben uns mit einem Kuss für lange Zeit verabschiedet.
 
Eine lange Zeit, weil ich danach in den Urlaub ging, zuerst in eines, danach noch in ein anderes Land, mit nur einem Tag Pause zuhause dazwischen, insgesamt etwa 4 Wochen. Schlimm war das jedoch nicht, weil wir ständig in Kontakt blieben, manchmal schrieb sie auch von sich aus und erkundigte sich wie es mir geht. Ich schickte ihr auch viele Fotos und eine altmodische Postkarte, worüber sie sich sehr gefreut hat. Eigentlich konnte ich den Urlaub geniessen, jedoch hallten ihre Worte bzw. diejenigen, dass sie unsicher ist immer noch in meinem Kopf, was nicht gerade zuträglich für meine Verlustangst war, welche ich durch meine früheren sehr negativen Beziehungserfahrungen eingefangen hatte. Manchmal hat mir diese Unsicherheit fast den Urlaub versauert, weil das Gedankenkarussell sich drehte. Ich liess mir aber nichts anmerken und überforderte sie nicht mit Nachrichten.
 
Als ich vom Urlaub zurück war haben wir uns bei ihr zuhause getroffen, zusammen gekocht und einen Film geschaut. Beim Film schauen sind wir uns immer näher gekommen und haben heftig rumgemacht, fast wäre es zum Sex gekommen, so weit wollte ich jedoch noch nicht gehen, weil ich sie nicht überfordern wollte. Wir schliefen danach Arm- in Arm im gleichen Bett, frühstückten zusammen und gingen an den See spazieren. Am See gab ich ihr noch ein kleines Mitbringsel aus dem Urlaub (Ein Armband), sie hat sich sehr darüber gefreut. Im weiteren Verlauf des Spazierganges deutete ich ihr dezent an, dass ich wirklich verliebt in sie bin. Danach kam der grosse Knall. Sie sagte, sie sei irgendwie gefühlsmässig immer noch nicht weiter als beim letzten Treffen und sie glaubt ich sei nicht der richtige. Ich war danach traurig und sagte: "Dann lassen wirs halt". Weil ich weiss, wenn jemand unsicher ist, dann wird nie etwas draus. Auch sie wirkte traurig. Wir haben danach noch über das Warum und Weshalb hin- und her geschrieben aber viel gebracht hat es nicht. Ich fiel in ein brutales Loch, schloss mich im WG Zimmer ein und besoff mich fast bis zur Besinnungslosigkeit. Im Suff habe ich ihr dann geschrieben, dass ich die Situation schade finde, ich dachte ich hätte mit ihr jemanden gefunden, mit dem ich alt werden möchte, mit Heirat und allem. Auch habe ich ihr geschrieben wie verletzt ich bin und das ich ihr so nicht vertrauen könne. Ich habe ihr einfach brutal ehrlich meine Gedanken geschrieben. Am nächsten Morgen kam prompt die Antwort. Sie dankte mir für ihre Ehrlichkeit und sagte mir es tue ihr leid, sie wisse auch nicht was los ist, es gäbe ja vielleicht noch Hoffnung und sie hofft darauf, dass ich ihr eine zweite Chance geben wenn es dann so weit kommt.
 
Als Zwischeninformation, sie hat immer betont, dass sie ein Beziehungsmensch ist und niemals eine Frau für ONS und Affären.
 
Nach ihrer Nachricht habe ich mir gedacht, na gut, jeder hat eine zweite Chance verdient. Ich sagte ihr, dass wenn sie mich wirklich will, soll sie um mich kämpfen und mir beweisen, dass ich ihr vertrauen kann. Sie sagte dann sie werde alles dafür tun.
 
Es folgte eine Zeit mit wenig Kontakt, jedoch schrieb sie immer wieder, dass sie an mich denken muss. Mein Vertrauen wuchs ein wenig, was ich ihr auch gesagt habe. Sie meinte darauf, das braucht Zeit, ich werde mir Mühe geben, damit du dein Vertrauen Schritt für Schritt wieder aufbauen kannst, gemeinsam schaffen wir das. Der Kontakt wurde immer mehr und normalisierte sich wieder, sie wollte mich sogar wieder treffen. Nun ging ich aber für ein verlängertes Wochenende ins Ausland, auch dort schrieben wir hin- und her. Sie sagte dann ich solle doch gleich nach der Landung in der Schweiz zu ihr kommen, mit Übernachtung. Natürlich stimmte ich zu. In dieser Nacht haben wir das erste Mal miteinander geschlafen.
 
Es folgten weitere Treffen, welche sehr schön waren, jedoch spürte ich immer wieder meine Verlustangst und irgendetwas komisches lag zwischen uns in der Luft. Ich konnte mich kaum noch auf die Uni konzentrieren. Wir verbrachten danach zwei wunderschöne Wochenenden mit Wanderausflug, Thermalbad etc. Ich fühlte mich wohl, jedoch spürte ich immer noch die Verlustangst. Ich traute mich auch nicht sie auf unseren Beziehungsstatus anzusprechen aus Angst sie wieder unter Druck zu setzen und liess das ganze einfach laufen. Bald drauf hatte ich Geburtstag und sie wollte an diesem Tag zu mir kommen, jedoch musste sie ausserplanmässig in ihre Heimat, weil ihre Mutter eine OP hatte, jedoch plante sie gleich einen alternativen Tag vor dem Geburtstagswochenende um meinen Geburtstag vorzufeiern. Sie ging auch schon am Wochenende zuvor in die Heimat weil sie ihrer Mutter helfen wollte. Als sie in die Heimat fuhr, sagte sie beiläufig in einer Whatsapp Nachricht, dass sie mal etwas Zeit für sich brauche, worauf ich antwortete, dass sie sich das gönnen soll. Sie sagte auch, dass sie mich vermisst und sich freut am Dienstag zu mir zu kommen.

Dann kam wiederum der grosse Knall, am Abend bevor sie zu mir kommen wollte merkte ich, dass sie nur sehr spärlich Nachrichten schrieb, ich sprach sie darauf an, sie antwortete darauf nur, dass sie momental viel im Kopf habe. Ich wollte ihr helfen und bohrte nach. Dann rief sie mich fast weinend an und sagte: "Es war so schön mir dir, du bist ein toller Mann, aber irgendwie ist mir das zu wenig, etwas fehlt, es wäre besser wir sehen uns nicht mehr." Ich war am Boden zerstört und versuchte alles um sie umzustimmen, jedoch ohne Erfolg. Am nächsten Morgen schrieb ich ihr, dass ich persönlich mit ihr sprechen möchte, worauf sie sagte: "Es gibt nichts mehr zu reden, meine Meinung wird sich nicht ändern". Wutentbrannt und enttäuscht brach ich den Kontakt ab." Dann kam der schwärzeste Tag in meinem Leben, mein Geburtstag. Die Woche davor, an den Tagen nach der Trennung habe ich durchgesoffen und die Uni komplett vernachlässigt. An meinem Geburtstag hatte ich kurz einen starken Moment und schrieb ihr: "Du hast mich nicht verdient, ich schmeiss dich aus meinem Leben, lass mich in Ruhe, der Zug ist abgefahren." Es kam keine Antwort. In der Nacht hatte ich plötzlich keine Kontrolle mehr und war überfahren von meiner Enttäuschung und von allen möglichen Gefühlen. Ich schrieb ihr eine Abschiedsnachricht und versuchte mir das Leben zu nehmen, was mir aber misslang. Es kam nie eine Antwort. Ich habe mich danach wieder etwas gefangen und ihr einen Brief geschrieben, ganz schlicht: "Bitte rede mit mir, ich vermisse dich." Es kam keine Antwort. Ich habe ihr 2 Wochen danach nochmals geschrieben, als Antwort kam nur: "Es gibt nichts mehr zu reden." Ich erzählte ihr dann von meinem Suizidversuch und sie sagte nur: "Nimm Hilfe an, alles gute wünsche ich dir." Ein persönliches Gespräch verweigerte sie immer noch.
 
Nun sitze ich hier und weiss nicht weiter, ich verstehe nicht was passiert ist, weiss jemand von euch was los sein könnte? Ich mache mir selbst riesige Vorwürfe, dass ich etwas in der Beziehung falsch gemacht habe, sie sagte mir jedoch immer, dass ich nichts falsch gemacht hätte. Ich verstehe nicht, dass sie plötzlich, ohne Streit und nichts ihre Gefühle für mich verloren hat. Mein Selbstbewusstsein ist durch diese Sache zerstört. Ich wünsche mir vom Leben nichts sehnlicher als eine Frau, mit der ich alt werden, heiraten und Kinder kriegen kann. Das erste Mal in meinem Leben habe ich gedacht die eine gefunden zu haben und nun ist alles zerstört. Ja vielleicht bin ich dumm, aber ich mache mir immer noch Hoffnungen, dass sie zurück zu mir kommt. Diese Hoffnung ist präsent in meinem Kopf und geht nicht weg. Es gibt jedoch keinen Kontakt mehr zwischen ihr und mir, ich hoffe aber sie meldet sich irgendwann.
 
Die Suizidgedanken habe ich jedoch nicht mehr, ich habe viel mit Freunden darüber geredet und das hilft mir, jedoch bin ich einfach todunglücklich. Erschwerend dazu kommt, dass ich mich nicht mehr auf die Uni konzentrieren kann und alles schleifen lasse. Auch aus einem bestimmten Grund, eigentlich weiss ich, dass Gymnasiallehrer mein absoluter Traumberuf ist, ich habe auch bald ein Praktikum an einer Schule. Nur ist das Problem, dass es mit meiner Fächerkombination unmöglich sein wird eine Stelle zu finden, ich werde also nach dem Studium in der Arbeitslosigkeit landen, was sicher auch nicht zuträglich für mein Leben sein wird.
 
Alles in allem ist es so, dass ich vom Leben die schönen Seiten aufgezeigt bekomme, eine Traumbeziehung wie die geschilderte, meinen Traumjob, jedoch sagt das Leben dann: "Haha hier, du konntest es kurz anschauen aber ich nehme dir das gleich wieder weg." und zurück bleibt ein schwarzes Loch.
 
Was kann ich tun um sie zurück zu holen, ich will nur sie? Gibt es irgendeinen Weg? Was kann ich tun um glücklich zu werden?
 
Manchmal keimt in mir die Hoffnung auf, dass alles gut wird, jedoch kommen dann wieder dunkle Gedanken, ich weiss irgendwie, dass ich weitermachen muss aber ich sehe kein Licht am Ende des Tunnels. Nochmals, ich werde mir sicher nichts mehr antun, dafür ist der Funke Hoffnung den ich noch in mir trage zu gross.

Entschuldigt den langen Text aber ich musste das mal loswerden und um Rat fragen.
 

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7. November um 14:38

Puh was für ein langer Text. Mal abgesehen von der Suizidnummer (ganz übel für Sie und natürlich auch für dich) ist MEINER Meinung nach der Zug abgefahren, denn:

"Ich wünsche mir vom Leben nichts sehnlicher als eine Frau, mit der ich alt werden, heiraten und Kinder kriegen kann."

Das hat sie gemerkt. Fürs nächste Mal (aber ich spreche da nur von mir!!!!): sei cool, etwas geheimnisvoll und wie schon die Omas sagten: mach dich rar. Nichts ist unattraktivier für mich, als ein Mann der mir sofort zeigt, dass ich die Göttin auf Erden bin. Du lässt bei ihr nicht locker und das ist viel zu viel des Guten. Ist aber nur meine Meinung.

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7. November um 14:48

Ich bin aber wie ich bin und möchte mich nicht verstellen, ich denke nicht, dass ich sie überfordert habe, habe ihr ja keinen Antrag gemacht Ausserdem hat sie auch selbst Andeutungen gemacht, dass sie unbedingt mal heiraten will.

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7. November um 14:49

Wow. Du analysierst alles total über. Klar ist es schade, wenn aus einem vielversprechenden Anfang nix wird und man vielleicht sogar Gefühle entwickelt hat, die nicht erwidert werden, aber so ein riesen Ding draus zu machen? Ich denke auch, dass Du Dir Hilfe suchen solltest, wie sie es Dir geraten hat, denn wer mit so einer Abfuhr nicht umgehen kann und versucht, sich das Leben zu nehmen, der hat weitaus größere Probleme als einen Korb erhalten zu haben.

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7. November um 14:54

Na wenn du gar nichts verkehrt gemacht hast, dann muss sie wirklich blind sein. Es geht auch nicht darum, sich zu verstellen. Ansonsten kann ich Nike nur in allem zustimmen.

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7. November um 14:56
Beste Antwort

Hallo du Lieber.
Ich möchte dir nicht zu nahe treten mit dem was ich sage, aber gleichzeitig offen meine Gedanken teilen.
Du hast dich mit dieser Frau, die dich zweifellos total gefesselt hat, bereits in einer Beziehung gesehen. Du wolltest unbedingt eine Beziehung mit ihr und hast versucht, diese Sicherheit auch von ihr zu bekommen. Sie hat jedoch, soweit ich erkennen kann, nie ein echtes Zugeständnis in diese Richtung gemacht. Das hat sie sicherlich nicht aus böser Absicht getan, sondern einfach weil sie unsicher war und dir nicht weh tun wollte - sie hat ja deine Gefühle gekannt!
Bestimmt hat auch sie wirklich gehofft, dass sie deine Gefühle ehrlich erwidern kann nach einer Weile und hat deshalb immer so zögernd-positiv reagiert. Sie wollte abwarten und euch eine Chance geben, bzw. ihren Gefühlen zu dir.

Nun ist aber nicht das eingetreten was ihr beide gehofft habt. Über die Gründe kann ich nichts sagen und ich glaube nicht dass es überhaupt echte Gründe geben muss. Aber Tatsache ist: Ihre Gefühle für dich sind nicht die gleichen wie umgekehrt. Weder bedeutet das, dass du ihr nie was bedeutet hast, noch, dass an dir irgendwas verkehrt ist oder du was falsch gemacht hast. Es ist einfach das Leben, das einem nicht immer die Menschen beschert, die man sich wünscht. Auch ich habe schon einseitig geliebt und weiß wie weh das tut.
Aber so ist das eben. Sich zu verlieben ist immer ein Risiko! Sein Herz öffnen, seine Gefühle zulassen und zeigen - ein Risiko. Daran ist nichts falsch, aber der Schmerz gehört eben dazu.

Nun hast du allerdings wirklich recht auffällig auf diese Tatsache reagiert. Du hast nicht einfach gelitten, dich durch den Liebeskummer gekämpft und mal ein, zwei betrunkene Nachrichten geschrieben - was ja durchaus üblich ist. Nein, dein ganzes Leben scheint keinen Sinn mehr gehabt zu haben, du hast sogar versucht dir das Leben zu nehmen und ALLES hintenangestellt. Ich möchte dir sagen, dass dies keine gesunde und normale Reaktion ist.
Auch dass du - trotz ihrer Zurückhaltung - bereits von Heirat und Kindern geträumt und gesprochen hast, war einfach wirklich zu schnell. Ich kennen niemanden, der so ein Tempo mitmachen kann, nichtmal wenn die Gefühle stimmen.

All deine Versuche, sie zurück zu gewinnen, haben letztlich nur eines gezeigt: Du liebst sie nicht, du brauchst sie. Das ist ein gravierender Unterschied und keine Basis für eine Beziehung. Dass sie sich distanziert ist die einzig logische und gute (!!) Möglichkeit, euch beiden etwas gutes zu tun! Du klingst, bereits nach euren wenigen Treffen und unsicherem Beziehungsstatus, ihr total verfallen, emotional abhängig und auf sie fixiert. Damit gewinnst du niemanden, damit erreichst du immer nur dass dein gegenüber flüchtet. Es muss! Denn alles andere würde zu einer krankhaften Beziehung führen, die euch beide nicht glücklich machen würde.

Ich kann mir vorstellen dass du das nicht glauben kannst und dir immer noch sicher bist, ihr beide wärt das Traumpaar schlechthin. Glaub mir- ihr seid es nicht. Wärt ihr es, wärt ihr jetzt zusammen.

Ich möchte meinen Rat an dich wie folgt zusammenfassen:
Spekuliere nicht mehr über ihre Gründe und Motivationen für was auch immer. Du wirst es nie erfahren und das darüber grübeln macht DICH kaputt.
Versuche den Tatsachen ins Auge zu sehen: Sie ist nicht da. Sie ist weg und sie möchte auch weg bleiben. Alles was du tust wird daran nichts ändern. Es gibt hier einfach nichts mehr für dich zu tun - also hör auf damit.
Und besonders dringend möchte ich dir raten, dich umgehend in Therapie zu begeben. Du hast nicht einfach Liebeskummer, du hast ein hochgradig selbstgefährdendes Verhalten gezeigt und zudem hast du dich so verhalten, dass eure Beziehung keine Chance hatte (selbst wenn ihre Gefühle gestimmt hätten). Bitte tu dir selbst diesen großen Gefallen, damit du der nächsten tollen Frau der du begegnest (und das wirst du - versprochen!!!) auf Augenhöhe und ohne Abhängigkeiten und Verzweiflung begegnen kannst.

AllesLiebe

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7. November um 15:10

Danke für den Beitrag Melonchen, du trittst mir nicht zu nahe. Ich denke aber nicht, dass ich mich falsch verhalten habe, weil ich habe meine Verlustangst nicht direkt gezeigt, auch war ich nie eifersüchtig. Ich hab weiter mein Leben gelebt wie ohne sie. Ich hab ihr nicht dauernd hinterhergeschrieben, mal eine Nachricht am Morgen und am Abend. Ich denke ich hatte damals beim ersten Bruch allen Grund Angst zu haben und wollte es deshalb ja auch beenden, dann kam sie wieder auf mich zu, nur um mir später noch mal einen reinzubremsen, das verstehe ich nicht... Hätte sie beim ersten Mal gesagt: Meine Gefühle reichen nicht, es ist aus, hätte ich das geschluckt... Aber sie zeigt mir den Himmel und kämpft um mich, nur um mich dann fallen zu lassen. Ich mache mir einfach Vorwürfe, dass wenn ich irgendetwas anders gemacht hätte, die Situation heute anders aussehen würde.

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7. November um 15:10
In Antwort auf sanguine

Hallo zusammen, ich möchte folgendes Problem schildern. Erstmal zu mir, ich bin männlich, 28 Jahre alt und bin angehender Gymnasiallehrer und komme aus der schönen Schweiz. Eigentlich habe ich ein gutes Leben, viele Freunde und tolle Hobbies. Mein einziges Problem im Leben war bisher die Liebe, ich wurde schon viel verlassen und verarscht und bin deshalb auch in eine böse Depression reingeschlittert, welche ich aber einigermassen in den Griff bekommen habe und sich nur stellenweise wieder bemerkbar machte. Nun ist alles in sich zusammen gebrochen, weil sich folgendes abgespielt hat.
 
Ich war diesen Frühsommer an einem Festival, am Ende von diesem habe ich bei der Rückfahrt sie (26 Primarlehrerin) kennengelernt. Wir kamen gleich ins Gespräch und haben unsere Handynummern ausgetauscht, was mir genau an ihr gefallen hat weiss ich auch nicht mehr, sie hatte eine spezielle Ausstrahlung und ein süsses Äusseres. Nach dem Festival haben wir hin- und her geschrieben über Gott und die Welt. Ich hab dann den Mut gefasst und sie für ein Treffen im Tierpark gefragt, worauf sie zustimmte. Das Treffen verlief sehr schön und ich erfuhr mehr über sie und ihr Leben. Sie erzählte mir, dass sie mitten im Umzug in eine andere Stadt ist, weil sie dort eine neue Stelle angenommen hatte. Auch zog sie um, weil sie vorher, also bis vor 10 Monaten mit ihrem Ex in der alten Stadt zusammengewohnt hat. Das Wort Ex liess in meinem Kopf alle Alarmglocken läuten, worauf ich sie ganz dezent fragte wie sie jetzt zum Ex steht, sie antwortete darauf ganz locker, dass sie über ihn hinweg sei und sie ganz sporadisch noch Kontakt haben, immerhin seien sie ja 6 Jahre zusammen gewesen. Na gut, dachte ich mir, das Treffen war weiterhin sehr schön und wir hatten ruhige aber auch interessante Gespräche, sicher auch ein Punkt, welcher mir an ihr gefallen hat, sie war eine eher ruhige Persönlichkeit, genau so wie ich. Am Ende des Treffens habe ich ihr dezent gesagt, dass ich die Zeit mit ihr sehr genossen habe und sie gerne näher kennenlernen möchte. Sie entgegnete mir dasselbe mit den Worten: "Schauen wir mal wo das ganze hinführt, ohne Druck und Erwartungen."
 
Wir haben danach weiter hin- und hergeschrieben und uns bald darauf zum Essen und Cocktailtrinken getroffen, sie konnte das einrichten, obwohl sie mitten im Umzug war. Das Treffen verlief abgesehen von ein paar "peinlichen" Gesprächspausen sehr harmonisch und am Ende des Abends in der Cocktailbar habe ich sanft meine Hand auf ihren Oberschenkel gelegt, was sie sichtlich genoss. Beim Abschied schien sie fast zu erwarten, dass ich sie küsse, unter anderem weil sie beide von meinen Händen nahm, jedoch war ich zu feige und habe nur altmodisch ihre Hand geküsst Wieder waren wir gleicher Meinung, dass wir die Zeit zusammen sehr genossen haben. Langsam machten sich in mir Verliebtheitsgefühle breit.
 
Wieder schrieben wir hin- und her, jedoch vergingen etwa drei Wochen bis zum nächsten Treffen, weil sie mit ihrem Umzug und dem neuen Stellenantritt viel zu tun hatte. Wir gingen zusammen am See baden. Im Wasser hab ich dann meinen Mut zusammengenommen und sie sanft geküsst und ihre Hände gehalten. Danach schauten wir uns zusammen den Sonnenuntergang bei einer Flasche Rotwein an (Ja ich bin ein altmodischer, hoffnungsloser Romantiker). Wieder haben wir uns geküsst, danach sagte ich ihr, dass ich halt ein bisschen in sie verliebt bin. Sie entgegenete, dass sie die Zeit mit mir geniesst und mich toll, interessant und auch anziehend findet, jedoch sei irgendetwas komisch und sie wisse nicht was los ist, ihr Kopf spiele ihr manchmal Streiche. Wir genossen aber weiterhin den Abend, küssten und kuschelten. Wir sind danach Hand in Hand (Händchenhalten ging von mir aus) zum Bahnhof gelaufen und haben uns mit einem Kuss für lange Zeit verabschiedet.
 
Eine lange Zeit, weil ich danach in den Urlaub ging, zuerst in eines, danach noch in ein anderes Land, mit nur einem Tag Pause zuhause dazwischen, insgesamt etwa 4 Wochen. Schlimm war das jedoch nicht, weil wir ständig in Kontakt blieben, manchmal schrieb sie auch von sich aus und erkundigte sich wie es mir geht. Ich schickte ihr auch viele Fotos und eine altmodische Postkarte, worüber sie sich sehr gefreut hat. Eigentlich konnte ich den Urlaub geniessen, jedoch hallten ihre Worte bzw. diejenigen, dass sie unsicher ist immer noch in meinem Kopf, was nicht gerade zuträglich für meine Verlustangst war, welche ich durch meine früheren sehr negativen Beziehungserfahrungen eingefangen hatte. Manchmal hat mir diese Unsicherheit fast den Urlaub versauert, weil das Gedankenkarussell sich drehte. Ich liess mir aber nichts anmerken und überforderte sie nicht mit Nachrichten.
 
Als ich vom Urlaub zurück war haben wir uns bei ihr zuhause getroffen, zusammen gekocht und einen Film geschaut. Beim Film schauen sind wir uns immer näher gekommen und haben heftig rumgemacht, fast wäre es zum Sex gekommen, so weit wollte ich jedoch noch nicht gehen, weil ich sie nicht überfordern wollte. Wir schliefen danach Arm- in Arm im gleichen Bett, frühstückten zusammen und gingen an den See spazieren. Am See gab ich ihr noch ein kleines Mitbringsel aus dem Urlaub (Ein Armband), sie hat sich sehr darüber gefreut. Im weiteren Verlauf des Spazierganges deutete ich ihr dezent an, dass ich wirklich verliebt in sie bin. Danach kam der grosse Knall. Sie sagte, sie sei irgendwie gefühlsmässig immer noch nicht weiter als beim letzten Treffen und sie glaubt ich sei nicht der richtige. Ich war danach traurig und sagte: "Dann lassen wirs halt". Weil ich weiss, wenn jemand unsicher ist, dann wird nie etwas draus. Auch sie wirkte traurig. Wir haben danach noch über das Warum und Weshalb hin- und her geschrieben aber viel gebracht hat es nicht. Ich fiel in ein brutales Loch, schloss mich im WG Zimmer ein und besoff mich fast bis zur Besinnungslosigkeit. Im Suff habe ich ihr dann geschrieben, dass ich die Situation schade finde, ich dachte ich hätte mit ihr jemanden gefunden, mit dem ich alt werden möchte, mit Heirat und allem. Auch habe ich ihr geschrieben wie verletzt ich bin und das ich ihr so nicht vertrauen könne. Ich habe ihr einfach brutal ehrlich meine Gedanken geschrieben. Am nächsten Morgen kam prompt die Antwort. Sie dankte mir für ihre Ehrlichkeit und sagte mir es tue ihr leid, sie wisse auch nicht was los ist, es gäbe ja vielleicht noch Hoffnung und sie hofft darauf, dass ich ihr eine zweite Chance geben wenn es dann so weit kommt.
 
Als Zwischeninformation, sie hat immer betont, dass sie ein Beziehungsmensch ist und niemals eine Frau für ONS und Affären.
 
Nach ihrer Nachricht habe ich mir gedacht, na gut, jeder hat eine zweite Chance verdient. Ich sagte ihr, dass wenn sie mich wirklich will, soll sie um mich kämpfen und mir beweisen, dass ich ihr vertrauen kann. Sie sagte dann sie werde alles dafür tun.
 
Es folgte eine Zeit mit wenig Kontakt, jedoch schrieb sie immer wieder, dass sie an mich denken muss. Mein Vertrauen wuchs ein wenig, was ich ihr auch gesagt habe. Sie meinte darauf, das braucht Zeit, ich werde mir Mühe geben, damit du dein Vertrauen Schritt für Schritt wieder aufbauen kannst, gemeinsam schaffen wir das. Der Kontakt wurde immer mehr und normalisierte sich wieder, sie wollte mich sogar wieder treffen. Nun ging ich aber für ein verlängertes Wochenende ins Ausland, auch dort schrieben wir hin- und her. Sie sagte dann ich solle doch gleich nach der Landung in der Schweiz zu ihr kommen, mit Übernachtung. Natürlich stimmte ich zu. In dieser Nacht haben wir das erste Mal miteinander geschlafen.
 
Es folgten weitere Treffen, welche sehr schön waren, jedoch spürte ich immer wieder meine Verlustangst und irgendetwas komisches lag zwischen uns in der Luft. Ich konnte mich kaum noch auf die Uni konzentrieren. Wir verbrachten danach zwei wunderschöne Wochenenden mit Wanderausflug, Thermalbad etc. Ich fühlte mich wohl, jedoch spürte ich immer noch die Verlustangst. Ich traute mich auch nicht sie auf unseren Beziehungsstatus anzusprechen aus Angst sie wieder unter Druck zu setzen und liess das ganze einfach laufen. Bald drauf hatte ich Geburtstag und sie wollte an diesem Tag zu mir kommen, jedoch musste sie ausserplanmässig in ihre Heimat, weil ihre Mutter eine OP hatte, jedoch plante sie gleich einen alternativen Tag vor dem Geburtstagswochenende um meinen Geburtstag vorzufeiern. Sie ging auch schon am Wochenende zuvor in die Heimat weil sie ihrer Mutter helfen wollte. Als sie in die Heimat fuhr, sagte sie beiläufig in einer Whatsapp Nachricht, dass sie mal etwas Zeit für sich brauche, worauf ich antwortete, dass sie sich das gönnen soll. Sie sagte auch, dass sie mich vermisst und sich freut am Dienstag zu mir zu kommen.

Dann kam wiederum der grosse Knall, am Abend bevor sie zu mir kommen wollte merkte ich, dass sie nur sehr spärlich Nachrichten schrieb, ich sprach sie darauf an, sie antwortete darauf nur, dass sie momental viel im Kopf habe. Ich wollte ihr helfen und bohrte nach. Dann rief sie mich fast weinend an und sagte: "Es war so schön mir dir, du bist ein toller Mann, aber irgendwie ist mir das zu wenig, etwas fehlt, es wäre besser wir sehen uns nicht mehr." Ich war am Boden zerstört und versuchte alles um sie umzustimmen, jedoch ohne Erfolg. Am nächsten Morgen schrieb ich ihr, dass ich persönlich mit ihr sprechen möchte, worauf sie sagte: "Es gibt nichts mehr zu reden, meine Meinung wird sich nicht ändern". Wutentbrannt und enttäuscht brach ich den Kontakt ab." Dann kam der schwärzeste Tag in meinem Leben, mein Geburtstag. Die Woche davor, an den Tagen nach der Trennung habe ich durchgesoffen und die Uni komplett vernachlässigt. An meinem Geburtstag hatte ich kurz einen starken Moment und schrieb ihr: "Du hast mich nicht verdient, ich schmeiss dich aus meinem Leben, lass mich in Ruhe, der Zug ist abgefahren." Es kam keine Antwort. In der Nacht hatte ich plötzlich keine Kontrolle mehr und war überfahren von meiner Enttäuschung und von allen möglichen Gefühlen. Ich schrieb ihr eine Abschiedsnachricht und versuchte mir das Leben zu nehmen, was mir aber misslang. Es kam nie eine Antwort. Ich habe mich danach wieder etwas gefangen und ihr einen Brief geschrieben, ganz schlicht: "Bitte rede mit mir, ich vermisse dich." Es kam keine Antwort. Ich habe ihr 2 Wochen danach nochmals geschrieben, als Antwort kam nur: "Es gibt nichts mehr zu reden." Ich erzählte ihr dann von meinem Suizidversuch und sie sagte nur: "Nimm Hilfe an, alles gute wünsche ich dir." Ein persönliches Gespräch verweigerte sie immer noch.
 
Nun sitze ich hier und weiss nicht weiter, ich verstehe nicht was passiert ist, weiss jemand von euch was los sein könnte? Ich mache mir selbst riesige Vorwürfe, dass ich etwas in der Beziehung falsch gemacht habe, sie sagte mir jedoch immer, dass ich nichts falsch gemacht hätte. Ich verstehe nicht, dass sie plötzlich, ohne Streit und nichts ihre Gefühle für mich verloren hat. Mein Selbstbewusstsein ist durch diese Sache zerstört. Ich wünsche mir vom Leben nichts sehnlicher als eine Frau, mit der ich alt werden, heiraten und Kinder kriegen kann. Das erste Mal in meinem Leben habe ich gedacht die eine gefunden zu haben und nun ist alles zerstört. Ja vielleicht bin ich dumm, aber ich mache mir immer noch Hoffnungen, dass sie zurück zu mir kommt. Diese Hoffnung ist präsent in meinem Kopf und geht nicht weg. Es gibt jedoch keinen Kontakt mehr zwischen ihr und mir, ich hoffe aber sie meldet sich irgendwann.
 
Die Suizidgedanken habe ich jedoch nicht mehr, ich habe viel mit Freunden darüber geredet und das hilft mir, jedoch bin ich einfach todunglücklich. Erschwerend dazu kommt, dass ich mich nicht mehr auf die Uni konzentrieren kann und alles schleifen lasse. Auch aus einem bestimmten Grund, eigentlich weiss ich, dass Gymnasiallehrer mein absoluter Traumberuf ist, ich habe auch bald ein Praktikum an einer Schule. Nur ist das Problem, dass es mit meiner Fächerkombination unmöglich sein wird eine Stelle zu finden, ich werde also nach dem Studium in der Arbeitslosigkeit landen, was sicher auch nicht zuträglich für mein Leben sein wird.
 
Alles in allem ist es so, dass ich vom Leben die schönen Seiten aufgezeigt bekomme, eine Traumbeziehung wie die geschilderte, meinen Traumjob, jedoch sagt das Leben dann: "Haha hier, du konntest es kurz anschauen aber ich nehme dir das gleich wieder weg." und zurück bleibt ein schwarzes Loch.
 
Was kann ich tun um sie zurück zu holen, ich will nur sie? Gibt es irgendeinen Weg? Was kann ich tun um glücklich zu werden?
 
Manchmal keimt in mir die Hoffnung auf, dass alles gut wird, jedoch kommen dann wieder dunkle Gedanken, ich weiss irgendwie, dass ich weitermachen muss aber ich sehe kein Licht am Ende des Tunnels. Nochmals, ich werde mir sicher nichts mehr antun, dafür ist der Funke Hoffnung den ich noch in mir trage zu gross.

Entschuldigt den langen Text aber ich musste das mal loswerden und um Rat fragen.
 

Wie du das schilderst war die Unsicherheit über die Gefühle von Anfang an präsent. Ich denke sie wusste deine guten Eigenschaften zu schätzen: ein Gentleman und Romantiker der die Sache langsam angehen lässt und nicht die erste Initiative ergreift zur Sache zu kommen. Sie wird wohl aber im Laufe der Zeit gemerkt haben das diese Eigenschaften nichts an ihren Gefühlen verändert hat. Ich sehe es aufjedenfall ebenfalls so das du dich für niemanden verstellen solltest, andere Frauen würden gerne so einen Mann mit solch einem Charakter haben. Aber im Moment ist es wichtig das du selber in der Lage bist ihre Entscheidung zu akzeptieren, auch wenn der Weg, den sie gewählt um mit dir das ganze zu beenden meiner Meinung nach mehr als feige war! Nach der Trennung denkt man immer es gäbe keinen mehr der so gut zu einem passt und den man mehr haben will aber du irrst dich, es laufen viele Frauen da draußen Rum die glücklich wären dich als Partner zu haben. Kopf hoch!

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7. November um 15:15

Vielen Dank user215377, ich akzeptiere es ja, ich mache gar nichts mehr. Aber irgendwo in mir schwelt noch die Hoffnung, dass sie vielleicht irgendwann zurück kommt. Ich komme momentan einigermassen klar, jedoch ist auch das mit meinem Studium bzw. Job nicht einfach und ich bin überfordert.

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7. November um 15:18

Erschwerend kommt hinzu, dass ich gesehen habe, was ihr Ex für ein Typ ist, so der typische Prolet, welcher nur sein Auto und Motorrad im Kopf hat und sie nach 6 Jahren Knall auf Fall für eine andere verlässt. Da frage ich mich, warum kann so einer 6 Jahre lang mit so einer wunderbaren Frau zusammen sein und ich, soll nicht arrogant klingen gebildeter Mann bekommt auf den Deckel und geht leer aus. Diese Tatsache hat mein Selbstbewusstsein praktisch pulverisiert.

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7. November um 15:20
In Antwort auf sanguine

Vielen Dank user215377, ich akzeptiere es ja, ich mache gar nichts mehr. Aber irgendwo in mir schwelt noch die Hoffnung, dass sie vielleicht irgendwann zurück kommt. Ich komme momentan einigermassen klar, jedoch ist auch das mit meinem Studium bzw. Job nicht einfach und ich bin überfordert.

Genau diese muss leider verschwinden damit es für dich wieder bergauf geht.. ich verstehe deine Situation man denkt "vielleicht wird es ja wieder" aber sie hat eine Entscheidung gefällt an der sich meiner Meinung nach nichts mehr ändern wird. Zudem scheint sie auch auf deinen Suizid Versuch nicht wirklich reagiert zu haben was das ganze eigentlich noch bestätigt.. 

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7. November um 15:31

Leider wird diese Hoffnung nicht so schnell verschwinden, weil Entscheidungen können ja theoretisch auch bereut und rückgängig gemacht werden. Mich hat es einfach auch fertig gemacht, dass sie nicht mal mehr mit mir persönlich reden wollte. Vielleicht gibt es ja mal eine neue Frau in meinem Leben aber irgendwie werde ich keiner mehr vertrauen können und deshalb wahrscheinlich wieder alles kaputt machen.

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7. November um 15:31

Sie mag dich aber sie hat sich nicht in dich verliebt! Wieso ist das so schwer zu verstehen!?

 

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7. November um 15:33
In Antwort auf user5909

Sie mag dich aber sie hat sich nicht in dich verliebt! Wieso ist das so schwer zu verstehen!?

 

Warum geht sie dann mit mir in die Kiste, küsst mich etc? Mit jemandem den ich nur mag würde ich das nicht machen.

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7. November um 15:34
In Antwort auf sanguine

Danke für den Beitrag Melonchen, du trittst mir nicht zu nahe. Ich denke aber nicht, dass ich mich falsch verhalten habe, weil ich habe meine Verlustangst nicht direkt gezeigt, auch war ich nie eifersüchtig. Ich hab weiter mein Leben gelebt wie ohne sie. Ich hab ihr nicht dauernd hinterhergeschrieben, mal eine Nachricht am Morgen und am Abend. Ich denke ich hatte damals beim ersten Bruch allen Grund Angst zu haben und wollte es deshalb ja auch beenden, dann kam sie wieder auf mich zu, nur um mir später noch mal einen reinzubremsen, das verstehe ich nicht... Hätte sie beim ersten Mal gesagt: Meine Gefühle reichen nicht, es ist aus, hätte ich das geschluckt... Aber sie zeigt mir den Himmel und kämpft um mich, nur um mich dann fallen zu lassen. Ich mache mir einfach Vorwürfe, dass wenn ich irgendetwas anders gemacht hätte, die Situation heute anders aussehen würde.

Zum einen: Falsch und richtig ist relativ. Du hast so richtig gehandelt wie es dir eben möglich war. Also versuch nicht dein Verhalten (oder ihres!) in richtig und falsch einzuteilen -das führt zu nichts.

Zum anderen: Selbst wenn du nichts in der Hinsicht gesagt hast, sie hat es gespürt!! Sie hat es vielleicht von Anfang an gespürt aber spätestens an deiner Panikreaktion als du Schluss gemacht hast und von da an immer verzweifelter agiert hast. Empathische Menschen fühlen so etwas tatsächlich.

Falsch gemacht hast du nur eines: Du hast dich noch nicht genügend um deine psychische Gesundheit und Beziehungsfähigkeit gekümmert. Das sollte erstmal an oberster Stelle stehen!!

Selbst wer "alles richtig" macht (und wer entscheidet was richtig ist?) ist nicht davor gefeit, nicht geliebt zu werden.

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7. November um 15:37
In Antwort auf sanguine

Erschwerend kommt hinzu, dass ich gesehen habe, was ihr Ex für ein Typ ist, so der typische Prolet, welcher nur sein Auto und Motorrad im Kopf hat und sie nach 6 Jahren Knall auf Fall für eine andere verlässt. Da frage ich mich, warum kann so einer 6 Jahre lang mit so einer wunderbaren Frau zusammen sein und ich, soll nicht arrogant klingen gebildeter Mann bekommt auf den Deckel und geht leer aus. Diese Tatsache hat mein Selbstbewusstsein praktisch pulverisiert.

Woher weißt du das?
Selbst wenn er aussieht wie ein Prolet und nur Fotos von Auto und Motorrad in seinen Social Media Accounts hat, ist er ein Mensch mit mehr Eigenschaften als diesen. Garantiert hat er auch seine guten Seiten und dafür wurde er geliebt.
Punkt.

Du bist nicht besser oder schlechter als er, Gefühle lassen sich nicht mit Eigenschaften und Punktevergabe erzeugen! Das müsstest du doch wissen

Und wieder: Dass alleine das dein Selbstbewusstsein pulverisiert hat, ist schon ein Grund für eine Therapie

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7. November um 15:38
In Antwort auf sanguine

Leider wird diese Hoffnung nicht so schnell verschwinden, weil Entscheidungen können ja theoretisch auch bereut und rückgängig gemacht werden. Mich hat es einfach auch fertig gemacht, dass sie nicht mal mehr mit mir persönlich reden wollte. Vielleicht gibt es ja mal eine neue Frau in meinem Leben aber irgendwie werde ich keiner mehr vertrauen können und deshalb wahrscheinlich wieder alles kaputt machen.

Wenn du dir das fest einredest, wird es auch genau so kommen.
Du bist total in der Opferrolle. Hey, DU hast dein Leben in der Hand!!! Du allein!

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7. November um 15:38
In Antwort auf sanguine

Warum geht sie dann mit mir in die Kiste, küsst mich etc? Mit jemandem den ich nur mag würde ich das nicht machen.

Sie ist aber nicht du. Menschen sind verschieden. Versuch das zu akzeptieren.
Wäre sie wirklich in dich verliebt, wäre sie jetzt hier.

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7. November um 15:41
In Antwort auf sanguine

Leider wird diese Hoffnung nicht so schnell verschwinden, weil Entscheidungen können ja theoretisch auch bereut und rückgängig gemacht werden. Mich hat es einfach auch fertig gemacht, dass sie nicht mal mehr mit mir persönlich reden wollte. Vielleicht gibt es ja mal eine neue Frau in meinem Leben aber irgendwie werde ich keiner mehr vertrauen können und deshalb wahrscheinlich wieder alles kaputt machen.

Du sprichst genau den richtigen Punkt an: Vertrauen. Ich kann einerseits verstehen das du sie zurück willst anderseits muss ich sagen ist es für mich als aussenstehende absurd. Erstens das sie über WhatsApp Schluss gemacht hat finde ich sowieso mehr als bedenklich und absolut unsensibel und zweitens sie wusste das sie zu grossen teilen ein Grund für deinen Suizid Versuch war und es hat sie nicht gekümmert wie es dir geht. Ich finde das spricht nicht dafür das sie so eine unglaublich tolle Frau ist wie du sie beschreibst, ohne jemanden beleidigen zu wollen. Ich war oft in einer Situation in der ich verarscht wurde und nicht loslassen konnte, alle haben gesehen das es an der Zeit ist einen anderen Weg zu gehen Ausser mir selbst. Das ist das Ding mit der rosaroten brille. 

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7. November um 15:43
In Antwort auf sanguine

Warum geht sie dann mit mir in die Kiste, küsst mich etc? Mit jemandem den ich nur mag würde ich das nicht machen.

Leider ist Sex kein Liebesbeweis..

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7. November um 15:43

Hallo du, 

Deine Verlustangst ist nicht von vorigen Beziehungen, sondern das ist tiefer. Systemimmanent. Psychoanalyse oder systemische Familientherapie ist hier wohl angesagt. Du wirst deswegen kein anderer,  keine Angst. Du wirst einfach nur du,  erkennst dich besser,  wirst freier. Das abgedroschene Wort Selbstliebe, sich selbst genug sein, ist der einzige Weg, da wieder raus zu kommen. 

Ich war mal so wie du. Meine Schwächen wollte ich mit besonders viel Inszenierung übertünchen. Nicht zuviel schreiben, alles richtig machen müssen,  sonst gibts Liebesentzug. Du glaubst,  wenn du nur alles alles richtig machst,  dann findest du die eine. Das ist Schrott. Du entfernst dich vom "ich"  und damit vom wir. Diese ganze Show,  die du hier anziehst, kann nur im Fiasko enden. 

Nutze diese Krise, um die spannendste aller Reisen anzutreten... zum Ich. Wird nicht immer leicht sein,  dafür ist sie aber nie zu Ende, voller Überraschungen und Erkenntnisse. Sehe diese momentane Situation als Umleitung, weil es so wie bisher einfach nicht weiter geht.

Hinterfrage alles. Traumjob,  Traumhaus,  Traumfrau... du bist noch so jung und hast so viel Zeit,  wichtige Erfahrungen zu sammeln.  Dafür würden dich hier viele beneiden. Nutze dein Leben,  du hast nur das eine.  Trauere auch um diesen Verlust,  du begräbt einen Traum. Danach fange wieder von vorne an. 

Alles Liebe
Frau evi

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7. November um 15:45
In Antwort auf user215377

Du sprichst genau den richtigen Punkt an: Vertrauen. Ich kann einerseits verstehen das du sie zurück willst anderseits muss ich sagen ist es für mich als aussenstehende absurd. Erstens das sie über WhatsApp Schluss gemacht hat finde ich sowieso mehr als bedenklich und absolut unsensibel und zweitens sie wusste das sie zu grossen teilen ein Grund für deinen Suizid Versuch war und es hat sie nicht gekümmert wie es dir geht. Ich finde das spricht nicht dafür das sie so eine unglaublich tolle Frau ist wie du sie beschreibst, ohne jemanden beleidigen zu wollen. Ich war oft in einer Situation in der ich verarscht wurde und nicht loslassen konnte, alle haben gesehen das es an der Zeit ist einen anderen Weg zu gehen Ausser mir selbst. Das ist das Ding mit der rosaroten brille. 

Sorry aber wenn mich jemand mit sowas überrumpelt,  bin ich auch ganz schnell auf Abstand. 

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7. November um 15:46
In Antwort auf frauevi

Sorry aber wenn mich jemand mit sowas überrumpelt,  bin ich auch ganz schnell auf Abstand. 

Mit was denn?

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7. November um 15:47
In Antwort auf sanguine

Warum geht sie dann mit mir in die Kiste, küsst mich etc? Mit jemandem den ich nur mag würde ich das nicht machen.

Ja du nicht, aber sie schon.
Vielleicht hatte sie die Hoffnung, dass sie sich verliebt je intimer ihr werdet? Wer weiss. 
Aber ihre Gefühle kannst du leider nicht ändern.

Dass du dich wegen so einem normalen Vorfall (viele Menschen erleben sowas) umbringen möchtest, und dann noch denkst, wenn du es ihr erzählst, kommt sie (aus Mitleid) zu dir zurück, zeigt dass du driiiingend Hilfe brauchst. Du hast dich Abhängig gemacht und auf so eine Beziehung hat kein Mensch Lust.

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7. November um 15:49

Ich weiss ja, dass es weitergehen muss, jedoch habe ich wie du gesagt hast immer noch die rosarote Brille an und versuche das ganze zu verstehen. Es hat alles unglaublich gut gepasst, Interessen, Ansichten vom Leben, das körperliche etc. auch hat sie mir vorgeschwärmt, dass sie mich unbedingt ihren Eltern vorstellen will und mir ihre Heimat zeigen will. Da habe ich mich fast etwas überfordert gefühlt aber habe mich gefreut... Und plötzlich kommt dieser Knall.. Warum bremst sie mir zwei Mal nacheinander so eine rein? Ich kanns einfach nicht verstehen.. Wie kann ich die Hoffnung aufgeben bzw. gibt es bei mir die Hoffnung jemals eine glückliche Beziehung führen zu können mit meiner Vorgeschichte bzw. mit meinem Zustand?

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7. November um 15:50
In Antwort auf sanguine

Hallo zusammen, ich möchte folgendes Problem schildern. Erstmal zu mir, ich bin männlich, 28 Jahre alt und bin angehender Gymnasiallehrer und komme aus der schönen Schweiz. Eigentlich habe ich ein gutes Leben, viele Freunde und tolle Hobbies. Mein einziges Problem im Leben war bisher die Liebe, ich wurde schon viel verlassen und verarscht und bin deshalb auch in eine böse Depression reingeschlittert, welche ich aber einigermassen in den Griff bekommen habe und sich nur stellenweise wieder bemerkbar machte. Nun ist alles in sich zusammen gebrochen, weil sich folgendes abgespielt hat.
 
Ich war diesen Frühsommer an einem Festival, am Ende von diesem habe ich bei der Rückfahrt sie (26 Primarlehrerin) kennengelernt. Wir kamen gleich ins Gespräch und haben unsere Handynummern ausgetauscht, was mir genau an ihr gefallen hat weiss ich auch nicht mehr, sie hatte eine spezielle Ausstrahlung und ein süsses Äusseres. Nach dem Festival haben wir hin- und her geschrieben über Gott und die Welt. Ich hab dann den Mut gefasst und sie für ein Treffen im Tierpark gefragt, worauf sie zustimmte. Das Treffen verlief sehr schön und ich erfuhr mehr über sie und ihr Leben. Sie erzählte mir, dass sie mitten im Umzug in eine andere Stadt ist, weil sie dort eine neue Stelle angenommen hatte. Auch zog sie um, weil sie vorher, also bis vor 10 Monaten mit ihrem Ex in der alten Stadt zusammengewohnt hat. Das Wort Ex liess in meinem Kopf alle Alarmglocken läuten, worauf ich sie ganz dezent fragte wie sie jetzt zum Ex steht, sie antwortete darauf ganz locker, dass sie über ihn hinweg sei und sie ganz sporadisch noch Kontakt haben, immerhin seien sie ja 6 Jahre zusammen gewesen. Na gut, dachte ich mir, das Treffen war weiterhin sehr schön und wir hatten ruhige aber auch interessante Gespräche, sicher auch ein Punkt, welcher mir an ihr gefallen hat, sie war eine eher ruhige Persönlichkeit, genau so wie ich. Am Ende des Treffens habe ich ihr dezent gesagt, dass ich die Zeit mit ihr sehr genossen habe und sie gerne näher kennenlernen möchte. Sie entgegnete mir dasselbe mit den Worten: "Schauen wir mal wo das ganze hinführt, ohne Druck und Erwartungen."
 
Wir haben danach weiter hin- und hergeschrieben und uns bald darauf zum Essen und Cocktailtrinken getroffen, sie konnte das einrichten, obwohl sie mitten im Umzug war. Das Treffen verlief abgesehen von ein paar "peinlichen" Gesprächspausen sehr harmonisch und am Ende des Abends in der Cocktailbar habe ich sanft meine Hand auf ihren Oberschenkel gelegt, was sie sichtlich genoss. Beim Abschied schien sie fast zu erwarten, dass ich sie küsse, unter anderem weil sie beide von meinen Händen nahm, jedoch war ich zu feige und habe nur altmodisch ihre Hand geküsst Wieder waren wir gleicher Meinung, dass wir die Zeit zusammen sehr genossen haben. Langsam machten sich in mir Verliebtheitsgefühle breit.
 
Wieder schrieben wir hin- und her, jedoch vergingen etwa drei Wochen bis zum nächsten Treffen, weil sie mit ihrem Umzug und dem neuen Stellenantritt viel zu tun hatte. Wir gingen zusammen am See baden. Im Wasser hab ich dann meinen Mut zusammengenommen und sie sanft geküsst und ihre Hände gehalten. Danach schauten wir uns zusammen den Sonnenuntergang bei einer Flasche Rotwein an (Ja ich bin ein altmodischer, hoffnungsloser Romantiker). Wieder haben wir uns geküsst, danach sagte ich ihr, dass ich halt ein bisschen in sie verliebt bin. Sie entgegenete, dass sie die Zeit mit mir geniesst und mich toll, interessant und auch anziehend findet, jedoch sei irgendetwas komisch und sie wisse nicht was los ist, ihr Kopf spiele ihr manchmal Streiche. Wir genossen aber weiterhin den Abend, küssten und kuschelten. Wir sind danach Hand in Hand (Händchenhalten ging von mir aus) zum Bahnhof gelaufen und haben uns mit einem Kuss für lange Zeit verabschiedet.
 
Eine lange Zeit, weil ich danach in den Urlaub ging, zuerst in eines, danach noch in ein anderes Land, mit nur einem Tag Pause zuhause dazwischen, insgesamt etwa 4 Wochen. Schlimm war das jedoch nicht, weil wir ständig in Kontakt blieben, manchmal schrieb sie auch von sich aus und erkundigte sich wie es mir geht. Ich schickte ihr auch viele Fotos und eine altmodische Postkarte, worüber sie sich sehr gefreut hat. Eigentlich konnte ich den Urlaub geniessen, jedoch hallten ihre Worte bzw. diejenigen, dass sie unsicher ist immer noch in meinem Kopf, was nicht gerade zuträglich für meine Verlustangst war, welche ich durch meine früheren sehr negativen Beziehungserfahrungen eingefangen hatte. Manchmal hat mir diese Unsicherheit fast den Urlaub versauert, weil das Gedankenkarussell sich drehte. Ich liess mir aber nichts anmerken und überforderte sie nicht mit Nachrichten.
 
Als ich vom Urlaub zurück war haben wir uns bei ihr zuhause getroffen, zusammen gekocht und einen Film geschaut. Beim Film schauen sind wir uns immer näher gekommen und haben heftig rumgemacht, fast wäre es zum Sex gekommen, so weit wollte ich jedoch noch nicht gehen, weil ich sie nicht überfordern wollte. Wir schliefen danach Arm- in Arm im gleichen Bett, frühstückten zusammen und gingen an den See spazieren. Am See gab ich ihr noch ein kleines Mitbringsel aus dem Urlaub (Ein Armband), sie hat sich sehr darüber gefreut. Im weiteren Verlauf des Spazierganges deutete ich ihr dezent an, dass ich wirklich verliebt in sie bin. Danach kam der grosse Knall. Sie sagte, sie sei irgendwie gefühlsmässig immer noch nicht weiter als beim letzten Treffen und sie glaubt ich sei nicht der richtige. Ich war danach traurig und sagte: "Dann lassen wirs halt". Weil ich weiss, wenn jemand unsicher ist, dann wird nie etwas draus. Auch sie wirkte traurig. Wir haben danach noch über das Warum und Weshalb hin- und her geschrieben aber viel gebracht hat es nicht. Ich fiel in ein brutales Loch, schloss mich im WG Zimmer ein und besoff mich fast bis zur Besinnungslosigkeit. Im Suff habe ich ihr dann geschrieben, dass ich die Situation schade finde, ich dachte ich hätte mit ihr jemanden gefunden, mit dem ich alt werden möchte, mit Heirat und allem. Auch habe ich ihr geschrieben wie verletzt ich bin und das ich ihr so nicht vertrauen könne. Ich habe ihr einfach brutal ehrlich meine Gedanken geschrieben. Am nächsten Morgen kam prompt die Antwort. Sie dankte mir für ihre Ehrlichkeit und sagte mir es tue ihr leid, sie wisse auch nicht was los ist, es gäbe ja vielleicht noch Hoffnung und sie hofft darauf, dass ich ihr eine zweite Chance geben wenn es dann so weit kommt.
 
Als Zwischeninformation, sie hat immer betont, dass sie ein Beziehungsmensch ist und niemals eine Frau für ONS und Affären.
 
Nach ihrer Nachricht habe ich mir gedacht, na gut, jeder hat eine zweite Chance verdient. Ich sagte ihr, dass wenn sie mich wirklich will, soll sie um mich kämpfen und mir beweisen, dass ich ihr vertrauen kann. Sie sagte dann sie werde alles dafür tun.
 
Es folgte eine Zeit mit wenig Kontakt, jedoch schrieb sie immer wieder, dass sie an mich denken muss. Mein Vertrauen wuchs ein wenig, was ich ihr auch gesagt habe. Sie meinte darauf, das braucht Zeit, ich werde mir Mühe geben, damit du dein Vertrauen Schritt für Schritt wieder aufbauen kannst, gemeinsam schaffen wir das. Der Kontakt wurde immer mehr und normalisierte sich wieder, sie wollte mich sogar wieder treffen. Nun ging ich aber für ein verlängertes Wochenende ins Ausland, auch dort schrieben wir hin- und her. Sie sagte dann ich solle doch gleich nach der Landung in der Schweiz zu ihr kommen, mit Übernachtung. Natürlich stimmte ich zu. In dieser Nacht haben wir das erste Mal miteinander geschlafen.
 
Es folgten weitere Treffen, welche sehr schön waren, jedoch spürte ich immer wieder meine Verlustangst und irgendetwas komisches lag zwischen uns in der Luft. Ich konnte mich kaum noch auf die Uni konzentrieren. Wir verbrachten danach zwei wunderschöne Wochenenden mit Wanderausflug, Thermalbad etc. Ich fühlte mich wohl, jedoch spürte ich immer noch die Verlustangst. Ich traute mich auch nicht sie auf unseren Beziehungsstatus anzusprechen aus Angst sie wieder unter Druck zu setzen und liess das ganze einfach laufen. Bald drauf hatte ich Geburtstag und sie wollte an diesem Tag zu mir kommen, jedoch musste sie ausserplanmässig in ihre Heimat, weil ihre Mutter eine OP hatte, jedoch plante sie gleich einen alternativen Tag vor dem Geburtstagswochenende um meinen Geburtstag vorzufeiern. Sie ging auch schon am Wochenende zuvor in die Heimat weil sie ihrer Mutter helfen wollte. Als sie in die Heimat fuhr, sagte sie beiläufig in einer Whatsapp Nachricht, dass sie mal etwas Zeit für sich brauche, worauf ich antwortete, dass sie sich das gönnen soll. Sie sagte auch, dass sie mich vermisst und sich freut am Dienstag zu mir zu kommen.

Dann kam wiederum der grosse Knall, am Abend bevor sie zu mir kommen wollte merkte ich, dass sie nur sehr spärlich Nachrichten schrieb, ich sprach sie darauf an, sie antwortete darauf nur, dass sie momental viel im Kopf habe. Ich wollte ihr helfen und bohrte nach. Dann rief sie mich fast weinend an und sagte: "Es war so schön mir dir, du bist ein toller Mann, aber irgendwie ist mir das zu wenig, etwas fehlt, es wäre besser wir sehen uns nicht mehr." Ich war am Boden zerstört und versuchte alles um sie umzustimmen, jedoch ohne Erfolg. Am nächsten Morgen schrieb ich ihr, dass ich persönlich mit ihr sprechen möchte, worauf sie sagte: "Es gibt nichts mehr zu reden, meine Meinung wird sich nicht ändern". Wutentbrannt und enttäuscht brach ich den Kontakt ab." Dann kam der schwärzeste Tag in meinem Leben, mein Geburtstag. Die Woche davor, an den Tagen nach der Trennung habe ich durchgesoffen und die Uni komplett vernachlässigt. An meinem Geburtstag hatte ich kurz einen starken Moment und schrieb ihr: "Du hast mich nicht verdient, ich schmeiss dich aus meinem Leben, lass mich in Ruhe, der Zug ist abgefahren." Es kam keine Antwort. In der Nacht hatte ich plötzlich keine Kontrolle mehr und war überfahren von meiner Enttäuschung und von allen möglichen Gefühlen. Ich schrieb ihr eine Abschiedsnachricht und versuchte mir das Leben zu nehmen, was mir aber misslang. Es kam nie eine Antwort. Ich habe mich danach wieder etwas gefangen und ihr einen Brief geschrieben, ganz schlicht: "Bitte rede mit mir, ich vermisse dich." Es kam keine Antwort. Ich habe ihr 2 Wochen danach nochmals geschrieben, als Antwort kam nur: "Es gibt nichts mehr zu reden." Ich erzählte ihr dann von meinem Suizidversuch und sie sagte nur: "Nimm Hilfe an, alles gute wünsche ich dir." Ein persönliches Gespräch verweigerte sie immer noch.
 
Nun sitze ich hier und weiss nicht weiter, ich verstehe nicht was passiert ist, weiss jemand von euch was los sein könnte? Ich mache mir selbst riesige Vorwürfe, dass ich etwas in der Beziehung falsch gemacht habe, sie sagte mir jedoch immer, dass ich nichts falsch gemacht hätte. Ich verstehe nicht, dass sie plötzlich, ohne Streit und nichts ihre Gefühle für mich verloren hat. Mein Selbstbewusstsein ist durch diese Sache zerstört. Ich wünsche mir vom Leben nichts sehnlicher als eine Frau, mit der ich alt werden, heiraten und Kinder kriegen kann. Das erste Mal in meinem Leben habe ich gedacht die eine gefunden zu haben und nun ist alles zerstört. Ja vielleicht bin ich dumm, aber ich mache mir immer noch Hoffnungen, dass sie zurück zu mir kommt. Diese Hoffnung ist präsent in meinem Kopf und geht nicht weg. Es gibt jedoch keinen Kontakt mehr zwischen ihr und mir, ich hoffe aber sie meldet sich irgendwann.
 
Die Suizidgedanken habe ich jedoch nicht mehr, ich habe viel mit Freunden darüber geredet und das hilft mir, jedoch bin ich einfach todunglücklich. Erschwerend dazu kommt, dass ich mich nicht mehr auf die Uni konzentrieren kann und alles schleifen lasse. Auch aus einem bestimmten Grund, eigentlich weiss ich, dass Gymnasiallehrer mein absoluter Traumberuf ist, ich habe auch bald ein Praktikum an einer Schule. Nur ist das Problem, dass es mit meiner Fächerkombination unmöglich sein wird eine Stelle zu finden, ich werde also nach dem Studium in der Arbeitslosigkeit landen, was sicher auch nicht zuträglich für mein Leben sein wird.
 
Alles in allem ist es so, dass ich vom Leben die schönen Seiten aufgezeigt bekomme, eine Traumbeziehung wie die geschilderte, meinen Traumjob, jedoch sagt das Leben dann: "Haha hier, du konntest es kurz anschauen aber ich nehme dir das gleich wieder weg." und zurück bleibt ein schwarzes Loch.
 
Was kann ich tun um sie zurück zu holen, ich will nur sie? Gibt es irgendeinen Weg? Was kann ich tun um glücklich zu werden?
 
Manchmal keimt in mir die Hoffnung auf, dass alles gut wird, jedoch kommen dann wieder dunkle Gedanken, ich weiss irgendwie, dass ich weitermachen muss aber ich sehe kein Licht am Ende des Tunnels. Nochmals, ich werde mir sicher nichts mehr antun, dafür ist der Funke Hoffnung den ich noch in mir trage zu gross.

Entschuldigt den langen Text aber ich musste das mal loswerden und um Rat fragen.
 

du klammerst dich also gern an hoffnungslose ziele?

- an die frau, die dich nicht liebt...
- an das studium, von dem du jetzt schon weißt, dass du damit keinen job kriegst...

wie wäre es denn damit, mal ein bisschen offener zu werden für die millionen anderen möglichkeiten, die das leben jedem zu bieten hat, und sich eher damit zu beschäftigen, als mit dem lamentieren über vertane chancen (die hat so gut wie jeder an der einen oder anderen stelle seiner vergangenheit, die meisten schaffen es aber, darüber hinweg zu kommen, und wieder nach vorne zu schauen)? 
 

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7. November um 15:52
In Antwort auf user215377

Mit was denn?

Selbstmordversuch "wegen" mir

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7. November um 15:54
In Antwort auf sanguine

Warum geht sie dann mit mir in die Kiste, küsst mich etc? Mit jemandem den ich nur mag würde ich das nicht machen.

"Warum geht sie dann mit mir in die Kiste, küsst mich etc? Mit jemandem den ich nur mag würde ich das nicht machen."

ich schon!

got the point?

wir sind nun mal nicht alle gleich. und es ist ein böser fehler, bei der beurteilung der handlungen anderer von den eigenen vorstellungen auszugehen!

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7. November um 15:55
In Antwort auf sanguine

Ich weiss ja, dass es weitergehen muss, jedoch habe ich wie du gesagt hast immer noch die rosarote Brille an und versuche das ganze zu verstehen. Es hat alles unglaublich gut gepasst, Interessen, Ansichten vom Leben, das körperliche etc. auch hat sie mir vorgeschwärmt, dass sie mich unbedingt ihren Eltern vorstellen will und mir ihre Heimat zeigen will. Da habe ich mich fast etwas überfordert gefühlt aber habe mich gefreut... Und plötzlich kommt dieser Knall.. Warum bremst sie mir zwei Mal nacheinander so eine rein? Ich kanns einfach nicht verstehen.. Wie kann ich die Hoffnung aufgeben bzw. gibt es bei mir die Hoffnung jemals eine glückliche Beziehung führen zu können mit meiner Vorgeschichte bzw. mit meinem Zustand?

Ihre Beweggründe dafür kann nur sie dir erläutern .. ob du glücklich wirst liegt in deinen Händen entweder sich selbst bemitleiden oder aufstehen und weiter machen.. trauern ist erlaubt und sogar erwünscht in so einer schwierigen Phase und ich kann sagen das kann auch dauern bis es dir wirklich wieder gut geht dafür musst du aber auch bereit sein dieses Kapitel abzuschließen

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7. November um 16:13

Das hier einige das Mädel als feige und unsensibel bezeichnen, kann ich absolut nicht verstehen. Ihr kennt sie gar nicht oder ihre Seite der Story. Da würde sich wahrscheinlich eine ganz andere Sicht der Dinge ergeben. Ich wäre auch geflüchtet... 

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7. November um 16:21
In Antwort auf sanguine

Ich weiss ja, dass es weitergehen muss, jedoch habe ich wie du gesagt hast immer noch die rosarote Brille an und versuche das ganze zu verstehen. Es hat alles unglaublich gut gepasst, Interessen, Ansichten vom Leben, das körperliche etc. auch hat sie mir vorgeschwärmt, dass sie mich unbedingt ihren Eltern vorstellen will und mir ihre Heimat zeigen will. Da habe ich mich fast etwas überfordert gefühlt aber habe mich gefreut... Und plötzlich kommt dieser Knall.. Warum bremst sie mir zwei Mal nacheinander so eine rein? Ich kanns einfach nicht verstehen.. Wie kann ich die Hoffnung aufgeben bzw. gibt es bei mir die Hoffnung jemals eine glückliche Beziehung führen zu können mit meiner Vorgeschichte bzw. mit meinem Zustand?

Wenn du nichts weiter tust als dich an die Vergangenheit zu klammern: Eher keine Hoffnung.

Auf alles was ich hier geschrieben habe, kommt nur "ja aber es war so toll, was hab ich falsch gemacht, warum ist sie so gemein?". Wie wäre es denn wenn der einzige Mensch, der dich glücklich machen kann, jetzt mal was tut - NÄMLICH DU!

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7. November um 16:22
In Antwort auf berlin83

Das hier einige das Mädel als feige und unsensibel bezeichnen, kann ich absolut nicht verstehen. Ihr kennt sie gar nicht oder ihre Seite der Story. Da würde sich wahrscheinlich eine ganz andere Sicht der Dinge ergeben. Ich wäre auch geflüchtet... 

Naja, wie würdest du es denn beschreiben wenn jemand via Telefon Schluss macht ? 

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7. November um 16:28

In diesem (nach meinem Gefühl pathologischen) Fall: ein der Situation angebrachtes Verhalten. Wer weiß wie die Gespräche vorher liefen. Nochmal: wir kennen nicht ihre Seite/ Gefühle/ Ängste/ Panik...

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7. November um 16:50
In Antwort auf berlin83

In diesem (nach meinem Gefühl pathologischen) Fall: ein der Situation angebrachtes Verhalten. Wer weiß wie die Gespräche vorher liefen. Nochmal: wir kennen nicht ihre Seite/ Gefühle/ Ängste/ Panik...

Sorry.. pathologisch? das tönt als wär ich ein psychopathischer Meuchelmörder oder Stalker... Die Gespräche verliefen immer sachlich und ruhig.. Ich könnte nie und nimmer einer Frau ein Haar krümmen.. Naja vielen Dank für die vielen Beiträge Die haben mich etwas angeregt zum Umdenken.. Ich geh jetzt erstmal zum Sport und konzentriere mich aufs Studium.. Hoffe ich schaffe es die Resthoffnung in mir abzutöten.

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7. November um 16:55

Sorry so war das nicht gemeint. Eher im Hinblick auf den Selbstmordversuch.

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7. November um 17:07
In Antwort auf berlin83

Sorry so war das nicht gemeint. Eher im Hinblick auf den Selbstmordversuch.

Sie wollte ja schon vor dem Versuch nicht mehr reden, egal.. Ich hab ihr damals nach dem Versuch gesagt, ich möchte mit ihr reden aber wenn sie nicht will dann ists halt so.

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7. November um 17:11
In Antwort auf sanguine

Sorry.. pathologisch? das tönt als wär ich ein psychopathischer Meuchelmörder oder Stalker... Die Gespräche verliefen immer sachlich und ruhig.. Ich könnte nie und nimmer einer Frau ein Haar krümmen.. Naja vielen Dank für die vielen Beiträge Die haben mich etwas angeregt zum Umdenken.. Ich geh jetzt erstmal zum Sport und konzentriere mich aufs Studium.. Hoffe ich schaffe es die Resthoffnung in mir abzutöten.

Weißt du eigentlich was pathologisch heißt?

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7. November um 17:15
In Antwort auf melonchen1

Weißt du eigentlich was pathologisch heißt?

Ich interpretiere pathologisch als krankhaft bzw. psychopathisch

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7. November um 17:48
In Antwort auf sanguine

Hallo zusammen, ich möchte folgendes Problem schildern. Erstmal zu mir, ich bin männlich, 28 Jahre alt und bin angehender Gymnasiallehrer und komme aus der schönen Schweiz. Eigentlich habe ich ein gutes Leben, viele Freunde und tolle Hobbies. Mein einziges Problem im Leben war bisher die Liebe, ich wurde schon viel verlassen und verarscht und bin deshalb auch in eine böse Depression reingeschlittert, welche ich aber einigermassen in den Griff bekommen habe und sich nur stellenweise wieder bemerkbar machte. Nun ist alles in sich zusammen gebrochen, weil sich folgendes abgespielt hat.
 
Ich war diesen Frühsommer an einem Festival, am Ende von diesem habe ich bei der Rückfahrt sie (26 Primarlehrerin) kennengelernt. Wir kamen gleich ins Gespräch und haben unsere Handynummern ausgetauscht, was mir genau an ihr gefallen hat weiss ich auch nicht mehr, sie hatte eine spezielle Ausstrahlung und ein süsses Äusseres. Nach dem Festival haben wir hin- und her geschrieben über Gott und die Welt. Ich hab dann den Mut gefasst und sie für ein Treffen im Tierpark gefragt, worauf sie zustimmte. Das Treffen verlief sehr schön und ich erfuhr mehr über sie und ihr Leben. Sie erzählte mir, dass sie mitten im Umzug in eine andere Stadt ist, weil sie dort eine neue Stelle angenommen hatte. Auch zog sie um, weil sie vorher, also bis vor 10 Monaten mit ihrem Ex in der alten Stadt zusammengewohnt hat. Das Wort Ex liess in meinem Kopf alle Alarmglocken läuten, worauf ich sie ganz dezent fragte wie sie jetzt zum Ex steht, sie antwortete darauf ganz locker, dass sie über ihn hinweg sei und sie ganz sporadisch noch Kontakt haben, immerhin seien sie ja 6 Jahre zusammen gewesen. Na gut, dachte ich mir, das Treffen war weiterhin sehr schön und wir hatten ruhige aber auch interessante Gespräche, sicher auch ein Punkt, welcher mir an ihr gefallen hat, sie war eine eher ruhige Persönlichkeit, genau so wie ich. Am Ende des Treffens habe ich ihr dezent gesagt, dass ich die Zeit mit ihr sehr genossen habe und sie gerne näher kennenlernen möchte. Sie entgegnete mir dasselbe mit den Worten: "Schauen wir mal wo das ganze hinführt, ohne Druck und Erwartungen."
 
Wir haben danach weiter hin- und hergeschrieben und uns bald darauf zum Essen und Cocktailtrinken getroffen, sie konnte das einrichten, obwohl sie mitten im Umzug war. Das Treffen verlief abgesehen von ein paar "peinlichen" Gesprächspausen sehr harmonisch und am Ende des Abends in der Cocktailbar habe ich sanft meine Hand auf ihren Oberschenkel gelegt, was sie sichtlich genoss. Beim Abschied schien sie fast zu erwarten, dass ich sie küsse, unter anderem weil sie beide von meinen Händen nahm, jedoch war ich zu feige und habe nur altmodisch ihre Hand geküsst Wieder waren wir gleicher Meinung, dass wir die Zeit zusammen sehr genossen haben. Langsam machten sich in mir Verliebtheitsgefühle breit.
 
Wieder schrieben wir hin- und her, jedoch vergingen etwa drei Wochen bis zum nächsten Treffen, weil sie mit ihrem Umzug und dem neuen Stellenantritt viel zu tun hatte. Wir gingen zusammen am See baden. Im Wasser hab ich dann meinen Mut zusammengenommen und sie sanft geküsst und ihre Hände gehalten. Danach schauten wir uns zusammen den Sonnenuntergang bei einer Flasche Rotwein an (Ja ich bin ein altmodischer, hoffnungsloser Romantiker). Wieder haben wir uns geküsst, danach sagte ich ihr, dass ich halt ein bisschen in sie verliebt bin. Sie entgegenete, dass sie die Zeit mit mir geniesst und mich toll, interessant und auch anziehend findet, jedoch sei irgendetwas komisch und sie wisse nicht was los ist, ihr Kopf spiele ihr manchmal Streiche. Wir genossen aber weiterhin den Abend, küssten und kuschelten. Wir sind danach Hand in Hand (Händchenhalten ging von mir aus) zum Bahnhof gelaufen und haben uns mit einem Kuss für lange Zeit verabschiedet.
 
Eine lange Zeit, weil ich danach in den Urlaub ging, zuerst in eines, danach noch in ein anderes Land, mit nur einem Tag Pause zuhause dazwischen, insgesamt etwa 4 Wochen. Schlimm war das jedoch nicht, weil wir ständig in Kontakt blieben, manchmal schrieb sie auch von sich aus und erkundigte sich wie es mir geht. Ich schickte ihr auch viele Fotos und eine altmodische Postkarte, worüber sie sich sehr gefreut hat. Eigentlich konnte ich den Urlaub geniessen, jedoch hallten ihre Worte bzw. diejenigen, dass sie unsicher ist immer noch in meinem Kopf, was nicht gerade zuträglich für meine Verlustangst war, welche ich durch meine früheren sehr negativen Beziehungserfahrungen eingefangen hatte. Manchmal hat mir diese Unsicherheit fast den Urlaub versauert, weil das Gedankenkarussell sich drehte. Ich liess mir aber nichts anmerken und überforderte sie nicht mit Nachrichten.
 
Als ich vom Urlaub zurück war haben wir uns bei ihr zuhause getroffen, zusammen gekocht und einen Film geschaut. Beim Film schauen sind wir uns immer näher gekommen und haben heftig rumgemacht, fast wäre es zum Sex gekommen, so weit wollte ich jedoch noch nicht gehen, weil ich sie nicht überfordern wollte. Wir schliefen danach Arm- in Arm im gleichen Bett, frühstückten zusammen und gingen an den See spazieren. Am See gab ich ihr noch ein kleines Mitbringsel aus dem Urlaub (Ein Armband), sie hat sich sehr darüber gefreut. Im weiteren Verlauf des Spazierganges deutete ich ihr dezent an, dass ich wirklich verliebt in sie bin. Danach kam der grosse Knall. Sie sagte, sie sei irgendwie gefühlsmässig immer noch nicht weiter als beim letzten Treffen und sie glaubt ich sei nicht der richtige. Ich war danach traurig und sagte: "Dann lassen wirs halt". Weil ich weiss, wenn jemand unsicher ist, dann wird nie etwas draus. Auch sie wirkte traurig. Wir haben danach noch über das Warum und Weshalb hin- und her geschrieben aber viel gebracht hat es nicht. Ich fiel in ein brutales Loch, schloss mich im WG Zimmer ein und besoff mich fast bis zur Besinnungslosigkeit. Im Suff habe ich ihr dann geschrieben, dass ich die Situation schade finde, ich dachte ich hätte mit ihr jemanden gefunden, mit dem ich alt werden möchte, mit Heirat und allem. Auch habe ich ihr geschrieben wie verletzt ich bin und das ich ihr so nicht vertrauen könne. Ich habe ihr einfach brutal ehrlich meine Gedanken geschrieben. Am nächsten Morgen kam prompt die Antwort. Sie dankte mir für ihre Ehrlichkeit und sagte mir es tue ihr leid, sie wisse auch nicht was los ist, es gäbe ja vielleicht noch Hoffnung und sie hofft darauf, dass ich ihr eine zweite Chance geben wenn es dann so weit kommt.
 
Als Zwischeninformation, sie hat immer betont, dass sie ein Beziehungsmensch ist und niemals eine Frau für ONS und Affären.
 
Nach ihrer Nachricht habe ich mir gedacht, na gut, jeder hat eine zweite Chance verdient. Ich sagte ihr, dass wenn sie mich wirklich will, soll sie um mich kämpfen und mir beweisen, dass ich ihr vertrauen kann. Sie sagte dann sie werde alles dafür tun.
 
Es folgte eine Zeit mit wenig Kontakt, jedoch schrieb sie immer wieder, dass sie an mich denken muss. Mein Vertrauen wuchs ein wenig, was ich ihr auch gesagt habe. Sie meinte darauf, das braucht Zeit, ich werde mir Mühe geben, damit du dein Vertrauen Schritt für Schritt wieder aufbauen kannst, gemeinsam schaffen wir das. Der Kontakt wurde immer mehr und normalisierte sich wieder, sie wollte mich sogar wieder treffen. Nun ging ich aber für ein verlängertes Wochenende ins Ausland, auch dort schrieben wir hin- und her. Sie sagte dann ich solle doch gleich nach der Landung in der Schweiz zu ihr kommen, mit Übernachtung. Natürlich stimmte ich zu. In dieser Nacht haben wir das erste Mal miteinander geschlafen.
 
Es folgten weitere Treffen, welche sehr schön waren, jedoch spürte ich immer wieder meine Verlustangst und irgendetwas komisches lag zwischen uns in der Luft. Ich konnte mich kaum noch auf die Uni konzentrieren. Wir verbrachten danach zwei wunderschöne Wochenenden mit Wanderausflug, Thermalbad etc. Ich fühlte mich wohl, jedoch spürte ich immer noch die Verlustangst. Ich traute mich auch nicht sie auf unseren Beziehungsstatus anzusprechen aus Angst sie wieder unter Druck zu setzen und liess das ganze einfach laufen. Bald drauf hatte ich Geburtstag und sie wollte an diesem Tag zu mir kommen, jedoch musste sie ausserplanmässig in ihre Heimat, weil ihre Mutter eine OP hatte, jedoch plante sie gleich einen alternativen Tag vor dem Geburtstagswochenende um meinen Geburtstag vorzufeiern. Sie ging auch schon am Wochenende zuvor in die Heimat weil sie ihrer Mutter helfen wollte. Als sie in die Heimat fuhr, sagte sie beiläufig in einer Whatsapp Nachricht, dass sie mal etwas Zeit für sich brauche, worauf ich antwortete, dass sie sich das gönnen soll. Sie sagte auch, dass sie mich vermisst und sich freut am Dienstag zu mir zu kommen.

Dann kam wiederum der grosse Knall, am Abend bevor sie zu mir kommen wollte merkte ich, dass sie nur sehr spärlich Nachrichten schrieb, ich sprach sie darauf an, sie antwortete darauf nur, dass sie momental viel im Kopf habe. Ich wollte ihr helfen und bohrte nach. Dann rief sie mich fast weinend an und sagte: "Es war so schön mir dir, du bist ein toller Mann, aber irgendwie ist mir das zu wenig, etwas fehlt, es wäre besser wir sehen uns nicht mehr." Ich war am Boden zerstört und versuchte alles um sie umzustimmen, jedoch ohne Erfolg. Am nächsten Morgen schrieb ich ihr, dass ich persönlich mit ihr sprechen möchte, worauf sie sagte: "Es gibt nichts mehr zu reden, meine Meinung wird sich nicht ändern". Wutentbrannt und enttäuscht brach ich den Kontakt ab." Dann kam der schwärzeste Tag in meinem Leben, mein Geburtstag. Die Woche davor, an den Tagen nach der Trennung habe ich durchgesoffen und die Uni komplett vernachlässigt. An meinem Geburtstag hatte ich kurz einen starken Moment und schrieb ihr: "Du hast mich nicht verdient, ich schmeiss dich aus meinem Leben, lass mich in Ruhe, der Zug ist abgefahren." Es kam keine Antwort. In der Nacht hatte ich plötzlich keine Kontrolle mehr und war überfahren von meiner Enttäuschung und von allen möglichen Gefühlen. Ich schrieb ihr eine Abschiedsnachricht und versuchte mir das Leben zu nehmen, was mir aber misslang. Es kam nie eine Antwort. Ich habe mich danach wieder etwas gefangen und ihr einen Brief geschrieben, ganz schlicht: "Bitte rede mit mir, ich vermisse dich." Es kam keine Antwort. Ich habe ihr 2 Wochen danach nochmals geschrieben, als Antwort kam nur: "Es gibt nichts mehr zu reden." Ich erzählte ihr dann von meinem Suizidversuch und sie sagte nur: "Nimm Hilfe an, alles gute wünsche ich dir." Ein persönliches Gespräch verweigerte sie immer noch.
 
Nun sitze ich hier und weiss nicht weiter, ich verstehe nicht was passiert ist, weiss jemand von euch was los sein könnte? Ich mache mir selbst riesige Vorwürfe, dass ich etwas in der Beziehung falsch gemacht habe, sie sagte mir jedoch immer, dass ich nichts falsch gemacht hätte. Ich verstehe nicht, dass sie plötzlich, ohne Streit und nichts ihre Gefühle für mich verloren hat. Mein Selbstbewusstsein ist durch diese Sache zerstört. Ich wünsche mir vom Leben nichts sehnlicher als eine Frau, mit der ich alt werden, heiraten und Kinder kriegen kann. Das erste Mal in meinem Leben habe ich gedacht die eine gefunden zu haben und nun ist alles zerstört. Ja vielleicht bin ich dumm, aber ich mache mir immer noch Hoffnungen, dass sie zurück zu mir kommt. Diese Hoffnung ist präsent in meinem Kopf und geht nicht weg. Es gibt jedoch keinen Kontakt mehr zwischen ihr und mir, ich hoffe aber sie meldet sich irgendwann.
 
Die Suizidgedanken habe ich jedoch nicht mehr, ich habe viel mit Freunden darüber geredet und das hilft mir, jedoch bin ich einfach todunglücklich. Erschwerend dazu kommt, dass ich mich nicht mehr auf die Uni konzentrieren kann und alles schleifen lasse. Auch aus einem bestimmten Grund, eigentlich weiss ich, dass Gymnasiallehrer mein absoluter Traumberuf ist, ich habe auch bald ein Praktikum an einer Schule. Nur ist das Problem, dass es mit meiner Fächerkombination unmöglich sein wird eine Stelle zu finden, ich werde also nach dem Studium in der Arbeitslosigkeit landen, was sicher auch nicht zuträglich für mein Leben sein wird.
 
Alles in allem ist es so, dass ich vom Leben die schönen Seiten aufgezeigt bekomme, eine Traumbeziehung wie die geschilderte, meinen Traumjob, jedoch sagt das Leben dann: "Haha hier, du konntest es kurz anschauen aber ich nehme dir das gleich wieder weg." und zurück bleibt ein schwarzes Loch.
 
Was kann ich tun um sie zurück zu holen, ich will nur sie? Gibt es irgendeinen Weg? Was kann ich tun um glücklich zu werden?
 
Manchmal keimt in mir die Hoffnung auf, dass alles gut wird, jedoch kommen dann wieder dunkle Gedanken, ich weiss irgendwie, dass ich weitermachen muss aber ich sehe kein Licht am Ende des Tunnels. Nochmals, ich werde mir sicher nichts mehr antun, dafür ist der Funke Hoffnung den ich noch in mir trage zu gross.

Entschuldigt den langen Text aber ich musste das mal loswerden und um Rat fragen.
 

eigentlich hätte dir schon bei der ersten "abfuhr" klar sein sollen dass es nichts wird!   auf den zweiten Teil hättest du dich nicht einlassen sollen!  das war zu naiv.   

naja auf jeden Fall musst du ihre Entscheidung akzeptieren!

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7. November um 17:49
In Antwort auf sanguine

Ich bin aber wie ich bin und möchte mich nicht verstellen, ich denke nicht, dass ich sie überfordert habe, habe ihr ja keinen Antrag gemacht Ausserdem hat sie auch selbst Andeutungen gemacht, dass sie unbedingt mal heiraten will.

du hast nichts falsch gemacht!!!   bei ihr hats einfach von Anfang an nicht gepasst

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7. November um 17:50
In Antwort auf sanguine

Danke für den Beitrag Melonchen, du trittst mir nicht zu nahe. Ich denke aber nicht, dass ich mich falsch verhalten habe, weil ich habe meine Verlustangst nicht direkt gezeigt, auch war ich nie eifersüchtig. Ich hab weiter mein Leben gelebt wie ohne sie. Ich hab ihr nicht dauernd hinterhergeschrieben, mal eine Nachricht am Morgen und am Abend. Ich denke ich hatte damals beim ersten Bruch allen Grund Angst zu haben und wollte es deshalb ja auch beenden, dann kam sie wieder auf mich zu, nur um mir später noch mal einen reinzubremsen, das verstehe ich nicht... Hätte sie beim ersten Mal gesagt: Meine Gefühle reichen nicht, es ist aus, hätte ich das geschluckt... Aber sie zeigt mir den Himmel und kämpft um mich, nur um mich dann fallen zu lassen. Ich mache mir einfach Vorwürfe, dass wenn ich irgendetwas anders gemacht hätte, die Situation heute anders aussehen würde.

Lass dir auch bloß nicht einreden dass du was falsch gemacht hast!!!!!

hätte sie Gefühle für dich gehabt, wäre dein Verhalten nicht zu schnell gewesen sondern dann hätte es ihr gefallen!

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7. November um 17:58
In Antwort auf berlin83

In diesem (nach meinem Gefühl pathologischen) Fall: ein der Situation angebrachtes Verhalten. Wer weiß wie die Gespräche vorher liefen. Nochmal: wir kennen nicht ihre Seite/ Gefühle/ Ängste/ Panik...

Normales Verhalten nachdem sie ihm  Hoffnungen gemacht hat?  nein! dann hätte sie es von Anfang an sein lassen sollen

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8. November um 8:55
In Antwort auf sanguine

Ich interpretiere pathologisch als krankhaft bzw. psychopathisch

Pathologisch bedeutet krankhaft.
Das hat nichts mit psychopathisch zu tun.

Suizidverhalten ist nunmal pathologisch, ich finds schade dass du alles was dich betrifft hier so von dir weist und dich nur mit der Frau beschäftigst.
So bleibt die Wahrscheinlichkeit hoch, dass dir sowas wieder passiert.

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8. November um 12:03
In Antwort auf melonchen1

Pathologisch bedeutet krankhaft.
Das hat nichts mit psychopathisch zu tun.

Suizidverhalten ist nunmal pathologisch, ich finds schade dass du alles was dich betrifft hier so von dir weist und dich nur mit der Frau beschäftigst.
So bleibt die Wahrscheinlichkeit hoch, dass dir sowas wieder passiert.

Ich beschäftige mich sehr wohl mit mir selber und die Inputs sind sehr wertvoll, das Problem ist halt, ich kriege sie nicht aus dem Kopf, obwohl ich das möchte... Ich will daran arbeiten, dass es wieder so wird wie damals bevor das ganze passiert ist. Damals war ich zufrieden mit mir selbst. Beziehungsfähig bin ich grundsätzlich auch, hatte schon eine 3 jährige Beziehung, welche ich beenden musste aufgrund ihrer Eifersucht. Mal schauen wies weitergeht. Ich geh erstmal einen Monat nach Asien in den Semesterferien, das wird meinen Kopf befreien. Vielen Dank für die Inputs und Anregungen.

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8. November um 12:42
In Antwort auf sanguine

Hallo zusammen, ich möchte folgendes Problem schildern. Erstmal zu mir, ich bin männlich, 28 Jahre alt und bin angehender Gymnasiallehrer und komme aus der schönen Schweiz. Eigentlich habe ich ein gutes Leben, viele Freunde und tolle Hobbies. Mein einziges Problem im Leben war bisher die Liebe, ich wurde schon viel verlassen und verarscht und bin deshalb auch in eine böse Depression reingeschlittert, welche ich aber einigermassen in den Griff bekommen habe und sich nur stellenweise wieder bemerkbar machte. Nun ist alles in sich zusammen gebrochen, weil sich folgendes abgespielt hat.
 
Ich war diesen Frühsommer an einem Festival, am Ende von diesem habe ich bei der Rückfahrt sie (26 Primarlehrerin) kennengelernt. Wir kamen gleich ins Gespräch und haben unsere Handynummern ausgetauscht, was mir genau an ihr gefallen hat weiss ich auch nicht mehr, sie hatte eine spezielle Ausstrahlung und ein süsses Äusseres. Nach dem Festival haben wir hin- und her geschrieben über Gott und die Welt. Ich hab dann den Mut gefasst und sie für ein Treffen im Tierpark gefragt, worauf sie zustimmte. Das Treffen verlief sehr schön und ich erfuhr mehr über sie und ihr Leben. Sie erzählte mir, dass sie mitten im Umzug in eine andere Stadt ist, weil sie dort eine neue Stelle angenommen hatte. Auch zog sie um, weil sie vorher, also bis vor 10 Monaten mit ihrem Ex in der alten Stadt zusammengewohnt hat. Das Wort Ex liess in meinem Kopf alle Alarmglocken läuten, worauf ich sie ganz dezent fragte wie sie jetzt zum Ex steht, sie antwortete darauf ganz locker, dass sie über ihn hinweg sei und sie ganz sporadisch noch Kontakt haben, immerhin seien sie ja 6 Jahre zusammen gewesen. Na gut, dachte ich mir, das Treffen war weiterhin sehr schön und wir hatten ruhige aber auch interessante Gespräche, sicher auch ein Punkt, welcher mir an ihr gefallen hat, sie war eine eher ruhige Persönlichkeit, genau so wie ich. Am Ende des Treffens habe ich ihr dezent gesagt, dass ich die Zeit mit ihr sehr genossen habe und sie gerne näher kennenlernen möchte. Sie entgegnete mir dasselbe mit den Worten: "Schauen wir mal wo das ganze hinführt, ohne Druck und Erwartungen."
 
Wir haben danach weiter hin- und hergeschrieben und uns bald darauf zum Essen und Cocktailtrinken getroffen, sie konnte das einrichten, obwohl sie mitten im Umzug war. Das Treffen verlief abgesehen von ein paar "peinlichen" Gesprächspausen sehr harmonisch und am Ende des Abends in der Cocktailbar habe ich sanft meine Hand auf ihren Oberschenkel gelegt, was sie sichtlich genoss. Beim Abschied schien sie fast zu erwarten, dass ich sie küsse, unter anderem weil sie beide von meinen Händen nahm, jedoch war ich zu feige und habe nur altmodisch ihre Hand geküsst Wieder waren wir gleicher Meinung, dass wir die Zeit zusammen sehr genossen haben. Langsam machten sich in mir Verliebtheitsgefühle breit.
 
Wieder schrieben wir hin- und her, jedoch vergingen etwa drei Wochen bis zum nächsten Treffen, weil sie mit ihrem Umzug und dem neuen Stellenantritt viel zu tun hatte. Wir gingen zusammen am See baden. Im Wasser hab ich dann meinen Mut zusammengenommen und sie sanft geküsst und ihre Hände gehalten. Danach schauten wir uns zusammen den Sonnenuntergang bei einer Flasche Rotwein an (Ja ich bin ein altmodischer, hoffnungsloser Romantiker). Wieder haben wir uns geküsst, danach sagte ich ihr, dass ich halt ein bisschen in sie verliebt bin. Sie entgegenete, dass sie die Zeit mit mir geniesst und mich toll, interessant und auch anziehend findet, jedoch sei irgendetwas komisch und sie wisse nicht was los ist, ihr Kopf spiele ihr manchmal Streiche. Wir genossen aber weiterhin den Abend, küssten und kuschelten. Wir sind danach Hand in Hand (Händchenhalten ging von mir aus) zum Bahnhof gelaufen und haben uns mit einem Kuss für lange Zeit verabschiedet.
 
Eine lange Zeit, weil ich danach in den Urlaub ging, zuerst in eines, danach noch in ein anderes Land, mit nur einem Tag Pause zuhause dazwischen, insgesamt etwa 4 Wochen. Schlimm war das jedoch nicht, weil wir ständig in Kontakt blieben, manchmal schrieb sie auch von sich aus und erkundigte sich wie es mir geht. Ich schickte ihr auch viele Fotos und eine altmodische Postkarte, worüber sie sich sehr gefreut hat. Eigentlich konnte ich den Urlaub geniessen, jedoch hallten ihre Worte bzw. diejenigen, dass sie unsicher ist immer noch in meinem Kopf, was nicht gerade zuträglich für meine Verlustangst war, welche ich durch meine früheren sehr negativen Beziehungserfahrungen eingefangen hatte. Manchmal hat mir diese Unsicherheit fast den Urlaub versauert, weil das Gedankenkarussell sich drehte. Ich liess mir aber nichts anmerken und überforderte sie nicht mit Nachrichten.
 
Als ich vom Urlaub zurück war haben wir uns bei ihr zuhause getroffen, zusammen gekocht und einen Film geschaut. Beim Film schauen sind wir uns immer näher gekommen und haben heftig rumgemacht, fast wäre es zum Sex gekommen, so weit wollte ich jedoch noch nicht gehen, weil ich sie nicht überfordern wollte. Wir schliefen danach Arm- in Arm im gleichen Bett, frühstückten zusammen und gingen an den See spazieren. Am See gab ich ihr noch ein kleines Mitbringsel aus dem Urlaub (Ein Armband), sie hat sich sehr darüber gefreut. Im weiteren Verlauf des Spazierganges deutete ich ihr dezent an, dass ich wirklich verliebt in sie bin. Danach kam der grosse Knall. Sie sagte, sie sei irgendwie gefühlsmässig immer noch nicht weiter als beim letzten Treffen und sie glaubt ich sei nicht der richtige. Ich war danach traurig und sagte: "Dann lassen wirs halt". Weil ich weiss, wenn jemand unsicher ist, dann wird nie etwas draus. Auch sie wirkte traurig. Wir haben danach noch über das Warum und Weshalb hin- und her geschrieben aber viel gebracht hat es nicht. Ich fiel in ein brutales Loch, schloss mich im WG Zimmer ein und besoff mich fast bis zur Besinnungslosigkeit. Im Suff habe ich ihr dann geschrieben, dass ich die Situation schade finde, ich dachte ich hätte mit ihr jemanden gefunden, mit dem ich alt werden möchte, mit Heirat und allem. Auch habe ich ihr geschrieben wie verletzt ich bin und das ich ihr so nicht vertrauen könne. Ich habe ihr einfach brutal ehrlich meine Gedanken geschrieben. Am nächsten Morgen kam prompt die Antwort. Sie dankte mir für ihre Ehrlichkeit und sagte mir es tue ihr leid, sie wisse auch nicht was los ist, es gäbe ja vielleicht noch Hoffnung und sie hofft darauf, dass ich ihr eine zweite Chance geben wenn es dann so weit kommt.
 
Als Zwischeninformation, sie hat immer betont, dass sie ein Beziehungsmensch ist und niemals eine Frau für ONS und Affären.
 
Nach ihrer Nachricht habe ich mir gedacht, na gut, jeder hat eine zweite Chance verdient. Ich sagte ihr, dass wenn sie mich wirklich will, soll sie um mich kämpfen und mir beweisen, dass ich ihr vertrauen kann. Sie sagte dann sie werde alles dafür tun.
 
Es folgte eine Zeit mit wenig Kontakt, jedoch schrieb sie immer wieder, dass sie an mich denken muss. Mein Vertrauen wuchs ein wenig, was ich ihr auch gesagt habe. Sie meinte darauf, das braucht Zeit, ich werde mir Mühe geben, damit du dein Vertrauen Schritt für Schritt wieder aufbauen kannst, gemeinsam schaffen wir das. Der Kontakt wurde immer mehr und normalisierte sich wieder, sie wollte mich sogar wieder treffen. Nun ging ich aber für ein verlängertes Wochenende ins Ausland, auch dort schrieben wir hin- und her. Sie sagte dann ich solle doch gleich nach der Landung in der Schweiz zu ihr kommen, mit Übernachtung. Natürlich stimmte ich zu. In dieser Nacht haben wir das erste Mal miteinander geschlafen.
 
Es folgten weitere Treffen, welche sehr schön waren, jedoch spürte ich immer wieder meine Verlustangst und irgendetwas komisches lag zwischen uns in der Luft. Ich konnte mich kaum noch auf die Uni konzentrieren. Wir verbrachten danach zwei wunderschöne Wochenenden mit Wanderausflug, Thermalbad etc. Ich fühlte mich wohl, jedoch spürte ich immer noch die Verlustangst. Ich traute mich auch nicht sie auf unseren Beziehungsstatus anzusprechen aus Angst sie wieder unter Druck zu setzen und liess das ganze einfach laufen. Bald drauf hatte ich Geburtstag und sie wollte an diesem Tag zu mir kommen, jedoch musste sie ausserplanmässig in ihre Heimat, weil ihre Mutter eine OP hatte, jedoch plante sie gleich einen alternativen Tag vor dem Geburtstagswochenende um meinen Geburtstag vorzufeiern. Sie ging auch schon am Wochenende zuvor in die Heimat weil sie ihrer Mutter helfen wollte. Als sie in die Heimat fuhr, sagte sie beiläufig in einer Whatsapp Nachricht, dass sie mal etwas Zeit für sich brauche, worauf ich antwortete, dass sie sich das gönnen soll. Sie sagte auch, dass sie mich vermisst und sich freut am Dienstag zu mir zu kommen.

Dann kam wiederum der grosse Knall, am Abend bevor sie zu mir kommen wollte merkte ich, dass sie nur sehr spärlich Nachrichten schrieb, ich sprach sie darauf an, sie antwortete darauf nur, dass sie momental viel im Kopf habe. Ich wollte ihr helfen und bohrte nach. Dann rief sie mich fast weinend an und sagte: "Es war so schön mir dir, du bist ein toller Mann, aber irgendwie ist mir das zu wenig, etwas fehlt, es wäre besser wir sehen uns nicht mehr." Ich war am Boden zerstört und versuchte alles um sie umzustimmen, jedoch ohne Erfolg. Am nächsten Morgen schrieb ich ihr, dass ich persönlich mit ihr sprechen möchte, worauf sie sagte: "Es gibt nichts mehr zu reden, meine Meinung wird sich nicht ändern". Wutentbrannt und enttäuscht brach ich den Kontakt ab." Dann kam der schwärzeste Tag in meinem Leben, mein Geburtstag. Die Woche davor, an den Tagen nach der Trennung habe ich durchgesoffen und die Uni komplett vernachlässigt. An meinem Geburtstag hatte ich kurz einen starken Moment und schrieb ihr: "Du hast mich nicht verdient, ich schmeiss dich aus meinem Leben, lass mich in Ruhe, der Zug ist abgefahren." Es kam keine Antwort. In der Nacht hatte ich plötzlich keine Kontrolle mehr und war überfahren von meiner Enttäuschung und von allen möglichen Gefühlen. Ich schrieb ihr eine Abschiedsnachricht und versuchte mir das Leben zu nehmen, was mir aber misslang. Es kam nie eine Antwort. Ich habe mich danach wieder etwas gefangen und ihr einen Brief geschrieben, ganz schlicht: "Bitte rede mit mir, ich vermisse dich." Es kam keine Antwort. Ich habe ihr 2 Wochen danach nochmals geschrieben, als Antwort kam nur: "Es gibt nichts mehr zu reden." Ich erzählte ihr dann von meinem Suizidversuch und sie sagte nur: "Nimm Hilfe an, alles gute wünsche ich dir." Ein persönliches Gespräch verweigerte sie immer noch.
 
Nun sitze ich hier und weiss nicht weiter, ich verstehe nicht was passiert ist, weiss jemand von euch was los sein könnte? Ich mache mir selbst riesige Vorwürfe, dass ich etwas in der Beziehung falsch gemacht habe, sie sagte mir jedoch immer, dass ich nichts falsch gemacht hätte. Ich verstehe nicht, dass sie plötzlich, ohne Streit und nichts ihre Gefühle für mich verloren hat. Mein Selbstbewusstsein ist durch diese Sache zerstört. Ich wünsche mir vom Leben nichts sehnlicher als eine Frau, mit der ich alt werden, heiraten und Kinder kriegen kann. Das erste Mal in meinem Leben habe ich gedacht die eine gefunden zu haben und nun ist alles zerstört. Ja vielleicht bin ich dumm, aber ich mache mir immer noch Hoffnungen, dass sie zurück zu mir kommt. Diese Hoffnung ist präsent in meinem Kopf und geht nicht weg. Es gibt jedoch keinen Kontakt mehr zwischen ihr und mir, ich hoffe aber sie meldet sich irgendwann.
 
Die Suizidgedanken habe ich jedoch nicht mehr, ich habe viel mit Freunden darüber geredet und das hilft mir, jedoch bin ich einfach todunglücklich. Erschwerend dazu kommt, dass ich mich nicht mehr auf die Uni konzentrieren kann und alles schleifen lasse. Auch aus einem bestimmten Grund, eigentlich weiss ich, dass Gymnasiallehrer mein absoluter Traumberuf ist, ich habe auch bald ein Praktikum an einer Schule. Nur ist das Problem, dass es mit meiner Fächerkombination unmöglich sein wird eine Stelle zu finden, ich werde also nach dem Studium in der Arbeitslosigkeit landen, was sicher auch nicht zuträglich für mein Leben sein wird.
 
Alles in allem ist es so, dass ich vom Leben die schönen Seiten aufgezeigt bekomme, eine Traumbeziehung wie die geschilderte, meinen Traumjob, jedoch sagt das Leben dann: "Haha hier, du konntest es kurz anschauen aber ich nehme dir das gleich wieder weg." und zurück bleibt ein schwarzes Loch.
 
Was kann ich tun um sie zurück zu holen, ich will nur sie? Gibt es irgendeinen Weg? Was kann ich tun um glücklich zu werden?
 
Manchmal keimt in mir die Hoffnung auf, dass alles gut wird, jedoch kommen dann wieder dunkle Gedanken, ich weiss irgendwie, dass ich weitermachen muss aber ich sehe kein Licht am Ende des Tunnels. Nochmals, ich werde mir sicher nichts mehr antun, dafür ist der Funke Hoffnung den ich noch in mir trage zu gross.

Entschuldigt den langen Text aber ich musste das mal loswerden und um Rat fragen.
 

Meine durchaus auch etwas spekulative Interpretation deiner Zeilen (also bitte mit Vorbehalt lesen und das Zutreffende auswählen). 

Du schreibst selbst von deinen Verlustängsten und scheinst relativ schnell jemanden zu deinem Lebensglück und -inhalt zu erklären. Du kannst deine Ängste nicht anderen in Form emotionaler Erpressung überstülpen. Zum Teil tust du das, zum Teil hältst du dich zurück. Den Druck hält keiner aus. Du musst dein Lebensglück in dir selbst finden. Wenn du, wenn es in der Liebe nicht so läuft, alles schleifen lässt, Suizidgedanken hast, ist jede vernünftige Frau sofort auf Abstand, weil sie deine Instabilität und den Druck, der auf ihr lastet, sieht. Auch wenn du das nicht sagst. Auch wenn du nicht klammerst. 

Du ziehst nicht immer den Kürzeren. Du bestimmtst dein Schicksal, hast viele Möglichkeiten, lebst in einem reichen schönen Land, hast eine gute Ausbildung (kannst sicher mit etwas Aufwand noch eine zweite nachlegen, die deinen Broterwerb sichert), bist offenbar attraktiv genug, dass sich junge Damen für dich interessieren. Warum ich dir das schreibe? Ich lebe aus beruflichen Gründen gerade in einem asiatischen Land. Hier gibt es Menschen, die es aus der Gosse  und dem Dreck nie herausschaffen, die nicht einmal rein theoretisch eine Chance haben, die jeden Tag ums Überleben kämpfen, die nie die Gelegenheit hatten, höhere Bildung zu erfahren, die einfach irgendwie täglich über die Runden kommen. Ich möchte nichts bagatellisieren oder dir ein schlechtes Gewissen machen, aber dir das Folgende schreiben: Du führst ein ganz andere Leben. Deine Blockaden sind in deinem Kopf. Du kannst alles ändern. Bitte glaub mir das. Pack es an. Mach was aus deinem Leben. Finde das Glück in dir selbst. Hör auf, dich an das zu klammern, was nicht funktioniert. Wer nicht will, der hat schon. Wenn es die nicht wird, wird es eine andere. Es gibt so viele hübsche junge Damen da draußen. Unter diesen gibt es bestimmt einige, die gut zu dir passen würden. Wenn du es zulässt, wirst du ein gutes Leben haben. Versuch herauszufinden, was dir Freude bereitet, wodurch du als Individuum glücklich bist. Trachte danach, dass du als Person alleine, gut und gerade dastehst, dann, aus dieser Stabilität heraus, beginn, dich nach einer Frau umzusehen. 

Des Weiteren denke ich, dass du zwar durchaus auch einige Fehler in dieser Geschichte gemacht hast, dass deine Bekanntschaft aber auch einfach nicht verliebt genug war oder eben gar nicht verliebt. Daran bist du nicht schuld. Es macht eben nicht immer klick. Die Liebe ist nicht gerecht. Man verliebt sich nicht logisch, in den oder die, der bzw. die es verdienen würde. Das muss man nehmen, wie es kommt. Du hättest meiner Meinung nach von Anfang an hinnehmen sollen, dass deine Bekanntschaft deine Gefühle nicht erwidert. Dass sie dich deswegen nicht verdient etc., waren völlig unpassende Aussagen. Sie kann doch nichts für ihre Gefühle oder dafür, dass sich diese nicht so einstellen wollen, wie sie es gerne hätte. 

Es verliebt sich halt nicht jeder in einen, nicht jeder will einen näher kennenlernen oder Kontakt halten. Ein erwachsener Mensch muss auch etwas einstecken, mit Zurückweisung umgehen können - ohne Schuldzuweisungen, zumindest, wenn das Gegenüber sich korrekt verhalten hat, aber selbst wenn dem nicht so war, wird Schimpfen und Klagen nichts an der Lage ändern. Die anderen sind nicht für dein Seelenheil verantwortlich. Du musst autarker werden. 

Das fiele mir zu deinem Text ein, ich kenne dich nicht. Daher bitte mit Vorbehalt lesen. 


 

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8. November um 13:06
In Antwort auf bissfest

Meine durchaus auch etwas spekulative Interpretation deiner Zeilen (also bitte mit Vorbehalt lesen und das Zutreffende auswählen). 

Du schreibst selbst von deinen Verlustängsten und scheinst relativ schnell jemanden zu deinem Lebensglück und -inhalt zu erklären. Du kannst deine Ängste nicht anderen in Form emotionaler Erpressung überstülpen. Zum Teil tust du das, zum Teil hältst du dich zurück. Den Druck hält keiner aus. Du musst dein Lebensglück in dir selbst finden. Wenn du, wenn es in der Liebe nicht so läuft, alles schleifen lässt, Suizidgedanken hast, ist jede vernünftige Frau sofort auf Abstand, weil sie deine Instabilität und den Druck, der auf ihr lastet, sieht. Auch wenn du das nicht sagst. Auch wenn du nicht klammerst. 

Du ziehst nicht immer den Kürzeren. Du bestimmtst dein Schicksal, hast viele Möglichkeiten, lebst in einem reichen schönen Land, hast eine gute Ausbildung (kannst sicher mit etwas Aufwand noch eine zweite nachlegen, die deinen Broterwerb sichert), bist offenbar attraktiv genug, dass sich junge Damen für dich interessieren. Warum ich dir das schreibe? Ich lebe aus beruflichen Gründen gerade in einem asiatischen Land. Hier gibt es Menschen, die es aus der Gosse  und dem Dreck nie herausschaffen, die nicht einmal rein theoretisch eine Chance haben, die jeden Tag ums Überleben kämpfen, die nie die Gelegenheit hatten, höhere Bildung zu erfahren, die einfach irgendwie täglich über die Runden kommen. Ich möchte nichts bagatellisieren oder dir ein schlechtes Gewissen machen, aber dir das Folgende schreiben: Du führst ein ganz andere Leben. Deine Blockaden sind in deinem Kopf. Du kannst alles ändern. Bitte glaub mir das. Pack es an. Mach was aus deinem Leben. Finde das Glück in dir selbst. Hör auf, dich an das zu klammern, was nicht funktioniert. Wer nicht will, der hat schon. Wenn es die nicht wird, wird es eine andere. Es gibt so viele hübsche junge Damen da draußen. Unter diesen gibt es bestimmt einige, die gut zu dir passen würden. Wenn du es zulässt, wirst du ein gutes Leben haben. Versuch herauszufinden, was dir Freude bereitet, wodurch du als Individuum glücklich bist. Trachte danach, dass du als Person alleine, gut und gerade dastehst, dann, aus dieser Stabilität heraus, beginn, dich nach einer Frau umzusehen. 

Des Weiteren denke ich, dass du zwar durchaus auch einige Fehler in dieser Geschichte gemacht hast, dass deine Bekanntschaft aber auch einfach nicht verliebt genug war oder eben gar nicht verliebt. Daran bist du nicht schuld. Es macht eben nicht immer klick. Die Liebe ist nicht gerecht. Man verliebt sich nicht logisch, in den oder die, der bzw. die es verdienen würde. Das muss man nehmen, wie es kommt. Du hättest meiner Meinung nach von Anfang an hinnehmen sollen, dass deine Bekanntschaft deine Gefühle nicht erwidert. Dass sie dich deswegen nicht verdient etc., waren völlig unpassende Aussagen. Sie kann doch nichts für ihre Gefühle oder dafür, dass sich diese nicht so einstellen wollen, wie sie es gerne hätte. 

Es verliebt sich halt nicht jeder in einen, nicht jeder will einen näher kennenlernen oder Kontakt halten. Ein erwachsener Mensch muss auch etwas einstecken, mit Zurückweisung umgehen können - ohne Schuldzuweisungen, zumindest, wenn das Gegenüber sich korrekt verhalten hat, aber selbst wenn dem nicht so war, wird Schimpfen und Klagen nichts an der Lage ändern. Die anderen sind nicht für dein Seelenheil verantwortlich. Du musst autarker werden. 

Das fiele mir zu deinem Text ein, ich kenne dich nicht. Daher bitte mit Vorbehalt lesen. 


 

Toller Text - das unterschreib ich so

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