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Ich verliere meine Lebensfreude

7. September 2015 um 9:09

Ich wohne mit meinem Mann und unserer Tochter in einer Kleinstadt, die für mich schon fast dörfliche Züge annimmt. Der einzige Grund warum ich hier bin, ist meine Familie. Ich selber habe vorher immer in der Großstadt gelebt. Für unsere Tochter ist das denke ich toll, wir haben einen Garten und es ist nicht so laut und dreckig wie in großen Städten. Nur mir fällt es unglaublich schwer hier Fuß zu fassen. Ich habe hier keine einzige Freundin. Ich habe ein paar Mal andere Mütter mit ihren Kindern, die ich durch meine Tochter kennen lernte, zu uns eingeladen. Aber im Grunde sind wir nicht auf einer Wellenlänge. Sie sind im Schnitt alle älter als ich und bei ihnen dreht sich alles nur um ihre Kinder und ihre Ehemänner. Außerdem tratschen sie unheimlich viel und sowas mag ich nicht. Ich habe das Gefühl, desto länger ich hier wohne, desto mehr gebe ich mich selber auf und verliere meine Lebensfreude. Ich gehe regelmäßig zum Sport und betätige mich jetzt sogar schon ehrenamtlich, weil ich Angst hatte, wenn ich nichts aktiv dagegen tue, noch tiefer in ein Loch zu fallen. Ich komme raus unter Leute aber ich kann es nicht anders sagen, als das ich hier unendlich einsam bin. Mein Mann versucht mich aufzufangen und die Zeit, die ich mit meiner Familie verbringe macht mich glücklich. Aber ich glaube er macht sich auch Sorgen, denn so oft in der letzten Zeit hat er mich weinen gesehen. Meine drei besten Freundinnen sind mir trotz Umzug erhalten geblieben und wann immer es geht versuchen wir uns zu sehen. Es ist aber auch nicht immer einfach, da ich nun weit weg von ihnen wohne, aber wenn wir uns sehen ist es umso schöner Vor ein paar Tagen war ich so unglücklich, dass ich gedacht habe, ich nehme meine Tochter und gehe zurück. Aber irgendwann kam dann mein schlechtes Gewissen durch, dass ich sie nicht einfach rausreißen kann, obwohl es ihr hier gut geht.

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7. September 2015 um 10:58

Ich
arbeite freiberuflich von zu Hause aus

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7. September 2015 um 14:32

Wenn ich mich mit jemanden gut verstehe
dann ist mir auch egal ob er/sie 10 Jahre älter ist als ich. Aber ich habe bisher einfach niemanden kennen gelernt, mit der ich mich wirklich anfreunden könnte. Mit einigen verstehe ich mich oberflächlich ganz ok und ich halte auch den Kontakt weiterhin, alleine schon wegen meinem Kind. Doch einsam fühle ich mich trotzdem.

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7. September 2015 um 14:42

Du siehst das richtig
Mir gefällt es hier alles nicht, ich kann nichts mit den Menschen hier anfangen und ich schaffe es nicht mich einzugewöhnen. Aber ich bemühe mich, alleine meiner Familie zuliebe. Aber es klappt nicht. Ich halte ja dennoch zu denen, mit denen ich mich wenigstens einigermaßen verstehe, den Kontakt. Aber es ändert nichts an meiner Einsamkeit, da ich mich nach jedem Treffen noch einsamer und fehl am Platz fühle. Ich weiß einfach nicht, was ich noch machen soll. Dann habe ich überlegt, ob ich mit meiner Tochter ein paar Wochen zu meinen Eltern fliege, aber das will mein Mann nicht. Vielleicht hat er Angst, dass ich nicht wieder komme aber letztendlich hat er auch recht, denn es wäre nur ein weglaufen von mir und würde mich auch nicht weiter bringen.

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7. September 2015 um 18:37

Es klingt immer so arrogant und überheblich
aber mein Problem ist nicht wirklich das Kontakte knüpfen, sondern dass ich bisher keine kenngelernt habe, mit der ich auf einer Wellenlänge bin. Ich habe das Gefühl in der Stadt sind die Menschen offener und toleranter. Hier wird nur ohne Ende getratscht. Nett sind die meisten dennoch aber so leicht derb. Zu manchen habe ich den Kontakt trotzdem aufrecht gehalten, in erster Linie wegen meiner Tochter und an sich sind sie ja auch ganz nett. Aber mehr als Bekannte sind sie für mich eigentlich nicht und teilweise langweilen mich diese Treffen und Gespräche mit denen auch. Ich fühle mich einfach leer. Und das schlimme ist, dass ich langsam das Gefühl habe, dass auch meine Ehe darunter zu leiden beginnt, dass ich so unglücklich oft bin. Ich hoffe, dass sich irgendwas ändert. Ich will selber noch etwas ändern an meiner Situation. Ich bin zu jung um es einfach so auszuharren und mich damit abzufinden. Aber ich wohne nun schon so lange hier und immer noch nicht eingelebt.
Ich mag auch lieber den typischen Frauensport


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7. September 2015 um 19:23

Dein Text über deine Schwester hat mich irgendwie sehr berührt
Danke, dass du mir das erzählt hast, weil ich denke manchmal schon, dass ich mich zu sehr anstelle und es an mir liegt und es doch nicht sein kann, dass ich mich hier einfach nicht eingewöhne. Ich hätte früher nie gedacht, dass der Ort solche Auswirkungen auf das eigene Wohlbefinden haben kann. Ich dachte, ich wäre automatisch dort zuhause wo mein Mann und mein Kind ist. Ehrlich gesagt fühle ich mich sogar schlecht, zu merken, dass es nicht so ist.

Ich weiß, dass ich etwas ändern muss, weil ich ertrage diese Einsamkeit und Leere in mir nicht mehr. Aber ich habe Angst, ob mein Mann wirklich mitkommen würde. Und was wenn meine Tochter sich in der Stadt nicht wohlfühlt? Die Kinder von deiner Schwester sind schon groß oder? Dann hätte ich sie aus allem rausgerissen und sie hätte dann vielleicht Probleme in der neuen Umgebung und das alles nur weil ich es nicht schaffe mich anzupassen und einzugewöhnen.

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7. September 2015 um 19:56

Es stimmt, ich bin sowieso schon zu lange hier
Ich werde jetzt doch erstmal mit meiner Tochter zu meinen Eltern fliegen, auch wenn mein Mann das nicht will, aber ich muss hier erst mal rauskommen.

Und dann werde ich mit ihm sprechen und notfalls vielleicht auch alleine mit meiner Tochter gehen.

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