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Ich suche nach Antworten, um zu verstehen

23. Februar 2014 um 13:26

Hallo Ihr Lieben,
nach Tagen der verzweifelten Suche in irgendwelchen Foren habe ich beschlossen, hier nun meine Geschichte zu posten. Vielleicht hat der ein oder Andere Gedanken dazu, die mich aus meinem Schmerz befreien und mein Leben wieder erträglich machen.
Vor 5 Tagen hat mein Partner (43 Jahre, ich 37 Jahre) die Beziehung per SMS beendet. Begründung: Er hat nichts anderes im Kopf außer seiner Arbeit, da ist es sinnvoller, er bleibt alleine, um so niemanden zu verletzen. Es fällt ihm auch nicht leicht, aber er kann nicht anders, es tut ihm leid. Das wars. Gestern hat er mich auch noch bei Facebook blockiert (ok, ich hatte ihn vorher schon aus der Freundesliste gelöscht, weil er mir nicht mal zum Geb. gratuliert hat). Kindisch, ich weiß.
Jetzt stehte ich hier vor einem Scherbenhaufen und versteh die Welt nicht mehr. Es hat alles so wunderbar begonnen vor 3 Monaten, das Gefühl, das er mir gegeben hat, war unbeschreiblich. Er rief mich jeden Tag an, schrieb liebe SMS, dass er an mich denkt, mich sehr sehr lieb hat, usw. Ihr kennt das ja. EIn kleiner Wendepunkt kam Mitte Januar, als sein Scheidungstermin war. Er zog sich zurück, ich hatte Verständnis dafür. Wurde aber unsicher, wir redeten darüber, er meinte, ich grübel zu viel, es sei alles ok, ich bin die erste Frau, die er überhaupt wieder zugelassen hat seit seiner Trennung. Mit der Scheidung hat er einen großen finanziellen Verlust gemacht und danach packte ihn wohl der Ehrgeiz, sich alles, was er davor hatte, so schnell wie möglich wieder aufzubauen. Also neben seiner Selbständigkeit noch ins Immobliengeschäft eingestiegen. Und jeden Tag gearbeitet, von früh bis spät. Wir haben uns noch 1 mal in der Woche für ein paar Std. gesehen. Bis auch meine Grenze mal erreicht war und ich sauer wurde, weil alles andere scheins wichtiger war als Zeit mit mir zu verbringen. Wir redeten darüber, er zeigte Verständnis. Erklärte mir aber auch, wie wichtig seine Arbeit und Ziele für ihn sind. Tja bis dann eben das Ende in Form der SMS kam. Und mich umgehauen hat und mit so vielen Fragen zurücklässt ...

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23. Februar 2014 um 14:16

Verständnis
Ich hab sehr viel Verständnis für seine Situation und seinen Arbeitsstress aufgebracht, und deshalb viele meiner Bedürfnisse zurückgesteckt. War auch immer bereit, nach Kompromissen zu suchen, um meine und seine Bedürfnisse zusammenzubringen. Doch dazu war er wohl nicht bereit, da er dann das Ganze lieber beendet hat...

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23. Februar 2014 um 14:36

Selbstaufopferung?
Richtig, die Grenze war dann erreicht, als es nur noch um ihn ging, wir nur noch über seine Arbeit redeten und er immer wieder seine Arbeit vorschob als Grund, dass wir uns nicht sehen können. Bin ein sehr genügsamer Mensch, muss meinen Partner nicht jeden Tag sehen. Aber zumindest einen Tag/Abend/Nacht am Wochenende und evtl. ein Abend unter der Woche? Schon zu viel verlangt? Wir wohnen 10 Minuten voneinander entfernt, was wäre dabei gewesen, nach einem seiner Termine schnell vorbeizukommen und mich kurz in den Arm zu nehmen? Zum Beispiel!

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23. Februar 2014 um 14:59

Dann...
..hat er seine Rolle sehr gut gespielt. Da war Gefühl, auch von seiner Seite aus deutlich zu spüren. Er hat seiner Familie, seinen Freunden von mir erzählt, mich als seine Partnerin bezeichnet. Keinerlei Anzeichen (und glaub mir, da sind meine Antennen aufgrund vieler Erfahrungen auf Empfang), dass es nur eine Affaire gewesen wäre.

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23. Februar 2014 um 15:09

Wenn
das so einfach wäre. Ich leide wie ein Tier, und dieser Schmerz geht einfach nicht weg!

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24. Februar 2014 um 16:23

Eine gute Theorie
...an die ich auch schon gedacht habe. Aber mir trotzdem unbegreiflich ist. Warum gebe ich einen Menschen, den ich angeblich sehr in Herz geschlossen hab, so einfach auf? Es schmerzt immer noch in jeder Sekunde, währenddessen lebt er sein gewolltes Leben unbekümmert weiter. Ich bin nicht mehr fähig, den Alltag zu meistern. Gerade auch diese Kaltschnäuzigkeit, per SMS die Trennung zu vollziehen, macht mir zu schaffen. Sollte ich so wenig wert gewesen sein? Wo soll man da bitte noch Kraft raus ziehen, um sich selbst wieder wertzuschätzen und sein Leben wieder in Angriff zu nehmen?

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24. Februar 2014 um 18:09

Ja
...das, was du geschrieben hast und auch der Beitrag von yiribana stimmt bzw. mein Verstand sagt mir das ja auch. Ich sollte mir so viel wert sein und wütend sein, denken, er hat mich nicht verdient und es ist jetzt Platz frei für den, der meine Liebe, die ich zu geben habe, zu schätzen weiß. Aber sie will einfach nicht kommen, diese Wut. Erschwerend kommt hinzu, dass ich erst vor einigen Monaten hierher gezogen bin. Kenne noch nicht viele Leute hier. Mit ihm verbinde ich einfach diesen Ort hier, überall, wo wir gemeinsam waren, alles schmerzt, wenn ich es sehe. Fühl mich so schrecklich einsam hier gerade. Und dann wäre da noch die Angst, mit 37 eben nicht mal mehr so einfach einen neuen Partner zu finden, mit dem man sich ein Leben vorstellen kann.

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