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Ich suche Hilfe

17. Januar 2007 um 11:32 Letzte Antwort: 2. Februar 2007 um 14:49

Hallo Zusammen,

ich wende mich hier an das Forum um mein Bedürfniss mit jemand sprechen zu können auszuüben. Ich weiß nicht, an wen ich mich sonst wenden kann und bin deshalb auch verzweifelt.

Aber kurz zu mir. Ich bin seit 11 Jahren mit meiner jetzigen Frau zusammen. Wir lernten uns kennen als ich 16 und sie 15 Jahre alt waren. Wir sind durch viele Tiefen und Höhen gegangen, wo wir uns immer an dem anderen aufrichten konnten und der andere für uns da war. Die logische Konsezquenz daraus aus dem anfänglichem verliebt sein von Jugendlichen ist eine sehr glückliche und mit Liebe befüllte Ehe entstanden, aus der der Kinderwunsch nicht mehr wegzudenken ist. Ich bin jetzt 27 und sie 26 und ich habe die ganzen Jahre bemerkt, wie sich auch das Wesen innerlich und äusserlich verändert und ich mich riesig zu ihr hingezogen fühle. Wir haben bisher immer offen über alles reden können, über unsere Gefühle und unsere Bedürfnisse ohne das der andere sich angegriffen gefühlt hat sondern eher, er hat den anderen den entsprechenden Respekt und die Achtung entgegengebracht, die ihm zusteht.
Ich liebe meine Frau sehr, alles was ich mache tu ich für ihr Wohl, auch wenn ich da manchmal auch zurückstecke. Unser Leben ist von Zuneigung, Vertrauen, Zärtlichkeit, Ehrlichkeit, Liebe, gegenseitigem Verständnis, Achtung, Respekt und sehr gutem Sex geprägt.

In all den Jahren hatte ich nie über andere Frauen nachgedacht, das kahm für mich absolut nicht in Frage. Gut, mal geträumt davon ja, aber den Gedanken sofort wieder verwischt, weil es nach meiner bisherigen Auffassung nicht zur Liebe zu einem Menschen gehört. Ich gebe alles was ich habe bedingungslos meinem Partner.

Jetzt allerdings gibt es in meinem Leben eine riesige Veränderung und ich bin darüber verzweifelt, wie ich das meistern soll.

Meine Frau hat den Wunsch geäussert eine Art offene Ehe zu führen mit gleichen Rechten für beiden und aufgestellten, von beiden akzeptierten Regeln, an die sich jeder zu halten hat. Im Fokus aller Handlungen sollte aber immer das Wohl unsere Beziehung und des Partners stehen.

Aber ja, ich bin sehr Eifersüchtig. Wir haben darüber auch geredet und versuchen gemeinsam es zu verarbeiten.

Ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll, bzw. wie ich das verarbeiten soll.

Habe ich mich die Jahre zu sehr darauf versteift das ewige Bild der normale Ehe aufzuzwingen?
Die Vorstellung, das man nur darauf bedacht ist den anderen zu halten?
Immer nur getrieben von der Angst den anderen zu verlieren und deswegen auferlegt e Ketten als richtig und einzige Art der Beziehung zu akzeptieren?

Ist da vielleicht noch mehr?
Kann man vielleicht durch eine Veränderung dahin dem Partner zeigen wie sehr man ihm wirklich liebt und vertraut?
Das Vertrauen, Liebe, Ehrlichkeit und Zuneigung weitaus stärker und enger sind?
Das man Treue trennen muss in körperliche und geistige Treue oder gehört das unweigerlich zusammen?

Meine Frau hat diese Gedanken bereits seit ca. 2 Jahren und war sich die ganze Zeit darüber im klaren, dass es nur geht, wenn sie den Mut dazu aufbringt mit mir darüber zu sprechen. Ich habe Verständnis dafür und den größten Respekt davor, dass zuerst ich der Ansprechpartner dafür bin und nicht das es irgendwie heimlich passiert. Ich glaube dass die Verabreitung deutlich leichter ist, weil ich mich nicht betrogen fühle.

Aber ich habe Angst davor meine Frau zu entäuschen, wenn ich es nicht für richtig halte !

Die Frage ist auch nach der Zeit, ich fühle mich auch etwas unter Druck gesetzt. Seit einiger Zeit hat Sie jemanden in einem Chat kennengelernt, mit dem sie sich auch über dieses unterhält. Ich habe die Angst davor, dass nun abgewartet wird. Sehe ich das übertrieben und zu eifersüchtig? Interpretiere und phantasiere ich zuviel?
Machen mich meine Vorstellungen Wahnsinnig?

Wie gehe ich mit diesen Freiheiten, die ich bekomme um? Was ist wenn ich diese überhaupt nicht haben will, weil es nicht zu mir passt und ich nich klar komme damit.

Mir gehen soviele Fragen und Gefühle durch den Kopf, das ich nicht alle aufschreiben kann.

Ich bin über Eure Hilfe und Erfahrungen sehr dankbar.

Gruß
Roberto

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17. Januar 2007 um 11:50

Lieber Roberto
Ich finde den Vorschlag auch ziemlich daneben. Wenn Du damit nicht klarkommst solltest du das deiner Frau ehrlich und ruhig sagen und deine Gefühle schildern. Wenn du das nich kannst ohne aufbrausend zu werden, was verständlich ist, dann kannst du es ja so ähnlich aufschreiben wie hier aber eben in einem Liebesbrief verpackt. Vielleicht ist sie sich nicht im klaren wie weh dir das tun würde.
Ich glaube auch nicht das eine Beziehung dadurch stärker wird, weil man die "Anderen Männer" immer im Hinterkopf hat.


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17. Januar 2007 um 13:20

In dem fall gibt es keine kompromisse...
hallo roberto,
das ist genau das, warum ich immer denke, dass es oftmals schwierig ist, wenn sich menschen zu früh kennenlernen. die meisten bekommen so nach zehn jahren den spleen, das kann nicht alles gewesen sein und wollen -körperliche-erfahrungen sammeln.

ich finde es von ihr sehr positiv, dass sie das offen mit dir besprochen hat, aber du musst -ohne rücksicht auf sie- deinen standpunkt klarmachen. es geht nicht darum, ob man erdbeer-oder himbeerjoghurt kauft, in dem fall kann man keine kompromisse machen, wenn nicht beide den wunsch äussern.

frag sie doch mal, wie es für sie wäre, wenn du dich jetzt mit einer frau treffen würdest, also wirklich konkret, was sie dabei fühlen oder denken würde. ich glaube, sie hat sich so im innern was zusammengestrickt, dass nur sie den drang verspürt, mal was anderes auszuprobieren, aber geht sicherlich davon aus, dass du deinen teil der "abmachung" nicht erfüllst. du darfst jetzt aber auf keinen fall aus angst ihr das ganze gewähren- glaube mir, das geht über kurz oder lang schief, weil du dir immer gedanken machst, wo sie gerade ist, wer bei ihr ist usw.

manche finden eine offene beziehung prima, für mich persönlich käme es nicht in frage, weil ich den gedanken nicht ertragen könnte, dass mein freund mit einer anderen im bett ist, im endeffekt wird sex immer so abgetan, aber der akt ist im endeffekt das intensivste was zwei menschen -im körperlichen sinne-miteinander erleben können und ich hätte halt immer die angst, dass der andere sich doch mal in jemanden verguckt oder so.
aber du sollest nicht ihrzuliebe nachgeben, daran wirst du kaputtgehen...

lg mausezahn

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17. Januar 2007 um 14:16

Hallo Roberto,
ich persönlich würde dies nur im äußersten Notfall und mit riesiger Unruhe zulassen. So aus dem hohlen Bauch betrachtet, weiß ich von meiner jetzigen Position aus nicht wie ich reagieren würde. Wahrscheinlich wäre ich sehr gekränkt und würde erstmal bei Freunden untertauchen und meine Wunden lecken. In einer der Antworten steht was von "nur körperlich", dem stimme ich nicht zu. Wenn zwei miteinander schlafen, ist da immer auch die Seele und Gefühl bei, alles andere ist Murks.
Grüße
walden6

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17. Januar 2007 um 14:31

@abbath4
ich finde, dass du ihr das so offen legen solltest, wie dus hier geschildert hast..

du hast so viel angst was falsch zu machen..

gerade weil ihr immer so offen und respektvoll miteinander umgegangen seid und sie dir das ans herz gelegt hat, wird sie vielleicht das verständnis dafür haben, dass du damit emotinal nicht umgehen könntest..
was denk ich mal auch nachvollziehbar ist..

außerdem solltet ihr aber klar eure grenzen
nennen.. nach dem motto: was das für sie heißen würde, wenn du diese *vereinbarung* nicht tolerieren kannst.. ob sie sich trotzdem über deinen wunsch hinwegsetzen würde, wenn sie das bedürfnis hätte..
oder ob sie auch damit leben könnte..

vielleicht will sie auch einfach nur deine reaktion abwarten? (wär natürlich nicht fair so einen harten brocken auf den tisch zu legen und dich sozusagen auf die probe zu stellen.. aber war ein kurzer gedanke nebenbei)

wie gesagt, ich würde damit nicht all zu lange warten und versuchen sachlich
gemeinsame lösungswege zu finden..
schließlich ist das eine sehr starke belastung..

bin gespannt auf den weiteren verlauf des threads und hoffe, dass ihr euren gemeinsamen weg (wieder) findet..

lg oc

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17. Januar 2007 um 14:57

Auch ich (weiblich)
möchte gerne eine offene Beziehung. Ich würde zu gerne auch mal ein Abend ohne meinen Mann verbringen. Mich reizt das flirten...anmachen und einfach das tun wollen was ich will ohne unter den Augen meines Mannes zu sein. Ich kann das gut trennen und das alles hat auch nichts mit meiner Beziehung zu meinem Mann zu tun.Es ist einfach der Reiz des neuen....einfach das man wieder merkt man wird begehrt....was ja leider in so ner langjährigen Beziehung unweigerlich verfällt. Wobei ich hier keinem der Partner einen Vorwurf machen kann!!!

Auch ich hab ihn auf diesen Wunsch angesprochen und er hat gleich verneint.. er könnte das nicht. Aber eins will ich hier mal sagen......wir sprechen darüber...andere fackeln net lange und machen es heimlich!!!

Bin selbst mal gespannt wie das weiter geht.....

Lieber Roberto, ich kann Dir gut nachfühlen!!! Und es ist wirklich ne verzwickte Situation und das Schlimme ist es kann Dir keiner wirklich helfen.....genauso wenig wie uns......wir können uns nur austauschen...aber das hilft oft auch

In diesem Sinne......

LG Jasmin

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17. Januar 2007 um 15:18

Verkehrte Welt


Irgendwie denkt man immer Männer haben irgendwann solche bedürfnisse und Frauen sind die monogameren, aber dem ist wohl nicht immer so!
Einerseits finde ich es gut, dass deine Freundin mit dir darüber spricht, dich nicht infach betrügt und hintergeht... andererseits finde ich macht sie es sich ganz schön leicht mit einer offenen Beziehung
Ich meine das heisst sie hat den Freibrief, sexuell zu tun und zulassen was sie will und mit wem sie will und hat aber andererseits einen festen Freund, der ihr alles andere gibt!
Ich denke auf Dauer kann sowas nicht gut gehen, es sei denn beide wollen das unbedingt, wobei ich dann nicht verstehe warum man eine Beziehung führt wenn man frei sein will.
Ich kann schon verstehen, dass sie nach all den jahren vielleicht mal wieder testen will, wie sie bei der Männerwelt ankommt, aber das kann man doch auch tun in dem Mann mal bedeutungslos flirtet, oder mal alleine fortgeht.
Warum gleich Sex mit anderen Männern? Fehlt ihr was? Hast du sie mal darauf angesprochen ob ihr etwas fehlt, ich denke du würdest (fast) alles tun/ändern, hauptsache sie kommt von dem Gedanken weg!
Ich denke, würde mein Freund (5 Jahre zusammen bin 23 also auch Recht früh zusammengekommen) sowas vorschlagen, wäre ich wohl total verletzt. Ich denke für mich würde eine Welt zerbrechen. Allein der Gedanke ich sitze zu Hause und er amüsiert sich mit irgendeiner würde mich auffressen!
Ich würde mich ständig fragen, was ihm fehlt, warum er das braucht und ob ich ihm nicht genüge!
Du kannst natürlich einwilligen nur um sie zu halten, weil du sie liebst und nicht verlieren willst, aber ich denke, damit wirst du dann das Ende einläuten!
Ich glaube was auch immer du jetzt sagst/tust die Zukunft eurer Beziehung steht auf wackligen Beinen!
Sprech sie mal konkret darauf an, sag ihr, dass du das nicht kannst und nicht willst, dass sie doch bestimmt auch nicht will, dass du mit einer anderen schläfst...

Wünsch dir alles Gute für die Zukunft!

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17. Januar 2007 um 16:33

Vielen Dank
Hallo an alle,

erstmal schon vielen Dank für die vielen Antworten, Tipps und Hinweise.

Ich kann nicht jeden einzelnen Antworten, deswegen werde ich in einem Beitrag sämtliche Eindrücke auf mich wirken lassen und diesen hier einstellen.

Gruß an alle
Roberto

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17. Januar 2007 um 16:34

Ich war....
erst 15 einhalb Jahre als ich mein Mann kennengelernt habe. Aber dennoch will ich einfach mein Leben genieesen und dazu gehört auch mal das Unbekannte.........na klar vermisse ich es das Gefühl zu haben begehrt zu werden, aber ich denke das hängt nicht davon ab wann man sich kennengelernt hat!

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18. Januar 2007 um 8:56

@all
Ein Beitrag hat es eigentlich sehr schön formuliert. Und zwar die persönliche Entwicklung eines jeden einzelnen.
Ich habe gemerkt wie stark sich meine Frau verändert hat. Sie wirkt jetzt ganz anders auf mich als in früheren Jahren, viel schöner, viel attraktiver viel erotischer. Unser Sexualleben war zwischenzeitlich ein bisschen auch eingeschlafen muss ich zugeben. Sie hatte nicht immer die Lust darauf und ich wußte nie so richtig, wie ich darauf reagieren soll. also habe ich es sein gelassne. Jetzt, seit ca. 1 Jahr ist das ganz anders. Wir gehen offen damit um, erzählen uns unsere Phantasien und Vorstellungen, was wir gerne ausprobieren würden. Wir probieren sehr viel aus und erleben es auch intensiver. Ich vermisse daran gar nichts, weil ich alles das machen kann, was mir Spaß macht und sehe, dass es auch ihr Spaß macht. Andersrum erfülle ich Ihre Vorstellungen genauso, mache Dinge mit ihr, die sie sich früher nie vorstellen konnte und wirkt dabei ganz anders auf mich. und ich find das schön, ich finde sie richtig schön.

Ja, ich habe mit ihr geredet. Das Thema offene Ehe aussen vor gelassen, klar sie wäre eifersüchtig, sie wäre auch traurig. Sie wöllte von mir aber die Wahrheit wissen, ob ich Gefühle für den anderen habe oder ob es nur aus reinem Spaß wahr. Ob ich weiter bei ihr bleibe. Sie würde es genauso akzeptieren, wenn ich einfach nur was ausprobieren will.
Im Fokus würde aber immer die Beziehung zu mir stehen und sie würde auch um mich kämpfen. Auch hat sie klargemacht, dass wenn es einem von beiden zuviel wäre, oder er damit nicht mehr umgehen kann nur noch die Partnerschaft zu uns wichtig ist.
Auf der anderen Seite ist Sie aber auch der Typ Mensch, der sich nicht soviel Gedanken macht, sondern erst dann wenn es wirklich soweit ist. Bei mir ist das anders, ich mache mir schon jetzt Gedanken über mögliche Konsezuequenzen, schon jetzt Gedanken über das was wäre wenn? Gedanken darüber, dass die schönen Dinge, die ich für Sie empfinde und was ich mit Ihr erlebe jemand anderes mit ihr machen könnte.
Für sie wäre es einfach nur ne Bekanntschaft, mit der man sich trifft, wenns einem mal rappelt. Nur was und wann ist das?
Würde sie oder ich wirklich denjenigen den Laufpass geben, wenn es unsere Beziehung zerstörren würde, weil einer von uns nicht damit klar kommt? Würde man nicht in Zukunft immer wieder an die Dinge denken, die anders waren?
Vielleicht hat sie Recht und ich mach mir wirklich zuviele Gedanken um die möglichen Konsequenzen und Phantasien. Aber ist denn schlimm sich über Konsezuenzen Gedanken zu machen und aus Furcht vor diesen Konsezuenzen alles so zu lassen wie es ist?
Sie würde gern neue Freunde und Bekannte kennenlernen, da ist ja auch nichts dagegen einzuwenden. Sie möchte die Gewissheit haben, dass wenn es wirklich passiert, man nicht Angst oder Furcht davor haben muss etwas falsches gemacht zu haben oder dass es das Aus der Beziehung wäre.

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2. Februar 2007 um 14:49

Hallo ...
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