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Ich soll mich nicht gut mit seiner Ex vertstehen, obwohl aus dieser Beziehung ein Sohn (3) entstammt

6. Januar 2009 um 7:08

Hallo,

vielen Dank fürs anklicken und vielleicht auch einer kleinen Antwort, die mir etwas helfen könnte.

Ich (26) bin nun seit gut 6 Monaten mit meinem Partner (33, Papa eines 3jährigen Sohnes) glücklich zusammen. Aus seiner letzten Beziehung (hielt 7 Jahre, fast 2,5 Jahre davon lebten sie aber aneinander vorbei und das Kind sollte die Beziehung retten, Gefühle waren fast auf null gesunken) entstammt ein 3jähriges Kind. Er hatte sich im August 2008 von ihr getrennt. Ja, dann ist er gleich mit mir zusammen gekommen. Seine Ex und somit Mama des Kleinen wohnt ca. 3 km von seiner Wohnung entfernt. Beide haben sich darauf geeinigt, dass er seinen Sohn jedes Wochenende (meist Sonntags für 3 Stunden) sehen darf. Er ist über die Woche auf Montage.

In letzter Zeit wollte er mir seinen Sohnemann vorstellen, da es nicht ausbleiben wird, dass ich ihn kennen lernen werde. Am 01.01.2009 sollte es soweit sein. Wir wollten für den Kleinen in seiner Wohnung kochen. Jedoch sagte die Mama des Kleinen einen Tag vorher ab. Natürlich war er frustriert und ich wusste nicht, wie ich ihm helfen kann.

Außerdem muss ich dazu sagen, dass die Mama erst vor gut zwei Wochen von einer Bekannten erfahren hat, dass wir beide zusammen sind.

Nun sollte es diesen Sonntag soweit sein. Ich habe ihm aber meine Bedenken anvertraut, die darauf beruhen, dass ich Angst vor diesem Kennenlernen habe. Der Kleine, finde ich, ist in einem schwierigen Alter. Sagt, was er denkt und fühlt. Meine Angst besteht darin, dass er zu mir sagt: "Ich habe ihm seinen Papa weggenommen habe. Er nicht mit mir kochen möchte. Ich soll gehen." Aus Erzählungen ist der Kleine sehr schüchtern und mutterbezogen.

Jedenfalls ergriff ich am Samstagabend den Mut und sagte ihm, dass ich bei dem Kochen nicht dabei sein möchte. Dass ich es besser fände, wenn man sich auf einem Spielplatz kennenlernt und jeder die Möglichkeit hat, andere Wege zu gehen. Er hatte es akzeptiert und im gleichen Atemzug gesagt, dass es doch zu früh sei, da die Mama immer dabei ist und er nicht möchte, dass ich sie kennen lerne und noch schlimmer, mit ihr verstehen soll. Damit würde er nicht zu recht kommen. Ich habe ihn gleich auf diese Bemerkung angesprochen, jedoch wich er immer wieder aus, so dass ich jetzt damit zu kämpfen habe. Ich keine Erklärung dafür finde, warum er das sagte? Hat er etwas zu verbergen? Hat er Angst, dass seine Ex mir aus seiner Vergangenheit erzählt?!

Denn seit kurzem redet er auch darüber, dass wir doch langsam zusammen ziehen könnten. Ich bin dafür. Ich weiß, es ist recht früh, aber über die Woche sind wir beide auswärts arbeiten. Sehen uns nur am Wochenende. Es würde sich nicht viel ändern. Wenn ich diesen Schritt aber tun werde (würde zu ihm ziehen), was passiert dann, wenn der Kleine mit seiner Mama zu Besuch kommt? Es bleibt doch nicht aus, dass ich ihr über den Weg laufe?! Mit ihr reden werde bzw muss. Wie stellt er sich das vor? Ich kann doch nicht stets in der Zeit sozusagen in der Abstellkammer verharren bzw. zu meinen Eltern fahren. Darin liegt doch nicht der Sinn des Zusammenziehens.

Vielleicht seit ihr in einer ähnlichen Lage und kennt Gründe für sein Verhalten?!

Ich sage jetzt schon einmal DANKE!!!

LG
Anja

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6. Januar 2009 um 10:32

Ich bin in derselben situation
Deine Bedenken sind aus meiner sicht übertrieben. Du machst dir viel zu viel gedanken und hast zuviel Angst. Du solltest das treffen nicht absagen.
Man kann sich auch in der wohnung zurück ziehen, indem man das kind dem vater überlässt und sich zurück hält. Aber Spielplatz ist natürlich uch eine alternative.

Es muss nicht alles beim ersten mal toll sein. Wenn du eine nette bist, dann wird das kind dich auch gleich mögen, denn kinder haben einen sinn dafür ob jemand es gut mit ihnen meint oder nicht.

Der Kleine (damals 2 Jahre alt) hat mich gleich akzeptiert, weil ich halt auch sofort auf ihn zugegangen bin, kleine geschenke gemacht habe und wir schöne dinge miteinander unternommen haben.
Erste Bezugsperson ist immer der vater. Aber mittlerweile ist er so vertraut mit mir, dass er viel zeit mit mir allein verbringt, während der vater auch mal was anderes machen kann.

Ich hab hier halt auch viel gemacht für ihn. Ausflüge geplant, kekse gebacken, Spielecke eingerichtet etc. Über Aufmerksamkeit freut sich jedes kind.

Die Eifersucht der Ex bleibt natürlich nicht aus. Aber damit muss sie leben. Ich war nach 1 Jahr Trennung mit ihm zusammen. Die Atacken der Ex gehören einfach zu sowas meist dazu und man muss es einfach akzeptieren.
Für die Ex ist die Situation ja auch nicht einfach. Wenn man sich mal hinein versetzt kan man es auch verstehen.

Du hast viel zuviel angst und solltest dich locker machen.
Mein Partner hat mich den kleinen sehr schnell vorgestellt, weil er sich gleich sicher mit mir war und ich mit ihm. Das wären die einzigen bedenken die ich hätte. Dass man sich mit dem kind mag, dann aber schnell wieder auseinander geht und wieder eine neue vorgestellt wird und so. Aber das mussten wir nicht befürchten.

Dass die Ex bei den treffen dabei ist ist natürlich bei euch das hauptproblem und auch die besonderheit.
Auf dauer sollte das kind alleine übergeben werden. Dass drei Erwachsene dabei sind ist nicht gut für das kind, da es irritierend ist und nur probleme schafft und keine gute kindgerechte stimmung. So kannst du auch kein verhältnis aufbauen.

Inwieweit das kind auch auf dich zugeht hängt sehr davon ab, inwieweit sich dein freund dafür einsetzt und dich dem kind auch nahe bringt. Das ist auch seine verpflichtung. Er muss mit dem kind reden und dich immer mit einbeziehen, oft deinen namen sagen und das kind auf dich zugehen lassen. Das ist seine Verplichtung und nicht nur deine Arbeit.

Außerdem solltest du dich nicht derart mit seiner vergangenheit konfrontieren.
Er will halt auch distanz zu ihr und dem alten vergangenen. Wenn Du dich mit ihr noch quasi anfreunden würdest, dann wäre die ex ja als person präsent in eurem leben. Das will er nicht. Er will das kind sehen und nicht ein Verhältnis zu der ex aufrecht halten. Und es wäre nix anderes wenn, du mit ihr noch zurecht kämst etc.
Er hat da eine recht gesunde einstellung. Allerdings ist es wichtig die ex auf dauer auch von den treffen und dir fern zu halten.

Die ex hat in eurer wohnung nix zu suchen. Das ist tabu. Er soll das kind abholen. Wenn sie das nicht will, soll er zu ihr in die wohnung fahren oder sie gehen gemeinsam in ihrer umgebung raus. Aber die Ex muss fern bleiben aus eurer Sphäre.

Die Besonderheit an eurer situation ist halt, dass die ex das kind wohl nicht alleine rausgeben will. Was ich auch verstehen kann. Ich würde mein kind auch nicht in dem alter alleine rausgeben wollen. Aber ich würde auch nicht in der wohnung auftauchen wo mein ex mit seiner neuen lebt. Man muss da schon klare grenzen setzen.

LG

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7. Januar 2009 um 11:28

Vielen Dank
Hallo...

erstmal vielen lieben Dank an Euch!!!

Sicher muss ich etwas ruhiger und gelassener an die Situation herangehen, um so leichter wird es für alle.

Mich hat nur sovieles auf einmal zum Nachdenken gebracht, dass ich keinen roten Faden mehr sehen konnte und zuviel interpretiert und vielleicht einiges zu schwarz gesehen habe.

Aber Eure Antworten und Denkanstösse haben mich wieder etwas beruhigt und ich kann die Situation gelassener sehen.

Wünsche Euch noch eine schöne Woche, denn die beginnt jetzt für mich auch.

GLG

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