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Ich sehe keinen Ausweg mehr ... was soll ich denn nur tun?

7. Juni 2012 um 12:23

Hallo, ich weiß einfach in meiner momentanen Situtaion nicht weiter und suche einfach irgendwie hilfe. Deshalb habe ich mich hier angemeldet. Vielleicht hat ja jemand auch schonmal soetwas erlebt.

Ich weiß nicht so recht wo ich anfangen soll und ob ich das hier alles verständlich hinbekomme, aber ich will es einfach versuchen.

Ich bin jetzt seit 5 Jahren mit meinem Freund zusammen aber seit 1 1/2 Jahren läuft es wahrlich nichtmehr so wie es sollte. Denn vor 1 1/2 Jahren habe ich von einem guten Freund erfahren das mein Freund das Jahr zuvor sich heimlich mit einer anderen getroffen hat, sie zusammen bei ihr gewesen sind und sie sich fast geküsst hätten wenn ihm nicht noch rechtzeitig eingefallen wäre das er mich ja noch hat. Ja klingt vielleicht komisch, ist ja noch nichts passiert gewesen, aber trotzdem hat es mir damals den Boden unter den Füßen weggezogen. Ich war fertig mit mir und der Welt. Als ich ihn dann darauf angesprochen habe, hat er es am Anfang erst abgestritten und hat so getan als wüsste er nicht von was ich rede. Hat mich noch fertig gemacht .... bis er es dann endlich zugegeben hat. Für mich ist sowas eben schon ein vertrauensbruch, vorallem deshalb schon, weil er sich heimlich mit ihr getroffen hat.

Es hat mich so fertig gemacht, ich hab ihn geliebt, unendlich sehr. Ich hatte eine sehr schlimmer Vergangenheit, leide unter depressionen und er war nunmal der einzige der mir noch Rückhalt gegeben hat. Ich habe mein ganzes Leben auf ihn aufgebaut. Er war mein ein und alles. Und dann erfahre ich soetwas und alle meine Träume und Hoffnungen waren in null komma nichts ein Scherbenhaufen.

Ich hatte soviele Fragen. Warum habe ich davon nichts gewusst? Er hat mir doch immer erzählt was er macht? Wieso haben sie sich überhaupt getroffen? Wie konnte es überhaupt zu so einer körperlichen nähe kommen? Wieso hat er mir es ein jahr lang verschwiegen obwohl ich ihn immerwieder zwischendrin gefragt habe ob es irgendwas gibt was er mir erzählen will? Auf nichts bekomme ich antworten ... immer sagt er ich weiß es nicht oder ich habe es vergessen.

Diese Zeit war sehr hart für mich, er konnte mich nicht verstehen und kann es auch bis heute nichts. Sein lieblingssatz ist immer: "Ist doch nichts passiert". Da hat er vielleicht recht, und vielleicht bin ich auch einfach zu sensibel, aber mir hat es einfach verdammt wehgetan weil ich die ganze zeit geglaubt habe er ist der richtige und würde mich so nie verletzen. Er war in dieser Zeit nicht für mich da, für ihn war das einfach alles verständnislos.

Es macht mich einfach so fertig, bis heute. Ich sitze jeden Tag da und weine ... Ich weiß nichtmal ob ich noch richtige gefühle jetzt für ihn habe? Wenn ich an unsere gemeinsamen schönen Zeiten denke kommen mir einfach immerwieder die tränen und ich "hasse" ihn dafür das er mir mein Glück und meine Schmetterlinge so entrissen hat. Denn seit dem Tag sind die Schmetterlinge einfach weg, wie weggeblasen. Ich versuche nun schon seit diesem tag das irgendwie wieder in den griff zu bekommen. Aber ich schaffe es einfach nicht. Ich habe das gefühl ich entferne mich immer mehr von ihm. Es hat mich so verletzt. Manchmal wünschte ich mir würde das einfach alles am ****** vorbeigehen.

Ich weiß nicht was ich machen soll. Hänge ich einfach viel zu sehr an unseren schönen zeiten? Sollte ich vielleicht loslassen. Aber wie?

Ich habe auch angst das ich das alles ohne ihn nicht schaffen würde, das ich ohne ihn nicht leben kann. 5 Jahre sind wie ja schon zusammen und ich weiß gar nicht wie es ist wenn er nichtmehr da wäre. Ich habe auch angst alleine zu sein denn ich wurde schon so oft in meinem leben verletzt und das hat mir echt den rest gegeben. Ich will nicht wieder so enttäuscht werden. Denn ich habe das gefühl es rennen einfach nurnoch solche Männer draussen rum ... ich hab einfach angst. Ich weiß nicht was ich tun soll :'(

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9. Juni 2012 um 1:51

Ich
schließe mich größtenteils an. Vertrauensbruch, dass ist schlimm, was er getan hat auf jeden Fall falsch!
Aber das --> "Ich habe mein ganzes Leben auf ihn aufgebaut."
Das kannst du doch nicht machen. Mal abgesehen davon, dass es für dich NUR negativ ist, dein Glück von einer einzigen Person abhängig zu machen, es ist ihm gegenüber nicht fair! Du kannst nicht erwarten, dass ein Mensch in dein Leben tritt und all deine Probleme löst. Erstens ist es unmöglich und zweitens solltest du noch andere Dinge im Leben haben, die dich glücklich machen. Ein Interesse, Hobby, eine Leidenschaft, dein Beruf - oder deine Berufung -, Freunde, Familie, Literatur, Sport, Entspannung, Natur.. irgendwas ist sicher für dich dabei! Aber zu seinem und vorallem (!) deinem Wohl - fixier dich nicht so auf ihn!

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9. Juni 2012 um 14:47
In Antwort auf tuva_12675365

Ich
schließe mich größtenteils an. Vertrauensbruch, dass ist schlimm, was er getan hat auf jeden Fall falsch!
Aber das --> "Ich habe mein ganzes Leben auf ihn aufgebaut."
Das kannst du doch nicht machen. Mal abgesehen davon, dass es für dich NUR negativ ist, dein Glück von einer einzigen Person abhängig zu machen, es ist ihm gegenüber nicht fair! Du kannst nicht erwarten, dass ein Mensch in dein Leben tritt und all deine Probleme löst. Erstens ist es unmöglich und zweitens solltest du noch andere Dinge im Leben haben, die dich glücklich machen. Ein Interesse, Hobby, eine Leidenschaft, dein Beruf - oder deine Berufung -, Freunde, Familie, Literatur, Sport, Entspannung, Natur.. irgendwas ist sicher für dich dabei! Aber zu seinem und vorallem (!) deinem Wohl - fixier dich nicht so auf ihn!

Ich kenne das gut
Ich kenne das leider auch sehr gut. Depressionen sind ein Bestandteil meines Lebens seit der Schulzeit. Nicht gefährlich aber ich bin oft traurig >>grundlos<< oder mich werfen kleine Lappalien aus der Bahn.

Ich habe keinen Freund aber ich hänge mich sehr an meine Freunde. Sie bedeuten für mich alles und ich habe mein Leben so zu sagen auch auf ihnen aufgebaut. Wenn sie nicht wären wüsste ich nicht wie ich weiterleben könnte und wenn nur bei einem Freund Probleme herrschen gerät meine Welt total ins wanken.

Das haben depressive Menschen leider so an sich. Sie können dank ihrer wankenden Welt nicht selber Säule für die Brücke sein und suchen sich Säulen in irem näheren Umfeld. Das haben zwar "normale" Leute auch aber nicht so extrem. Sie stützen sich vlt. zu 50% auf ihr näheres Umfeld. Bei uns ist das nicht so. Wir suchen uns Halt von aussen und das zu 90 - 100%. Wenn diese "Säulen" stabil sind, steht uns eine hammer glückliche Zeit ohne depressive Phasen bevor. Geraten die Säulen jedoch ins wanken bricht unsere Welt total zusammen, weil wir uns nicht in der Lage sehen, unser Leben selbst in den Griff zu kriegen.

Ich habe dir leider auch keine Lösung, meine Welt wankt im Moment auch ganz schön und ich habe keine Ahnung was ich tun soll. Das einzige was ich zum Teil geschafft habe, ich habe andere Personen gefunden, auf die ich mich auch verlassen kann.

Und wie das jetzt tönt, wir stützen uns auf die Personen.. als würden wir ihnen die Last unseres Lebens auf die Schultern legen. Aber dem ist nicht so, oft merken die bestimmten Personen das garnicht. Wir würden einfach alles für sie tun im Gegenzug. Es ist eine sehr innige Bindung jedenfalls mindestens von einer Seite.

Ich wünsche dir trotzdem alles Gute

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