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Ich opfere mich zu sehr auf. Was kann ich dagegen tun?

10. September um 21:49

Hallo ihr Lieben,

Ich hab folgendes Problem.
Als ich meinen Freund kennenlernte, ging es ihm ziemlich schlecht. Schwierige Familiengeschichte, aufgewachsen bei den Großeltern 500km von der restlichen Familie. Tod des Opas, anschließend Depressionen, Mobbing in der Ausbildung.
Er zog zur Familie und fiel in ein Loch (ca. 6 Monate, dann lernten wir uns kennen). Alkoholproblem und Perspektivlosigkeit.
Zu dieser Zeit habe ich viele Aufgaben übernommen und mich gekümmert. Mit der Zeit kam es so, dass quasi sämtliche Aufgaben und Verantwortung an mir hängen.
Er hat einen guten Job mit miesen Arbeitszeiten, kein Alkoholproblem mehr aber die Depressionen sind manchmal noch spürbar.

Es war bisher echt eine schwere Zeit für uns beide. Haben zurzeit oft Streit, lieben uns jedoch so sehr, dass wir die Beziehung (noch) nicht aufgeben wollen.

Nun ist so, dass mir quasi mein Kopf sagt ich muss alles für ihn machen, weil er mich sonst verlässt.
Wahrscheinlich Quatsch, aber ich merke einfach dass ich mich viel zu sehr aufopfere um ihn glücklich zu machen. Das ist meine eigene Entscheidung, das kommt nicht von ihm. Aber ich werde dabei selbst nicht glücklich. Ich tue nichts mehr für mich.
Ab Ende September besuche ich einen Sprachkurs, das ist meine Leidenschaft. Das erste Mal seit einem Jahr, dass ich wieder was für mich tue. Und trotzdem denke ich, ich muss immer alles tun damit er auch ja glücklich (mit mir) ist und bei mir bleibt. Ich mache mich komplett für sein Glück und seine Zufriedenheit verantwortlich.

Was kann ich tun um da raus zu kommen? Hat vllt jemand Tipps für mich?

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11. September um 9:13

wieso machst du das mit?
ist die depression ärztlich diagnostiziert?
auch wenn er sowas hat musst du doch nicht alles für ihn machen!!!
er ist doch nicht gelähmt.... kann doch selbst auch was tun!

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11. September um 19:45

michg stört der Begriff des ''sich aufopferns'', denn, was ich ''aus Liebe'' für meinen Partner mache, das kommt bei mir vom Herzen und ist kein ''Opfer'' für mich.

Wenn es DIR nicht gefällt, dass Dein Partner sich so gehen lässt, dann sag ihm das und kümmere Dich nicht weiter darum, wenn es Dir zuviel ist. Aber dann lasse ihn auch in Ruhe und erledige die Dinge, die Deine sind. Du musst kein schlechtes Gewissen darum haben - und da musst Du Dir selbst gut zusprechen.

Das ist noch nicht einmal ''böswillig'' sonder nur die Konsequenz aus vielen Absagen, die er Dir erteilt hat, indem er sich seiner Verantwortung entzieht.

Ich hoffe, Du nimmst mir das jetzt nicht übel und zu Herzen - auch wenn es Dir nicht gleich leicht fällt 😏

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11. September um 19:52
In Antwort auf peperoni

Hallo ihr Lieben,

Ich hab folgendes Problem.
Als ich meinen Freund kennenlernte, ging es ihm ziemlich schlecht. Schwierige Familiengeschichte, aufgewachsen bei den Großeltern 500km von der restlichen Familie. Tod des Opas, anschließend Depressionen, Mobbing in der Ausbildung.
Er zog zur Familie und fiel in ein Loch (ca. 6 Monate, dann lernten wir uns kennen). Alkoholproblem und Perspektivlosigkeit.
Zu dieser Zeit habe ich viele Aufgaben übernommen und mich gekümmert. Mit der Zeit kam es so, dass quasi sämtliche Aufgaben und Verantwortung an mir hängen.
Er hat einen guten Job mit miesen Arbeitszeiten, kein Alkoholproblem mehr aber die Depressionen sind manchmal noch spürbar.

Es war bisher echt eine schwere Zeit für uns beide. Haben zurzeit oft Streit, lieben uns jedoch so sehr, dass wir die Beziehung (noch) nicht aufgeben wollen.

Nun ist so, dass mir quasi mein Kopf sagt ich muss alles für ihn machen, weil er mich sonst verlässt.
Wahrscheinlich Quatsch, aber ich merke einfach dass ich mich viel zu sehr aufopfere um ihn glücklich zu machen. Das ist meine eigene Entscheidung, das kommt nicht von ihm. Aber ich werde dabei selbst nicht glücklich. Ich tue nichts mehr für mich.
Ab Ende September besuche ich einen Sprachkurs, das ist meine Leidenschaft. Das erste Mal seit einem Jahr, dass ich wieder was für mich tue. Und trotzdem denke ich, ich muss immer alles tun damit er auch ja glücklich (mit mir) ist und bei mir bleibt. Ich mache mich komplett für sein Glück und seine Zufriedenheit verantwortlich.

Was kann ich tun um da raus zu kommen? Hat vllt jemand Tipps für mich?

Hallo,

der Sprachkurs ist eine hervorragende Idee  weiter so....

Du fragst, was du tun kannst. Im Prinzip sehr simpel...einfach aufhören...sein Glück, dein Glück. Ist es Glück sich aufzuopfern damit dich jemand liebt und bei dir bleibt? Was ist überhaupt Glück?  
 

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11. September um 20:16
In Antwort auf jasmin7190

wieso machst du das mit?
ist die depression ärztlich diagnostiziert?
auch wenn er sowas hat musst du doch nicht alles für ihn machen!!!
er ist doch nicht gelähmt.... kann doch selbst auch was tun!

Ja die ist diagnostiziert.
Er sagt ja immer, dass ich das nicht alles machen muss. Meist schafft er es halt nicht etwas zu machen. Das liegt auch an den blöden/sehr langen Arbeitszeiten. Hinzu kommt, dass seine Oma ihn sehr unselbständig erzogen hat, da sie alles übernommen hat.
Ich mach es aber quasi "freiwillig", weil mein Kopf mir sagt, dass ich das tun muss. 
Allerdings hab ich auch das Gefühl mich beweisen zu müssen, da alle erwarten, dass es ihm mit mir nun endlich besser geht

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11. September um 20:19
In Antwort auf gabriela1440

michg stört der Begriff des ''sich aufopferns'', denn, was ich ''aus Liebe'' für meinen Partner mache, das kommt bei mir vom Herzen und ist kein ''Opfer'' für mich.

Wenn es DIR nicht gefällt, dass Dein Partner sich so gehen lässt, dann sag ihm das und kümmere Dich nicht weiter darum, wenn es Dir zuviel ist. Aber dann lasse ihn auch in Ruhe und erledige die Dinge, die Deine sind. Du musst kein schlechtes Gewissen darum haben - und da musst Du Dir selbst gut zusprechen.

Das ist noch nicht einmal ''böswillig'' sonder nur die Konsequenz aus vielen Absagen, die er Dir erteilt hat, indem er sich seiner Verantwortung entzieht.

Ich hoffe, Du nimmst mir das jetzt nicht übel und zu Herzen - auch wenn es Dir nicht gleich leicht fällt 😏

Also erstmal sind es halt oft Aufgaben, die notwendig sind.
Aufopfern ist vllt wirklich blöd formuliert, aber ich geh halt selbst dabei komplett verloren. Es ist, als ob ich nur noch für ihn leben würde. Um ihn glücklich zu machen, was mit mir ist, ist zweitrangig.
Wie bei der Antwort oben geschrieben, erwartet er das nicht von mir. Das sagt er mir auch. Er sagt auch, dass er versucht mehr zu tun aber das fällt ihm oft schwer. Ist auch ok, da bin ich ihm nicht böse.
Ich hab einfach zwei Probleme dabei:
1. Alle erwarten irgendwie, dass er mit mir nun endlich glücklich ist. Ich habe das Gefühl mich beweisen zu müssen.
2. Mein eigener Kopf sagt mir ich muss das tun, damit er glücklich ist. Wenn er nicht glücklich ist, verlässt er mich vllt.

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11. September um 20:22
In Antwort auf sisteronthefly

Hallo,

der Sprachkurs ist eine hervorragende Idee  weiter so....

Du fragst, was du tun kannst. Im Prinzip sehr simpel...einfach aufhören...sein Glück, dein Glück. Ist es Glück sich aufzuopfern damit dich jemand liebt und bei dir bleibt? Was ist überhaupt Glück?  
 

Ja ich möchte gerne noch zum Sport gehen 1x die Woche. Das war zeitlich bisher nicht wirklich möglich, da ich 6 Tage arbeite und abends erst gegen 20 Uhr heimkomme. Habe mittags etwas länger frei.

Es sind halt notwendige Dinge. Kochen zb. Wenn ichs nicht mache, hab ich nichts zu essen. Einkaufen genauso. Er könnte tagelang nichts essen...
Und dann kommt hinzu, dass das irgendwie alle von mir erwarten und mein Kopf mir sagt er könnte mich verlassen, wenn ich ihn nicht glücklich mache

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11. September um 20:23
Beste Antwort

Und? Geht es dir damit besser? Wahrscheinlich nicht.
Wie kommst du auf die Idee dass du dir Liebe durch viel „für den anderen tun“ sichern kannst? Wenn das ein bewährtes Konzept wäre hätte sich das rumgesprochen.
Es ist nicht so, dass man sich alles schlechte Verhalten in einer Beziehung erlauben kann ohne den Laufpass zu bekommen aber eine Liebessicherung durch übermäßiges Engagement- Nö.

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11. September um 20:27
In Antwort auf herbstblume6

Und? Geht es dir damit besser? Wahrscheinlich nicht.
Wie kommst du auf die Idee dass du dir Liebe durch viel „für den anderen tun“ sichern kannst? Wenn das ein bewährtes Konzept wäre hätte sich das rumgesprochen.
Es ist nicht so, dass man sich alles schlechte Verhalten in einer Beziehung erlauben kann ohne den Laufpass zu bekommen aber eine Liebessicherung durch übermäßiges Engagement- Nö.

Mir geht es so gerade nicht wirklich gut.
Ich weiß es nicht. Er sagt ja, dass ich das nicht machen brauche und eig ist mir klar, dass ich ihn damit nicht an mich binden kann oder so.
Aber es ist wie eine innere Angst und hinzu kommen Außenstehende, die das sozusagen von mir erwarten

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11. September um 20:51
Beste Antwort
In Antwort auf peperoni

Hallo ihr Lieben,

Ich hab folgendes Problem.
Als ich meinen Freund kennenlernte, ging es ihm ziemlich schlecht. Schwierige Familiengeschichte, aufgewachsen bei den Großeltern 500km von der restlichen Familie. Tod des Opas, anschließend Depressionen, Mobbing in der Ausbildung.
Er zog zur Familie und fiel in ein Loch (ca. 6 Monate, dann lernten wir uns kennen). Alkoholproblem und Perspektivlosigkeit.
Zu dieser Zeit habe ich viele Aufgaben übernommen und mich gekümmert. Mit der Zeit kam es so, dass quasi sämtliche Aufgaben und Verantwortung an mir hängen.
Er hat einen guten Job mit miesen Arbeitszeiten, kein Alkoholproblem mehr aber die Depressionen sind manchmal noch spürbar.

Es war bisher echt eine schwere Zeit für uns beide. Haben zurzeit oft Streit, lieben uns jedoch so sehr, dass wir die Beziehung (noch) nicht aufgeben wollen.

Nun ist so, dass mir quasi mein Kopf sagt ich muss alles für ihn machen, weil er mich sonst verlässt.
Wahrscheinlich Quatsch, aber ich merke einfach dass ich mich viel zu sehr aufopfere um ihn glücklich zu machen. Das ist meine eigene Entscheidung, das kommt nicht von ihm. Aber ich werde dabei selbst nicht glücklich. Ich tue nichts mehr für mich.
Ab Ende September besuche ich einen Sprachkurs, das ist meine Leidenschaft. Das erste Mal seit einem Jahr, dass ich wieder was für mich tue. Und trotzdem denke ich, ich muss immer alles tun damit er auch ja glücklich (mit mir) ist und bei mir bleibt. Ich mache mich komplett für sein Glück und seine Zufriedenheit verantwortlich.

Was kann ich tun um da raus zu kommen? Hat vllt jemand Tipps für mich?

Was du tun kannst? Dich eben nicht mehr aufopfern. Öfter mal nein sagen. Und vor allem, dich von diesem Mann trennen.

Du bist seine Partnerin, nicht seine Therapeutin. Um seinen Gesundheitszustand muss er sich schon selbst kümmern und dadurch, dass du ihm alles hinterherträgst, hilfst du ihm kein bisschen. Mal ganz abgesehen davon, dass es dich auch noch kaputt macht. 

Ich würde auch dir zu einer Therapie raten, anscheinend hast du ein ausgewachsenes Helfersyndrom und das kann dich in den Burn Out führen. 

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11. September um 20:52
In Antwort auf peperoni

Ja die ist diagnostiziert.
Er sagt ja immer, dass ich das nicht alles machen muss. Meist schafft er es halt nicht etwas zu machen. Das liegt auch an den blöden/sehr langen Arbeitszeiten. Hinzu kommt, dass seine Oma ihn sehr unselbständig erzogen hat, da sie alles übernommen hat.
Ich mach es aber quasi "freiwillig", weil mein Kopf mir sagt, dass ich das tun muss. 
Allerdings hab ich auch das Gefühl mich beweisen zu müssen, da alle erwarten, dass es ihm mit mir nun endlich besser geht

Wohnt ihr zusammen? Falls ja, würde ich vorschlagen, ihr zieht auseinander. Er kümmert sich um seine Wohnung, du dich um deine. Wenn er im Dreck haust, kann er sich ja eine Haushaltshilfe engagieren. 

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11. September um 20:55
In Antwort auf veilchenblau

Was du tun kannst? Dich eben nicht mehr aufopfern. Öfter mal nein sagen. Und vor allem, dich von diesem Mann trennen.

Du bist seine Partnerin, nicht seine Therapeutin. Um seinen Gesundheitszustand muss er sich schon selbst kümmern und dadurch, dass du ihm alles hinterherträgst, hilfst du ihm kein bisschen. Mal ganz abgesehen davon, dass es dich auch noch kaputt macht. 

Ich würde auch dir zu einer Therapie raten, anscheinend hast du ein ausgewachsenes Helfersyndrom und das kann dich in den Burn Out führen. 

Er erwartet es ja gar nicht von mir. Ich habe ihm schon mal gesagt, dass er etwas mehr tun sollte. Das fällt ihm aufgrund der Depressionen oft schwer. Deshalb trenne ich mich doch nicht von ihm.
Es ist mein eigener Kopf, der mir sagt ich muss das tun und Außenstehende, die mich sozusagen in der Verantwortung sehen und die "Hoffnung" auf mich setzen. Ich habe das Gefühl mich da beweisen zu müssen...

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11. September um 20:57
In Antwort auf veilchenblau

Wohnt ihr zusammen? Falls ja, würde ich vorschlagen, ihr zieht auseinander. Er kümmert sich um seine Wohnung, du dich um deine. Wenn er im Dreck haust, kann er sich ja eine Haushaltshilfe engagieren. 

Von im Dreck hausen hat ja niemand was gesagt. Aber klar, dass ichs vorher eh mache...
Weiß nicht wieso wir da getrennte Wohnungen brauchen.
Nochmal: ihm fällt es aufgrund seiner Erkrankung sehr schwer etwas zu tun. Druck mache nur ich mir selbst und Außenstehende!

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11. September um 21:02
In Antwort auf peperoni

Von im Dreck hausen hat ja niemand was gesagt. Aber klar, dass ichs vorher eh mache...
Weiß nicht wieso wir da getrennte Wohnungen brauchen.
Nochmal: ihm fällt es aufgrund seiner Erkrankung sehr schwer etwas zu tun. Druck mache nur ich mir selbst und Außenstehende!

Weil du schriebst, dass er es nicht schafft, die Dinge zu erledigen, die notwendig sind. Dazu gehören eben putzen, kochen, Wäsche waschen. Wenn man das zu lange nicht macht, haust man irgendwann im Dreck.

Getrennte Wohnungen deshalb, damit du Abstand bekommst und dich nicht ständig bemüßigt fühlst, ihm hinterherzuräumen. 

Ja, eben weil du dir Druck machst bzw. Druck machen lässt, ist es wichtig, den Druck da rauszunehmen. Drum eben der Vorschlag mit den getrennten Wohnungen und auch, dass du eine Therapie machst. Du kannst dich anscheinend schwer abgrenzen und schwer nein sagen. In dieser Therapie lernst du das. 

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11. September um 21:12
In Antwort auf veilchenblau

Weil du schriebst, dass er es nicht schafft, die Dinge zu erledigen, die notwendig sind. Dazu gehören eben putzen, kochen, Wäsche waschen. Wenn man das zu lange nicht macht, haust man irgendwann im Dreck.

Getrennte Wohnungen deshalb, damit du Abstand bekommst und dich nicht ständig bemüßigt fühlst, ihm hinterherzuräumen. 

Ja, eben weil du dir Druck machst bzw. Druck machen lässt, ist es wichtig, den Druck da rauszunehmen. Drum eben der Vorschlag mit den getrennten Wohnungen und auch, dass du eine Therapie machst. Du kannst dich anscheinend schwer abgrenzen und schwer nein sagen. In dieser Therapie lernst du das. 

Und was kann er nun dazu? Er bemüht sich ja, aber wenn ers nicht schafft, ist es nun mal so. Bei getrennten Wohnung ist doch noch weniger Zeit uns zu sehen und dann bleibt noch weniger Zeit um alles zu erledigen.
Selbstverständlich putze ich bevor es aussieht wie Sau. Vllt würde es bei ihm länger dauern, aber von "hausen" wäre es weit entfernt. Dennoch möchte ich mich ja in einer sauberen Wohnung wohlfühlen können

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11. September um 23:32
Beste Antwort

Hallo Peperoni, 

Einen wirklichen tipp habe ich leider nicht für dich parat. Du musst es halt schaffen dieses denken zu durchbrechen. Keiner erwartet von dir dass dein Freund durch dich wieder glücklich wird. Das solltest du dir verinnerlichen. Der Sprachkurs ist doch schon ein richtiger Schritt in diese Richtung, das hast du doch toll gemacht. Vielleicht musst du auch wie dein Freund erst ein Schritt nach dem anderen schaffen. Erst der Sprachkurs und wenn der gut läuft dann zum Sport. Wenn du es nicht alleine schaffst dann evtl. mit professionellen Unterstützung?! 

Ich habe vorhin Depression gegoogelt und es findet in Leipzig bald eine Messe zu Depression statt, vielleicht wäre das etwas für euch?! Dort gehen viele Betroffene aber auch Angehörige mit und bekommen Tipps von Ärzten wie man mit dieser Krankheit besser umgehen kann.

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11. September um 23:49
In Antwort auf peperoni

Und was kann er nun dazu? Er bemüht sich ja, aber wenn ers nicht schafft, ist es nun mal so. Bei getrennten Wohnung ist doch noch weniger Zeit uns zu sehen und dann bleibt noch weniger Zeit um alles zu erledigen.
Selbstverständlich putze ich bevor es aussieht wie Sau. Vllt würde es bei ihm länger dauern, aber von "hausen" wäre es weit entfernt. Dennoch möchte ich mich ja in einer sauberen Wohnung wohlfühlen können

Für die ganz schlimmen Tage, wo gar nichts geht, stellt er eine Haushaltshilfe ein und an den weniger schlimmen Tagen muss er es eben selbst tun. Du bist nicht für ihn verantwortlich. Er ist das. Dazu gehört eben auch, dass er sich Hilfe sucht, sowohl Behandlung seiner Depressionen, als eben auch Hilfe für die Umstände drumherum. 

Du kannst ja in deiner Wohnung putzen soviel du willst. Nur eben ihm nicht hinterher. Nur weil er krank ist, heißt das nicht, dass er von hinten bis vorne bedient werden muss. Wenn er den normalen Alltag nicht hinkriegt, dann ist er vielleicht stationär in einer Klinik besser aufgehoben. 

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12. September um 6:59
In Antwort auf veilchenblau

Für die ganz schlimmen Tage, wo gar nichts geht, stellt er eine Haushaltshilfe ein und an den weniger schlimmen Tagen muss er es eben selbst tun. Du bist nicht für ihn verantwortlich. Er ist das. Dazu gehört eben auch, dass er sich Hilfe sucht, sowohl Behandlung seiner Depressionen, als eben auch Hilfe für die Umstände drumherum. 

Du kannst ja in deiner Wohnung putzen soviel du willst. Nur eben ihm nicht hinterher. Nur weil er krank ist, heißt das nicht, dass er von hinten bis vorne bedient werden muss. Wenn er den normalen Alltag nicht hinkriegt, dann ist er vielleicht stationär in einer Klinik besser aufgehoben. 

Achso und deiner Meinung nach hole ich ihn erst zurück und wir wohnen wieder gemeinsam wenn er wieder komplett gesund ist? Wenn mein Freund aufgrund eines gebrochenen Beins nichts machen kann, werfe ich ihn doch auch nicht aus dem Haus...

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12. September um 7:02
In Antwort auf lollypop2013

Hallo Peperoni, 

Einen wirklichen tipp habe ich leider nicht für dich parat. Du musst es halt schaffen dieses denken zu durchbrechen. Keiner erwartet von dir dass dein Freund durch dich wieder glücklich wird. Das solltest du dir verinnerlichen. Der Sprachkurs ist doch schon ein richtiger Schritt in diese Richtung, das hast du doch toll gemacht. Vielleicht musst du auch wie dein Freund erst ein Schritt nach dem anderen schaffen. Erst der Sprachkurs und wenn der gut läuft dann zum Sport. Wenn du es nicht alleine schaffst dann evtl. mit professionellen Unterstützung?! 

Ich habe vorhin Depression gegoogelt und es findet in Leipzig bald eine Messe zu Depression statt, vielleicht wäre das etwas für euch?! Dort gehen viele Betroffene aber auch Angehörige mit und bekommen Tipps von Ärzten wie man mit dieser Krankheit besser umgehen kann.

Vielen Dank!
Es ist eben so, dass zB seine Oma, die sich ja immer um ihn gekümmert hat, auch alles mir auflädt. Wenn ich dann sage, dass mir das zu viel ist und dass ich auch sonst sehr viel für ihn tu, sagt sie das bisschen Haushalt ist doch schnell gemacht. Oder dass ich ihn doch unterstützen muss etc.
Bei seiner Familie ist es ähnlich. Außerdem freuen die sich diebisch, sollte ich das nicht hinbekommen...

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12. September um 8:18
In Antwort auf peperoni

Also erstmal sind es halt oft Aufgaben, die notwendig sind.
Aufopfern ist vllt wirklich blöd formuliert, aber ich geh halt selbst dabei komplett verloren. Es ist, als ob ich nur noch für ihn leben würde. Um ihn glücklich zu machen, was mit mir ist, ist zweitrangig.
Wie bei der Antwort oben geschrieben, erwartet er das nicht von mir. Das sagt er mir auch. Er sagt auch, dass er versucht mehr zu tun aber das fällt ihm oft schwer. Ist auch ok, da bin ich ihm nicht böse.
Ich hab einfach zwei Probleme dabei:
1. Alle erwarten irgendwie, dass er mit mir nun endlich glücklich ist. Ich habe das Gefühl mich beweisen zu müssen.
2. Mein eigener Kopf sagt mir ich muss das tun, damit er glücklich ist. Wenn er nicht glücklich ist, verlässt er mich vllt.

sag Deinem Kopf mal:

1. es ist nicht möglich, es allen anderen Recht zu machen. Noch nicht mal theoretisch, geschweige denn praktisch.

2. es gibt keine perfekten Menschen - und das ist gut so! Niemand KÖNNTE eine Beziehung mit einem perfekten Menschen führen.

3. Menschen, die auf sich selbst und ihr eigenes Glück achten, sind wesentlich angenehmere Partner.

***********

versuche es mit Visualisierungen. Engelchen und Teufelchen auf Deiner Schulter, der Klassiker. Und dann fang an, mal das Teufelchen ganz bewußt zu unterstützen. Aber so richtig. Alber mit dem Teufelchen rum, gibt ihm recht, steck dem Engelchen die Zunge raus und sag ihm, dass es erst morgen wieder dran ist. HEUTE ist Teufelchen-Tag. Übermorgen übrigens auch. Ätsch.

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12. September um 8:19
In Antwort auf peperoni

Mir geht es so gerade nicht wirklich gut.
Ich weiß es nicht. Er sagt ja, dass ich das nicht machen brauche und eig ist mir klar, dass ich ihn damit nicht an mich binden kann oder so.
Aber es ist wie eine innere Angst und hinzu kommen Außenstehende, die das sozusagen von mir erwarten

nein, DU glaubst, dass die Außenstehenden das von Dir erwarten. Großer Unterschied.

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12. September um 8:25
In Antwort auf peperoni

Vielen Dank!
Es ist eben so, dass zB seine Oma, die sich ja immer um ihn gekümmert hat, auch alles mir auflädt. Wenn ich dann sage, dass mir das zu viel ist und dass ich auch sonst sehr viel für ihn tu, sagt sie das bisschen Haushalt ist doch schnell gemacht. Oder dass ich ihn doch unterstützen muss etc.
Bei seiner Familie ist es ähnlich. Außerdem freuen die sich diebisch, sollte ich das nicht hinbekommen...

Abgrenzung.

DEIN Haushalt geht seine Familie mit Verlaub einen Sch*** an.
Wenn es ihnen bei Dir nicht passt, kommen sie nicht mehr zur Tür rein und können gern in ihrem bißchen Haushalt tun und lassen, was sie wollen. Ende der Debatte.

Generell in solchen Diskussionen: NIEMALS RECHTFERTIGEN. NIE. UNTER KEINEN UMSTÄNDEN. Sobald Du anfängst, Dich zu rechtfertigen, hast Du schon verloren. Mal abgesehen davon, dass Du Dich damit rein rethorisch in eine stark unterlegene Position bringst, wozu? Du bist doch seiner Oma keine Rechenschaft über Deinen Haushalt schuldig. Abbügeln und Schluß.
Ein schönes solides innerliches "DU MICH AUCH MAL!" - ist da genau der richtige Ansatz.

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12. September um 8:29

Liebe Peperoni, 

ich bin nicht in der Situation wie du, aber vllt. gibt dir mein Beitrag eine neue Sichtweise:
Mein Freund ist keiner, der Aufgrund seiner depressiven Verstimmungen keinen weiteren Pflichten nachkommen kann, als seiner Arbeit. Aber er belastet mich durch seine pessimistische Art und mich stört es, dass er nie die Initiative ergreift. Ich würde mich als Optimist bezeichnen und versuche gerade der Frage nach zu gehen, ob mich mein Optimismus in eine Beziehung befördert hat, die mir nicht gut tut! Sondern auslaugt. Ich sehe vermutlich durch meine positive Einstellung nicht, was für Konsequenzen die fehlende Unterstützung hat! 
Familienmitglieder haben mich, im Gegensatz zu deinem Fall, jetzt darauf hingewiesen und ich höre nach einem schweren Studium zum ersten Mal richtig hin, was sie mir sagen wollen. Ich tue meiner Familie LEID, dass ich mit vielem allein dastehe! Sie wünschen mir Unbeschwertheit und Glück und wollen mir Helfen, indem sie mich bisher immer unterstützt haben, wenn mein Freund nicht da war und mich nun vor dieser Einstellung meines Freundes warnen. 
Wenn diese Leute (wie seine Oma), sich "diebisch freuen", wenn du es nicht hinbekommst (Haushalt, Bezeihung, egal was...), dann frag ich mich wirklich, was das für Menschen sind! Wenn sie dich lieben oder auch nur mögen, dann haben sie ein offenes Ohr für dich und begegnen dir mit Verständnis oder sogar, wie in meinem Fall mit ECHTER Hilfe.
Wo ist deine Familieseite? Unterstützt sie dich nicht? Oder Freunde?
Woher kommt der Drang gerade den Angehörigen deines Freundes und deinem Freund selbst so sehr gefallen zu wollen? ...und das so weit, dass du selbst darunter leidest...

Du hast einen besonders schwierigen Freund. Es funktioniert denke nur, wenn du dagegen auch ein besonderes gutes Umfeld (Netz aus Freunden und Familie) hast, die dich in großen und kleinen Krisensituationen auffangen können.

Ich kann keine konkreten Tipps geben und Aussichten prophezeien... aber dein Weg wird sicherlich weiterhin schwer bleiben, wenn sich nichts ändert.

Lieber Gruß 
(die bis vor kurzem immer sehr optimistische)
Cherry
 

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12. September um 9:16
In Antwort auf peperoni

Hallo ihr Lieben,

Ich hab folgendes Problem.
Als ich meinen Freund kennenlernte, ging es ihm ziemlich schlecht. Schwierige Familiengeschichte, aufgewachsen bei den Großeltern 500km von der restlichen Familie. Tod des Opas, anschließend Depressionen, Mobbing in der Ausbildung.
Er zog zur Familie und fiel in ein Loch (ca. 6 Monate, dann lernten wir uns kennen). Alkoholproblem und Perspektivlosigkeit.
Zu dieser Zeit habe ich viele Aufgaben übernommen und mich gekümmert. Mit der Zeit kam es so, dass quasi sämtliche Aufgaben und Verantwortung an mir hängen.
Er hat einen guten Job mit miesen Arbeitszeiten, kein Alkoholproblem mehr aber die Depressionen sind manchmal noch spürbar.

Es war bisher echt eine schwere Zeit für uns beide. Haben zurzeit oft Streit, lieben uns jedoch so sehr, dass wir die Beziehung (noch) nicht aufgeben wollen.

Nun ist so, dass mir quasi mein Kopf sagt ich muss alles für ihn machen, weil er mich sonst verlässt.
Wahrscheinlich Quatsch, aber ich merke einfach dass ich mich viel zu sehr aufopfere um ihn glücklich zu machen. Das ist meine eigene Entscheidung, das kommt nicht von ihm. Aber ich werde dabei selbst nicht glücklich. Ich tue nichts mehr für mich.
Ab Ende September besuche ich einen Sprachkurs, das ist meine Leidenschaft. Das erste Mal seit einem Jahr, dass ich wieder was für mich tue. Und trotzdem denke ich, ich muss immer alles tun damit er auch ja glücklich (mit mir) ist und bei mir bleibt. Ich mache mich komplett für sein Glück und seine Zufriedenheit verantwortlich.

Was kann ich tun um da raus zu kommen? Hat vllt jemand Tipps für mich?

Du hast ein ausgeprägtes Helfersyndrom. Vielleicht hast du mal gelernt alles richtig zu machen und bis zum "Ende"  zu bringen, vielleicht hast du auch gelernt niemand im Stich zu lassen. Vielleicht glaubst du insgeheim, dass er ohne dich eine negative Entwicklung annehmen wird, nun versuchst du das zu verhindern, weil du dir die Verantwortung für ein eventuell "zerstörtes" Leben nicht geben willst? Aber hej, manchmal muss man Menschen im Stich lassen, denn du bist es, die sich selbst im Stich lässt. Du bist es, die für zwei Aufgaben erledigt und für zwei Verantwortung trägt. Du bist es auch, die ihre eigenen Wünsche, Bedürfnisse und die Zufriedenheit verdrängt, erdrückt und unglücklich macht. Welches Glück wiegt mehr? Das "Glück" ihn zu "retten" oder das Glück ihn so zu unterstützen, dass er lediglich Hilfe zur Selbsthilfe von dir erhält, in der du dich selbst nicht vergisst/vernachlässigst?

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12. September um 9:39
In Antwort auf peperoni

Und was kann er nun dazu? Er bemüht sich ja, aber wenn ers nicht schafft, ist es nun mal so. Bei getrennten Wohnung ist doch noch weniger Zeit uns zu sehen und dann bleibt noch weniger Zeit um alles zu erledigen.
Selbstverständlich putze ich bevor es aussieht wie Sau. Vllt würde es bei ihm länger dauern, aber von "hausen" wäre es weit entfernt. Dennoch möchte ich mich ja in einer sauberen Wohnung wohlfühlen können

Er bemüht sich ja, aber wenn ers nicht schafft

glaubst du nicht dass er es sich ein bisschen einfach macht???
und da er weiß dass du es sowieso machst es gleich liegen lässt?

ich glaub er will einfach nicht und nimmt halt als ausrede die depression ...

 

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12. September um 9:49
In Antwort auf jasmin7190

Er bemüht sich ja, aber wenn ers nicht schafft

glaubst du nicht dass er es sich ein bisschen einfach macht???
und da er weiß dass du es sowieso machst es gleich liegen lässt?

ich glaub er will einfach nicht und nimmt halt als ausrede die depression ...

 

würdest Du genauso reden, wenn er eine körperliche Krankheit hätte?

Der Grat zwischen Ausrede und Krankheit ist schmal und jemand, der einem alles abnimmt ist da tatsächlich eher schädlich als hilfreich.

Aber man sollte solche Dinge auch nicht unterschätzen, nicht klein reden und schon gar nicht als "Ausrede" abtun, wenn man noch nicht einmal die Beteiligten kennt.
Eine Depression ist eine lebensgefährliche Erkrankung.
Und zu deren Symptomen gehört nun einmal eine gründliche Kraft- und Energielosigkeit. Also es ist schon wahrscheinlich, dass "nicht schafft" zutrifft.

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12. September um 10:24
In Antwort auf peperoni

Achso und deiner Meinung nach hole ich ihn erst zurück und wir wohnen wieder gemeinsam wenn er wieder komplett gesund ist? Wenn mein Freund aufgrund eines gebrochenen Beins nichts machen kann, werfe ich ihn doch auch nicht aus dem Haus...

Entweder das oder ihr wohnt eben dauerhaft getrennt.

Was willst du denn hören? Du beschwerst dich, dass dir alles zuviel ist, dass du dich aufopferst, aber wenn man dir sagt, was du dagegen tun kannst, passt es auch nicht und du wirst pampig. Hast du dir etwa einen Zauberspruch erwartet? Abrakadabra und plötzlich ist alles perfekt?

Tut mir leid, sowas gibt es nicht. Änderungen sind immer zu einem gewissen Grad schmerzhaft und unangenehm. Entweder, du gehst es an und tust was oder du lebst eben weiter so, wie du es jetzt tust. Dann brauchst du dich aber auch nicht zu beschweren.

Mit einem gebrochenen Bein ist das nicht vergleichbar. Die Heilungszeit ist absehbar und außerdem kann man mit einem Gips seine Aufgaben ganz normal erledigen. 

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12. September um 10:25
In Antwort auf peperoni

Vielen Dank!
Es ist eben so, dass zB seine Oma, die sich ja immer um ihn gekümmert hat, auch alles mir auflädt. Wenn ich dann sage, dass mir das zu viel ist und dass ich auch sonst sehr viel für ihn tu, sagt sie das bisschen Haushalt ist doch schnell gemacht. Oder dass ich ihn doch unterstützen muss etc.
Bei seiner Familie ist es ähnlich. Außerdem freuen die sich diebisch, sollte ich das nicht hinbekommen...

Dann sag der Oma, dass sie das bisschen Haushalt doch selbst machen kann, wenn es eh so schnell gemacht ist.

Wenn seine Familie dich nicht mag, so wie es hier erscheint, dann wirst du immer einen schweren Stand haben. Entweder, du lässt dir ein sehr dickes Fell wachsen oder eure Beziehung wird irgendwann scheitern.

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12. September um 13:11
In Antwort auf veilchenblau

Entweder das oder ihr wohnt eben dauerhaft getrennt.

Was willst du denn hören? Du beschwerst dich, dass dir alles zuviel ist, dass du dich aufopferst, aber wenn man dir sagt, was du dagegen tun kannst, passt es auch nicht und du wirst pampig. Hast du dir etwa einen Zauberspruch erwartet? Abrakadabra und plötzlich ist alles perfekt?

Tut mir leid, sowas gibt es nicht. Änderungen sind immer zu einem gewissen Grad schmerzhaft und unangenehm. Entweder, du gehst es an und tust was oder du lebst eben weiter so, wie du es jetzt tust. Dann brauchst du dich aber auch nicht zu beschweren.

Mit einem gebrochenen Bein ist das nicht vergleichbar. Die Heilungszeit ist absehbar und außerdem kann man mit einem Gips seine Aufgaben ganz normal erledigen. 

wie soll er sich denn dann versorgen wenn er allein ist

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12. September um 14:04
In Antwort auf jasmin7190

wie soll er sich denn dann versorgen wenn er allein ist

Mit dem Telefon. Lieferservice anrufen.

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12. September um 14:14
In Antwort auf veilchenblau

Mit dem Telefon. Lieferservice anrufen.

da haben sie mehr davon, wenn sie zusammen gelegentlich den Lieferservice bemühen.

 

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12. September um 14:19
In Antwort auf avarrassterne1

sag Deinem Kopf mal:

1. es ist nicht möglich, es allen anderen Recht zu machen. Noch nicht mal theoretisch, geschweige denn praktisch.

2. es gibt keine perfekten Menschen - und das ist gut so! Niemand KÖNNTE eine Beziehung mit einem perfekten Menschen führen.

3. Menschen, die auf sich selbst und ihr eigenes Glück achten, sind wesentlich angenehmere Partner.

***********

versuche es mit Visualisierungen. Engelchen und Teufelchen auf Deiner Schulter, der Klassiker. Und dann fang an, mal das Teufelchen ganz bewußt zu unterstützen. Aber so richtig. Alber mit dem Teufelchen rum, gibt ihm recht, steck dem Engelchen die Zunge raus und sag ihm, dass es erst morgen wieder dran ist. HEUTE ist Teufelchen-Tag. Übermorgen übrigens auch. Ätsch.

Danke, das werde ich auf jeden Fall versuchen. Ich setz mich da auch selbst unter Druck. Hab so einen gewissen Drang zum Perfektionismus bei mir selbst bzw einfach sehr hohe Anforderungen an mich selbst

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12. September um 14:20
In Antwort auf avarrassterne1

nein, DU glaubst, dass die Außenstehenden das von Dir erwarten. Großer Unterschied.

Naja sie laden es mir schon auf und machen mich verantwortlich

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12. September um 14:22
In Antwort auf avarrassterne1

Abgrenzung.

DEIN Haushalt geht seine Familie mit Verlaub einen Sch*** an.
Wenn es ihnen bei Dir nicht passt, kommen sie nicht mehr zur Tür rein und können gern in ihrem bißchen Haushalt tun und lassen, was sie wollen. Ende der Debatte.

Generell in solchen Diskussionen: NIEMALS RECHTFERTIGEN. NIE. UNTER KEINEN UMSTÄNDEN. Sobald Du anfängst, Dich zu rechtfertigen, hast Du schon verloren. Mal abgesehen davon, dass Du Dich damit rein rethorisch in eine stark unterlegene Position bringst, wozu? Du bist doch seiner Oma keine Rechenschaft über Deinen Haushalt schuldig. Abbügeln und Schluß.
Ein schönes solides innerliches "DU MICH AUCH MAL!" - ist da genau der richtige Ansatz.

Ich habe sowieso keinen Kontakt zu seiner Familie. Die sind schon übel drauf. Aber auch dafür kann er nichts. Er grenzt sich da auch selbst ab.
Ich will ja selbst, dass es bei mir ordentlich ist. Aber wenn ich sag, dass ich halt alles allein machen muss, dann kommt so ein Spruch. Also eben keine Unterstützung, sondern sie sagt ihm ja quasi noch, dass er sich eh nicht bemühen muss

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12. September um 14:24
In Antwort auf avarrassterne1

da haben sie mehr davon, wenn sie zusammen gelegentlich den Lieferservice bemühen.

 

Ja, nur tut es die TE nicht, weil sie dann wieder ein schlechtes Gewissen hat. 

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12. September um 14:25
In Antwort auf peperoni

Ich habe sowieso keinen Kontakt zu seiner Familie. Die sind schon übel drauf. Aber auch dafür kann er nichts. Er grenzt sich da auch selbst ab.
Ich will ja selbst, dass es bei mir ordentlich ist. Aber wenn ich sag, dass ich halt alles allein machen muss, dann kommt so ein Spruch. Also eben keine Unterstützung, sondern sie sagt ihm ja quasi noch, dass er sich eh nicht bemühen muss

Sagst du deinem Freund denn, dass du nicht alles alleine machen willst und dass er sich bemühen soll?

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12. September um 14:26
In Antwort auf cherry24

Liebe Peperoni, 

ich bin nicht in der Situation wie du, aber vllt. gibt dir mein Beitrag eine neue Sichtweise:
Mein Freund ist keiner, der Aufgrund seiner depressiven Verstimmungen keinen weiteren Pflichten nachkommen kann, als seiner Arbeit. Aber er belastet mich durch seine pessimistische Art und mich stört es, dass er nie die Initiative ergreift. Ich würde mich als Optimist bezeichnen und versuche gerade der Frage nach zu gehen, ob mich mein Optimismus in eine Beziehung befördert hat, die mir nicht gut tut! Sondern auslaugt. Ich sehe vermutlich durch meine positive Einstellung nicht, was für Konsequenzen die fehlende Unterstützung hat! 
Familienmitglieder haben mich, im Gegensatz zu deinem Fall, jetzt darauf hingewiesen und ich höre nach einem schweren Studium zum ersten Mal richtig hin, was sie mir sagen wollen. Ich tue meiner Familie LEID, dass ich mit vielem allein dastehe! Sie wünschen mir Unbeschwertheit und Glück und wollen mir Helfen, indem sie mich bisher immer unterstützt haben, wenn mein Freund nicht da war und mich nun vor dieser Einstellung meines Freundes warnen. 
Wenn diese Leute (wie seine Oma), sich "diebisch freuen", wenn du es nicht hinbekommst (Haushalt, Bezeihung, egal was...), dann frag ich mich wirklich, was das für Menschen sind! Wenn sie dich lieben oder auch nur mögen, dann haben sie ein offenes Ohr für dich und begegnen dir mit Verständnis oder sogar, wie in meinem Fall mit ECHTER Hilfe.
Wo ist deine Familieseite? Unterstützt sie dich nicht? Oder Freunde?
Woher kommt der Drang gerade den Angehörigen deines Freundes und deinem Freund selbst so sehr gefallen zu wollen? ...und das so weit, dass du selbst darunter leidest...

Du hast einen besonders schwierigen Freund. Es funktioniert denke nur, wenn du dagegen auch ein besonderes gutes Umfeld (Netz aus Freunden und Familie) hast, die dich in großen und kleinen Krisensituationen auffangen können.

Ich kann keine konkreten Tipps geben und Aussichten prophezeien... aber dein Weg wird sicherlich weiterhin schwer bleiben, wenn sich nichts ändert.

Lieber Gruß 
(die bis vor kurzem immer sehr optimistische)
Cherry
 

Ich weiß selbst nicht, was für Menschen das sind. Wurde mittlerweile schon von allen beleidigt und/oder bedroht.
Und genau deshalb will ich ihnen diese Genugtuung nicht geben, dass ichs nicht schaffe.
Das Problem ist, dass ich nie von Streitigkeiten oder Problemen erzähle, mein Freund bei seiner Familie aber schon. Wir haben erst darüber geredet und das tut ihm im Nachhinein auch leid. Er ist jemand, der Konfrontationen erstmal aus dem Weg geht, sich abregt, dann beruhigt und dann die Dinge klärt. So hat er halt ganz oft Dampf bei denen abgelassen. Während ich niemandem was gesagt hab. Mit meiner Mutter habe ich jetzt aber geredet und sie steht voll hinter mir

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12. September um 14:29
In Antwort auf sonnenwind4

Du hast ein ausgeprägtes Helfersyndrom. Vielleicht hast du mal gelernt alles richtig zu machen und bis zum "Ende"  zu bringen, vielleicht hast du auch gelernt niemand im Stich zu lassen. Vielleicht glaubst du insgeheim, dass er ohne dich eine negative Entwicklung annehmen wird, nun versuchst du das zu verhindern, weil du dir die Verantwortung für ein eventuell "zerstörtes" Leben nicht geben willst? Aber hej, manchmal muss man Menschen im Stich lassen, denn du bist es, die sich selbst im Stich lässt. Du bist es, die für zwei Aufgaben erledigt und für zwei Verantwortung trägt. Du bist es auch, die ihre eigenen Wünsche, Bedürfnisse und die Zufriedenheit verdrängt, erdrückt und unglücklich macht. Welches Glück wiegt mehr? Das "Glück" ihn zu "retten" oder das Glück ihn so zu unterstützen, dass er lediglich Hilfe zur Selbsthilfe von dir erhält, in der du dich selbst nicht vergisst/vernachlässigst?

Du triffst es ziemlich auf den Punkt. Nur muss ich eines ergänzen: ich wäre auch total am Ende, wenn die Beziehung zu Ende wäre. Wir lieben uns wirklich sehr. 
Und deshalb würde ich zuvor gerne versuchen, ob es anders geht, damit wir beide besser zurecht kommen. Ich, ohne mich zu überfordern und mich für alles bedingungslos verantwortlich zu machen und er, dass er mehr tut ohne ihn aber zu überfordern

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12. September um 14:31
In Antwort auf jasmin7190

Er bemüht sich ja, aber wenn ers nicht schafft

glaubst du nicht dass er es sich ein bisschen einfach macht???
und da er weiß dass du es sowieso machst es gleich liegen lässt?

ich glaub er will einfach nicht und nimmt halt als ausrede die depression ...

 

Also Krankheiten googlen um über jemanden sprechen zu können find ich schwierig, aber vllt solltest du das mal tun. Genau das ist für die Betroffenen oft sehr schlimm, wenn alle anderen sagen, er habe nur keinen Bock. 
Durch seine Arbeitszeiten hat er zusätzlich wenig Zeit und eben auch wenig Zeit für sich selbst. Dann wirklich etwas zu schaffen ist für ihn sehr sehr schwer

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12. September um 14:33
In Antwort auf avarrassterne1

würdest Du genauso reden, wenn er eine körperliche Krankheit hätte?

Der Grat zwischen Ausrede und Krankheit ist schmal und jemand, der einem alles abnimmt ist da tatsächlich eher schädlich als hilfreich.

Aber man sollte solche Dinge auch nicht unterschätzen, nicht klein reden und schon gar nicht als "Ausrede" abtun, wenn man noch nicht einmal die Beteiligten kennt.
Eine Depression ist eine lebensgefährliche Erkrankung.
Und zu deren Symptomen gehört nun einmal eine gründliche Kraft- und Energielosigkeit. Also es ist schon wahrscheinlich, dass "nicht schafft" zutrifft.

Ja das sehe ich auch so. Er sieht ja, dass ich alles mache und erkennt das auch an. Er sagt selbst, dass es ihm leid tut, dass er mich da so hängen lässt

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12. September um 14:35
In Antwort auf veilchenblau

Entweder das oder ihr wohnt eben dauerhaft getrennt.

Was willst du denn hören? Du beschwerst dich, dass dir alles zuviel ist, dass du dich aufopferst, aber wenn man dir sagt, was du dagegen tun kannst, passt es auch nicht und du wirst pampig. Hast du dir etwa einen Zauberspruch erwartet? Abrakadabra und plötzlich ist alles perfekt?

Tut mir leid, sowas gibt es nicht. Änderungen sind immer zu einem gewissen Grad schmerzhaft und unangenehm. Entweder, du gehst es an und tust was oder du lebst eben weiter so, wie du es jetzt tust. Dann brauchst du dich aber auch nicht zu beschweren.

Mit einem gebrochenen Bein ist das nicht vergleichbar. Die Heilungszeit ist absehbar und außerdem kann man mit einem Gips seine Aufgaben ganz normal erledigen. 

Nein, ich finds nur krass, dass man hier hört man soll den Partner am besten rauswerfen. Ich bin sicher, dass es andere Möglichkeiten gibt um das zu lösen. Aber die muss man erstmal finden und schauen, ob das für einen funktioniert

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12. September um 14:36
In Antwort auf jasmin7190

wie soll er sich denn dann versorgen wenn er allein ist

Also Partnerin ist mir das natürlich dann völlig egal. Ich schmeiße ihn ja raus, weil er keinen Finger krumm macht.

*Ironie off*

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12. September um 14:39
In Antwort auf avarrassterne1

da haben sie mehr davon, wenn sie zusammen gelegentlich den Lieferservice bemühen.

 

Danke. Das sehe ich auch so. In manchen Städten kann man sich zwei Wohnungen eben auch nicht leisten, aus Kosten- und Zeitgründen.
Außerdem müssen wir uns ja dann um zwei Haushalte kümmern. Ist doch nur noch mehr Arbeit und ich muss mich weiterhin um meinen Haushalt kümmern... was hab ich dann davon?

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12. September um 14:40
In Antwort auf veilchenblau

Ja, nur tut es die TE nicht, weil sie dann wieder ein schlechtes Gewissen hat. 

Wer sagt das?

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12. September um 15:40
In Antwort auf peperoni

Du triffst es ziemlich auf den Punkt. Nur muss ich eines ergänzen: ich wäre auch total am Ende, wenn die Beziehung zu Ende wäre. Wir lieben uns wirklich sehr. 
Und deshalb würde ich zuvor gerne versuchen, ob es anders geht, damit wir beide besser zurecht kommen. Ich, ohne mich zu überfordern und mich für alles bedingungslos verantwortlich zu machen und er, dass er mehr tut ohne ihn aber zu überfordern

Jede Erkrankung verläuft unterschiedlich und muss individuell angegangen werden, denke ich. Ich drücke dir/euch die Daumen und hoffe, dass er mit seiner Erkrankung verantwortungsvoll umgeht bzw. lernt damit so umzugehen, dass es nicht in Selbstmitleid, Pessimismus und Frust umschlägt, du dir schließlich dadurch einiges mehr zumuten würdest und dir Etwas vormachst. Helfen kann man nur jemandem, der sich helfen lässt. Lasst euch gut beraten, informiert euch und redet offen und regelmäßig miteinander. Wenn du ihm Hilfe zur Selbsthilfe geben willst, dann nicht für seine Oma, seine Familie oder für (s)ein Menschenleben, sondern tue es ausschließlich für dich, für eure Liebesbeziehung.

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12. September um 16:21

Hallo peperoni,

ich war 10 Jahre lang psychisch krank und bin mittlerweile so im oberen Drittel der Genesung, wenn man das so klassifizieren will. Ich weiß also, wie es ist, psychisch krank zu sein.

Und ich empfinde es jetzt so, dass du deinem Freund tatsächlich hilfst. Du hilfst ihm, in seiner Depression zu bleiben. Indem du ihm alles abnimmst, muss er da ja gar nicht raus. Es ist gemützlich, praktisch. Ihr seid da in einer ganz ungesunden Beziehung. Er ist der arme, kranke Mann, dem alles abgenommen werden muss und der ganz viel Hilfe braucht und du die leidende, aber starke Ritterin in goldener Rüstung. Nur leider sieht es innen anders aus, das weiß aber wahrscheinlich auch sonst kaum jemand? Nach außen wirkt es dann sicher auch so und dementsprechende Erwartungen und Reaktionen zeigt dann auch die Familie - dass du eben weiter so machst und ihm hilfst. Es scheint ja zu funktionieren, für Außenstehende jedenfalls. Und naja, auch so ist es ja klar, dass man in eine neue Beziehung Hoffnungen steckt. Aber das ist etwas, was man in Gesprächen klären kann. Steh für dich ein.

Und hör auf, deinen Freund als krank und schwach zu sehen, das tut er schon selbst. Das ist eine Sichtweise, die ok ist, wenn jemand gerade frisch Ersterkrankt ist. Dann ist man überfordert, weiß nicht was geschieht, es geht einem plötzlich hundselend... aber nach so langer Zeit ist das anders. Dann ist die Depression gemütlich geworden. Gewohnheit. Also hilf ihm, da auszubrechen, indem du ihm eben nicht mehr hilfst.

Und ich weiß, dass das überhaupt nicht deine Intention ist und war! Du willst nur das Beste und liebst ihn und er dich eben so. Sowas läuft ja oft unterbewusst ab oder man hat nicht genug Hintergrundwissen. 

Er FÜHLT sich so, als könnte er nichts im Haushalt machen. Er kann aber. Er kann es immer weiter steigern und natürlich ist es unangenehm und kacke, es ist Haushalt.

Er arbeitet viel und hat dementsprechend kein Bock auf Haushalt. Absolut verständlich, muss halt trotzdem sein. Wenigstens ein bisschen. Ansonsten halt weniger arbeiten, Haushaltsplan, Haushaltshilfe, whatever. Es gibt so viele Möglichkeiten, vielleicht musst du ihm auch einfach mal richtig zu verstehen geben, dass das so nicht geht. Notfalls mit der Trennung. Denn auf der Krankheit, da ruht ihr euch scheinbar beide gerne aus. Eine Depression besteht aus Hilflosigkeit und Ohnmacht. Und genau das füttert ihr beide unbewusst.

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12. September um 16:33
In Antwort auf peperoni

Ich habe sowieso keinen Kontakt zu seiner Familie. Die sind schon übel drauf. Aber auch dafür kann er nichts. Er grenzt sich da auch selbst ab.
Ich will ja selbst, dass es bei mir ordentlich ist. Aber wenn ich sag, dass ich halt alles allein machen muss, dann kommt so ein Spruch. Also eben keine Unterstützung, sondern sie sagt ihm ja quasi noch, dass er sich eh nicht bemühen muss

dann diskutiere das mit denen nicht ^^

und wie gesagt: man kann auch mal den Pizza-Service kochen lassen. Oder nur Brot essen. Oder den Abwasch mal einen Tag stehen lassen, der ist am nächsten Tag noch da und das Universum ist NICHT untergegangen.
Nach der Aufteilung bei meinem Mann und mir ist Kochen auch mein Bereich. Naja, ich bin ~15 min früher zu Hause als Du (keine lange Mittagspause aber sehr langer Arbeitsweg) - meinst Du, ich muss jeden Tag kochen? Einen Sch*** muss ich. Ich koche MEISTENS. Aber wenn ich halt gar keinen Bock habe, gibt es nur Brot oder der freundliche Pizzaservice oder der Chinese auf dem Bahnhof kochen für mich. Soll ich Dir was sagen? Die können das auch und ich kann direkt auf die Couch, wenn ich Feierabend habe. Herrlich.

Von der Frage, wie viel Streß man hat, hat man selbst verblüffend viel in der Hand, wenn man sich darum wirklich bemüht. Und das ist etwas, was Du tun MUSST. Dafür zu sorgen, dass Du Deine Grenzen nicht überschreitest, ist tatsächlich um Klassen (!) wichtiger als irgendwelches Geschnatter von Schwieger-Oma (das soll sie halt ihren Frisör erzählen, der wird dafür bezahlt, dass es ihn interessiert!).

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12. September um 16:35
In Antwort auf peperoni

Ja das sehe ich auch so. Er sieht ja, dass ich alles mache und erkennt das auch an. Er sagt selbst, dass es ihm leid tut, dass er mich da so hängen lässt

ich hoffe, den Teil "jemand, der einem alles abnimmt, ist tatsächlich eher schädlich als hilfreich" hast Du dabei auch gelesen?

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12. September um 17:28
In Antwort auf veilchenblau

Mit dem Telefon. Lieferservice anrufen.

ob er das schafft?  laut avarras ist man ja zu nichts mehr fähig 

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12. September um 17:32
In Antwort auf peperoni

Ich habe sowieso keinen Kontakt zu seiner Familie. Die sind schon übel drauf. Aber auch dafür kann er nichts. Er grenzt sich da auch selbst ab.
Ich will ja selbst, dass es bei mir ordentlich ist. Aber wenn ich sag, dass ich halt alles allein machen muss, dann kommt so ein Spruch. Also eben keine Unterstützung, sondern sie sagt ihm ja quasi noch, dass er sich eh nicht bemühen muss

und deswegen bemüht er sich auch nicht!!!!  merkst du nicht dass er sich das einreden lässt und sich deswegen auf seiner Krankheit ausruht? er kann sehr wohl helfen.... ihr könnt es gemeinsam machen .... und nicht nur du alleine

er hat eine Depression aber er ist nicht totkrank! 

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