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Ich, Muslimin, habe deutschen Freund. KRISE

13. April 2014 um 18:05

Hallo alle miteinander.

Ich schreibe hier rein, um mir Ratschläge und Tips abzuholen, denn ich befinde mich in einer Situation, die ich nicht mehr bewältigen kann.

Ich habe nun seit 2 Jahren einen deutschen Freund.
Vor ca. 1 1/2 Jahren sickerte die Beziehung zu meinen Eltern durch und das Problem begann. Reden brachte da rein gar nichts. Zu der Zeit bin ich erstmal abgehauen und wohnte bei meiner besten Freundin und meinem Freund. Ich habe mir Hilfe von Personen mit Erfahrung geholt, die versuchten zwischen mir und meinen Eltern zu vermitteln - ohne Erfolg. Irgendwann nach 3 Monaten nach dem Abhauen suchten sie mich bei meiner besten Freundin auf und ich bekam Panik. Letztendlich kam die Polizei und meine Eltern gingen. Zu der Zeit war im mitten in einem Studium, dass ich dann abbrach, da ich psychisch ziemlich am Boden war und einen Neuanfang wagen wollte.
Also, zog ich mit meinem Freund weg und begann ein neues Studium. Da war erstmal Ruhe. Hatte auch überall Auskunftssperren angelegt. Doch ein paar Monate später, nach Telefonterror stand mein Vater vor der Tür. Das Diskutiere begann von vorne. Es ginge ihnen sehr schlecht und die Verwandten würden langsam misstrauisch werden, da sie nichts mehr von mir hörten. Ich machte aber immer wieder klar, dass ich mit 20 Jahren alt genug wäre mein Leben seltst zu bestimmen. Doch das Leiden meiner Familie ging nicht spurlos an mir vorbei.
Letzte Woche entschloss ich zu meinen Eltern zu fahren, da sie angeblich eine Lösung gefunden hätten. Dort angekommen wurde ich enttäuscht. Es war wieder dasselbe Gerede. Nun erwarten sie von mir, dass ich kommende Woche nach Hause komme und dort wieder einziehe und mit meinem Freund Schluss mache.
Sehr großer Druck, denn ich weiß nicht was ich machen soll.
Meine Eltern geben mir viele Freiheiten als Muslime, ich dürfte in eine eigene Wohung zu ziehen und auch ein Auslandssemester machen - als Beispiel. Doch die Sache mit dem deutschen Freund geht gar nicht. Auf der einen Seite denk ich mir, dass ich einfach zurückgehen sollte, da ich will, dass es ihnen gut und nicht schlecht wegen mir geht. Auf der anderen Seite, will ich aber selber bestimmen wer mein Freund ist, wofür ich nun schon 2 Jahre kämpfe, und ich liebe ihn wirklich. Allerdings, wenn ich nächste Woche nicht dort einziehe und deutlich mache, dass ich das nicht will, weiß ich nicht was kommen wird. Nochmal wegziehen? Namen ändern? etc.., das wäre sehr krass alles und würde Kontaktabbruch bedeuten.

Beide Seiten gehen nicht, aber dieses Wissen zerreißt mich innerlich. Ich fühle mich hilflos und unter Druck gesetzt, diese Entscheidung zu treffen.

Ich hoffe, ihr könnt meine Situation nun ansatzweise nachvollziehen und habt womöglich Ratschläge, was ich machen soll.

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13. April 2014 um 19:08

Nein!
Mein Ratschlag ist: Kontaktabbruch! Auf keinen Fall zurück gehen!

Du bist 20 Jahre alt und sehr selbstständig, so wie das in dem Alter sein soll. Du hast seit zwei Jahren einen deutschen Freund und bereits sehr darum gekämpft. Lass dir das nicht von deinen Eltern und ihrer emotionalen Erpressung ("ihr Leiden") kaputt machen! Du würdest wieder bei null anfangen und wenn ein deutscher Mann tabu ist, dann wirst du wohl den heiraten müssen, wen dir deine Eltern vorsetzen. Willst du das? Du bist doch keine Marionette, die nach den Bewegungen von anderen zu tanzen hat!

Deine Eltern üben emotionale Erpressung aus, ähnlich wie ein Mensch, der mit dem eigenen Selbstmord droht, wenn der Partner nicht tut, was man will (zum Beispiel die Beziehung nicht beenden). Sie jammern, wie schlecht es ihnen gehen würde und wie sehr sie leiden. Alles Quatsch! Das ist doch nur eine Masche, damit du ein schlechtes Gewissen bekommst und einknickst. Denn seien wir ehrlich: Wer leidet denn darunter, dass sein eigenes Kind glücklich ist? Es ist doch das Ziel jeder Eltern, dass es ihrem Kind gut geht. Und dir geht es mit diesem deutschen Mann gut! Nur deinen Eltern ist dein Glück völlig egal, denn sie wollen, dass du wie ein Kind tust, was sie verlangen: Keinen Deutschen oder Ungläubigen lieben. Warum? Ist der deutsche Mann giftig? Ist er schlecht? Ist er kriminiell oder anderweitig gefährlich? Nein, ist er nicht. Deine Eltern wollen es schlichtweg nicht, weil ihnen die Religion nicht passt. Das ist rassistisch, denn der deutsche Mann ist genauso gut oder schlecht wie der türkische/muslimische Mann!!!

Ich kann dir nur raten deinem Handeln in den letzten zwei Jahren treu zu bleiben. Zur Not mit Kontaktabbruch. Anderenfalls blüht dir ein fremdbestimmtes Leben, in dem du wie eine Marionette nach dem Willen deiner Eltern leben wirst. Dein Benehmen und auch der Mann wird dir vorgeschrieben, auch wenn du das gar nicht willst. So modern und offen wie du eingestellt bist, wird dich das sehr unglücklich machen, weil du deine Persönlichkeit aufgeben müsstest. Tu es nicht.

Alles Gute für dich!

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13. April 2014 um 21:14
In Antwort auf fusselbine

Nein!
Mein Ratschlag ist: Kontaktabbruch! Auf keinen Fall zurück gehen!

Du bist 20 Jahre alt und sehr selbstständig, so wie das in dem Alter sein soll. Du hast seit zwei Jahren einen deutschen Freund und bereits sehr darum gekämpft. Lass dir das nicht von deinen Eltern und ihrer emotionalen Erpressung ("ihr Leiden") kaputt machen! Du würdest wieder bei null anfangen und wenn ein deutscher Mann tabu ist, dann wirst du wohl den heiraten müssen, wen dir deine Eltern vorsetzen. Willst du das? Du bist doch keine Marionette, die nach den Bewegungen von anderen zu tanzen hat!

Deine Eltern üben emotionale Erpressung aus, ähnlich wie ein Mensch, der mit dem eigenen Selbstmord droht, wenn der Partner nicht tut, was man will (zum Beispiel die Beziehung nicht beenden). Sie jammern, wie schlecht es ihnen gehen würde und wie sehr sie leiden. Alles Quatsch! Das ist doch nur eine Masche, damit du ein schlechtes Gewissen bekommst und einknickst. Denn seien wir ehrlich: Wer leidet denn darunter, dass sein eigenes Kind glücklich ist? Es ist doch das Ziel jeder Eltern, dass es ihrem Kind gut geht. Und dir geht es mit diesem deutschen Mann gut! Nur deinen Eltern ist dein Glück völlig egal, denn sie wollen, dass du wie ein Kind tust, was sie verlangen: Keinen Deutschen oder Ungläubigen lieben. Warum? Ist der deutsche Mann giftig? Ist er schlecht? Ist er kriminiell oder anderweitig gefährlich? Nein, ist er nicht. Deine Eltern wollen es schlichtweg nicht, weil ihnen die Religion nicht passt. Das ist rassistisch, denn der deutsche Mann ist genauso gut oder schlecht wie der türkische/muslimische Mann!!!

Ich kann dir nur raten deinem Handeln in den letzten zwei Jahren treu zu bleiben. Zur Not mit Kontaktabbruch. Anderenfalls blüht dir ein fremdbestimmtes Leben, in dem du wie eine Marionette nach dem Willen deiner Eltern leben wirst. Dein Benehmen und auch der Mann wird dir vorgeschrieben, auch wenn du das gar nicht willst. So modern und offen wie du eingestellt bist, wird dich das sehr unglücklich machen, weil du deine Persönlichkeit aufgeben müsstest. Tu es nicht.

Alles Gute für dich!

:/
Naja so ist das auch nicht, den Mann darf ich mir schon selbst aussuchen, muss denen halt nur in den Kram passen. Auch nicht die Lösung..
Aber Kontaktabbruch ist schon hart, habe angst an den Qualen des Heimwehs und des Null Kontakts kaputt zu gehen.

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13. April 2014 um 21:36

Es ist in dieser Sache doch nicht die Frage,
dass du selber entscheiden darfst, wer dein Freund sein darf.

Es geht um etwas viel Elementareres. Nämlich die Tatsache, dass du eine eigene FREIE Persönlichkeit bist, die grundsätzlich selbst entscheiden darf, was sie will und was nicht.

Mir ist klar, dass der Glaube für euch eine stärkere Bedeutung hat. Aber ich muss sagen, dass ich Sätze wie "Der Familie gehts schlecht" schlichtweg bescheuert finde.

Das Problem ist nicht dein Freund. Das Problem ist die streng religiös konservative Haltung/Einstellung/Erziehung oder wie auch immer man das nennen mag. Deine Eltern/Großeltern sind noch im Mittelalter was das angeht. Und du lebst schon lange in der Moderne. Und nun prallen die Generationen aufeinander.

Deine Eltern sollten sich klar machen, dass sie die Uhr nicht mehr zurück drehen können.

Warum ist es so verwunderlich für sie, dass du nichts mehr von dir hören lässt, so wie sie sich verhalten? Ist doch nur die logische Konsequenz. Ich würde genau so handeln wie du.


Mit der Familie zu brechen, ist eine harte Angelegenheit. Nur wenn sie nach 2 Jahren deinen Freund immer noch nicht akzeptiert haben, dann werden sie es wohl nie.

Dir muss klar sein, dass du es beiden Seiten nicht recht machen kannst. Du wirst dich entscheiden müssen. Wenn ich in deiner Situation wäre, dann würde die Wahl wohl nicht auf die Familie fallen. Ich würde beim Freund bleiben. Denn du bist selbstständig genug. Das hast du schon gezeigt.

Wenns deinen Eltern nicht mehr schlecht gehen soll, dann sollen sie deinen Freund endlich akzeptieren. Nach zwei Jahren wird es Zeit!

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13. April 2014 um 22:43
In Antwort auf deja_12329029

:/
Naja so ist das auch nicht, den Mann darf ich mir schon selbst aussuchen, muss denen halt nur in den Kram passen. Auch nicht die Lösung..
Aber Kontaktabbruch ist schon hart, habe angst an den Qualen des Heimwehs und des Null Kontakts kaputt zu gehen.

...
Nein, den Mann darfst du dir nicht selbst aussuchen...

"Naja so ist das auch nicht, den Mann darf ich mir schon selbst aussuchen, muss denen haltnur in den Kram passen."

... denn wenn der Mann deiner Familie nicht in den Kram passt, dann wird es ihnen wieder "schlecht gehen" und sie werden dich unter Druck setzen. Das heißt, jeder Mann, der dir gefällt, deinen Eltern aber nicht, ist über kurz oder lang tabu.

Letztendlich musst du wissen, wie sehr du dich fremdbestimmen lässt. Es ist dein Leben und wenn dein Heimweh schwerer wiegt als deine Liebe zu deinem Freund und dein freies Leben, so geh halt zurück zu deinen Eltern und trenne dich von deinem Freund.

Nur, wenn du das tust - wofür hast du dann zwei Jahre so gekämpft, wenn du dann doch zurück gehst und tust, was deine Eltern verlangen?

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13. April 2014 um 23:00

Deine Eltern...
... haben sich dafür entschieden zu leiden. Nicht Du hast das für sie entschieden. Sie selbst! Du bist nicht für das Glück Deiner Eltern verantwortlich, auch wenn man es Dir so eingetrichtert hat. Jeder Mensch kann und darf wählen!

Du bist erwachsen und hast Dich entschieden, Deinen Weg zu gehen.

Deine Eltern können sich entscheiden, Dich so zu akzeptieren, wie Du bist und Dich - auch gegen das dümmliche Gerede anderer Leute, die das alles doch im Grunde genommen gar nichts angeht! - weiterhin zu lieben!

Oder sie können sich entscheiden, vor dem dümmlichen Gerede der anderen ach so "ehrenwerten" Nachbarn, Freunde, Verwandten den Schwanz einzuziehen und ihr Leben nach dem richten, was andere wollen. Und Dich damit unter Druck setzen.

Denn darum geht es im Endeffekt: Was werden die Leute sagen??

Es geht Deinen Eltern nicht um Dich, es geht ihnen um die Fassade, die nach außen hin langsam bröckelt.

Wer sein Kind wirklich liebt, dem ist die Fassade egal! Und das würde ich an Deiner Stelle auch Deinen Eltern GENAU SO sagen! Niemand, der sein Kind liebt, erpresst es, nur weil es ach so wichtig ist, was die anderen denken und sagen! Furchtbar!

Davon ab: Es regt mich wirklich auf, wenn sich Menschen entscheiden, in ein anderes Land auszuwandern, sich aber so dermaßen abgrenzen und intolerant den hiesigen Bewohnern gegenüber verhalten, dass sie ihren Kindern, die de facto Deutsche sind, verbieten, mit anderen Deutschen zusammen zu sein! Übel! Wenn ich mich für ein anderes Land entscheide, muss ich mich auch dem Gedanken gegenüber öffnen, dass meine Kinder die hiesige Kultur annehmen. Das ist einfach eine Sache, die man akzeptieren MUSS.

Wenn Du jetzt zu Deinen Eltern zurückgehst, lernen sie GAR NICHTS. Im Gegenteil: Sie bekommen dann noch das Gefühl, dass sie Recht haben - in ihrem intoleranten Gebaren Dir gegenüber, Deinem Freund gegenüber, allem, was deutsch ist, gegenüber. Du unterstützt sie in ihrem Glauben, dass es am wichtigsten ist, was andere denken - dass es am wichtigsten ist, den "schönen" Schein zu wahren, die Fassade um jeden Preis aufrechtzuerhalten! Wofür?! Und um welchen Preis?

Du hast nur ein Leben - Du solltest es so leben, dass Du Dich im Spiegel anblicken kannst, ohne denken zu müssen, dass Du Dein Rückgrat verloren hast. Du solltest Dich im Rückblick für Deinen Mut loben und Dich für Dich selbst einsetzen - nicht aufgeben!

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14. April 2014 um 22:29
In Antwort auf tyche26

Deine Eltern...
... haben sich dafür entschieden zu leiden. Nicht Du hast das für sie entschieden. Sie selbst! Du bist nicht für das Glück Deiner Eltern verantwortlich, auch wenn man es Dir so eingetrichtert hat. Jeder Mensch kann und darf wählen!

Du bist erwachsen und hast Dich entschieden, Deinen Weg zu gehen.

Deine Eltern können sich entscheiden, Dich so zu akzeptieren, wie Du bist und Dich - auch gegen das dümmliche Gerede anderer Leute, die das alles doch im Grunde genommen gar nichts angeht! - weiterhin zu lieben!

Oder sie können sich entscheiden, vor dem dümmlichen Gerede der anderen ach so "ehrenwerten" Nachbarn, Freunde, Verwandten den Schwanz einzuziehen und ihr Leben nach dem richten, was andere wollen. Und Dich damit unter Druck setzen.

Denn darum geht es im Endeffekt: Was werden die Leute sagen??

Es geht Deinen Eltern nicht um Dich, es geht ihnen um die Fassade, die nach außen hin langsam bröckelt.

Wer sein Kind wirklich liebt, dem ist die Fassade egal! Und das würde ich an Deiner Stelle auch Deinen Eltern GENAU SO sagen! Niemand, der sein Kind liebt, erpresst es, nur weil es ach so wichtig ist, was die anderen denken und sagen! Furchtbar!

Davon ab: Es regt mich wirklich auf, wenn sich Menschen entscheiden, in ein anderes Land auszuwandern, sich aber so dermaßen abgrenzen und intolerant den hiesigen Bewohnern gegenüber verhalten, dass sie ihren Kindern, die de facto Deutsche sind, verbieten, mit anderen Deutschen zusammen zu sein! Übel! Wenn ich mich für ein anderes Land entscheide, muss ich mich auch dem Gedanken gegenüber öffnen, dass meine Kinder die hiesige Kultur annehmen. Das ist einfach eine Sache, die man akzeptieren MUSS.

Wenn Du jetzt zu Deinen Eltern zurückgehst, lernen sie GAR NICHTS. Im Gegenteil: Sie bekommen dann noch das Gefühl, dass sie Recht haben - in ihrem intoleranten Gebaren Dir gegenüber, Deinem Freund gegenüber, allem, was deutsch ist, gegenüber. Du unterstützt sie in ihrem Glauben, dass es am wichtigsten ist, was andere denken - dass es am wichtigsten ist, den "schönen" Schein zu wahren, die Fassade um jeden Preis aufrechtzuerhalten! Wofür?! Und um welchen Preis?

Du hast nur ein Leben - Du solltest es so leben, dass Du Dich im Spiegel anblicken kannst, ohne denken zu müssen, dass Du Dein Rückgrat verloren hast. Du solltest Dich im Rückblick für Deinen Mut loben und Dich für Dich selbst einsetzen - nicht aufgeben!


wie immer Topantwort Tyche!

..............................

@crazy

mehr Antworten dürftest Du hier nicht bekommen da nicht sein kann was nicht sein darf, ... was Du schreibst ist in den Augen der Gutfrauen und Genderförderer politisch incorrekt und es existiert für diese Leute nicht.

Ich kann Dir nur raten um Deine Liebe zu kämpfen denn das ist das Einzige was wirklich zählt im Leben. Deine Eltern können Dich nicht glücklich machen und Dein Verstand auch nicht. Viel Glück Dir!

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15. April 2014 um 11:52

Hmm...
Ich denke, wenn Dir hier alle sagen, dass Du Dich nicht breitschlagen lassen sollst und es Dein Leben ist, das Du hier leben musst, dann hilft Dir das nicht weiter. Ich denke, im Inneren weißt Du das selbst, Du bist nicht dumm.
Es geht hier doch eigentlich darum, wie Du es Deinen Eltern klar machst, dass du dich durchsetzt, dass du Dein Leben leben willst, dass du eben frei sein willst. Wie kriegt man das hin? Was ist der beste Weg? Ich sage Dir ganz ehrlich: Ich denke nicht, dass sich streng muslimische Eltern/Verwandte von ihrem Engstirnigen, von ihren mittelalterlichen Ansichten abbringen lassen werden. Dafür hab ich in meinem Umfeld zu viel erlebt. Du kannst denen so oft sagen wie du willst "Es ist mein Leben, ich bin 20! Ich bin erwachsen.." Nur wird sie das wenig interessieren, weil sie dich nicht für voll nehmen werden sondern eher auf Ihre "Ehre" hören und was die anderen wohl denken und dass Dein Ruf kaputt gehen wird (und deren Ruf ebenfalls) und wie wirst du künfig erfolgreich und anständig verheiratet werden können?
Ich will nicht in Deiner Haut stecken und Du tust mir Leid. Du bist von "heute" ...du bist westlich aufgewachsen...Dieses "volljährig, junge Frau, Selbstbestimmung, Unabgängigkeit" ist westliches Denken und die westliche Einstellung. Deine Eltern machen Dich - wie hier schon geschrieben wurde - mit ihrem "Leiden" psychisch fertig. Ich glaube jedoch nicht, dass sie das machen um Dich auf diesem Weg klein zu bekommen und Dich umzustimmen...Ich glaube wirklich, dass es für sie eine Vollkatastrophe ist, dass du jetzt keinen ehrenwerten Typen(Muslimen), sondern einen unanständigen "Deutschen" hast. So wie ich das immer mitbekommen habe, ist das ne richtige Schande für die ganze Familie. Bevor ich hier weiter laber komme ich direkt zum Punkt:
Wie willst Du dein Leben haben? Wo siehst du dich in 10 Jahren? Ist Dein Freund der Richtige? Habt ihr Zukunftspläne? Weißt du das mit 20 schon? Ich glaube das weißt Du noch nicht, weil man das mit 20 noch nicht wissen kann, ich denke aber Du willst einfach nur die freie Wahl haben und dich frei entfalten können. Mit den Eltern an Deiner Seite kannst Du das nicht. Mit anderen Worten: Du musst Dich entscheiden. Falls Du dich dafür entscheidest frei zu sein, dann brich den Kontakt komplett ab. Sie müssen verstehen, dass du hart bleibst und es auch durchziehen willst. DIE sollen sich dann bei Dir melden, seis drum, dass das Jahre dauern wird. Du musst bestimmt sein, du musst das durchziehen können, auch von Deiner Charakterstärke her. Reden hilft bei denen nicht, das glaube ich nicht. Wenn sie Dich als Kind nicht verlieren wollen, werden Sie es "akzeptieren" wenn auch nur halbherzig und es kann bis dahin auch sehr lange dauern. Die erste Zeit ohne die Eltern wird - so glaube ich - hart, aber man gewöhnt sich mit der Zeit.
Gehst Du zu Deinen Eltern zurück, wirst du keine Unabhängigkeit erleben. Du lebst dann das Leben, das sie sich für Dich vorstellen.

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15. April 2014 um 18:17

Eine Frage
Würde dein Freund es erwägen dich zu heiraten ? Hat er versucht dich um deine Hand zu bitten ?
Ich meine, er muss doch ein Stück weit wissen, wie es bei euch abläuft.
Leider haben manche kein Gefühl für Respekt. Es heißt doch, andere Länder, andere Sitten. Wenn er schon mit einer Muslimin zusammen kommt, warum befasst er sich nicht damit, was sie ausmacht?
Ich finde, es respektlos hinter den Rücken der Eltern.
Ich kenne von vielen deutschen Freundinnen, dass sie ihre Freunde den Eltern vorstellen, wenn es soweit ist.
Er verkriecht sich, weil er Angst hat ? Man muss zu dem stehen, was man liebt oder es gar nicht erst versuchen.
Würden die Eltern ein Stück weit Anstrengung und Wille erkennen, würden sie dem vielleicht eine kleine Chance geben, vielleicht auch, weil sie es müssten, obschon du dich schon größtenteils entschieden hast, als du mit ihm zusammen gezogen bist.

So läuft man vor dem Problem weg, und so verliert man vielleicht auch nahe, geliebte Menschen.

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15. April 2014 um 18:31

Andere?
Es sind nicht einfach andere, sondern meine familie

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15. April 2014 um 18:33
In Antwort auf trops90

Eine Frage
Würde dein Freund es erwägen dich zu heiraten ? Hat er versucht dich um deine Hand zu bitten ?
Ich meine, er muss doch ein Stück weit wissen, wie es bei euch abläuft.
Leider haben manche kein Gefühl für Respekt. Es heißt doch, andere Länder, andere Sitten. Wenn er schon mit einer Muslimin zusammen kommt, warum befasst er sich nicht damit, was sie ausmacht?
Ich finde, es respektlos hinter den Rücken der Eltern.
Ich kenne von vielen deutschen Freundinnen, dass sie ihre Freunde den Eltern vorstellen, wenn es soweit ist.
Er verkriecht sich, weil er Angst hat ? Man muss zu dem stehen, was man liebt oder es gar nicht erst versuchen.
Würden die Eltern ein Stück weit Anstrengung und Wille erkennen, würden sie dem vielleicht eine kleine Chance geben, vielleicht auch, weil sie es müssten, obschon du dich schon größtenteils entschieden hast, als du mit ihm zusammen gezogen bist.

So läuft man vor dem Problem weg, und so verliert man vielleicht auch nahe, geliebte Menschen.

Also..
So ist das nicht.
Er hat auch schon mit meinem Vater geredet und ihm einen Konvertierungsvorschlag gemacht. Also ist von verstecken keine Rede.

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15. April 2014 um 18:35
In Antwort auf babs2013

Hmm...
Ich denke, wenn Dir hier alle sagen, dass Du Dich nicht breitschlagen lassen sollst und es Dein Leben ist, das Du hier leben musst, dann hilft Dir das nicht weiter. Ich denke, im Inneren weißt Du das selbst, Du bist nicht dumm.
Es geht hier doch eigentlich darum, wie Du es Deinen Eltern klar machst, dass du dich durchsetzt, dass du Dein Leben leben willst, dass du eben frei sein willst. Wie kriegt man das hin? Was ist der beste Weg? Ich sage Dir ganz ehrlich: Ich denke nicht, dass sich streng muslimische Eltern/Verwandte von ihrem Engstirnigen, von ihren mittelalterlichen Ansichten abbringen lassen werden. Dafür hab ich in meinem Umfeld zu viel erlebt. Du kannst denen so oft sagen wie du willst "Es ist mein Leben, ich bin 20! Ich bin erwachsen.." Nur wird sie das wenig interessieren, weil sie dich nicht für voll nehmen werden sondern eher auf Ihre "Ehre" hören und was die anderen wohl denken und dass Dein Ruf kaputt gehen wird (und deren Ruf ebenfalls) und wie wirst du künfig erfolgreich und anständig verheiratet werden können?
Ich will nicht in Deiner Haut stecken und Du tust mir Leid. Du bist von "heute" ...du bist westlich aufgewachsen...Dieses "volljährig, junge Frau, Selbstbestimmung, Unabgängigkeit" ist westliches Denken und die westliche Einstellung. Deine Eltern machen Dich - wie hier schon geschrieben wurde - mit ihrem "Leiden" psychisch fertig. Ich glaube jedoch nicht, dass sie das machen um Dich auf diesem Weg klein zu bekommen und Dich umzustimmen...Ich glaube wirklich, dass es für sie eine Vollkatastrophe ist, dass du jetzt keinen ehrenwerten Typen(Muslimen), sondern einen unanständigen "Deutschen" hast. So wie ich das immer mitbekommen habe, ist das ne richtige Schande für die ganze Familie. Bevor ich hier weiter laber komme ich direkt zum Punkt:
Wie willst Du dein Leben haben? Wo siehst du dich in 10 Jahren? Ist Dein Freund der Richtige? Habt ihr Zukunftspläne? Weißt du das mit 20 schon? Ich glaube das weißt Du noch nicht, weil man das mit 20 noch nicht wissen kann, ich denke aber Du willst einfach nur die freie Wahl haben und dich frei entfalten können. Mit den Eltern an Deiner Seite kannst Du das nicht. Mit anderen Worten: Du musst Dich entscheiden. Falls Du dich dafür entscheidest frei zu sein, dann brich den Kontakt komplett ab. Sie müssen verstehen, dass du hart bleibst und es auch durchziehen willst. DIE sollen sich dann bei Dir melden, seis drum, dass das Jahre dauern wird. Du musst bestimmt sein, du musst das durchziehen können, auch von Deiner Charakterstärke her. Reden hilft bei denen nicht, das glaube ich nicht. Wenn sie Dich als Kind nicht verlieren wollen, werden Sie es "akzeptieren" wenn auch nur halbherzig und es kann bis dahin auch sehr lange dauern. Die erste Zeit ohne die Eltern wird - so glaube ich - hart, aber man gewöhnt sich mit der Zeit.
Gehst Du zu Deinen Eltern zurück, wirst du keine Unabhängigkeit erleben. Du lebst dann das Leben, das sie sich für Dich vorstellen.

...
Ich war heute bei einer Beratungsstelle und haben einen Plan zusammengestellt. Ich werde meinen Eltern nun ein Ultimatum stellen, und wenn sie dies nicht wollen, werde ich mich distanzieren. So können sie ihren Stolz oder was auch immer bewahren

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