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Ich mag nicht mehr...

27. Juni 2017 um 19:51

... hab den Titel schon 3 x geändert... von "Wie weiter?" Und "Was mache ich falsch"? Zu "ich mag nicht mehr..."

irgendwie passen alle 3.

Seit 4 Jahren kenne ich meinen Mann - wir haben 2 Wunschkinder (2 J. / 4 Mte.).

Seit ca.1.5 Jahren führen wir eine Zweckgemeinschaft. So fühlt es sich zumindest für mich an. Wir habens schön zusammen - solange ich keine Bedürfnisse habe, keine Gefühle zeige - einfach funktioniere. 
Wir reden über seinen Job, über Kollegen, über Nachbarn - das Alltägliche halt - aber über uns, über unsere Bedürfnisse, wie es uns und jedem von uns geht, darüber reden wir nie. Frage ich ihn "Wie gehts Dir?" - antwortet er "wie solls mir schon gehen"... 
er sei müde, wolle wieder mal Ferien - am liebsten mit seinen Kollegen 2 Wochen nach Amerika - oder Fernsehen bis morgens um 2 und dann bis am nächsten Mittag ausschlafen... 
es schmerzt mich, dass er so "Familienmüde" ist. Er liebt die Kinder - und ist gerne mit ihnen zusammen und spielt liebevoll - dennoch wäre er wohl am liebsten ohne Kinder - und wie es scheint - auch ohne mich.
Ich ermögliche ihm viel Freizeit - oft geht er aber dennoch nicht weg, mit der Begründung, dass er kein Theater will. Theater, wie er es nennt, gibts von mir nicht, weil er weg geht, sondern, weil ich es nicht verstehe, dass er jeden Abend müde ist, vor dem Fernseher (oder beim Kind, dass er ins Bett bringt) einschläft und keine Energie findet, mal etwas mit mir zu reden oder ein Spieleabend zu machen (haben wir früher gemacht) - geschweige denn Nähe, Zärtlichkeit oder gar Sex zuzulassen. Geht es um Ausgang, Feierabendbier oder sonst etwas dass ihm gefällt, hat er Energie für 2. Warum? Was ist falsch an mir? 

Schon so oft, habe ich den Wunsch nach mehr Zweisamkeit geäussert - es kommt nichts!! Keine Umarmung, kein "ich liebe Dich" - nichts. Er sieht wie ich weine und ignoriert es. Spreche ich ihn darauf an, sagt er "Ich kanns Dir ja eh nicht recht machen"... 
ich fühle mich leer und alleine. Ich habe nicht viele Freundinnen und ich ziehe mich von den wenigen immer mehr zurück. Ich habe keine Energie mehr - mag nicht jammern wie es bei uns "läuft" und schon gar nicht sehen und hören, wie es bei ihnen toll ist... ich bin einsam. 
Und weinen tu ich mittlerweile unter der Dusche oder wenn die Kinder im Mittagsschlaf sind. Es tut so weniger weh, weil es niemand sieht als wenn mein Mann es sieht und trotzdem nichts sagt. 

Zwischendurch gibt es auch mal schöne Tage - eben wenn ich funktioniere und einfach Hausfrau und Mama bin. Ehefrau darf ich einfach nicht sein. Oder zumindest keine Bedürfnisse haben. 

Ich weiss nicht weiter. Ich habe an Eheberatung gedacht, aber es braucht doch beide dazu. Und er will das nicht. Schwächlinge brauchen Hilfe... sagt er. 

Was leben wir denn unseren Kindern vor? Dass das Liebe ist? Dass so eine Familie funktioniert? Ich finde es furchtbar. Und traurig.

Das Leben sei eben nicht wie im Film sagt mein Mann. Ja, erwarte ich denn zuviel?? Alles was ich mir wünsche ist, dass er mich liebt und er sich nach mir sehnt. Nicht als Köchin, oder als Mama für seine Kinder, sondern als Frau. Dass es ihn interessiert wies mir geht - und was mich beschäftigt. 

Wie soll ich mich denn verhalten?? 

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27. Juni 2017 um 20:02

Nein, du erwartest nicht zu viel. 
Manchmal ist man gemeinsam einsamer als allein. Es ist dein Leben und er hat eine andere Vorstellung von. Es scheint er findet sich damit ab wie es ist. 
Du solltest entscheiden was du möchtest und dein Leben danach gestalten. Manchmal geht das nur durch eine Trennung. Irgendwann bekommen deine Kinder immer mehr mit und du wirst immer unzufriedener. In der Rolle in die er dich drängt, fühlst du dich nicht wohl. Er will nichts ändern. Also solltest du deine Konsequenzen ziehen. Glücklich machen, kannst du dich nur selbst.

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28. Juni 2017 um 8:00

Hallo ereleuva,

nein, du verlangst nicht zuviel. Ich kann dich da voll verstehen und würde dem Vorschlag von annaan annehmen. Wer weiß, wer dann so um die Ecke kommt und dich toll findet  

Liebe Grüße
Rosamunde

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28. Juni 2017 um 10:24

Oh je das kenne ich. Uns hat eine Paartherapie geholfen.

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28. Juni 2017 um 10:49
In Antwort auf ereleuva

... hab den Titel schon 3 x geändert... von "Wie weiter?" Und "Was mache ich falsch"? Zu "ich mag nicht mehr..."

irgendwie passen alle 3.

Seit 4 Jahren kenne ich meinen Mann - wir haben 2 Wunschkinder (2 J. / 4 Mte.).

Seit ca.1.5 Jahren führen wir eine Zweckgemeinschaft. So fühlt es sich zumindest für mich an. Wir habens schön zusammen - solange ich keine Bedürfnisse habe, keine Gefühle zeige - einfach funktioniere. 
Wir reden über seinen Job, über Kollegen, über Nachbarn - das Alltägliche halt - aber über uns, über unsere Bedürfnisse, wie es uns und jedem von uns geht, darüber reden wir nie. Frage ich ihn "Wie gehts Dir?" - antwortet er "wie solls mir schon gehen"... 
er sei müde, wolle wieder mal Ferien - am liebsten mit seinen Kollegen 2 Wochen nach Amerika - oder Fernsehen bis morgens um 2 und dann bis am nächsten Mittag ausschlafen... 
es schmerzt mich, dass er so "Familienmüde" ist. Er liebt die Kinder - und ist gerne mit ihnen zusammen und spielt liebevoll - dennoch wäre er wohl am liebsten ohne Kinder - und wie es scheint - auch ohne mich.
Ich ermögliche ihm viel Freizeit - oft geht er aber dennoch nicht weg, mit der Begründung, dass er kein Theater will. Theater, wie er es nennt, gibts von mir nicht, weil er weg geht, sondern, weil ich es nicht verstehe, dass er jeden Abend müde ist, vor dem Fernseher (oder beim Kind, dass er ins Bett bringt) einschläft und keine Energie findet, mal etwas mit mir zu reden oder ein Spieleabend zu machen (haben wir früher gemacht) - geschweige denn Nähe, Zärtlichkeit oder gar Sex zuzulassen. Geht es um Ausgang, Feierabendbier oder sonst etwas dass ihm gefällt, hat er Energie für 2. Warum? Was ist falsch an mir? 

Schon so oft, habe ich den Wunsch nach mehr Zweisamkeit geäussert - es kommt nichts!! Keine Umarmung, kein "ich liebe Dich" - nichts. Er sieht wie ich weine und ignoriert es. Spreche ich ihn darauf an, sagt er "Ich kanns Dir ja eh nicht recht machen"... 
ich fühle mich leer und alleine. Ich habe nicht viele Freundinnen und ich ziehe mich von den wenigen immer mehr zurück. Ich habe keine Energie mehr - mag nicht jammern wie es bei uns "läuft" und schon gar nicht sehen und hören, wie es bei ihnen toll ist... ich bin einsam. 
Und weinen tu ich mittlerweile unter der Dusche oder wenn die Kinder im Mittagsschlaf sind. Es tut so weniger weh, weil es niemand sieht als wenn mein Mann es sieht und trotzdem nichts sagt. 

Zwischendurch gibt es auch mal schöne Tage - eben wenn ich funktioniere und einfach Hausfrau und Mama bin. Ehefrau darf ich einfach nicht sein. Oder zumindest keine Bedürfnisse haben. 

Ich weiss nicht weiter. Ich habe an Eheberatung gedacht, aber es braucht doch beide dazu. Und er will das nicht. Schwächlinge brauchen Hilfe... sagt er. 

Was leben wir denn unseren Kindern vor? Dass das Liebe ist? Dass so eine Familie funktioniert? Ich finde es furchtbar. Und traurig.

Das Leben sei eben nicht wie im Film sagt mein Mann. Ja, erwarte ich denn zuviel?? Alles was ich mir wünsche ist, dass er mich liebt und er sich nach mir sehnt. Nicht als Köchin, oder als Mama für seine Kinder, sondern als Frau. Dass es ihn interessiert wies mir geht - und was mich beschäftigt. 

Wie soll ich mich denn verhalten?? 

Hallo,

ich würde dir raten, mach dich rar. Aus Erfahrung kann ich dir sagen, dass kein Mann der Welt es wirklich will, dass die Frau nur Mami und Hausfrau ist. Du schreibts, dass du es ihm ermöglichst sehr viel Freizeit zu haben... Bitte höre auf damit, du gibst dich selbst auf. Es sind eure Kinder und eure Ehe, er kann genau so gut zu Hause bleiben und auf die Kids aufpassen.

Wenn ich dein Mann wäre, würde es mich extrem ankotzen, wenn die Aufmerksamkeit von meiner Frau zu 120 % auf mir lasten würde. Je mehr du ihn das Gefühl gibst er wäre die Sonne deines Lebens um die sich alles dreht, desto mehr wird er sich von dir entfernen. Ich weiß, dass es Paare gibt die nur aus "WIR" bestehen aber meiner Meinung nach ist es nicht gesund, man ist eine selbständige Person und sollte sich auch in einer Ehe mit Kindern dementsprechend verhalten. Ich finde auch nicht, dass man alles totquatschen muss, dass geht sogar mir als Frau auf die Nerven.

Mach dich interessant. Mach dich hübsch, kaufe dir was schönes, ziehe Paar Pumps an und fühle dich wohl. Weißt du, man wird nur dann geliebt, wenn man sich selbst liebt.

Lass den Kopf nicht hängen
LG

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28. Juni 2017 um 12:32

Super Ideen. 

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28. Juni 2017 um 12:35

Reden, reden, reden, aber ehrlich!

Und keine Vorwürfe. 

Hast du mal daran gedacht, langsam, aber sicher in den Beruf zurückzukehren und die Weichen dafür zu stellen?

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