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Ich liebe meinen besten Freund - aber kompliziert!

22. September um 18:05

Hallo ihr Lieben,
ich bin gerade in einer echt blöden Lage und wollte das hier mal loswerden und Meinungen einholen.
Es geht um meinen besten Freund. Wie ja schon im Titel steht, habe ich starke Gefühle für ihn. Ich bin schon lange nicht mehr verliebt, aber es ist definitiv mehr. Er weiß das auch, aber wir hadern damit jetzt schon seit etwa zwei Jahren.
Der letzte Stand ist, dass er sagt, wir sind einfach beste Freunde und das solle ich akzeptieren, nur leider verstehe ich sein Verhalten dazu überhaupt nicht, denn - er behandelt mich nicht nur wie eine Freundin, oder die beste Freundin, sondern wie eine Partnerin. Und das in dem Maße, dass Fremde uns darauf ansprechen und unser kompletter Freundeskreis und unsere Familien uns füreinander bestimmt sehen.

Folgende Beispiele zu seinem seltsamen Verhalten:
Er hat Bindungsangst und liebt es zu flirten. Er betont auch immer wie sehr er seine Freiheit liebt und wie gut er das ausleben kann, wenn ich nicht in der Nähe bin. Vor ein paar Tagen hat er mich sogar von sich aus gebeten, ihn einen Tag lang in Ruhe zu lassen, dass er das ausgiebig genießen kann. Okay, hab also mein Handy weggelegt, zuhause die Beine hochgelegt und ihn nicht kontaktiert. Aber was war an diesem Tag, wie an allen anderen auch? Er schreibt von sich aus jede halbe Stunde, was er gerade macht und was ich so treibe. Und das alles harmlos. Und zwar den ganzen Tag durch, ohne dass ich groß geantwortet hätte, bis zu dem Zeitpunkt an dem er brav bei sich zuhause durch die Türe kam.

Nächstes Beispiel. Wenn er vor meinen Augen rumflirtet und ich dann nicht in Begeisterungsstürme ausbreche, wird er wütend auf mich und beschwert sich. Er könne ja tun was er will. Klar, verstehe ich. Aber wenn ich das mache oder er nur den Verdacht hat, ich hätte Zeit mit einem anderen Mann verbracht, wird er super eifersüchtig. Neulich hat er mir fast eine Szene gemacht, weil ich mich länger und außer Sichtweite mit einem Bekannten unterhalten habe. Ergibt auch keinen Sinn. Wenn er nichts für mich übrig hat, warum dann das?

Dann erzählt er anscheinend vor seiner Familie (von der ich nur seinen Vater persönlich kenne) und seinen Kumpels immer ziemlich viel von mir. Die wollen mich auch immer zu sich einladen.
Er schenkt mir Konzertkarten, bringt mir immer wieder mein Lieblingsessen mit, verbringt so viel Zeit mit mir, schmiedet Zukunftspläne immer nur mit mir...das geht alles echt schon über das beste Freunde sein hinaus. Und das verwirrt mich.

Ich weiß ja und kann verstehen, dass er mich als Menschen schätzt und an mir hängt. Aber was veranlasst einen Mann sich selbst zu so einer Präsenz in meinem Leben zu machen (stündliches Schreiben, fast tägliches sehen wollen, etc) aber dann einen Rückzieher zu machen, wenn ich diesen Schritt mal auf ihn zugehe?

Da er mein bester Freund ist, will ich so gut es geht um die Freundschaft kämpfen, aber mir scheint mit "es ist nichts mehr als Freundschaft" ist da nicht alles gesagt.
Ich weiß gar nicht was ihr da jetzt sagen sollt, vielleicht musste das einfach mal von meiner Seele.
Aber falls ihr die Situation kennt, was hat geholfen?
Kontaktabbruch ist leider absolut nicht umsetzbar...

Danke und lG
Eva

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22. September um 18:44

traurig dass du das mitmachst

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22. September um 18:54

Ja, sorry, mein Eindruck von ihm ist auch nicht der beste, vor allem wegen seiner Angst, sich zu binden und auf der anderen Seite so besitzergreifend. Mich könntest du jagen mit so einem. Als platonischer Freund geht das, aber für mehr scheint er mir schon zu verkorkst.

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