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Ich liebe meine Frau nicht mehr....

13. Juni 2015 um 4:58

Hallo Leute,

ich bin 41 und bin seit 5 Jahren verheiratet. Wir konnten keine Kinder bekommen und haben deswegen einen klasse Sohn adoptiert, der sich auch problemlos in D zurechtgefunden hat. Es hat sich leider nach der Adoption herrausgestellt, dass wir über die Adoption nicht ausreichend kommuniziert haben. Ich habe nicht gut zugehört und meine Frau hat nicht laut genug gesprochen, um es bildlich darzustellen. Jetzt haben wir seit 4 Jahren die Situation, dass meine Frau unseren Sohn nicht mag und als Hindernis für unsere Beziehung ansieht. Sie ist sehr angriffslustig und streitsüchtig und ich bin mittlerweile soweit, dass ich micht nicht freue, nach der Arbeit nachhause zu fahren. Durch die ewigen Streitereien und ihre Verbissenheit ist auch die Liebe verlorengegangen und damit auch die Zärtlichkeit und die Sexualität. Ich stehe also vor eine Entscheidung. Entweder ich nehmen meinen Sohn mit und fange ein neues Leben an (vielleicht mit eine neue Partnerin, die Harmonie ausstrahlt), oder ich bleibe mit meine Frau zusammen. Die Entscheidung fällt mir auch schwer, weil ich meine Frau nicht unversorgt zurücklassen möchte (sie hat keine gescheite Ausbildung und käme selbst bei eine Vollzeitstelle nicht über die Runden) und mir auch Sorgen mache, ob mein Sohn einen Neustart verkraftet. Allerdings frage ich mich auch, was das für mein Sohn (er ist 6) bedeuten wird, wenn er grösser ist und feststellt, dass er Liebe und Zuneigung nur vom Vater erlebt. Ich bin so hin- und hergerissen und hoffe, dass ich hier etwas Input erhalte..Vieleicht auch von Leidegsnenossen.

Euer, M.

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13. Juni 2015 um 8:20

Hallo
Hallo, die Adoption ging so schnell über die Bühne, dass wir permanent mit Dokumente besorgen, Termine usw. beschäftigt waren. Ich ging damals echt davon aus, dass wir beide ein Kind wollten. Jetzt ist der Kleine seit 4 Jahren bei uns und ich weiss nicht, wie ich weiter vorgehen soll. Sie "betreut" das Kind gut. Aber von Liebe und Zuneigung kann leider keine Rede sein. Und ich bin beruflich recht oft ausser Haus. Das sollte ich hinzufügen. Ich bin hin- und hergerissen zwischen Loyalität zu meine Frau, Zukunftsängste wegen mein Sohn und mir und Frust wegen der aktuellen Situation.

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13. Juni 2015 um 9:09

So
Einen scheiss habe ich lange nicht gehört. Wenn er sein Kind liebt, dann tut er das, was für das Kind am besten ist. Und wenn das bedeutet sich von der Mutter zu trennen um Harmonie herzustellen, dann ist das so. Ließ dich mal durchs Internet wo Erwachsene Kinder schreiben, dass sie nie glücklich waren weil ihre Eltern Ihnen eine heile Welt vorgelebt haben, die es nicht gab. Wenn die Paarebene nicht mehr klappt, ist das schade aber okay. Nur die Elternebene muss passen. Und er darf nicht den grossen Fehler machen bei der Frau zu bleiben weil er Angst hat das sie nicht über die Runden kommt. In Deutschland muss niemand hungern. Es gibt Mittel und Wege. Das Kindeswohl muss im Vordergrund stehen. Und es heisst ja gar nicht das er direkt ne neue hat. Ein Kind kommt besser mit einem sorgenden Elternteil klar, als mit 2 die mit sich und der Welt nicht zufrieden sind. Kinder beziehen alles auf sich. Und geben sich selber die Schuld. Wenn der Vater sich so fühlt wie er fühlt und die Liebe weg ist, pack das Kind ein und schenke ihm das Leben dass er verdient hat. Und einige dich mit der Mutter über Umgang.

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13. Juni 2015 um 9:21

Auch wenn es unten heftigen Widerspruch gab:

Versucht doch zumindest noch einen Anlauf, in Mediation (auch Ehe- und Paarberatung genannt), mit einem geschulten Dritten, der vielleicht mit etwas mehr Abstand eure Differenzen besser sehen und sie für euch besser verständlich machen kann.

Eventuell ist es gar nicht so platt, wie du dir das vorstellst: Entweder Frau oder Kind.

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13. Juni 2015 um 9:34

Die Beziehung
deiner Frau zu eurem Sohn hört sich nicht gut an. abgesehen davon, dass auch die Beziehung zu dir wohl sehr verfahren ist.

anscheinend könnt ihr auch nicht mal mehr darüber reden.
hast du ihr mal das gesagt, was du hier schreibst?
für das Kind ist es natürlich sehr schwer, wenn sie keine Gefühle zu ihm aufbauen kann und das wird sich wohl auch nicht verändern.
es wird ein großer Schritt werden sich zu trennen und es ist wahrscheinlich auch nicht so einfach eine neue Frau zu finden, aber nicht unmöglich.
wenn eure Beziehung nur noch Quälerei ist und ihr auch nicht mehr kommunizieren könnt....dann wird es wohl keinen anderen Weg geben.

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13. Juni 2015 um 9:44

.
Ja das versteh ich auch nicht! Wie kann man sich durch den ganzen Behördendschungel quälen ohne wirklich ein Kind zu wollen?
Ich dachte da gibt es Gespräche mit Psychologen um die Eignung zu testen usw? Und in all dem Prozedere soll sie nie den Mund aufgemacht und ein Veto eingelegt haben? Kann ich mir irgendwie nicht ganz vorstellen?
Aber vielleicht hat sie sich das Leben mit einem adoptierten Kind einfach nur schöner /besser/erfüllter vorgestellt und wollte prinzipiell schon adoptieren aber ist jetzt unglücklich mit der Situation?

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13. Juni 2015 um 9:58


ich verstehe nicht wie man ein Kind adoptieren kann ohne sich das von beiden Eltern her zu wünschen und sich zu informieren was das konkret bedeutet. Und nun steht ihr mit dem Fiasko da.
Das Wohl des Kindes geht da absolut vor.
Ihr solltet einen Psychologen aufsuchen der euch hier begleitet. Adootions erarungsstellen haben da Adressen.
Ich denke aus dem Bauch heraus das ihr euch trennen solltet denn in eurem Haushalt gibt es keine Liebe und kein wirkliches miteinander mehr.
Ihr seit nicht zu einer Familie zusammengewachsen.
Ein solches Kind braucht das aber.
Wie sieht deine Frau das ganze denn?

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13. Juni 2015 um 14:31

Seltsam
Ich verstehe nicht so ganz warum man (während der ja doch meist recht langen Zeit die eine Adoption dauert) wenn man sich unsicher ist die Adoption durchzieht. Oder sind die Zweifel deiner Frau erst später aufgetreten?
Na ja jetzt solltest du in erster Linie darüber nachdenken was das beste für das Kind ist. Und dann gemeinsam mit deiner Frau, evtl. auch mit Unterstützung Dritter , eine gute Lösung finden.

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13. Juni 2015 um 15:24

Danke
Zunächtmal danke für Euren Input! Ich habe natürlich mit ihr gesprochen und ihr gesagt, weswegen ich gefrustet bin und was für Gedanken ich mir mache. Sie sagte, dass ich mit der Hochzeit eine Verantwortung übernommen habe und diese Verantwortung nicht mehr abgeben darf. Sie ist eben eine tiefgläubige Christin.

Über die Zukunft des Kindes wollte sie nicht sprechen. Ich würde natürlich mich beruflich so einrichten, dass ich nach der Arbeit zuhause wäre, sollte ich wirklich einen Schlussstrich ziehen. Das geht momentan nicht und ehrlicherweise muss ich zugeben, dass ich in der momentanen Verfassung meiner Frau nicht noch mehr Zeit zuhause verbringen möchte.

Ferner würde ich vom Land in eine Grossstadt ziehen, wo ich Verwandte habe, die mich bei der Betreung des Kindes unterstützen würden.

Ich bin wie gesagt 41 und noch gut "erhalten" und kann mir nicht vorstellen, dass das Körperliche gänzlich aus meinem Leben verschwinden soll. Aber so ist es leider momentan und sie turnt mich durch ihre aggressive Art ab, sowie ich sie abturne, weil ich ihrer Meinung nach mich "zuviel um das Kind kümmere", was ich absolut nicht nachvollziehen kann, weil dies schon allein zeitlich nicht möglich ist.

Es ist klar, dass ich bei eine Trennung die Verantwortung für das Kind übernehmen würde. Das hat sie selber gesagt und sie würde es nicht auf ein Sorgerechtstreit ankommen lassen.

Externe Hilfe lehnt sie übrigens kategorisch ab.

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